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Das Fremde Meer

Roman

Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als „Mobilien“ durch die Stadt wandern… Zehn Kapitel, zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan. „Katharina Hartwell erzählt so gut, dass sie auf jeden Fall einen neuen Weltrekord im literarischen Zehnkampf aufgestellt haben dürfte.“ (Spiegel online) – ein magischer Roman.
Portrait
Katharina Hartwell, 1984 geboren, studierte Anglistik und Amerikanistik sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie war u.a. Gewinnerin des MDR-Literaturpreises und Stipendiatin des Landes Hessen und des Freistaates Sachsen. 2013 war sie die Sylter Inselschreiberin. Ihr erster Roman »Das Fremde Meer« wurde begeistert aufgenommen und mit dem Hallertauer Debütpreis und dem Förderpreis für phantastische Literatur Seraph ausgezeichnet. 2015 erschien ihr Roman »Der Dieb in der Nacht«. Sie lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 576
Warnhinweis Tiefe Konflikte mit dem Bruder ihres Mannes und dessen Frau drohen Julias Familie zu entzweien. In ihrer Not besinnt sie sich auf die Geschichte ihrer weiblichen Vorfahren: drei Generationen von starken Frauen, die frei über ihr Leben bestimmen wollten. Die Berganna, deren Liebe zum Wilderer Daniel ein jähes Ende fand. Johanna, die mit dem Patriarchen des Orts 13 Kinder zeugte. Und Julias Großmutter Anna, der man nach der Geburt den unehelichen Sohn wegnahm. Sie alle hatten in ihrem Leben harte Kämpfe auszustehen - und bewahrten sich doch ihre innere Stärke. Eine Stärke, die auch Julia dringend braucht, als die Dinge sich zuspitzen ...
Erscheinungsdatum 10.11.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8333-0990-8
Verlag Berliner Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/4 cm
Gewicht 446 g
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Dermot Willis, Thalia-Buchhandlung Kassel

Dieses Buch wurde mir empfohlen, weil es ein unheimlich schönes Schreibstil hat. Ich war von Anfang an verloren in der Geschichte, die Charaktere und die Art des Storytellings.

MarieCarolin Behring, Thalia-Buchhandlung Freiburg

10 verschiedene Geschichten erzählen eine große Liebe. Sehr außergewöhnlich. Für alle die etwas "neues" suchen. Für geübte Leser und alle die Literatur gegenüber offen sind.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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"Das fremde Meer"
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 19.07.2017

"Das fremde Meer" ist keine einfache Liebesgeschichte. Zehn Kapitel, zehn Geschichten, zehnmal die Erzählung einer Liebe - die Geschichte von Marie und Jan, erzählt durch unterschiedliche Genres, Welten und Zeiten. Wir folgen Moira und Jonas in der Wechselstadt. Wir begegnen Augustine und Jacques in der Pariser Salpêtrière. Pri... "Das fremde Meer" ist keine einfache Liebesgeschichte. Zehn Kapitel, zehn Geschichten, zehnmal die Erzählung einer Liebe - die Geschichte von Marie und Jan, erzählt durch unterschiedliche Genres, Welten und Zeiten. Wir folgen Moira und Jonas in der Wechselstadt. Wir begegnen Augustine und Jacques in der Pariser Salpêtrière. Prinzessin Miranda und Prinz Miran sehen wir im Zauberwald, Ghostboy und Martha im Zirkus. Völlig unterschiedliche Begebenheiten und doch immer wieder die Geschichte dieser einen Liebe. Wiederkehrende Namen, wiederkehrende Personen und immer wieder ein Motiv: Heldin rettet Held. Katharina Hartwell hat eines dieser Bücher geschrieben, die ich nur schwer aus der Hand legen konnte und die mich glücklich zurücklassen. Es ist mehr als ein Roman; es ist der Versuch einer Rettung durch das Erzählen selbst.

Das Fremde Meer
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am 17.01.2016

Katharina Hartwell erzählt in ihrem Roman „ Das Fremde Meer “ die Geschichte von Marie und Jan. Diese Geschichte einer Liebe scheint zunächst völlig unspektakulär zu sein; dann aber entführt die Autorin ihre Leser zu den verschiedensten phantastischen Orten: Zum Beispiel in die Salpêtrière zu einem Mädchen, das hysterische Anfäl... Katharina Hartwell erzählt in ihrem Roman „ Das Fremde Meer “ die Geschichte von Marie und Jan. Diese Geschichte einer Liebe scheint zunächst völlig unspektakulär zu sein; dann aber entführt die Autorin ihre Leser zu den verschiedensten phantastischen Orten: Zum Beispiel in die Salpêtrière zu einem Mädchen, das hysterische Anfälle hat, oder in den Winterwald, in dem eine Prinzessin zum Ritter wird, um einen Prinzen zu retten. Auf die Evicon 23, ein Schiff, auf dem die Toten ihre letzte Reise antreten, und in einen seltsamen Zirkus, in dem Ghostboy die Hauptattraktion ist: Ein Junge, der vor den Augen der Zuschauer ertrinkt. Und letztendlich ist alles die gleiche Geschichte: Marie und Jan in neun verschiedenen Erzählungen. Die Geschichte der Rettung Maries durch Jan. Die Liebe zwischen Marie und Jan besteht aus so vielen Details, dass man sie nicht nur einmal erzählen kann. In jeder Geschichte wird gerettet, geliebt, vertraut und geholfen. Am Anfang hängen die Geschichten nicht zusammen, das Buch liest sich wie ein Lesebuch mit vielen verschiedenen Erzählungen. Aber nach einiger Zeit erkennt man immer mehr Details: Zum Beispiel tauchen immer wieder die Namen Merwin und Corwin auf oder die Abneigung einer Person, Fisch zu essen. Und in jeder Geschichte wird aufgegriffen, dass Jans Vater verschwunden ist. Gleichzeitig hängt über jedem dieser Märchen ein beängstigender Schatten, der die Handelnden bedroht. Mal ist es der Jäger im Winterwald, mal der Taucher, der die Menschen mit auf den Meeresboden zieht, aber immer ist es eine namenlose Angst, die allgegenwärtig ist. Katharina Hartwells Sprache ist beeindruckend, verzaubernd: Sie ändert ihren Stil nie komplett, aber je nach der Gegend, in der die aktuelle Geschichte spielt, und je nach dem Genre, dem sie angehört, lassen sich leichte Nuancen erkennen, die jeder Geschichte ihren eigenen Klang geben. So ist die Sprache wie ein roter Faden, der durch die zunächst verwirrenden und scheinbar ungeordneten Erzählungen führt. Ein weiterer roter Faden lässt sich erkennen: Alle Geschichten haben kein Ende. Das Kapitel ist plötzlich aus, man weiß nichts über das Schicksal der Hauptpersonen. Aber das fremde Meer ist immer präsent: Immer wieder stürzen Personen ins Meer, und immer wieder werden in den darauf folgenden Geschichten Personen ohne Erinnerungen vom Meer ausgespuckt und an den Strand gespült. Katharina Hartwells Debütroman ist ein ungeheuer komplexes Buch, das den Leser fesselt und ungeahnte Tiefen des menschlichen Denkens aufzeigt. Diese literarische Glanzleistung ist nur zu empfehlen. Ein Buch voller Geschichten über Liebe, Treue, Mut, Neuanfang und gerettet werden; und all diese Geschichten zusammen, die Kraft der Erzählungen, retten (vielleicht?) ein Leben. Wer weiß – vielleicht kann auch dieses Buch retten?

"Du musst dich gut festhalten. Das ist alles."
von Anne2801 aus Kassel am 18.07.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Klappentext "Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpetrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelen... Klappentext "Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpetrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan. Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten - und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint. Von ihm fühlt Marie sich gefunden, miteinander teilen sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt? Katharina Hartwells magischer Debütroman erzählt von der Rettung einer Liebe und eines Lebens, er erzählt von allen Zeiten und allen möglichen Welten. Nicht zuletzt ist »Das Fremde Meer« die Rettung durch das Erzählen selbst - und darum all das, was Literatur vermag." Inhalt Dieses Buch beinhaltet zehn verschiedene Geschichten, die nicht ähnlicher und unterschiedlicher zugleich sein könnten. Es dreht sich um Jan und Marie und doch dreht es sich auch um so viele andere. Hier gibt es es Science Fiction, Märchen, Seefahrergeschichten und verschiedenste Erzählungen und obwohl sich all das so unpassend zueinander anhört, könnten die Geschichten von Katharina Hartwell nicht passender gewählt sein. Leseeindrücke/Eigene Meinung "Das Fremde Meer" ist in insgesamt zehn Geschichten aufgeteilt, die jeweils in sich abgeschlossen sind, aber irgendwie auch eben nicht. Obwohl diese Erzählungen jeweils so verschieden sind, gehören sie alle zusammen und erklären nach und nach die Rahmenhandlung. Mir hat besonders gut die Sprache von Katharina Hartwell gefallen, denn sie schafft es durch sowohl kurze, als auch lange verschachtelte Sätze, das Lesen wie einen einfach zu befahrenden Fluss zu gestalten, aus dem man sich am Rand immer wieder kleine Schätze herauspickt, nämlich großartige Zitate, von denen dieses Buch nur so strotzt. All diese Zitate regen nicht nur zum Nachdenken an, sondern sind auch so schön, dass man sie sich gleich aufschreiben und jemandem mitteilen mag. Auch die Tatsache, dass nicht jede Geschichte in der gleichen Erzählperspektive geschrieben ist, führt dazu, dass Abwechslung ins Lesen kommt und man sich immer wieder überraschen lassen kann. Die beiden Hauptcharaktere sind Marie und Jan und das Buch erzählt etwas über ihre Beziehung, wie sie sich gefunden haben, wie sich all das entwickelt - aber die beiden bleiben dabei nicht Marie und Jan. Auch trägt sich "Das Fremde Meer" irgendwie nicht direkt durch die Charaktere, sondern vielmehr durch die ganzen Kleinigkeiten, die dann zu einem Großen werden. Besonders hat mir hier die "Detektivarbeit" gefallen, mithilfe derer man die Gemeinsamkeiten der einzelnen Geschichten gesucht und zu verstehen versucht hat. Und immer wieder dieselbe Frage: Was bedeutet das alles für jan und Marie? Die Geschichten, die hier eine heilende Wirkung für mehr als nur eine Person haben, sind voll von Phantasie, von Unbekanntem und Vertrautem, manche möchte man ewig weiterlesen und doch wartet man bereits schon auf die nächste Erzählung. Fazit/Leseempfehlung "Das Fremde Meer" ist ein Buch, wie ich noch nie zuvor eines gelesen habe, es ist so anders, aber so genial, so weitreichend, so bedeutend, so beeindruckend, dass es mich fast sprachlos zurücklässt. Sobald ich die letzte Seite gelesen hatte, wollte ich unbedingt jemandem davon erzählen: von meinen Entdeckungen, von den Lehren, den Geschichten, der Wirkung,... Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und sowohl sprachlich, als auch inhaltlich kann ich es nur weiterempfehlen. Es ist eins von den Büchern, von denen man sich wünscht, dass es einfach jeder liest. Es ist voller Phantasie, Liebe, Zwischenmenschlickeit, Abenteuer, Persönlichkeit und Tiefgang - da ist wirklich für jeden etwas dabei.