Warenkorb
 

Die Spieluhr

Roman

Ein außergewöhnlicher Roman im wunderschönen Geschenkformat

Wilhelm Uhde, der großbürgerliche Preuße, und Séraphine, eine einfache Französin, die von den Bewohnern ihres Dorfes verspottet und von den Kindern mit Dreck und Steinen beworfen wird, trennen Welten. Und doch hat das Schicksal sie zusammengeführt: den sensiblen Kunstsammler und seine tiefgläubige Putzfrau, die Bilder malt, seit ihr ein Engel des Herrn erschien.

Viele Jahre und zwei Weltkriege später wird beider Leben verfilmt. Der Schauspieler, der im Film Uhde verkörpert, macht dabei eine seltsame Entdeckung, die ihn unversehens in den phantastischen Kosmos der Séraphine de Senlis katapultiert: in ein Leben hinter den Bildern und Gobelins eines vergessenen Schlosses der Picardie.

Ulrich Tukur erzählt von der Macht der Malerei und der Magie der Musik. Er nimmt uns mit auf eine Reise durch drei Jahrhunderte, in eine beunruhigende Welt zwischen Traum und Wirklichkeit.
Portrait
Tukur,
Ulrich Tukur, 1957 in Viernheim geboren, ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Preise, 2013 wurde ihm der Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache verliehen. 2005 erschien sein Erzählungsband Die Seerose im Speisesaal. Ulrich Tukur lebt mit seiner Frau, der Fotografin Katharina John, in Venedig.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 18.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-28875-8
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 14,7/9,7/1,5 cm
Gewicht 112 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 84291
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
10,00
10,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Buchhändler-Empfehlungen

Sabrina Mattes, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

eine verzauberte Geschichte voller mysteriöser Ereignisse ... Ein tolles Buch zum mit rätseln!

Valentina Hattler, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Eine fantastische Novelle über die Macht der Malerei und die Magie der Musik, die den Leser auf eine Reise zwischen Traum und Wirklichkeit schickt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
5
6
1
0
0

Charmantes Werk zwischen Fantasie und Wahrheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Brake am 13.01.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich bin ein großer Fan von Ulrich Tukurs schauspielerischem Talent und war diesbezüglich auch gespannt, wie er sich als Autor so macht. Die Novelle "Die Spieluhr" hat sich wirklich gelohnt zu lesen. Man taucht in eine andere Welt ein, nicht nur was das Jahrzehnt anbelangt. Mit seiner sehr präzisen und bis ins kleinste Detail bes... Ich bin ein großer Fan von Ulrich Tukurs schauspielerischem Talent und war diesbezüglich auch gespannt, wie er sich als Autor so macht. Die Novelle "Die Spieluhr" hat sich wirklich gelohnt zu lesen. Man taucht in eine andere Welt ein, nicht nur was das Jahrzehnt anbelangt. Mit seiner sehr präzisen und bis ins kleinste Detail beschriebene Ausdrucksweise nimmt Ulrich Tukur den Leser mit auf eine surreale Reise, auf der man selber am Schluss überlegen muss, wo man sich befindet und ob man wirklich der ist, der man glaubt zu sein.

von einer Kundin/einem Kunden aus Augsburg am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine wunderschöne Novelle, in der die Zeit durch den Ort ihren Halt verliert. Wunderbar phantastisch und surreal.

Hoffmanns Erbe
von einer Kundin/einem Kunden am 22.04.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Das Unheimliche ist eines der Merkmale für die Literatur, die in der Epoche der Romantik vom Ende des 18. bis in weite Teile des 19. Jahrhundert geschrieben wurde; ganz vorne weg in den Erzählungen von E.T.A. Hoffmann, wo unvermittelt das Übernatürliche in die Realität einbricht. Daraus entwickelten sich dann auch Klassiker der ... Das Unheimliche ist eines der Merkmale für die Literatur, die in der Epoche der Romantik vom Ende des 18. bis in weite Teile des 19. Jahrhundert geschrieben wurde; ganz vorne weg in den Erzählungen von E.T.A. Hoffmann, wo unvermittelt das Übernatürliche in die Realität einbricht. Daraus entwickelten sich dann auch Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur wie „Alice im Wunderland“, die durch das Loch in der Hecke die Realität verlässt und in die Welt des Übernatürlichen eintritt. Auf diesen literarischen Fundamenten basiert der als Teilzeitautor tätige Schauspieler Ulrich Tukur seine Novelle, die ähnlich verschachtelt wie eine Matrjoschka-Puppe erst nach und nach ihre unterschiedlichen Ebenen preisgibt. Zuerst einmal ist da Kunstsammler Wilhelm Uhde, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem kleinen Ort in Frankreich die Gemälde der von der Gesellschaft an den Rand gedrängten Séraphine entdeckt und die Kunstwerke wie auch ihre Erschafferin in Galerien der Öffentlichkeit bekannt machen will; der nahende Weltkrieg wird dies jedoch zunichte machen. All dies berichtet der Erzähler, der fast ein Jahrhundert später in einer Verfilmung der damaligen Geschehnisse die Rolle Uhdes einnehmen soll. Als eines Tages ein Mitarbeiter der Film-Crew auf der Rückfahrt nach Paris in einem abgelegenen Schloss Unterschlupf sucht und dort in der Nacht dem sirenenhaften Spiel eines Cembalos und der unvergleichlichen Schönheit der (schon seit Jahrhunderten verstorbenen) Musikerin verfällt, ist die Neugier des Schauspielers geweckt und er begibt sich selbst auf die Suche nach diesem Schloss, das scheinbar als Schnittstelle zwischen den Zeiten fungiert und Kunstwerke in sich birgt, die zum Leben zu erwachen scheinen und den Betrachter in ihre Welt ziehen wollen. Neben dem literarisch wertvollen Kern hat auch die Schale einiges zu bieten: Der äußerst bibliophil gestaltete Einband besteht aus türkisfarbenem Leinen, das mit schwarzer und goldener Prägung versehen wurde und ein Kunstwerk in sich selbst darstellt. Ulrich Tukur verfasst mit „Die Spieluhr“ eine Reminiszenz an die großen Novellen der Romantik und ihr doppelbödiges Spiel mit der Welt des Unheimlichen, die einen gleichsam wie das Gemälde der wortwörtlich bildhübschen Musikerin in seinen Bann zieht.