Leere Herzen

Roman

(103)
Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich ‎erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma aufgezogen, "Die Brücke", die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der "Brücke" steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod.

Als die "Brücke " unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr...

"Leere Herzen" ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und es ist zugleich ein verstörender‎ Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.

Rezension
"Juli Zeh kann erzählen, und wie!" Martin Ebel / Der Bund
Portrait
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Ihr Roman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in 24 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem "Deutschen Bücherpreis" (2002), dem "Rauriser Literaturpreis" (2002), dem "Hölderlin-Förderpreis" (2003), dem "Ernst-Toller-Preis" (2003), dem "Carl-Amery-Literaturpreis" (2009) und dem Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (2009). 2013 wurde sie mit dem"Thomas Mann Preis" für ihr "vielfälgiges Prosawerk" geehrt, 2014 mit dem "Hoffmann-von-Fallersleben-Preis" für zeitkritische Literatur. Juli Zeh lebt in Leipzig.
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Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 13.11.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87523-1
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Maße (L/B/H) 22,2/14,6/3,4 cm
Gewicht 570 g
Verkaufsrang 1.723
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Leere Herzen regt ungemein zum Nachdenken und Hinterfragen an: Was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn Suizid und Terror zum erfolgreichen Geschäftsmodell werden?
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Atmosphärisch dicht, aktuell und super geschrieben. Mich hat "Leere Herzen" total mitgerissen - absolut lesenswert! Atmosphärisch dicht, aktuell und super geschrieben. Mich hat "Leere Herzen" total mitgerissen - absolut lesenswert!

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Ein verstörendes Buch einer verstörten Gesellschaft. Eine nahe Zukunft, in der mit dem Tod Geschäfte gemacht werden. Hochspannung u politisch brisant! Ein verstörendes Buch einer verstörten Gesellschaft. Eine nahe Zukunft, in der mit dem Tod Geschäfte gemacht werden. Hochspannung u politisch brisant!

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Juli Zeh spinnt unser gesellschaftliches und politisches Dasein ein wenig weiter: Die Partei der besorgten Bürger ist an die Macht gekommen und es wird eng mit der persönlichen Freiheit. Wozu sind die Menschen mit ihren leeren Herzen bereit und fähig? Perfide und originell, Frau Zeh kann es einfach! Juli Zeh spinnt unser gesellschaftliches und politisches Dasein ein wenig weiter: Die Partei der besorgten Bürger ist an die Macht gekommen und es wird eng mit der persönlichen Freiheit. Wozu sind die Menschen mit ihren leeren Herzen bereit und fähig? Perfide und originell, Frau Zeh kann es einfach!

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Juli Zeh erzählt hier eine spannende Zukunftsgeschichte und hat mich gut unterhalten. Auch wenn sie nicht an ihr Können der älteren Romane anknüpft, hat mich das Buch gefesselt und zum Nachdenken angeregt. Juli Zeh erzählt hier eine spannende Zukunftsgeschichte und hat mich gut unterhalten. Auch wenn sie nicht an ihr Können der älteren Romane anknüpft, hat mich das Buch gefesselt und zum Nachdenken angeregt.

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Politisch, aufrüttelnd, wie immer toll geschrieben und lesenswert. Politisch, aufrüttelnd, wie immer toll geschrieben und lesenswert.

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Nicht therapiefähige Suizidgefährdete werden im Jahr 2025 ganz offiziell als Selbstmordattentäter ausgebildet und vermittelt - ein lukratives Geschäft für eine moralisch völlig aus dem Lot geratene Generation 30+ mit der Devise: "Full hands, empty hearts" Nicht therapiefähige Suizidgefährdete werden im Jahr 2025 ganz offiziell als Selbstmordattentäter ausgebildet und vermittelt - ein lukratives Geschäft für eine moralisch völlig aus dem Lot geratene Generation 30+ mit der Devise: "Full hands, empty hearts"

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Die Vermittlung Suizidwilliger als Selbstmordattentäter für kontrollierte Anschläge - das Geschäftsmodel der Zukunft? Aber gibt es das, den "guten Terror"? Unvorstellbar? Wirklich? Die Vermittlung Suizidwilliger als Selbstmordattentäter für kontrollierte Anschläge - das Geschäftsmodel der Zukunft? Aber gibt es das, den "guten Terror"? Unvorstellbar? Wirklich?

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"Full hands, empty hearts" ist das Lebensgefühl einer desillusionierten Gesellschaft in der nahen Zukunft. Zu lesen wie ein Krimi, dabei sarkastisch und analytisch! "Full hands, empty hearts" ist das Lebensgefühl einer desillusionierten Gesellschaft in der nahen Zukunft. Zu lesen wie ein Krimi, dabei sarkastisch und analytisch!

„Keine rosigen Aussichten“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Britta ist nach eigenem Bekunden der Inbegriff des Durchschnitts. Mit Tochter Vera und Mann Richard bewohnt sie ein Haus aus viel Glas und Beton in ruhiger Lage. In einer mittelprächtigen und mittelgroßen Stadt versucht sie auch gar nicht sich von anderen abzuheben und bevorzugt deshalb unter anderem schlichte Blusen und graue Hosen. Schwer zu sagen, ob es ihrem Naturell entspricht oder ihr scheinbares Mittelmaß nur clevere Tarnung ist. Denn ihr Job ist alles andere als gewöhnlich. Mit ihrem Geschäftspartner Babak betreibt sie eine kleine aber einträgliche Firma des Todes. Das ebenso geniale wie zynische Geschäftsmodell: Suizidwillige Personen zu rekrutieren, um sie an terroristische Organisationen für einen Obolus zu vermitteln. Dass diese Sache ihrendwann aus dem Ruder laufen muss, ist eigentlich klar.Und tatsächlich wird nicht nur Brittas bürgerliche Existenz, sondern auch ihr Leben bald von einer anderen Geheimorganisation bedroht.
Der Roman spielt im Jahre 2025 und ist milde gesagt zukunftspessimistisch. Der Staat ist noch nicht so totalitäre wie in Orwells "1984" und die Bürger noch nicht so gleichgeschaltet wie bei Huxley, aber immerhin schon auf halber Treppe dorthin. Juli Zeh hat seit ihrem furiosen Debüt "Adler in Engel" ihr schriftstellerisches Talent immer wieder durch großartige Bücher wie "Nullzeit" und "Unterleuten" bewiesen. Mit ihrem neusten Roman ist ihr aber leider kein großer Wurf gelungen. Ebenso durchschnittlich wie ihre Protagonistin sind auch die anderen Figuren gezeichnet, und ob es sich um ein literarisches Stilmittel handelt, kann dem streckenweise gelangweilten Leser eigentlich egal sein. Fazit: Eine geniale Idee und viel Talent reichen als Zutaten für einen guten Roman hier nicht ganz aus. Die Bücher "Unterwerfung" von Houellebecq und "Der Circle" von Dave Eggers, mit einem ähnlichen dystopischen Ansatz, lösen meiner Meinung nach eher den literarischen Anspruch auf gesellschaftliche Relevanz ein, den Juli Zeh sicherlich auch beabsichtigte.
Britta ist nach eigenem Bekunden der Inbegriff des Durchschnitts. Mit Tochter Vera und Mann Richard bewohnt sie ein Haus aus viel Glas und Beton in ruhiger Lage. In einer mittelprächtigen und mittelgroßen Stadt versucht sie auch gar nicht sich von anderen abzuheben und bevorzugt deshalb unter anderem schlichte Blusen und graue Hosen. Schwer zu sagen, ob es ihrem Naturell entspricht oder ihr scheinbares Mittelmaß nur clevere Tarnung ist. Denn ihr Job ist alles andere als gewöhnlich. Mit ihrem Geschäftspartner Babak betreibt sie eine kleine aber einträgliche Firma des Todes. Das ebenso geniale wie zynische Geschäftsmodell: Suizidwillige Personen zu rekrutieren, um sie an terroristische Organisationen für einen Obolus zu vermitteln. Dass diese Sache ihrendwann aus dem Ruder laufen muss, ist eigentlich klar.Und tatsächlich wird nicht nur Brittas bürgerliche Existenz, sondern auch ihr Leben bald von einer anderen Geheimorganisation bedroht.
Der Roman spielt im Jahre 2025 und ist milde gesagt zukunftspessimistisch. Der Staat ist noch nicht so totalitäre wie in Orwells "1984" und die Bürger noch nicht so gleichgeschaltet wie bei Huxley, aber immerhin schon auf halber Treppe dorthin. Juli Zeh hat seit ihrem furiosen Debüt "Adler in Engel" ihr schriftstellerisches Talent immer wieder durch großartige Bücher wie "Nullzeit" und "Unterleuten" bewiesen. Mit ihrem neusten Roman ist ihr aber leider kein großer Wurf gelungen. Ebenso durchschnittlich wie ihre Protagonistin sind auch die anderen Figuren gezeichnet, und ob es sich um ein literarisches Stilmittel handelt, kann dem streckenweise gelangweilten Leser eigentlich egal sein. Fazit: Eine geniale Idee und viel Talent reichen als Zutaten für einen guten Roman hier nicht ganz aus. Die Bücher "Unterwerfung" von Houellebecq und "Der Circle" von Dave Eggers, mit einem ähnlichen dystopischen Ansatz, lösen meiner Meinung nach eher den literarischen Anspruch auf gesellschaftliche Relevanz ein, den Juli Zeh sicherlich auch beabsichtigte.

Marta Gorecki, Thalia-Buchhandlung Münster

Fesselnde, dystopische Schilderung der nahen Zukunft in Deutschland, in der die Hauptperson jede Werte und Prinzipien über Bord geworfen hat. Verstörend und aufrüttelnd! Fesselnde, dystopische Schilderung der nahen Zukunft in Deutschland, in der die Hauptperson jede Werte und Prinzipien über Bord geworfen hat. Verstörend und aufrüttelnd!

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Wofür lohnt es sich zu kämpfen, wofür lohnt es sich zu leben, wenn die Herzen leer sind. Ein deutsches Psychogramm. Wofür lohnt es sich zu kämpfen, wofür lohnt es sich zu leben, wenn die Herzen leer sind. Ein deutsches Psychogramm.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Dresden

Hier ist wieder die politische Juli Zeh unterwegs mit der Frage: In welchem Land wollen wir zukünftig leben? Wie hoch ist unser eigener Anteil daran? Kein versöhnliches Ende ... Hier ist wieder die politische Juli Zeh unterwegs mit der Frage: In welchem Land wollen wir zukünftig leben? Wie hoch ist unser eigener Anteil daran? Kein versöhnliches Ende ...

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Für einen Thriller fehlt mir zwar die Spannung in diesem wichtigen und lesenswerten Roman über eine gar nicht so entfernte Zukunft, aber Zeh findet wie immer den passenden Tonfall. Für einen Thriller fehlt mir zwar die Spannung in diesem wichtigen und lesenswerten Roman über eine gar nicht so entfernte Zukunft, aber Zeh findet wie immer den passenden Tonfall.

Natalie Sommer, Thalia-Buchhandlung Vechta

Leider hat Juli Zeh mich nicht völlig überzeugt. Ihr Schreibstil ist sehr gut, aber die Geschichte hat mich nicht so gefesselt, wie ich gehofft habe. Leider hat Juli Zeh mich nicht völlig überzeugt. Ihr Schreibstil ist sehr gut, aber die Geschichte hat mich nicht so gefesselt, wie ich gehofft habe.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Remscheid

Julie Zeh beschwört mit ihrem Roman eine düstere Zukunft für Deutschland. Mit ihren fast schon schrägen Ideen entwirft sie einen hochspannenden literarischen Politthriller. Klasse! Julie Zeh beschwört mit ihrem Roman eine düstere Zukunft für Deutschland. Mit ihren fast schon schrägen Ideen entwirft sie einen hochspannenden literarischen Politthriller. Klasse!

„Gegen Politikverdossenheit und Populismus “

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Messerscharfe, bitterböse Prosa über eine desillusionierte, kalte Gesellschaft.
Sprachlich ein Genuss, spannend wie ein Thriller und gehaltvoll wie ein politisches Sachbuch.
Ich bin absolut begeistert!
Messerscharfe, bitterböse Prosa über eine desillusionierte, kalte Gesellschaft.
Sprachlich ein Genuss, spannend wie ein Thriller und gehaltvoll wie ein politisches Sachbuch.
Ich bin absolut begeistert!

Katalin Kocsis, Thalia-Buchhandlung Neubrandenburg

Ein packender gesellschaftskritischer Politthriller. Juli Zeh zeichnet einen sehr erschreckenden Einblick in eine mögliche Zukunft Deutschlands. Faszinierend und sehr aktuell. Ein packender gesellschaftskritischer Politthriller. Juli Zeh zeichnet einen sehr erschreckenden Einblick in eine mögliche Zukunft Deutschlands. Faszinierend und sehr aktuell.

Heike Fischer, Thalia-Buchhandlung Hürth

Ein „höchst interessantes Geschäftsmodell“ fesselnd geschrieben, lesenswert.
Eine Lösung für leere Herzen? Der Titel verrät den Inhalt nicht ;-)
Ein „höchst interessantes Geschäftsmodell“ fesselnd geschrieben, lesenswert.
Eine Lösung für leere Herzen? Der Titel verrät den Inhalt nicht ;-)

Juli Zeh ist mit "Leere Herzen" wieder ein aktueller, kritischer Gesellschaftsroman gelungen! Juli Zeh ist mit "Leere Herzen" wieder ein aktueller, kritischer Gesellschaftsroman gelungen!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Limburg

Mein erstes Buch von Juli Zeh und bestimmt nicht mein letztes! Die Autorin versteht es, einen politischen Blick auf die nahe Zukunft zu geben, der schon manchmal beängstigend ist. Mein erstes Buch von Juli Zeh und bestimmt nicht mein letztes! Die Autorin versteht es, einen politischen Blick auf die nahe Zukunft zu geben, der schon manchmal beängstigend ist.

Valesca Wolfgramm, Thalia-Buchhandlung Köln

Wahnsinnige Ideen oder doch Realismus? Zeh schafft uns eine beklemmende Welt in nicht allzu ferner Zukunft inklusiver überraschender Wendung. Lesenswert! Wahnsinnige Ideen oder doch Realismus? Zeh schafft uns eine beklemmende Welt in nicht allzu ferner Zukunft inklusiver überraschender Wendung. Lesenswert!

„Leere Herzen“

Jana Torge, Thalia-Buchhandlung Freital

Nachdem mir Unterleuten von Juli Zeh sehr gut gefallen hatte, habe ich mich auf ihr neues Buch gestürzt. Sie benutzt viele Begriffe, von denen ich nicht weiß, ob sie sich die ausgedacht hat oder, ob es sie wirklich gibt. Ich musste ziemlich weit lesen, um einen Sinn in dem Roman zu erkennen. Es geht um selbstmordgefährdete Menschen, die über ein Computerprogramm, welches das Internet durchforstet, herausgefiltert werden. Denen wird entweder geholfen oder, sie werden als Selbstmordattentäter weitervermittelt. Das ist sehr gewagt. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr, aber die Geschichte war mir zu schwierig. Nachdem mir Unterleuten von Juli Zeh sehr gut gefallen hatte, habe ich mich auf ihr neues Buch gestürzt. Sie benutzt viele Begriffe, von denen ich nicht weiß, ob sie sich die ausgedacht hat oder, ob es sie wirklich gibt. Ich musste ziemlich weit lesen, um einen Sinn in dem Roman zu erkennen. Es geht um selbstmordgefährdete Menschen, die über ein Computerprogramm, welches das Internet durchforstet, herausgefiltert werden. Denen wird entweder geholfen oder, sie werden als Selbstmordattentäter weitervermittelt. Das ist sehr gewagt. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr, aber die Geschichte war mir zu schwierig.

Linda Schmidt, Thalia-Buchhandlung Iserlohn

Ein Roman, einzuordnen zwischen Thriller und Gesellschaftsporträt. Juli Zeh stellt mal wieder unter Beweis, dass sie schreiben kann und dass ihr das Genre Psychothriller liegt. Ein Roman, einzuordnen zwischen Thriller und Gesellschaftsporträt. Juli Zeh stellt mal wieder unter Beweis, dass sie schreiben kann und dass ihr das Genre Psychothriller liegt.

„Sie wollen Ihrem Leben ein Ende setzen? Dann haben wir genau den richtigen Job für Sie!“

Marcel Armlich, Thalia-Buchhandlung Düren

Eine Agentur vermittelt suizidgefährdete Menschen an Terrororganisationen. Ein sehr lukratives Geschäft, bis eines Tages Konkurrenz auf den Plan zu treten scheint. Klingt absurd? Ist aber gewohnt sprachlich stark und ziemlich gut durchdacht von Juli Zeh zu Papier gebracht. Absolut empfehlenswert, auch wenn das Ende bei mir einen eher zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat. Nichtsdestotrotz eine Empfehlung! Eine Agentur vermittelt suizidgefährdete Menschen an Terrororganisationen. Ein sehr lukratives Geschäft, bis eines Tages Konkurrenz auf den Plan zu treten scheint. Klingt absurd? Ist aber gewohnt sprachlich stark und ziemlich gut durchdacht von Juli Zeh zu Papier gebracht. Absolut empfehlenswert, auch wenn das Ende bei mir einen eher zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat. Nichtsdestotrotz eine Empfehlung!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ziemlich schreckliche Zukunftsvisionen, trotzdem sehr packend. Trotz meines Unbehagens MUSSTE ich das Buch bis zum Schluss durchlesen. Ziemlich schreckliche Zukunftsvisionen, trotzdem sehr packend. Trotz meines Unbehagens MUSSTE ich das Buch bis zum Schluss durchlesen.

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Juli Zeh schildert uns ein faszinierendes Bild einer möglichen Zukunft. Sie ist eine wahre Sprachkünstlerin, immer garant für puren Lesegenuss. Auf jeden Fall lesen! Juli Zeh schildert uns ein faszinierendes Bild einer möglichen Zukunft. Sie ist eine wahre Sprachkünstlerin, immer garant für puren Lesegenuss. Auf jeden Fall lesen!

Christel Cader, Thalia-Buchhandlung bonn

Wir zählen das Jahr 2025. Nicht therapierbare Selbstmörder werden als Selbstmord-Attentäter verkauft. Die Handlung finde ich völlig abgedreht, beängstigend, sehr spannend erzählt. Wir zählen das Jahr 2025. Nicht therapierbare Selbstmörder werden als Selbstmord-Attentäter verkauft. Die Handlung finde ich völlig abgedreht, beängstigend, sehr spannend erzählt.

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Juli Zeh ist die selten glückende Kombination eines spannenden und intelligenten Buches gelungen. Absolute Leseempfehlung!
Juli Zeh ist die selten glückende Kombination eines spannenden und intelligenten Buches gelungen. Absolute Leseempfehlung!

„"Da.So seid ihr."“

P. Krüger, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Nur wenige Jahre voraus hat sich die Gesellschaft in einer sich heute schon abzeichnenden Richtung entwickelt. Der unseren einerseits noch sehr ähnlich, haben in ihr plakative Politik, Populismus und zynische Gleichgültigkeit zugenommen.
Juli Zeh siedelt hier einen unterhaltsamen Roman und spannenden Politthriller an; eine beunruhigende Geschichte über die Wechselwirkung von Gesellschaft und Individuum, aber für mich auch ein überraschend drängender Aufruf, das eigene Denken, Fühlen und Handeln doch einmal mehr einer differenzierten Überprüfung zu unterziehen! "Da. So seid ihr." hat Juli Zeh dem Buch vorangestellt..... .
Nur wenige Jahre voraus hat sich die Gesellschaft in einer sich heute schon abzeichnenden Richtung entwickelt. Der unseren einerseits noch sehr ähnlich, haben in ihr plakative Politik, Populismus und zynische Gleichgültigkeit zugenommen.
Juli Zeh siedelt hier einen unterhaltsamen Roman und spannenden Politthriller an; eine beunruhigende Geschichte über die Wechselwirkung von Gesellschaft und Individuum, aber für mich auch ein überraschend drängender Aufruf, das eigene Denken, Fühlen und Handeln doch einmal mehr einer differenzierten Überprüfung zu unterziehen! "Da. So seid ihr." hat Juli Zeh dem Buch vorangestellt..... .

„Spannend und gesellschaftskritisch“

Ulrike Ackermann, Thalia-Buchhandlung Erlangen

In naher Zukunft, in einem meinungslosen Deutschland und einer immer mehr zerfallenden EU,
haben Britta und Babak eine ungewöhnliche aber erfolgreiche Geschäftsidee entwickelt...

Der klare und flüssige Schreibstil hat mich diesen Roman - trotz einiger langatmigeren Passagen - in einem Zug
verschlingen lassen!
In naher Zukunft, in einem meinungslosen Deutschland und einer immer mehr zerfallenden EU,
haben Britta und Babak eine ungewöhnliche aber erfolgreiche Geschäftsidee entwickelt...

Der klare und flüssige Schreibstil hat mich diesen Roman - trotz einiger langatmigeren Passagen - in einem Zug
verschlingen lassen!

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein stark beunruhigender und sehr nachdenklich stimmender Politthriller über den Gesellschaftszustand in Deutschland in kommenden Zeiten! Ein stark beunruhigender und sehr nachdenklich stimmender Politthriller über den Gesellschaftszustand in Deutschland in kommenden Zeiten!

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Was verbirgt sich hinter der Firmenbezeichnung "Brücken? Zwei Leute werden durch das lukrative Geschäft mit dem Tod reich, aber Neider trachten ihnen nach dem Leben. Sehr spannend. Was verbirgt sich hinter der Firmenbezeichnung "Brücken? Zwei Leute werden durch das lukrative Geschäft mit dem Tod reich, aber Neider trachten ihnen nach dem Leben. Sehr spannend.

„Die Brücke“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

An Verheißungen und Versprechen hat die Zukunft anscheinend nichts mehr zu bieten, düstere Beklemmung und Bedrohungen sind zurückgeblieben. In Juli Zehs Vision von der Zukunft ist die Demokratie abgeschafft, die " Besorgte Bürgerbewegung " hat längst die Macht über persönlichste Bereiche übernommen. Britta, die Protagonistin hat eine interessante Geschäftsidee als Antwort: Terrorbusiness für Suizidwillige ! Der Spannungsbogen zwischen normalen Familienleben und der " Brücke" scheint gelungen, bis dann alles völlig aus dem Rudert läuft ! Spannend zu lesen, düster und sehr unbarmherzig ! An Verheißungen und Versprechen hat die Zukunft anscheinend nichts mehr zu bieten, düstere Beklemmung und Bedrohungen sind zurückgeblieben. In Juli Zehs Vision von der Zukunft ist die Demokratie abgeschafft, die " Besorgte Bürgerbewegung " hat längst die Macht über persönlichste Bereiche übernommen. Britta, die Protagonistin hat eine interessante Geschäftsidee als Antwort: Terrorbusiness für Suizidwillige ! Der Spannungsbogen zwischen normalen Familienleben und der " Brücke" scheint gelungen, bis dann alles völlig aus dem Rudert läuft ! Spannend zu lesen, düster und sehr unbarmherzig !

Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Der kalte Erzählton passt perfekt zum Inhalt dieser nahen Zukunft.
Spannende sogähnliche Handlung mit knallendem Ende. Mein Herz hat dieser Roman nicht erreicht, aber meinen Kopf
Der kalte Erzählton passt perfekt zum Inhalt dieser nahen Zukunft.
Spannende sogähnliche Handlung mit knallendem Ende. Mein Herz hat dieser Roman nicht erreicht, aber meinen Kopf

„Eine aufrüttelnde Zukunftsvision“

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Juli Zeh schafft es wieder, durch eine interessante Thematik und eine überaus gelungene Sprache den Leser bis zur letzten Seite zu fesseln.
Von Anfang an faszinierte mich die Protagonistin, auch wenn mich manches Verhalten von ihr hin wieder abstieß und schockierte.
In einer prägnanten Sprache schildert Julie Zeh eine Welt, in der viele Menschen sich scheinbar selbst verloren haben und keine mögliche Zukunft sehen.
Ich habe das Buch wirklich ansatzlos verschlungen und kann es jedem ans Herz legen.
Juli Zeh schafft es wieder, durch eine interessante Thematik und eine überaus gelungene Sprache den Leser bis zur letzten Seite zu fesseln.
Von Anfang an faszinierte mich die Protagonistin, auch wenn mich manches Verhalten von ihr hin wieder abstieß und schockierte.
In einer prägnanten Sprache schildert Julie Zeh eine Welt, in der viele Menschen sich scheinbar selbst verloren haben und keine mögliche Zukunft sehen.
Ich habe das Buch wirklich ansatzlos verschlungen und kann es jedem ans Herz legen.

„Gute Idee, leider mit Längen“

Stefanie Willaredt, Thalia-Buchhandlung Bonn

Das Buch spielt in der nahen Zukunft. Man lebt in einer Gesellschaft, in der sich die Menschen nur noch für ihr eigenes Wohlergehen interessieren, alles andere ist ihnen egal - also fast schon wie heute. Britta und Babak haben eine psychologische Beratungsstelle, die " Brücke ". Dort versuchen sie selbstmordgefährdeten Menschen zu helfen - vermeintlich. Eigentlich testen sie mit einem ausgeklügelten Computerprogramm das Selbstmordpotential und vermittelt Personen an Umweltorganisationen oder politische Organisationen, die durch ein Selbstmordattentat auf sich aufmerksam machen wollen.
Eigentlich eine tolle, zynische Idee, doch leider mit Längen umgesetzt. Trotzdem lohnt es, das Buch zu lesen.
Das Buch spielt in der nahen Zukunft. Man lebt in einer Gesellschaft, in der sich die Menschen nur noch für ihr eigenes Wohlergehen interessieren, alles andere ist ihnen egal - also fast schon wie heute. Britta und Babak haben eine psychologische Beratungsstelle, die " Brücke ". Dort versuchen sie selbstmordgefährdeten Menschen zu helfen - vermeintlich. Eigentlich testen sie mit einem ausgeklügelten Computerprogramm das Selbstmordpotential und vermittelt Personen an Umweltorganisationen oder politische Organisationen, die durch ein Selbstmordattentat auf sich aufmerksam machen wollen.
Eigentlich eine tolle, zynische Idee, doch leider mit Längen umgesetzt. Trotzdem lohnt es, das Buch zu lesen.

Kristina Urban, Thalia-Buchhandlung Berlin

Juli Zehs Vorstellung vom Leben in Deutschland im Jahr 2025 ist beängstigend und weckt in mir den Wunsch zu hoffen, dass es anders kommen möge - vom Grundeinkommen abgesehen. Juli Zehs Vorstellung vom Leben in Deutschland im Jahr 2025 ist beängstigend und weckt in mir den Wunsch zu hoffen, dass es anders kommen möge - vom Grundeinkommen abgesehen.

„Leere Herzen - da braucht es keine Thriller mehr !!!“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Deutschland in naher Zukunft : Die BBB ( Bewegte Bürger Bewegung) regiert das Land und demontieren soziale und politische Errungenschaften. Den Bürgern ist es egal - man kann eh nichts ändern, sich aber in den Komfortzonen des Wohlstands nett einrichten und von den "alten Zeiten" unter Merkel & Co schwärmen.
Eingerichtet haben sich auch Britta und Babak: sie betreiben unter dem Namen " Die Brücke" eine kleine, unauffällige Firma und sind mit ihrer Geschäftsidee reich geworden. Sie betreuen potentielle Selbstmörder, die ein bestimmtes Level einer Skala erreichen müssen. Erst dann verhilft man ihnen zu einem spektakulären Tod als Selbstmordattentäter für eine gute Sache. Die Anderen steigen vorher aus und beginnen meist ein glücklicheres Leben.
Und dann kopiert jemand diese Geschäftsidee. Britta und Babak wehren sich und die Geschichte nimmt ihren Lauf ...
Juli Zeh hält uns den Spiegel vor - wir sind auf dem Weg in dieses unsägliche Deutschland, das sie hier beschreibt. Dieser Roman sollte uns wachrütteln, wir sollten uns wieder einmischen und nicht so werden wie die Menschen in ihrem Buch : satt, aber ohne Hirn und Herz. Und das beschreibt sie drastisch, böse und hinterhältig. Wer braucht da noch einen Thriller ??
Absolute Leseempfehlung !!!
Deutschland in naher Zukunft : Die BBB ( Bewegte Bürger Bewegung) regiert das Land und demontieren soziale und politische Errungenschaften. Den Bürgern ist es egal - man kann eh nichts ändern, sich aber in den Komfortzonen des Wohlstands nett einrichten und von den "alten Zeiten" unter Merkel & Co schwärmen.
Eingerichtet haben sich auch Britta und Babak: sie betreiben unter dem Namen " Die Brücke" eine kleine, unauffällige Firma und sind mit ihrer Geschäftsidee reich geworden. Sie betreuen potentielle Selbstmörder, die ein bestimmtes Level einer Skala erreichen müssen. Erst dann verhilft man ihnen zu einem spektakulären Tod als Selbstmordattentäter für eine gute Sache. Die Anderen steigen vorher aus und beginnen meist ein glücklicheres Leben.
Und dann kopiert jemand diese Geschäftsidee. Britta und Babak wehren sich und die Geschichte nimmt ihren Lauf ...
Juli Zeh hält uns den Spiegel vor - wir sind auf dem Weg in dieses unsägliche Deutschland, das sie hier beschreibt. Dieser Roman sollte uns wachrütteln, wir sollten uns wieder einmischen und nicht so werden wie die Menschen in ihrem Buch : satt, aber ohne Hirn und Herz. Und das beschreibt sie drastisch, böse und hinterhältig. Wer braucht da noch einen Thriller ??
Absolute Leseempfehlung !!!

„In der nahen Zukunft“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Nicht ganz so packend wie „Unterleuten“ dafür aber beklemmender, sehr bedrückend und unheimlich.
Das Wahlrecht wird nur noch von wenigen ausgeübt und die somit gewählte Regierung nach Merkel schafft Stück für Stück die Demokratie ab, und: keinen interessiert´s!
Dystopisches Szenario, das Gänsehaut und Angstschauer produziert und mich sprachlos gemacht hat, wie man auf diese Geschäftsidee der Protagonisten kommen kann. Typisch für Juli Zeh, die weiß, dass man mit den leisen Tönen niemanden mehr erreicht.
Nicht ganz so packend wie „Unterleuten“ dafür aber beklemmender, sehr bedrückend und unheimlich.
Das Wahlrecht wird nur noch von wenigen ausgeübt und die somit gewählte Regierung nach Merkel schafft Stück für Stück die Demokratie ab, und: keinen interessiert´s!
Dystopisches Szenario, das Gänsehaut und Angstschauer produziert und mich sprachlos gemacht hat, wie man auf diese Geschäftsidee der Protagonisten kommen kann. Typisch für Juli Zeh, die weiß, dass man mit den leisen Tönen niemanden mehr erreicht.

„Fein konstruierter Politthriller“

Barbara Plagge, Thalia-Buchhandlung Hamburg, Spitaler Straße

Juli Zeh hat diesmal einen in naher Zukunft spielenden Politthriller vorgelegt, in dem man sich erneut davon überzeugen kann, dass sie wie keine Zweite in der Lage ist, Figuren zu entwickeln, die einem gleichzeitig nahekommen und einen abstoßen.
Vor allem auch Braunschweig-Kenner werden auf ihre Kosten kommen!
Unbedingt lesen!
Juli Zeh hat diesmal einen in naher Zukunft spielenden Politthriller vorgelegt, in dem man sich erneut davon überzeugen kann, dass sie wie keine Zweite in der Lage ist, Figuren zu entwickeln, die einem gleichzeitig nahekommen und einen abstoßen.
Vor allem auch Braunschweig-Kenner werden auf ihre Kosten kommen!
Unbedingt lesen!

„Da. So seid ihr.“

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Da ist er nun endlich, der neue Roman von Juli Zeh, die mit "Unterleuten" einen der besten Romane des Jahres 2016 geliefert hat.
Die Erwartungen waren durchweg hoch und, vorweg, wurden nicht enttäuscht!

Es ist das Jahr 2025.
Die "Besorgte Bürger Bewegung" regiert das Land, das in einen Strudel aus Politikverdrossenheit und der Einschränkung der Rechte des Individuums geraten ist. Durch die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens fühlen sich die Bürger ausreichend gut versorgt, kümmern sich in ihren vier Wänden um ihre eigenen, und auch nur die eigenen, Probleme und haben dem gesellschaftlichen Leben, der Politik, den Entscheidungen, den Rücken gekehrt.
Das Wahlrecht wird kaum noch ausgeübt, vielmehr wird sich den politischen Verhältnissen geschlagen gegeben, die sich scheinbar unveränderlich darstellen, die akzeptiert und übernommen werden.
Inmitten dieser düsteren gesellschaftlichen Strukturen betreiben Britta und ihr Kollege Babak ein lukratives Geschäft mit Terror. Getarnt unter dem Anschein einer psychologischen Praxis vertreiben sie Selbstmordkandidaten als potenzielle Attentäter an unterschiedliche Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, durch gezielte, medienwirksame Anschläge die Aufmerksamkeit der Bevölkerung hin und wieder auf einen Punkt zu fokussieren.
Ein Geschäft, das gute Gewinne abschlägt, reißt es doch die Bevölkerung für einen kurzen Moment aus deren (selbst verschuldeter) Lethargie.
Doch plötzlich scheint ihr Geschäftsmodell durch einen Konkurrenten bedroht, der vor Nichts zurückschreckt...

Fiktion oder doch schon Realität?
Es ist diese eine Frage, die sich bei dem Lesen von Juli Zeh's neuem Roman immer wieder vor das innere Auge schleicht.
Kann man all das als einen dystopischen Roman abtun, lesen und einfach wieder vergessen?
Oder es ist doch viel eher ein Spiegel, den sie uns vor Augen hält?
Weil das Ganze doch gar nicht so abwegig erscheint.
Weil die Parallelen da sind, offenliegen, und man sich fragen muss, inwieweit sich die eigene Gesellschaft, unser Heute, in die Gesellschaft der "Bewegte Bürger Bewegung" verändert.
Eine Gesellschaft ohne Moral, ohne Diskurs, ja ohne Demokratie, die nur so verschwimmt, in einem Meer aus Desinteresse und Ignoranz.

Zeh ist zynisch, gesellschaftskritisch und düster.
Zeh ist beunruhigend, desillusioniert und gefühllos.
Zeh ist differenziert, abrechnend und präzise.
Zeh ist großartig. Mal wieder.

Der Roman liest sich wie im Rausch, was sicherlich mit dem enorm flüssigen Schreibstil zusammenhängt - literarisch, aber doch gut zu folgen.
Und ist man dann am Ende angelangt, fühlt man sich leer.
Und dann, langsam, kommt auch die Angst,
Angst vor dem, was man da gerade gelesen hat.
Angst vor der Ähnlichkeit, den Parallelen, die sich gerade mit dem letzten, tatsächlichen, Wahlergebnis tief einbrennen.
Angst vor der Zukunft.
Man wird aufgerüttelt.
Aufgerüttelt durch die Angst.
Der Angst vor der düsteren Zukunft.
Man sollte Zeh's Roman lesen. Jeder. Man sollte ihn drucken und überall auslegen. Vervielfältigen. Man sollte darüber reden und jedem davon erzählen.

Von einer Gesellschaft, die aufgegeben hat und sich geschlagen gibt.
Von einer Gesellschaft, die schweigt, obwohl sie doch eigentlich alle Möglichkeit hat, etwas zu ändern.
Vom einer Gesellschaft, die es geschehen lässt.
Deshalb:
Lest Zeh, aus Trotz, aus Protest!
Lest Zeh und habt Angst!
Denn nur so können wir etwas ändern.
Sonst ist es irgendwann wirklich soweit, dass wir uns im Spiegel ansehen und es nicht mehr zu sagen gibt als:
Da. So sind wir.
Da ist er nun endlich, der neue Roman von Juli Zeh, die mit "Unterleuten" einen der besten Romane des Jahres 2016 geliefert hat.
Die Erwartungen waren durchweg hoch und, vorweg, wurden nicht enttäuscht!

Es ist das Jahr 2025.
Die "Besorgte Bürger Bewegung" regiert das Land, das in einen Strudel aus Politikverdrossenheit und der Einschränkung der Rechte des Individuums geraten ist. Durch die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens fühlen sich die Bürger ausreichend gut versorgt, kümmern sich in ihren vier Wänden um ihre eigenen, und auch nur die eigenen, Probleme und haben dem gesellschaftlichen Leben, der Politik, den Entscheidungen, den Rücken gekehrt.
Das Wahlrecht wird kaum noch ausgeübt, vielmehr wird sich den politischen Verhältnissen geschlagen gegeben, die sich scheinbar unveränderlich darstellen, die akzeptiert und übernommen werden.
Inmitten dieser düsteren gesellschaftlichen Strukturen betreiben Britta und ihr Kollege Babak ein lukratives Geschäft mit Terror. Getarnt unter dem Anschein einer psychologischen Praxis vertreiben sie Selbstmordkandidaten als potenzielle Attentäter an unterschiedliche Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, durch gezielte, medienwirksame Anschläge die Aufmerksamkeit der Bevölkerung hin und wieder auf einen Punkt zu fokussieren.
Ein Geschäft, das gute Gewinne abschlägt, reißt es doch die Bevölkerung für einen kurzen Moment aus deren (selbst verschuldeter) Lethargie.
Doch plötzlich scheint ihr Geschäftsmodell durch einen Konkurrenten bedroht, der vor Nichts zurückschreckt...

Fiktion oder doch schon Realität?
Es ist diese eine Frage, die sich bei dem Lesen von Juli Zeh's neuem Roman immer wieder vor das innere Auge schleicht.
Kann man all das als einen dystopischen Roman abtun, lesen und einfach wieder vergessen?
Oder es ist doch viel eher ein Spiegel, den sie uns vor Augen hält?
Weil das Ganze doch gar nicht so abwegig erscheint.
Weil die Parallelen da sind, offenliegen, und man sich fragen muss, inwieweit sich die eigene Gesellschaft, unser Heute, in die Gesellschaft der "Bewegte Bürger Bewegung" verändert.
Eine Gesellschaft ohne Moral, ohne Diskurs, ja ohne Demokratie, die nur so verschwimmt, in einem Meer aus Desinteresse und Ignoranz.

Zeh ist zynisch, gesellschaftskritisch und düster.
Zeh ist beunruhigend, desillusioniert und gefühllos.
Zeh ist differenziert, abrechnend und präzise.
Zeh ist großartig. Mal wieder.

Der Roman liest sich wie im Rausch, was sicherlich mit dem enorm flüssigen Schreibstil zusammenhängt - literarisch, aber doch gut zu folgen.
Und ist man dann am Ende angelangt, fühlt man sich leer.
Und dann, langsam, kommt auch die Angst,
Angst vor dem, was man da gerade gelesen hat.
Angst vor der Ähnlichkeit, den Parallelen, die sich gerade mit dem letzten, tatsächlichen, Wahlergebnis tief einbrennen.
Angst vor der Zukunft.
Man wird aufgerüttelt.
Aufgerüttelt durch die Angst.
Der Angst vor der düsteren Zukunft.
Man sollte Zeh's Roman lesen. Jeder. Man sollte ihn drucken und überall auslegen. Vervielfältigen. Man sollte darüber reden und jedem davon erzählen.

Von einer Gesellschaft, die aufgegeben hat und sich geschlagen gibt.
Von einer Gesellschaft, die schweigt, obwohl sie doch eigentlich alle Möglichkeit hat, etwas zu ändern.
Vom einer Gesellschaft, die es geschehen lässt.
Deshalb:
Lest Zeh, aus Trotz, aus Protest!
Lest Zeh und habt Angst!
Denn nur so können wir etwas ändern.
Sonst ist es irgendwann wirklich soweit, dass wir uns im Spiegel ansehen und es nicht mehr zu sagen gibt als:
Da. So sind wir.

Bettina Mohler, Thalia-Buchhandlung Soest

Spielt ein paar Jahre in der Zukunft. Aus einer hohen Selbstmordrate haben Britta und ihr Partner ein lukratives Geschäft gemacht. Sehr, sehr zynisch + beklemmend. Und richtig gut! Spielt ein paar Jahre in der Zukunft. Aus einer hohen Selbstmordrate haben Britta und ihr Partner ein lukratives Geschäft gemacht. Sehr, sehr zynisch + beklemmend. Und richtig gut!

Gabriele Sudhoff, Thalia-Buchhandlung Cottbus

Regt sehr zum Nachdenken an und ließ mich beim Lesen immer wieder frösteln. Juli Zehs Sprache ist glasklar und präzise. Eine messerscharfe Analyse unserer (zukünftigen?) Zeit. Regt sehr zum Nachdenken an und ließ mich beim Lesen immer wieder frösteln. Juli Zehs Sprache ist glasklar und präzise. Eine messerscharfe Analyse unserer (zukünftigen?) Zeit.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
103 Bewertungen
Übersicht
46
44
10
3
0

Das Geschäft mit dem Tod
von einer Kundin/einem Kunden am 01.06.2018

Die Geschichte handelt von einem Deutschland der Zukunft, in dem man versucht den Terrorismus zu steuern. ?Die Brücke?, die Firma der Protagonisten, fischt gezielt potenzielle Selbstmordtäter aus dem Internet um diese an ?Kunden? zu vermitteln, sodass ihr Tod sinnvoll eingesetzt werden soll. Das Buch ist gesellschaftskritisch und einfach geschrieben,... Die Geschichte handelt von einem Deutschland der Zukunft, in dem man versucht den Terrorismus zu steuern. ?Die Brücke?, die Firma der Protagonisten, fischt gezielt potenzielle Selbstmordtäter aus dem Internet um diese an ?Kunden? zu vermitteln, sodass ihr Tod sinnvoll eingesetzt werden soll. Das Buch ist gesellschaftskritisch und einfach geschrieben, jedoch lässt es für mich die Thematik der leeren Herzen völlig unberührt.

Ein beängstigendes Szenario!
von Connie Ruoff am 30.05.2018

?LEERE HERZEN? VON JULI ZEH 2. ZUM INHALT Stell dir vor, du lebst immer noch in Deutschland, aber es sind schon ein paar Jahre vergangen: Du hast die Wahl, dein Kind im Sinne der Silicon Valley Pädagogik zu erziehen oder du meldest es in einem musischen Kinderkolleg mit Klavierzwang an. Wir... ?LEERE HERZEN? VON JULI ZEH 2. ZUM INHALT Stell dir vor, du lebst immer noch in Deutschland, aber es sind schon ein paar Jahre vergangen: Du hast die Wahl, dein Kind im Sinne der Silicon Valley Pädagogik zu erziehen oder du meldest es in einem musischen Kinderkolleg mit Klavierzwang an. Wir alle erhalten ein bedingungsloses Grundeinkommen. Dies sind Konzepte der neuen Welt, in der du lebst. Angela Merkel ist zurückgetreten. Was geschieht mit Menschen, die in diesem Lebensmodell keinen Platz haben möchten? Juli Zeh erschafft in ihrem Buch ?Leere Herzen? ein beklemmendes Szenario. Die Demokratie hat sich selbst abgeschafft. Die Menschen kennen die Welt, die sie umgibt, sie stellen sie nicht in Frage, sondern stellen nur die Frage: Cui Bono? Wem nützt es? Sie richten es sich behaglich in ihrem Habitat nein und machen es, zu ihrer Wohlfühlzone. Es gibt keinen öffentlichen Diskurs mehr. Wir passen uns an. Juli Zeh warnt uns! Die politisch passive Haltung des Einzelnen birgt Gefahren. ?Deutschland war das glücklichste Land der Welt, ohne das auch nur im Ansatz selbst zu merken.? Leere Herzen ?Die Bewegung besorgter Bürger?, die man keineswegs demokratisch nennen kann, regiert Deutschland. Rutschen wir immer weiter nach rechts? Juli Zeh stellt uns in diesem Buch ein Geschäftsmodell vor, das so zynisch, unethisch und dennoch letztendlich genial ist. Es ist ein Geschäft mit dem Tod und dem Terrorismus. Anscheinend macht es den Terrorismus berechenbarer. Es gibt weniger Kollateralschaden. Im Buch spielen Kinder mit Mega-Super-Figuren gewaltsame Szenarien durch und schreien erfreut auf, sobald K o l l a t e r a l s c h a d e n entsteht. Diese Figuren sind ein Verkaufsschlager. Wir alle wollen eine Welt, die berechenbar ist! Aber doch nicht durch solche oder ähnliche Geschäftsmodelle. Wenn man sich die Logik dahinter durchdenkt, fragt man sich: Gibt es solche Modelle schon in unserer Welt und wir wissen es nicht? 5/5 Punkten 3. PROTAGONISTEN Britta ist eine Geschäftsfrau, die ihr angenehmes luxuriöses Leben liebt. Dennoch gefällt ihr auch der Kitzel des Gefährlichen und Unmoralischen. Sie geht für ihr Geschäft weit über ihre Grenzen. Für Britta ist es auch wichtig, dass sie der Motor des Geschehens ist. Sie finanziert Familie und wenn es nötig ist, auch mal Freunde. Ein Kontrahent bedroht nicht nur Babaks und Brittas Unternehmen, sondern auch deren Leben. Britta zerbricht fast an dieser Ausnahmesituation. 5/5 Punkten 4. SPRACHLICHE GESTALTUNG Juli Zeh nimmt den Leser gleich mit ins Geschehen. Ein wenig Sarkasmus, gewürzt mit zynischen Worten schaffen schnell die richtige Atmosphäre für diese beängstigende Vision. Die Kapitellänge ist lesefreundlich. 5/5 Punkten 5. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUNG ?Leere Herzen? von Juli Zeh hat 320 Seiten, einen festen Einband und ist am 13.11.2017 unter der ISBN 9783630875231 bei Luchterhand im Genre Romane erschienen. 5/5 Punkten 6. LINKS ZUM BUCH Juli Zeh spricht mit Denis Scheck über ihren Roman ?Leere Herzen?ARD / ?Druckfrisch? (30.10.17) Beitrag zum Buch und Gespräch mit Juli Zeh in der SendungZDF / ?aspekte? (10.11.17) Beitrag zum Buch und Interview mit der AutorinNDR / ?Kulturjournal? (13.11.17) Buchpräsentation von ?Leere Herzen? in Berlin im Großen Sendesaal des rbbmeinbrandenburg.tv (14.11.17) Lesungen Termine 7.FAZIT Das Buch hat mich hervorragend unterhalten. Es bleibt bis zur letzten Seite spannend. Juli Zeh hat die Schwachstellen unseres Menschseins hervorgelockt. Wir gewöhnen uns an alles. Und wir nutzen alles für unsere Zwecke. Ist der Mensch unserer Zeit tatsächlich jenseits von Gut und Böse? Liegt es daran, dass der Mensch über seine Welt die Kontrolle haben will? Wo sind unsere Werte? Was ist mit unserer Ethik? Ein lukratives Geschäft mit dem Tod? Klingt das wirklich so abwegig? Das macht die Waffenindustrie seit Jahrzehnten. Warum sollte es dieses fiktive Modell nicht schon in der Realität geben? Ein verstörender Gedanke! L E S E E M P F E H L U N G gegen Politikverdrossenheit

Erschreckend (und) authentisch
von einer Kundin/einem Kunden am 21.05.2018

Mit dem Cover passend im Stil zu Juli Zehs Vorgängers, Unterleuten, stand auch dieser Roman hier verführerisch in meinem Bücherregal. Jedoch brauchte ich wirklich eine riesige Überwindung, um letztendlich wirklich zu dem Buch zu greifen, denn wir wissen ja, dass die Autorin nicht gerade dafür bekannt ist, vor sich... Mit dem Cover passend im Stil zu Juli Zehs Vorgängers, Unterleuten, stand auch dieser Roman hier verführerisch in meinem Bücherregal. Jedoch brauchte ich wirklich eine riesige Überwindung, um letztendlich wirklich zu dem Buch zu greifen, denn wir wissen ja, dass die Autorin nicht gerade dafür bekannt ist, vor sich hin plätschernde, harmonische Bücher zu schreiben. Oh nein! Und doch war es eine richtige Erfahrung und ein wahres Leseerlebnis mal wieder ein Buch von Juli Zeh zur Hand zu nehmen. "Wir haben keine Ahnung, wer wird sind. Sein wollen. Oder sollen." (Seite 47) Da sich jetzt der ein oder andere wahrscheinlich fragen wird, warum denn plötzlich eine Rezension zu einem so ernsten Buch auf einem Blog online kommt, der sich eigentlich nur größtenteils mit Liebes- oder Fantasyromanen beschäftigt, dann schaut euch unbedingt das Video an, das ich unten verlinkt habe! Juli Zeh ist für mich eine unglaublich inspirierende, kluge und fortschrittliche Frau, von deren Eigenschaften man sich wirklich eine Scheibe abschneiden kann. Nachdem ich vor längerer Zeit Corpus Delicti von ihr gelesen habe, und außerdem absolut begeistert davon war, habe ich mir neulich vorgenommen, unbedingt mehr von ihr lesen zu wollen oder sogar zu müssen, da ihre Bücher wirklich den Horizont erweitern. Als ich nun zu ihrem neusten Buch griff, war ich überrascht, in welche Richtung dieses Buch geht. Auch dieser Roman geht in eine dystopische und gesellschaftskritische Richtung. Wir haben es hier nämlich mit einer Zukunft zu tun, in der Politik für den normalen Bürger eigentlich keine Rolle mehr spielt. Es wird sich nicht mehr darüber unterhalten, denn was gemacht wird, wird ja sowieso falsch gemacht und wenn man in irgendeinem Thema anderer Meinung ist als der "Mainstream", soll man doch auch gleich leise sein. Daher kann man doch auch gleich aufgeben, oder etwa nicht? Ein absolut spannender Ansatz, der in meinen Augen gar nicht allzu weit hergeholt ist, wenn man sich die reale Gegenwart mal anschaut. Dieser Meinung war wohl auch die Autorin, was sie in ihrer Welt dadurch kennzeichnet, dass unsere Protagonistin Britta immer wieder auf Ereignisse der Vergangenheit zurückblickt, die für den Leser noch gar nicht allzu weit zurückliegen. Darunter zählen zum Beispiel der Brexit, Trumps Aufstieg oder auch allein Angela Merkel, die wir noch immer als Kanzlerin und Oberhaupt Deutschlands über uns haben. All dies wurde von der Autorin clever verwoben und weiter-, wenn auch dreimal um die Ecke, gedacht. Diesbezüglich fungieren diese politischen, wirtschaftlichen oder auch kulturellen Ereignisse unserer heutigen Zeit in Juli Zehs Roman als Grundstein für das System und deren Gesellschaft. "Wie lange verzichtet sie schon auf das Schöne, nur, weil es ihr selbstverständlich erscheint?" (Seite 241) Hier lässt sich schnell feststellen, dass die Autorin ihre Leser mal wieder ganz typisch auf ihre eigene Art und Weise zum Nachdenken anregt. In dieser Hinsicht bringt sie so interessante und kluge Gedankengänge ein, die fast schon in eine philosophische Richtung gehen, dass mir der Mund oft mal offen stehen geblieben ist. Betonen sollte man auch, dass ich keineswegs das Gefühl hatte, dass der Leser hierbei in irgendeine bestimmte politische Stellung gelenkt wird, da jeder Ansatz von vielen, ich würde schon fast sagen, allen möglichen Seiten beleuchtet wird. Wo dies aber so großzügig durchdacht und ausgebaut wurde, da ist hin und wieder beim konkreten Worldbuilding einiges ausgelassen wurden, was ich sehr schade fand. Ich hätte gern gewollt, dass die Autorin zumindest essentielle Bausteine ihrer Welt ausführlicher erklärt und diese nicht nur anreißt. Hier sind definitiv einige Fragen offen geblieben, die für mich auch nicht unter den Grundsatz fallen, den Leser selbst weiterdenken lassen zu wollen. Das, was einem nämlich hingeworfen wurde, zum Beispiel die "Sport ist öffentlich"-Bewegung, wurde gar nicht weiter erläutert. Ich weiß im Nachhinein lediglich, dass es meist mehrere Menschen sind, die bestimmte Klamotten tragen und zusammen Sport treiben. Tja. Aber was steckte denn dahinter? Wie kam es denn dazu? Welche Ziele verfolgt diese? Wird diese direkt vom Staat gefördert? Fragen über Fragen und das war nur ein einziges Beispiel. Durch diese Stellen kam es durchaus zu diffusen Stellen. Auch die Protagonisten waren hier mal wieder sehr ... speziell. Vor allem Britta selbst hat mich wirklich an Mia aus Corpus Delicti erinnert, was positive und auch negative Seiten hat. Zum einen sind diese weiblichen Hauptprotagonisten außergewöhnlich charakterstark, durchdacht und haben, auf gut Deutsch, Arsch in der Hose. Zum Anderen habe ich aber auch das Gefühl, dass diese immer ein kleines soziales Defizit haben. Es sind einfach keine Charaktere, mit denen man sich Eins-zu-Eins identifizieren kann, weil sie manchmal so komischen Handlungssträngen oder Dialogen folgen, auf die ich nie im Leben kommen würde. Aber ist es nicht genau das, was diese Geschichte so interessant macht? Andere zentrale Personen wie Babak, Janina oder Julietta waren abwechslungsreich, individuell und einfach interessant. Man hat sie einfach gern auf ihrem Weg begleitet. Eine weitere faszinierende Besonderheit bringt Juli Zehs Schreibstil mit sich, der zwar sehr kalt war und eine düstere Atmosphäre heraufbeschwor, aber die Geschichte durch und durch antrieb. Er passte wie die Faust aufs Auge auf den Roman, gerade weil er so symbolisch war. Gleichzeitig trieb er den Leser in den passenden Momenten durch die Seiten, während man die Zeilen an anderen Stellen immer und immer wieder lesen wollte, um sie sich möglichst gut einzuprägen und in den richtigen Momenten herauskramen zu können. Insgesamt ist die Geschichte einfach großartig inszeniert und unglaublich ausgeklügelt. Die Grundidee des Geschäfts von Tabak und Britta ist so abstoßend, dass es schon wieder genial ist. Aber hey, liegen Genie und Wahnsinn nicht immer nah beieinander? Verknüpft mit einem kleinen Mystery-Aspekt wird der Roman spannend wie ein Thriller und ein absoluter Pageturner. Mehr zur Geschichte an sich möchte ich eigentlich ungern verraten, das sollt ihr mal schön selbst lesen! Fazit: Ein toller und gleichzeitig beängstigender Gesellschaftsroman aus Juli Zehs Feder. Spannend, erschreckend und vor allem hält es einem den Spiegel vor - oder viel mehr schlägt es einem den Spiegel mit vollem Schwung gegen den Kopf. Ich konnte unglaublich viel aus dem Roman mitnehmen!