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Skyline Of Books Unsere Top-BuchhändlerInnen

Gesamte Bewertungen 453 (ansehen)


Meine Bewertungen

Eine kreative Idee, der anfangs leider der Schwung fehlte

Skyline Of Books , am 19.05.2019

Klappentext
„Ausnahmslos alle – die Zauberer, Soldaten, Bauern, Drachen und Elfen – haben die Nase voll von Mr. Chesneys „Pilgerfahrten“. Jahr für Jahr fallen Touristengruppen aus der benachbarten Welt ein, um ein klassisches Fantasy-Abenteuer zu erleben – mit allem, was dazu gehört: bösen Magierinnen, gefährlichen Drachen und dem furchteinflößenden Dunklen Fürsten. Stets werden andere Bewohner des Reiches dazu auserwählt, diese Rollen zu übernehmen.
Aber dieses Jahr reicht es den Leuten. Mr. Chesney mag einen mächtigen Dämon an seiner Seite haben, doch ein Orakel weiß Rat. Nun ist es an Zauberer Derk und seiner Familie aus Menschen und Greifen, den Verwüstungen Einhalt zu gebieten und ihre Welt zu retten.“

Gestaltung
Mir gefällt das Cover sehr gut, denn ich mag den Stil total gerne, da er mich an Kreidezeichnungen auf einer Tafel erinnert. Das in Flammen stehende Schloss zieht sofort die Blicke auf sich und der Rahmen um das Covermotiv passt auch sehr gut zu der dargestellten Szenerie. Den Drachen, der sich um den Titel schlingt finde ich auch richtig cool. Zudem mag ich die Schriftart des Titels und dass dieser sich vor dem gezeichneten Cover so schön abhebt.

Meine Meinung
Tatsächlich bin ich zuerst durch das Cover auf „Fauler Zauber“ aufmerksam geworden, aber auch der Klappentext hat mich schnell neugierig gemacht, denn in dem Buch geht es um den Zauberer Derk, der alle Zauberer, Drachen, Elfen und Co von Mr. Chesney, seinem Dämon und seinen Touristenfahrten in ihr Reich befreien soll. Mr. Chesney bietet nämlich Reisen in ihre Welt an, bei denen Touristen ein klassisches Fantasy-Abenteuer erleben können…nur haben die Fantasywesen keine Lust mehr darauf…

Die Idee, dass es eine Fantasy-Welt gibt, die von einem machthungrigen Geschäftsmann ausgenutzt wird, fand ich ziemlich genial. In dem Buch müssen Zauberer, Drachen und Co nämlich als Komparsen herhalten, wenn Mr. Chesney mit seinen Touristengruppen durch ihre Welt reist. Die Fantasywesen spielen dann Rollen und müssen auch schon mal ihr Leben lassen, wenn es die Abenteuerlust (und das Geld) der Touristen anspornt. Meiner Meinung nach ist dies mal ein unkonventionelles Konzept eines Fantasyromans und genau deswegen total klasse!

Diese Ausbeutung regt aber auch den Widerstand an und so planen die Bewohner ein Schauspiel, um Mr. Chesney die Show zu vermiesen, indem die Touristen keine Lust mehr auf die Tour haben. Die Handlung hat also einige gute Voraussetzungen und ulkige Ideen. Allerdings muss ich sagen, dass ich die erste Hälfe des Buches doch etwas schleppend fand, denn es war unklar, worauf die Geschichte hinauslaufen soll. Die jährliche Show wird ausgiebig vorbereitet und ansonsten passiert nicht viel, sodass ich mich beim Lesen doch immer wieder gefragt habe, ob es überhaupt nochmal spannend wird.

Ab der Hälfte konnte mich die Handlung dann mehr mitreißen, denn es wird ein wenig chaotisch, teilweise auch unterhaltsam und das Aufbegehren der Wesen gegenüber der jährlichen Show sorgt doch noch für die von mir in der ersten Hälfte sehnsuchtsvoll erwarteten Spannung. Es gibt Intrigen und auch Sabotagen, welche die Handlung pfeffern und die mich gut unterhalten konnten. Vor allem interessierte mich beim Lesen die Frage, ob es den Wesen gelingen würde, den Touristenansturm durch ihr Vorhaben aufzuhalten. Auf diese Weise war ich dann neugierig und las das Buch gespannt bis zum Ende.

Fazit
Nach einem für meinen Geschmack sehr plätscherndem Beginn des Buches, konnte „Fauler Zauber“ doch noch die Kurve kriegen. Die Idee einer Touristentour in eine Fantasywelt fand ich sehr innovativ und klasse. Die Intrigen und Sabotagen machen die jährliche Show spannend und die Frage, ob die Fantasywesen es schaffen und ihr Leben wieder für sich zurückgewinnen, sorgen dafür, dass man am Ball bleibt.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Fauler Zauber - Diana Wynne Jones
Fauler Zauber
von Diana Wynne Jones
(17)
Buch (Paperback)
12,99

Man sollte das Buch lesen ohne vorher den Klappentext gelesen zu haben

Skyline Of Books , am 19.05.2019


Klappentext
„Erste große Liebe in turbulenten Zeiten

Für das Universum sind acht Tage weniger als ein Wimpernschlag. Für Matty ändert sich in acht Tagen sein Leben. Es ist einer dieser heißen Sommertage in Pennsylvania, als Mattys Vater die Familie verlässt und fast zeitgleich ein Mädchen auftaucht, das so ungewöhnlich und anders ist, dass es Matty die Sprache verschlägt. Sie steht auf dem Feld beim Haus. Eben hier, so heißt es, sei vor gut vierzig Jahren ein Ufo gelandet. Mattys Vater ist ein Ufo-Narr, und schnell hält Matty auch das Mädchen für einen Freak. Sie heißt Priya. Zart ist sie und hat schlohweiße Haare. Bald besucht Matty sie täglich auf dem Feld. Es sind Tage voller Lachen, in denen er sich unsterblich in Priya verliebt. Priya ist so anders, so irritierend hartnäckig in ihrer Überzeugung, von einem anderen Stern zu stammen, so schön und so anziehend und verwirrend zugleich. Als sie plötzlich fort ist, genauso unerwartet, wie sie kam, ist nichts mehr, wie es einmal war. Mattys Suche nach ihr beginnt.“

Gestaltung
Mit dem beeindruckenden Himmel voller Sterne und der Farbkombination aus Blau und Lila zieht das Cover sofort die Blicke auf sich. Ich finde die Farben des Himmels und die Anzahl der Sterne faszinierend. Der Schatten eines am Boden sitzenden und in den Himmel schauenden Paares passt sowohl zur Perspektive des Bildes als auch zum Buchinhalt. Mir gefällt das Covermotiv jedenfalls sehr, da mich der Himmel sofort verzaubert hat.

Meine Meinung
Der Klappentext hat mich neugierig darauf gemacht, ob Priya wirklich von einem anderen Planeten stammt und ob Mattys Suche nach ihr erfolgreich sein würde. In „Nichts als Liebe im Universum“ geht es um Matty, dessen Vater die Familie verlassen hat. Dann trifft er auf Priya. Ein Mädchen, das von sich behauptet ein Alien zu sein. Er verbringt mit ihr einige unglaubliche Tage und verliebt sich in sie…werden die beiden glücklich miteinander?

Mein Highlight war eindeutig Priya, denn sie war sehr geheimnisvoll und ich war mir bei ihr die ganze Zeit ein wenig unsicher. Ihr Charakter regte mich dazu an, zu grübeln, was es mit ihrem rätselhaften Verhalten auf sich haben könnte und warum sie denkt, sie sei von einem anderen Planeten. Zudem wurde durch sie für mich einiges an Spannung erzeugt, denn ich war wirklich neugierig und gespannt, wie es mit ihr und Matty ausgehen würde und was am Schluss die Auflösung ihrer ganzen Geschichte sein würde.

Was mich ja ein wenig gestört hat, war, dass im Klappentext von Mattys Suche nach Priya die Rede ist und dies bei mir falsche Erwartungen geweckt hat, auf die ich beim Lesen dann die ganze Zeit gewartet habe. Ich dachte, die Suche würde einen größeren Raum einnehmen als sie es dann schlussendlich nur getan hat. Vielmehr war die Suche für mich eine ziemliche Enttäuschung, weil sie gen Buchende sehr kurz und recht abrupt abgehandelt wird. Dies fand ich etwas unausgewogen, denn ich hätte gerne gesehen, wie der Suche gerne mehr Raum beigemessen wird. Zudem ist das Buch nach der sehr kurzen Suche auch schnell zu Ende. Das kam mir persönlich viel zu abrupt.

Die Geschichte von Matty und Priya lebt von den Emotionen und weniger von Dramatik und Action. Sobald sie auftaucht gewinnt die Handlung an Schwung, denn Priyas Geheimnisse bringen eine mysteriöse Atmosphäre mit sich, welche über dem Buch schwebt. Die Chemie zwischen beiden empfand ich als harmonisch mit leichtem Prickeln. Obwohl die beiden einander nur wenige Tage kennen, entsteht eine Bindung zwischen beiden, bei der ich als Leser merkte, wie intensiv sie ist. Dies hat Cat Jordan gut dargestellt.

Fazit
Das Ende von „Nichts als Liebe im Universum“ empfand ich leider als zu abrupt, da die im Klappentext erwähnte und von mir als bedeutsam erwartete Suche von Matty nach Priya viel zu kurz ausfiel. Ich denke, man sollte dieses Buch lesen ohne vorher den Klappentext zu kennen. Dafür war Priya und all die Rätsel um sie ein wahres Highlight. Sie löste bei mir einige Fragen aus durch die ich unbedingt wissen wollte, was hinter dieser Figur steckt und wie ihre Geschichte mit Matty endet.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Nichts als Liebe im Universum - Cat Jordan
Nichts als Liebe im Universum
von Cat Jordan
(7)
Buch (Paperback)
14,95

Größere Nähe zur Protagonistin, aber leider auch weniger Spannung

Skyline Of Books , am 19.05.2019


Klappentext
„Mit »Aqua – Im Zeichen des Meeres« wird die zauberhafte Fantasyreihe um Prinzessin Analina und ihr magisches Erbe fortgesetzt. Analina ist nach einer gefährlichen Reise endlich auf der berühmten Akademie des Meeres angekommen. Dort, fernab der Heimat, soll Analina in Magie ausgebildet werden, doch es fällt ihr schwer, ihre Rolle an dem Eliteinternat zu finden – zumal sie ihre wahre Identität als Prinzessin von Arden vor ihren Mitschülern verbergen muss. Während sie sich mit alten und neuen Freunden und Feinden, Lehrern, Prüfungen sowie dem Druck zu hoher Erwartungen herumschlägt, zieht sich das Netz der Schwarzmagierin Gwenda immer enger um Analinas Königreich. Bald wird klar: Der Krieg um Hyianda wird nicht mehr lange auf sich warten lassen ...“

Gestaltung
Mit der Kombination der vielen verschiedenen Muster vor verschiedenen Blautönen finde ich das Cover total gelungen. Die schwarzen Umrahmungen lassen das Blau geradezu strahlen und die Muster werden sehr schön hervorgehoben. Trotz all der Muster wirkt das Cover jedoch auch nicht zu überladen, denn alles passt hervorragend zusammen und zum Meeres-Thema dieses Bandes. Auch finde ich es cool, dass über dem Wellenmuster am unteren Bildrand eine hellgelbe Sonne aufgeht und dass die Muster am oberen Bildrand von dieser Sonne wie Strahlen ausgehen.

Meine Meinung
Nachdem ich vom ersten Band „Luna – Im Zeichen des Mondes“ total begeistert war, stand es außer Frage, dass ich auch die Fortsetzung lesen würde. Sie war für mich eindeutig ein Muss! Allerdings hatte ich auch etwas Angst, dass dieser zweite Band nicht an seinen Vorgänger heranreichen können würde, denn es scheint ein Fluch von zweiten Bänden zu sein, dass sie etwas abflauen. Bei „Aqua – Im Zeichen des Meeres“ war es zum Glück nicht ganz so schlimm, denn mir hat die Fortsetzung gefallen, auch wenn ich den ersten Band noch besser finde.

Anders als in „Luna“ ist Protagonistin Analina nun in „Aqua“ nun in der Akademie des Meeres angelangt, wo sie in Magie ausgebildet werden soll. Statt mit einer beschwerlichen Reise schlägt sie sich nun mit hohen Erwartungen, Anfeindungen und Lernstress auseinander. Dennoch ist der drohende Krieg um Hyianda mit Gwenda allgegenwärtig. Schon der Klappentext ließ mich vermuten, dass die Geschichte in „Aqua“ einen anderen Fokus bekommen würde. Während Analina und ihre Freunde im ersten Band eine gefährliche und spannende Reise durchlebt haben, spielt dieser Band nun in der Akademie. Das Akademieleben wird geschildert und Analinas nahezu alltäglichen Schulprobleme.

Ich mochte die Akademie und das Leben dort, denn es ist etwas, mit dem man sich identifizieren kann trotz der Magie und der Fantasywelt. Schulerfahrungen sind etwas, die jeder gemacht hat und kennt, wodurch ich gut mit Analina mitfühlen und mich in sie hineinversetzen konnte. Was ich jedoch etwas schade fand, war das Fehlen von Action und Tempo. Ich mochte es im ersten Band sehr gerne, dass wir dieses fantastische Setting näher kennen gelernt haben und dass die Charaktere in brenzlige Situationen kamen. In „Aqua“ fehlte mir diesbezüglich etwas die Rasanz und Spannung, da sich doch einige Längen eingeschlichen haben.

Die Atmosphäre an der Akademie des Meeres gefiel mir jedoch sehr, denn es ist eine wortwörtlich zauberhafte Schule, in der sich Magie in jeder Ecke verbirgt. Auch viele der Konflikte und Situationen, in denen sich Analina wiederfindet wie beispielsweise enormer Schulstress und dessen Auswirkungen auf das Leben oder Konflikte mit Freunden und Familie sorgen dafür, dass man sich mit der Protagonistin identifizieren kann, weil einem ihre Situation vertraut ist. So sorgte bei mir das Schulsetting für eine größere Nähe zu Analina.

Das Highlight des Buches war aber wohl das Ende, denn dieses explodiert in einer Überraschung und großer Spannung. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Ereignisse im dritten Band weiterentwickeln werden und wie der Krieg mit Gwenda verlaufen wird. Dabei hoffe ich auf atemlose Spannung, die hier in „Aqua“ am Ende auch schon anklang.

Fazit
Insgesamt hat mir „Aqua – Im Zeichen des Meeres“ gut gefallen, da ich durch den Einblick in das Schulleben von Analina eine größere Nähe zu ihr aufbauen konnte. Sie durchlebt Probleme und Situationen, die mir bekannt sind, wodurch ich sie gut verstehen konnte. Gleichzeitig geht jedoch die von mir geliebte Spannung und Action des ersten Bandes zugunsten dieses Akademielebens etwas verloren. Erst am Ende explodiert die Geschichte wieder in der aus „Luna“ bekannten, fesselnden Spannung, die dafür umso neugieriger auf den dritten Band macht!
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Luna – Im Zeichen des Mondes
2. Aqua – Im Zeichen des Meeres
3. ???

Aqua - Anne Buchberger
Aqua
von Anne Buchberger
(4)
Buch (gebundene Ausgabe)
14,00

So endet die Reihe mit einem Paukenschlag!

Skyline Of Books , am 19.05.2019

Klappentext
„Monster, Monster, klein und groß, werden dich packen und lassen nicht los.
Der Gesang der Kinder in den Straßen ist verklungen. Verity City ist zerstört. Jede Nacht werden weitere Monster geboren.
Aber Kate und August kämpfen unerbittlich. Sie haben beschlossen, keine Angst mehr zu haben. Da erhebt sich eine mächtige Kreatur: Sie ernährt sich von den verdunkelten Herzen der Menschen. Und sie wächst und wächst … “

Gestaltung
Die schwarzen Flügel, die einander gegenüberliegen und die rauchigen Schlieren zwischen diesen, gefallen mir sehr gut. Die etwas dunkelgelbe, senfige Farbe trifft nicht ganz meinen Geschmack. Ansonsten mag ich es, dass der Stil des Covers zu dem des ersten Bandes passt und dass der Titel durch seinen weißen Schriftzug sich vor dem schwarzen Hintergrund abhebt.

Meine Meinung
Nachdem mir der erste Band unheimlich gut gefallen hatte, habe ich voller Vorfreude zum zweiten und leider auch letzten Band der „Monsters of Verity“-Reihe gegriffen. In diesem Band ist Verity City zerstört und Kate und August kämpfen furchtlos weiter. Sie haben es jedoch mit einer neuen, noch dunkleren Kreatur zu tun. Einer, die sich von der Dunkelheit der menschlichen Herzen ernährt und sie wächst. Und leider gibt es einige Dunkelheit in den Herzen der Menschen…

Ich konnte es mir erst nicht vorstellen, doch Victoria Schwab hat es geschafft, die Atmosphäre in dieser Fortsetzung noch düsterer, unheilvoller und gruseliger zu gestalten als sie es schon im ersten Band beschrieben hat. Die Dunkelheit scheint in diesem Band eine noch mächtigere Überhand zu nehmen als schon im Vorgängerband und so wird wieder auf sehr einnehmende Weise geschildert, wie die menschlichen Abgründe und düsteren Handlungen grauenvolle Konsequenzen haben…

Den Anfang des Buches fand ich stellenweise ein klein wenig in die Länge gezogen, denn zu Beginn sind Kate und August getrennt und denken viel übereinander nach. Eigentlich fand ich es sogar gut, wie reflektiert und nachdenklich die Charaktere waren, da sie so einiges an Tiefe bekommen haben, ich sie noch besser kennen lernen konnte und sie ein realistisches Bild von sich gezeichnet haben. Doch da dies der Buchanfang war, hatte ich auf ein wenig mehr mitreißende Momente gehofft, die mich zu Beginn vom Hocker reißen und atemlos zurücklassen. Glücklicherweise kamen sie, nur eben erst etwas später.

Sobald Kate und August nämlich wieder aufeinander treffen, ist buchstäblich die Hölle los. Hier war ich vollends in die Geschichte abgetaucht und habe die kleineren Längen des Anfangs komplett vergessen. Die Rätsel des ersten Bandes werden aufgegriffen und dabei regt die Handlung sehr schön dazu an, mitzudenken und zu überlegen, wie alles zusammenhängen könnte. Ich stellte Theorien auf, verwarf sie wieder, wurde überrascht und habe fesselnde Enthüllungen genossen, welche nach und nach die Handlung erklärten. Ich fand es diesbezüglich besonders gelungen, dass die Erklärungen immer peu à peu gegeben wurden, denn so wurde meine Neugierde entfacht.

Auch fand ich die Handlung dieses Bandes als noch blutrünstiger, brutaler und blutiger als die des ersten Bandes der Reihe. Ich denke, dies sollte man sich vor dem Lesen bewusst machen, denn Leser, die nicht mit viel Blut und eindeutigen, anschaulichen Beschreibungen von doch brutalen Szenen klar kommen, könnten hier Probleme bekommen. Mir hat dies jedenfalls nichts ausgemacht und ich fand den Schreibstil der Autorin richtig gut, da ich mir die Geschehnisse vorstellen konnte und oftmals ein inneres Bild der Gegebenheiten und des Settings hatte.

Fazit
„Unser düsteres Duett“ ist eine grandiose Fortsetzung einer ohnehin schon grandiosen Reihe, die nun mit diesem Band leider ihr Ende findet. Dieses Ende kommt jedoch mit einem großen Paukenschlag daher, denn der Reihenabschluss ist noch düsterer und noch brutaler als schon Band eins. Sobald die Protagonisten Kate und August wieder zusammen sind, geht in der Handlung die Post ab. Ich fand es besonders toll, wie die stückweise eingestreuten Erklärungen mich dazu angeregt haben, Theorien über den Fortgang der Handlung anzustellen und neugierig zu bleiben. Auch haben mich die überraschenden Wendungen und der einnehmende Schreibstil samt greifbarer Atmosphäre total überzeugt.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied
2. Monsters of Verity – Unser düsteres Duett

Monsters of Verity - Unser düsteres Duett - Victoria Schwab
Monsters of Verity - Unser düsteres Duett
von Victoria Schwab
(6)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95

Schaurig-schöne Geschichte nicht nur für Kinder

Skyline Of Books , am 05.05.2019

Klappentext
„Dana ist genervt: Die Ferien bei Tante Meg im englischen Nirgendwo verbringen? Langweilig! Doch das alte, ehrwürdige Haus, in dem sie wohnt, ist nicht das, was es zu sein scheint. Als plötzlich die Gemälde anfangen zu sprechen, Türen einfach in den Wänden verschwinden und Dana auch noch Stimmen hört, die ihren Namen rufen, ist ihr Entdeckergeist geweckt. Nach und nach wird Dana klar, dass das Geheimnis um Mallory Manor mehr mit ihrem Schicksal zu tun hat, als sie ahnt …“

Gestaltung
Ich finde das Cover total gelungen, denn mir gefällt die Szenerie, die dargestellt wird. Das Hau, welches in einem Zimmer und bei der Tür orange erleuchtet ist, zieht die Blicke auf sich. Durch den Lichtschein wird auch der Schattenumriss der Person bzw.von Dana geheimnisvoll erleuchtet. Die Landschaft um das Haus gefällt mir dabei sogar noch besser, da sie durch die Brauntöne und die Punkte und wilden Striche sehr düster und gespenstisch aussieht. Der Titel kommt vor dem dunklen Boden auch super zur Geltung und mir gefällt, wie verschnörkelt er dargestellt wurde.

Meine Meinung
Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen, da ich Protagonistin Dana direkt gerne mochte. Sie wirkt sehr glaubwürdig, authentisch und auch total liebenswürdig. Für mich war Dana eine Hauptfigur, die ich gerne auf ihrem Abenteuer begleitet habe. Ergänzt wird sie von dem geheimnisvollen Will, der oftmals urplötzlich neben ihr auftaucht und wieder verschwindet… durch ihn kommen einige Rätsel und Mysterien in die Handlung.

Aber nicht nur Will hat mein detektivisches Gespür geweckt. Auch das Setting, ein altes Haus namens Mallory Manor, sowie Tante Meg regen zum Spekulieren, Vermuten und Herumrätseln an. Ich fand es super, dass es viele Rätsel und mysteriöse Ereignisse gab, denn so wurde es nie langweilig. Stetig gab es neue Geheimnisse oder seltsame Dinge in Mallory Manor zu entdecken. Bis Enthüllungen und Erklärungen folgten, dauerte es etwas und so wurde auch der Spannungsbogen sehr hoch gehalten. Selbst als vieles aufgedeckt war, war die Spannung aber noch immer enorm, da sich dann nämlich die Ereignisse überschlugen…

Die Stimmung des Buches empfand ich als sehr greifbar und schaurig-mysteriös. Vor allem gefielen mir die Beschreibungen von Mallory Manor, welche das Haus anschaulich beschrieben haben. So konnte man sich den Schauplatz gut vorstellen und mit Dana geradezu durch die Gänge schleichen.
Ich fand die Geschichte dabei auch durchaus sehr zum Gruseln und habe das ein oder andere mal richtige Gänsehaut bekommen!

Der Schreibstil von Autorin Claudia Romes hat mir auch gut gefallen, weil die Beschreibungen für ein Kinderbuch angemessen waren, aber dennoch nicht zu kindlich anmuteten. So macht das Lesen auch älteren Lesern Spaß! Zudem gefielen mir auch die vielen Details, auf die geachtet und die in die Geschichte eingebaut wurden.

Das Ende des Buches empfand ich als sehr spannend und in meinen Augen wurde alles wichtige geklärt, sodass dieses Buch ein fesselnder Stand-Alone ist, der für einen gruselig-spannenden Lesenachmittag sorgt. Dennoch hätte ich nichts dagegen einzuwenden in einem weiteren Band erneut in die Welt von Mallory Manor einzutauchen und mit Dana weitere Rätsel zu ergründen.

Fazit
Bei „Dana Mallory und das Haus der lebenden Schatten“ ist der Titel Programm, denn der Schauplatz Mallory Manor ist wirklich ein Haus voller lebender Schatten, welche für rätselhaftes Lesevergnügen sorgen. Die Geschichte regt den Leser dazu an, Mitzurätseln und gemeinsam mit Protagonistin Dana den geheimnisvollen Ereignissen des Anwesens auf die Spur zu kommen. Das Buch ist spannend von der ersten Seite an und endet wirklich super spannend.
5 von 5 Sterne!

Reihen-Infos
Einzelband (?)

Dana Mallory - Claudia Romes
Dana Mallory
von Claudia Romes
(28)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,00

Felix ist und bleibt ein Held, da seine Geschichten Groß und Klein Spaß machen!

Skyline Of Books , am 05.05.2019

Klappentext
„Sophie will diesmal auf Nummer sicher gehen: Damit Felix nicht wieder verlorengeht, steckt sie ihn auf der Reise in die Schweiz in ihren Rucksack – doch der wird, kaum dass sie angekommen sind, mit dem eines Bergsteigers vertauscht! Plötzlich findet sich Felix am Matterhorn wieder. Und das ist nur die erste seiner abenteuerlichen Stationen in der Schweiz.“

Gestaltung
Wie bei jedem Felix Buch ist der süße Kuschelhase auch bei seinem neusten Abenteuer wieder zentrales Element des Covermotivs, was nicht nur Wiedererkennungswert hat, sondern die Bücher auch einfach süß macht. Passend zum aktuellen Urlaubsort, der Schweiz, hat Felix nicht nur eine Schweiz-Tasche um, sondern auch eine Kuhglocke in der Hand. Auch die Szenerie am oberen Bildrand stellt landestypische Begebenheiten dar. So stimmt das Cover schon perfekt auf das Buch ein!

Meine Meinung
Mit dem Hasen Felix bin ich groß geworden und so freute ich mich riesig, als ich hörte, dass es ein neues Abenteuer des süßen Hasen geben würde. In „Mit Felix durch die Schweiz“ geht Felix – trotz bester Vorkehrungen von Sophie – dennoch wieder verloren. Seine abenteuerliche Reise durch die Schweiz wird wieder begleitet von herausnehmbaren Briefen und anderen tollen Extras! Doch eine Frage bleibt wie immer: Wird er am Ende dieses Abenteuers wieder zu seiner Sophie zurückkehren?

Schon beim Öffnen des Buches musste ich einige Zeit innehalten, um die grandiosen Zeichnungen zu bestaunen, denn hinter den Buchdeckeln verbirgt sich eine detaillierte Illustration der Schweiz mit verschiedenen Reisestationen. Hier konnte man als Landesunkundiger viel entdecken und sich schon vor Lesebeginn in das Land hineinträumen. Zudem fand ich, dass diese Karte eine schöne Orientierung beim Lesen bietet, um zu schauen, wo sich wer gerade befindet.

Als ich dann angefangen habe zu lesen, war es wie nach Hause kommen. Ich bin sofort in den schönen Illustrationen und dem Text versunken. Vor allem die Bild-Text-Kombination finde ich in den Felix Büchern immer sehr gelungen, da im Text angesprochenes oder beschriebenes durch die Illustrationen aufgegriffen und verbildlicht wird. Dies ist gerade beim Vorlesen super, weil die Kleinen so das Vorgelesene direkt sehen können und anhand der Bilder das Geschehen für sie verdeutlicht wird.

Besonderes Highlight sind natürlich nach wie vor die herausnehmbaren Briefe und die anderweitigen in das Buch eingebauten Extras wie z.B. Postkarten oder umklappbare Bilder. So wird das Lesen interaktiv und die Geschichte nicht nur auf den Buchseiten erzählt, sondern auch in den Briefen weitergesponnen. Durch niedliche Buntstiftzeichnungen sind die Briefe oftmals auch sehr schön verziert und niedlich. Die andere Schriftart lassen sie dabei echter wirken, sodass für die Kleinen die Illusion eines schreibenden Kuschelhasens noch realer wird.

Die Handlung fand ich wieder sehr süß, denn auf Felix Reise durch die Schweiz erlebt er so einiges, was nicht nur für die Leser spannend ist, sondern ihnen auch die Schweiz näher bringt. Hier ist ein unbewusster Lerneffekt eingebaut, denn durch Felix Briefe und Erlebnisse lernt man vieles über das Land, die Leute und die Bräuche. Auch erfährt man ein wenig über die verschiedenen Sprachen der Gebiete, was sehr süß eingebaut ist. Mir gefiel es richtig gut, dass sogar ich als Erwachsene hier noch einiges für mich Neues über die Schweiz gelernt habe und dabei richtig viel Spaß hatte. Dabei empfand ich die Satzstruktur und die Länge der Sätze als geeignet für das empfohlene Alter von fünf bis sieben Jahren, da die Sprache leicht zu verstehen ist und ansonsten die Bilder auch unterstützend beim Verstehen wirken.

Fazit
„Mit Felix durch die Schweiz“ war für mich ein wundervoller Sprung zurück in meine Kindheit, denn die Felix Bücher sind einfach großatig. Die Kombination aus herausnehmbaren Briefen, besonderen Extras, Text und Bildern ist einfach klasse, da sich hier alles gegenseitig ergänzt und zum Textverständnis beiträgt, sodass auch kleine Leser ihren Spaß haben werden. Zudem ist ein unbewusster Lerneffekt vorhanden, da man durch die Reise von Felix durch die Schweiz viel über das Land erfährt.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Briefe von Felix
2. Neue Briefe von Felix
3. Abenteuerliche Briefe von Felix
4. Weihnachtsbriefe von Felix
5. Zirkusbriefe von Felix
6. Weltbeste Briefe von Felix
7. Felix bei den Kindern dieser Welt
8. Mit Felix auf großer Deutschlandreise
9. Mit Felix durch die Schweiz

Mit Felix durch die Schweiz - Annette Langen
Mit Felix durch die Schweiz
von Annette Langen
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00

Trotz Startschwierigkeiten fesselte mich vor allem die Frage, ob die Figuren es schaffen würden

Skyline Of Books , am 05.05.2019

Klappentext
„Mitten im Dschungel stürzt die kleine Propellermaschine ab und plötzlich sind Fred, Con, Lila und ihr kleiner Bruder Max auf sich allein gestellt. Wo sollen sie einen Unterschlupf und etwas zu essen finden. Und wie kommen sie aus diesem Urwald überhaupt wieder heraus? Immerhin ist ein Fluss in der Nähe und wilde Früchte, und Fred hat genug Abenteuerbücher gelesen, um ein Floß zu bauen. Aber ob das zum Überleben in der Wildnis reicht?“

Gestaltung
Obwohl ich das Cover recht düster finde, zieht es doch die Blicke auf sich. Die vielen verschiedenen Blätter, in die ein paar Blumen eingearbeitet sind, symbolisieren sehr schön den Dschungel und greifen so den Haupthandlungsort des Buches visuell auf. Der Titel und das kleine rote Flugzeug heben sich ein wenig von dem grünen Urwald ab, was ich eine schöne Idee finde. Ich finde es interessant, das Cover anzusehen und mag es gern.

Meine Meinung
Autorin Katherine Rundell hat schon einige schöne Bücher geschrieben und mit „Mitten im Dschungel“ widmet sie sich nun einem Thema, über das viele bestimmt schon einmal nachgedacht haben: was tut man, wenn man mit einem Flugzeug abgestürzt ist? Dramatischer wird das Ganze in dem Buch der Autorin noch, da es sich bei den Abgestürzten um vier Kinder handelt: Fred, Con, Lila und der 5jährige Max. Werden die vier alleine in der Wildnis überleben? Und können sie wieder nach Hause zurückkehren?

Ich hatte ehrlich gesagt zu Beginn einige Startschwierigkeiten, denn obwohl die Handlung spannend war und aufregend begann, bekam ich irgendwie keinen Zugang zur Geschichte. Ich brauchte einige Zeit, bis ich mich mit den Charakteren anfreunden konnte und mich in der Handlung zurechtgefunden hatte. Das Setting des Urwalds konnte ich mir hingegen sofort sehr gut vorstellen, denn hier halfen die Beschreibungen und der angenehme Schreibstil der Autorin sehr. Durch wenige Worte schafft Frau Rundell es Orte eindringlich zu beschreiben, sodass ich sie mir gut vorstellen konnte.

Kurz vor der Hälfte des Buches war ich dann glücklicherweise ganz in die Geschichte eingetaucht und konnte mich fallen lassen. Hier fand ich es besonders gelungen, wie über der Handlung stets eine Art Damoklesschwert zu schweben schien, denn Angst und ein leichtes Gefühl der Unruhe habe ich stets tief in mir verspürt. Ich fürchtete mich vor den Gefahren des Dschungels und hatte ständig Angst, die nächste Hürde würde für die Kinder die Letzte sein.

So trieben mich vor allem die Fragen, ob die Vier es schaffen würden, im Dschungel zu überleben und ob sie aus dem Urwald herausfinden würden, an. Auf diese Weise fesselte mich die Geschichte dann an das Buch, da ich unbedingt erfahren wollte, wie es ausgehen würde. Dabei bangte und hoffte ich stets auf einen guten Ausgang der Ereignisse, aber ob es diesen gibt, verrate ich an dieser Stelle nicht, denn das muss jeder selbst erleben, indem er „Mitten im Dschungel“ liest.

Fazit
Insgesamt hat mir „Mitten im Dschungel“ von Katherine Rundell gut gefallen, da ich die Grundidee des Buches mochte. Ein Flugzeugabsturz mitten im Dschungel ist ein Szenario, das fesselt und einen gewissen Nervenkitzel versprüht. Trotz der brenzligen Situation brauchte ich allerdings meine Zeit, um mich in die Geschichte einzufinden, aber die Frage, ob die Protagonisten es schaffen würden, zu überleben, fesselte mich dann doch an die Geschehnisse.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Mitten im Dschungel - Katherine Rundell
Mitten im Dschungel
von Katherine Rundell
(20)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,00

Konnte mich nicht lösen!

Skyline Of Books , am 04.05.2019

Klappentext
„Nell glaubt nicht an Liebe auf den ersten Blick – bis sie Lukas begegnet. Dem attraktiven und irgendwie wilden Jungen im Wolfsmantel. Mit Lukas wird ihr Leben schöner, mit ihm kann sie glücklich sein. Doch Lukas verfolgt einen finsteren Plan und als Nell das begreift, ist sie schon mitten im Nirgendwo, hat ein Kind entführt und wird von der Polizei gesucht. Und hier, in der Einsamkeit norwegischer Wälder, beginnt für sie ein Überlebenskampf - gegen die Natur, gegen Wölfe, gegen den Schmerz und gegen den Jungen, den sie liebt.
Dieser Geschichte kann man sich nicht entziehen. Sie wühlt auf, sie überrascht und sie zerreißt einem das Herz!“

Gestaltung
Das Cover ist sehr schlicht und vorrangig in weiß gehalten, was jedoch gut passt, da die Protagonistin in der Eiseskälte der Wildnis unterwegs ist. Durch diese Farbwahl stechen zudem der schwarze Titel sowie der kleine Wolf unter diesem sehr hervor. Dieses Tier passt auch sehr zum Inhalt und den norwegischen Wäldern. Auch die roten Farbakzente fallen durch das Weiß sofort ins Auge. Ich persönlich finde das Cover ja fast schon zu schlicht, aber es vermittelt für mich auch eine gewisse Ernsthaftigkeit, die wiederum die Geschichte wiederspiegelt.

Meine Meinung
Nachdem ich auf das Buch aufmerksam geworden bin, habe ich mir die Leseprobe durchgelesen und war bereits nach dem kurzen Prolog in der Geschichte versunken. Es war direkt um mich geschehen, denn ich konnte mich nicht mehr von Nells Geschichte lösen. Nell ist die Protagonistin von „The Hurting“, welche mit ihrem Vater und ihrer Schwester umgezogen ist und sich an ihrem neuen Heimatort nicht wohl fühlt. Sie begegnet dort jedoch Lukas, attraktiv, wild und interessant. Und auf einmal ist sie in dem Sog verschiedenster Ereignisse verwickelt, welcher sie schlussendlich in die Wildnis der norwegischen Wälder und einige Gefahren bringt…

Was mir an dem Buch so gut gefallen hat, war wirklich die Sogwirkung, welche es entfaltet. Direkt zu Beginn hatte ich tausend Fragen im Kopf, auf die ich unbedingt Antworten erhalten wollte. Doch dafür musste ich immer weiter und weiter lesen. Vor allem den Prolog mit seiner Vorausdeutung auf spätere Entwicklungen fand ich gelungen. Aber auch die Geschichte mit ihren skurrilen Aspekten fand ich interessant.

Ich persönlich mochte jedoch Nells familiäre Situation so gar nicht, da ich ihre Schwester Harper und ihren Vater sehr unsympathisch fand und vor allem Harper auch mehr als ambivalent. Im einen Moment himmelhochjauchzend und im nächsten zu Tode betrübt. Hier kamen durch Harpers Krebserkrankung, die Alkoholsucht des Vaters und die Abwesenheit der Mutter, welche die Familie verlassen hat, für mich jedoch auch zu viele Schicksalsschläge zusammen, welche Nells Leben erschwert haben. Für mich war es ein wenig zu viel des Guten.

Nell mochte ich als Protagonistin recht gern. Sie ist zwar etwas gutgläubig, aber dennoch hat sie in mir Mitgefühl ausgelöst, da sie mir Leid tat. Sie muss in ihrer Familie viel aushalten, vor allem viel Egoismus, weswegen ich Mitleid mit Nell hatte. Lukas fand ich sehr geheimnisvoll und hier hat mich vor allem gereizt zu erfahren, wie weit Nell mit ihm gehen würde. Hier erzeugt die Autorin auf unterschwellige Weise Spannung.

Spannung und Nervenkitzel sind es vor allem, welche meiner Meinung nach auch die Handlung ausmachen, denn sie besteht aus Gefahren, überraschenden Wendungen und einiger Dramatik. Vor allem der emotionale Aspekt wird in dem Buch auch sehr schön dargestellt und dem Leser greifbar gemacht. Dies hängt auch eng mit dem Schreibstil der Autorin zusammen, da Lucy van Smit sehr eindringlich schreibt und die Gefühlsebene erreicht.

Fazit
Mir hat „The Hurting“ gut gefallen, da die Geschichte nicht nur ein außergewöhnliches Setting aufweist, sondern mit Gefühlen und Nervenkitzel spielt. Die Handlung ist dramatisch und für mich auch fesselnd, da der Schreibstil und die aufgeworfenen Fragen eine Sogwirkung ausüben. Beispielsweise die familiäre Situation der Protagonistin fand ich jedoch etwas überspitzt und zu viel des Guten. Dennoch können die düstere Atmosphäre und die aufgebaute Spannung überzeugen.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

The Hurting - Lucy van Smit
The Hurting
von Lucy van Smit
(53)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,00

Ein stimmiges Ende mit fesselnden Enthüllungen und am Ende jede Menge Spannung

Skyline Of Books , am 04.05.2019

Klappentext
„Der grausame Gott Eurus bedroht die Welt der Firebloods und Frostbloods. Um ihn aufzuhalten, kehrt die Feuerkriegerin Ruby zurück ins Reich des Frostkönigs – zusammen mit Arcus, den sie liebt, und Kai, der ihre Feuergabe teilt ...

Ruby, Arcus und Kai läuft die Zeit davon. Um den grausamen Gott Eurus daran zu hindern, auch die letzten Schattenwesen zu entfesseln, müssen sie das Tor des Lichts finden. Darum reisen sie zurück nach Tempesien, Arcus’ Königreich, wo ein neuer, skrupelloser Herrscher die Macht an sich gerissen hat. Als Ruby einem alten Feind gegenübersteht, droht das dunkle Wesen, das in ihr schlummert, zu erwachen …“

Gestaltung
Das Cover des dritten Bandes gehört zu meinen absoluten Lieblingsbuchcovern, denn ich liebe den Stil aus Aquarell vor weißem Hintergrund, der die Mädchengestalt umrandet. Die dunkleren Farben lassen das Cover dieses Bandes düsterer und bedrohlicher wirken, was sehr gut zum Finale der Trilogie passt. Auch mag ich den Gesichtsausdruck des Mädchens, ihre vollen Lippen und ihre Frisur, die Farbe in das Cover bringt. Auch ist hier das Feuer zu sehen, welches für die Bücher so wichtig ist.

Meine Meinung
Voller Vorfreude habe ich auf den Abschlussband der „Fire & Frost“ Trilogie gewartet, denn ich war nach dem zweiten Band total neugierig, ob es den Fire- und Frostbloods gelingen würde, sich je wieder zu vereinen. In „Von der Dunkelheit geliebt“ wollen Ruby, Arcus und Kai verhindern, dass die letzten Schattenwesen entfesselt werden. Dazu reisen sie zurück in Arcus‘ Königreich, in welchem nun ein neuer Herrscher thront. Dabei wird der Einfluss der Dunkelheit auf Ruby immer größer…

Die Handlung dieses Abschlussbandes empfand ich insgesamt als etwas langsamer und ruhiger als beim Band zuvor. Gerade zu Beginn war das Tempo gediegener und es zog sehr langsam an, sodass ich manchmal dachte, das Buch fährt mit angezogener Handbremse. Doch sobald diese ab ungefähr der Hälfte des Buches gelöst wurde, geht es wirklich rasant und schnelllebig weiter. Ab dem Moment konnte ich das Buch nur schwer aus den Händen legen.

Besonders cool fand ich in diesem Band, wie Ruby sich entwickelt und wie diese Entwicklung dargestellt wurde. Nach wie vor ist sie die Ich-Erzählerin der Geschichte, doch durch den Minax gibt es Momente in dem Buch, in denen ich mir nicht sicher war, wie groß sein Einfluss auf sie ist. Dies hat Autorin Elly Blake wirklich klasse dargestellt, weil man so den inneren Kampf von Ruby hautnah miterlebt und selber verunsichert dadurch wird – wie Ruby. Dies verstärkt den Effekt, dass ich mit der Protagonistin mitgefühlt habe. Sie ist eine starke Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt.

Aber auch Arcus und vor allem Kai, den ich seit dem Vorgänger total in mein Herz geschlossen habe, konnten mich wieder überzeugen. Die beiden sind recht verschieden und jeden habe ich auf seine ganz eigene Weise richtig gern gewonnen. Auch die tragische Geschichte des Minax und der Schattenwesen fand ich nicht nur überraschend sondern auch unheimlich emotional. Emotional ist sowieso das Stichwort schlechthin für diesen Band, denn da es der Reihenabschluss ist, sind bei mir die Gefühle Achterbahn gefahren. Ich wollte das Buch aufgrund all der interessanten Wendungen und Enthüllungen unbedingt zu Ende lesen, aber gleichzeitig hat mein Herz auch immer gerufen, dass diese tolle, einfallsreiche Geschichte doch bitte nie ein Ende nehmen soll.

Das Ende des Buches hat mich zufrieden gestimmt, denn das letzte Viertel war einfach unglaublich. Es passierte so vieles. Es war dramatisch, gefühlvoll und hat alle Fäden zu einem stimmigen Gesamtergebnis zusammengezogen. Für mich wurden alle Fragen beantwortet und gleichzeitig hat mein Herz so mit den Figuren mitgelitten. Was ich vor allem super fand war, dass das Ende nicht nur die Fäden der Hauptfiguren zusammenknotet, sondern auch die Nebencharaktere noch einmal ihren Platz finden und wir erfahren, wie es mit ihnen ausgeht. So kann ich wirklich sagen, dass ich vollkommen und rundum zufrieden und glücklich mit dem Ende bin.

Fazit
Was für ein Reihenabschluss! Nachdem das Buch anfänglich doch etwas ruhig begann und für meinen Geschmack zu wenig Tempo aufwies, hat „Fire & Frost – Von der Dunkelheit geliebt“ dann mit einem Mal den Schalter umgelegt und gefährliche Situationen, fesselnde Enthüllungen und ein dramatisches, gefühlvolles und völlig zufriedenstimmendes Ende präsentiert. Ich habe es geliebt, wie die Handlung am Ende dafür gesorgt hat, dass ich mich nicht mehr von ihr lösen konnte. Besonders klasse fand ich auch, dass es nicht nur einen schönen Abschluss für die Hauptfiguren gibt, sondern dass wir Leser auch erfahren, wie es mit den Nebenfiguren endet. Dieser Band hat die Trilogie phantastisch abgerundet!
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Fire & Frost – Vom Eis berührt
2. Fire & Frost – Vom Feuer geküsst
3. Fire & Frost – Von der Dunkelheit geliebt

Fire & Frost, Band 3: Von der Dunkelheit geliebt - Elly Blake
Fire & Frost, Band 3: Von der Dunkelheit geliebt
von Elly Blake
(9)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,00

Überraschende, interessante Enthüllung über Noahs Leben

Skyline Of Books , am 04.05.2019

Klappentext
„Noah Oakman erkennt sein eigenes Leben nicht mehr wieder. Nach einem Streit mit seinem besten Freund Alan vertraut er sich dem Nachbarsjungen Circuit an … und plötzlich nehmen all die Dinge, die er für sicher hielt, eine eigenartige Wendung: Seine engsten Freunde Alan und Val wollen auf einmal an einem weit entfernten College studieren. Und woher stammt die Narbe im Gesicht seiner Mutter, wieso spricht niemand darüber? Was ihm bleibt, sind fünf Konstanten. An ihnen hangelt sich Noah durch das Wirrwarr seiner ganz schön kaputten Tage – um herauszufinden, was seine Welt aus den Fugen gesprengt hat.“

Gestaltung
Die dunkel- und hellblauen Streifen des Hintergrundes verlaufen in einem Tunnel, der nach unten geht und im Nichts verschwindet, was ich optisch sehr anziehend finde. Die weiße Figur eines Körpers, welcher an einem Faden hängt, der in dem Loch verschwindet, ist ein schönes Detail, welches meiner Meinung nach auch schön zum Inhalt des Buches passt. Am liebsten mag ich, dass der Titel in knallig-bunten Farben geschrieben ist, die sich so sehr vom Hintergrund abheben und geradezu leuchten.

Meine Meinung
Mich hat an „Ganz schön kaputte Tage“ der angedeutete Rätselfaktor im Klappentext angesprochen, denn im Leben von Protagonist Noah scheint vieles auf einmal ganz anders als bisher gewohnt. Alles beginnt mit einem Streit mit seinem besten Freund und dem Nachbarsjungen Circuit, dem Noah sich anvertraut. Danach hat seine Mutter plötzlich eine Narbe im Gesicht, wo keine sein sollte. Die Hunde heißen plötzlich anders und und und. Was ist da nur passiert?

Mir hat es gefallen, gemeinsam mit Noah auf die Spur seiner kaputten Tage, wie er die Veränderung in seinem Leben nennt, zu gehen. Hier konnte ich sehr schön miträtseln und mich fragen, wieso sich in Noahs Leben vieles verändert hat und woran dies liegt. Allerdings brauchte ich anfangs auch einige Zeit, bis ich in die Story hineingefunden und mich zurechtgefunden habe. Doch das Rätselraten, was hinter Noahs Gedanken stecken mag, hat mich ziemlich fasziniert und am Ball gehalten, da ich gerne Vermutungen beim Lesen aufstelle und mir Theorien ausdenke.

Dabei fand ich es gut, wie der Autor es schafft, mir als Leser einen Einblick in die Gedanken und den Kopf von Noah zu ermöglichen. Ich hatte oft das Gefühl wie ein kleiner Gast in seinem Kopf zu sitzen und alles mitzuverfolgen. Dies fand ich gut umgesetzt, da die Ich-Perspektive und der Schreibstil hierzu hervorragend beigetragen haben. Die Sprache ist in meinen Augen dabei sehr jugendlich gehalten und nah an dem, wie sich junge Menschen momentan ausdrücken.

Die Handlung ist durchaus etwas bizarr und dadurch spannend, dass ich wissen wollte, was denn nun mit Noahs Leben ist. Die Enthüllung diesbezüglich fand ich überraschend, skurril und erfrischend neu. Um nicht zu spoilern verrate ich nichts Näheres, aber ich fand die Idee, die hinter den Veränderungen steckte, war ein interessanter Twist, der dieses Jugendbuch von anderen abhebt und mit dem ich nicht gerechnet hatte.

Fazit
Auch wenn ich meine Zeit gebraucht hatte, bis ich mich in „Ganz schön kaputte Tage“ eingefunden habe, so konnte mich das Buch danach gut unterhalten. Durch die Frage, was denn mit dem Leben von Protagonist Noah los ist, schwebt eine spürbare Spannung über der Geschichte. Die Enthüllung diesbezüglich fand ich skurril und erfrischend, da sie mir noch nie in einem Jugendbuch begegnet ist und da ich von ihr überrascht wurde.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Ganz schön kaputte Tage und wie Noah Oakman sie sieht - David Arnold
Ganz schön kaputte Tage und wie Noah Oakman sie sieht
von David Arnold
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,00

 
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