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Anne Poitzsch aus Weinböhla

Gesamte Bewertungen 6 (ansehen)


Meine Bewertungen



Leider abgrebrochen

Anne Poitzsch aus Weinböhla , am 15.09.2015

Lange habe ich versucht, diesem Buch doch noch eine Chance zu geben, aber nach 272 Seiten konnte ich beim besten Willen nicht mehr und habe den neuen Roman von Nina Blason “Liebten wir” abgebrochen. Obwohl mich die Leseprobe neugierig auf das Buch gemacht hatte, hielt das Buch für mich nicht das bereit, was ich erwartet hatte.

Die Protagonistin ist Moira – genannt Mo – sie ist leidenschaftliche Fotografin und sieht mehr hinter die Bilder, als nur darauf. Für Mo gibt es in jeder Familie versteckte Geheimnisse, die sie mit ihren Fotos einfangen will. Und genau da gehen die Meinung von Mo und ihrem Freund Leon sehr weit auseinander – er ist der Meinung Mo interpretiert zu viel in die Bilder hinein. Doch für die Fotografin sind die Fotos die Wahrheit des Familienlebens. Im “wahren” Leben dagegen sieht es bei ihr ziemlich mies aus – der Kontakt zu ihrem Vater ist abgebrochen und zu ihrer Schwester eher spärlich. Doch eigentlich wünscht sich Moira eine funktionierende Familie. Wie gerufen kommt da das Familienfest von Leon.

Jedoch soll genau dieses zu Mo’s absoluter Katastrophe werden. Denn alles, was schief gehen kann, geht auch schief. Mo sieht nur einen einzigen Ausweg – Flucht. Nur allein ist sie dabei nicht, denn die hochbetagte Großmutter der Familie – Aino – sieht in dieser Flucht die Chance, endlich ihren letzten Traum erfüllen zu können. Und so begeben sich die beiden auf eine turbulente Reise nach Finnland.

Der Anfang des Romanes war noch ganz spannend, die Einblicke in Mo’s Arbeit ließen sich flüssig lesen. Als es dann allerdings auf die Familienfeier zuging, kippte für mich die Stimmung des Buches. Zwar war es dort noch relativ spannend, die “Flucht” war ein guter Höhepunkt. Nur so richtig verstehen, wieso Mo das getan hatte, konnte ich nicht.
Generell ist der Charakter Moira für mich einer, den ich nicht verstehen kann und wo ich auch keine wirklichen Sympathien aufbaue. Ich empfand sie als eigensinnig, bockig und auch ein wenig naiv. Und chaotisch nicht zu vergessen.

Die Reise der beiden Frauen zog sich immer weiter in die Länge. Zumal ich sowieso nicht wirklich verstanden habe, wie die beiden so weit kommen konnten. Auch manche Umstände, die erwähnt werden, finde ich persönlich zu sehr aus der Luft gegriffen. Klar, Mo hat Leons Auto genommen, doch ist das ein Grund, gleich die Polizei zu rufen, wenn man das Chaos vorher bei der Feier bedenkt? Und,dass die Großmutter sich dazu schleicht, würde ich nicht unbedingt als Entführung bezeichnen, aber das ist Ansichtssache. Wieso die Beiden allerdings dann so weit kommen, finde ich merkwürdig. Denn Sympathie gab es zwischen Aino und Moira ebenfalls nicht. Trotzdem muss ich sagen, dass die alte Dame mir wesentlich sympathischer war. Auch sie ist stur, hat in ihrem Leben aber schon so viel mitgemacht, dass man ihr dies verzeihen kann. Meiner Meinung nach stärkt das den Charakter Aino nur. Und die alte Damen hat ein Ziel, im Gegensatz zu Moira.

Vielleicht bekommt das Buch in der Zukunft noch mal eine Chance. Momentan bin ich aber eher enttäuscht, als das ich mich dazu durchringen könnte, es weiter zu lesen.

Liebten wir - Nina Blazon
Liebten wir
von Nina Blazon
(55)
Buch (Klappenbroschur)
9,99

Eine neue magische Welt

Anne Poitzsch aus Weinböhla , am 07.12.2014

Callum Hunt ist der typische Außenseiter – in der Schule nicht sehr beliebt, gehandicapt mit einem lahmen Bein und seine spitze Art tut sein übriges. Dazu kommt, dass ihm sein Vater von klein an dazu erzogen hat, alles zu tun um nicht vom Magisterium aufgenommen zu werden. Denn Magie ist etwas schlechtes – sagt Alister.
So wird Call von ihm angewiesen, durch die magische Prüfung zu fallen. Das versucht er auch, scheitert bei den Prüfungen kläglich – und wird trotzdem von Master Rufus als Lehrling auserkoren.
Zusammen mit seinen Mitschülern Aron und Tamara muss er sich nun dem Schulalltag stellen und lernt das Magisterium nun selbst kennen – und auch lieben.
Doch einfach soll es für ihn im Magisterium nicht werden…

Die Autorinnen Holly Black und Cassandra Clare haben eine sehr eigene, magische Welt erschaffen. Die Prüfungen waren zu beginn recht interessant, auch dass die Lehrer ihre Schüler wählen und nicht einfach Klassen gebildet werden, fand ich sehr gut.

Callum selber war mir zu beginn ein recht unsympathischer Charakter. Ich fand ihn trotz seiner 12 Jahre sehr naiv, extrem Vorlaut und irgendwie kam ich einfach nicht so richtig zu ihm durch. Allerdings hat sich das im weiteren Verlauf der Geschichte gebessert.
Aaron dagegen war mir von Anfang an sehr sympathisch. Der typische nette Junge von nebenan, zuvorkommend, freundlich, für mich einfach sehr sympathisch, auch wenn es scheint, als würde ihm alles in den Schoß fallen.
Tamara ist die typische “Streberin”. Sie möchte die Beste sein, ihre Familie stolz machen und sich gut darstellen. Trotzdem hatte sie auch etwas nettes, was sie für mich auch zu einem angenehmen Charakter gemacht hat.
Diese drei passen als Gruppe sehr gut zusammen, ergänzten sich mit ihren Fähigkeiten, auch wenn sie sich zu Beginn nicht wirklich leiden konnten, sind sie am Ende ein Herz und eine Seele.

Der Schreibstil ist, wie für ein Jugendbuch nicht anders zu erwarten – sehr einfach gehalten. Für mich war das hin und wieder etwas nervig, was mich fast zum weglegen des Buches gebracht hätte. Doch ich konnte mich dazu durchringen, weiterzulesen und das Buch wurde doch sehr spannend.
Zumal es eine Wendung beinhaltet, die man so nicht erwartet hätte. Denn die beiden Autorinnen haben es wirklich sehr gut angestellt, eine falsche Fährte zu legen, aber dazu möchte ich jetzt nicht so viel sagen.

Was aber auf jeden Fall ein absoluter Blickfang ist, ist das Cover. Darin habe ich mich sofort verliebt. Ich mag so Schnörkeleien ja sehr gerne und das bronzefarbene “Magisterium” ist einfach wunderschön. Zumal man es auch auf den Kopf stellen und lesen kann ;)
Schade ist, dass es wieder nur ein Schutzumschlag ist. Sowas mag ich nicht so gerne, trotzdem seh’ ich mir das Cover immer wieder gerne an. Es macht neugierig auf das Buch.

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn der Anfang etwas schleppend war, das Ende dagegen hat mich sehr überrascht und ich bin gespannt, wie die Geschichte weiter geht.

Was ich persönlich sehr schade finde, ist der ständige Vergleich mit den “Harry Potter”-Bänden. Sicher, Parallelen kann man finden, wenn man das will. Ich bin der Meinung, man sollte neutral an das Buch herangehen – das hab ich auch getan – dann wird man auch eine schöne, eigene Geschichte finden, die einen in ihren magischen Bann ziehen kann.

Der Weg ins Labyrinth / Magisterium Bd.1 - Cassandra Clare, Holly Black
Der Weg ins Labyrinth / Magisterium Bd.1
von Cassandra Clare
(54)
Buch (gebundene Ausgabe)
14,99

Emotionen überdauern Jahre

Anne Poitzsch aus Weinböhla , am 12.11.2013

Ellie Harworth, Journalistin bei einer der führenden Zeitungen Londons, soll einen Artikel schreiben mit dem Thema "Frauen früher und heute". Um an Material zu gelangen, geht sie im Archiv der Zeitung auf die Suche. Sie ist nicht besonders gegeistert darüber, doch was sie in einem Stapel loser Blätter findet, verschlägt ihr die Sprache - ein Liebesbrief, der seit 40 Jahren im Archiv schlummerte. Dieser Brief lässt Ellie nicht mehr los.
Vierzig Jahre zuvor wacht Jennifer Sterling nach einem Autounfall im Krankenhaus auf. Sie weiß nichts mehr von ihrem früheren Leben, alles ist wie ausgelöscht. Ihr Mann und ihre Familie schweigen sich über die Geschehnisse aus, die vorher passiert sind.
Doch Jennifer fühlt sich unwohl und fremd in ihrer eigenen Haut. Sie spürt, dass irgendetwas nicht stimmt.
Beim stöbern durch das Haus fallen ihr plötzlich Liebesbriefe in die Hand, gut versteckt vor ihrem wohlhabenden Mann Laurence. Durch diese gefühlvollen Worte kommen Jennifers Erinnerungen langsam wieder. Ihr wird wieder bewusst, wie unwohl sie sich gefühlt hat in ihrer Beziehung.
Doch sie ahnt nicht, dass ihr Mann bereits von der Affäre wusste und nun alles daran setzt, um ihre Beziehung zu retten bzw. den Kontakt zu dem anderen zu verschleiern.
Jennifer wehrt sich, doch schnell muss sie sich eingestehen, dass es für manche Dinge zu spät ist. Sie fällt in ein tiefes Loch und fügt sich ihrem Schicksal. Doch glücklich ist sie nicht. Die Zeit, in der sie lebt, lässt Frauen kaum eine andere Wahl, als stillschweigend die Launen ihrer Männer hinzunehmen. Ohne diese, haben sie keine Einkünfte und führen sonst ein Leben am Rande der Existenz. Das ihr Leben, nach vielen Jahren aber dennoch eine Wendung nehmen soll, ahnt Jennifer nicht.
Ein, wie ich finde, sehr emotionsgeladener Roman. Ich mag den Stil, mit dem Jojo Moyes das Geschehen beschreibt. Man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Jennifer Stirling ist ein Charakter, der mir von Anfang an sympathisch war. Sie ist eine Frau, die sich eben nicht alles von der Gesellschaft verbieten lässt. Sie lebt ihre Gefühle und das finde ich sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, in welcher Zeit sie gelebt hat. Aber auch Ellie's Gedanken und Gefühle, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ein wenig vernachlässigt kommt einem dafür Laurence Sterling vor. Wobei die anderen Nebencharaktere sonst auch gut dargestellt sind.
Die Handlung selber nimmt sehr oft einige Wendungen, die man so nicht erwartet hat. Ein bisschen kann man sich zwar zu Beginn denken, was passiert, gerade wo Jennifer die Briefe ihres Liebhabers wieder entdeckt. Aber es kommt dann doch anders, als gedacht.
Was auch toll ist, dass die Figuren so einiges gemeinsam haben und die Geschichte zwischen Ellie und Jennifer eine Verknüpfung hat.
Das einzige, was mich gestört hat, waren die Zeitsprünge. Es wird erst von Jennifer erzählt, wie sie im Krankenhaus aufwacht. Dann wird teilweise wieder auf die Zeit vor ihrem Unfall eingegangen, was schwierig ist zu verstehen und zu unterscheiden, aber nach ein paar Kapiteln versteht man das dann auch. Mir kam es nur etwas merkwürdig vor.

Eine Handvoll Worte - Jojo Moyes
Eine Handvoll Worte
von Jojo Moyes
(120)
Buch (Paperback)
16,00

Leidenschaft und Träume

Anne Poitzsch aus Weinböhla , am 17.07.2013

18. Jahrhundert, Rokoko, Italien - die große Zeit der Opernsänger. Die Kirche spielt eine Übergeordnete Rolle und so verkaufen viele mittellose Familien ihre Söhne, lassen sie kastrieren, in der Hoffnung aus einem solchen Kastraten die perfekte Stimme zu bekommen, mit der sich die Familie aus dem Elend in den Wohlstand ziehen lässt.

Angiola Calori ist eine junge Frau, die im Alter von sechs Jahren das erste Mal eine Sängerin auf der Bühne erlebt und seitdem davon träumt, selbst einmal auf der Bühne zu stehen. Ihr Traum wird allerdings von dem Verbot gestoppt, dass Frauen im Kirchenstaat nicht in Chören und auf Bühnen auftreten dürfen.
Durch die Hilfe des Kastraten Appianino wird Angiolas Leben komplett umgekrempelt. Nicht nur, dass sie sich in den Sänger verliebt. Als ihre Mutter sie mit dem Professor verheiraten will, flüchtet sie mit Appianino und nimmt ein komplett neues Leben an, das Leben eines Kastraten. Dabei erlebt sie einige schöne, wie auch schreckliche Dinge, lernt ihre neue Familie kennen und lieben und lernt, was es heißt, ums Überleben zu kämpfen und für seine Familie zu sorgen.
Aber natürlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz, denn Angiola lernt den wohl größten Frauenverführer Italiens kennen, Giacomo Casanova. Eine Achterbahnfahrt zwischen Hass und Liebe beginnt und es ist sehr spannend, was zwischen den beiden so alles passiert.

„Verführung“ von Tanja Kinkel ist ein, wie ich finde, sehr spannender Roman und zeigt doch sehr deutlich, worum es im Italien um 1744 ging, Erotik, Sänger und durch Geld zu zeigen, was man sich alles leisten kann. Und damit sind eben nicht nur materielle Dinge gemeint, sondern auch sexuelle Praktiken. Es wird deutlich, dass auch Kinder für die Familie sorgen müssen und Eltern für das Wohl der Familie doch sehr weit gehen und ihre jungen Töchter und Söhne den Wohlhabenden gerne ins Bett schicken.
Doch genauso zeigt es eine Frau, die Ehrgeiz hat und sich von den Regeln der Gesellschaft nicht unterdrücken lässt und alles für ihren Traum unternimmt, um ihn wahrwerden zu lassen. Das, muss ich sagen, hat mich sehr beeindruckt. Auch wie Tanja Kinkel die Gefühle und Ängste von Angiola beschreibt, fand ich toll.
Ich persönlich hätte mir ein wenig mehr Verführungen gewünscht.

Ansonsten sehr gelungen und vor allem sehr empfehlenswert. Daumen hoch.

Kinkel, T: Verführung - Tanja Kinkel
Kinkel, T: Verführung
von Tanja Kinkel
(10)
Buch (Paperback)
9,99

Sommerlich, romantisch

Anne Poitzsch aus Weinböhla , am 14.05.2013

Für Hannah bricht eine Welt zusammen. Von einem Tag auf den anderen verliert sie nicht nur ihre komplette Existenz sondern auch ihren Freund Jo. Diesen erwischt sie mit ihrer besten Freundin im Bett. Hannah weiß sich keinen anderen Ausweg, außer zu fliehen. Da sie durch Jo in finanziellen Schwierigkeiten steckt, ruft sie ihren Vetter Bastian an, der sie mit offenen Armen am Chiemsee empfängt.
Es scheint, als könnte Hannah hier ihre Sorgen endlich vergessen, doch Jo folgt ihr und das Leben für Hannah hat hier, trotz neuem Job und neuer Perspektiven, wieder Höhen und Tiefen.
Die Charaktere im Buch sind sehr schön beschrieben und es ist für jeden etwas dabei: der liebenswerte Cousin Bastian, sein Lebenspartner Ulli, der sich als kleine "Diva" entpuppt, der aufdringliche Chef, die unglücklich verliebte Haushälterin und der viel zu sehr von sich überzeugte Exfreund.
In "Ein Sommer am Chiemsee" ist das Geschehen, wie auch das dortige Wetter, es kann von Sonnenschein schnell zu Gewitter wechseln und das macht es auch so spannend, dieses Buch zu lesen.

Das einzige, was mir persönlich nicht so gefallen hat, ist die Art der Annäherung zwischen Hannah und Stefan. Die Beziehung zwischen den beiden, grad von seiner Seite aus gesehen, ging mir ein bisschen zu schnell. Aber das ist meine persönliche Auffassung.
Dennoch würde ich das Buch sehr empfehlen.

Ein Sommer am Chiemsee - Johanna Nellon
Ein Sommer am Chiemsee
von Johanna Nellon
(4)
Buch (Taschenbuch)
13,00

Wenn dich dein Leben um ein Treffen bittet...

Anne Poitzsch aus Weinböhla , am 26.12.2012

... würdet du dann hingehen? Genau dieser Frage muss Lucy Silchester ins Auge blicken, denn ihr Leben schreibt ihr Briefe und bittet um dieses Treffen. Doch Lucy verschließt die Augen vor der Realität und baut sich ein Netz aus Lügen auf, um sich ihr festgefahrenes Leben schön zu reden.
Alles begann mit der Trennung von ihrem perfekten Freund Blake. Um diese Trennung spinnt sie die erste Lüge. Aber aus einer wird eine zweite und immer mehr und schließlich ist Lucy's Leben eine einzige Lüge, die nicht nur ihr, sondern ihrem Leben zu schaffen macht.
Ihr Leben möchte endlich wieder glücklich sein und begleitet sie nun jede Sekunde. Und für jede Lüge, die Lucy ihren Freunden oder der Familie auftischt, erzählt es eine Wahrheit.
Das leben der 29-jährigen verändert sich rasant.

Ein schöner Roman, der zum einen zum nachdenken anregt, wie man mit sich uns seinem eigenen Leben den so umgeht. Zum anderen auch Freundschaft und Liebe mit einbezieht und die Stärken dieser Beziehung, wie auch die Schwächen aufzeigt.
Sehr empfehlenswert.

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