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raschke64 aus Dresden

Gesamte Bewertungen 421 (ansehen)


Meine Bewertungen

Schöne Familiengeschichte

raschke64 aus Dresden , am 16.10.2019

Serafina kommt 1926 von Berlin nach Stuttgart, da ihr Vater verstorben ist und sie bis zur Volljährigkeit zu ihrem Halbbruder Victor und dessen Familie zieht. Victor hat in das Schokoladenimperium der Rothmanns eingeheiratet. Seine Frau hat die Fabrik geerbt, da sind noch ihre Zwillingsbrüder Anton und Karl und Serafinas Nichte Vicky. Serafina lebt sich schnell in die Familie und auch in Stuttgart ein. Doch ein dunkles Geheimnis von Berlin verfolgt sie.

Das Buch ist der zweite Teil der Trilogie um die Schokoladenfabrik. Ich kannte den Vorgänger nicht, hatte aber überhaupt keine Probleme, den Inhalt des Buches zu verstehen. Der Autorin ist gelungen, sowohl eine schöne Familiengeschichte mit allerlei Verwicklungen zu erzählen, aber gleichzeitig auch ein Sittenbild der goldenen Zwanziger Jahre zu schaffen. Und während man das von Berlin in dieser Zeit kennt, ist das in Stuttgart eher unbekannt, aber ebenfalls sehr interessant. Während die Familie eher zu den Oberen und Reichen gehört, ist Anton mit seiner kleinen Klavierbaufirma eine Art Handwerker aus dem Mittelstand. Serafina hat über eine Freundin Zugang zum Theater und zu den Tänzerinnen dieser Zeit. Vicky wiederum hat mit Tilda eine Freundin aus der Arbeiterklasse, deren Vater Kommunist ist. So gelingt es, fast alle Bereiche des damaligen Lebens in das Buch einfließen zu lassen, ohne dass dies gestellt oder konstruiert wirkt. Der Stil ist geradlinig und gut lesbar, das Buch ist ein richtiger Schmöker. Gleichzeitig lernt man aber durch den Anhang vieles kennen und erweitert sein Wissen. Mir hat gut gefallen, wie die Autorin reale im Buch vorkommen Personen aufgeführt und einen kurzen Abriss ihres Lebens gegeben hat, soweit es das Buch betraf. Ebenfalls ein beigefügtes Ortsregister erklärt noch einiges mehr. Das hebt das Buch aus der Masse ähnlicher Familiengeschichten hervor.
Ebenfalls gut gefallen hat mir das im Einband abgedruckte Pralinenrezept zum Nachmachen.
Einzig das mit viel Glitzer gestaltete Cover war mir ein wenig zu kitschig.
Alles in allem würde ich unbedingt eine Leseempfehlung aussprechen.

Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre - Maria Nikolai
Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre
von Maria Nikolai
(5)
eBook
9,99

Kleine Hexe

raschke64 aus Dresden , am 14.10.2019

Lizzy, vollständig Elisabeth Aurora Vermeer, ist eine sogenannte Junghexe. Sie ist 11 und erwartet sehnsüchtig ihren 12. Geburtstag. An diesem wichtigen Tag, wird sich entscheiden, welche Tante für ihre künftige Hexenausbildung zuständig ist und was sie da lernen wird. Denn es gibt unterschiedliche Hexen und damit auch unterschiedliche Kenntnisse. Doch Lizzy soll zu Tante Camilla – eine Kräuterhexe. Lizzy ist eher enttäuscht. Noch mehr, als sie von Tante Camilla als Geschenk eine Vogelspinne erhält. Wenigstens darf sie ihre Freundin mit zur Tante begleiten. Dort angekommen, passieren merkwürdige Sachen. Und so wird die Ausbildung von Lizzy am Ende doch sehr spannend.

Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht. Ich persönlich glaube, dass es wohl eher Mädchen anspricht und diese es lesen werden. Die Figuren sind altersgerecht (besonders Lizzy und ihre Freundin) und sehr sympathisch. Die Geschichte wird quasi von Lizzy erzählt, dadurch hat der Leser sofort Verständnis und eine Bindung. Er erlebt die Abenteuer quasi mit.
Ganz nett ist auch die Vogelspinne, aber ich mag überhaupt keine Spinnen, von daher war diese Figur nicht mein Favorit.

Normalerweise würde ich für das Buch, das toll gemacht ist, die volle Punktzahl vergeben. Doch leider, leider – mich stört sehr stark die so häufige Verwendung von Schimpfwörtern. Das sollte meiner Meinung nach in einem Kinderbuch in der Häufigkeit und der Art einfach vermieden werden. Zumal sicher in der Hexenwelt dafür auch andere Ausdrücke gefunden werden könnten.

Green Witch - Andrea Russo
Green Witch
von Andrea Russo
(54)
Buch (gebundene Ausgabe)
12,00

Gelungen

raschke64 aus Dresden , am 14.10.2019

Dublin 1990. Irland nimmt zum 1. Mal an der Fußballweltmeisterschaft teil und das ganze Land fiebert mit der Mannschaft mit.
Oder jedenfalls fast alle, denn die Freunde Jeremy, Walker, Sumo, Charlie und Johnny haben andere Sorgen. Johnnys Mutter hat Krebs und in Irland kann keiner mehr so richtig helfen. Sozusagen der letzte Versuch wäre eine Reise in die USA. Dort soll es schon bessere Heilungschancen geben. Doch dafür fehlt der Familie das Geld. Deshalb haben die Freunde eine Idee: Während der WM, wenn alle beschäftigt sind, wollen sie eine Tankstelle überfallen, die in dieser Zeit nur von einer alten Dame betreut wird. Doch ist das wirklich so eine gute Idee? Und wie geht es danach weiter?

Das Buch ist in einem jugendgemäßen Stil geschrieben, und zwar aus der Sicht von Jeremy in einer Art Rückblende. So hat der Leser das Gefühl, es erzählt ein Gleichaltriger und nicht eine ältere Autorin. Das empfand ich als gelungen. Die für mich eher schlechte Idee eines Tankstellenüberfalls wird zumindest mit dem Grund – der Krebserkrankung der Mutter – etwas relativiert. So gibt es sowohl traurige Momente, aber auch in der Umsetzung der Idee ziemlich komische. Wie das Leben eben so ist. Das Ende fand ich etwas offen, aber vielleicht ist es auch für eine Fortsetzung gedacht.

Gut gefallen haben mir die Fußnoten, die wissenswerte Informationen, aber auch einige lustige Sachen vermitteln. Kann man lesen, muss man aber nicht gleich, denn mit der eigentlichen Handlung haben sie nicht so viel zu tun. Eher ein kleines Extra.

Die Furchtlosen Fünf - Anna McPartlin
Die Furchtlosen Fünf
von Anna McPartlin
(21)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,00

Gute Fortsetzung

raschke64 aus Dresden , am 14.10.2019

Die Berlinale wird eröffnet. Doch statt des erwarteten Films sieht man auf der Leinwand. wie die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller ermordet wird. Tom Babylon wird mit den Ermittlungen betraut und auch Sita ist wieder mit dabei. Doch sie komme nicht richtig vorwärts, denn sowohl der Bürgermeister wie auch Personen in seinem Umfeld helfen wenig bei den Ermittlungen, sondern halten sehr viel an Wissen zurück. So wird die Ermittlung immer gefährlicher.

„Zimmer 19“ ist eine gelungene Fortsetzung und schließt relativ nahtlos an den Vorgänger an. Trotzdem kann man das Buch wohl auch ohne Vorkenntnisse verstehen. Der Stil ist geradlinig und gut lesbar, kurze Kapitel treiben die Handlung voran. Es ist durchweg eine große Spannung vorhanden und mir hat besonders gefallen, dass der Fall auch mit der Vergangenheit sowohl von Tom wie auch von Sita verbunden ist. Zum Ende hin Wochen es mir dann ein wenig zu viele Abenteuer, die in kurzer Zeit zu überstehen waren, und es wurde ein wenig unrealistisch. Doch insgesamt gibt es von mir eine Leseempfehlung.

Zimmer 19 - Marc Raabe
Zimmer 19
von Marc Raabe
(117)
Buch (Paperback)
14,99

Interessanter Stil

raschke64 aus Dresden , am 14.10.2019

Rita arbeitet seit fast 20 Jahren als Verkäuferin in einem Supermarkt. Ihre Ehe besteht nur auf dem Papier, ihr Mann ist Alkoholiker und oft auf Montage. Beim Auspacken der Bananenkisten im Geschäft findet sie Kokain und nimmt es mit. Sie hält es für eine gute Idee, um sich so ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie ahnt nicht, was sie alles damit auslöst und wie gefährlich ihr Leben werden wird.

Das Buch war für mich eigenartig. Der Stil ist interessant. Ein Kapitel wird in einer Art Protokoll bzw. Verhör erzählt, dann wieder ist das nächste ganz normal. Über weite Strecken fand ich das Buch zwar interessant, aber nur sehr mäßig spannend. Ich war ein bisschen enttäuscht, denn der Autor ist eigentlich immer für Überraschungen gut. Hier hatte ich das Gefühl, dass ich als Leser schon alles weiß. Doch ich sollte mich täuschen: auch hier gibt es am Ende eine überraschende Auflösung.

Der Fund - Bernhard Aichner
Der Fund
von Bernhard Aichner
(52)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

Empfehlenswert

raschke64 aus Dresden , am 14.10.2019

Kommissar Van Veeteren ist schon jahrelang im Ruhestand und bereitet sich auf seinen 75. Geburtstag vor. Da bekommt er Besuch eines alten Kollegen und hinterher ist nichts mehr so, wie es war. Denn der Kollege berichtet über einen vor 21 Jahren abgeschlossenen Fall, bei dem 4 Menschen verbrannt sind und der Mörder unauffindbar war. Jetzt wurden die Reste einer Leiche gefunden – die des angeblichen Mörders. Damit ist der Fall wieder offen und Van Veeteren beginnt erneut mit Hilfe der Kollegen, den Fall zu untersuchen.

Ich bin bei Hakan Nesser immer zweigeteilt. Es gibt Bücher, die mich völlig langweilen. Und dann gibt es Bücher, die mich völlig begeistern. „Der Verein der Linkshänder“ gehört eher zu den letzteren. Die Geschichte wird sozusagen dreigeteilt erzählt. Zum einen in den 1960ern Jahren, als die Kinder/Jugendlichen den Verein gründen und was sie da machen. Der nächste Erzählstrang spielt 1991, als die Morde und die Verbrennung geschahen. Und dann eben aktuell die Ermittlungen. Das alles ist sehr geschickt miteinander verwoben und lange hat man keine Idee zum Täter, ist aber den Ermittlern durch die Rückblenden immer einen Schritt voraus. Trotzdem bleibt die Spannung erhalten. Selbst, als man den Täter ahnt/erkennt, gibt es noch einige Überraschungen. Und das Zusammentreffen Nessers beider beliebtester Kommissare ist auch super gemacht.

Der Verein der Linkshänder - Hakan Nesser
Der Verein der Linkshänder
von Hakan Nesser
(52)
Buch (gebundene Ausgabe)
24,00

Sprach mich nicht so richtig an

raschke64 aus Dresden , am 07.10.2019

Jack ist der große Held (jedenfalls hält er sich dafür). Die Welt wurde von Monstern überfallen und nur wenige Menschen haben überlebt bzw. sind jetzt Zombies. Jack hat sich in sein Baumhaus verkrochen und dort alles ohne Schäden überstanden. Jetzt sucht er nach seinen Freunden Quint und June.

Das Buch ist als Comic gedacht. Dadurch ist der Inhalt eher sehr einfach, teilweise naiv und oft sehr flach. Ich weiß nicht so recht, welches Alter das Buch lesen sollte. Für die Jüngeren halte ich es aufgrund der Zombies und der teilweisen brutalen Sachen nicht für gut. Für die Älteren ist es meiner Meinung nach zu simpel. Ich weiß jetzt nicht, ob meine Erwartungen da zu hoch sind, aber meine Neffen und Nichten haben da anderes gelesen. Zumal meine Nichten wohl eher die Augen verdrehen wegen des Themas. Vielleicht tue ich dem Buch Unrecht, aber ich würde es wohl eher nicht verschenken.

Jack, der Monsterschreck, und die Zombie-Apokalypse (Jack, der Monsterschreck 1) - Max Brallier
Jack, der Monsterschreck, und die Zombie-Apokalypse (Jack, der Monsterschreck 1)
von Max Brallier
(47)
Buch (Klappenbroschur)
12,99

Kleines Schlossgespenst

raschke64 aus Dresden , am 07.10.2019

Hui Buh das Schlossgespenst – wer kennt es nicht. Wurde ja auch schon öfter verfilmt für Klein und Groß. Warum also noch ein Buch? Weil Hui Buh hier klein – oder besser gesagt jung ist. Er lernt erst einmal, wie man richtig spukt. Und dabei ist er nicht allein, die Hexe Hedda Hex muss auch mit ran. Und so erleben beide – und damit auch die Leser (gedacht ab 5 Jahre) tolle Abenteuer.

Mir hat das Buch gut gefallen. Die beiden sind sympathisch. Man kann sie beim Lernen begleiten, denn natürlich probieren sie den Spuk auch aus und machen dabei so einiges falsch. Da kann man schmunzeln, kichern und auch ein Besserwisser sein. Das gefällt mir gut. Aber ebenso gefällt mir, dass sie ihren Spuk auch für Sachen einsetzen, die wichtig sind. Hilfe für andere und auch schwächere bzw. untereinander. Ein bißchen größer dabei werden und erfahrener. Trotz allem ist der Stil sehr kindlich. Es lässt sich gut vorlesen und die Kinder werden noch zusätzlich durch die vielen Illustrationen gefesselt. Alles in allem ein schönes Buch.

Der kleine Hui Buh. Verspukt und zugehext! (Bd. 1) - Ulrike Rogler, Simone Veenstra
Der kleine Hui Buh. Verspukt und zugehext! (Bd. 1)
von Ulrike Rogler
(24)
Buch (gebundene Ausgabe)
13,00

Leider zu märchenhaft

raschke64 aus Dresden , am 07.10.2019

In der Nähe eines alten Märchenparks wird ein totes Mädchen gefunden. Sie wurde mit ihren eigenen langen blonden Haaren erdrosselt. Und sie hat keine Hände mehr. Profilerin Rabea hat eine Art Dejavue. Denn ihre kleine Schwester Marie wurde vor Jahren entführt und das einzige, was man von ihr fand, war eine abgetrennte Hand. Rabea versucht, sich an den Ermittlungen zu beteiligen. Doch das wird ihr verwehrt. So wendet sie sich an Jan, ihren ehemaligen Partner, um Hilfe.

Die Idee zu dem Buch finde ich an sich nicht schlecht. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm und gut lesbar. Allerdings finde ich „Rapunzel mein“ im Gegensatz zu dem ersten Buch wesentlich schlechter und viel zu märchenhaft. Egal, was den beiden Hauptfiguren widerfährt, sie sind nur zu unverwundbar und es ist für mich auch nicht logisch, wieso sie quasi ohne Hilfe jeglicher Polizei losziehen. Mir ist klar, dass ein Thriller nicht unbedingt realistisch sein wird, aber hier finde ich das ganz einfach zu übertrieben.

Rapunzel, mein - Lars Schütz
Rapunzel, mein
von Lars Schütz
(40)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Wimmelnd

raschke64 aus Dresden , am 01.10.2019

Das Buch ist groß, sehr groß und das Buch ist schön. Es ist ein großes schönes Wimmelbuch. Auf 16 Seiten gibt es alles mögliche zu entdecken und zu sehen. Dazu noch etwas Text mit einigen Erklärungen. So findet sich wohl für jedes Kind etwas, sei es der Zoo mit den vielen verschiedenen Tieren, sei es der Strand oder der Wald mit Natur. Oder eben die Stadt und die Baustelle mit der Technik (hier werden sicher vor allem die kleinen Jungs begeistert sein). Man kann das Buch „vorlesen“ und erklären, aber die Kinder können sich eben auch sehr gut allein und länger damit beschäftigen. Die vielen verschiedenen Bilder sind gut geeignet, um immer wieder etwas neues zu entdecken. Die Farben sind lebhaft und ansprechend.

Das große Wimmelwissen (Riesenbuch) - Carola Kessel
Das große Wimmelwissen (Riesenbuch)
von Carola Kessel
(21)
Buch (Ringbuch)
25,00

 
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