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Nebelmacher

Mine_B , am 09.06.2016

Der Fantasy- Roman „Nebelmacher“ ist das Debüt von Bernhard Trecksel. Der „Nebelmacher“ ist der Auftakt zu einer Reihe.

Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
Clach, genannt "Totenkaiser", ist ein Nebelmacher. Diese meisterlichen Assassinen töten im Dienste der Göttin des Mordens nicht nur den Körper, sondern können auch die Seele vernichten. Clach hat gerade einen Auftrag abgeschlossen, da erfährt er Ungeheuerliches: Seine Tötungen waren gar nicht von der Göttin sanktioniert und damit wider ihr Gesetz! Clach macht sich auf die Jagd. Irgendjemand wird für diese Täuschung bezahlen. Doch der Totenkaiser ist längst selbst der Gejagte...

Zuerst möchte ich die Gestaltung positiv hervorheben. Das Cover hat mich persönlich sofort in seinen Bann gezogen und hat mich neugierig gemacht, was wohl für eine Geschichte hinter so einem Cover stehen könnte. Auch die Karte, welche im inneren der Klappbroschüre dargestellt ist, hat mich angesprochen und man hat einen besseren Überblick auf die fantastische Welt erhalten.
Die von Trecksel erschaffene Welt hat mir auch sehr gut gefallen. In den kurzen kursiven Passagen erhält man jeweils einen Einblick in die Geschichte in Bezug auf die Entstehung, warum diese Welt heute so ist, wie sie ist. Diese sind – besonders zu Beginn – noch recht kryptisch und mysteriös gehalten und als Leser fragt man sich, was hinter all dem stecken könnte. Auch der bestehende Nebel gibt einen Fragen auf. Was es mit diesem wohl auf sich hat? War dieser schon immer auf der Welt? Und warum sind die Barbaren in der Lage, im Nebel zu wandern, während die Stadtlinge sich vor dem Nebel mit Hilfe einer magisch- erschaffenen Kuppel schützen müssen? Was hat es mit den Titanen bzw. den Göttern eigentlich auf sich? All das sind Fragen, die im Verlauf des ersten Bandes teilweise im Ansatz geklärt werden.
Der „Nebelmacher“ ist eher ein temporeiches, blutiges und düsteres fantastisches Werk. Nicht selten wird Gewalt eingesetzt und auch die Atmosphäre ist eher düster gehalten. Selten kommt der Leser dazu, mal tief durchzuatmen – schon wird er wieder in die nächste actionreiche Szene gestoßen. Der Schreibstil ist sehr wortreich und bildhaft. Nicht selten werden Vergleiche angeführt. Mir hat dieser nicht immer einfache Schreibstil sehr gut gefallen und es hat gut im Zusammenhang mit der Komplexität der geschaffenen Welt gepasst. Die Charaktere konnten mich ebenfalls überzeugen. Zu Beginn konnte ich nicht sofort mit jedem warm werden, doch im Verlaufe der Geschichte sind auch diese mir ans Herz gewachsen. Besonders Clach, ein Nebelmacher, auch der Totenkaiser genannt, hat es mir in diesem Buch angetan. Er ist quasi ein Assassine und kommt im Verlauf der Story auf den Gedanken, dass man seine wirklich guten Fähigkeiten missbraucht haben könnte. Er ist etwas arrogant und liebt es, die Entropie zu verringern – er will in jeder Situation die Kontrolle behalten. Gerne hätte ich mehr über seine Geschichte gelesen.
Aber auch Ormgair, ein Barbar aus dem Amboss, ist ein durchaus interessanter und sympathischer Charakter. Zu Beginn unterscheidet er sich doch recht stark von den anderen Protagonisten, da sich seine Lebensweise sehr von den anderen unterscheidet. Er hält sehr viel von Ehre und wünscht sich eigentlich nur noch, ruhmreich in einem Kampf zu sterben.
Auch das Pairing Greskegard und Sanftleben konnte mich vollends überzeugen, wobei die beiden es mir von der ersten Szene mit ihnen überzeugen konnten. Ihre Art ist einfach wunderbar und bei ihnen weiß man auch ziemlich schnell, was ihre Ziele sind – sie sind nämlich auf der Jagd nach dem Totenkaiser.
Etwas stiefmütterlich wurde besonders zu Beginn des Buches Morven behandelt. Sie ist die Tochter eines einflussreichen Mannes und wurde in ein Kloster abgeschoben. Im späteren Verlauf der Story wird ihr Charakter jedoch immer wichtiger und sie bekommt auch etwas mehr Raum.
Die verschiedenen Erzählperspektiven kreuzen sich immer mal wieder oder werden zum Teil auch zusammengeführt. Aber meistens agieren sie doch recht unabhängig voneinander.
Portionsweise bekommt man immer mal etwas Hintergrundwissen, bis sich alles bei einem wirklich spannenden und überzeugenden Finale zuspitzt.
Was die Aussage des Epiloges ist, da bin ich mir leider noch nicht ganz sicher.

Der Autor Bernhard Trecksel hat wirklich einige interessante Ideen in dieses Buch eingeflochten und in eine wunderbare Welt gepackt, dieses Buch mit sympathischen Charakteren gefüllt. Sein Schreibstil ist einmalig und hat mir wirklich gut gefallen. Voller Vorfreude warte ich jetzt auf den folgenden Teil und möchte für dieses Buch 4,5 Sterne vergeben.

Nebelmacher - Bernhard Trecksel
Nebelmacher
von Bernhard Trecksel
(2)
Buch (Paperback)
13,99

Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen

Mine_B , am 09.06.2016

Der Fantasy- Roman „Flammenwüste – Der Gefährte des Drachen“ aus der Feder von Akram El- Bahay ist der zweite Teil einer Trilogie.

Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
Im Dunkel der Zeit verloren, im Sand der Wüste verborgen, von den kurzlebigen Menschen beinahe vergessen: das erste aller Worte. Durch dieses eine Wort wurde die Welt selbst erschaffen, und sein Nachhall ist noch heute der Ursprung aller Magie. Wer dieses Wort kennt, macht sich die Welt Untertan…
Der dunkle Magier Nyan sammelt seine Verbündeten um sich, um die Völker der Wüste mit einem erbarmungslosen Krieg zu überziehen. Sein oberstes Ziel ist es, dass erste aller Worte an sich zu bringen. Sollte ihm dies gelingen, wäre der Krieg für die freien Völker verloren, bevor er überhaupt begonnen hat. Und so begibt sich der Märchenerzähler Anûr mit seinem Gefährten, dem schwarzen Drachen Meno, auf die verzweifelte Jagd nach dem Wort. Verfolgt von Nyans grausamen Schergen, führt sie ihre Suche an die geheimnisvollsten Orte ihrer Welt. Doch in den Tiefen der Wüste lauern tausendundeine Gefahr…

„Flammenwüste – Der Gefährte des Drachen“ war mein erstes Buch, welches ich von dem Autor Akram El- Bahay gelesen habe. Ich habe im Vorfeld nicht den ersten Band aus der Reihe gelesen. Dennoch hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, in die Geschichte hereinzufinden. Kurze Rückblenden erleichtern den Einstieg und nach einer knappen Eingewöhnungsphase konnte ich auch die außergewöhnlichen Namen den jeweiligen Personen zuordnen. Daher ist es auch gut und leicht verständlich lesbar, auch ohne Vorkenntnisse aus dem vorherigen Teil. Die beigefügten Karten habe ich als sehr hilfreich empfunden. So konnte ich immer nachverfolgen, wo sich die Protagonisten aufhalten und ihre Abenteuer bestreiten. Ich hatte auch einen besseren Einblick in diese orientalische Welt und es hat Spaß gemacht, zusammen mit den Charakteren diese fremden Orte zu erkunden.
Besonders positiv hervorheben möchte ich den Schreibstil des Autors. Dieser ist sehr bildhaft und wortgewaltig. Man kann sich die beschriebenen Lokalitäten – welche durchweg interessant und ansprechend gestaltet sind- und die darin wandelnden Personen und Wesen gut vorstellen. Ich hatte regelrecht das Gefühl, dieses außergewöhnliche orientalische Setting fühlen zu können. Auch ist diese Welt mit wunderbaren fantastischen Wesen gefüllt, welche perfekt zum Orientfeeling passen.
Der Autor El- Bahay schafft es, die Spannung permanent aufrecht zu erhalten und unerwartete Wendungen geben der Story noch zusätzlichen Schwung. Auch entwickelt sich die Geschichte in eine Richtung, die ich zu Beginn des Buches so nicht erwartet hätte. Die Richtung, die die Story eingeschlagen hat, hat mir persönlich gut gefallen – ich habe die fantastische Welt besser kennengelernt und habe zusammen mit dem Protagonisten das ein oder andere Abenteuer bestritten. Ich habe um diese gebangt oder mich mit ihnen gegen gefährliche Wesen gestellt. Dieses orientalische Setting ist mit authentischen Charakteren gefüllt, die mir persönlich ans Herz gewachsen sind. Ich habe mit ihnen mitgefiebert oder auch um sie Angst gehabt. Den Protagonisten Anûr empfand ich als sympathisch. Er hat seine Schwächen, ist in keinster Weise perfekt und hat auch mal so seine Selbstzweifel. All diese Wesenszüge haben ihn für mich nur noch sympathischer gemacht.
Positiv möchte ich auch die kleinen Erzählungen erwähnen, die in die Haupthandlung mit eingeflochten wurden sind. Sie sind ansprechend, wunderbar erzählt und haben einen Bezug zur Haupthandlung. Und wie ich finde, passen sie auch sehr gut zum orientalischen Feeling.
Und auch der Cliffhanger des Buches ist nicht zu verachten – man möchte als begeisterter Leser einfach wissen, wie die Geschichte ausgehen wird.

Insgesamt macht „Flammenwüste – Der Gefährte des Drachen“ neugierig auf den Abschluss der Trilogie. Ich werde mir die Wartezeit auf den finalen Band auf jeden Fall mit dem Auftakt der Reihe versüßen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fantasy- Liebhaber und 4,5 Sterne.

Der Gefährte des Drachen / Flammenwüste Bd.2 - Akram El-Bahay
Der Gefährte des Drachen / Flammenwüste Bd.2
von Akram El-Bahay
(12)
Buch (Taschenbuch)
10,00

Monday Club - Der zweite Verrat

Mine_B , am 06.06.2016

Die Autorin Krystyna Kuhn hat mit „Monday Club – der zweite Verrat“ den zweiten Teil aus der Reihe rund um die Jugendliche Faye und das Geheimnis des Monday Clubs veröffentlicht. Meiner Meinung nach ist es dringend notwendig, dass man bereits den ersten Band „Monday Club – Das erste Opfer“ gelesen hat, um die Zusammenhänge verstehen zu können.

Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
Durch ihre Schlaflosigkeit hatte Faye schon immer das Gefühl, anders zu sein. Aber war es wirklich nur eine Halluzination, als sie glaubte, ihre tote Freundin Amy zu sehen? Und was bedeuten Virgina Donnellys letzte Worte? Du wirst die Nächste sein…Luke ist fest davon überzeugt, dass Faye der Schlüssel zu allem ist und hinter dem Ganzen der Monday Club steckt. Um das zu beweisen, müssen sie Fayes Krankenakte finden. Doch jemand ist ihnen stets einen Schritt voraus. Und Faye begibt sich nicht in größte Gefahr, sondern muss sich auch fragen, welches Opfer sie für die Wahrheit zu bringen bereit ist…

Das Cover zu „Monday Club – Der zweite Verrat“ ist recht ansprechend und würde mir in der Filiale auffallen. Auch ist eine Zugehörigkeit zum ersten Teil erkennbar, wobei diesmal ein Auge geöffnet dargestellt wird.
Der Schreibstil von der Autorin Krystyna Kuhn ist auch im zweiten Teil der Reihe wieder sehr angenehm und locker, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. In „Monday Club – Der zweite Verrat“ wird nahtlos an den ersten Teil „Monday Club – Das erste Opfer“ angeschlossen. Hilfreich fand ich die kurze Zusammenfassung, was bisher geschehen ist. So konnte man sein Wissen nochmal auffrischen. In diesem Band wird hauptsächlich aus der Sicht der Protagonistin Faye berichtet, sodass man in ihr Gefühlsleben und ihr Agieren einen recht guten Einblick erhält. Aber es werden auch kurze Kapitel aus der Sicht des Monday Clubs eingeführt. Diese sind recht kryptisch und nebulös gehalten, sodass man mit rätselt, was hinter all dem eigentlich steckt und was verheimlicht werden soll. Durch diesen kleinen Einblick in den Monday Club wird die Spannung zusätzlich hoch gehalten. Viele offene Fragen aus dem ersten Teil werden aufgegriffen und weiter gesponnen. Die Frage, was plant der Monday Club und was sind dessen Absichten steht permanent im Raum. Aber auch neue Fragen werden aufgeworfen und so langsam verzweifelt man mit Faye, was wohl der Monday Club treibt, warum sie so wichtig ist und was es mit ihrer Krankheit eigentlich auf sich hat. Immer mehr gerät Faye in eine aussichtslose Lage, welche für ein Mädchen in ihrem Alter wirklich nicht alleine zu bewältigen ist. Sie gerät in einen gefährlichen Strudel, bei dem sich einfach nicht mehr weiß, wem sie eigentlich trauen soll und wem sie gegenüber sie aufpassen sollte, sowohl in ihrem Verhalten als auch in ihren Aussagen. So kommt es, dass sich Faye ihren Freunden anvertraut und zusammen versuchen sie, diese ganze Lage zu entknoten und Licht in Fayes Situation zu bekommen. Hierbei werden ihre Freunde kurz in die Geschichte mit eingebunden, wobei sie meiner Meinung nach nicht weiter thematisiert werden. Sie wirken auf mich noch recht blass, bis auf ein paar Fähigkeiten weiß man nicht über sie. Allein Luke erhält etwas mehr Raum, auch erfahren wir etwas über seine Vergangenheit und seine Beziehung zu seinem Vater. Dennoch hätte ich gerne mehr gewusst. Die Nebencharaktere könnten durchaus interessant sein, leider wird ihnen nicht allzu viel Raum in diesem Buch gewährt, eine wirkliche Entwicklung dieser Charaktere ist nur nebenbei oder kaum bemerkbar. Faye hält sich für ihre Lage eigentlich recht gut, dennoch war mir ihre weinerliche Art manchmal einfach zu viel. Zu oft wurde beschrieben, wie aussichtslos ihre Lage doch ist, dass sie nicht weiter weiß und dass sie niemand vertrauen kann. Ihre Verzweiflung ist wirklich gut spürbar, dennoch war mir ihre Art manchmal einfach zu viel.
Die finale Szene ist fulminant gestaltet, doch manchmal wirkte sie auf mich zu chaotisch und somit auch undurchsichtig. Der Cliffhanger in „Monday Club – Der zweite Verrat“ ist wirklich böse gehalten, sodass man als Leser am liebsten sofort wissen möchte, wie es mit Faye weitergeht.
Im Anhang sind die wesentlichen medizinischen Begriffe erklärt wurden. Auch eine hilfreiche Karte ist dem Buch beigefügt wurden.

Alles in allem konnte mich „Monday Club – Der zweite Verrat“ von Krystyna Kuhn nicht uneingeschränkt überzeugen. Dies liegt vor allem daran, dass mir zu viele Fragen nicht beantwortet wurden sind, jedoch ständig neue aufgewirbelt werden. Auch konnte mich die Protagonistin Faye nicht gänzlich von ihrer Art überzeugen. Daher vergebe ich 3 Sterne.

Der zweite Verrat / Monday Club Bd.2 - Krystyna Kuhn
Der zweite Verrat / Monday Club Bd.2
von Krystyna Kuhn
(41)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,99

 
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