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Bewerter

PMelittaM aus Köln Unsere Top-BuchhändlerInnen

Gesamte Bewertungen 524 (ansehen)


Über mich:
lese gerne, vor allem Phantastik in allen Variationen (Horror, Fantasy, SF ...), Krimis/Thriller und historische Romane.

Meine Bewertungen

Spannend, aber leider bleiben zu viele Fragen offen

PMelittaM aus Köln , am 17.01.2020

Staubner muss untertauchen und landet durch eine Verwechslung in der Stadt des ewigen Himmels, einem von der Außenwelt abgeschotteten Ort, in dem es ein strenges Kastensystem gibt. Nicht alles scheint dort zum besten zu stehen, denn Staubner soll als Attentäter agieren, und es scheint ein Wesen zu geben, das Bewohner der Stadt jagt.

Schon der erste Satz hat mir gefallen und mich in den Roman hineingezogen. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, neben Staubner gibt es zwei weitere Protagonisten, den Priester Andacht und die Wasserernterin Tau – solch sprechende Namen gibt es übrigens in der Stadt des ewigen Himmels durchgehend, eine gute Idee. Der Autor erzählt bildhaft und spannend, die von ihm entworfene Welt gefällt mir gut.

Auch die drei Hauptcharaktere sind gut gelungen: Staubner, der sich einer Situation gegenüber sieht, der er zunächst kaum gewachsen ist, Meuchelmörder passt so gar nicht zu seinem Wesen, und dennoch muss er versuchen, möglichst nicht enttarnt zu werden, Andacht, Adalus der Oberen Segen, der durch die Geschehnisse an seinem Glauben zu zweifeln beginnt, und Tau, die einen schweren Verlust verkraften muss und auf Rache sinnt. Drei Charaktere, die zunächst wenig gemeinsam haben, sich aber schließlich doch zusammenraufen müssen.Auch andere Charaktere sprechen mich an, vor allem Segen, die körperliche Gebrechen plagen, und die manches im Schilde führt. Sie ist im Grunde die vierte Hauptfigur.

Der Roman ist sehr spannend, und lässt sich kaum aus der Hand legen. Gut gefällt mir, dass niemand sicher ist, auch nicht die Protagonisten, man sollte sich auf Verluste einstellen. Leider sind am Ende nicht alle Fragen beantwortet worden. Ich habe nichts gegen offene Enden, aber Fragen, die mich fast den ganzen Roman über beschäftigt haben und wichtiger Background der Geschichte sind, sollten schon beantwortet werden. Die meisten sind das zwar, aber eben nicht alle, so dass ich den Roman nicht ganz zufrieden zugeklappt habe. Ob und inwieweit meine Fragen noch in einem oder mehreren weiteren Roman(en) beantwortet werden, scheint mir nicht sicher. Das kostet den Roman leider einen Stern.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, er wartet mit einer interessanten Welt und gelungenen Charakteren auf, lässt aber leider zu viele Fragen offen, so dass ich „nur“ 4 Sterne vergebe, aber auch eine Leseempfehlung für Fantasy-Fans.

Im Reich des Toten Königs - Carsten Steenbergen
Im Reich des Toten Königs
von Carsten Steenbergen
(3)
Buch (Taschenbuch)
16,95

Zypern ist das einzige Highlight

PMelittaM aus Köln , am 12.01.2020

Als Sofia Perikles in ihre Heimat Zypern zurückkehrt, hofft sie auf einen guten Job im Innenministerium. Doch ein Regierungswechsel führt dazu, dass sie in Kato Koutrafas, einem winzigen Dorf an der Grenze zum türkischen Teil der Insel, als Hilfspolizistin eingesetzt wird – am liebsten würde sie sofort kündigen. Als dann aber ein Autowrack mit zwei Toten am Aphroditefelsen gefunden wird, ist sie sicher, es nicht mit einem Unfall zu tun zu haben, und setzt alles daran, Ermittlungen aufnehmen zu dürfen.

Das Highlight dieses Romans ist ganz eindeutig Zypern. Bisher habe ich diese Insel nur in historischen Romanen besucht, weiß auch ein bisschen über ihre Geschichte, doch nun habe ich das moderne Zypern kennengelernt, und zwar von vielen Seiten, und noch dazu etwas mehr über seine neuere Geschichte und seine gesellschaftlichen Probleme erfahren.

Gar nicht überzeugt hat mich leider die Protagonisten. Sie ist aus reichem Haus, ihr Vater ist der Botschafter Zyperns in Paris, sie führt ein Jetset-Leben und hält sich für etwas besseres. Ich mochte sie von Anfang an nicht, was tragisch ist, denn so habe ich mich eher über sie aufgeregt als mit ihr mitgefühlt. Dazu kommt noch die völlig unnötige Liebesgeschichte: Sofia hat zwar einen Freund, verliebt sich aber stande pete in den einzigen umwerfenden Mann, den sie in Kato Koutrafaas trifft, und das wird immer wieder thematisiert – und das ist nicht die einzige Wiederholung … Es brauchte sehr lange, bis ich mich einigermaßen wohl gefühlt habe in diesem Roman.

Neben Sofia gibt es ein paar besser gelungene Charaktere, richtig überzeugt hat mich aber keiner. Manch einer scheint mir etwas zu übertrieben gestaltet. Übertriebene Charaktere könnten durchaus etwas Humor hineinbringen, das hat hier allerdings nicht funktioniert.

Der Fall, der dem Roman erst relativ spät Schwung gibt, ist okay, er bietet einige Überraschungen, und führt den Leser auch in den türkischen Teil der Insel. Sofia überzeugt mich aber auch hier nicht, vor allem, wenn es darum geht, überlegt zu handeln. Ihre Strategie ist eher, erst zu handeln, und dann zu denken, was sie natürlich auch in Gefahr bringt (*gähn*). Ich habe mich leider öfter gelangweilt.

Am Anfang war ich oft nahe daran, den Roman abzubrechen, habe ihn aber nur zeitweise unterbrochen. Gegen Ende hat er mir etwas besser gefallen, richtig gepackt hat er mich aber nie. So bleibt es dabei: Highlight ist Zypern, daneben bleibt nicht viel Positives zu berichten. Weitere Romane der Reihe, sollte es sie geben, werde ich nicht lesen.

Wenn die Protagonistin nicht ankommt, ein Kriminalroman eher langweilt, ist das kein gutes Zeichen, hier hat der Schauplatz, die Insel Zypern, die man ein bisschen näher kennenlernt, immerhin 2 Punkte verdient. Eine Empfehlung kann ich leider nicht aussprechen.

Tod am Aphroditefelsen - Yanis Kostas
Tod am Aphroditefelsen
von Yanis Kostas
(25)
Buch (Paperback)
16,00

Der Doctor und die weinenden Engel - das sagt alles ...

PMelittaM aus Köln , am 11.01.2020

Den zehnten Doctor und Gabriella Gonzalez verschlägt es zu den Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges. Dort müssen die Soldaten nicht nur gegen den realen Feind kämpfen, sondern bekommen es auch mit besonders perfiden Gegnern zu tun, den weinenden Engeln.

In einem zweiten Abenteuer werden die friedlichen Echos von brutalen Jägern gejagt, was weder der Doctor noch Gabby dulden können.

Die weinenden Engel gehören zu meinen Lieblingsgegnern des Doctors. Alleine die Tatsache, dass man nicht blinzeln darf, sie immer im Auge behalten muss, macht sie extrem gruselig. Kriege sind schon schlimm genug, wenn dort auch noch die Engel ihr Unwesen treiben, ist das grausam und spannend. Ich finde die Geschichte gut, sehr spannend, aber auch traurig und emotional, meine Erwartungen wurden erfüllt, zumindest, was die Erzählung angeht. Die Zeichnungen dagegen haben mich teilweise enttäuscht, der Doctor ist schlecht getroffen, andere Charaktere dagegen sind gut gelungen, auch die Engel überzeugen, und das Düstere des Krieges wird gut ausgedrückt.

Die zweite Geschichte hat einen anderen Zeichner/Zeichenstil, auch hier kann die Darstellung des Doctors bei mir nicht punkten. Wunderschön dagegen die Echos, die mich sehr an Wale erinnern, was sicher beabsichtigt ist, denn auch diese sind friedliche Riesen, die durch uneinsichtige Jagd bedroht sind.

Gabby und der Doctor sind ein gutes Team, das immer besser zusammenspielt. Mir hat dieser Comicband gut gefallen, auch wenn ich den Doctor in den Zeichnungen nicht wirklich wiedererkennen kann. Wer den Doctor und Comics mag, sollte zuschlagen. 4,5 Sterne (aufgerundet, wo nötig)

Doctor Who - Der zehnte Doctor - Robbie Morrison, Daniel Indro, Eleonora Carlini
Doctor Who - Der zehnte Doctor
von Robbie Morrison
(1)
Buch (Taschenbuch)
16,99

Gut recherchiert und gelungen erzählt

PMelittaM aus Köln , am 05.01.2020

Hamburg 1896: Hauke Sötjes aktueller Fall führt ihn nach Hamburg. Die Zusammenarbeit mit der Hamburger Polizei ist nicht einfach, diese hat sich Machtstrukturen unterzuordnen. Auch Sophie ist in Hamburg und bald kommt sie, ganz unabsichtlich, mit ihren Unternehmungen Haukes Ermittlungen in die Quere.

Schnell hat mich der Roman, der vierte der Reihe, wieder gepackt, und ich habe mich gefreut, Sophie und Hauke erneut zu treffen. Beide gefallen mir sehr gut, auch wenn Sophie manchmal zu unüberlegt handelt und sich damit in Gefahr begibt. Mir gefällt aber, dass sie immer wieder versucht, Konventionen zu umgehen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Am Ende ergibt sich eine Situation für beide, die gespannt macht, wie es mit ihnen weitergeht. Dass es weitergeht, hat die Autorin mittlerweile bestätigt.

Auch die weiteren Charaktere sind der Autorin gut gelungen, besonders hat mir der junge Zollanwärter gefallen, der dazu abgeordnet wird, Hauke zu führen und ihn dabei im Auge zu behalten. Dass manch einer Platt spricht, trägt zum Lokalkolorit bei. Im Anhang findet sich ein“Kleines Hamburger Sprachlexikon“ für alle, die Probleme beim Übersetzen haben sollten.

Auch in diesem Band gibt es wieder kapiteleinleitenden Originalzitate von 1896 aus verschiedenen Zeitungen und Bekanntmachungen, die manchmal überraschend gut zum Inhalt des einzelnen Kapitels passen. Außerdem erfährt der Leser auf diese Weise einiges Interessante aus diesem Jahr. Überhaupt hat die Autorin wieder sehr gut recherchiert und führt uns dieses Mal in das Hamburg der Kaufleute, in den Freihafen und die Speicherstadt, in Kontore und die Börse. Man erfährt einiges darüber, wie Kaufleute arbeiten, aber auch über die Lebensbedingungen der Arbeiter und über Schmuggel. Im Mittelpunkt steht der Kaffeehandel. Im Anhang gibt es außerdem Anmerkungen zu historischen Ereignissen und Personen, wobei ich erstaunt war, wie viele historische Persönlichkeiten im Roman auftauchen, angesprochen werden oder zumindest zu Charakteren inspiriert haben.

Der Fall, es geht zunächst um Schmuggel und einen unidentifizierten Toten, weitet sich immer mehr aus. Am Ende hat man in einige erschütternde Abgründe geblickt, aber auch eine zufriedenstellende Auflösung erfahren und gut miträtseln können. Die Autorin erzählt sehr bildhaft, man hat immer wieder das Gefühl, selbst mit dabei zu sein, sogar Gerüche konnte ich wahrnehmen. Besonders gelungen ist z. B. der Besuch des Kaufhauses Tietz, hier stimmt die ganze Atmosphäre und das Kopfkino bekommt viel zu tun.

Auch der vierte Band der Reihe ist sehr gelungen: Gut recherchiert und mit viel Lokalkolorit nimmt er den Leser mit in die Vergangenheit und in einen verwickelten, spannenden Kriminalfall. Ich empfehle ihn sehr gerne weiter und vergebe volle Punktzahl.

Tod in der Speicherstadt - Anja Marschall
Tod in der Speicherstadt
von Anja Marschall
(14)
Buch (Taschenbuch)
12,90

Spannende Charakterstudien, interessanter Kriminalroman

PMelittaM aus Köln , am 04.01.2020

Als Mallory Lawsons Tante stirbt, ist das für ihn und seine Familie nicht nur ein Grund zum Trauern, sondern auch eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft, durch das Erbe können sich Träume erfüllen. Man zieht in das geerbte Haus in Forbes Abbot, doch dann stirbt ein guter Freund.

Dieser Roman ist eine Neuauflage des letzten Bandes der Barnaby-Reihe, in dem Tom Barnaby kurz vor seiner Pensionierung steht. Das Original wurde bereits 2004 veröffentlicht. Auf dieser Reihe basiert die Serie um Inspector Barnaby, „Midsomer Murders“. Diese finde ich eigentlich recht langweilig, lediglich der britische Charme reizt mich, hin und wieder eine Folge zu sehen. Dennoch war ich neugierig auf die zugrundeliegende Buchreihe.

Der Roman wird als Cosy Crime beworben, doch das ist er nicht, meiner Meinung ist hier nichts „cosy“. Ich würde mir wünschen, der Verlag würde aufhören, alle britischen Kriminalromane so zu nennen, das schürt Erwartungen, die dann, wie z. B. hier, nicht erfüllt werden. Gemütlich lesen lässt sich der Roman nämlich nicht. Er besteht zum größten Teil aus Charakterstudien, nahezu jede auftretenden Person erhält einen ausführlichen Hintergrund, und nicht wenige davon sind regelrecht schockierend, wie z. B. Polly Lawson, von ihrem Vater innig geliebt, selbst aber kaltherzig, manipulierend, egoistisch und von sich selbst sehr eingenommen. Oder Andrew Latham, für den Geld alles ist und der deshalb die falsche Frau heiratet, um dann ihr und auch sich selbst das Leben schwer zu machen. Es gibt aber auch sympathischere Charakter und den einen oder anderen, mit dem ich mitleiden konnte, wie etwa Benny Frayle.

Detective Chief Inspector Barnaby erscheint erst spät, und zunächst auch nur kurz, denn der erste Tod wird als Unfall eingestuft. Erst nach der Hälfte des Romans setzen Ermittlungen ein, an Barnabys Seite Gavin Troy. Die Auflösung schließlich empfand ich als gelungen und nachvollziehbar.

Und dann geht es noch weiter, denn der Leser erfährt, wie es den Charakteren danach erging, und erst dadurch werden letzte Fäden verknüpft. Auch das empfand ich als sehr gelungen – bis auf die letzte Entwicklung, die mir völlig unnötig erschien und den Roman einen halben Stern kostet.

Caroline Graham erzählt flüssig, hin und wieder gibt es kleine Unerklärlichkeiten, wie etwa, dass, obwohl beim ersten Toten jemand wesentliches eine Erdbestattung wollte, derjenige doch eingeäschert wird, ohne dass dies näher erklärt wird. Das hat mich aber nur am Rande gestört. Ich fand den Roman, gerade wegen seiner Charakterstudien, sehr spannend, und konnte es jeweils kaum erwarten, weiterlesen zu können. Auch emotional hat er mich gepackt, ich habe mich geärgert, gehofft und mitgelitten.

Vor dem Lesen hätte ich nicht gedacht, dass mich ein solches Lesehighlight erwartet. Früher habe ich gerne Elizabeth George gelesen, und fühlte mich hier oft an deren Bücher erinnert. Der Roman geht eher in die Richtung psychologischer Kriminalroman als in die Cosy Crime, für mich kein Problem, ich mag den Roman gerade wegen seiner ausgiebigen Charakterstudien, die ich sehr interessant und spannend finde. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung an jene, die sich darauf einlassen können und 4,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.

Tod zur Tea Time - Caroline Graham
Tod zur Tea Time
von Caroline Graham
(13)
eBook
4,99

Hier sollte für jeden etwas dabei sein

PMelittaM aus Köln , am 31.12.2019

Das bereits 2018 erschienene Ebook enthält 24 Geschichten rund um Weihnachten, kann damit als Adventskalender gelesen werden, dient aber auch dazu, neue Autorinnen und Autoren des Verlags vorzustellen, zu jedem/jeder gibt es daher eine kurze Vorstellung am Ende der jeweiligen Geschichte.

Zu Beginn war ich recht angetan von den Geschichten, viele sind humorvoll, zum Teil regelrecht schwarzhumorig, und überraschend, nicht immer gibt es ein Happy End. Leider lässt das später immer mehr nach, und die Geschichten werden immer öfter vorhersehbar und leider auch kitschig. Besonders sind die Geschichten aus Sicht von Pflanzen und Tieren, so darf z. B. ein Kaktus erzählen, was ihm passiert ist.

In einer Anthologie, vor allem wenn so viele Autoren beteiligt sind, können einem natürgemäß nicht alle Geschichten gefallen. Hier sind es für mich leider zu viele, die bei weniger gut ankamen, so dass ich nur 3 Sterne vergebe. Empfehlen kann ich die Sammlung dennoch, denn es sollten für jeden Geschichten dabei sein.

Weihnachten im Readerschein - Piper Verlag
Weihnachten im Readerschein
von Piper Verlag
(1)
eBook
0,00

Weihnachten mit Terry Pratchett

PMelittaM aus Köln , am 29.12.2019

Elf winterliche und weihnachtliche Geschichten aus der Hinterlassenschaft des 2015 verstorbenen Autors sind hier versammelt. Keine spielt auf der Scheibenwelt, das ist aber nicht weiter schlimm, den Terry Pratchett konnte auch darüberhinaus gut unterhalten.

In einigen der Geschichten spielt der Weihnachtsmann selbst eine Rolle, so steht er z. B. vor Gericht (immerhin bricht er regelmäßig in fremde Häuser ein) oder sucht sich einen Zweitjob für die übrige Zeit des Jahres (was nicht immer gut ausgeht). Einige der Geschichten haben keinen direkten Bezug zu Weihnachten, außer dass sie im Winter spielen, wie etwa die um das Yeti-Baby, das in Blackbury auftaucht. Überhaupt gibt es aus Blackbury einiges Skurrile zu berichten.

Erwähnenswert sind die Illustrationen Mark Beechs, die dem Buch eine zusätzliche humorige Note geben. Schön vor allem die Darstellung des Autors selbst auf dem Umschlag.

Ich bin ein großer Pratchett-Fan, habe das Buch in der Weihnachtszeit gelesen, und fühlte mich sehr gut unterhalten. Ich kann es jedem Pratchettfan sehr empfehlen, wer allerdings die Scheibenwelt kennenlernen will, wird hier nicht fündig, aber dafür gibt es ja reichlich andere Romane Pratchetts. Wer allerdings humorvolle Geschichten zur Weihnachtszeit mag und britischen Humor schätzt, kann hier zugreifen. Volle Punktzahl!

Der falsche Bart des Weihnachtsmanns - Terry Pratchett
Der falsche Bart des Weihnachtsmanns
von Terry Pratchett
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,00

Hatte mir mehr davon versprochen

PMelittaM aus Köln , am 27.12.2019

Nach der Scheidung seiner Eltern muss Ben mit seiner Mutter in einen anderen Ort umziehen – und sieht bald seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Die neuen Mitschüler sind merkwürdig drauf, die Lehrer echte Monster und alle anderen Bewohner ziemlich gruselig. Schließlich schließt er doch Freundschaften, aber dann verschwindet sein Hund und Ben muss viel Mut beweisen.

Ich mag die Illustrationen von Thomas Hussung sehr, schade, dass ich nur das Ebook gelesen habe. Der „Autor“ des Romans ist ein Monster, eigentlich eine sehr gute Idee, und er versucht zunächst alles, den Leser vom Lesen abzuhalten – was natürlich erst recht neugierig macht. Ich hatte mir davon neben Gruseligem auch Humor versprochen – der kam in meinen Augen aber leider zu kurz. Dafür gibt es das eine oder andere Rätsel für den Leser, die größtenteils auf Buchstaben basieren, und eine ziemlich chaotische Geschichte, die am Ende leider wenig auflöst, sondern auf den nächsten Band verweist.

Erwachsene sind in diesem Buch nur Nebenfiguren, im Mittelpunkt steht Ben, später kommen seine Freunde, die Geschwister Linus und Lucy, dazu. Lucy und Ben sind dabei die einzigen, die die wahre Gestalt der anderen Bewohner des Ortes wahrnehmen. Fast am besten gefällt mir Linus, der deutlich übertrieben dargestellt wird. Im Gegensatz zu seiner Schwester, der Sport über alles geht, ist er das Genie, das alles weiß. Ben wirkt am normalsten, aber seine Fähigkeit, die Wahrheit zu sehen, macht ihn doch zu etwas besonderem, und gibt vor allem Rätsel auf.

Mir persönlich gefiel die Auflösung um das Verschwinden der Tiere nicht besonders gut, oder besser gesagt, deren verändertes Verhalten – dieser Part war mir zu unglaubwürdig, man hätte mehr daraus machen können.

Sehr schnell wird der Ort mit der verschwundenen Kolonie Roanoke in Verbindung gebracht – dieses Thema empfinde ich für die Zielgruppe etwas zu schwierig. Aufgelöst wird das Ganze in diesem Buch leider nicht. Am Ende ist zwar ein kleiner Erfolg errungen, aber letztlich wird der Leser kaum zufrieden gestellt.

Für Kinder könnte die Geschichte tatsächlich ein wenig zu gruselig sein. Die Zielgruppe ist in einem Alter, in dem sie sich auch gerne noch vorlesen lässt, als Gute-Nacht-Geschichte ist der Roman allerdings nicht geeignet. Auf jeden Fall sollte ein Erwachsener den Roman auch gelesen haben, damit man darüber sprechen kann.

Willkommen in Monsterville - Adam Monster
Willkommen in Monsterville
von Adam Monster
(19)
Buch (gebundene Ausgabe)
12,00

Schöne Weihnachtsgeschichte zur Buchreihe

PMelittaM aus Köln , am 23.12.2019

1910: Mimi Reventlow, die sich ihren Lebensunterhalt als Wanderfotografin verdient, hat über Weihnachten ein Angebot aus Überlingen angenommen. Zuerst scheint das Geschäft nicht so recht zu laufen – bis Mimi eine Idee hat.

Diese Kurzgeschichte zur Reihe spielt vor Mimis Aufenthalt in Laichingen, wer die Reihe kennt wird auch an dieser kurzen Geschichte Freude haben, alle anderen können Mimi auf diesem Weg schon einmal ein bisschen kennen lernen. Wie man sie kennt, ist sie auch hier, praktisch und ideenreich, und ihre Ideen erzeugen immer schöne und besondere Fotografien.

Mir hat sie gut gefallen, diese kleine Geschichte um Mimi, sie passt perfekt in die Weihnachtszeit und lässt das Warten auf Band 3 ein bisschen weniger lang werden.

Die Fotografin - Weihnachten im Fotoatelier - Petra Durst Benning
Die Fotografin - Weihnachten im Fotoatelier
von Petra Durst Benning
(3)
eBook
0,00

Interessantes Setting, überzeugt mich aber noch nicht

PMelittaM aus Köln , am 22.12.2019

London 1925: Durch Risse gelangen Geister und andere Wesen in die Welt. Das Ministerium der Welten sorgt dafür, dass gefährliche Wesen eingefangen, festgesetzt und zurückgeschickt werden. Ein Mörder, der offenbar aus einem Riss gekommen ist, ruft Detective Melody Hampton auf den Plan.

Eine wirklich gute Idee – ich war sehr gespannt auf den Roman, zumal ich die Frost & Payne-Reihe der Autorin mag. Leider, das kann ich hier schon sagen, hat mich dieser erste Band der Reihe nicht wirklich packen können.

Ein Grund dafür ist, dass mir die Protagonistin so gar nicht gefällt, ohne Ahnung über Risse und die Wesen, die ihnen entsteigen, will sie überall mitmischen, aber auch in ihrem Job scheint sie mir nicht sehr kompetent. Dafür hat sie ein überbordendes Selbstbewusstsein, das wohl daher kommt, dass der Polizeichef ihr Vater ist, und ihr daher selten jemand Widerworte gab. Sympathischer sind mir da schon die beiden Protagonisten, River Fields und Norrick Lynch, beide angestellte Geisterjäger des Ministeriums.

Dass die Hintermänner des Ministeriums offenbar ihr eigenes Süppchen kochen, wird auch klar (man beachte ihre Namen!), und lässt auf interessante Szenen in weiteren Bänden hoffen. Und dann gibt es noch Diana Turner, die das Ministerium hasst, weil sie es für den Tod ihrer Schwester verantwortlich macht.

Leider konnte ich Denken und Handeln der Protagonisten nicht immer nachvollziehen, nicht nur bei Melody. Die Charaktere bleiben blass, was sich aber in den Folgebänden noch ändern kann. Ich werde wohl Band 2 noch lesen und dann überlegen, ob ich an der Reihe dran bleiben möchte.

Band 1 hat mich noch nicht überzeugt, vor allem an den Charakteren hapert es, während das Setting mir gut gefällt. Ich vergebe 3 Sterne.

Das Ministerium der Welten - Band 1: Der Riss - Luzia Pfyl
Das Ministerium der Welten - Band 1: Der Riss
von Luzia Pfyl
(13)
eBook
2,49

 
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