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leseratte1310 Unsere Top-BuchhändlerInnen

Gesamte Bewertungen 1010 (ansehen)


Meine Bewertungen

Sehr spannend

leseratte1310 , am 23.05.2019

In Bolivien wecken reiche Lithium-Vorkommen Begehrlichkeiten. In Russland werden einige Leute unruhig, weil eine unverschlüsselte Namensliste auftaucht. Ein Banker aus Estland begeht vermeintlich Selbstmord, weil der Name seiner Bank bei der Geschichte mit den Panama Papers aufgetaucht ist. Lena Hallberg hat wieder einmal den richtigen Riecher und beginnt, Recherchen anzustellen. Dabei taucht auch der Name von Kurkov auf, der sich in der Öffentlichkeit gerne als Förderer der Kunst präsentiert.
Das Buch ist wieder sehr flüssig zu lesen und die Geschichte äußerst spannend. Geld regiert die Welt, und die Akteure geben nichts auf Menschenleben, wenn sie nach Geld und Macht streben. Daneben gibt es noch einen Handlungsstrang, bei dem in Albanien junge Mädchen verschleppt werden.
Die sympathische Journalistin Lena Hallberg will es eigentlich ruhiger angehen, aber sie kann es nicht lassen. Wenn es Fragen gibt, müssen sie beantwortet werden. Dafür geht sie auch große Risiken ein. Sie wendet sich an Hawk, der zwar im Ruhestand ist, aber in den USA sehr gute Verbindungen hat, und macht ihn neugierig. Auch er möchten den kriminellen Elementen das Handwerk legen.
In Kurkovs Umfeld taucht immer wieder ein junger Cellist auf, der seinem Gönner gerne mal einen Gefallen tut. Weiß er überhaupt, auf was er sich einlässt? Was hat die Lobbyistin Ivy Schillman mit all dem zu tun?
Mir hat der bolivianische Politiker Almeda leidgetan, der mit so guten Vorsätzen angetreten ist, den aber am Ende die Realität eingeholt hat.
Dieser Thriller ist von Anfang an rasant und sehr spannend, aber zum Ende wird es noch richtig dramatisch.
Ich kann den Thriller nur empfehlen.

Lena Halberg: Der Cellist - Ernest Nybørg
Lena Halberg: Der Cellist
von Ernest Nybørg
(4)
Buch (Taschenbuch)
14,50

Britischer Humor

leseratte1310 , am 22.05.2019

Chefbankerin Liz hat ihre Mitarbeiter zu einem Teambuilding-Seminar verdonnert. Das soll auf dem schottischen Anwesen von Lord und Lady McIntosh stattfinden, das etwas herunterkommen ist und immense Summen verschlingt. Als Die Chefin mit ihrem blauen Wagen vorfährt, kann sie nicht ahnen, dass einer der Pfauen auf dem Anwesen etwas gegen blau hat und daher angreift. Aber damit nicht genug… Das Teambuilding verläuft nicht wie erwartet, da das zu viel Team und zu viel Nähe für die Banker ist. Außerdem ist das ländliche Ambiente nicht so ihres und der spontane Wintereinbruch schon gar nicht. Für das leibliche Wohl ist jedenfalls gesorgt. Die Köchin hat ein delikates Curry zubereitet.
Die Geschichte ist recht schnell erzählt, aber es ist sehr gelungen, was die Autorin daraus gemacht hat. Der Schreibstil ist schön flüssig zu lesen und die Geschichte herrlich british-humorvoll.
Die beteiligten Personen sind gut dargestellt, so dass ich mir alle bildlich vorstellen konnte. Wintereinbruch und Stromausfall sorgen nicht gerade für Gemütlichkeit. Man erfährt vom anderen mehr als einem lieb ist und eine skurrile Situation führt zur nächsten. Es ist sehr unterhaltsam, als Zuschauer einen Blick auf das chaotische Spektakel zu werfen.
Ein empfehlenswertes Buch.

Der Pfau - Isabel Bogdan
Der Pfau
von Isabel Bogdan
(148)
Buch (Taschenbuch)
10,00

Fridos Abenteuer

leseratte1310 , am 21.05.2019

Frido lebt mit seiner Mama in einer WG, weil die noch studiert. In so einer WG gibt es einige Leute und es ist immer was los, ganz besonders, wenn Mama Geburtstag feiert. Frido durfte sogar auch jemanden einladen. Natürlich musste Mika zu ihm kommen. Weil es aber bei der Feier richtig rundgeht, haben Frido und Mika Gelegenheit zu tun, wozu sie Lust haben, denn keiner passt so genau auf sie auf.
Neun Geschichten zum Vorlesen gibt es in dem Buch. Sie haben genau die richtige Länge. Alle sind sie unterhaltsam und kindgerecht. Ich habe festgestellt, dass das Buch Jungen eher anspricht als Mädchen.
Frido ist ein aufgeweckter Junge mit einem eigenen Kopf. Er lebt mit seiner Mutter in einer Wohngemeinschaft und das findet er gut so. Wir lernen so eine ganze Reihe Personen kennen, mit denen es Frido zu tun hat. Er erlebt die tollsten Abenteuer und oft ist sein Freund Mika dabei. Gemeinsam kommen sie auch schon mal auf dumme Ideen und Eltern hoffen wohl, dass ihre eigenen Kinder solchen Blödsinn nicht nachmachen. Aber den Kindern gefallen die Geschichten.
Ein wirklich unterhaltsames Kinderbuch.

Frido mittendrin - Geschichten aus dem gelben Haus - Nikola Huppertz
Frido mittendrin - Geschichten aus dem gelben Haus
von Nikola Huppertz
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
14,00

Abenteuer Kita

leseratte1310 , am 20.05.2019

Es ist ein seltsames Gefühl, wenn man irgendwo neu in eine Gruppe kommt und niemanden kennt. So ergeht es auch Mika, als er neu in die Kita kommt. Am liebsten würde er kehrt machen, doch das geht nicht. Also bleibt er erstmal in der Garderobe und will dort auf seine Mutter warten. Aber als er Charlotte, Emil, Nino und Frieda kennenlernt, ändert sich das schnell. Alle sind sie in der Oktopus-Gruppe und schließen Freundschaft. Die fünf nennen sich „Die wilden Rabauken“. Gemeinsam erleben sie in der Kita viele Abenteuer und manche davon sie auch etwas heikel, wie es sich für wilde Rabauken gehört.
Es macht viel Spaß, dieses Buch zu lesen. Und die wunderschönen, kindgerechten Bilder passen ganz hervorragend. Aber auch die Geschichten, welche die Freunde erleben, kommen bei den Kindern gut an, denn es ist toll als Pirat über die Meere zu fahren und nach Schätzen zu suchen. Manchmal muss man sogar das Zahnkrokodil bekämpfen.
Ein schönes Buch für Kindergartenkinder und solche, die es werden wollen. Dabei ist dieses Buch nicht nur unterhaltsam, sondern es vermittelt auf spielerische Art auch einige Regeln.
Ein tolles Buch.

Wir sind die wilden Rabauken! - Jan Hellstern
Wir sind die wilden Rabauken!
von Jan Hellstern
(4)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,00

Hilfe für Leni

leseratte1310 , am 20.05.2019

Das einstige Schloßgespenst Hatschihu lebt seit einiger Zeit auf dem Heuboden des Ponyhofs am Spatzenbach. Hier reitet Leni immer ihr Pony Pünktchen. Da Hatschihu beim Niesen für einen Moment sichtbar wird, konnten sich Leni und Hatschihu kennenlernen und haben Freundschaft geschlossen. Hatschihu hat immer eine Menge abenteuerlicher Ideen.
Dieses Mal war irgendetwas anders. Denn nach dem Reiten taucht Leni nicht auf dem Heuboden auf wie sonst immer. Das muss gleich mal erkundet werden was los ist. Leni ist traurig, weil sie nach der Reitstunde keine Stallarbeit mehr machen darf. Das will die neu Reitlehrerin Melanie nicht. Zum Glück aber hat Leni ja ein Stallgespenst als Freund. Hatschihu wird bestimmt etwas einfallen.
Diese Geschichte ist gut geeignet für Leseanfänger zum Selberlesen und zum Vorlesen. Die passenden Bilder sind kindgerecht und wunderschön.
Ich bin überzeugt, dass nicht nur Mädchen an diesen tollen Geschichten mit dem Stallgespenst ihre Freude haben, auch wenn sie sich eher zu Pferden hingezogen fühlen.
Hatschihu sorgt mit seinen Ideen oft für Chaos. Doch es macht viel Spaß das mitzuerleben.
Eine wundervoll unterhaltsame Geschichte.

Das kleine Stallgespenst - Trubel im Reitstall - Meike Haas
Das kleine Stallgespenst - Trubel im Reitstall
von Meike Haas
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
8,00

Hatschihu sucht ein Geschenk

leseratte1310 , am 20.05.2019

Hatschihu war einst ein Schlossgespenst auf Burg Weilerlang. Als die Burg zu einem Museum wurde, war es dort zu langweilig. Seither lebt das Gespenst auf dem Heuboden des Ponyhofs am Spatzenbach, wo Lenis Pony Pünktchen steht. Immer wenn Hatschihu niesen muss, wird es für einen Moment sichtbar; so haben sich Leni und Hatschihu kennengelernt und Freundschaft geschlossen. Leni hat bald Geburtstag und will den mit Freunden auf dem Ponyhof feiern. Natürlich ist das Gespenst eingeladen. Aber zuerst muss Hatschihu ja ein Geschenk für Leni besorgen und sorgt damit für einige Aufregung.
Die Geschichte liest sich sehr schön. Geeignet ist das Buch sowohl zum Vorlesen als auch für Erstleser. Auch die zur Geschichte passenden Illustrationen sind wundervoll.
Auch wenn sich meist Mädchen für Pferde und das Reiten interessieren, denke ich, dass diese unterhaltsame Geschichte mit dem Gespenst auch Jungen Spaß bereiten wird.
Ich kann diese unterhaltsame Geschichte nur empfehlen.

Das kleine Stallgespenst - Ein verspukter Geburtstag - Meike Haas
Das kleine Stallgespenst - Ein verspukter Geburtstag
von Meike Haas
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
8,00

Eine wundervolle Geschichte

leseratte1310 , am 19.05.2019

Die Chatham-Inseln sind die Heimat der Moriori, einem friedlichen Volk, das von den Maori fast vollständig ausgerottet wurde, weil diese das Land wollten.
Die junge Moriori Kimi muss dort miterleben, wie ihr friedliches Volk von den Maori überfallen, getötet oder versklavt wird. Sie muss danach dem Maori-Häuptling dienen., denn ihre Sprachkenntnisse sind wertvoll.
Die junge Ruth Helwig hatte sich eine Ehe mit dem Schmied David Mühlen in Berlin sehr schön vorgestellt. Doch der sehr gläubige David hat ganz andere Vorstellungen. Er will ans andere Ende der Welt, um die Ureinwohner zu missionieren. Ruth folgt ihm in die Fremde.
Beide Frauen, die aus so unterschiedlichen Kulturen kommen, haben ihr Herz an den Missionar David verloren. Doch das Schicksal macht es ihnen nicht leicht, ihr Glück zu finden.
Ich habe zuvor noch kein Buch von Sarah Lark gelesen, aber dieses wird sicherlich nicht das letzte sein, denn die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt. Ich hatte noch nie von den Moriori gehört und nun habe ich wieder ein neues Stück Geschichte kennengelernt.
Um die Geschichte von Kimi und Ruth ist ein weiterer Handlungsstrang gewoben, der in der Gegenwart spielt. Die Wissenschaftlerin Sophie erfährt zufällig von den Moriori und macht sich mit ihrem Freund Norman auf, um Forschungen zu betreiben.
Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Ich mochte sowohl Ruth als auch kimi, die beide starke Persönlichkeiten sind und es nicht einfach haben. David war mir in seiner Frömmigkeit und seinem Eifer suspekt, denn ich mag es nicht, wenn jemand unter dem Deckmantel des Glaubens anderen etwas aufzwingen will. Es zeigt sich, dass mein erster Eindruck nicht falsch war, denn sein Verhalten ist rücksichtslos. Er kann auch nicht wirklich Gefühle schenken oder annehmen.
Die historischen Begebenheiten sind sehr gut recherchiert.
Mir hat dieses atmosphärische Neuseeland-Epos sehr gut gefallen.

Wo der Tag beginnt - Sarah Lark
Wo der Tag beginnt
von Sarah Lark
(7)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

Ein Sumpf im Sumpf

leseratte1310 , am 18.05.2019

Aaron Crown, der wegen Mordes an einem schwarzen Bürgerrechtler verurteilt wurde, beteuert unschuldig zu sein. Er wendet sich an Dave Robicheaux und bittet um Hilfe. Dass auch ein Filmteam sich mit dem Fall beschäftigt, gefällt dem kommenden Gouverneur LaRose gar nicht, was wiederum Dave stutzig macht. Was hat LaRose zu verbergen?
Dies ist der neunte Fall für Dave Robicheaux, aber für mich ist es das erste Buch von James Lee Burke. Dieser Roman ist bereits 1996 erschienen, wurde aber nun neu bearbeitet.
Der Autor hat es mir nicht leicht gemacht, die fliegenden Wechsel innerhalb eines Kapitels sorgen oft für Verwirrung, so dass ich manches mehrmals lesen musste. Dafür aber hat mir die tolle bildgewaltige Sprache gut gefallen. Man fühlt sich direkt in die Sumpflandschaft von Louisiana versetzt, die für Menschen nicht ungefährlich ist. Aber es tut sich auch noch ein ganz anderer Sumpf auf, der noch gefährlicher ist. Erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht von Dave Robicheaux in der Ich-Form.
Die Charaktere sind facettenreich und gut beschrieben. Dave ist ein Mensch mit vielen Ecken und Kanten, oft barsch, so dass er nicht auf Anhieb ein Sympathieträger ist. Er ist im Bayou aufgewachsen und war als Soldat in Vietnam. Manches ließ sich wohl nur mit Alkohol ertragen, aber er ist inzwischen trocken. Er hat einen ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn und Widerstand bei den Ermittlungen lässt ihn noch vehementer weiterforschen. Er scheint in ein Wespennest gestochen zu haben, denn plötzlich ist man hinter ihm her. Aber zum Glück hat er seinen Kumpel Clete. Welche Rolle spielt seine ehemalige Freundin Karyn bei der ganzen Geschichte? Auch Buford LaRoses Interesse an der Sache ist auffällig.
Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, als es Aaron Crown gelingt zu fliehen.
Es ist ein spannender und vielschichtiger Krimi mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik.

Nacht über dem Bayou - James Lee Burke
Nacht über dem Bayou
von James Lee Burke
(6)
Buch (Klappenbroschur)
18,00

Ein Neuanfang mit Schwierigkeiten

leseratte1310 , am 18.05.2019

Die Mutter der fünfzehnjährige Gesine starb bei einem Unfall. Da sie in Wien nicht alleine bleiben kann, muss sie zu ihrer Tante Wanda nach Blackwood in Irland ziehen. Schon bei der Ankunft fühlt sie sich fehl am Platze. Blackwood ist ein merkwürdiges Dorf mit seltsamen Bewohnern. Gesine würde am liebsten schnell kehrt machen. Doch in der Schule ist Arian, zu dem sie sich ungemein hingezogen fühlt. Aber der ist vergeben an die bildschöne, aber gemeine Lilian. Doch nicht nur das bringt Gesines Gefühlswelt durcheinander, dann erhält sie auch noch Briefe von ihrem Ich aus der Zukunft.
Das Buch liest sich so toll und die schrägen Charaktere gefallen mir auch gut. Aber nicht nur die Personen sind sehr schräg, auch der Radiosender von Blackwood ist es, denn selbst intimste Nachrichten verbreiten sich so schnell und jeder ist damit über jeden bestens informiert.
Gesine hat den Verlust der Mutter noch nicht überwunden, als es sie auch noch an einen fremden Ort mit fremden Menschen verschlägt. Natürlich fühlt sie sich unwohl und es gibt da einige Leute, die es ihr auch besonders schwer machen. Von ihrer Tante kann sie anfangs auch wenig Unterstützung erwarten, denn die ist selbst mit der Situation ein wenig überfordert. Zum Glück gibt es da Sam, der ein guter Freund wird, leider aber auch Geheimnisse nicht unbedingt für sich behält. Aber auch die gutmütige Mimi, die mit ihren Back- und Kochkreationen gute Gefühle schafft, ist eine Anlaufstation für Gesine. Arian ist ein charmanter, etwas geheimnisvoller Junge, der Gesine so den Kopf verdreht, dass sie kein Fettnäpfchen auslässt. Lilian ist eifersüchtig, daher machen sie und ihre „Hündchen“ Gesine das Leben schwer.
Erst ist Gesine irritiert, als sie Briefe von sich aus der Zukunft erhält, dann erwartet sie sich Unterstützung. Aber kann und will ihr zukünftiges Ich ihr überhaupt sagen, was sie tun soll?
und Kanten und nicht alle sind sie sympathisch – alle aber tragen sie dazu bei, dass man sich hier beim Lesen köstlich amüsiert und gar nicht anders kann, als sich in das kleine Dörfchen Blackwood zu verlieben.
Ein bisschen Fantasy, ein wenig Romantik, viel Humor und eine Portion Magie – das ergibt eine unterhaltsame Geschichte.

Blackwood - Britta Sabbag
Blackwood
von Britta Sabbag
(32)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,99

Normal und doch anders

leseratte1310 , am 17.05.2019

Als Jasmijn in die Vorschule kommt, spürt sie, dass sie anders ist als andere Kinder. Sie kann schon lesen und will unbedingt etwas lernen, aber sie soll mit den anderen Kindern spielen. Doch all die Reise, denen sie ausgesetzt ist, machen ihr zu schaffen. Sie zieht sich zurück und spricht nicht mit den anderen. Nur zu Hause mit ihrer Hündin Senta fühlt sie sich wohl. Da muss sie nicht die Erwartungen von anderen Menschen erfüllen, wo sie doch oft nicht weiß, wie sie sich verhalten soll.
Das Anliegen der Autorin Judith Visser war es, dass es mehr Verständnis für Menschen mit Autismus gibt. Bei ihr selbst wurde die Diagnose Asperger-Syndrom erst sehr spät gestellt. Man spürt beim Lesen, dass sie weiß, wovon sie schreibt.
Ihre Protagonistin Jasmijn spürt schon sehr früh, dass sie anders ist als andere Menschen und zieht sich zurück. Sie kann das Verhalten von anderen nicht interpretieren und weiß nicht, wie sie reagieren soll. Sie kann keinen Lärm ertragen und grelles Licht löst Migräne bei ihr aus. Sie versucht sich „normal“ zu verhalten, braucht aber auch immer Zeiten, in denen sie sich zurückziehen kann. Mit zunehmendem Alter verstärkt sich ihr Verhalten. Es ist auch für ihre Eltern schwer, da sie nicht wissen, was mit der Tochter los ist. Aber sie nehmen sie, wie sie ist. Jasmijn wird erst als Erwachsene eine Diagnose bekommen.
Es ist eine ergreifende Geschichte, die aber auch Längen hat. Wir begleiten Jasmijn durch die Kindheit, die Pubertät bis ins junge Erwachsenenalter. Alles wird sehr ausführlich beschrieben. Das sorgt einerseits für besseres Verstehen, andererseits nimmt es dadurch etwas vom Lesefluss.
Ein interessantes und informatives Buch, das beim Lesen berührt.

Mein Leben als Sonntagskind - Judith Visser
Mein Leben als Sonntagskind
von Judith Visser
(46)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00

 
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