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friederickes Bücherblog aus Berlin

Gesamte Bewertungen 104 (ansehen)


Über mich:
Friederickes Bücherblog stellt Bücher vor und veröffentlicht Rezensionen. Zwei fachlich kompetente Kolleginnen rezensieren gerne dein Buch in unserem Blog.

Meine Bewertungen

Eine berührende Geschichte

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 05.03.2019

Cover:

Ein wunderschönes Cover, das in seinen schönen Farben und den drei kleinen Zeichnungen sehr zurückhaltend auf das Thema zeigt. Liest man den Klappentext, dann ist die Harmonie und Übereinstimmung des Buches zu fühlen. Die Einladung das Buch lesen zu wollen ist angekommen.


Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):

Großvater Florian ist an Alzheimer erkrankt und will keinerlei Hilfe annehmen, dabei schreitet sein Vergessen immer weiter voran. Toms Bemühungen eine Pflegerin zu finden und zum Bleiben zu bewegen scheitert immer wieder, denn kaum ist er aus dem Haus, tut Florian alles, aber wirklich alles, um die Pflegerin zu verjagen.
Sein Enkel ist verzweifelt, bis eines Tages Ani vor der Tür steht, die gerade ohne Wohnung aber mit viel Liebeskummer unterwegs ist und schon deshalb nicht einfach so davonläuft, auch nicht, als er vermehrt seine Gemeinheiten auspackt. Florian beginnt sich langsam zu verändern und erzählt von seiner großen Liebe Greta. Stück für Stück ändert sich sein Leben und auch das von Tom und Ani.









Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich gleich in seinen Bann gezogen, denn das Thema Alzheimer in einer zarten Liebesgeschichte zu behandeln ist sehr gelungen.
Die Autorinnen haben abwechselnd aus der „Ich“ Perspektive von Tom und Ani erzählt. Diese Perspektive lässt die tiefe Nähe zu, die man für dieses Buch braucht. Sie schreiben in einer leichten, sehr gut verständlichen und flüssigen Sprache. Die Figuren sind in ihren Charakteren wunderbar und sehr gut ausgearbeitet und agieren glaubhaft. Etwas gestolpert bin ich über den doch meines Erachtens sehr jugendlich klingenden Namen Florian, der auch in der täglichen Anrede zwischen Enkel und Opa benutzt wird. Und nicht ganz übereinander gebracht habe ich auch, die zuweilen über das Ziel hinausschießenden Aktionen von Florian, um Ani zu vergraulen. Manchmal, so denke ich, ist etwas weniger, doch viel mehr. Auch wenn ich weiß, dass das ein wenig das Salz in der Suppe des Buches ist. Insgesamt aber ist das Thema fabelhaft und mit sehr viel Gefühl aufgegriffen und in die Geschichte eingearbeitet.

Ein wunderbares Buch, das mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Unter uns nur Wolken - Anna Pfeffer
Unter uns nur Wolken
von Anna Pfeffer
(31)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Ein Arzt zwischen Realität und Fantasie

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 26.02.2019

Cover:

Das Cover ist nicht so ganz nach meinem Geschmack. Ein Mann steht als schwarzer Schatten vor schlichtem Hintergrund, im Kontrast mit dem kraftvollen Titel. Der Klappentext spricht mich allerdings schon an.


Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):

Alexander ist Oberarzt und sehr erfolgreich. Er liebt sein stressiges und eintöniges Dasein, ja sein privat langweiliges Leben. Bis sich das von einem Tag zum anderen ändert. Sein Freund Jürgen zwingt ihn, seine Praxis in Zinnowitz, vertretungsweise zu übernehmen. Und dann erfährt er auch noch, dass er eine Tochter hat.
Eine ereignisreiche Zeit beginnt.



Meine Meinung:

Am Anfang tat ich mich ein wenig schwer, weil er mir mit seinem Leben, neben dem aufreibenden Klinikalltag etwas seltsam und langweilig erschien. Und dann fuhr er nach Feierabend auch noch ins Lafayette, ein durch und durch französisches Kaufhaus und kaufte italienischen Wein und ital. Brot, was von den Autorinnen allerdings wunderbar gemacht wurde, zeigte es doch auch an diesem Beispiel, wie eingefahren, eigenartig und spießig sein privates Leben war.
Das änderte sich aber schlagartig, als sein Freund Jürgen ihn zwang nach Zinnowitz zu fahren.
Die Autorinnen schreiben in einer leichten und flüssigen Sprache. Die Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet und ihre Charaktere haben mich sehr überzeugt. Die Schauplätze sind exzellent beschrieben und lassen die Leser direkt mit an die Ostsee reisen.
Durch viele Wendungen und Ereignisse bleibt der Spannungsbogen die ganze Zeit hoch, sodass die Leselust bis zur letzten Zeile vorhanden ist. Das Ende ist dann aber so anders, so unvorhersehbar, dass ich den Autorinnen dazu gratulieren möchte. Ein Buch, das ich sehr empfehlen kann.


Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Alexander bricht aus - Barbara Bellmann, Theres Krause
Alexander bricht aus
von Barbara Bellmann
(6)
Buch (Taschenbuch)
9,90

Begeisternde Familiensaga

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 26.02.2019

Cover:

Eine Villa mit Blick auf das Wasser und eine junge Frau, zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Dazu zarten Farben und ein wunderbarer Klappentext. Eine sehr gelungene Buchpräsentation, die eine Einladung ausspricht.


Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):

Sofie Brix ist eine Bauerntochter und rettet 1912 Anna Nieland, die Tochter eines reichen Reeders, aus einem brennenden Hotel. Zwei Jahre später darf sie als Gesellschafterin von Anna in die Villa einziehen und arbeiten, was anfänglich nicht leicht ist.

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf, gerade auch deshalb, weil sich Sofie in den Bruder Annas verliebt und dann auf einem Lazarettschiff ihren Dienst aufnimmt, der sie an ihr Grenzen bringt und sie mehrmals zwingt über ihren Schatten zu springen.






Meine Meinung:

Im Mittelpunkt der Saga stehen drei starke Frauen, deren Geschichte mich tief berührt hat. Besonders Anna und Sofie sind beeindruckend und liebenswert. Alle Figuren sind perfekt ausgearbeitet und sind überzeugend in ihren unterschiedlichen Charakteren. Sie gestatten, ganz nah zu sein und die Geschehnisse mitzuerleben.
Die Autoren schreiben in einer wunderbaren, leichten und verständlichen Sprache. Die Schauplätze sind bis ins kleinste Detail beschrieben und haben mich mitgenommen, auf jedem Schritt, den die Protagonisten getan haben.
Aufgrund dessen, dass es sich um eine große Familie handelt und das Buch aus oft wechselnden Perspektiven erzählt wird, schreitet die Geschichte lebhaft und zügig voran und damit ist der Spannungsbogen gleichbleibend sehr hoch. Die Zeitgeschichte ist beeindruckend recherchiert und eingebunden, sodass ich den Ersten Weltkrieg auf den Schiffen, sowie die Probleme derer, die Zuhause versuchten, alles aufrechtzuerhalten, intensiv miterleben konnte.

Eine Geschichte, die mich nachdenklich und beeindruckt zurückgelassen hat. Ein wunderbares Buch, das ich gerne weiterempfehle.



Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Die Villa am Elbstrand - Charlotte Jacobi
Die Villa am Elbstrand
von Charlotte Jacobi
(10)
eBook
9,99

Eine spannende Suche nach dem Vater

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 20.02.2019


Das Cover passt sehr gut zu den Inhalten des Buches. Zu sehen ist der Rhein, eine Burg und eine junge Frau in der Kleidung rund um 1868.Der Klappentext ist aussagekräftig. Die Buchpräsentation ist daher in sich stimmig und lädt dazu ein, das Buch lesen zu wollen.


Die Geschichte (Achtung Spoiler!)
Paula ist seit Jahren als Gesellschafterin bei ihrer kränkelnden Verwandten Harriet Farley beschäftigt. Diese gönnt ihr fast nichts außerhalb ihres Hauses. Und so ist Paula mittlerweile sehr isoliert und eine junge Frau, die mit Anfang Dreißig kaum eine Chance hat, diesem eintönigen Leben zu entrinnen.
Durch Zufall erfährt sie von einem Postboten, dass zuvor ein Brief für sie angekommen ist. Harriet hatte ihr diesen nicht gegeben und so ahnte sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass in Bonn ein Bruder ihres Vaters lebt, dieser ernsthaft erkrankt ist und sie eingeladen hat, an den Rhein zu kommen.
Endlich löst sie sich von ihrer Familie und tritt mutig die Reise nach Bonn an. Dort bestaunt sie fasziniert die wunderschöne Landschaft, wirkt geradezu befreit und findet einen aufgeschlossenen Onkel vor, der zwar sehr krank ist, sie aber in all ihren Dingen unterstützt. Und dennoch gibt es Familiengeheimnisse und einige Informationen über ihren Vater, den sie nie gesehen hat. Der Wunsch mehr zu erfahren wird immer größer.
Und so macht sich Paula auf die Suche nach der Vergangenheit und den dunklen Wahrheiten.

Meine Meinung
Ich habe mich sehr gefreut, als ich das neue Buch von Susanne Goga gesehen habe, war ich doch von ihrem Buch „Das Haus in der Nebelgasse“ total begeistert.
Die Autorin schreibt in flüssiger, leicht verständlicher Sprache. Die Zeitgeschichte ist sehr feinfühlig in die Geschichte eingefügt und vor allen Dingen ist sie sehr gut recherchiert. Der Spannungsbogen ist bei diesem Buch nicht ganz so hoch, wie bei der Nebelgasse, weil diese Geschichte über ein Drittel des Buches anfänglich etwas langsamer voranschreitet. Es tat aber der guten Unterhaltung keinen Abbruch, wurde ich doch im Detail am Rhein entlanggeführt, mit all seinen Sehenswürdigkeiten, Burgen, Schlössern und Sagen, die heute noch genauso starke Anziehungskraft ausüben wie 1868 bei den englischen Reisenden.
Die Protagonisten sind wieder wunderbar ausgearbeitet, ihre Charaktere sind authentisch und glaubhaft. Die Sprache und ihre Dialoge sind der damaligen Zeit angepasst. Paula mochte ich sehr, sie war in dieser Zeit sehr mutig. Auch hatte sie viele Hürden zu bewältigen.
Insgesamt ein sehr schönes Buch der Zeitgeschichte, das mich eintauchen ließ in das Leben von Paula, die sich immer weiter entwickelt hat und in ihre Geschichte im Jahr 1868.
Das Buch bekommt eine Leseempfehlung.

friedericke von "friederickes bücherblog"


Die vergessene Burg - Susanne Goga
Die vergessene Burg
von Susanne Goga
(20)
eBook
9,99

Eine Hamburger Familiensaga

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 13.02.2019

Das Cover
Das Cover zeigt eine hübsche junge Frau im Style der Zwanziger. Im Hintergrund das Meer, passend zum Norden, zu Hamburg. Die Farben sind sehr zurückhaltend, was der damaligen Zeit sehr entgegenkommt. Zusammen mit dem Klappentext fühl-te ich mich sehr angesprochen.


Die Geschichte (Achtung Spoiler!)

Die Geschichte spielt rund um das Gasthaus „Zum Stern“, das ihre Familie nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete. Die junge Jetta unterscheidet sich sehr von ihrem drei Geschwistern, tut Dinge, die in dieser Zeit nicht gerne gesehen sind, schminkt sich, schneidet die Haare ab und wickelt den entsetzten Vater um den kleinen Fin-ger. Viele junge Männer sind von ihr angetan und sie genießt das sehr. So ge-schieht es, dass sie in einer einzigen Nacht alle Vorsicht vergisst. Das bleibt nicht ohne Folgen.
Mit viel Aufwand, Hinterlist und Raffinesse nimmt sie ihr Leben in die Hand, obwohl sich die Krisen der Welt zuspitzen.

Meine Meinung

Eine frische humorvoll, in Teilen auch ernst erzählte Familiengeschichte, die mich in die Zwanzigerjahre mitgenommen, das damalige Leben durchleuchtet und nä-hergebracht hat.
Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet, sie sind authentisch und ihre Cha-raktere so unterschiedlich und passend, dass ich viel Freude daran hatte.
Die Autorin schreibt in einer leichten, lockeren und verständlichen Sprache. Die überwiegend eingesetzte Erzählform lässt allerdings nur den Blick von außen zu und schafft so einen gewissen Abstand zu den handelnden Personen, was ich sehr bedauerlich fand, weil sie wirklich Ecken und Kanten haben. Dennoch sind viele aufregende Wendungen und überraschende Veränderungen in der Ge-schichte, dass kein einziger Moment Langeweile aufkommt. Die Zeitgeschichte ist wunderbar eingearbeitet. Die Schauplätze sind ausführlich beschrieben und zei-gen auf eine überzeugende Art Hamburg und Umgebung, sodass man sich das alles sehr gut vorstellen kann.
Ein sehr schönes Buch, das die Zeit der Zwanziger in einer Hamburger Familiensa-ga erzählt und nahebringt.
Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung.

friedericke von "friederickes bücherblog"

Der Stern der Elbe - Diana Seidel
Der Stern der Elbe
von Diana Seidel
(5)
eBook
2,49 bisher 4,99

Sommer, Meer und beste Unterhaltung

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 04.01.2019

Das Cover
Ein typisches Ostseehaus mit einem Reetdach, Dünen und das Meer. Das sind die Zutaten, um gemeinsam mit dem Klappentext ein Buch zu präsentieren, das Ur-laubsfeeling und Lust auf Reisen ausbreitet. Eine Kombination, die stimmig ist und den Wunsch verströmt, das Buch lesen zu wollen.



Die Geschichte (Achtung Spoiler!)

Anne hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Tante und trotzdem erbt sie von ihr ein Haus in Prerow an der Ostsee. Sie hat gerade ihren Job in Berlin verloren und nutzt deshalb die Gelegenheit sich ihr Erbe anzuschauen. Kaum da, fühlt sie sich wieder heimisch. Sie erinnert sich an die vielen Sommer, die sie als Jugendli-che bei ihrer Tante verbrachte. Relativ schnell lernt sie Ralf kennen und verliebt sich in ihn. Auch ihren Jugendfreund Thomas trifft sie, der allerdings ihren neuen Freund gar nicht mag. Außerdem hat sie mysteriöse Begegnungen. Was sich da wohl alles entwickelt?

Meine Meinung

Mein Einstieg in die Geschichte war etwas gedämpft, weil ich Anne in ihrem Verhal-ten mit Männern ein wenig naiv fand. Meine Sympathie flog ihr deshalb anfänglich nicht gerade zu. Das änderte sich aber im Verlaufe der Geschichte.
Die Autorin schreibt in einer luftig, leichten und verständlichen Sprache. Die Prota-gonisten sind gut ausgearbeitet und in ihren Charakteren entsprechend authen-tisch. Das Umfeld überzeugt und ihre Hündin Emma ist wunderbar eingefügt, auch wenn sie etwas häufig schläft. Sehr liebevoll finde ich die beiden älteren Herrschaf-ten, die sie in all ihren Belangen unterstützen. Die Schauplätze sind anschaulich und bildhaft erklärt, sodass ich mich an die Ostsee mitgenommen fühlte. Die Per-spektivwechsel und die zahlreichen Wendungen der Geschichte, sowie die leicht eingestreuten kriminalistischen Aspekte machen den Liebesroman zu einer unter-haltsamen und kurzweiligen Lektüre. Ein paar Dinge blieben am Ende allerdings auch offen. Natürlich sind wie immer in diesem Genre, manche Dinge vorherseh-bar, was aber der Leselust nicht entgegensteht.
Fazit: Ein leichtes Buch zur Entspannung, das nicht nur im Strandkorb, sondern auch unter der Kuscheldecke ein paar unterhaltsame Stunden bringt. Eine Ge-schichte, die ich sehr gerne gelesen habe.
Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung.

friedericke von "friederickes bücherblog"

Dünengeflüster - Evelyn Kühne
Dünengeflüster
von Evelyn Kühne
(7)
Buch (Taschenbuch)
14,00

Ein Adventskalender der besonderen Art

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 07.12.2018

Das Cover
Das Cover ist sehr einladen und passend zur Zeit und zum Buch. Eine wunderbar harmonische Buchpräsentation, die mich sehr angesprochen hat.



Die Geschichte

In diesem Fall verwende ich den Klappentext, weil allzu viel Spoilern nicht empfehlenswert ist. Advent ist die Zeit des Wartens – besonders auf Gott und seine befreiende Ankunft in unserer Welt. Warten heißt immer auch Sehnsucht haben. Mit kurzen Geschichten, Gedichten und Denkanstößen lädt dieser Adventskalender dazu ein, 24 menschlichen Sehnsüchten nachzuspüren und sich bewusst auf Weihnachten auszurichten. So kann die adventliche Vorbereitungs- und Wartezeit zur Hoffnungszeit werden.
Meine Meinung

Es ist wie ein wunderschöner Adventskalender, der auch gerne davor und danach gelesen werden kann. 24 Tage Gedanken, Hoffnung, Tiefgang, Trost und weitere Attribute, die zum Innehalten und zu sich selbst finden einladen.
Die Kapitel sind klein gehalten, sodass sich wirklich die kleine Auszeit des Tages finden lässt. Es vermittelt Bräuche und Symbole. Eigentlich genau das, was man sich zur Adventszeit wünscht. Der Autor schreibt in einer leicht verständlichen und flüssigen Sprache. Ich kann das kleine Buch mit großer Wirkung nur wärmstens empfehlen. Auch nach Weihnachten.

Das Büchlein bekommt eine Leseempfehlung.

"friedericke" von Friederickes Bücherblog

Sehnsucht, Sinn und Stille Nacht - Fabian Brand
Sehnsucht, Sinn und Stille Nacht
von Fabian Brand
(2)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Lasst Blumen sprechen

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 07.12.2018

Das Cover

Das Cover zeigt das Cornwall, ein Haus, das Meer und die Rosen. Alle Symbole, die in dem Buch eine thematische Rolle spielen. In den zarten Farben und dem dazugehörigen Klappentext wurde ich sofort eingeladen, das Buch lesen zu wollen. Sehr gelungen.

Die Geschichte

Poppy bekommt einen Brief und erfährt, dass sie den Blumenladen ihrer Großmutter Rosi geerbt hat. Ausgerechnet sie, die nichts mit Blumen und nichts mit dem Städtchen St. Felix in Cornwell zu tun haben möchte. Sie war als Kind immer in den Ferien bei ihrer Oma und versteht nicht warum sie, die einzige die nichts mit der Floristik zu tun haben wollte, den Laden übernehmen soll. Sie hat nur traurige Erinnerungen.

Trotzdem fährt sie hin, weil sie den letzten Willen ihrer Großmutter nicht ignorieren kann. Sie ist dann im Laufe der Tage überrascht, dass sie neue Freunde findet und bei der Renovierung des Ladens auf Aufzeichnungen stößt, die durchaus dazu geeignet sein könnten, alte Wunden zu heilen. Sie war gespannt.

Meine Meinung (Achtung Spoiler!)

Auf den ersten Seiten bin ich etwas schwer in die Geschichte reingekommen. Das lag an Poppy, die sehr mit sich selbst und ihren nicht funktionierenden Lebenslagen zu tun hatte.
Als sie aber in Cornwell ankam und die Geschichte langsam voranschritt, wurde das zusehends besser und sie entführte mich in eine wunderbare Geschichte um Freundschaft, Liebe, Hilfsbereitschaft und Gefühle.
Die Protagonisten gefielen mir sehr gut und ließen mich durch die Erzählform ganz nah rankommen und teilhaben. Der Schauplatz, das Cornwall ist lebhaft, präzise, auch gut beschrieben und in dieser malerischen Kulisse können sich die Gefühle selbstverständlich ausbreiten. Besonders gefallen hat mir neben den Blumen und ihren Geheimnissen auch das Äffchen Miley und der Hund Basil, die sich wunderbar unter die Protagonisten mischen und eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Die Autorin schreibt in leichter und flüssiger Sprache, was dazu beiträgt, das Buch nicht weglegen zu wollen.
Fazit: Ich finde, dass ich eine Liebesgeschichte mit etwas Tiefgang gelesen habe. Dabei fühlte ich mich gut unterhalten. Eine leichte spritzige Komödie, die schöne Lesestunden beschert.

Meine ausdrückliche Leseempfehlung ist gewiss.

„friedericke“ von Friederickes Bücherblog

Rosies wunderbarer Blumenladen - Ali McNamara
Rosies wunderbarer Blumenladen
von Ali McNamara
(6)
Buch (Taschenbuch)
10,00

Ein nachdenkliches Buch

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 07.12.2018

Das Cover
Das Cover ist schlicht weiß und auffallenden drei rote Buchstaben. Liest man dazu den Klappentext, so erkennt man sofort, wie wenig doch wenige Wörter sein können. Eine in sich stimmige und harmonische Buchpräsentation.

Die Geschichte

Die neue Regierung ordnet an, dass Frauen nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen. Diesen Irrsinn will Jean McClellan nicht wahrhaben. Sie ist der Meinung, dass das in Amerika nicht sein kann, schon gar nicht in dieser Zeit.
Doch es ist so. Bald kann sie nicht mehr als Wissenschaftlerin arbeiten und ihrer Tochter wird in der Schule das Lesen und Schreiben verweigert.
Die Frauen und Mädchen werden somit all ihrer Rechte und ihrer Lebensträume beraubt. Sie sind faktisch entmündigt.
Jean will sich für ihre Tochter und alle anderen Frauen einsetzen. Sie will für ihre Stimmen kämpfen.

Meine Meinung

Ein ganz anderes Buch. Die Vorstellung nur hundert Wörter sprechen zu dürfen, löst eine Gänsehaut aus. Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Und wenn ich überlege, dass die Politik sich diesen Irrsinn ausdenken könnte, dann ist das der Horror pur. Die Demütigungen der Frauen sind mir sehr nahe gegangen. Alle Protagonisten sind in ihrem zugewiesenen Charakter authentisch. Die Schilderungen der Aussichtslosigkeit sind eindrücklich und bewegend.
Die Autorin schreibt in einer leichten und verständlichen Sprache. Der Spannungsbogen wurde durch viele Wendungen hochgehalten, sodass das Lesen Freude bereitet. Das Ende lies mich etwas fragend zurück.

Ein Buch, das unter die Haut geht, das uns zeigt, was nicht vorhandene Sprache anrichten kann. Ein Thriller rund um die Macht und das was uns ausmacht, nämlich unsere Meinung und Wünsche mittels der Sprache kundzutun. Eine Geschichte, die man gelesen haben sollte.

Das Buch bekommt eine Leseempfehlung.

„friedericke“ von Friederickes Bücherblog

Vox - Christina Dalcher
Vox
von Christina Dalcher
(173)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

Sommerliches Lesevergnügen

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 07.12.2018

Das Cover

Das Cover ist in seinen Farben mit der berühmten Zitrone rund um die Küste und den Inseln wie Capri eine Punktlandung. Ich wurde sehr angesprochen und der Klappentext versprach eine sommerliche Liebeslektüre.



Die Geschichte

Isa liest eine Stellenausschreibung, in der eine persönliche Assistentin gesucht wird. Gerade an einem Tiefpunkt des Lebens angekommen, packt sie spontan den Koffer und reist nach Capri. Sie kommt in der beeindruckenden Villa der Schriftstellerin Mitzi an, die mit ihrem stolzen Alter ihre Erinnerungen aufzeichnen möchte. Während Isa innerlich immer ruhiger wird, wird Mitzi immer aufgewühlter.



Meine Meinung

Ich habe die Erzählung als Hörbuch genossen. Die wunderbare Stimme von Vanida Karun erzählte mir mit den Worten der Autorin, wie Isa ihre Ruhe wieder fand und Mitzi bei den Aufzeichnungen ihres Lebens immer aufgewühlter wurde, denn sie tauchte ab in die Erinnerungen, die einen Sommer vor sechzig Jahren hervorzauberten und an eine große Liebe erinnerte, die sich für sie nie erfüllte. Wunderbar ausgearbeitete Protagonisten, die mich sehr berührten und in ihr Leben hineinkriechen ließen. Schauplätze die uns eh begeistern und die wir gerne aufsuchen, persönlich und in diesem Fall mit den Augen der Autorin.
Eine Sommerromanze, die ich jetzt im Nachgang zu unserem Supersommer 2018 sehr genossen habe.


Ich spreche meine ausdrückliche Lese- oder Hörempfehlung aus.

„friedericke“ von Friederickes Bücherblog

Azurblau für zwei - Emma Sternberg
Azurblau für zwei
von Emma Sternberg
(46)
Hörbuch (CD)
10,09 bisher 14,99