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Unschuld

«Unschuld» ist Jonathan Franzens Opus magnum über familiäre Abgründe, das Internet und den Kampf zwischen den Geschlechtern.

Die junge Pip Tyler weiß nicht, wer ihr Vater ist. Das ist keineswegs ihr einziges Problem: Sie hat Studienschulden, ihr Bürojob in Oakland ist eine Sackgasse, sie liebt einen verheirateten Mann, und ihre Mutter erdrückt sie mit Liebe und Geheimniskrämerei. Pip weiß weder, wo und wann sie geboren wurde, noch kennt sie den wirklichen Namen und Geburtstag ihrer Mutter. Als ihr eines Tages eine Deutsche beim «Sunlight Project» des Whistleblowers Andreas Wolf ein Praktikum anbietet, hofft sie, dass der ihr mit seinem Internet-Journalismus bei der Vatersuche helfen kann. Sie stellt ihre Mutter vor die Wahl: Entweder sie lüftet das Geheimnis ihrer Herkunft, oder Pip macht sich auf nach Bolivien, wo Andreas Wolf im Schutz einer paradiesischen Bergwelt sein Enthüllungswerk vollbringt. Und wenig später bricht sie auf.

«Unschuld» handelt von Schuld in den unterschiedlichsten Facetten: Andreas Wolf, in Ostberlin als Sohn eines hochrangigen DDR-Politfunktionärs geboren, hat aus Liebe zu einer Frau vor Jahren ein Verbrechen begangen; ein Amerikaner, dem er in den Wirren des Berliner Mauerfalls begegnet, hat den Kinderwunsch seiner Frau nicht erfüllt und sie dann verlassen; dessen neue Lebensgefährtin kann ihrem Ehemann, der im Rollstuhl sitzt, nicht den Rücken kehren und pflegt ihn weiter …

In diesem fulminanten amerikanisch-deutschen Gegenwartsroman eines der größten, sprachmächtigsten Autoren unserer Zeit überschlagen sich die Ereignisse und bannen den Leser bis zum Schluss.
Rezension
Die eigentliche Stärke dieses ausufernden Gesellschaftsepos liegt in der psychologischen Tiefenbohrung, die den Figuren in die verwinkelten Schächte ihrer neurotischen Psyche folgt. Andrea Köhler, Neue Zürcher Zeitung
Portrait
Jonathan Franzen, 1959 geboren, erhielt für seinen Weltbestseller «Die Korrekturen» 2001 den National Book Award. Er veröffentlichte außerdem die Romane «Die 27ste Stadt», «Schweres Beben», «Freiheit» und «Unschuld», das autobiographische Buch „Die Unruhezone“, die Essaysammlungen «Anleitung zum Alleinsein» und «Weiter weg» sowie „Das Kraus-Projekt“. Er ist Mitglied der amerikanischen Academy of Arts and Letters, der Berliner Akademie der Künste und des französischen Ordre des Arts et des Lettres. 2013 wurde ihm für sein Gesamtwerk der WELT-Literaturpreis verliehen, 2015 erhielt er für seinen Einsatz zum Schutz der Wildvögel den EuroNatur-Preis. Er lebt in Santa Cruz, Kalifornien.

Bettina Abarbanell, geboren in Hamburg, lebt als Übersetzerin in Potsdam. Sie übersetzt u.a. Jonathan Franzen, Denis Johnson,  Rachel Kushner, Elizabeth Taylor und F. Scott Fitzgerald. 2014 wurde sie mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis ausgezeichnet.  

Eike Schönfeld, geboren 1949 in Rheinsberg, promovierte über Oscar Wilde, lebt als freier Übersetzer, Lektor und Autor in Hamburg. Er übersetzte u.a. J. D. Salinger, Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Christoph-Martin-Wieland-Preis 2013 und dem Hermann-Hesse-Preis 2014.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 832
Erscheinungsdatum 21.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-26775-8
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/13,2/4,8 cm
Gewicht 511 g
Originaltitel Purity
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Bettina Abarbanell, Eike Schönfeld
Verkaufsrang 73600
Buch (Taschenbuch)
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12,99
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Laura Donauer, Thalia-Buchhandlung Landau

Franzen in Hochform - schwarz, sarkastisch und gesellschaftskritisch! Toll!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
9
3
0
0
1

von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 30.07.2017
Bewertet: anderes Format

Ein großartiger Roman, kritisch und auf den Punkt gebracht.

von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Amerika,Bolivien und die ehemalige DDR sind Schauplätze dieser ungewöhnlich spannenden Familiengeschichte.Der Roman entwickelt einen Sog dem man sich nicht entziehen kann.

Überbewertet
von einer Kundin/einem Kunden aus Falkensee am 02.02.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die positive Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Mir scheinen sowohl die Figuren als auch die Story ziemlich unglaubwürdig. Streckenweise habe ich nur noch überblättert: So kann es einem gehen, wenn man als Maßstab gerade "Altes Land" von Dörte Hansen gelesen hat.