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Erwins Badezimmer

oder: Die Gefährlichkeit der Sprache

Ein fantasievoller, fesselnder Roman von Hans Bemmann, dem Autor des Beststellers »Stein und Flöte«: In einem Staat, in dem Bücher verboten sind, gibt es nur wenige, die Widerstand leisten. Unter ihnen ist Erwin, der in seinem Badezimmer ein Literaturarchiv von verbotenen Schriften angelegt hat. Von seinem nahezu unzugänglichen Hinterhaus aus wird unter Lebensgefahr die Literatur aus der Zeit vor »Großen Nationalen Sprachreinigung« weiterverarbeitet. Als eines Tages der pflichtbewusste Beamte Albert S. auf Erwins Geheimnis stößt, ist er fasziniert davon und beginnt, Nachforschungen über die Literatur der »Vor-Zeit« anzustellen - ohne zu ahnen, auf welches Abenteuer er sich dabei einlässt ...
Portrait
Hans Bemmann, geboren 1922 in Groitzsch bei Leipzig, begann 1940 sein Medizinstudium, das er abbrechen musste, als er 1941 zum Kriegsdienst einberufen wurde. Nach Kriegsende nahm er das Studium der Musikwissenschaft und der Germanistik in Innsbruck auf. Ab 1954 war er Lektor beim Österreichischen Borromäuswerk. Diese Tätigkeit setzte er 1956 in Bonn fort. Zusätzlich war er von 1971 bis 1983 Dozent für das Fach Deutsch an der Pädagogischen Hochschule Bonn. Sein größter Erfolg, »Stein und ...
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 238 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783957510723
Verlag GRIN
Dateigröße 515 KB
Verkaufsrang 50296
eBook
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Unvorstellbare Geschichte, abstrakt und spannend!
von Michaela aus Köln am 25.04.2018

Diese Geschichte von den heimlichen Sammlern von Worten, Schreibstilen und den dazugehörigen Büchern ist etwas abstrakt, aber wenn man sich darauf einlassen kann, ist es sehr spannend und interessant. In einer Welt, in der es keinen Gott und keine Religion geben darf und nur eindeutige und unmissverständliche Worte benutzt werde... Diese Geschichte von den heimlichen Sammlern von Worten, Schreibstilen und den dazugehörigen Büchern ist etwas abstrakt, aber wenn man sich darauf einlassen kann, ist es sehr spannend und interessant. In einer Welt, in der es keinen Gott und keine Religion geben darf und nur eindeutige und unmissverständliche Worte benutzt werden dürfen, werden Bücher mit alten Geschichten/Märchen/Sagen heimlich gesammelt und möglichst unauffällig weitererzählt, damit sie nicht ganz verloren gehen. Um diese heimliche Verbreitung zu verhindern gibt es Behörden, die sich nur darum kümmern, dass diese Bücher nicht in Umlauf kommen und außerdem stehen auf Missachtung hohe Strafen bis hin zur Ausweisung ins Exil. Es gibt Bürger, die andere Anschwärzen und Spione die „Feinden“ auflauern. Es hat etwas von Stasi/DDR, wenn auch die „Sprachreinigung“ mit Folgen deutlich krasser dargestellt ist. Albert, Erwin und andere „Sprachspione“ riskieren viel, um den alten Wortschatz zu bewahren und erleben auch Konsequenzen bei Mitkämpfern aber auch Albert muss sich dem Gericht stellen und einen gefürchteten Weg einschlagen, der schwer, aber dann doch nicht so extrem ist und neue Perspektiven zeigt. Das Buch hat etwas fesselndes, weil es so unvorstellbar ist und viel Vorstellungskraft beansprucht, dennoch ist es herrlich verrückt und bleibt spannend. Etwas albern finde ich den Titel, der lässt das Buch schwächer wirken als es ist. Es sollte keinesfalls mit „Stein und Flöte“ in Verbindung gebracht werden, Schreibstil und Geschichte sind unabhängig davon und völlig anders!