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Bewerter

Meine Bewertungen

Ein sehr gelungener Auftakt

CharleensTraumbibliothek , am 09.11.2018

Meine Meinung:
Das Cover hat mich auf den ersten Blick angesprochen, auch wenn es nicht so viel Aussagekraft besitzt. Für meinen Geschmack ist es stimmig und vermittelt auch aufgrund der Zusammenstellung den Eindruck, dass es sich hierbei um eine Dystopie handelt. Es hat auf jeden Fall Bezug zum Buch.

Der Schreibstil von Erin Lenaris hat mir gut gefallen. Er ist flüssig und leicht zu lesen, so dass die Seiten sehr schnell verflogen sind. Auf mich wirkte es sehr bildgewaltig, denn immer wieder haben sich Szenen vor meinem inneren Auge abgespielt, als ob ich einen Film schauen würde. Dadurch wird mir das Buch auch noch eine Weile in Erinnerung bleiben.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive verfasst und wir begleiten die 16-jährige Emony, welche über eine ganz besondere Fähigkeit verfügt. Sie kann sofort erkennen, wenn jemand lügt. Ich habe Emony als dynamische, willensstarke Persönlichkeit wahrgenommen und habe sie von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen. Ich habe mit ihr gefiebert und konnte die meisten ihrer Entscheidungen nachvollziehen.
Erin Lenaris hat hier noch einige andere Charaktere eingebaut, die mir mal mehr und mal weniger gefallen haben. Ich möchte hierzu aber natürlich nicht zu viel verraten, weil sie auch vorher im Klappentext nicht erwähnt werden. Nur so viel: Ihren besten Freund empfand ich als ziemlich nervig, den Ausbilder Kohen hingegen sehr geheimnisvoll und sympathisch. Leider hat Kohen doch wenig Raum eingenommen und ich hoffe, dass man im zweiten Band mehr von ihm lesen kann.

Die Story an sich hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung spielt im Jahre 2210 und das Setting ist so (oder so ähnlich) auf jeden Fall möglich. Es herrscht Wasserknappheit auf der Erde. Teilweise wurde ich hier schon ein wenig an "Die Tribute von Panem" erinnert, denn während die Bewohner des Raurings kaum Wasser haben und das wenige, was sie haben, teuer kaufen müssen, gibt es die Großstadt Polaris, in der es Wasser im Überfluss gibt. Die Unterschiede zwischen den beiden Bereichen sind wirklich so gegensätzlich - gegensätzlicher würde schon gar nicht mehr gehen. Mir hat die Szenerie sehr gut gefallen, auch wenn sie teilweise schon erschreckend und erdrückend war.
Erin Lenaris hat sich hier auch einigen Sci-Fi-Elementen bedient, mit dem ich vorher nicht gerechnet hatte. So gibt es zum Beispiel Drohnen und Laserwaffen.
Sie hat emotionale, aber auch spannende Szenen eingebaut, die sich gut die Waage gehalten haben. Mir persönlich hat dieser Mix richtig gut gefallen. Der Spannungsbogen ist nicht überhoch, aber dennoch war ich sehr ans Buch gefesselt. Einen Großteil nimmt auch die Ausbildung von Emony ein, was mir durch die vielen detailierten Szenen gefallen hat. Sie hatte in meinen Augen genau das richtige Ausmaß, wurde nicht einfach im Schnelldurchlauf abgehandelt.
Am Ende gibt es noch viele offene Fragen, so dass ich nun sehnsüchtig auf den Folgeband warte.


Fazit:
Mit "Die Ring-Chroniken: Begabt"hat Erin Lenaris einen tollen Auftakt geschaffen. Die Szenerie der Zukunft ist durchaus denkbar und erschreckend. Ich mochte die ernste Thematik und die Ausbildungselemte. Lediglich bei den Charakteren hat mir nicht unbedingt alles gefallen.

4/5 Punkte
(Sehr gut)

Die Ring-Chroniken - Begabt - Erin Lenaris
Die Ring-Chroniken - Begabt
von Erin Lenaris
(19)
eBook
11,99

Bei den Charakteren und bei der Umsetzung der Handlung hatte ich mehr erwartet

CharleensTraumbibliothek , am 02.11.2018

Meine Meinung:
Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es wirkt auf mich stimmig und überhaupt nicht überladen, obwohl es viele Details beinhaltet. Die junge Frau stellt vermutlich die Protagonistin dar und das Bild an sich hat auch Bezug zum Inhalt des Buches.

Der Schreibstil von Tina Köpke war flüssig und gut zu lesen, so dass die Seiten sehr schnell verflogen sind. Von der ersten Seite an bin ich perfekt in die Geschichte rein gekommen und konnte mir auch viele Szenen bildlich vorstellen.

Das Buch ist aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben und zu Beginn eines Kapitels steht auch, bei welchem Protagonisten man sich derzeit befindet.
Hauptcharakter ist hier die junge Frau Peyton. Ich muss gestehen, dass ich mich an diesen außergewöhnlichen Namen erst einmal etwas gewöhnen musste. Ebenso erging es mir mit ihrer Art. Sie war mir zwar von der ersten Seite an sympathisch, aber dennoch konnte sie mich mit ihren charakterlichen Eigenschaften und ihrer Handlungsweise hin und wieder nicht überzeugen. Ich habe Peyton als sehr impulsives Mädchen wahrgenommen, welches oftmals überstürzt und gegen jede Vernunft handelt.
Die eingebauten anderen Charaktere sind in meinen Augen interessant und auch sehr verschieden gewesen. Hier hätte ich allerdings auch gern mehr Tiefe gehabt, denn letztendlich werden sie in meinem Kopf leider sehr schnell verblassen.

Die Idee der Handlung hat mir sehr gut gefallen, aber auch hier hätte man weitaus mehr herausholen können. Einige Wendungen waren leider recht vorhersehbar, so dass es nur wenige Überraschungen gab. Dadurch war der Spannungsbogen auch nicht so hoch gehalten, wie ich es mir vorher gewünscht hätte. Manchmal kam es mir auch so vor, als hätte Tina Köpke lediglich eine Szene an die andere gereiht, ohne dass sie tatsächlich zusammenhängen. Aus dieser Story hätte man noch viel mehr herausholen können. Ich hätte gern mehr über das Training von Peyton und auch über die Anderswelt erfahren. Aufgrund des Klappentextes hatte ich vergeblich damit gerechnet, auch auf mehrere Wesen aus den Grimm-Märchen zu treffen.

Fazit:
In "League of Fairy Tales" hat Tina Köpke leider nicht das volle Potenzial ausgeschöpft. Ihr Schreibstil war flüssig und angenehm zu lesen, aber bei den Charakteren und bei der Umsetzung der Handlung hatte ich einfach mehr erwartet. Letztendlich ist es in meinen Augen eher eine mittelmäßige Geschichte, die leider schnell in Vergessenheit geraten wird.


3/5 Punkte
(Gut)

League of Fairy Tales. Die letzte Erzählerin - Tina Köpke
League of Fairy Tales. Die letzte Erzählerin
von Tina Köpke
(17)
eBook
3,99

Eine tolle Geschichte mit winterlichem Flair

CharleensTraumbibliothek , am 25.10.2018

Meine Meinung:
Das Cover hat mich direkt angesprochen und auch so angezogen, dass ich es mir unbedingt näher anschauen musste. Ich finde es stimmig und mir gefällt die farbliche Gestaltung richtig gut.

Der Schreibstil von Sameena Jehanzeb ist flüssig und locker, so dass die Seiten super schnell verflogen sind. Das winterliche Flair hat sie mit ihren detaillierten Beschreibungen sehr gut auf den Leser übertragen, so dass die Stimmung auch richtig passte. Am Ende eines jeden Kapitels sind Illustrationen eingearbeitet, die perfekt zum Inhalt passen.

Das Buch ist aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben, so dass man auch zu jeder Zeit alles mitbekommt und kaum im Dunkeln tappt. Als Protagonistin haben wir hier eine Frau namens Kora, welche zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern ein kleines Dorf aussieht, in dem es Schnee geben soll. Der Winterurlaub soll für ihre Kinder unvergesslich werden. Ich habe sie als einfühlsame und pflichtbewusste Person wahrgenommen, die alles für ihre Familie tun würde.
Die Charaktere hat Sameena Jehanzeb in meinen Augen perfekt ausgearbeitet und sie sind allesamt sehr authentisch.

Die Handlung hat mir auch sehr gut gefallen, obwohl sie gefühlt viel zu kurz war. Die 160 Seiten waren so schnell verflogen, dass sie mir als viel weniger vorkamen. Es gab emotionale, aber auch ein paar spannende Szenen. Für meinen Geschmack hätte Sameena Jehanzeb die ein oder andere Szene vielleicht noch ein bisschen mehr ausarbeiten können. Ich finde, dass das Buch dennoch sehr gut gelungen ist.

Fazit:
"Winterhof" von Sameena Jehanzeb ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Auch wenn manche Szenen sehr kurz abgehandelt wurden konnte sie mich mit einem tollen Schreibstil, der wundervollen Winterlandschaft und den perfekt ausgearbeiteten Charakteren begeistern.

4/5 Punkte
(Sehr gut)

Winterhof - Sameena Jehanzeb
Winterhof
von Sameena Jehanzeb
(8)
Buch (Taschenbuch)
10,90

Nicht ganz was ich erwartet hatte und ein wenig langatmig

CharleensTraumbibliothek , am 20.10.2018

Meine Meinung:
Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Obwohl es düster ist, hat es irgendetwas magisches an sich, was mich direkt gefesselt hat. Ich war direkt neugierig und nach dem Klappentext wollte ich es unbedingt lesen.

Der Schreibstil von Vic James hat mir sehr gut gefallen. Von der ersten Seite an ist er flüssig und leicht zu lesen, so dass die Seiten sehr schnell verflogen sind. Aufgrund einiger eingebauter Details und der Leichtigkeit haben sich immer wieder Bilder vor meinem inneren Auge gebildet.

Da ich vorher schon einige Rezensionen zu dem Buch gelesen habe, war ich Gott sei Dank auf die Vielzahl der Charaktere vorbereitet. Da ich es mit Namen nicht so habe, habe ich mir von Beginn an Notizen zu den Personen gemacht. Das Buch ist aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben. Insgesamt begleitet man sechs Charaktere, wobei zwei davon sozusagen die Hauptrolle spielen. Dies sind der 16-jährige Luke sowie seine große Schwester Abigail. Ich habe die beiden als sehr starke und intelligente Persönlichkeiten wahrgenommen, die mir von Beginn an auch super sympathisch waren. Es gibt noch zahlreiche Nebencharaktere, die alle auf irgendeine Art und Weise miteinander verbunden sind. Hier kann ich mir vorstellen, dass man tatsächlich Schwierigkeiten bekommen kann, diese alle zu verknüpfen und auseinander zu halten.

Das Setting finde ich sehr interessant und als begeisterter Dystopieleser musste ich dieses Buch natürlich lesen. Die Geschichte spielt in Großbrittanien und seit Jahren ist es so, dass jeder außer der sogenannten Ebenbürtigen (welche die Aristokraten sind) 10 Jahre seines Lebens als Sklave abarbeiten muss. Ebenbürtige verfügen über sogenanntes Geschick, was wir quasi unter dem Wort "Magie" kennen. Hier hätte ich gedacht, dass das Geschick viel öfter zum Einsatz kommt. Vic James hat ziemlich dran gespart, erst zum Ende hin wurde es tatsächlich präsent und imposant.
Der Klappentext gibt den Inhalt sehr gut wieder, so dass ich dazu gar nichts weiter schreiben möchte. Es dauert nicht lange, bis Luke von seiner Familie getrennt wird. Während seine Familie auf einem Anwesen der Ebenbürtigen ihre Sklavenjahre abarbeiten kann, muss Luke sich in einer furchtbaren Sklavenstadt allein durchkämpfen.
Mir persönlich war es zwischendrin doch ein wenig zu viel Politik, zu viele Erklärungen und es gab zusätzlich Abschweifungen, so dass es hin und wieder zäh wirkte. Es war durchaus interessant, versteht mich da bitte nicht falsch. Der Spannungsbogen ist allerdings nicht so hoch, wie ich es vorher erwartet hatte.

Am Ende gibt es einen fiesen Cliffhanger, so dass man neugierig auf den nächsten Band wartet.

Fazit:
"Dark Palace: Zehn Jahre musst du opfern" von Vic James konnte meinen Erwartungen leider nicht ganz gerechnet werden. Der angenehme Schreibstil und das interessante Setting hat mir sehr gut gefallen, aber es gibt einfach zu viele Charakterwechsel, die Handlung ist ziemlich ausschweifend und mir fehlte es einfach am Spannungsfaktor.

3,5/5 Punkte
(Mehr als nur gut)

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern - Victoria James
Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern
von Victoria James
(77)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,99

Kann nicht ganz mit dem Auftakt mithalten

CharleensTraumbibliothek , am 08.10.2018

Meine Meinung:
Das Cover passt sehr gut zu dem des ersten Bandes, es hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und man sieht, dass beide zusammen gehören. Mir persönlich gefällt der grüne Schriftzug nicht so, aber er passt perfekt zur Augenfarbe.

Vorweg möchte ich noch sagen, dass das Lesen des ersten Bandes bei mir schon lange zurück liegt und ich vieles einfach nicht mehr im Gedächtnis hatte. Ein paar Erinnerungsstützen hat Caroline Brinkmann hier eingebaut, aber manches kam dennoch nicht zurück. Daher würde ich auf jeden Fall empfehlen, die beiden Bände in nahem Abstand zu lesen.

Der Schreibstil von Caroline Brinkmann ist wieder sehr passend für ein Jugendbuch. Er ist modern, flüssig und sehr bildgewaltig. Immer wieder entstanden Bilder vor meinem inneren Auge, so dass ich die Geschichte auch nicht so schnell vergessen werde.

Die Geschichte ist hauptsächlich wieder abwechselnd aus der Sicht von Rain und Lark geschrieben.
Beide Charaktere haben mir diesmal leider nicht mehr ganz so gut gefallen, wie im Auftakt. Beide sind gezeichnet und sehr mitgenommen von den Geschehnissen. Rain trauert hier sehr um ihre Mutter und hat jegliche Kraft verloren. Auf mich wirkt sie lange blass und ist in diesem Teil auch eher in den Hintergrund gerutscht. Auch ihr Handlungsstrang konnte mich leider nicht so richtig mitreißen, weil sie eben lange in ihrer Trauer gefangen ist.
Auch bei Lark fehlte es mir - zumindest in der ersten Hälfte - leider am Kampfgeist. Er ist nicht mehr "der alte" und kaum wieder zu erkennen. Lange steht er in diesem Band auch wieder zwischen den Stühlen, wie es bereits im ersten Band der Fall war.
Ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen mit Rose und Cassiopaio gefreut und in diesem Fall wurde ich nicht enttäuscht.
Caroline Brinkmann hat noch ein paar alte, aber auch ganz neue Charaktere mit eingebaut, so dass es erfrischend auf mich wirkte.

Die Handlung ist weiterhin sehr komplex aufgebaut und hat sich in eine Richtung entwickelt, mit der ich nie gerechnet hätte. Während es im ersten Band sehr düster und dystopisch zugeht, entwickelt sich hier alles sehr stark in Richtung Sci-Fi. In manchen Situationen fehlte es mir hier allerdings auch an der bildlichen Vorstellungskraft. Die Welt und die Geschichte von Hope wurde von Caroline Brinkmann noch einmal weiterentwickelt, was mir sehr gut gefallen hat. Es gibt wieder sehr emotionale, aber auch spannende und brutale Szenen, die mir eine Gänsehaut beschert haben. Das erste Drittel war für meinen Geschmack etwas zu ruhig. Der Spannungsbogen ist hier nicht stetig hoch gehalten, aber er steigt immer weiter, so dass es am Ende zum großen Showdown kommt. Im letzten Drittel gab es einige Dinge, die Caroline Brinkmann gern hätte noch weiter ausbauen dürfen, denn einige Szenen waren ziemlich schnell abgehandelt. Die Geschichte ist damit abgeschlossen, aber alle Fragen wurden nicht hundertprozentig beantwortet.

Auch wenn des Buch in meinen Augen nicht ganz mit dem ersten Band mithalten konnte, gibt es von mir eine Leseempfehlung.

Fazit:
Caroline Brinkmann ist mit "Die Vereinten" ein solider Abschluss gelungen, der mich nicht ganz begeistern konnte. Die Story hat sich in eine Richtung entwickelt, mit der ich nach dem ersten Band nicht gerechnet hatte. Auch die beiden Hauptprotagonisten sind die meiste Zeit über nicht so, wie man sie kannte. Dafür gibt es ein paar andere Charaktere, die ich in mein Herz geschlossen habe.

3,5/5 Punkte
(Mehr als nur gut)

Die Vereinten - Caroline Brinkmann
Die Vereinten
von Caroline Brinkmann
(18)
eBook
9,99

Trotz Schwierigkeiten mit den Charakteren hat es mir gut gefallen

CharleensTraumbibliothek , am 08.10.2018

Meine Meinung:
Das Cover hat mich mit seinen weichen Farben direkt begeistert. Die aquarellartigen Verläufe haben etwas beruhigendes an sich, was mir gefällt. In der Mitte sieht man eine junge Frau am Laptop. Das Bild könnte eine Szene aus dem Buch sein, denn dort chatten Mavis & Henry miteinander. Ich finde, es wirkt einfach sehr stimmig, auch mit diesen weichen Schriftzügen.

Den Schreibstil von Natalie Elin fand ich zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig, kann es aber nicht so genau erklären. Er ist bildgewaltig, gleichzeitig aber auch locker und leicht zu lesen. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und die Seiten sehr schnell verflogen.

Man begleitet hier die junge Studentin Mavis. Mavis war mir von der ersten Seite an mit ihrer freundichen Art sympathisch, auch wenn sie mir manchmal mit ihrem unsicheren Charakterzügen und vielen Selbstzweifeln leicht auf die Nerven ging. Sie hinterfragt alles und denkt über vieles nach, was in dieser Geschichte auch manchmal das Tempo rausgenommen hat.
Ziemlich früh zu Beginn des Buches erhält sie eine kurze Chatnachricht von einem geheimnisvollen Unbekannten. Dieser stellt sich nach kurzer Zeit als ein Student namens Henry heraus, dem sie zuvor noch nie begegnet ist. Es dauert nicht lange, da hat Henry mit seiner quirligen, frechen aber auch zurückhaltenden Art das Herz von Mavis gewonnen. Dennoch macht Henry es ihr nicht einfach, ihm näher zu kommen. Er trägt ein Geheimnis mit sich rum, welches er um keinen Preis lüften möchte.

Es handelt sich hierbei nicht um den typischen Liebesroman, wie man ihn vielleicht zuerst vermutet. Als Leser begleitet man Mavis auf der Suche nach dem geheimnis von Henry. Natalie Elin hat einen hier die Gefühle von Mavis deutlich spüren lassen. Sie hat eine Geschichte gestrickt, die durchaus der Realität sehr nahe kommen kann. Die beiden lernen sich im Chat kennen und die Chatverläufe sind teilweise sehr witzig gestaltet, so dass ich auch immer wieder schmunzeln musste. Es dauert nicht lange, bis Mavis ihr Handy kaum noch aus der Hand legen möchte um keine Nachricht zu verpassen. Diese Sucht nach dem Smartphone trifft ja heute auch leider schon auf viele Leute zu, was also auch die Realität wiederspiegelt.
Der Spannungsbogen ist nicht ganz so hoch, weil Henry sich immer wieder rar macht. So treten die beiden lange Zeit auf der Stelle und es ging nicht richtig voran. Einige Szenen hätte Natalie Elin gern noch ein wenig mehr ausarbeiten können, das Ende war ziemlich abrupt und ich dachte nur, das kann es doch jetzt nicht gewesen sein. Ich hätte mir ein anderes Ende für die beiden Charaktere gewünscht, aber man kann ja nicht alles im Leben haben ;-)

Fazit:
"Holding on to you: Mavis & Henry" von Natalie Elin ist kein klassischer Liebesroman. Sie hat hier eine realitätstreue Geschichte geschaffen, die mich mit ernster Thematik und spritzigen Dialogen überzeugen konnte. Dennoch hatte ich mit den Charakteren so meine Schwierigkeiten. Auch wenn es nicht rundum perfekt ist gibt es aufgrund der Einzigartigkeit von mir aber eine Leseempfehlung.

3,5/5 Punkte
(Mehr als nur gut)

Holding on to You - Mavis & Henry - Natalie Elin
Holding on to You - Mavis & Henry
von Natalie Elin
(7)
Buch (Taschenbuch)
13,99

Ein großes Meisterwerk, ich habe es geliebt

CharleensTraumbibliothek , am 29.09.2018

Meine Meinung:
Vorab möchte ich sagen, dass mir diese Rezension nicht leicht fällt. Das Buch hat mich richtig begeistert und es fällt mir schwer, meine Empfindungen in Worte zu fassen. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite geliebt und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Es hat mich regelrecht süchtig gemacht. Ich gebe aber mein Bestes! Nun aber von vorn.

Das Cover hat mich auf den ersten Blick direkt angesprochen. Die Farben wirken sehr stark und intensiv, harmonisieren richtig gut miteinander. Es gefällt mir, auch wenn es nicht viel vom Inhalt preis gibt.

Der Schreibstil von Kelly Oram hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen. Er ist flüssig und gut zu lesen. Die Seiten sind dadurch leider viel zu schnell verflogen und aufgrund einiger geschickt gestreuten Details haben sich alle Szenen wie ein Film in meinem Kopf abgespielt.

Bei den Charakteren haben wir ganz klar zwei Personen, die im Fokus stehen. Zum einen haben wir Cinder, ein richtig bekannter Schauspieler, dessen Karriere gerade steil nach oben geht. Auf der anderen Seite haben wir Ella, eine junge Bloggerin. Beide kennen sich über ihren Blog, denn Cinder ist dort regelmäßig Leser und Kommentator. Die wahre Identität des jeweils anderen kennen sie aber nicht. Beide Protagonisten mochte ich auf Anhieb, also von der ersten Seite an. Mir hat die charakterliche Entwicklung der beiden richtig gut gefallen und aufgrund der gewählten Ich-Perspektive habe ich in allen Situationen mit beiden mitgefiebert.

Direkt zu Beginn des Buches hat Ella einen Unfall, bei dem ihre Mutter ums Leben kommt und sie selbst starke Verletzungen davon trägt. Nachdem sie aus dem Koma erwacht ist ihr Leben nicht mehr so, wie sie es kannte. Sie zieht sich zurück, muss mit Anfeindungen und Mobbing klarkommen. Oftmals tat sie mir leid und ich habe richtig mitgelitten.
Die ernsten Themen, die Kelly Oram hier eingebaut hat, regen auf jeden Fall zum Nachdenken an und sind sehr tiefgründig.
Mir hat auch sehr gut gefallen, dass die Autorin einige Parallelen zum Originalmärchen Cinderella eingebaut hat und diese teilweise sogar im Buch von den Protagonisten selbst erwähnt wurden.

Fazit:
Die Märchenadaption "Cinder & Ella" von Kelly Oram erhält von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung und hat gute Chancen, bei meinen Jahreshighlights dabei zu sein. Es hat mich mit einem super Schreibstil, tollen Charakteren, einer wundervollen märchenhaften und zugleich ernsten Handlung vollkommen überzeugen können.

5/5 Punkte
(Perfekt)

Cinder & Ella - Kelly Oram
Cinder & Ella
von Kelly Oram
(57)
Buch (Paperback)
12,90

Ein tolles Kinderbuch mit wundervollen Illustrationen

CharleensTraumbibliothek , am 27.09.2018

Meine Meinung:
Das Cover hat mich direkt auf den ersten Blick angesprochen. Man sieht Frau Giraffe und zwei Zebras. Die Zeichnung ist wirklich süß gemacht, wirkt auf mich stimmig und von den Farben her ist sie warm gestaltet. Man sieht auf Anhieb, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt.

In dem Buch geht es um eine Giraffe, die Abwechslung haben möchte und sich einen neuen Schlafplatz sucht. Dabei stürzt sie sich ins Abenteuer, kommt in gefährliche Situationen und trifft auf verschiedene Tiere. Die Story ist geprägt von Zusammenhalt und Freundschaft. Es wird auch sehr deutlich, dass jeder ein eigenes Empfinden und unterschiedliche Bedürftnisse hat.
Wirklich realistisch ist die ganze Geschichte nicht, so sieht ein Krokodil Frau Giraffe zum Beispiel als Freund und nicht als Beute an. Dies sollte man bei der Auswahl dieses Kinderbuches auf jeden Fall wissen und keinerlei Probleme damit haben.

Die Schrift ist sehr gut und einfach zu lesen. Die Texte an sich sind kindgerecht und passen auch immer gut zu den jeweiligen Bildern, welche mit viel Liebe zum Detail gezeichnet wurden. Die Farben bleiben weitestgehend - wie auf dem Cover - warm und es gibt so einige Details zu entdecken.
Mein kleiner Sohn liebt das Buch mit seinen zwei Jahren jetzt schon.

Fazit:
"Frau Giraffe zieht um!" von Guido Hammersfahr ist ein Kinderbuch mit wunderschönen und warmen Illustrationen, welche mich und meinen Sohn begeistern. Die Handlung ist von Abenteuerlust geprägt, sollte aber nicht allzu ernst genommen werden.

5/5 Punkte
(Perfekt)

Frau Giraffe zieht um! - Guido Hammesfahr
Frau Giraffe zieht um!
von Guido Hammesfahr
(7)
Buch (gebundene Ausgabe)
13,00

Eine schöne Liebesgeschichte für Zwischendurch

CharleensTraumbibliothek , am 27.09.2018

Meine Meinung:
Das Cover gefällt vom ersten Blick an. Man sieht direkt, dass es sich hierbei um einen Liebesroman handelt. Normalerweise bin ich kein Freund von Pärchencovern, aber dieses finde ich toll. Durch diese hellen Farben wirkt es sehr freundlich und auch sommerlich.

Dies war nicht mein erstes Buch von Alexis Snow, weshalb mir ihr Schreibstil bereits bekannt war. Er ist auch hier locker und leicht zu lesen, die Seiten sind super schnell verflogen. Immer wieder haben sich automatisch Bilder vor mein inneres Auge geschoben, es hat echt Spaß gemacht. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir hier in diesem Buch die sprachliche Vielfalt gefehlt hat. Alexis Snow hat einige Sätze und Redensarten immer wieder eingebaut, die mich doch auf gewisse Weise irgendwann genervt haben.

Wir verfolgen hier die 24-jährige Sarah, die zusammen mit ihrer Freundin einen 2-wöchtigen Urlaub in Tunesien verbringt. Ich habe Sarah als sympathische und starke junge Frau empfunden. Sie macht sich aber auch viele Gedanken und will immer alles unter Kontrolle haben.

Der Klappentext hat mich zuerst ein wenig in die Irre geleitet, denn dort wird ja erwähnt, dass sie den Urlaub macht, um ihren Ex zu vergessen. Dieser spukt aber eigentlich gar nicht mehr in ihrem Kopf rum. Ich dachte vor dem Lesen, dass sie um ihn trauert, weil er sie betrogen hat. Zu Beginn des Buches wird dazu auch nichts weiter erwähnt, sondern erst nach einigen Kapiteln. Da wird dann klar, dass sie sich schon vorher auseinandergelebt hatten. Daher finde ich den Klappentext so nicht ganz richtig. Aber im Großen und Ganzen geht es darum, dass die beiden Mädels dort einfach nur entspannen wollen und Sarah sich auf den ersten Blick in den tunesischen Animateur Timo verguckt.
Das tunesische Urlaubsfeeling hat Alexis Snow sehr gut einfangen und auch das Knistern zwischen den beiden ist ihr wirklich gut gelungen. Die erotischen Szenen kann man sich sehr gut vorstellen und haben mir richtig gut gefallen. In meinen Augen sind sie perfekt gelungen.

Das Ende war sehr abrupt und ich hätte mir vielleicht noch ein Epilog gewünscht, der einige Monate später spielt.

Fazit:
Mit "Sommerliebe" ist Alexis Snow eine tolle Novelle gelungen, die einem das tunesiche Urlaubsfeeling mit einer Prise Romantik und Erotik ins Wohnzimmer bringt. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen und ich bin auf ihre nächste Novelle gespannt.

4/5 Punkte
(Sehr gut)

Sommerliebe - Alexis Snow
Sommerliebe
von Alexis Snow
(11)
eBook
2,99

Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt

CharleensTraumbibliothek , am 23.09.2018

Meine Meinung:
Das Cover ist jetzt keines, was mich direkt angesprochen hat. Man sieht den Kopf einer Frau von der Seite, der Schriftzug steht klar im Vordergrund. Es sagt nicht viel aus, passt aber dennoch schon zur Thematik des Buches.

Ich wollte das Buch unbedingt lesen, weil ich die Thematik bzw. das Szenario des Buches faszinierend und erschreckend zugleich finde. Frauen - und sogar ganz kleine Mädchen (Kleinkinder) - dürfen nur 100 Wörter am Tag sprechen. Wenn man mal genau drüber nachdenkt, sind 100 Wörter gar nichts. Die weiblichen Menschen sind angehalten, nur das nötigste zu sprechen und die Wörter nicht für Überflüssiges zu verschwenden. Ganze Sätze sind bei dem Pensum einfach nicht drin. Hierzu fehlten mir im Buch allerdings einfach noch viele Informationen, z. B. wann diese Begrenzung eingeführt wurde und warum. Welche Hintergründe gibt es. Es werden zwar ein paar Hinweise eingeworfen, diese aber nur ganz kurz angeschnitten und nicht weiter ausgeführt. Mir fehlte es hier an der Ausarbeitung.

Als Protagonistin haben wir hier eine gestandene Frau namens Jean, die zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern in einem Haus in Amerika wohnt. Ich muss gestehen, dass mir Jean leider nicht so sympathisch war. Sie kam mir oft egoistisch vor und ich konnte ihr Handeln auch in manchen Situationen nicht ganz nachvollziehen.

Da ich natürlich nicht spoilern möchte, kann ich euch auch nicht viel mehr zum Inhalt sagen. Nur so viel: Ich hätte irgendwie mehr erwartet. Mir fehlte es eindeutig an Tiefe, alles wirkte auf mich zu oberflächlich. Vielleicht waren aber meine Erwartungen bei dem Thema auch einfach nur zu hoch, weshalb ich letztendlich doch schon ein wenig enttäuscht bin. Spannung kam bei mir zu keinem Zeitpunkt auf, die Handlung plätscherte eher vor sich hin. Erst ab der Hälfte des Buches wurde es besser und ich war etwas neugierig geworden, so dass ich wissen wollte, wie es ausgeht.

Der Schreibstil war in Ordnung. Er ist flüssig und gut zu lesen, hat mich aber auch nicht umgehauen. Immer wieder schweift Christina Dalcher in vergangene Ereignisse ab und ich hatte hin und wieder das Gefühl, dass sie den Faden verloren hat.

Fazit:
Ich hatte mir von "Vox" von Christina Dalcher vermutlich aufgrund des Szenarios zu viel erhofft und wurde schon ein wenig enttäuscht. Das Szenario ist erschreckend, der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen, aber die Protagonistin war mir zu unsympathisch und die Handlung zu wenig ausgearbeitet.

3/5 Punkte
(Gut)

Vox - Christina Dalcher
Vox
von Christina Dalcher
(147)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

 
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