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meggie aus Mertesheim

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Meine Bewertungen

die etwas andere Talentshow

meggie aus Mertesheim , am 01.05.2019

Die 16jährige Anna macht zusammen mit ihren besten Freunden Sarah und Benny bei dem Talentwettbewerb an der Schule mit. Auch der Mädchenschwarm Elias sowie der Sohn des Direktors, Lukas sind ebenfalls mit dabei. Doch die Talentshow läuft nicht so ab, wie gewohnt. Die Teilnehmer müssen verschiedene Aufgaben lösen, um eine Runde weiter zu kommen. Anna versucht herauszufinden, warum Frau Hiller, die die Talentshow leitet, solche Aufgaben stellt. Dabei kommt sie auch Elias näher, der ebenfalls die Show hinterfragt. Schon bald merken alle, dass die Show sie an ihr äußerstes der Vorstellungskraft bringt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Annas und Elias Sicht erzählt. Dabei lernen wir die beiden Charaktere sowie ihre Gefühle, Ängste und Sorgen immer näher kennen.

Die Schreibweise der Autorin ist packend, allerdings wird mir alles etwas zu schnell abgehandelt. Anna und die weiteren Teilnehmer an der Show hinterfragen zwar die Angelegenheiten, lassen sich aber trotzdem dazu hinreißen, alles genauso zu machen, wie es ihnen von Frau Hiller - der Leiterin der Show - vorgeschrieben wird. Gefährliche Situation werden zwar diskutiert, jedoch dann so abgetan, als wäre nichts passiert bzw. abgeschwächt dargestellt.

Zwar wird am Ende alles aufgeklärt und es deutet auch viel auf einen zweiten Teil hin, doch bleiben mir einfach zu viele Fragen offen. bzw. einiges wird unvollständig aufgeklärt. Auch wurde es mir am Ende etwas zu fantastisch. Kurz gesagt: Das Ende passte einfach nicht zum Rest der Geschichte.

Die Idee an sich fand ich sehr interessant. Diese ist auch sehr ausbaufähig, was - wie oben erwähnt - vielleicht mit einem zweiten Teil abgehandelt werden könnte.

Anna und ihre Freunde sind sehr sympathisch. Sie haben ihre Ecken und Kanten, ihre Fehler, aber alle werden menschlich dargestellt. Einzig Benny blieb mir etwas blass und zu sehr von einer realen Person abgekupfert.


Meggies Fussnote:
Toller Ansatz, gute Umsetzung, unfertiges Ende.

Ein alter Hut - Ann-Kathrin Karschnick
Ein alter Hut
von Ann-Kathrin Karschnick
(14)
Buch (gebundene Ausgabe)
14,95

Solide, mit kleinen Längen

meggie aus Mertesheim , am 01.05.2019

Timo ist gerade 17, als er einen Unfall mit seinem Motorroller hat. Das schwere Schädelhirntrauma fesselt ihn monatelang ans Bett. In der Marktwaldhof-Klinik soll er eine Reha beginnen, um vor allem wieder laufen und sprechen zu lernen. Schon in der ersten Nacht dort merkt Timo, dass etwas nicht stimmt. Sein Zimmerkollege liegt im Koma, doch nachts verlässt er das Bett und später hinaus bedroht er Timo sogar. Timo kann sich jedoch nicht mitteilen. Bis auch er nachts plötzlich richtig laufen kann. Kurze Zeit später bemerkt Timo noch weitere Veränderungen an sich, die er sich jedoch nicht erklären kann.

Als ehemalige Medizinjournalistin bewegt sich die Autorin in einem gewohnten Umfeld, was die vorliegende Story betrifft.
In ihrem gewohnt packenden Schreibstil erzählt die Autorin die Geschichte von Timo.

Bei einem Unfall verletzt sich Timo schwer. Ein Schädelhirntrauma fesselt ihn ans Bett: Seine Sprachfähigkeit ist stark eingeschränkt, seine motorischen Fähigkeiten ebenso. Ein Reha-Aufenthalt in der Marktwaldhof-Klinik soll ihn wieder fit machen. Doch Timo merkt dort bald, dass etwas nicht stimmt.

Und dieses "Etwas" enthüllt sich nach und nach. Zusammen mit weiteren Klinikpatienten findet Timo immer mehr heraus. Wird aber gleichzeitig auch bedroht, falls er seine Nachforschungen nicht einstellt.

MIt Timo herauszufinden, was genau in der Klinik vor sich geht, ist eine spannende Reise. Allerdings hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Autorin die Geschichte etwas in die Länge zieht. Es wiederholt sich einiges und Timo stellt sich auch teilweise etwas naiv an. Er hätte so einige Möglichkeiten gehabt, sich gegenüber seinen Mitpatienten oder den Pflegern und Ärzten mitzuteilen.

Trotzdem war es ein interessanter Ansatz, der von der Autorin hier verfolgt wurde. Sich vorzustellen, dass die beschriebene Art von Technologie bzw. diese Art medizinischer Fortschritt möglich sein könnte, war faszinierend.

Das Ende hat mir persönlich nicht so gut gefallen, da es mir zu plötzlich kam und auch keine weiteren Nachfragen von Außenstehenden stattfanden.

Meggies Fussnote:
Ein spannender und solider Thriller mit allerlei Wendungen, aber auch kleinen Längen.

Thalamus - Ursula Poznanski
Thalamus
von Ursula Poznanski
(114)
Buch (Paperback)
16,95

Arthur Conan Doyle

meggie aus Mertesheim , am 01.05.2019

Bei einem Treffen der Sherlockianer wird Harold als jüngstes Mitglied in den Club aufgenommen. Kurz darauf wird Harold in einen Mordfall verwickelt. Alex Cale, ein weiteres Mitglied des Clubs, will das verloren geglaubte Tagebuch des Arthur Conan Doyle gefunden haben. Harold glaubt, dass er deswegen ermordet wurde. Nur von wem? Zusammen mit der Journalisten Sara versucht er, den Mord ganz Sherlock-Holmes-like aufzuklären.
In der Vergangenheit hat Arthur Conan Doyle gerade Sherlock Holmes sterben lassen und jagt nun - ganz wie sein Alter Ego - einen Serienmörder, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Zusammen mit Bram Stoker sucht er nach Hinweisen und stößt dabei auf immer mehr Ungereimtheiten, die mit ihm selbst zu tun haben.

Ein ungewöhnliches Buch - dies muss ich von vornherein erwähnen. Denn es ist eine Mischung aus Biographie, Krimi und historischen Begebenheiten. Und genau das hat das Buch zu etwas Besonderem gemacht.

Doyle, der als Schriftsteller in London sehr bekannt ist, macht den "Fehler", sein Alter Ego Sherlock Holmes den Reichenbachfall herunterstürzen zu lassen und wird dafür von den Londoner Bürgern mit Beleidigungen bestraft. Arthur kann dies gar nicht verstehen, wollte er sich doch nur von der verhassten Figur Holmes befreien und endlich andere Geschichten schreiben.

Als er in einen Mordfall reingezogen wird, macht er sich mit Freude an die Aufklärung. Dabei bekommt er tatkräftige Unterstützung von seinem Freund Bram Stoker.
Bram war nicht der einzige bekannte Autor, den Doyle zu dieser Zeit kann. Auch Oscar Wilde gehörte zum engeren Bekanntenkreis. Aber auch Houdini war ein Freund des Schriftstellers.

In einem anderen Strang lernen wir Harold kennen. Er ist jung, ein großer Sherlock Holmes bzw. Arthur Conan Doyle-Fan und gerade als jüngstes Mitglied bei den Sherlockianern aufgenommen worden. Am nächsten Morgen ist er schon einen Mordfall verwickelt. Und macht sich an die Aufklärung, wobei er zeitweise fast schon besessen davon ist, genau wie Sherlock Holmes an die Angelegenheit herangehen zu müssen.
Harold bekommt Unterstützung von der Journalistin Sara, seine persönliche Dr. Watson.

Und so erleben wir in zwei Zeitsträngen die Suche nach verschiedenen Mördern. Dabei können wir allerlei Parallelen ziehen, den Doyle und Harold sind gar nicht so verschieden.

Der Witz - gerade im Strang von Doyle - kommt dabei nicht zu kurz. Doyle und Stoker sind sehr gute Freunde und genauso verhalten sie sich auch. Kabbeleien, Unterstützung, Sarkasmus und eine gesunde Portion Realität.
Aber auch Harold hat gerade sich gegenüber eine sarkastische Ader.
Dies ist genau mein Humor.

Ich hatte unheimlich viel Spaß beim Lesen, was auch daran lag, dass ich Arthur Conan Doyle so sympathisch fand und auch Harold die groben Züge des Sherloch Holmes-Erfinders in sich trug. So kam kein Moment der Langeweile auf. Im Gegenteil, ich hätte noch gerne viel mehr über die beiden gelesen.

Das Ende war sehr gut gelöst und es fanden sich noch rührende Worte für den Mann, der Sherlock Holmes tötete.

Meggies Fussnote:
Zwei Mordfälle, zwei Ermittler - ein Herz.

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete - Graham Moore
Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
von Graham Moore
(33)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00

eine Reise in die Vergangenheit

meggie aus Mertesheim , am 01.05.2019

Peggy Sue flieht nach dem Mord an ihrem Freund aus der Stadt und kehrt erst Jahre später zurück. Als Privatdetektivin verdient sie nun ihren Unterhalt. Sie bekommt ein ungewöhnliches Angebot ihrer Tante Toni. Sie soll eine Zeitreise durchführen und zurück ins Jahr 1989 springen, um dort den Mord an ihrem Freund aufzulösen. Peggy Sue stellt sich dieser Herausforderung und stößt dabei auf etliche Ungereimtheiten.

Zu Anfang muss ich sagen, dass mich der Klappentext erst einmal an den Film "Peggy Sue hat geheiratet" erinnert hat. Beim Lesen des Buches habe ich zwar ein paar Parallelen entdeckt, ansonsten ist es aber eine gute Zeitreisestory, versetzt mit Spannung und Intrigen.

Der Geschichte hätten ein paar Seiten mehr gut getan, Durch die Kürze bleibt wenig Zeit für Erklärungen, so muss man sich einiges doch selbst zusammenreimen bzw. es wird kurz abgehandelt und evtl. Fragen werden nicht beantwortet.

Trotzdem ist Spannung vorhanden. Innerhalb weniger Seiten wird erklärt, warum Peggy Sue aus der Stadt geflohen ist und warum sie sich nun auf das Angebot ihrer Tante einlässt.

Die Autorin erzählt in gewählten Worten die Geschichte von Peggy Sue, zu Anfang gespickt mit Rückblicken wird - nach der Zeitreise - natürlich die ganze Mord-Angelegenheit nochmals von Peggy Sue durchgestanden. Peggy an sich bleibt da sehr gefasst, als hätte sie eine Mauer aufgebaut, durch die nichts mehr durchdringen kann. Sie geht rational an die Sache heran, versucht durch gezielte Fragen und Aktionen den Mord an ihrem Freund aufzuklären.
Manchmal wirkte sie sogar sehr gefühllos.
Dies machte mir Peggy nicht sehr sympathisch, erst gegen Ende konnte ich mich etwas mit ihr zusammenraufen.

Die Idee der Geschichte fand ich wiederum sehr interessant. Auch die Herangehensweise an das Thema "Zeitreise". Wie es zu den Zeitreisen kommt, wurde sehr gut gelöst.

Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin fliegt man förmlich durch die Geschichte. Und ist man am Ende angekommen, schreit alles nach einem zweiten Teil. Ich denke, die Autorin hat sich bewusst ein etwas offeneres Ende ausgedacht, um sich diese Option möglich zu halten. Vielleicht wird es ja was...

Peggy Sue hat zwar nicht geheiratet, dafür aber ein Abenteuer der besonderen Art erlebt. Und den Grundstein für viele weitere Abenteuer gelegt.

Ich habe mich am Anfang des Buches gefragt, wie denn der ungewöhnliche Titel des Buches entstanden ist. Im Laufe der Geschichte wird dies natürlich aufgeklärt und es hat mich sehr gefreut, dass verschiedene Stränge der Geschichte sich letztendlich in einem vereinen und so ein harmonisches Bild liefern.

Meggies Fussnote:
Eine interessante Geschichte mit interessanten Charakteren. Leider etwas zu kurz.

Twilight Zoo - Jutta Ehmke
Twilight Zoo
von Jutta Ehmke
(1)
Buch (Taschenbuch)
12,95

Zamonien ist immer eine Reise wert

meggie aus Mertesheim , am 22.04.2019

Der Buchling Hildegunst Zwei, benannt nach dem bekannten Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, erfährt von dem Bücherdrachen Nathaviel, der im Ormsumpf leben soll. Er macht sich auf, den Drachen zu finden. Denn wenn er diese Mutprobe besteht, wird er in den Geheimbund der "Klassiker" aufgenommen und zu einem Ormling. Gefunden ist der Sumpf sehr schnell, doch kann Hildegunst Zwei es gar nicht glauben, dass der Drache wirklich existiert. Wenn er ihn jedoch findet, hat er eine Frage an ihn, denn angeblich weiß der Drache die Antwort auf jede Frage der Welt.

Walter Moers ist der Meister der Worte und zeigt dies in seinem neuesten Werk wieder ganz deutlich.

Zu Anfang des Buches wird uns im Comic-Stil erst einmal der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz gezeigt. Er träumt und trifft dabei auf den Buchling Hildegunst Zwei. Der Buchling ist deswegen nach dem Lindwurm benannt, da Hildegunst Zwei sämtliche Werke von Mythenmetz auswendig aufsagen kann.

Hildegunst Zwei aber erzählt dem Lindwurm eine Interessante Geschichte über den Bücherdrachen Nathaviel, der tief in den Katakomben im Ormsumpf lebt.

Natürlich erzählt Hildegunst Zwei nicht einfach nur. Nein, er entführt einem in eine spannende Geschichte, in der es um Leben und Tod geht. Dabei steigert er sich soweit in die Geschichte hinein, als würde er sie in seinem Inneren nochmals selbst durchleben.

Wir spazieren förmlich in den Katakomben, wir entdecken Unentdecktes, wie lesen, reden, fühlen und ängstigen uns. Wir wandern auf unbetretenen Pfaden und verstricken uns in Geschichten, die vor Fantasie so strotzen.

Zamonien fasziniert mich ungemein. Ich liebe es, mich in dieser Welt zu bewegen, sei es ober- wie auch unterirdisch. Die vom Autor geschaffenen Geschöpfe sind einzigartig.

Diesmal lernen wir eben einen Buchling näher kennen. Schon in "Die Stadt der träumenden Bücher" kommen wir mit diesen seltsamen Kreaturen in Kontakt. Buchlinge sind harmlos. Ihr ganzes Leben richten sie nach dem Schriftsteller oder Dichter aus, den sie verehren. Selbst etwas zu schreiben, kommt ihnen nicht in den Sinn.

Aber es gibt natürlich Ausnahmen. So wie Hildegunst von Mythenmetz, der Lindwurm, schon etwas außergewöhnliches ist, ist auch sein kleiner "Zwilling" Hildegunst Zwei anders als die anderen. Mutig und stur, neugierig und tapfer. Aber auch leicht naiv, wenn es um gefährliche Dinge geht.

Die Wortspielereien kommen diesmal nicht so sehr zur Geltung. Zwar gibt es den Bücherdrachen, den Ormsumpf und noch einige weitere Dinge, die uns neu sind, doch so richtig spielt der Autor eher mit den Fremdwörtern, die vor allem der Drache einem um die Ohren wirft.

Wieder mal ist das Buch viel zu kurz. Auf nur 164 erzählt der Autor von dem Buchling und seiner Begegnung mit dem Bücherdrachen. Die restlichen Seiten sind der Leseprobe zu dem nächsten Buch des Autors "Die Insel der 1000 Leuchttürme" gewidmet. Dies wird ein sog. Briefroman und verspricht eine weitere faszinierende Geschichte.

Meggies Fussnote:
Zamonien ist immer wieder eine Reise wert.

Der Bücherdrache - Walter Moers
Der Bücherdrache
von Walter Moers
(20)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

Hexenverfolgung vor der Kulisse des 30jährigen Krieges

meggie aus Mertesheim , am 22.04.2019

Aenlin Kane und die Mystikerin Tahmina reisen nach Hamburg, um dort das Erbe Aenlins anzutreten. Durch einen ungünstigen Zufall wird jedoch der, der das Erbe verwahrt, im Duell getötet. Aenlin muss nun einen Auftrag der West-Indischen Compagnie annehmen, um den Nachlass ihres Vaters Solomon Kane zu erhalten. Zusammen mit einer Söldnertruppe reisen sie nach Bamberg, um dort fünf Personen abzuholen. Mitten in den Wirren des 30jährigen Krieges und anstehenden Hexenprozessen schlagen sie sich durchs Land, nur um herauszufinden, dass größere Mächte am Werk sind. Aenlin und vor allem Tahmina müssen sich dämonischen Mächten stellen, die ganz Europa in den Abgrund ziehen wollen.

Wo Heitz draufsteht, ist auch Heitz drin. So auch diesmal. Denn Geschichte wird lebendig. Der 30jährige Krieg gibt eine gute Kulisse ab. Die Hexenprozesse als Hintergrund führen uns in ein mystisches Abenteuer mit allerlei interessanten Charakteren.

Allen voran Aenlin, die wohl interessanteste Person der Geschichte. Als Tochter des Solomon Kane hat sie natürlich ein legendäres Erbe anzutreten. Aber Aenlin ist so viel mehr. Dies zeigt sich im Laufe der Geschichte.

Aber auch Tahimina, eine persische Mystikerin, spielt eine tragende Rolle. Ihre Macht ist groß und ich gehe von aus, dass noch sehr viel mehr in ihr steckt.

Die Geschichte steigert sich stetig, denkt man am Anfang noch, dass alles eigentlich nur ein einfacher Job für Aenlin und Tahmina ist. Fünf Personen in Bamberg abholen und nach Hamburg bringen. Klingt einfach.
Doch so einfach ist es nicht, denn wenn man bedenkt, in welcher Zeit die Geschichte spielt, ergibt sich ein großer Spielraum für allerlei Fantastisches.

Mich persönlich hat die Geschichte sehr in den Bann gezogen, aber ich mag auch Storys, in denen es um Hexen und Übernatürliches geht.

Zu Anfang der Kapitel gibt es Berichte aus Geschichtsbüchern, die den Schrecken des 30jährigen Krieges zeigen. Mord, Totschlag, Hexenverfolgung waren an der Tagesordnung. Grausame Geschehnisse, die von Zeitzeugen aufgeschrieben wurden.

Auch Anspielungen zu anderen Büchern des Autors habe ich gefunden. So z. B. zu den Büchern "Ritus/Sanctum" oder zu "Des Teufels Gebetbuch". Die Söldner spielen nämlich ein Kartenspiel, welches uns wohl bekannt ist. Das Pik Ass spielt dabei eine wichtige Rolle.

Und es gibt natürlich noch ein kleines Schmankerl. Denn im Herbst 2019 erscheint noch das passende Musikalbum zu dem Buch. Zusammen mit Blind Guardian wurde nämlich eine Art "Fortsetzung" geschrieben. Auf diesem Album erzählt die deutsche Metallband quasi die Geschichte von Nicolas, einem der Söldner.
Eigentlich bin ich ja kein Metall-Fan, aber ich glaube, in das Album muss ich dann mal reinhören.

Meggies Fussnote:
Hexenverfolgung vor der Kulisse des 30jährigen Krieges.

Die dunklen Lande - Markus Heitz
Die dunklen Lande
von Markus Heitz
(7)
Buch (Paperback)
16,99

würdest Du deine Zukunft kennen wollen?

meggie aus Mertesheim , am 22.04.2019

Gesine Nowack verschlägt es nach dem Tod ihrer Mutter nach Irland zu ihrer Tante. Doch kaum in Blackwood angekommen, möchte Ge wieder zurück nach Wien. Alles ist fremd, keiner versteht sie. Die Trauer ist einfach zu groß.
Doch plötzlich gibt es einen Grund, in Blackwood zu bleiben. Arian, der Erbe des Butterimperiums. Aber auch die Geschichten, die man sich in Blackwood erzählt, ziehen Ge in den Bann.
Was hat es mit den Leprechauns im Garten ihrer Tante auf sich? Ist Arians Mutter wirklich eine Banshee? Und vor allem: Was ist das Geheimnis des großen Schreibtischs in Ges Zimmer? Wer schreibt die geheimnisvollen Briefe aus der Zukunft? Ist es wirklich Ges zukünftiges Ich?

Lange habe ich die Nachrichten der Autorin zu ihrem neuen Buch verfolgt. Sie hat früh angekündigt, dass sie ihr ganzes Herzblut in das Buch gesteckt hat, es für sie eine Herzenssache war, die Geschichte zu schreiben und was sie alles damit verbindet. Für mich ein Grund, das Buch zu lesen und mir ein Urteil darüber zu bilden.

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang sehr skeptisch war, vor allem, da es sich hier eher um eine Liebesgeschichte handelt, in welcher am Rande mystische Dinge passieren, die sich dann meistens auch noch ganz logisch erklären lassen. Doch mit der Zeit konnte ich mich in Ge reinversetzen.

Ge hat es nicht leicht. Ihre Mutter tot, der Umzug in ein fremdes Land, das Zurücklassen ihres alten Lebens. Doch es kommen Lichtblicke in Form von Mimi, der besten Köchin des Ortes, in Form von Sam, der Ge ein guter Freund wird, in Form von Arian, der Ge um den Verstand bringt und in Form von Briefen aus der Zukunft, die Ge sich selbst schreibt.
Moment, sich selbst schreibt? Wie das möglich ist, könnt ihr natürlich nachlesen, ich möchte hier nicht zu viel verraten.

Ge ist aber auch ein Tollpatsch. Sie tappt in jedes Fettnäpfchen, dass ihr im Weg liegt. Nicht nur, weil sie eher redet, als denkt, auch, weil sie eben schusselig ist.

Hier musste ich zeitweise laut auflachen oder den Kopf schütteln, wie Ge es mal wieder geschafft hat, sich in eine scheinbar ausweglose Situation zu reiten.

Trotz allem ist Ge jedoch sehr sympathisch, ebenso wie Arian, bei dem ich aber länger gebraucht habe, bis ich ihn nett fand. Zu Anfangs fand ich ihn hochnäsig und eitel, doch dann bekam ich einen Blick hinter die Fasse des Butterimperiums und zack, da hatte mich die Autorin.

Nur Sam blieb mir fremd. Ge findet in ihm einen guten Freund, allerdings einen, der kein Geheimnis für sich behalten kann. Dies hat Ge arg in Bedrängnis gebracht und sie hatte große Mühe, aus dieser Misere wieder herauszukommen.

Die Geschichte hat einen mystischen Touch. Irgendwie hat alles auf einen zweiten Teil hingedeutet und dann wurde plötzlich innerhalb von ein paar Seiten alles gelöst. Dies ging mir etwas zu schnell, vor allem, da man hier locker noch etwas mehr hätte draus machen können. Dies hat für mich leider die Geschichte etwas zerstört.

Die Autorin konnte jedoch mit ihrem Schreibstil punkten. Dieser war flüssig und packend.

Meggies Fussnote:
Was würdest Du tun, wenn Dein zukünftiges Ich Dir Briefe schreibt?

Blackwood - Britta Sabbag
Blackwood
von Britta Sabbag
(30)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,99

ein netter zweiter Teil

meggie aus Mertesheim , am 22.04.2019

Gwen kann sich Dank ihrer neuen Freundin Daphne endlich auf der Mythos Academy einleben. Sie gilt zwar für die meisten immer noch aufgrund ihrer Gypsy-Gabe als Freak, doch hat sie nun jemanden, mit dem sie reden kann. Es gibt aber immer noch Momente, in denen sie an die Geschehnisse der letzten Wochen erinnert wird. Vor allem, da sie sich verantwortlich für Jasmines Tod fühlt. Um sich abzulenken, lässt sie sich von Daphne überreden, mit auf den Winterkarneval zu fahren., obwohl sie sich lieber mit Comics und Süßigkeiten auf ihrem Zimmer verkriechen würde.
Doch kaum dort angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Nicht nur, dass sie ständig Logan über den Weg läuft, der sie hat ablitzen lassen, nein, auch ein Fenriswolf treibt sein Unwesen. Und dann ist da noch Preston, gutaussehend, charmant und an Gwen interessiert.

Der zweite Teil der Mythos Academy-Reihe überzeugt durch den Wortwitz der Überaus sarkastischen Hauptcharaktere Gwen. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, sagt, was sie denkt (auch den Lehrern gegenüber) und doch zieht sie sich immer wieder zurück und nimmt ihr Schicksal in Kauf.
Bis sie sich endlich dazu durchringt, selbst alles in die Hand zu nehmen und dafür zu sorgen, dass sich die Dinge aufklären.

Mir gefiel es nicht, dass Gwen manchmal in ihrem Selbstmitleid zerfließen wollte. Sie denkt von sich selbst schlecht, weil sie ohne Freunde und vor allem ohne Freund dasteht. Dabei übersieht sie, dass sie mit Daphne und deren Freund schon einen großen Anfang gemacht hat. Und auch viele andere scheinen Gwen einfach so zu mögen, wie sie ist. Für Gwen jedoch nicht ersichtlich, weil sie sich eben zu viele Gedanken macht.

Fast nebensächlich wirkt dabei die Story, die sich langsam zurechtspinnt. Gwen wird fast überfahren, mit Pfeilen beschossen und auch ein Fenriswolf ist ihr auf den Fersen. Doch statt sich mit ihren Freunden zu beraten und auch helfen zu lassen, beginnt sie auf eigene Faust zu recherchieren.

Aber dies gelingt ihr gar nicht so schlecht. Trotzdem wäre ein bisschen Hilfe ratsam gewesen und man hätte so aus mancher Situationen besser herauskommen können.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen, vor allem wenn es um Gwens Schlagfertigkeit ging. Manchmal wirkt diese Art jedoch auch sehr respektlos, gerade den Lehrern gegenüber. Doch zeigt dies auch die Courage, die in Gwen steckt.

Diesmal hat mir etwas das Übernatürliche gefehlt. Es war zwar vorhanden, doch nicht in dem Maße, in dem es im ersten Band vorkam. Ich bin auf den nächsten Teil gespannt und hoffe, dass dort wieder mehr auf mystisches, magisches oder mysteriöses gesetzt wird.

Alles in allem ist "Frostfluch" eine unterhaltsame Geschichte, wobei ich allerdings sagen muss, dass es für mich eher ein Buch zum Abschalten war. Viel Nachdenken muss man nicht, weil auch einiges sehr im Voraus ersichtlich ist. Trotzdem ist es interessant zu lesen, wie Gwen alles auflöst und welche Gefahren hinter jeder Tür lauern können.

Meggies Fussnote:
Ein netter zweiter Teil.

Frostfluch / Mythos Academy Bd.2 - Jennifer Estep
Frostfluch / Mythos Academy Bd.2
von Jennifer Estep
(47)
Buch (Paperback)
16,00

Der Teufel in einem anderen Licht

meggie aus Mertesheim , am 09.04.2019

Mephistopheles, kurz Mephy, regiert die Hölle und kümmert sich auch sonst nicht groß um sein Umfeld. Foltern steht an der Tagesordnung, ansonsten interessiert ihn nur gutes Essen und die Fernsehserien auf Hellflix. Doch mit der Zeit merkt Mephy, dass ihm etwas fehlt. Eine weibliche Begleitung, eine Frau für die Ewigkeit. Also bittet Mephy bei seinem Schöpfer um Urlaub und begibt sich nach Berlin, um dort die Frau seiner Träume zu finden. Gar nicht so leicht, wenn man egoistisch, zu ehrlich und ganz schön anspruchsvoll ist.

Nach "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens"; "Der Tod ist schwer zu überleben" und "Der Tod, der Hase, die Unsinkbare und ich", wollte ich nun mal weg von Geschichten über den Tod und habe mir nun "Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben" ausgesucht. Doch weg vom Tod kommt man nicht, denn hier geht es, tja eben um Tote bzw. deren Seelen.

Mephistopheles, kurz Mephy ist der Teufel und somit der Herr der Hölle. Sein Leben verlief die letzten 2000 Jahre recht gut, doch nun hat er Sehnsucht. Nach einer Frau, einer Lebensgefährtin, einer Vertrauen für die Ewigkeit. Also macht er sich zusammen mit seinem Diener Azazel auf nach Berlin und beginnt seine Suche. Unter kommt er dabei bei Klaus, einem Studenten, der zwar wenig begeistert ist, dass der Teufel bei ihm wohnt, aber aus Angst vor eben diesem (und auch seiner Freundin Suse), lässt er es gewähren.

Der Teufel ist aber gar nicht so, wie er uns von der Kirche vorgestellt wird. Im Grunde macht er nur den Job, den er von seinem Schöpfer, sprich Gott, vorgegeben bekommen hat. Er lässt von seinen Angestellten (Dämonen) foltern, eröffnet neue Attraktionen (Foltergeräte), plagt sich mit dem Aufsichtsrat (Engelschar) herum und frönt ansonsten seinen Vorlieben (essen und Fernsehen). Dies macht ihn sehr sympathisch und der Wunsch nach einer Partnerin ist dann natürlich verständlich.

Aber wie findet der Teufel nun eine Frau, die freiwillig mit ihm in die Hölle kommt? Genau dieser Frage stellt sich der Autor und beschreitet die üblichen Wege, um aus dem Singledasein zu entfliehen.
Online-Partnerbörsen, Speed-Dasing, Tanzveranstaltungen und einiges mehr. Da Mephy jedoch schonungslos ehrlich, naiv rücksichtslos und teilweise schon philosophisch unverschämt rüberkommt, hilft ihm auch sein Egoismus nicht, die Richtige zu finden, wobei ihm die Tatsache des von Gott gewährten Urlaubs von 66 Tagen heftig im Nacken sitzt.

Hilfe bekommt Mephiy von seinem Diener Azazel, der, in der Hölle eigentlich ein kleiner, fliegender Dämon, für die Reise in einen mit allen Attributen ausgestatteten männlichen Körper schlüpft. Seine Loyalität ist lobenswert, doch sieht er bald die Vorzüge des Menschseins. Was Mephy so schwer fällt, ist für Azazel kein Problem.
Weitere Hilfe verkörpern die Studenten Klaus und Suse, die selbst erst frisch zusammengekommen sind.

Doch die Frauen sind nicht einfach und Mephy muss etliches übers ich ergeben lassen. Doch teilt er auch aus. Bis er auf Isa trifft... die jedoch mit Chris zusammen ist. Und mal so gar nicht an göttliche Fügung und die große Liebe glaubt.

Witz, Sarkasmus, Komik und Philosophie - eine gelungene Mischung, um dem Teufel eine Geschichte zu widmen.
Mit vielen sympathischen Charakteren und der passenden Story fliegt man durch die Dates, die Zockerabende, die Fressorgien und dem vor Selbstmitleid zerfließenden Mephy. Sogar einige Tränen sind geflossen, weil viele rührende Szenen eingebaut waren.

Ich mag die originelle Schreibweise des Autors, der mit einer gefühlten Leichtigkeit durch die Geschichte führt. Teilweise kam ich aber nicht umhin ein paar Parallelen zu der Serie "Luzifer" zu ziehen.

Meggies Fussnote:
Witzige und ernsthafte Momente, die Luzifer in ein anderes Licht rücken (Huh, ein Wortspiel).

Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben - Sebastian Niedlich
Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben
von Sebastian Niedlich
(14)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Eine Legende wird lebendig

meggie aus Mertesheim , am 09.04.2019

Robin und Marian konnten gerade etwas Ruhe finden, bis die Schergen Simon de Montforts ein Dorf niederbrennen. Der Papst hat einen Kreuzzug angeordnet, den de Montfort nun befehligt. Robin stellt sich zusammen mit seiner Frau Marian und vielen alten Gefährten erneut dem Krieg entgegen.

Auch der vierte Teil der Robin Hood-Reihe konnte mich wieder vollends überzeugen. Ich liebe es, wenn eine Reihe durchgehend auf gleichem Niveau bleibt und keinerlei Längen aufweist.

Der Autor hat dies bis jetzt sehr gut geschafft. Ich hoffe, dass der fünfte und damit auch letzte Teil der Reihe mich befriedigt und zufrieden zurücklässt.

Robin und Marian müssen sich wieder etlichen Abenteuern widmen. Hier finde ich es höchst interessant, wie der Autor geschickt seine fiktiven Ideen in historisch belegte Fakten einbaut. Auch heute ist umstritten, ob es die Figur Robin Hood überhaupt gegeben hat. Doch beharre ich nach Lesen der Reihe mit einer Vehemenz darauf, dass er wirklich gelebt hat.

Auch wenn die Abenteuer, die Robin Hood bislang erlebt hat, wahrscheinlich für das Leben von etlichen anderen gereicht hätten, ist es doch sehr glaubhaft, dass Robin dies alles erlebt haben könnte. Und heute übt er einen genauso faszinierenden Reiz auf mich aus, wie auch damals vor 20 Jahren.

Aber auch der Autor konnte mich vollends überzeugen. Nach mittlerweile sechs gelesenen Romanen (die ersten vier Robin Hood, "Der Pirat" und "Der Herr der Bogenschützen") zähle ich in mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren und freue mich auf weitere zahllose Abenteuer, die ich mit seinen Charakteren erlebt darf. Und ich hoffe, dass er noch viele weitere Ideen im Kopf hat.

Nun liegt erst mal noch der fünfte Teil der Robin Hood-Reihe vor mir, obwohl ich zugeben muss, dass ich diesen etwas vor mir her schiebe, weil ich einfach nicht möchte, dass es zu Ende geht. Ich möchte die Legende Robin Hood noch nicht gehen lassen.

Einen kleinen Kritikpunkt muss ich jedoch loswerden. Wenn man die ersten drei Bände gelesen hat, weiß man genau, nach welchem Schema der Autor vorgeht. Dies wird im fünften Teil nicht anders sein. Und doch stört mich dies nach einem Drittel des Buches herzlich wenig, weil der Autor mit seinem packenden Schreibstil alles wieder wett macht.

Meggies Fussnoten:
Robin Hood. Eine Legende wird lebendig.

Das Banner des Löwen - Mac P. Lorne
Das Banner des Löwen
von Mac P. Lorne
(8)
Buch (Taschenbuch)
10,99