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Caren Lückel aus Bad Berleburg

Gesamte Bewertungen 72 (ansehen)


Meine Bewertungen

Ich bin dann mal veg!

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 11.05.2016

Stefano hat eine Mission: Er möchte den Jakobsweg vegan erleben und dabei für den veganen Lebensstil werben. In diesem Zusammenhang ist es ihm wichtig, auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen, das durch den Konsum von Fleisch und Wurst aber auch von Milch und Co. entsteht.
Das Buch "Stay true and never give up" oder auch "Ich bin dann mal veg!(an)" erzählt in Tagebuchform und liest sich herrlich flüssig. Es ist sehr unterhaltsam und stellenweise witzig geschrieben, man erahnt aber auch die Strapazen, die der Autor auf sich genommen hat. Sowohl körperlich als auch psychisch wird ihm alles abverlangt.
Zu Anfang des Buches geht er auf seine Vergangenheit ein. Schwerkrank und kriminell war er kurz davor, als Frührentner zu enden. Er wird "Straight Edger" (d.h. er verzichtet auf sämtliche Rauschmittel wie z. B. Drogen uns Alkohol) und ernährt sich nur noch vegan. Dadurch hat er das Ruder rumgerissen und ist in der Lage, die Strapazen des Jakobsweges auf sich zu nehmen.
Es wird dem Leser sehr einfühlsam und keineswegs dogmatisch nahegebracht, wie sehr die konventionelle Ernährung den Tieren und auch unserer Umwelt Schaden zufügt. Dass man vegan auch sehr lecker essen kann uns das sogar auf dem Jakobsweg möglich ist, belegt Stefano durch viele Rezepte, die das Buch beinhaltet.
Viele schöne Fotos vermitteln uns einen Eindruck der herrlichen Landschaft Spaniens.
Er gibt uns auch Einblicke in sein "Gedankenkarussell", das ihn auf seinen kräftezehrenden Wanderungen begleitet. Das war bestimmt nicht weniger anstrengend als die körperlichen Strapazen.
Hut ab vor dieser Leistung!
Danke, dass wir an diesen Erlebnissen teilhaben durften.
Ich kann dieses Buch nur uneingeschränkt empfehlen.

Stay true and never give up ... - Stefano Vicinoadio
Stay true and never give up ...
von Stefano Vicinoadio
(2)
Buch (Taschenbuch)
24,99

Eine schmerzhafte Reise in die Vergangenheit

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 10.05.2016

Inhalt:
Elena Akelei Schulze führt ein langweiliges, spießiges, kinderloses Leben an der Seite ihres ungeliebten Mannes Hermann. Sie ist Mitte 30 und ohne Perspektiven. An einem ganz normalen Tag sieht sie in einer Schaufensterscheibe das Spiegelbild ihrer Jugendliebe. Komischerweise ist er nicht gealtert, er ist immer noch jungendlich, sowie damals, als er auf einmal verschwand. Spontan macht sie sich auf und folgt ihm, begleitet wird sie von einem Huhn, das sie eigentlich abends in Rotweinsoße zubereiten sollte und das im Laufe der Geschichte zu einer "Freundin" wird und eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Johann Fin Paul Smith hat gerade die Schule abgeschlossen und besucht auf einer Europareise sein Heimatdorf. Er entdeckt einen Grabstein mit seinem Namen und seinem Geburtsdatum. Ein Pfarrer überreicht ihm eine mysteriösen Koffer. Das ist erst der Anfang einer abenteuerlichen Reise zu seinen Wurzeln. Er macht sich auf, seine Vergangenheit zu enträtseln, Akelei und das Huhn folgen ihm.

Meine Meinung:
Für mich war es das erste Buch dieser Autorin. Anfangs kam mir die Geschichte sehr surreal und mysteriös vor, im Laufe des Geschehens haben sich dann aber sämtliche Knoten entwirrt und alles war auf einmal logisch.
Akelei hat eine sehr behütete Jugend erlebt. Nach außen hin war alles perfekt. Was allerdings hinter der sehr heilen Fassade passiert ist, war teilweise so schrecklich, dass es aus ihrer Erinnerung verschwunden ist. Auf dem Weg, den sie mit Johann geht, findet sie immer mehr Puzzlestücke,die das Bild ihrer Vergangenheit wieder vervollständigen. Durch die Dinge, die Johann aus dem Koffer holt, kommen nach und nach die Erinnerungen zurück. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse, die Lücke zwischen der Vergangenheit und de Gegenwart wird geschlossen.

Johann wirkt mit seinen 18 Jahren fast gefestigter und erwachsener als Akelei. Er hat ein Ziel und verfolgt es ohne wenn und aber. Obwohl ihm Steine in den Weg gelegt werden, bleibt er dabei.

Die Erzählung wechselt ständig zwischen zwei Perspektiven: einmal erleben wir die Geschichte aus Johanns Sicht, dann wieder erzählt Akelei. Sie arbeitet ihre Vergangenheit in Träumen auf. Dadurch lernt man die junge Akelei kennen und es kristalliert sich heraus, wie sich durch das nochmalige Erleben der Vergangenheit ihre Persönlichkeit verändert und sie vom "grauen Mäuschen" zu einer Frau wird, die weiß, was sie will.

Der Schreibstil von Antonia Michaelis gefällt mir sehr gut. Sie schreibt sehr poetisch mit herrlichen Metaphern! Manchmal habe ich Tränen gelacht, manchmal auch welche geweint.

Die Protagonisten sind sehr authentisch dargestellt! Gerade in Akelei konnte ich. Ich gut hineinversetzen und habe mit ihr gehofft und gelitten. Auch die "Nebenrollen" sind toll besetzt, jeder Charakter hat mich überzeugt. Selbst das Huhn wird zu einer authentischen Persönlichkeit.

Fazit:
In diesem Buch ist Krimi, Liebe, Humor und Psychologie enthalten, von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Michaelis, A: Allee der verbotenen Fragen - Antonia Michaelis
Michaelis, A: Allee der verbotenen Fragen
von Antonia Michaelis
(6)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99

Spannung garantiert

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 10.04.2016

Inhalt:
Ein junger Mann wird brutal gefoltert und stirbt dabei. Drei Täter sind daran beteiligt, einer davon wird vom schlechten Gewissen gequält. Die Leiche wird in einem Waldstück gefunden, verpackt in Müllsäcke und ohne Hände und Zunge. Das ruft Kommissarin Anna Benz und ihre Kollegen Markus Hauer auf den Plan. Schnell stecken die beiden mitten drin in dem Fall, der aus dem beschaulichen Schwabenländle bis nach München führt. Der Tote wird identifiziert, er ist IT-Spezialist und als solcher nicht nur legal tätig. Schnell rückt auch "bluebottle" in den Fokus der Ermittlungen, auch er (oder sie) ist im "darknet" unterwegs. Die Kommissare tappen im Dunkeln, sowohl Motiv als auch Täter sind völlig unklar. Je weiter die Ermittlungen vorankommen, desto verworrener wird das Ganze. Aber am Ende wir das Knäuel entwirrt.

Meine Meinung:
"Die Fliege" ist der zweite Fall für Anna und Markus. Sie arbeiten besser zusammen als beim ersten. Natürlich nehmen die Ermittlungen in dem Mordfall den Großteil des Buches ein, aber auch das Privatleben der beiden kommt nicht zu kurz.
Anna und ihr Mann Jens sind sehr sympathisch und führen eine harmonische, liebevolle Ehe. Annas Bruder, der sie früher schon gequält hat, versucht, ihr das Leben schwer zu machen. Ihren leiblichen Vater lernt sie endlich persönlich kennen.
Markus bandelt mit Annas Freundin und Kollegin Bea an, ich bin gespannt, ob und wie die Beziehung im nächsten Band weitergeht.

Beim Lesen merkt man, dass Silvia Stolzenberg sehr gut recherchiert hat. Die Arbeit bei der Polizei stellt sich etwas anders dar, als man das vom Fernsehen kennt. Die Obduktion einer Leiche ist sehr anschaulich beschrieben, ich war dankbar, dass ich es nur lesen musste und nicht wirklich dabei war.

Was das Thema Internetkriminalität angeht, war ich erstaunt und auch entsetzt, was möglich ist und leider auch oft zu kriminellen Zwecken genutzt wird.

Das Buch liest sich sehr gut und flüssig. Die Spannung steigt ständig an. Als Leser kennt man die Täter, aber das Motiv bleibt offen. Man tappt bis zum Ende im Dunklen.

Fazit:
Ein sehr spannender, gut recherchierter Krimi, absolute Leseempfehlung! Ich freue mich schon auf den nächsten Fall für Anna Benz und Markus Hauer!

Die Fliege - Silvia Stolzenburg
Die Fliege
von Silvia Stolzenburg
(12)
Buch (Taschenbuch)
12,95

Unfassbar, wozu der Mensch fähig ist!

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 05.04.2016

Inhalt:
DI Collin Brown wird zu einem auf den ersten Blick unspektakulären Unfall gerufen. Ein LKW ist in ein Haus gerast. Der Fahrer ist verletzt, aber nicht schlimm. Bei der Untersuchung des Unfallortes findet die Polizei das Skelett eines Babys. Es stellt sich heraus, dass es eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Zu allem Überfluss wird bei den weiteren Ermittlungen ein weiteres ermordetes Baby gefunden. Die Familie Hattonfield, die das Anwesen früher bewohnt hat, rückt in den Fokus der Ermittlungen und es tun sich Abgründe auf.......

Meine Meinung:
Iris Grädler hat nach "Meer des Schweigens" einen weitern Roman um DI Collin Brown und sein Team geschrieben. Wieder gibt es mehrere, scheinbar völlig zusammenhanglose Handlungsstränge, die sich im Laufe der Geschichte verbinden. Die Umstände, die zum Tod der Babys geführt haben, lassen den Leser an der Menschheit zweifeln. Man fragt sich, ob und wie Menschen dazu fähig sind! 
Die Lebensumstände der Personen im Umfeld der Familie Hattonfield werden dermaßen düster und grausam beschrieben, dass es mir des Öfteren eine Gänsehaut über den Rücken gejagt hat. Gut, dass es als Kontrastprogramm das Ermittlerteam gibt! Herrlich "normale" Menschen mit einem "normalen" Leben, deren Ironie und Sarkasmus mich oft zum Schmunzeln gebracht haben. 

Der Schreibstil von Iris Grädler gefällt mir sehr gut, obwohl ich normalerweise kein Freund von mehreren Handlungssträngen bin. In diesem Fall hat es mich aber nicht gestört - im Gegenteil, ich war gefesselt und fasziniert. Oft gibt es "Cliffhanger" am Kapitelende, so dass man einfach weiterlesen MUSS.

Gespannt warte ich nun auf den nächsten Fall für DI Collin Brown. 

Fazit:
"Am Ende des Schmerzes" ist ein fesselnder, absolut empfehlenswerter Krimi. Allerdings nicht für zart besaitete Gemüter.

Am Ende des Schmerzes - Iris Grädler
Am Ende des Schmerzes
von Iris Grädler
(8)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Kinderwunsch mit tödlichen Folgen

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 13.03.2016

Inhalt:
Johanna wird auf dem Friedhof von einer wildfremden Frau angesprochen. Sie soll für die Unbekannte ein Kind austragen. Johanna lehnt ab. Kurz darauf wird die Fremde ermordet aufgefunden. Johannas Geschichte ist für die Polizei erst unglaubwürdig, im Laufe der Ermittlungen stellt sich jedoch heraus, dass Johanna nicht zufällig als potentielle Leihmutter ausgewählt wurde. Der Grund dafür und für den Mord liegt in der Verganganheit.

Meine Meinung:
Das Buch ist von der ersten Seite an fesselnd geschrieben. Das heikle Thema künstliche Befruchtung wird sehr sensibel und gut recherchiert angegangen. Die Protagonisten sind sehr überzeugend beschrieben, sympathisch oder eben nicht. Der Leser wird mit hineingenommen in Freundschaften und Familien, die fast zerbrechen am unerfüllten Kinderwunsch. Der Wunsch nach einem Kind kann eine Frau oder ein Paar bis fast in den Wahnsinn treiben.....
Wie man das bei Petra Johann kennt, ist die Handlung sehr spannend und bringt immer wieder überraschende Wendungen. Ich habe bis zum Schluss gerätselt, wer der Mörder / die Mörderin sein könnte - und dann gibt es doch ein unerwartetes Ende. "Der Preis für kein Kind" ist so ein Buch, das man am liebsten in einem Rutsch durchlesen würde. Es lässt sich schwer aus der Hand legen.

Fazit:
Ein absolut lesenswertes Buch! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Der Preis für kein Kind - Petra Johann
Der Preis für kein Kind
von Petra Johann
(3)
eBook
5,99

Eingeholt von der Vergangenheit

Caren Lückel aus Bad Berleburg , am 20.12.2015



Das Buch beginnt wie fast jeder Krimi - mit einem Mord. Eine Frau wir tot aufgefunden, erschlagen mit einer Axt. Das Ermittlerteam um Charlotte (Charly) Rumor trifft dieser Mord wie ein Schlag in den Magen. Der Axtmörder hat wieder zugeschlagen! Das letzte Mal hat er vor drei Jahren getötet, außerdem gehen noch zwei Morde auf sein Konto - falls es sich um einen Serienmörder handelt....
Bei dem Mord vor drei Jahren ist irgendetwas passiert, was Charly heute noch beschäftigt und was dazu geführt hat, dass Mick nicht mehr im Team arbeitet.
Die Ermittler arbeiten auf Hochtouren! Verdächtige lassen sich finden. Leider aber weder Beweise noch Motive. Das Buch endet natürlich mit der Aufklärung der Verbrechen - das Ende ist so überraschend wie erschreckend


Das Buch hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Petra Johann schreibt sehr fesselnd! Die Kapiteln wechseln zwischen dem aktuellen Fall und den zurückliegenden Morden, das ist aber keinesfalls verwirrend.
Die Ermittler - Charly, Benny, Frank und Mick - sind sehr sympathisch. Dass man Einblick in ihr Privatleben bekommt, macht sie noch menschlicher. Letztlich lässt sich das Privatleben nicht von den Fällen trennen. Ich habe mitgefiebert und bis zum Schluss mitgerätselt. Am Ende des zweiten Drittels war für mich ein Höhepunkt erreicht, da dachte ich, ab jetzt plätschert es so dahin bis zum Ende. Weit gefehlt, es wurde noch spannender! Der aufmerksame Leser wird mit scheinbar unwichtigen Andeutungen konfrontiert, die später von Bedeutung sind. Wenn man das Buch ein zweites Mal liest und ja schon weiß, wie es endet, findet man bestimmt noch mehr solcher Informationen. Das Ende ist unerwartet und ein bisschen grausam, aber es passt.

Ein tolles Buch, uneingeschränkt zu empfehlen. Für mich der beste Krimi, den ich seit langem gelesen habe.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Schatten der Schuld - Petra Johann
Schatten der Schuld
von Petra Johann
(8)
Buch (Taschenbuch)
9,99

 
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