Warenkorb
 

Bewerter

sophiaswunderland

Gesamte Bewertungen 44 (ansehen)


Über mich:
Ich blogge über alles was mir so in den Sinn kommt!

Meine Bewertungen

Eine grandiose Fortsetzung!

sophiaswunderland , am 06.10.2017

Warum habe ich das Buch gelesen? – Weil ich den ersten Band der „Amani“-Reihe klasse fand und UNBEDINGT wissen wollte, wie es weitergeht!

Den Einstieg empfand ich als ziemlich schwierig. Es ist einige Zeit her, dass ich den ersten Teil gelesen habe und daher musste ich mich erst wieder an die ganzen Begriffe und außergewöhnlichen Namen herantasten. Die Personenliste und Karte von Miraji sind jedoch ein wunderbare Lösung dafür. Auch wird der erste Band quasi in einer Legende erzählt und so erhält man einen groben Überblick.

Den Schreibstil der Autorin finde ich immer noch toll, auch wenn er nicht der einfachste ist, was bei mir aber wieder etwas mit den orientalischen Namen und Begriffen zutun hat. Auch hier wird wieder aus der Sicht von Amani geschrieben und es ist wieder toll ihr bei ihren Gedanken und Gefühlen zuzuhören. Amani hat sich vom ersten zum zweiten Band hin verändert: Sie wirkt viel reifer und erwachsener, was auf den Kontakt mit der Rebellion und dem Krieg zurückzuführen ist. Außerdem denkt sie auch viel strategischer und denkt zuerst an ihre Mitmenschen und dann an sich selbst.

Was ich am ersten Teil bemängelt habe, wird im zweiten umso schöner beschrieben: Die tieferen Gefühle zwischen den Charakteren sind viel echter und härter als noch im ersten Band. Die Freundschaft zwischen Shazad und Amani wünscht man sich auch im echten Leben. Die Liebe zwischen Jin und Amani lässt das Herz höher schlagen. Der Hass auf den Sultan geht von Amani zum Leser über. Hier hat die Autorin sich wirklich klasse gewandelt.

An Action fehlt es hier garantiert auch nicht. Die Rebellion wird immer größer und mächtiger. Das spürt sogar Amani im Herzen des Palastes. Der Großteil des Buches passiert an genau diesem Ort, was zu Anfang ein wenig ermüdend ist, denn es nicht voran. Amani dreht sich im Kreis und hat ausnahmsweise mal keine Lösung parat. Rückblickend finde ich das sehr geschickt, denn so wäre es ja schließlich auch im echten Leben. Genau so gelungen finde ich die Atmosphäre in dem Buch: Langsam wird allen bewusst, dass es unaufhaltsam zu einem Krieg zwischen dem Sultan und seinen Anhänger und dem Rebellenprinzen und seinen Sympathisanten kommen wird. Mit dieser Erkenntnis schwingt auch das Gefühl mit, dass es nie mehr so ist, wie es damals war und genau dieser Punkt hat mich mitten ins Herz getroffen. Das wird im Laufe des Buches einfach so toll beschrieben!

Es gibt so viele überraschende Wendungen in diesem Buch, dass ich sie noch nicht mal an einer Hand abzählen könnte. Der Leser ist so auf die Handlung fixiert, dass er einige Hinweise übersieht und schwupps sieht das gemachte Bild schon wieder anders aus. Und schwupps ist es auch schon zu Ende und lässt den Leser vollkommen fassungslos zurück. Ernsthaft. So kann Alwyn Hamilton uns doch nicht zurücklassen.

Zum Schluss noch etwas erfreuliches, das Cover und der Titel. Das Cover ist unbeschreiblich schön, ich liebe die Farbe blau! Der Sand ist wie bei dem ersten Band auch wieder „zum Anfassen“ auf dem Buch und gibt dem ganzen den magischen Abschluss. Der Titel wurde einfach eins zu eins aus dem englischen übersetzt und verliert somit auch den Bezug zum Original.

Fazit:
Eine grandiose Fortsetzung! Sie übertrifft die Erwartungen des ersten Teils und erweitert die Welt der Djinni und Demdji. Trotz des holprigen Starts hat das Buch 5 von 5 Sternen verdient und ich freue mich einfach so sehr auf das finale Ende!

AMANI - Verräterin des Throns - Alwyn Hamilton
AMANI - Verräterin des Throns
von Alwyn Hamilton
Buch (gebundene Ausgabe)
16,99

Mein erster Chat-Roman war klasse!

sophiaswunderland , am 15.09.2017

Warum habe ich das Buch gelesen? – Weil mich „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ von Anna Pfeffer total begeistert hat und da wollte ich das neue Buch natürlich lesen!

Ich war doch ein wenig überrascht, dass das komplette Buch als Chat geschrieben ist. Mit solchen Büchern habe ich mich vorher noch nicht befasst. Ich hatte erst meine Zweifel, aber ich bin positiv überrascht worden. Nachdem man sich daran gewöhnt hat, ist diese Art der Kommunikation eigentlich echt cool und witzig.

Die Geschichte an sich finde ich auch sehr amüsant. Denn wer sucht sich schon eine andere Reisebegleitung per Instagram und findet so viele Leute mit demselben Namen wie die Ex-Freundin? Obwohl nicht so viel passiert, ist der Verlauf doch sehr interessant, da man einfach viel mehr über die Charakterzüge, Gefühle und Interessen der Protagonisten erfährt. Manchmal wird ein bisschen übertrieben und Liv und Anton sind dann ziemlich nervig und anstrengend, was dann aber wieder ins Humorvolle übergeht.

Ab der Hälfte hatte ich eine kleine Vorahnung bezüglich des Endes und diese hat sich als wahr herausgestellt, was meine Freude über das Ende jedoch keinesfalls gemindert hat. Ich habe nochmal richtig mitgefiebert und war dann ziemlich zufrieden, als ich den letzten Chat der beiden gelesen habe.

Zum Schluss noch einige Worte zum Cover: Es ist zwar einfach gestaltet, aber erregt die Aufmerksamkeit der Leser und passt auch sehr gut zur Geschichte!

Fazit
Anna Pfeffer beweist wieder ihr Talent und schreibt einen tollen Chat-Roman, was für mich komplettes Neuland bedeutet hat. Beide Charaktere sind sehr schlagfertig und lustig, teils aber auch anstrengend. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sternen!

New York zu verschenken - Anna Pfeffer
New York zu verschenken
von Anna Pfeffer
Buch (Paperback)
14,99

Herausragendes Jugendbuch!

sophiaswunderland , am 22.07.2017

Das Cover finde ich echt cool, denn es zieht die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich. Außerdem passt es sehr gut! Den Titel finde ich auch passend, obwohl es nicht nur um Marthas Wiederstand geht. Den englischen Titel „Cell 7“ finde ich auch passend.

Den Schreibstil der Autorin finde ich absolut klasse! Sie schreibt aus verschiedenen Erzählperspektiven. Der Leser kennt sowohl die Gedanken von Martha, bekommt aber auch von außen noch Informationen. Es wird sowohl aus dem Fernsehstudio berichtet, als auch von Eve und Isaac. Das erleichtert dem Leser den Einstieg und man erfährt so auch immer mehr Randinformationen.

Martha wird super vorgestellt und mit Gefühlen gefüllt. In Rückblicken erfährt man immer mehr über ihre Vergangenheit und bekommt ein Gefühl für ihre Situtation. In den Zellen verhält sie sich wahrscheinlich so, wie sich jeder von uns verhalten würde: Sie bekommt irgendwann Panik, fängt an mit sich selber zu reden und setzt schließlich alles in Frage. Die Autorin schafft es Martha so menschlich und normal darzustellen, dass einem Martha, nach einigen Momenten des Unverstehens, total ans Herz wächst. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und überlegt mit ihr mit, was als nächstes zu tun ist.

Die anderen Charaktere wurden weniger in den Fokus genommen, was aber bei Marthas großen Rolle nicht weiter schlimm ist. Ich hoffe, dass im zweiten Band noch mehr von Isaac erzählt wird, da auch er einen sehr spannenden Charakter hat.

Nun kommen wir zur eigentlichen Handlung. Ich bin total begeistert. Für mich geht dieses Thema sehr viel tiefer, als dass sie nur als Grundstein für diese Geschichte dient. Für mich scheint sie eine Kritk an unserem Rechtssystem zu sein, bietet aber durchaus eine Alternative dazu an. In unserer Gesellschaft haben wir Gerichte, die über Verbrechen verhandeln. Beweise und Zeugen sind die wichtigsten Mittel, um in solchen Prozessen entscheiden zu können, ob jemand schuldig oder unschuldig ist. Im Zweifel heißt es also für den Angeklagten, was im Klartext heißt, dass wenn es zu wenig Beweise gibt, kann der Angeklagte nicht überführt werden. Dies bringt aber auch seine Probleme mit sich: Wenn er die Tat trotzdem begangen hat, wird er dennoch freigelassen. Diesr Konflikt wird immer wieder aufgeführt. Zwischen Kristina und Mr. Cicero entbrennt immer eine Diskussion, da Mr. Cicero genau dieses System vertritt. Kristina jedoch ist eine begeisterte Anhängerin des neuen System: Die Wähler dürfen demokratisch darüber abstimmen, ob der Angeklagte für seine Tat stirbt oder ob er unschuldig ist. So scheint jeder Bürger eine Stimme zu haben. Es sind keine Beweise nötig, die Bevölkerung darf eine aus dem Gefühl heraus abstimmen. Doch in diesem Roman läuft diese sogenannte Demokratie völlig aus dem Ruder. Der Leser wird intensiv mit diesen beiden Rechtssystemen konfrontiert und fragt sich immer wieder dieselben Fragen: Was ist denn nun gerechter? Gibt es überhaupt DIE Gerechtigkeit?

Obwohl eine klare Handlungsstruktur vorliegt, ist das Ende nicht so sehr vorhersebar und man wartet gespannt auf die letzten Zeilen. Die Spannung ist von Anfang an da und flaut zwischendurch auch nicht ab!

Fazit:

Eine absolute Leseempfehlung! Dieses Buch kratzt so sehr an unserem Rechtssystem und wie die Demokratie gehen sollte, dass der Leser vollkommen in den Konflikt hineingezogen wird und gebannt der Geschichte lauscht. Die vielen verschiedenen Einblicke in die Geschichte sorgen von Anfang an für Neugierde und Emotionen. Ganz klar, 5 von 5 Sternen.

Ich verbleibe mit freudiger Erwartung auf den zweiten Teil!!!

Marthas Widerstand - Kerry Drewery
Marthas Widerstand
von Kerry Drewery
Buch (gebundene Ausgabe)
16,00

 
weiter