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Caren Lückel aus Bad Berleburg

Gesamte Bewertungen 72 (ansehen)


Meine Bewertungen

Leichte Unterhaltung

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 04.10.2018

Inhalt:
Der Klappentext bietet eine gute Inhaltsbeschreibung: „Das Morden geht heiter weiter! Auffällig oft schleicht der unsympathische Immobilienmakler Holger Schwarz in letzter Zeit auf Sofias Campingplatz herum. Und nach einem heftigen Streit am Abend liegt er Sofia am nächsten Morgen zu Füßen. Tot. Mausetot. Passé sind damit auch seine Pläne, auf dem idyllischen Platz einen Hotelbunker samt Golfplatz hochzuziehen. Und für Sofia sieht es auch nicht gut aus: Sie hat ein Motiv und die Mordwaffe stammt aus ihrer Küche! Doch mit Evelyns Hilfe findet sie schnell heraus, dass eine ganze Reihe von Leuten, den Makler am liebsten tot gesehen hätten. Aber wer von ihnen könnte tatsächlich einen Mord begangen haben? Sofia und ihre Camper sind fest entschlossen, den Täter zu überführen. Und zum Glück schlägt sich auch der fesche Kommissar wieder auf Sofias Seite ...“

Meine Meinung:
„Der Tod hält keine Mittagsruhe“ ist der 3. Teil der „Hirschgrund-Morde" Reihe von Susanne Hanika. Ein in sich abgeschlossener Fall, den man auch gut lesen kann, wenn man die vorherigen Fälle nicht kennt. Sehr humorvoll geschrieben, viel Situationskomik, manchmal etwas makaber, leicht und locker geschrieben.
Sofia ermittelt - zum Leidwesen der Polizei - eigenmächtig in einem Mordfall, der auf ihrem Campingplatz passiert ist. Das Mordopfer hatte viele Feinde, es gibt also jede Menge Verdächtige. Bis zum Schluss bleibt es spannend. Am Ende klärt sich alles auf, auch Sofias Privatleben läuft wieder in geordneten Bahnen. Das ging für mich allerdings ein bisschen zu glatt und schnell. Die Charaktere sind sehr überzeugend gezeichnet. Sofia ist äußerst sympathisch. Sie ist mehr oder weniger unfreiwillig zu diesem Campingplatz gekommen. Ihre anfänglichen Vorbehalte lösen sich nach und nach auf. Das Leben auf dem Platz ist herrlich realitätsnah beschrieben. Als eingefleischter (Dauer-) Camper habe ich mich in vielem wiedergefunden. Auch die anderen Protagonisten haben mich überzeugt.

Fazit:
Ein unterhaltsamer, humorvoller Roman, eher Komödie als Krimi.

Der Tod hält keine Mittagsruhe - Susanne Hanika
Der Tod hält keine Mittagsruhe
von Susanne Hanika
(3)
eBook
3,99

Spannende Unterhaltung

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 11.09.2018

Inhalt:
Die Tierärztin Katja Maus findet zusammen mit ihrer Freundin eine Leiche in deren Garten. Ein Hund, der vergiftet wurde und eine Entführung, die viele Jahre zurückliegt, könnten mit diesem Fall zusammen hängen. Katja fällt es nicht ein, die Ermittlungen der Polizei zu überlassen. Wird es ihr gelingen, den Mörder zu finden?

Meine Meinung:
Dieser Roman, für mich der erste dieser Autorin, hat mich wirklich gut unterhalten. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Protagonisten sind authentisch und liebevoll gezeichnet. Katja Maus ist Tierärztin und alleinerziehende Mutter einer pubertierenden Tochter. Da ist Stress und Streit vorprogrammiert! Der Polizist Cornelius Blum mit seinem Schäferhund Pitter ist ebenfalls sehr sympathisch. Er interessiert sich neben den Ermittlungen auch für die Tierärztin. Im Mittelpunkt des Geschehens steht natürlich der Fall, aber auch die Arbeit und das Familienleben der Tierärztin spielen eine wichtige Rolle. Eine Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, ein bisschen Romantik rundet das ganze ab. Die Erzählung ist nie langweilig, bis zum Ende bleibt offen, wer der Täter ist und ob und wie die Entführung von damals mit diesem Fall zusammenhängt.

Fazit:
Ein unterhaltsames, unbedingt lesenswertes Buch!

Der Hund, der eine Grube gräbt - Carine Bernard
Der Hund, der eine Grube gräbt
von Carine Bernard
(8)
Buch (Taschenbuch)
12,99

Spannung und Nervenkitzel pur

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 27.08.2018

Inhalt:
In Berlin treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er ermordet Menschen, inszeniert die Darstellung der Leichen und gibt ihnen jeweils einen Hinweis auf das nächste Opfer mit. Zwischen den Getöteten gibt es keinerlei Verbindung.
Ein Brandanschlag auf eine türkisches Geschäft fordert ein weiteres Todesopfer.
Rebecca und Andreas führen eine Bilderbuch-Beziehung. Doch plötzlich kippt die Stimmung, Andreas verbirgt irgendetwas vor seiner Partnerin.
Dann ist da noch die Email des Mörders an den Ermittler.
Wie hängen diese Handlungsstränge zusammen? Henry Frei und sein Team stehen vor großen Herausforderungen.

Meine Meinung:
Wie schon in „Böses Kind“ war ich von der ersten Seite an gefesselt und mitten drin im Geschehen. Mir gefallen die kurzen Kapitel, die fast immer mit einem Cliffhanger enden, sehr gut. Der Autor springt zwischen den verschiedenen, scheinbar unzusammenhängenden Handlungssträngen hin und her, das führt dazu, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Wäre ich nicht durch eine Leserunde „ausgebremst“ worden, hätte ich das Buch sicherlich in einem Rutsch gelesen.
Die Charaktere sind, wie man es von Martin Krist kennt, exzellent und überzeugend gezeichnet. Henry Frei ist ein toller und fähiger Ermittler, er hat aber auch Schwächen, was ihn umso menschlicher macht. Der tiefe Einblick in sein Privatleben macht deutlich, dass Ermittler auch nur Menschen sind. Seine Kolleg*innen, allen voran Louisa Albers, sind ebenfalls überzeugend dargestellt. Besonders angetan hat es mir in dieser Geschichte Charly, der mit seinen unkonventionellen Ideen schon mal querschießt und sich so manchen Rüffel einholt.
Mit Rebecca habe ich mitgefiebert und mitgelitten. Sie musste alles erleben - von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.
Die Story ist von Beginn an spannend. Der Fall ist zwar in sich abgeschlossen, es empfiehlt sich allerdings, den ersten Teil vorher zu lesen. Dadurch versteht man viele Zusammenhänge besser. Hier werden die verschiedenen Handlungsebenen nebeneinander geführt und allmählich sehr geschickt zueinander gebracht. Bis dahin wird der Leser aber auf mehrerer falsche Fährten gelockt. Der Spannungsbogen zieht sich vom Anfang bis zum Schluss. Das Ende ist völlig überraschend, lässt aber leider noch einige Fragen offen. Der Untertitel „Alanna“ wird in diesem Band kaum thematisiert. So warte ich gespannt auf den dritten Fall, in dem die Fragen hoffentlich beantwortet werden.

Fazit:
Ein absolutes Highlight, unbedingt zu empfehlen!

Stille Schwester - Martin Krist
Stille Schwester
von Martin Krist
(5)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Ungewöhnlicher, spannender Thriller

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 13.08.2018

Inhalt:
Mackenzie Walker heiratet den Kriminellen Matt Ayers. Er ist im Gefängnis, weil er mehrere Frauen entführt, misshandelt und getötet haben soll. Obwohl er seine Unschuld beteuert, sitzt er in der Todeszelle. Mackenzie liebt und heiratet ihn, obwohl ihr aus ihrem persönlichen Umfeld nur Unverständnis entgegengebracht wird.
Schafft sie es, ihren Ehemann aus dem Gefängnis zu befreien?

Meine Meinung:
Anita Terpstra beweist hier, dass ein Krimi auch ohne viel Blutvergießen spannend und fesselnd sein kann. Hier steht nicht, wie im „normalen“ Krimi, die Jagd nach einem unbekannten Mörder im Vordergrund. Mackenzie ist eine starke Frau, die weiß, was sie will. Ihre Vergangenheit ist etwas undurchschaubar, man versteht anfangs nicht, wie sie in die Situation geraten konnte, sich in einen verurteilten Schwerverbrecher zu verlieben und ihn zu heiraten. Der Hass vieler Menschen, auch aus ihrem persönlichen Umfeld, ist ihr sicher. Trotzdem zieht sie ihr Vorhaben durch.
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und sie versteht es, die Geschichte mit sehr viel Emotionen und erschreckenden Bildern überzeugend zu erzählen. Die Perspektivwechsel bringen noch zusätzlich Spannung mit sich. Hauptsächlich erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Mackenzie Walker. Aber auch die entführten Frauen kommen zu Wort.
Der Thrill zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite. Das Ende ist völlig überraschend und hat mich umgehauen. Es ist aber trotzdem stimmig und passt perfekt. Alle Charaktere sind authentisch und überzeugend gezeichnet. Mit Mackenzie habe ich gelitten und gebangt, andere Protagonisten waren mir einfach nur zuwider.

Fazit:
Ein absolut lesenswerter Psychothriller. Spannung geht auch ohne Blutvergießen.

Die Braut - Anita Terpstra
Die Braut
von Anita Terpstra
(17)
Buch (Klappenbroschur)
9,99

Klara Himmel ermittelt wieder

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 02.08.2018

Inhalt:
Klara ist in Mordsacker immer noch nicht heimisch geworden und llangweilt sich in ihrer Rolle als Hausfrau und Hobby-Landwirts-Ehefrau. Da kommt ihr ein Todesfall in Mordsacker gerade recht! Eine alte Dame ist gestorben, die Ermittler gehen von einem Suizid aus. Nicht so Klara! Sie stürzt sich mit Begeisterung in die Aufklärung des Falles. Hat vielleicht die „Schamanin“ Cynthia etwas mit der Sache zu tun? Und da ist da noch der Neffe der Verblichenen...

Meine Meinung:
Auch wenn ich den ersten Fall, den Klara im beschaulichen Mordsacker gelöst hat, nicht kenne, habe ich sofort in die Geschichte hineingefunden und mich dort wohlgefühlt. Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig und leicht zu lesen. Wer einen blutrünstigen oder brutalen Krimi erwartet, ist hier allerdings an der falschen Adresse. In dieser Geschichte steht eindeutig der Humor im Vordergrund. Natürlich gibt es auch Leichen, sonst hätte Klara ja nichts zu ermitteln. Die Geschichte ist verwirrend und spannend, bis zum Ende gibt es immer wieder Überraschungen.
Mit reichlich Situationskomik beschreibt die Autorin das Leben und Handeln der Schauspielerin, die es durch ein Zeugenschutzprogtamm aus ihrem wunderbaren Leben in Berlin hier nach Mordsacker, ans Ende der Welt, verschlagen hat. Klara ist in ihrem Element, wenn sie ein Verbrechen wittert. Kommissar Zufall spielt bei den Ermittlungen eine wichtige Rolle, außerdem würzen ein bisschen Mystik und Romantik das Geschehen.
Alle Charaktere dieses Romans sind herrlich authentisch und liebevoll gezeichnet. Sei es Paul, Klaras Ehemann, dem seine Ziegen wichtiger sind als der aktuelle Fall, oder Benjamin, der Bestatter, der Klara bei ihren größtenteils unkonventionellen Ermittlungsmethoden tatkräftig unterstützt. Auch alle anderen Protagonisten konnten mich überzeugen.
Das beschauliche Mordsacker ist ein fiktiver Ort. Das Dorf und seine Bewohner sind so anschaulich beschrieben, dass ich dort gerne Urlaub machen würde.

Fazit:
Eine herrliche Krimikomödie, unbedingte Leseempfehlung!

Himmelfahrtskommando - Cathrin Moeller
Himmelfahrtskommando
von Cathrin Moeller
(14)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Spannungsgeladenes Verwirrspiel mit Lokalkolorit

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 25.07.2018

Inhalt:
In einem Park irgendwo im Münsterland bricht ein schwer verletzter Mann zusammen. Bevor er stirbt, flüstert er einer Joggerin, die ihm zu Hilfe eilt, die Worte „toter Bauer“ zu.
Bertram und sein Team stehen vor einem Rätsel. Wo und von wem wurde der Mann so schwer verletzt? Erst sieht es nach einer Beziehungstat aus. Bertram und Tenbrink, der trotz seiner Krankschreibung das Ermitteln nicht lassen kann, gehen der Sache auf den Grund. Auf der Suche nach der Bedeutung der letzten Worte des Opfers kommen sie langsam, aber sicher auf die Lösung des Falls .

Meine Meinung:
Der erste Band der Reihe („Galgenhügel“) hat mich schon restlos begeistert. Also war ich natürlich sehr gespannt auf den zweiten Fall für Tenbrink und Bertram - und wurde nicht enttäuscht.
Tom Finnek versteht es, von Anfang an Spannung aufzubauen. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Wäre ich nicht durch eine Leserunde „ausgebremst“ worden, hätte ich das ganze Buch wahrscheinlich an einem Stück gelesen. Der Hauptteil erzählt von den Ermittlungen im Mordfall Peter Gausling. In kürzeren Einschüben erfahren wir von einem Kreta-Urlaub vor ein paar Jahren, in dem auch ein Mord passierte. Anfangs scheinen die beiden Geschichten überhaupt nicht zusammen zu gehören, aber je weiter man liest, desto besser fügen sich die Puzzleteile zusammen. Der Showdown ist - wie schon im ersten Band - dramatisch, nervenaufreibend und überraschend.
Besonders gefallen hat mir neben dem fesselnden und spannenden Fall, dass auch das Privatleben der Ermittler eine wichtige Rolle spielt. Sowohl Heinrich Tenbrinks Probleme, den Tod seiner Frau zu verarbeiten, als auch Maik Bertrams „Händchen“ für das andere Geschlecht lockern die Geschichte auf und der Leser lernt die Protagonisten besser kennen. Dass Heinrich jetzt im wahrsten Sinne des Wortes „auf den Hund gekommen“ ist, verleiht dem Ganzen eine witzige Note.
Da Tenbrink offiziell krank geschrieben ist, muss Bertam sich mir seinem Vorgesetzten Arno Bremer herumschlagen. Der Schlagabtausch zwischen den beiden hat mir so manches Lachen entlockt.
Auch alle anderen Charaktere sind überzeugend und authentisch gezeichnet. Besonders zu erwähnen sind Daniel und Johannes, die sich nach dem Urlaub auf Kreta charakterlich verändert haben. Ihr Denken, Tun und Lassen hat mich zwar zeitweise erschüttert, war aber durchaus nachvollziehbar und stimmig.
Da es ein Regionalkrimi mit reichlich Lokalkolorit ist, tauchen einige Sätze in der münsterländer Mundart auf. Auch das angrenzende Holland findet seinen Platz.
Der Fall „Totenbauer“ ist in sich abgeschlossen, man kann ihn gut lesen, ohne den ersten Buch zu kennen. Es gibt Hinweise darauf, dass es noch einen dritte Band geben wird.

Fazit:
Ein spannungsgeladenes Verwirrspiel, unbedingt zu empfehlen!

Totenbauer - Tom Finnek
Totenbauer
von Tom Finnek
(24)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Feenkinder

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 17.07.2018

Inhalt:
Seit seiner Kindheit wird Nico von Albträumen geplagt. Er sieht brennende Menschen und zeitweise hat er Wahnvorstellungen, sieht Dinge und Personen, die es real gar nicht geben kann. Psychiater attestieren ihm eine Art Schizophrenie und eine Borderline-Störung. Aber steckt nicht vielleicht etwas ganz anders dahinter? In seinem Heimatdorf wurden vor vielen Jahren Hexen verbrannt und es scheint fast, als würde die lang zurückliegende Vergangenheit in Nico, aber auch in dem rebellischen Mädchen Leany wieder aufleben. Können die beiden einander helfen? Oder gefährden sie sich gar gegenseitig?

Meine Meinung:
Zuerst möchte ich meine positiven Eindrücke schildern. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir unheimlich gut. Die lebendige, bildhafte Sprache mit Liebe zum Detail hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Schon im Prolog, in dem das verheerende Feuer ein ganzes Dorf nahezu vernichtet, hat mir die Beschreibung der Szenerie eine Gänsehaut über den Rücken gejagt.
Dieser tolle Schreibstil hat mich durch das ganze Buch bei Laune gehalten. Mit dem Inhalt konnte ich mich leider nicht wirklich anfreunden. Ob der Roman ins Fantasy-Genre passt, kann ich nicht beurteilen. Für mich war es das erste Buch, in dem es um Übersinnliches geht. Die Geschichte ist nach meinem Empfinden verwirrend und lässt vielen Fragen offen.
Nico leidet an Wahnvorstellungen, Halluzinationen und / oder Visionen. Ob das „nur“ seiner psychischen Erkrankung geschuldet ist oder noch andere Hintergründe hat, bleibt unklar. Nach dem Titel des Romans zu urteilen könnte er auch ein Hexenkind sein. Leany ist wie er, nur dass sie nicht an so massiven Wahnvorstellungen leidet. Das mag daran liegen, dass sie mental stärker ist als Nico. Die beiden fühlen sich magisch zueinander hingezogen, haben aber Angst davor, sich auf eine Liebesbeziehung einzulassen. In der Schule fällt ihr Anderssein auf. Sie werden ausgegrenzt, gemobbt, ja sogar misshandelt.
Die meisten andere Protagonisten sind „normal“. Am besten hat mit Cairenn gefallen, sie bemüht sich sehr um Nico, akzeptiert ihn so, wie er ist.
Mir ist es schwer gefallen in die Geschichte hineinzufinden. Oft war mir nicht klar, ob etwas gerade wirklich passiert oder nur in Nicos oder Leanys Vorstellung geschieht. Am Ende bleiben für mich zu viele Fragen offen, der Bezug zum Buchtitel fehlt völlig. Da „Verloren - Die Kinder der Hexen“ der erste Teil einer Trilogie ist, wird die Aufklärung wohl in den Folgebänden erfolgen.

Fazit:
Ich habe leider nicht wirklich in die Geschichte hineingefunden. Und ich habe - mal wieder - festgestellt, dass Übersinnliches so gar nicht meins ist.

Verloren - Die Kinder der Hexen (Verloren-Trilogie Band 1) - Daniela Winterfeld
Verloren - Die Kinder der Hexen (Verloren-Trilogie Band 1)
von Daniela Winterfeld
(4)
Buch (Paperback)
14,90

Kann man lesen, muss man aber nicht

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 17.07.2018

Inhalt:
Dolf Tschirner lebt als Frührentner im spanischen Cartagena. In einer Feriensiedlung für die „Reichen und Schönen“ fungiert er als „Sicherheitschef“. Tatsächlich gibt es hier jedoch wenig zu tun.
Auf einem rauschenden Sommerfest schaut er zu tief ins Glas und „kümmert sich“ um eine alleinstehende Frau. Leider erinnert er sich nicht mehr an den weiteren Verlauf der Nacht. Dumm, dass gerade diese Dame am nächsten Tag tot aufgefunden wird. Dolf ist der letzte, der sie lebend gesehen hat und außerdem der erste und vorerst einzige Tatverdächtige. Als er auf freien Fuß gesetzt wird, geht er selber auf Mörderjagd.

Meine Meinung:
Das Buch ließ sich ganz gut und flüssig lesen, das ist aber auch alles. Ich hatte Probleme, in die Geschichte hineinzufinden. Der Anfang ist leidlich spannend. Dann folgt ein Rückblick auf die Zeit fünf Monate vor dem Mord. Dolf erledigt seine Arbeit in der Siedlung, deckt noch einige Ungereimtheiten auf. Für mich plätschert alles so dahin, streckenweise ist es schlicht langweilig. Am Ende nimmt die Geschichte nochmal ein bisschen Fahrt auf, das kann den Gesamteindruck aber nicht mehr revidieren. Dolf als Hauptprotagonist ist mir auch nicht wirklich sympathisch. Vieles, was er sagt und tut bzw nicht tut, konnte ich nicht nachvollziehen.

Fazit:
Kann man lesen, muss man aber nicht.

Die schwarzen Rosen von Cartagena - Ulrich Brandt
Die schwarzen Rosen von Cartagena
von Ulrich Brandt
(3)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Alte Liebe rostet nicht

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 29.06.2018

Inhalt:
Flavie schreibt gerne Liebesromane. Bisher wurde allerdings noch kein einziger veröffentlicht, alle Entwürfe liegen in einer Schublade. Eines Tages bringt die Post einen Brief. Dabei ist auch eine Entschuldigung für die verspätete Zustellung. 43 Jahre hat der Brief gebraucht. Natürlich liest Flavie ihn. Es ist ein Liebesbrief an eine gewisse Amélie. Der Absender bittet sie inständig, mit ihm zusammen ein neues Leben zu beginnen. Unterschrieben hat er nur mit E. Selbstverständlich möchte Flavie der Geschichte auf den Grund gehen. In den Teilnehmerinnen ihres Strick-Clubs findet sie Verbündete und Helferinnen. Wird es ihr gelingen, der alten Geschichte zu einem Happy End zu verhelfen? Und kann sie daraus vielleicht ihren ersten erfolgreichen Roman „stricken“?

Meine Meinung:
Das Buch liest sich sehr locker und flüssig. Flavie ist sehr sympathisch. Ein bisschen chaotisch vielleicht, auf jeden Fall neugierig und abenteuerlustig. Auch die anderen Charaktere sind nett und sympathisch dargestellt, sowohl die Mädels vom Strick-Club als auch der Absender des Briefes und seine Familie.
In einigen Einschüben wird die Geschichte von Amélie und ihrem Liebhaber vor 43 Jahren erzählt, man erfährt nebenbei, wie die beiden zusammengefunden und sich wieder verloren haben.
Alles in allem ist die Geschichte nach meiner Ansicht ziemlich seicht und vorhersehbar. Trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten.

Fazit:
Eine leicht zu lesende, vorhersehbare Liebesgeschichte ohne Tiefgang.

Duval, C: Wir beide, nach all den Jahren - Chloé Duval
Duval, C: Wir beide, nach all den Jahren
von Chloé Duval
(3)
Buch (Taschenbuch)
10,00

Was geschah mit Coco?

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 05.06.2018

Inhalt:
Sean Jackson ist ein Weiberheld. Er feiert an seinem 50. Geburtstag ein rauschendes Fest mit seinen Freunden. An seiner Seite ist seine zweite Ehefrau Claire, mit der er die Zwillinge Ruby und Coco hat. Aus erster Ehe hat er ebenfalls zwei Töchter. In der Beziehung mit Claire kriselt es gewaltig. Am Morgen nach der Feier ist Coco verschwunden.
12 Jahre später begleiten wir Mila (eine Tochter aus Seans erster Ehe) und Ruby zur Beerdigung ihres Vaters. Er war inzwischen zum vierten Mal verheiratet. Der Verlust von Coco liegt immer noch wie ein Schatten über allen, die damals dabei waren.

Meine Meinung;
Nach dem Klappentext erwartete ich einen spannenden Thriller, in dessen Mittelpunkt das Verschwinden von Coco steht. Diese Erwartung wurde in keinster Weise erfüllt. Nach den ersten Seiten war ich nahe dran, das Buch wieder weg zu legen. Anfangs waren die Zeitsprünge und Perspektivwechsel sehr verwirrend. Wenn man sich daran gewöhnt hat, kommt man damit zurecht, obwohl man bei manchen Kapiteln einige Zeit braucht, um zu wissen, um wen es in dem Abschnitt geht.
Die Entführungsgeschichte ist eher nebensächlich, es geht hauptsächlich um die zwischenmenschlichen Beziehungen der einzelnen Personen des damaligen Freundeskreises. Auch Seans Hang zu wechselnden Frauen und seine mangelnden Vaterqualitäten werden zum Thema.
Die Atmosphäre des Buches ist bedrückend. Das Verhalten der Erwachsenen, die meiner Meinung nach fast alle eine psychischen Knacks haben, ist unverantwortlich und nur schwer nachvollziehbar. Mila und Ruby kommen mir noch am normalsten vor, mit ihnen konnte ih mich am ehesten identifizieren.
Die Auflösung des Verschwindens von Coco hat mich umgehauen! Es ist durchaus nachvollziehbar und logisch, was passiert ist, man wird aber trotzdem kalt erwischt und völlig überrascht.

Fazit:
Wenn man keinen Thriller erwartet, ist das Buch durchaus gut zu lesen.

Niemand weint um dich - Alex Marwood
Niemand weint um dich
von Alex Marwood
(2)
eBook
8,99