So, und jetzt kommst du

Roman

(50)
Aufregend, wenn die Eltern auf der Flucht vor der Polizei ihre Kinder mitschleppen. Aber für die drei Geschwister verwandelt sich das Abenteuer bald in einen Albtraum. Ihre Odyssee führt sie quer durch Europa. Ein Roman wie ein Roadmovie.

Eine ebenso tragische wie komische Familiengeschichte. Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre. Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das »große Geld« da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden und die Jagd durch Europa geht weiter. Es ist ein freier Fall auf Kosten der Kinder, bis es unweigerlich zum Aufprall kommt …
Portrait
Arno Frank, geboren 1971 in Kaiserslautern, ist Publizist und freier Journalist. Er schreibt u.a. für die taz, Die Zeit, Spiegel Online, Dummy, Fluter und den Musikexpress. Er lebt mit seiner Familie in Wiesbaden.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 05.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-50369-2
Verlag Tropen
Maße (L/B/H) 21,6/14,6/3,2 cm
Gewicht 543 g
Auflage 5. Auflage
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22,00
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J. Grellmann

Anfangs eher langatmig, wollte ich das Buch schon fast wieder beiseite legen... doch dann geriet die Geschichte so richtig in Fahrt. Ein Vater, ein echter Hochstapler muß vor dem Gesetz fliehen und reißt seine kleine Familie mit sich. Der soziale Abstieg, wie ein Strudel dargestellt, der alle gnadenlos mit sich hinunter reißt... Spannung Anfangs eher langatmig, wollte ich das Buch schon fast wieder beiseite legen... doch dann geriet die Geschichte so richtig in Fahrt. Ein Vater, ein echter Hochstapler muß vor dem Gesetz fliehen und reißt seine kleine Familie mit sich. Der soziale Abstieg, wie ein Strudel dargestellt, der alle gnadenlos mit sich hinunter reißt... Spannung nach anfänglichen Holpern.

Stephan Kliem, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Für die Kinder ist es ein ewiger Urlaub, für die Eltern die Flucht aus Deutschland. Spannendes Roadmovie, in dem man sich laufend wiederfindet! Lesen! Für die Kinder ist es ein ewiger Urlaub, für die Eltern die Flucht aus Deutschland. Spannendes Roadmovie, in dem man sich laufend wiederfindet! Lesen!

„Ohne Netz und doppelten Boden“

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Eine autobiographische Geschichte, die einen mitreißt wie ein Erdrutsch!! Schnell spürt man die Bedrohung, die sich da zusammenbraut... . Obwohl die Eltern sich durchaus um ihre Kinder sorgen, handeln sie zunehmend verantwortungslos, unfassbar realitätsfern und naiv. Schonungslos und fatalistisch geschrieben; ein mutiges, ergreifendes Eine autobiographische Geschichte, die einen mitreißt wie ein Erdrutsch!! Schnell spürt man die Bedrohung, die sich da zusammenbraut... . Obwohl die Eltern sich durchaus um ihre Kinder sorgen, handeln sie zunehmend verantwortungslos, unfassbar realitätsfern und naiv. Schonungslos und fatalistisch geschrieben; ein mutiges, ergreifendes und außergewöhnliches Buch!!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Arno Frank beschreibt in diesem Buch eine Kindheit, wie sie kaum trauriger und bedrückender sein könnte.
Dieses Buch ist gewaltig, emotional und einfach fantastisch.
Arno Frank beschreibt in diesem Buch eine Kindheit, wie sie kaum trauriger und bedrückender sein könnte.
Dieses Buch ist gewaltig, emotional und einfach fantastisch.

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Die Eltern betreiben zunächst den Edeka Laden in St. Ingbert, dann geht es weiter durch die Pfalz bis nach Südfrankreich. Eine rasante Geschichte spannend und lustig ! Die Eltern betreiben zunächst den Edeka Laden in St. Ingbert, dann geht es weiter durch die Pfalz bis nach Südfrankreich. Eine rasante Geschichte spannend und lustig !

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Ein Buch wie ein wilder Road-Trip, auf dem man die Luft anhält, lacht, weint und bis zur letzten Seite mitfiebert. Die Kindheitserinnerungen von Arno Frank lassen niemanden kalt! Ein Buch wie ein wilder Road-Trip, auf dem man die Luft anhält, lacht, weint und bis zur letzten Seite mitfiebert. Die Kindheitserinnerungen von Arno Frank lassen niemanden kalt!

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Eine fünfköpfige Familie mit zwei Hunden auf der Flucht durch halb Europa, weil der Vater ein Hochstapler und Betrüger ist - ein tragisch-komischer Familien-Road-Movie in den 80ern Eine fünfköpfige Familie mit zwei Hunden auf der Flucht durch halb Europa, weil der Vater ein Hochstapler und Betrüger ist - ein tragisch-komischer Familien-Road-Movie in den 80ern

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Ein Kinderleben zwischen Hölle und Paradies. Die Geschichte hat mich sehr berührt und lange nicht losgelassen. Ein Kinderleben zwischen Hölle und Paradies. Die Geschichte hat mich sehr berührt und lange nicht losgelassen.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
50 Bewertungen
Übersicht
34
15
1
0
0

An European Odysee
von einer Kundin/einem Kunden aus Bietigheim-Bissingen am 23.02.2018

Ich habe zwar nicht das Buch gelesen, sondern das ungekürzte Hörbuch gehört. Arno Frank ist ein außergewöhnlich guter Debütroman gelungen. Er erzählt die Geschichte seiner Kindheit und Jugend zwischen 1977 und 1986. Geboren 1971 in Kaiserslautern sollte man meinen, dass alles für den kleinen Arno in der pfälzischen Provinz seinen... Ich habe zwar nicht das Buch gelesen, sondern das ungekürzte Hörbuch gehört. Arno Frank ist ein außergewöhnlich guter Debütroman gelungen. Er erzählt die Geschichte seiner Kindheit und Jugend zwischen 1977 und 1986. Geboren 1971 in Kaiserslautern sollte man meinen, dass alles für den kleinen Arno in der pfälzischen Provinz seinen gewohnten Gang nimmt mit Vater Jürgen, Mutter Jutta und den Geschwistern Jeany und Fabian. Beileibe nicht! Der Vater hat das Arbeiten nicht erfunden, sein Ziel ist es reich zu sein, sofort, ohne es sich erarbeiten zu müssen. Man spürt Arno Franks Bewunderung für den smarten Vater, der es schließlich auch schafft, nach seinem Verständnis reich zu sein, indem er eine größere Summe Geld veruntreut. Selbstverständlich lässt die Polizei nicht lange auf sich warten und die Familie zieht Hals über Kopf an die Côte d'Azur. Dort leben sie in Saus und Braus und Arno macht auf mich anfangs einen glücklichen Eindruck. Er geht zur Schule, lernt schnell Französisch und erkundet mit seinem Moped die Gegend. Doch irgendwann kippt die Stimmung, die Vergangenheit holt die Familie ein. Arno sieht seinen Vater zum ersten Mal ratlos und schwach und es kommt wie es kommen muss, auch hier stehen eines Tages zwei Polizisten vor der Tür. Die Familie schafft es jedoch wieder zu flüchten, dieses Mal nach Portugal.  Je weiter sie nach Westen kommen, umso schlimmer wird ihre Lage, aus der Abenteuerreise wird v.a. für die Kinder eine Katastrophe. Sie übernachten auf Strohmatratzen in einem Rohbau, die Kinder hungern, an einen Schulbesuch ist schon lange nicht mehr zu denken und ein Hund ist sterbenskrank, weil der Tierarzt nicht bezahlt werden kann. Als Leser war für mich das Leben der Familie Frank in Portugal unerträglich. Man schaut sozusagen hilflos zu wie die Eltern die Kinder vernachlässigen. Auch dann schreitet Vater Frank nicht ein und stellt sich. Die Mutter möchte man am liebsten schütteln, so sehr lebt sie in ihrer eigenen Welt und glaubt den Träumereien und Geschichten ihres Mannes, auch wenn dabei ihre Kinder vor die Hunde gehen. Die Franks schaffen es dann zwar wieder nach Deutschland zurück, auch hier auf der Flucht bis der Vater endlich von der Polizei aufgegriffen wird und der Alptraum ein Ende hat.  Das Buch ist rasant, komisch und beklemmend zugleich und v.a. sehr hörenswert. Übrigens genial gelesen von Devid Striesow.

Wahnwitzige Familiengeschichte
von Ulrike am 07.07.2017

In diesem Buch beschreibt ein Junge sein Aufwachsen in den 70er und 80er Jahren. "So, und jetzt kommst du", so endet der Vater des kindlichen Ich- Erzählers immer wieder seine Ausführungen, wie er die Welt sieht. Eine Welt, zuerst wirkt sie noch gutbürgerlich, Vater macht Geschäfte. Noch liest sich die... In diesem Buch beschreibt ein Junge sein Aufwachsen in den 70er und 80er Jahren. "So, und jetzt kommst du", so endet der Vater des kindlichen Ich- Erzählers immer wieder seine Ausführungen, wie er die Welt sieht. Eine Welt, zuerst wirkt sie noch gutbürgerlich, Vater macht Geschäfte. Noch liest sich die Geschichte des jungen Erzählers witzig, doch der Leser weiß schon viel früher als das Kind, dass alles Fassade und Schein ist, der Vater ein windiger Typ, Betrüger und Hochstapler ist. Als der Vater von der Polizei gesucht wird begibt sich die Familie, Vater, Mutter und drei Kinder, auf eine wahnwitzige Reise. So plötzlich wie ergaunertes Geld da war, ist es auch wieder weg. Ab diesem Zeitpunkt ist gar nichts mehr witzig, man wünscht sich nur noch, dass für die Kinder alles gut ausgeht. Auch wenn man Ich-Erzähler nicht immer mit dem Autor gleich setzen darf, handelt es sich hier um eine wahre Geschichte. Wenn ich über kleine Längen am Anfang hinweg sehe, habe ich mich sehr schnell in den Strudel der Ereignisse hinein gelesen, ich mochte ganz besonders den schrägen Charakter der "kleinen Schwester", die am Ende noch eine ganz besondere Rolle übernommen hat.

So, und jetzt kommst du ....
von Gisela Simak aus Landshut am 26.06.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

Meine Meinung Ich war in dieser Geschichte so gefangen, dass ich sie in einem Rutsch durchgelesen habe. Ein Roadmovie, mit oftmals unfreiwilligen Insassen. Ich bin jetzt ehrlich total bestürzt! Jürgen Frank scherte sich nichts um ehrliche Arbeit. Davon wird man schließlich nicht reich. Er verhökerte gebrauchte Autos. Sammelte bis unter das... Meine Meinung Ich war in dieser Geschichte so gefangen, dass ich sie in einem Rutsch durchgelesen habe. Ein Roadmovie, mit oftmals unfreiwilligen Insassen. Ich bin jetzt ehrlich total bestürzt! Jürgen Frank scherte sich nichts um ehrliche Arbeit. Davon wird man schließlich nicht reich. Er verhökerte gebrauchte Autos. Sammelte bis unter das Dach Mist, von dem er dachte, die große Kohle zu machen. Bei Menschen, die ihm halfen, hatte er eine ganz besondere Art sich zu bedanken. Er haute sie übers Ohr. Veruntreute Gelder, die für Investitionen des Gebrauchtwagenhandels gedacht waren. So kam es, dass dem Saarländer das Haus gepfändet wurde. In der Nähe von Kaiserslautern fand er in einem Waldhaus eine neue Bleibe. Natürlich hatte Jürgen Frank nichts Besseres zu tun, als weiter über seine Verhältnisse zu leben. Ihr findet das schlimm? Das ist noch nicht alles. Jürgen ist/war (weiß ich nicht so genau) eigentlich nicht alleine auf der Welt. Da gibt es den großen Jungen, der Erzähler dieser Familientragödie ist. Arno Frank. Arno fand ich klasse. Als Jungen zumindest. Ich denke, er ist heute noch ein Charaktermensch. Er ist der Held in dieser Geschichte. Ein Überlebenskünstler, der aus jeder Situation das Beste macht. Dann die kleinere Schwester Jenny, die für ihr Alter damals schon sehr viel Grips hatte. Das zeigte sich vor allem, ziemlich am Ende des Buches. Das Baby Fabian konnte die Tragweite dieser Tragödie noch nicht erkennen, und kam eigentlich stets glücklich rüber. Die Mutter kam mir selber vor wie ein Kind. Sie machte alles mit, was ihr Gatte entschieden hatte. Trotzdem muss man ihr zugute halten, dass sie ihre Kinder aufrichtig geliebt hatte. Leider war sie ihrem Mann hörig. Interpol war mittlerweile eingeschaltet. Nachdem sie von der Polizei gesucht wurden, begann ein Roadmovie durch Europa. In Nizza hatte die Familie in Luxus geschwelgt. Als der Papa wieder pleite war, ging es weiter nach Lissabon. Dort verließ den Familienvater der Einfallsreichtum. Zum ersten mal wurde große Armut spürbar. Von Lissabon ging es wieder zurück in die Heimat. Doch, auch dieser Aufenthalt sollte nicht lange wehren. Mir haben die Kinder total leid getan. Immer wieder mussten sie bei Nacht und Nebel mit ihren Eltern fliehen. Ich weiß, das ist alles längst vorbei. Trotzdem! Ich denke, die seelischen Narben werden nie ganz verheilen. Stellenweise habe ich mich an meine Kindheit erinnert. Die Mutter hörte Platten von Wencke Myhre. Wencke war in meiner Kindheit meine Lieblingssängerin. Dann hörte man sich James Last an. Mit James bin ich groß geworden. Ich denke, auch für die Kinder war das Familienleben lange Zeit normal. Nach Nizza befanden sich auch zwei Hunde im Gepäck. Eine Szene mit den Vierbeinern hatte mich würgen lassen. Mir war hundeübel. Seid also schon mal vorgewarnt. Mein Fazit Jeder Mensch kann Fehler machen. Jeder Mensch sollte auch die Gelegenheit bekommen, wieder ein normales Leben zu führen. Bei Jürgen Frank war jedoch Hopfen und Malz verloren. Dass mich diese Geschichte so emotional aufwühlen konnte, ist der Tatsache geschuldet, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt. Über 9 Jahre lässt uns Arno Frank an seiner Kindheit teilhaben. In den 80 igern konnte eigentlich jeder Deutsche gut leben, der den Weg zur Arbeit gefunden hat. Es waren unsere goldenen Jahre! Ausgenommen natürlich Menschen, die gesundheitlich nicht dazu in der Lage waren. Packend erzählt und ohne dabei ins Jammertal abzurutschen, erzählt Arno aus seinem Leben. Für mich bewundernswert, dass er trotz schwieriger Kindheit, einen guten Weg eingeschlagen hat. RESPEKT! Und für alle ein kleiner Denkanstoß, die ihr Scheitern im Leben ausschließlich in der Kindheit suchen. Das ist bestimmt bei einigem Menschen berechtigt. Bei sehr Vielen aber nicht. Klingt auch bei erwachsenen Menschen lächerlich, wenn nach Jahrzehnten immer noch Mama und Papa für sämtliches Versagen verantwortlich sein sollen. Lieber Arno, ich danke Ihnen, dass sie ihre Geschichte mit uns geteilt haben. Ich bewerte hier den Schreibstil. Nicht das Leben das Autors!


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