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Zsadista

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Rezension zu "Ikarus - HB"

Zsadista , am 16.05.2019

In einer weit entfernten Zeit auf einer Welt im Tau-Ceti-System.

Regierungsrat Takeder, einer der mächtigsten und reichsten Männer des Systems wird ermordet. Keine drei Stunden später steht seine Kopie bereit.

Kopiat Takeder ist mit wenigen Befugnissen ausgestattet. Trotzdem soll er innerhalb von 20 Tagen den Mörder von Takeder finden, so wollte es das Original.

Der Kopiat muss sich nun mit seinem Wissen auf den Weg machen, einen Mörder zu finden. Seltsam nur, dass seinem Gedächtnis die letzten beiden Tage fehlen. Dazu läuft ihm immer wieder das Wort „Ikarus“ über den Weg.

Immer unter der Beobachtung der Regulatoren beginnt Kopiat Takeder mit seinen Ermittlungen, seinen Mörder zu finden.

„Ikarus – HB“ ist ein Science Fiction Roman aus der Feder des Autors Andreas Brandhorst.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Gelesen wurde der Roman von dem Sprecher Richard Barenberg. Ich fand, der Sprecher hat seine Arbeit gut gemacht. Ich fand seine Stimme ansprechend.

Die Inhaltsangabe versprach einen aufregenden SF-Krimi.

Am Anfang fand ich den Roman auch wirklich richtig spannend. Die Sache mit dem Kopiat, der einen Mörder festsetzten sollte, war wirklich eine gute Idee.

Das war es dann allerdings schon mit meiner Begeisterung für das Hörbuch. Ich fragte mich, welchen Kurs in Astro Physik ich hätte studieren müssen, um die Begriffe die der Autor benutzt hat, zu kennen. Ich las erst nach dem Hörbuch in anderen Rezensionen, dass der Autor die Begriffe einfach erfunden hat. Kann man machen, sollte man aber nicht. Wozu erfindet ein Autor Begriffe, erklärt sie nicht und erwartet vom Leser auch noch, alles zu verstehen und es toll zu finden?

Zur Story selbst kann ich kaum etwas sagen. Der Teil mit dem Kopiat war ansatzweise interessant. Die Spannung hat bei mir ziemlich schnell nachgelassen. Den/die Mörder/in hatte ich eigentlich mit dem ersten Auftritt in dem Hörbuch schon. Der Punkt war also auch sehr unspektakulär.

Und der Rest dümpelte einfach vor sich hin. Irgendwann fing ich an, Kapitel zu überspringen, was überhaupt nichts ausmachte. Es fehlte einfach nur endloses Gelaber. Zum Ende hin wollte ich nur noch, dass das Buch aus ist und hab gute 60 Kapitel übersprungen. Ich wollte nur noch wissen, ob ich mit dem/der Täter/in Recht hatte.

Auch das Aufdröseln der eigentlichen Geschichte hat mich alles andere, als vom Hocker gerissen. Ich hasse es, wenn ein/e Autor/in sich so in seiner/ihrer Geschichte verstrickt, dass er/sie dann einfach mit diesem speziellen Thema anfängt um noch einmal die Kurve zu bekommen. Ich schreibe es jetzt nicht genau, sonst würde ich spoilern müssen, was ich nicht machen mag. Der geneigte Leser oder Hörer wird wissen, was ich gemeint habe. Meistens geht das dann schief und vernichtet das komplette Werk.

Ganz lustig fand ich am Anfang noch das Springen durch diese Art Matrix. Mir gefiel die Idee, wenn Teile aus dem Datenpaket gelöscht werden, dass dies dann auch Auswirkungen auf den entsprechenden Matrix-Körper hat.

Ich persönlich bin schon enttäuscht von dem Hörbuch. Ich hätte wirklich etwas spannenderes und vor allen Dingern besser ausgearbeitetes erwartet. Dabei hätte die Grundidee ein wirklich großes Potential gehabt. Schade.

Für die Grundidee und auch diesen Anfang in dieser Art „Matrix“ vergebe ich dann noch zwei Sterne.

Ikarus - Andreas Brandhorst
Ikarus
von Andreas Brandhorst
(1)
Hörbuch-Download (MP3)
25,95

Rezension zu "Profiling Murder - 01 - HB"

Zsadista , am 16.05.2019

Laurie Walsh ist eine Ex-Polizistin und arbeitet mittlerweile als Sozialarbeiterin. Sie quittiert den Dienst als sie in Notwehr einen Menschen erschießen muss.

Trotzdem trifft sie sich gerne mit ihrem alten Partner Jake. Dieses Mal fragt Jake, ob sie sich zwei Bilder ansehen könnte. Sie sind von seinem neuen Fall.

Zwei Prostituierte wurden bestialisch ermordet aufgefunden. An den Leichen waren keine Spuren zu finden. Jake will von Laurie wissen, was ihr dazu auffällt.

Und schneller als gewollt schlingert Laurie mit in den Fall.

„Profiling Murder – 1 – Blutige Tränen – HB“ ist der erste Teil einer Kurzkrimi-Hörbuch-Serie aus der Feder der Autorin Dania Dicken.

Gesprochen wurde das Hörbuch von der Sprecherin Nicole Engeln. Ich finde sie hat ihre Arbeit sehr gut gemacht, ich habe ihr gerne gelauscht.

An dem Hörbuch hat mir besonders die Kürze gefallen. Der Fall schweift nicht aus und erzählt auch nicht überflüssige Begebenheiten. Alles bleibt beim Wesentlichen.

Ich fand auch gut, dass die Quälereien der Frauen zwar angesprochen, aber nicht unendlich ausgeschmückt wurden. Es hat gerade gereicht um Gänsehaut bei der Vorstellung zu bekommen und war nicht so übertrieben ausgeschrieben, dann man anfängt mit den Augen zu rollen.

Laurie ist ganz sympathisch. Zwar hätte man, nach meinem Geschmack, die Liebesgeschichte noch weg lassen können, allerdings ist auch die nicht so übertrieben, dass sie nervt.

Jake empfand ich auch als einen starken Charakter. Es hat mir gefallen, dass er Laurie immer noch fragt, ob ihr was auffällt in der Sache und sie nicht außen vor lässt, was er eigentlich tun müsste, da sie ja keine Polizistin mehr ist.

Der Fall selbst ist verzwickt, trotzdem wird er schnell und gut gelöst. Es gibt eigentlich nichts, was ich hier bemängeln müsste.

Ich finde „Profiling Murder“ ist super um zwischendurch schnell mal einen Krimi zu hören, ohne tagelang dran fest zu hängen.

Laurie Walsh - Profiling Murder, Folge 1: Blutige Tränen (Ungekürzt) - Dania Dicken
Laurie Walsh - Profiling Murder, Folge 1: Blutige Tränen (Ungekürzt)
von Dania Dicken
(2)
Hörbuch-Download (MP3)
1,99

Rezension zu "Die Königin der Schatten - HB"

Zsadista , am 06.05.2019

Als Baby wurde Kelsea Glynn aus dem Palast geschmuggelt und wurde 19 Jahre von Pflegeeltern aufgezogen. Versteck in einem abgelegenen Cottage wuchs sie zu einer jungen Frau heran.

Mit ihrem 19. Geburtstag ist es allerdings mit der abgeschiedenen Ruhe vorbei. Die Königinnenwache kommt und eskortiert sie zu ihrem Palast, wo sie zur Königin gekrönt werden soll.

Unterwegs zum Palast stellt Kelsea schon fest, dass die Welt dort draußen nicht sehr nett ist. Die Truppe wird verfolgt und muss sich aufteilen. Doch trotzdem werden sie und die oberste Wache der Königinnenwache überfallen und verschleppt.

Die beiden werden überraschend frei gelassen und gelangen nach Tearling, dem Königreich der zukünftigen Königin. Was Kelsea dort als erstes sieht, gefällt ihr gar nicht und sie reagiert sofort.

„Die Königin der Schatten“ ist aus der Feder der Autorin Erika Johansen.

Ich hatte das Buch als Hörbuch. Gelesen wurde die Geschichte von der Sprecherin Vanida Karun, die eine sehr gute Arbeit geleistet hat.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vor kurzem hatte ich so ein ähnliches Hörbuch und ich könnte den Anfang der Rezension eins zu eins hier rein kopieren. Auch hier wollte sich die Autorin an einer tollen neuen Welt versuchen, was gänzlich misslungen ist. Irgendwie ist ihre Welt die Erde, allerdings auf einmal Richtung Mittelalter und mit Magie, aber in der Zukunft. Die Autorin will großes Leisten, schafft aber überhaupt nichts. Sie stellt ihre Welt einfach dahin. Mehrfach bekommt man erzählt, dass die Amerikaner und Briten mit Schiffen übergesiedelt sind. Das war es aber auch schon von der schönen neuen Welt. Wenn ich so etwas erschaffe, erwarte ich als Leserin, dass auch ein System dahinter steckt und nicht einfach wild drauf los getippt wird. Wenn der Autor selbst schon nicht weiß was er warum erschafft, dann finde ich das schwach. Ich weiß zB bislang immer noch nicht, wo Neu London liegt. In Großbritannien ja wohl kaum, da die Briten angeblich ja alle mit Schiffen rüber gekommen sind, nach Europa schätze ich mal, weiß es aber nicht. Im Prinzip könnte es auch Afrika sein oder Australien oder Russland oder ein neu entstandenes Festland. Man weiß es als Leser einfach nicht, da es keine Vor- bzw. Entstehungsgeschichte dazu gibt.

Dazu kommt, dass sie Leute nichts mehr können. Sie sind in Analphabetismus zurück gefallen, haben keine Technik, soweit keine Bücher mehr, keine Maschinen, keine große Medizin oder Fortschritt mehr. Aber sie wissen, dass es nur noch wenige Bücher gibt, weil die Verlage auf ebooks umgestiegen sind. Ein sehr wichtiges Wissen, das man unbedingt weiter erhalten muss.

Dann kommt die Story selbst. Kelsea, ich könnte schreiben, ist dumm wie Brot. Kann ich aber nicht, da selbst Brot noch schimmeln kann. Wie unüberlegt die Story der Autorin ist, zeigt sich schon darin, dass Kelsea zum einen zwar die nächste Königin werden soll, zum anderen aber total dumm gehalten wird. Es wird ihr gar nichts beigebracht. Keine Politik, keine Allianzen, keine Verträge, keine Verbindungen zu anderen Ländern, rein gar nichts, null, nothing. Und so verhält sie sich dann auch. Dazu kommt, wenn sie mal dran denkt etwas zu hinterfragen, wird sie gleich abgestraft, das bräuchte sie nicht zu wissen.


So fängt sie in den ersten fünf Minuten in Tearling einen Krieg gegen das Reich Mortmesne an. Keine zehn Minuten später fragt sie sich, warum sich Tearling auf eine Belagerung vorbereitet. Ja, hätte man vorher mal einen Blick auf die Verträge werfen sollen? Ach, wozu. Klar, sie hatte gute Absichten, war zu dem Zeitpunkt allerdings nicht einmal gekrönt und hatte weniger als null Ahnung. Dazu kommen dann noch so Punkte, dass sie allen Ernstes die beiden Waffenmeister fragt, was denn genau ihre Aufgaben wären. In dem Moment dachte ich an die Antwort „Kuchen backen und Wäsche waschen“. Was, bitte schön, machen Waffenmeister? Muss man das allen Ernstes fragen? Oder sie findet mal so nebenbei, dass ihre Garde doch besser aus jüngeren Männern bestehen würde, damit sie besser zu ihr passen. Als gäbe es keine anderen Probleme in ihrer Welt.

Kurz gesagt, Kelsea ist für mich einfach ein hohles Produkt und keine Heldin für einen Roman.

Die „Bösen“ in der Geschichte sind auch eher so lächerlich böse gemacht, dass man sie kaum ernst nehmen kann. Hauptsache allerdings, sie haben abartige sexuelle Gelüste, was wohl nicht fehlen durfte.

Gegen Mitte des Hörbuches hat die Autorin bei mir dann die Grenze überschritten. OK, erst musste ich lachen, als der Schwertmeister zu Kelsea meinte, sie wäre zu dick um Schwertkampf zu lernen und sollte abnehmen. Bis dato war die Prinzessin ergo Königin eine unscheinbare junge Frau. Kann ich akzeptieren und ist auch nicht schlecht gewählt. Warum sollen junge Frauen immer strahlend schön sein? Man kann ja auch sehr gerne einmal normal aussehen, was ich persönlich viel schöner finde. Um zurück zu dem Punkt zu kommen. Das der Königin ein „Bediensteter“ sagt, sie wäre zu dick ist ja schon ein Punkt zum Aufhorchen. Immerhin hat die Dame schon gekämpft, einen Mann erstochen und ist tagelang geritten, also kann sie ja kaum ein Dreitonner sein. Und selbst wenn, warum kann eine Königin nicht auch mal 100 Kilo wiegen und trotzdem hübsch aussehen und eine gute Königin sein? Nein, die Autorin springt auf den momentan herrschenden Zug auf, nur eine magersüchtige Frau ist eine schöne Frau.

Ich frage mich allen Ernstes, wie eine Autorin in der heutigen Zeit den jungen Leserinnen immer noch vorhalten kann, dass sie zu fett sind. Wie geht es im Roman weiter? Geht Kelsea noch zum Schönheitschirurgen und lässt sich ihr unscheinbares Gesicht modellieren? Ach nein, die Ärzte sind ja alle auf ein Schiff gepackt worden und unter gegangen. Oder wirkt eher der magische Stein um ihren Hals noch Wunder und verschönert sie zu einem immer gleich aussehenden Magermodel?

Autorinnen, was geht in euch vor, wenn ihr so etwas schreibt? Naja, ich gestehe, ich habe nur die Hälfte des Hörbuches geschafft. Den Rest wollte ich mir dann doch ersparen. Die Story war einfach zu nervig, dazu die ganzen ellenlangen Gespräche ohne Inhalt und die Dummheit bei so manchem Charakter.

Die Königin der Schatten Bd. 1 - Erika Johansen
Die Königin der Schatten Bd. 1
von Erika Johansen
(59)
Buch (Paperback)
14,99

Rezension zu "Last Viking"

Zsadista , am 29.04.2019

Wir schreiben das Jahr 1030. Der junge Wikinger Harald kämpft bereits in seiner ersten Schlacht. Doch die Schlacht ist verloren als der König fällt und die Invasoren ihren Sieg feiern.

Harald muss fliehen und kämpft sich jahrelang durch. Als Mann gewachsen will er das Reich, das ihm gehört wieder zurück erobern.

Er begibt sich auf den langen Weg seine Heimat zu befreien und sich seinen angestammten Platz zurück zu holen.

„Last Viking“ ist der erste Teil der Geschichte um Harald den wahren Wikingerfürsten aus der Feder des Autors Poul Anderson.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker. Die schwarz weiße Gestaltung mit etwas rot zieht direkt den Blick auf sich.

Der Roman wurde bereits 1980 verfasst und durch den Mantikore Verlag neu aufgelegt. Das Buch selbst beginnt mit einem Vorwort und einigen Erklärungen. So wird zum Beispiel aufgezeigt, wie man verschiedene Buchstaben ausspricht. Außerdem wird erklärt, dass man bei manchen Orten und Bezeichnungen die neuen Worte genommen hat. So ist das Buch flüssiger zu lesen und einfacher zu verstehen.

Danach folgen noch ein paar Karten und schon kann man sich in das Geschehen stürzen. Die Kapitel sind kurz und fliegen nur so dahin.

Der Schreibstil selbst ist etwas ungewöhnlich. Heutige Schriftsteller wälzen sich gerne in ellenlange Ausschweifungen und Ausschmückungen. Der Autor Anderson schreibt hier stellenweise eher wie ein Sachbuch. Zack und durch. Dies mag so manchem Leser schwer im Magen liegen. Ich fand es nicht so schlimm, so war ich relativ schnell durch die 380 Seiten durch. Die kurzen Kapitel ergaben natürlich ihr Übriges dazu.

Die Wikingergeschichte war interessant und ich finde es auch spannend, wie die Story sich weiter entwickelt. Klar ist es eine recht genaue Wiedergabe der realen Geschichte über den Wikinger Sigurdharson. Trotzdem muss ich sagen, ich kenne die Geschichte nicht und werde den zweiten Band auf jeden Fall auch lesen.

Wenn man sich erst einmal an den recht ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt hat und sich auch immer im Kopf behält, dass das ursprüngliche Buch schon alt ist, ist das Buch Wikinger Fans durchaus zu empfehlen.

The Last Viking 1 - Das Blut der Wikinger - Poul Anderson
The Last Viking 1 - Das Blut der Wikinger
von Poul Anderson
(6)
Buch (Taschenbuch)
13,95

Rezension zu "Schlacht und Blut - Die Napoleon Saga 1"

Zsadista , am 29.04.2019

1769 ist ein wahres Schicksalsjahr. Im gleichen Jahr werden zwei Kinder geboren, die später die Welt verändern sollten.

In Korsika erblickt Napoleon Bonaparte und in Dublin Arthur Wellesley das Licht der Welt. Während Wellington eher privilegiert aufwächst, muss sich Bonaparte schon recht früh den Kriegswirren stellen.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf.

„Schlacht und Blut – Die Napoleon Saga 1“ ist der Beginn der historischen Geschichte von Napoleon und Wellington aus der Feder des Autors Simon Scarrow.

Wie das Cover, Titel und Inhaltsangabe aussagen, geht es in dem Buch um eine historisch reale Geschichte und keinen erfundenen Roman.

Das Buch fängt mit den Geburten der Protagonisten an und geht über die Kindheit zur Jugend hin. Es mag für so manchen Leser somit ein zähes uninteressantes Buch sein. Man lernt viel über die damalige Zeit. Das Verhalten der Menschen, wie die privilegierten ihre Welt sahen und lässt erahnen was der Krieg für ein grausames Schicksal bot.

Den Großteil des Buches läuft die Geschichte eher ruhig und jeder hat so seine ganz eigenen Probleme.

Der Schreibstil ist, trotzdem es fast nur um die Kindheit und Jugendzeit geht, flott und spannend. Der Autor hat ein Händchen dafür mitreißend zu schreiben. Er braucht nicht viele Ausschmückungen in seinem Roman. Man hat, wohl wegen so manchem Film den man gesehen hat, schnell ein Bild von der Zeit, den Kleidern und Begebenheiten.

Wenn man sich für Geschichte und diese Zeit interessiert, ist das Buch wirklich empfehlenswert. Man darf sich hier halt keine falschen Vorstellungen von einem bunt ausgeschmückten Roman machen. Der Autor ist sehr nah an der wirklichen, überlieferten Geschichte geblieben.

Manchmal bleibt man allerdings an ein paar Worten hängen, die, meines Erachtens, schlecht übersetzt wurden. So denke ich, dass das Wort „Schwert“ nicht ganz in diese Epoche passt und wohl eher „Degen“ oder „Säbel“ hätte heißen müssen. Ich glaube allerdings, dass dies „jammern auf höchstem Niveau“ von mir ist. Es tut der Geschichte im Ganzen nichts Negatives anhängen und ich wollte es nur mal erwähnen.

Ich finde das Buch sehr gelungen und freue mich schon auf den zweiten Teil der Saga.

Schlacht und Blut - Die Napoleon-Saga 1769 - 1795 - Simon Scarrow
Schlacht und Blut - Die Napoleon-Saga 1769 - 1795
von Simon Scarrow
(2)
Buch (Klappenbroschur)
11,99

Rezension zu "Blutroter Stahl"

Zsadista , am 26.04.2019

„Blutroter Stahl“ ist eine Sword & Sorcery Anthologie aus der Feder mehrerer Autoren. Herausgegeben wurde das Werk von Mihcael Quay, Ingo Schulze und André Skora.

Das Cover ist einfach fantastisch düster und gelungen. Vorne sind die neunzehn Geschichten mit ihren jeweiligen Autoren aufgelistet. Danach kann man sich schon gleich in die erste Schlacht begeben.

Wie in jeder Anthologie gibt es Storys, die mir mal mehr, mal weniger gefallen. Das Gesamtwerk hat mich allerdings im Ganzen überzeugt. Die Geschichten sind jeweils flott und gut zu lesen. Da die einzelnen Abschnitte nicht gar so lang sind, lassen sich die Storys sehr gut am Stück lesen, was mir sehr gut gefallen hat.

Die meist düsteren Geschichten waren genau mein Ding. Ein Held ist nicht immer eine schillernde strahlende Figur. Meistens sind sie dreckig und fühlen sich gar nicht so heldenhaft. So wie eben das Cover gestaltet ist.

Ich könnte jetzt gar nicht sagen, welche Geschichte mir am besten gefallen hat. Jede hatte eben durch die verschiedenen Autoren ihr eigenes Leben. Wenn man sich auf jede Story aufs Neue einlässt und keine vergleicht, waren sie eigentlich alle richtig gut. Bei der ein oder anderen hatte ich so einen kleinen Haken, war aber nicht schlimm. Genauer möchte ich nicht darauf eingehen, da es alles Kurzgeschichten sind, würde ich dann gleich viel zu viel vom Inhalt Preis geben.

Das Buch ist mit seinen 370 Seiten an sich schon ein dickes Werk. Mit den kurzen Kapiteln aber sehr gut auch mal zwischendurch zu lesen. Ich fand auf jeden Fall ist es ein gelungenes Werk und ich werde es mit Sicherheit noch einmal lesen.

Blutroter Stahl (Sword & Sorcery Anthologie)
Blutroter Stahl (Sword & Sorcery Anthologie)
(6)
Buch (Taschenbuch)
14,95

Rezension zu "Am Ende der Zeit"

Zsadista , am 22.04.2019

Shannon Moss ist eine Spezialagentin der Navy. Sie ermittelt jedoch nicht nur in ihrer Zeit, sondern macht Zeitreisen um den Dreifachmord, zu dem sie gerufen wird, aufzuklären.

So bewegt sich Shannon abwechselnd im Jahr 1997und 2015/2016. So wie sie der Aufklärung der Morde näher kommt, entfernt sie sich auch. Ein verwirrendes Spiel beginnt.

„Am Ende der Zeit“ ist ein Zeitreiseroman aus der Feder des Autors Thomas Carl Sweterlitsch.

Das Cover sieht wirklich richtig toll aus. Die düsteren Städte, die sich gegenüberliegen, ähnlich aussehen und doch so verschieden sind. Dazu der geprägte glänzende Titel, einfach ein Hingucker. Die Inhaltsangabe verspricht viel Spannung und rasantes Lesen.

Das Buch hätte wirklich gut werden können, ist es aber nicht. Der ganze Roman war so abstrus geschrieben, dass ich öfters dachte, ob der Autor noch weiß, was er da zu Blatt gebracht hat oder hat etwa der Übersetzer diese Denkfehler eingebaut?

So erfindet der Autor viele Wörter, die er einfach im Raum stehen lässt, als wüsste er selbst nicht, was er da gerade geschrieben hat. So wie zum Beispiel der „Quantenschaum-Makrofeld-Generator“. Ich weiß auch nach dem Lesen des Buches nicht, wie auch nur im Entferntesten das Teil funktionieren sollte. Daher kann ich auch sagen, es gibt keinen Anhang oder Erklärungen der Worte oder Gegenstände. Ich finde es toll, wenn Autoren Worte und Geräte erfinden, allerdings sollten sie selbst auch wenigstens ein bisschen wissen, was sie da erfunden haben und es dem Leser erklärend näher bringen.

Was mir auch ein Rätsel geblieben ist, warum der Autor ständig die Perspektive der Hauptperson geändert hat. 1997 schreibt er von Shannon in der dritten Person, 2015 befindet man sich auf einmal in der Egoperspektive. Das Switschen nervte mich einfach nur.

Man könnte sich beim Lesen auch fragen, was das ganze Zeitgehüpfe am Ende eigentlich bringen sollte. Angeblich ist jede Zukunft, wenn der Reisende zurück kehrt ausgelöscht, ergo, auch nicht eintreffend. Was bringt es dann, dahin zu reisen und zu ermitteln?

Die komplette Story ist so zäh und langweilig, dass ich recht schnell angefangen habe, die Seiten nur noch zu überfliegen. Am Ende interessierte mich die Lösung des Mordes nicht mehr die Bohne. Die fast 480 Seiten waren echt eine schwere Kost, nur dachte ich, dass das Ende noch den großen AHA-Effekt bringen würde, tat es für mich aber nicht.

Im ganzen Buch haben mir nur zwei Punkte gefallen. Man kann nur in die Zukunft reisen, was sich eigentlich ganz logisch anhört. Und man altert ganz normal und kommt eben älter wieder in der Vergangenheit an. Das waren aber wirklich die einzigen beiden Punkte, die ich positiv an dem Werk gesehen habe.

Leider kann ich mich wirklich nicht für dieses Werk begeistern. Es wirkte einfach wie ohne nachzudenken herunter geschrieben. Mit sehr viel „Augen-zu-drücken“ kann ich hier dann noch zwei Sterne vergeben.

Am Ende der Zeit - Thomas Carl Sweterlitsch
Am Ende der Zeit
von Thomas Carl Sweterlitsch
(1)
Buch (Paperback)
14,99

Rezension zu "Sau am Brett"

Zsadista , am 22.04.2019

Fellinger will sich eigentlich nur noch sein Tagesabschlussbier beim Löffelmacher genehmigen, da nippelt doch glatt einer ab. Vorüber kippt er in seinen Schweinsbraten und regt sich nicht mehr.

Gleich wird Fellinger unterstellt, er hätte seine Arbeit in dem Restaurant nicht richtig ernst genommen. Angeblich ist der Gast vergiftet worden, was Fellinger bei seinen Kontrollen nicht gemerkt hat. Dazu wird ihm auch gleich noch unterstellt, dass er käuflich ist.

Das kann Fellinger nicht auf sich sitzen lassen, ist er doch alles andere als käuflich. Und schon gar nicht übersieht er irgendwelche Missstände als Lebensmittelkontrolleur.

Schneller als erwartet tappt Fellinger in seinen zweiten Fall, den er jetzt fix lösen muss, sonst kommt er selbst noch in den Knast.

„Sau am Brett“ ist der zweite Fall für den Hobbyermittler Fellinger aus der Feder des Autors Oliver Kern.

Der Schreibstil ist schon wie im ersten Teil einfach genial. Der Autor schreibt locker und flüssig. Die kurzen Kapitel mit den lustigen Überschriften geben dann noch ihr letztes dazu.

Fellinger ist ein ganz besonderer Hobbyermittler, den man einfach mögen muss. Sonst bin ich ja eher immer sehr skeptisch, wenn es um privat ermittelnde Personen geht. Das drifted sonst immer ganz schnell ins Abstruse ab. Doch der Autor Oliver Kern schafft auch in diesem Krimi die schmale Gratwanderung mit Bravour.

Der Fall ist leicht verzwickt und hat einige rote Fäden, wird am Ende jedoch komplett aufgelöst und entzwirbelt.

Auch hier muss wieder klar sein, es ist kein blutrünstiger Krimi, auch wenn einige Leichen auftauchen. Es ist ein humorvoller, lockerer Krimi mit einigen Niederschlägen. Der Autor trifft mit seinen Fellinger Krimis genau meinen Geschmack. Witzig aber nicht dämlich witzig, ein paar Leichen aber keine übertriebenen Leichenfetzereien und ein Lebensmittelkontrolleur der zwar überall seine Nase rein hält, aber auch auf dergleichen einiges drauf bekommt.

Ich kann da nicht anders als volle Sterne zu vergeben und auf den nächsten Fall zu warten.

Sau am Brett - Oliver Kern
Sau am Brett
von Oliver Kern
(12)
Buch (Klappenbroschur)
9,99

Rezension zu "Der fünfte Erzengel - HB"

Zsadista , am 22.04.2019

„Der fünfte Erzengel – HB“ ist ein Hörbuch mit 15 Kurzgeschichten aus der Feder des Autors Andreas Gruber.

Der eigentliche Sprecher des Buches Achim Buch hat für mich seine Sache sehr gut gemacht. Ich habe seiner Stimme gerne gelauscht. Vor jeder Story hat der Autor selbst noch ein paar Worte gesagt. Dies war sehr interessant, allerdings nicht immer wichtig.

Das Cover ist in seiner Düsterheit ein richtiger Hingucker. Wobei mit mittlerweile diese brennend aussehende Kathedrale an Notre Dame erinnert. Was dem Bild trotzdem nichts Schlechtes bringt.

Die Storys selbst sind wie immer in einer Kurzgeschichtensammlung. Manche besser, manche eben schlechter. Die Geschichten reichen von böse über schwarzen Humor bis hin zur Twilight Zone.

Richtig blutigen Horror kann man hier nicht unbedingt finden. Wer auf der Suche nach spritzendem Blut oder fliegenden Körperteilen ist, sollte sich lieber ein anderes Hörbuch suchen sonst könnte er an dieser Stelle leicht enttäuscht werden.

Ich fand die Geschichten wirklich sehr gelungen, obwohl mir nicht alle gleich gut gefallen haben. Sehr gut fand ich, dass die Geschichten nicht mit unnötigen Ausschmückungen in die Länge gezogen wurden. Dies schaffen manche Autoren selbst bei Kurzgeschichten noch.

Am besten wird das Buch von sein Untertitel beschrieben: „fünfzehn unheimliche Geschichten“.

Da ich jetzt auch nicht groß was daran auszusetzen habe, bekommt das Werk volle Sternezahl von mir.

Der fünfte Erzengel - Andreas Gruber
Der fünfte Erzengel
von Andreas Gruber
(1)
Hörbuch-Download (MP3)
21,95

Rezension zu "Geheimnisse der Vernehmungskunst"

Zsadista , am 08.04.2019

„Geheimnisse der Vernehmungskunst“ ist ein Buch des Mordermittlers und Autors Josef Wilfling.

Wer hier einen spannenden Krimi erwartet, liegt leider falsch. Ganz sachlich erklärt der Autor die Vorgehensweise bei Vernehmungen.

Das Buch ist nicht nur ein einfach dahin geschriebenes Vorgehen. Es ist, wie der Autor im Vorwort erklärt, mehr ein Fachbuch für Ermittler. Daher kann der Stoff bei so manchem Leser auch sehr trocken und eintönig herüber kommen.

Ich denke, das Buch ist kein Leitfaden für den interessierten Leser, wie es bei Vernehmungen einhundertprozentig zugehen wird. Auf jeden Fall ist es sehr interessant, wie es denn in Wirklichkeit ablaufen sollte oder könnte.

Viel zu häufig werden wir durch Krimis im Fernsehen oder auch in Büchern auf falsche Ermittlerfährten geschoben. Der Mensch bekommt hier viel zu leicht ein falsches Bild der ganzen Sache. Daher finde ich es sehr spannend, solche Bücher, wie das mir vorliegende, zu lesen. Ich finde es sehr interessant, wie weit die Wirklichkeit gegenüber Filmen und Büchern dann doch abschweift. Natürlich ist mir klar, dass in der Fiction vieles anders abläuft, als in der Realität. Aber dann doch von Experten berichtet zu bekommen, wie es wirklich ist, ist für mich sehr aufschlussreich.

Eines muss man sich bei diesem Exemplar immer wieder ins Gedächtnis rufen, es ist ein Lehr- und Fachbuch für die Polizeischule und kein Sachbuch, das für den „normalen“ Leser geschrieben ist. Es ist manchmal nicht so leicht zu verstehen. Auch kann man eventuell mit der Meinung des Autors nicht immer eins sein, trotzdem kann ich das Werk sehr empfehlen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde mir die anderen Werke von Herrn Wilfling auf jeden Fall auch noch zulegen.

Geheimnisse der Vernehmungskunst - Josef Wilfling
Geheimnisse der Vernehmungskunst
von Josef Wilfling
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00