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Gesamte Bewertungen 644 (ansehen)


Meine Bewertungen

Der Fluch des schwachen Mittelbandes hat hier eindeutig zugeschlagen…

Skyline Of Books , am 25.10.2020

Klappentext
„Zélie und Prinzessin Amari haben das Unmögliche geschafft: Die Magie ist nach Orïsha zurückgekehrt. Doch das Ritual war mächtiger, als sie ahnen konnten. Es hat nicht nur die verschütteten Kräfte der Magier geweckt, sondern auch jene des Adels. Mit ihrer neugewonnenen Macht sind Zélies Feinde gefährlicher als je zuvor. Und sie wollen Rache.
Zélie muss einen Weg finden, das Land zu vereinen – oder zusehen, wie sich Orïsha in einem verheerenden Krieg zerreißt.“

Gestaltung
Ich finde das Cover des zweiten Bandes düsterer als das des ersten, weil hier schwarze und dunkle Farben vorherrschen. Nur die Haare des Mädchens sind weiß-grau und stechen hervor. Der Kopfschmuck ist derselbe wie beim Mädchen auf dem ersten Band, jedoch sehen ihre Haare verändert aus, so als wären sie anders gezeichnet worden. Ich finde dennoch, dass das Cover gut zur Reihe passt, da die optische Gestaltung ähnlich gehalten wurde.

Meine Meinung
An „Children of Blood and Bone“ hatte mir vor allem das rasante Tempo und der hohe Actionanteil sehr gut gefallen, weswegen ich gespannt war, wie sich die Geschichte in „Children of Virtue and Vengeance“ entfalten würde. In dieser Fortsetzung ist dank Zélie und Amari die Magie nach Orïsha zurückgekehrt. Doch auch Zélies Feinde haben ihre Kräfte zurückgewonnen und sie wollen Rache, doch sie sind gefährlicher als je zuvor. So droht Orïsha ein Krieg, der das Land entzwei reißen könnte…

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich diesen zweiten Band ziemlich mühsam fand. Ich fragte mich beim Lesen mehr als einmal, was denn aus dieser grandiosen Geschichte geworden ist, da dieser Band meiner Meinung nach bei weitem nicht an den ersten Band heranreicht. Ich denke, dass bei „Children of Virtue and Venegeance“ der Fluch des zweiten Bandes bei Trilogien zugeschlagen hat, denn dieser Mittelteil ist ziemlich abgeflacht.

Dies lag vor allem an den Charakteren, die gefühlt alle paar Seiten ihre Meinungen, Motive und Einstellungen änderten. Irgendwann schwirrte mir der Kopf, weil ich nicht mehr wusste, woran ich bei welcher Figur eigentlich war. Ich fragte mich stets, was sie wollten und was ihr Ziel war, denn erst wollten sie Frieden im Land, dann vertraten sie die Ansicht, dass sie doch kämpfen müssten, dann war doch wieder Frieden angesagt und so weiter. Und ich saß vor dem Buch und wusste gar nicht so recht, wie mir geschieht.

Auch fand ich es schade, wie Zélie sich verhalten hat, denn vor allem Amari gegenüber verhielt sie sich meiner Meinung nach unfair und unsympathisch. Aber auch Amari hat mit Aktionen ohne Sinn und Verstand bei mir für Stirnrunzeln gesorgt. Ich fragte mich beim Lesen, was mit beiden passiert ist und warum sie sich so verhielten. Gerade nach dem starken ersten Band fielen diese beiden Kritikpunkte doch ziemlich stark auf.

Immerhin gab es aber auch wieder mitreißende Szenen, die wieder etwas an das von mir so geliebte Tempo des ersten Bandes anknüpfen konnten. Ich war richtig froh, dass die Handlung stellenweise doch auch das gezeigt hat, was ich in „Children of Blood and Bone“ so gut fand. Hier war ich dann auch immer Feuer und Flamme für die Geschichte, auch wenn ich mir mehr von solchen Momenten gewünscht hätte.

Fazit
In meinen Augen kommt „Children of Virtue and Venegeance“ nicht an seinen Vorgängerband heran. Dies liegt vor allem an den sprunghaften Charakteren, die alle paar Seiten ihre Meinungen ändern und mich damit vor die Herausforderung stellten, ihrem stetigen Sinneswandel zu folgen. Auch gefielen mir Zélie und Amari in diesem Band nicht so gut zusammen, weil Zélie sich unsympathisch verhielt und Amari recht kopflos handelte. Immerhin gab es stellenweise mitreißende Momente, denen der Glanz des ersten Bandes innewohnte und die mich mit ihrer Rasanz fesseln konnten. Ich persönlich bin nun ziemlich gespannt, wie der dritte und letzte Band sein wird, da ich bei „Children of Virtue and Vengeance“ von dem Fluch des schwachen Mittelbandes bei Trilogien ausgehe.
3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Children of Blood and Bone
2. Children of Virtue and Vengeance
3. ???

Children of Virtue and Vengeance - Tomi Adeyemi
Children of Virtue and Vengeance
von Tomi Adeyemi
(40)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,99

Wieder schön mysteriös, wodurch die Neugier auf Antworten enorm ist!

Skyline Of Books , am 25.10.2020

Klappentext
„Die Legende der Windpferde ist wahr! Pan ist eines dieser Pferde und Nia wird in die Reihen der Windhüter aufgenommen. Doch mehr und mehr wird ihr bewusst, dass Windheim zweigeteilt ist, und die Bewohner einander nicht einmal kennen. Niemand will ihr verraten, was eigentlich vor sich geht, als im Dorf der Windhüter plötzlich Aufbruchsstimmung herrscht. Was haben die Windhüter vor? Muss Nia sich für eine Seite des Dorfes entscheiden? Als sie dann eine schreckliche Entdeckung macht, wird Nia klar, dass Pan in großer Gefahr ist. Und sie setzt alles daran, ihn zu retten.“

Gestaltung
Auf dem Cover sieht man wieder das schwarze Pferd, welches dieses Mal auf den Betrachter mit wehender Mähne zugelaufen kommt. Umgeben ist das Tier wieder von einem schemenhaften Wald im Hintergrund, welcher von Nebel durchzogen scheint. Auch andere Pferde und eine weitläufige Landschaft kann man neben dem Pferd erahnen. Mir gefällt besonders der Rahmen und der goldene Glanzlack auf dem Cover, welche es besonders edel aussehen lassen.

Meine Meinung
Bücher von Sabine Giebken lese ich sehr gerne und da ich den ersten Band der PaNia-Reihe sehr gut fand, war ich neugierig wie die Geschichte weitergehen würde. In „Im Bann der Windhüter“ geht es um die legendären Windpferde und das Dorf Windheim. Dieses scheint in zwei Lager gespalten zu sein, wobei jedoch niemand Nia näheres verrät. Außerdem entdeckt Nia etwas Schreckliches, sodass ihr bewusst wird, dass Pan in Gefahr schwebt…

Was mich wieder sehr begeistert hat, war der Hauch von Geheimnis, der über der Handlung schwebte. Schon im ersten Band war es so mysteriös, da es zu entschlüsseln galt, was es mit der Legende der Windpferde auf sich hat. Dachte ich, dass nun alle Mysterien geklärt seien, lag ich eindeutig falsch, denn in „Im Bann der Windhüter“ eröffnen sich Nia neue Rätsel und Merkwürdigkeiten.

Ich finde es so klasse, dass auch der zweite Band zum mitdenken und rätseln einlädt, denn das macht einfach richtig großen Spaß. Fragen wie „Wieso herrscht Aufbruchstimmung in Windheim?, Was planen die Windhüter? und Was hat es mit dem Geheimnis der Windpferde auf sich“ sorgen dafür, dass es beim Lesen nicht langweilig wird, da man unbedingt Antworten auf all die Fragen haben möchte. Zumindest wollte ich unbedingt herausfinden, was hinter all den Rätseln steckt.

Die Atmosphäre war daher geprägt von einer knisternden Spannung aufgrund meiner Neugierde. Außerdem fand ich auch das Setting sehr einnehmend, denn der Wald und das Dorf erzeugen einen mysteriösen Touch. Teilweise fand ich die Stimmung sogar etwas schaurig, aber im positiven Sinne, da man die Geheimnisse geradezu zwischen den Blättern im Wind rauschen fühlt.

Auch gefiel mir an diesem Band die Bindung, die Nia zu Pan aufgebaut hat, denn das Band, das sie beide miteinander verbindet, war meiner Meinung nach sehr intensiv und gut greifbar. Es wurde für mich sehr deutlich, dass Nia sehr an Pan hängt und wie wichtig er ihr ist. Aber auch andersherum war die Bindung einfach sehr spürbar. Das hat mich auch berührt, da ich die Beziehung zwischen Mensch und Pferd total schön fand. So schön, dass man sich einfach wünscht, dass man selber auch eine solch tiefe, enge Bindung zu einem Tier hat. Mir ging da jedenfalls das Herz auf.

Fazit
Auch der zweite Band der „PaNia“-Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen. „Im Bann der Windhüter“ hat mich dadurch überrascht, dass es in diesem Band noch mehr Rätsel und Mysterien zu lösen gab. Dies sorgt dafür, dass man beim Lesen total neugierig wird, mitdenkt und gespannt auf die Antworten ist. Auch die Atmosphäre war gekennzeichnet von Geheimnissen und einem wunderschönen, mysteriösen Setting, das den Leser einnimmt. Auch die Beziehung zwischen Mensch und Pferd hat mir richtig gut gefallen und in mir den Wunsch einer ebenso tiefen Bindung zu einem Tier geweckt.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. PaNia – Die Legende der Windpferde
2. PaNia – Im Bann der Windhüter

PaNia - Im Bann der Windhüter - Sabine Giebken
PaNia - Im Bann der Windhüter
von Sabine Giebken
(3)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,00

Anne Freytags erster Thriller hat mich sehr überzeugt

Skyline Of Books , am 25.10.2020


Klappentext
„Das Meer ist der Ursprung allen Lebens und verbirgt eine tödliche Bedrohung

Ohne zu bremsen, rast die Innenministerin Dr. Patricia Kohlbeck mit ihrem Dienstwagen in die Spree. Mit dabei: ihre Tochter Maja. "Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin", ist das Letzte, was sie zu ihrer Tochter sagt, bevor sie ertrinkt. Auch Maja stirbt – wacht jedoch wenige Stunden später unversehrt in einem Leichensack im Krankhaus wieder auf. Wie ist das möglich?

Während Maja versucht, Antworten zu finden, ereignet sich eine verheerende Naturkatastrophe nach der anderen. Und gegen ihren Willen gerät sie in einen Konflikt aus Lügen, Intrigen und Machtkämpfen, dessen Folgen fatale Ausmaße annehmen.“

Gestaltung
Düster und etwas unheilschwanger – so wirkt das Cover auf mich, was ziemlich gut zur Geschichte passt! Der schwarze Hintergrund, welcher von hellgrünen Schlieren durchzogen ist, welche an eine Wasserströmung erinnern, gefällt mir sehr gut. Die rot-orangenen Flecken, die man an vereinzelten Stellen entdecken kann, sorgen für spannende Details und hinter allem strahlt dann weiß der Autorinnenname sowie der Buchtitel.

Meine Meinung
Von Anne Freytag habe ich schon einige Jugendbücher gelesen und sehr gern gemocht. Da nun mit „Aus schwarzem Wasser“ ihr erster Thriller vorliegt, musste ich diesen unbedingt lesen und mir eine Meinung bilden. In dem Buch geht es um Maja, die nach einem Autounfall in einem Leichensack aufwacht. Ihre Mutter ist tot und hat sie zuvor noch gewarnt, niemandem zu vertrauen. Maja sucht nach Antworten zur Aufklärung des Unfalls, doch dann geschehen mehrere Naturkatastrophen. Aber nicht nur diese haben fatale Folgen, sondern auch das Gerüst aus Intrigen und Lügen, in das Maja verstrickt ist…

Schon den Anfang des Buches fand ich unglaublich spannend, denn der Dienstwagen von Majas Mutter rast samt Mutter und Tochter in einen Fluss. Ein Mann rettet Maja aus dem Wagen, doch er kam zu spät, sie ist tot. Dann wacht Maja allerdings im Krankenhaus auf und ist lebendig. Wie kann das sein? Allein diese Frage brannte mir die ganze Zeit beim Lesen so dringlich unter den Nägeln, dass ich das Buch nur für wirklich notwendige Erledigungen aus der Hand gelegt habe. Besonders gelungen fand ich auch, dass ich als Leser bezüglich meiner Neugier auf die Antwort ziemlich auf die Folter gespannt wurde!

Auch durch die geheimnisvollen letzten Worte von Majas Mutter kommt Spannung auf, denn sie warnte Maja davor, dass sie niemandem trauen kann. Diese Warnung hat nicht nur Maja, sondern auch der Leser die ganze Zeit über im Hinterkopf, wodurch ich vieles hinterfragte und den meisten Charakteren nicht traute. Das erhöht den Rätselfaktor enorm, denn lange Zeit ist nicht klar, was wirklich vor sich geht und was mit den Worten der Mutter gemeint ist.

Zudem gefiel mir, dass die Geschichte nicht nur vom Unfall ausgehend erzählt wird, sondern dass es verschiedene Zeitebenen gab. Auf diese Weise erfuhr ich auch, was in der Zeit vor dem Unfall passierte, wodurch die Handlung noch engmaschiger gestrickt wurde. Außerdem fand ich es spannend, dass sich mit den Naturkatastrophen auch andere Genreelemente wie beispielsweise dystopische und fantastische Elemente in den Thriller gemixt haben. Genaueres möchte ich diesbezüglich nicht verraten, aber mir gefiel die Entwicklung sehr und ich fand es zudem auch sehr glaubwürdig.

Fazit
Mit ihrem ersten Thriller konnte mich Anne Freytag sehr überzeugen, denn „Aus schwarzem Wasser“ ist mehr als „nur“ ein Thriller. Es mischt sich auch ein Hauch aus dystopischen und fantastischen Aspekten mit hinein, was ich sehr erfrischend und glaubwürdig ausgearbeitet fand. Die Handlung konnte mich total mitreißen, denn ich fragte mich die ganze Zeit, wie Maja tot und doch lebendig sein konnte und was es mit der Warnung ihrer Mutter auf sich hatte. Die Handlung war durch verschiedene Zeitebenen und einige Rätsel und Entwicklungen sehr spannend.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Aus schwarzem Wasser - Anne Freytag
Aus schwarzem Wasser
von Anne Freytag
(100)
Buch (Taschenbuch)
16,90

Das Ende war mir zu offen, aber an sich überzeugt das gesamte Buch

Skyline Of Books , am 22.10.2020

Klappentext
„Stell dir vor, die digitale Welt ist von heute an offline ...

Eigentlich sollte heute Amirs großer Tag sein. Mit der Übergabe von geheimem Material an den Netzaktivisten Habakuk war ihm der größte Skandal in der Geschichte des Internets sicher. Doch kurz vor dem Treffen bricht weltweit das Netz zusammen. Wer dahinter steckt, ist unbekannt.
Was wusste Whistleblower Manfred, der Amir das Material für den Leak mit der Bemerkung gab, dass ein Ereignis größten Ausmaßes bevorstehe?
Inmitten des ausbrechenden Chaos sucht Amir nach dem mysteriösen Habakuk. Als er diesen findet, rast aus dem Nichts ein Auto auf die beiden zu und verfehlt sie nur knapp. Auf wen hatte es der Täter abgesehen? Auf Amir oder Habakuk? Und gibt es eine Verbindung zum digitalen Blackout?“

Gestaltung
Der komplett schwarze Hintergrund hebt den Titel richtig gut hervor und lässt ihn farbenfroh strahlen. Die Kombination aus blau und pink finde ich cool, wobei besonders die Details ins Auge stechen, denn die Buchstaben haben das Muster eines Mainboards, welches in Computern verbaut ist. Dies passt natürlich perfekt zum Buchinhalt. Außerdem zieht sich dieses Muster in der Covermitte auch in den schwarzen Hintergrund fort.

Meine Meinung
Autor Christian Linker hat schon einige Jugendbücher geschrieben, wobei sie sich immer durch sehr aktuelle Gesellschaftsthemen auszeichnen. Ich hab noch keins seiner Werke gelesen, sie aber alle auf dem Schirm, da ich sie gerne noch lesen möchte. „Influence“ machte nun den Anfang, weil es in diesem Buch darum geht, dass weltweit das Netz zusammenbricht. Diese Vorstellung fand ich sehr interessant, weswegen ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Eingebunden in den digitalen Blackout ist Amir, der einem Netzaktivisten namens Habakuk geheimes Material übermitteln wollte, das einen Skandal im Internet ausgelöst hätte. Doch kurz vorher ist das Netz zusammengebrochen und Amir fragt sich, ob es größere Zusammenhänge gibt. Er sucht nach Habakuk und als die beiden sich treffen, rast ein Auto auf sie zu. Auf wen hatte es das Auto abgesehen?

Der Gedanke, der „Influence“ zugrunde liegt, ist total spannend, denn das gesamte Internet wird lahmgelegt. Damit fällt aber nicht einfach nur die Nutzung von Social Media Plattformen weg. Der Autor zeigt mit seinem Buch vielmehr auch, welche Auswirkungen auf die Infrastruktur der Verlust des Internets hat und wie abhängig vieles schon von diesem Medium ist. Hier zeichnet Christian Linker ein Bild, das beim Lesen faszinierend, erschreckend und angsteinflößend zugleich ist.

Gerade zur aktuellen Zeit von Corona wäre ein Shutdown des Internets vermutlich der Zusammenbruch des gesamten Systems. Aber auch ohne die momentane Situation ist der Verlust des Internets erschreckend und mit Schwierigkeiten verbunden, die man sich im Leben nicht ausgemalt hätte. „Influence“ ist so ein sehr eindringliches Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt, indem es aufzeigt, wie stark wir auf das Internet angewiesen sind.

In dieses Konstrukt baut der Autor die spannende Geschichte von Amir ein, dessen Erlebnisse einem Thriller gleichen. Von geheimen Übergaben bis hin zu dem Erlebnis, fast von einem Auto überfahren zu werden, ist hier vieles dabei, was das Herz eines Thrillerlesers begehrt. Auch das Rätsel um den Zusammenbruch des Netzes und die Zusammenhänge zu Amir sind ungemein spannend, da sie zum Rätseln und Spekulieren anregen. Durch das Spiel mit fesselnden Wendungen, unglaublichen Ereignissen und verschiedenen Zeitebenen wird erst nach und nach ein klares Gesamtbild möglich, weswegen die Spannung beim Lesen nervenaufreibend hoch ist.

Nur das Ende hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen, weil es offen ist und nicht alles aufgeklärt wird. Gerade die Frage, ob es beim digitalen Blackout bleibt oder nicht, brennt mir persönlich noch unter den Fingernägeln. So fühlte es sich beim Lesen an, als würde ich mittendrin einfach aufhören. Dies wiederum zeigt aber auch wie gut „Influence“ ist, denn durch den Lesesog, den die Geschichte ausübt, habe ich nicht bemerkt, dass ich schon beim Ende angelangt war.

Fazit
„Influence – Fehler im System“ ist ein fesselndes und vor allem faszinierendes Buch. Der Gedanke, dass das Internet komplett offline gehen könnte, ist realistisch und im Buch erschreckend und angsteinflößend ausgearbeitet, da Christian Linker aufzeigt, welche Konsequenzen ein digitales Blackout nach sich zieht. Zu diesem Gedankenspiel kommt eine packende Thrillerhandlung, bei der mich nur das offene Ende etwas störte, während die Handlung an sich alles hat, was ein Thrillerliebhaber begehrt!
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Influence – Fehler im System - Christian Linker
Influence – Fehler im System
von Christian Linker
(18)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Wieder eine Glanzleistung

Skyline Of Books , am 20.10.2020

Wieder eine Glanzleistung

Klappentext
„Alarm im magischen Land: Der Maskierte Mann ist auf freiem Fuß und rekrutiert die dunkelsten Verbündeten, um das Märchenreich vollständig zu zerstören! Für Alex und Conner beginnt ein Wettlauf durch die phantastischen Länder ihrer liebsten Geschichten. Können die Zwillinge den Maskierten Mann einholen, oder ist er ihnen so lange einen Schritt voraus, bis alles zu spät ist?

Captain Hook, die Herzkönigin und die böse Hexe des Westens: Im vierten Abenteuer der Bestseller-Serie müssen die Zwillinge weit über die Grenzen des magischen Königreichs hinausreisen und sich gegen die mächtigsten Schurken sämtlicher Geschichten stellen.“

Gestaltung
Ich finde es super, dass der bildliche Aufbau der Cover beibehalten wurde und dass auch dieses Mal wieder eine Einteilung in fünf Bilder vorhanden ist. In der Covermitte sieht man die goldene Straße von Oz und den Zinnmann sowie Alex und Conner, welche vor einigen Gefahren davonrennen. Es gibt wieder so viele Details zu erkunden, was mir besonders gut gefällt genauso wie die farbenfrohe Gestaltung.

Meine Meinung
Nachdem mich „Land of Stories: Das magische Land 3 – Eine düstere Warnung“ so begeistern konnte, war ich gespannt, wie mir der vierte Band gefallen würde. Alex und Conner reisen durch alle möglichen Länder der Märchenwelt, denn sie sind auf der Jagd nach dem maskierten Mann. Dieser sammelt die dunklen Mächte und Bösewichte um sich, denn er möchte das Märchenreich zerstören. Ob es Alex und Conner gelingt, ihn aufzuhalten, wird sich zeigen…

Wie schon der Titel des vierten Bandes es vermuten lässt, geht es in „Ein Königreich in Gefahr“ mehrmals ziemlich brenzlig zu. Ich fand diesen Band sehr actionreich, was ich abgöttisch liebe. Es passiert so einiges, wobei ich nichts Genaueres zum Inhalt sagen kann, da ich sonst spoilern würde. Jedoch sei so viel verraten: ich habe mehr als einmal mit dem Gefühl, dass mein Herz vor Spannung stehen bleibt, vor dem Buch gesessen!

Auch fand ich es großartig wie diese knisternde Spannung mit großen Gefühlen, berührenden Momenten und einer feinen Prise Humor vermischt wurde. Chris Colfer hat mich schon in den vorherigen Bänden damit bestens unterhalten, aber auch in „Ein Königreich in Gefahr“ lockert er die teilweise doch sehr angespannten Situationen mit Witz und Charme auf. Vor allem die Charaktere sorgten bei mir mit ihren Sprüchen immer wieder für Auflockerung und gute Laune.

Klasse fand ich auch, dass es nach dem Ende des dritten Bandes nun mehr Infos über den maskierten Mann gab. Gerade diesbezüglich habe ich auf neue Erkenntnisse gehofft, nachdem der Vorgängerband zum Schluss einiges überraschendes offenbart hatte. Bezüglich des Maskenmannes hoffte und bangte ich auch die ganze Zeit beim Lesen, ob es den Protagonisten wohl gelingen würde, ihn zu besiegen und das Märchenreich zu retten. Die positive Beantwortung dieser Frage steht nämlich mehr als einmal auf der Kippe oder ist im Unklaren, sodass dafür gesorgt ist, dass die Neugierde bis zum Schluss sehr hoch bleibt.

Fazit
Auch mit „Land of Stories: Das magische Land 4 – Ein Königreich in Gefahr“ hat Chris Colfer eine Fortsetzung geschaffen, die überzeugt und mit einem großartigen Abenteuer bestens unterhält. Ich liebe es wie der Humor des Autors angespannte, ernste Situationen aufzulockern weiß. Auch gibt es interessante Informationen über den Bösewicht und die Spannung bleibt bis zum Schluss hoch, weil man stets darum bangt, ob das Märchenreich gerettet werden kann.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Land of Stories: Das magische Land 1 – Die Suche nach dem Wunschzauber
2. Land of Stories: Das magische Land 2 – Die Rückkehr der Zauberin
3. Land of Stories: Das magische Land 3 – Eine düstere Warnung
4. Land of Stories: Das magische Land 4 – Ein Königreich in Gefahr
5. Land of Stories: Das magische Land 5 – Die Macht der Geschichten (erscheint im Frühjahr 2021)
6. Land of Stories: Das magische Land 6 – Der Kampf der Welten (erscheint im Herbst 2021)

Land of Stories: Das magische Land 4 – Ein Königreich in Gefahr - Chris Colfer
Land of Stories: Das magische Land 4 – Ein Königreich in Gefahr
von Chris Colfer
(37)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00

Die Verschwörung hätte für noch mehr Spannung sorgen können, aber ansonsten wieder top

Skyline Of Books , am 20.10.2020

Die Verschwörung hätte für noch mehr Spannung sorgen können, aber ansonsten wieder top

Klappentext
„Ned und Anna besuchen die Weltraumschule – doch auch im Weltraum gibt es jede Menge Hausaufgaben, nervige Lehrer und Langeweile! Bis eines Tages …

Ein Raumschiff mit echten Aliens landet auf der Station! Die netten Außerirdischen brauchen dringend Hilfe und bitten um Asyl. Doch damit sind nicht alle Bewohner der Raumstation einverstanden und bald sind Ned und Anna in eine Verschwörung verwickelt. Zusammen mit ihren neuen Alien-Freunden Ypsilon, Pimm und dem kleinen Örks müssen die beiden herausfinden, wer dahintersteckt …“

Gestaltung
An dem Covermotiv gefällt mir vor allem, dass man einerseits die Wand und das Fenster eines Raumschiffes sieht und dass dieses andererseits nach oben hin zu einem Himmel übergeht. Außerdem erkennt man durch das Fenster das Universum. Dies passt richtig toll zum Buchinhalt. Die Kinder und Aliens, die vor dem Fenster stehen, sorgen durch ihre bunte Kleidung für schöne Farbeffekte im grau-blauen Motiv.

Meine Meinung
Ich habe schon ein paar Geschichten von Sonja Kaiblinger gelesen und fand diese immer sehr unterhaltsam. Da ich auch ein riesiger Loewe WOW-Fan bin, habe ich also unheimlich gerne zu dem neuen Titel der Autorin in diesem Imprint gegriffen. In „Die Weltraumschule – Erste Stunde: Alienkunde“ geht es um Ned und Anna, die im Jahr 2222 leben. Die Menschen wohnen auf einer Raumstation und so neuartig das Leben auch ist, eins ist gleich geblieben: Kinder müssen zur Schule. Das Schulleben ist so langweilig wie eh und je bis eines Tages echte Aliens auf der Station landen und um Asyl bitten...

Auch in „Die Weltraumschule“ finden sich wieder viele großräumige Illustrationen, die mit kurzen Sprechblasen ausgestattet sind. Aber auch in den Illustrationen ist der Text integriert, wenn beispielsweise eine Klassenarbeit ausgefüllt wird. So gibt es viel zu entdecken auf den Seiten. Außerdem schieben sich immer wieder in hellerer Schrift Passagen eines Erzählers ein. Auch diese sind jedoch in leicht verständlicher Sprache mit einfachen Sätzen gehalten, sodass gerade Lesemuffel oder Kinder mit Leseschwierigkeiten gute Zugänge zur Geschichte erhalten.

Die Handlung hat mir gut gefallen, auch wenn sie für mich ruhig noch etwas spannender hätte sein dürfen. So startet das Abenteuer mit dem Schulalltag von Ned und Anna. Später kommen dann echte Aliens hinzu mit denen die zwei sich anfreunden. Die Aliens ersuchen Asyl bei der Raumstation, doch nicht alle Menschen sind damit einverstanden, sodass Ned, Anna und ihre neuen Freunde eine Verschwörung entdecken und herausfinden wollen, wer dahinter steckt.

Dies sorgt für Neugierde beim Leser, da auch er versucht, der Intrige auf die Schliche zu kommen. Allerdings hätte ich schon gedacht, dass dies etwas spannender erzählt wird mit mehr Rätseln und Geheimnissen zum Mitfiebern. Ich fand die Erzählung doch sehr geradlinig und nicht ganz so spektakulär wie sie hätte sein können, wenn etwas mehr Geheimnis in die Erkundung der Verschwörung gebracht worden wäre.

Gut gefallen hat mir allerdings die Freundestruppe. Ned und Anna sind Menschenkinder und gute Freunde. Durch ihr Leben im Jahr 2222 kennen sie andere Dinge als wir, weswegen es ulkige und interessante Entwicklungen von z.B. Nahrung zu entdecken gibt. Die Aliens mit denen sich die beiden Kinder anfreunden, fand ich auch sehr süß und lustig. Jedes Alien war anders, nicht nur im Aussehen, sondern auch mit seinen Eigenarten. Hierdurch ergab sich eine bunt zusammengewürfelte Protagonistentruppe an der ich meine Freude hatte.

Fazit
Die Handlung von „Die Weltraumschule - Erste Stunde: Alienkunde“ hätte für mich noch etwas spannender sein können, indem mehr Geheimnisse und Rätselraten mit der Verschwörung verbunden worden wäre. Aber insgesamt haben mich die Protagonisten und das Zukunftssetting mit den interessanten Entwicklungen der Menschheit überzeugt. Auch fand ich es klasse, dass in den Illustrationen viel Text zu entdecken war und dass es neben den knackigen Dialogen auch kurze Einschübe eines Erzählers gab, welcher sich durch hellgraue Farbe und eine andere Schriftart von den Dialogen abhob.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Die Weltraumschule - Erste Stunde: Alienkunde
2. ???

Die Weltraumschule - Erste Stunde: Alienkunde - Sonja Kaiblinger
Die Weltraumschule - Erste Stunde: Alienkunde
von Sonja Kaiblinger
(6)
Buch (gebundene Ausgabe)
10,00

Schöne Mischung aus Liebe, Magie und Spannung

Skyline Of Books , am 19.10.2020

Schöne Mischung aus Liebe, Magie und Spannung

Klappentext
„Lina kann es immer noch nicht glauben: Sie ist tatsächlich eine echte Fee, und sie kann Wünsche erfüllen! Nur – warum funktioniert es dann manchmal nicht? Warum scheint sie manchen Menschen die falschen Wünsche zu erfüllen und damit alles schrecklich kompliziert zu machen? Noch dazu wird das Zusammenleben innerhalb der frisch zusammengewürfelten Patchworkfamilie auf einige harte Proben gestellt, neue Nachbarn bringen den Hausfrieden durcheinander, und sowieso ist Lina bis über beide Ohren so verliebt, dass es ihr schwerfällt, in dem ganzen Chaos einen klaren Kopf zu bewahren. Doch den hätte sie dringend nötig. Denn offenbar weiß irgendjemand über ihre magische Fähigkeit ganz genau Bescheid. Und der – oder die? – führt nichts Gutes im Schilde …“

Gestaltung
Auch auf diesem Cover sieht man am unteren Bildrand Protagonistin Lina, deren Haare wild im Wind wehen und die das Peace-Zeichen macht. Ich finde es besonders schön, dass die goldenen Highlights und Auslassungen wie Blätter aussehen, die um Linas Haar wehen und mit diesem spielen. Besonders begeistert bin ich nach wie vor von der Idee, die Blätter in den Schutzumschlag zu stanzen und so den goldenen Einband durchschimmern zu lassen.

Meine Meinung
Nachdem „Glück und los!“ bei mir aufgrund seines Charmes und Humors voll ins Schwarze getroffen hatte, hab ich auch zur Fortsetzung „Glück und wieder!“ gegriffen. Lina ist eine Fee, die Wünsche erfüllen kann. Leider klappt dies mal mehr, mal weniger gut. Neben das Chaos um ihre Patchworkfamilie, ist Lina auch noch frisch verliebt und irgendjemand scheint über ihre magischen Fähigkeiten Bescheid zu wissen. Doch dieser Jemand scheint nichts Gutes im Schilde zu führen…

Besonders gut gefällt mir Linas magische Begabung. Einerseits finde ich das Erfüllen von Wünschen total cool und wünschenswert, andererseits geht bei Linas Wunscherfüllung ab und an aber auch einiges gewaltig schief, sodass ich doch zögern würde, mir etwas zu wünschen. Ich finde diese Mischung aus einer Fähigkeit, die unglaublich cool ist und die mich gleichzeitig aber auch etwas zurückhaltend werden lässt (wenn man sich etwas wünscht, möchte man doch auch, dass nichts schief geht, oder?) total spannend.

Vor allem mag ich es, dass ich mich gemeinsam mit Lina fragte, warum es mit dem Wunscherfüllen nicht immer klappt. Außerdem gibt es aber auch das Rätsel um den/die ominösen Unbekannte/n, welche/r um Linas Gabe Bescheid weiß und nichts Gutes im Sinn hat. So wird es geheimnisvoll und gerade zum Schluss hin ist die Handlung auch mehr als packend und schnelllebig. Mir hat das letzte Drittel vom Buch am besten gefallen, weil hier so richtig Fahrt aufkam und ich das Buch am liebsten gar nicht mehr weggelegt hätte.

Auch liebte ich wieder den humorvollen Charme der Geschichte. Zum einen kommt es durch Linas Wunsch-Pannen zu einigem unterhaltsamen Chaos, welches mir beim Lesen mehr als einmal ein Lachen entlockte. Zum anderen haben auch die herzlichen Charaktere mit ihrem Charme für großen Unterhaltungswert gesorgt! Ich mag die bunte Patchworkfamilie, Lina und ihre Freunde echt gerne, weil die Figuren allesamt einmalig und liebenswert sind.

In Sachen Liebe entwickelt sich in diesem Band auch einiges. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, um nicht zu spoilern, aber es wird in Sachen Gefühle eine Achterbahnfahrt und einiges Wirrwar geben. Im Vergleich zum ersten Band rückt Linas Liebesleben mehr in den Fokus, was ich ziemlich verständlich fand, immerhin ist sie ein Teenager und da nehmen Liebesangelegenheiten irgendwann einen großen Raum ein. Daher denke ich auch, dass dieser Aspekt der Zielgruppe gut gefallen wird, da sie sich selber in Lina und ihren Gefühlen wiederfinden können.

Fazit
Auch mit „Glück & wieder!“ hat Dagmar Bach mich wieder ganz überzeugen können, denn die Mischung aus liebenswerten Charakteren, Liebeschaos und spannender Handlung war richtig schön ausgewogen! Durch Linas Wunschchaos wird es wieder humorvoll, aber auch in Sachen Liebe gibt es einiges mitzuerleben, was meiner Meinung nach gerade bei der Zielgruppe für Identifikationspotenzial sorgt. Mir gefiel der geheimnisvolle Jemand am besten, der um Linas Gabe Bescheid zu wissen scheint, denn hier gilt es Rätsel und Geheimnisse zu lösen…
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Glück & los!
2. Glück & wieder!
3. Glück & selig! (erscheint im Sommer 2021)

Glück und wieder! - Dagmar Bach
Glück und wieder!
von Dagmar Bach
(11)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,00

Mir gefällt gut, dass es sich vom ersten Band abhebt

Skyline Of Books , am 19.10.2020

Mir gefällt gut, dass es sich vom ersten Band abhebt

Klappentext
„Die knallharten Tauben jagen die Verbrecher!

Die knallharten Tauben sind eine super Truppe von Verbrechensbekämpfern. Aber sie sind auch beste Freunde! Doch als sie ein geheimes Lagerhaus voller gefangener Vögel entdecken, wird der Zusammenhalt auf eine harte Probe gestellt. Wer ist zu so einer Gemeinheit fähig? Bald sind die Tauben einem kriminellen Strauß und einem fiesen Ibis dicht auf den Fersen – äh, Krallen! Werden sie den Fall lösen können – und viel wichtiger – wird ihre Freundschaft die turbulenten Ermittlungen überleben?“

Gestaltung
Nach dem knallroten Cover präsentiert sich der zweite Band in einem fetzigen Grün. Wieder ist die coole Taubengang auf dem Cover zu sehen. Dieses Mal ist mehr Bewegung in dem Motiv, denn die Gang scheint vor einem Vogelstrauß zu fliehen. Diese Illustration finde ich schon ziemlich witzig, da der Strauß echt böse aussieht und jede Taube einen anderen Gesichtsausdruck trägt. Auch der geniale farbige Buchschnitt ist wieder mit von der Partie.

Meine Meinung
Nach „Knallharte Tauben gegen das Böse“ wartet nun eine neue Mission auf die Taubencrew. In „Knallharte Tauben lassen Federn“ stellen sich Felsi, Locka, Tummel und Bringer einem neuen Verbrechen, denn sie entdecken ein geheimes Lagerhaus. In diesem werden lauter Vögel gefangen gehalten. Die knallharten Tauben ermitteln wieder und müssen sich nicht nur einem bösen Strauß stellen, sondern auch die Bande ihrer Freundschaft kitten…

An diesem Band hat mir besonders gut gefallen, dass es nicht einfach nur um die Auflösung eines Verbrechens geht. Vielmehr scheint die Freundschaft der Taubenbande an dem neusten Fall zu zerbrechen, sodass sie auf eine harte Probe gestellt wird. Auf diese Weise hebt sich „Knallharte Tauben lassen Federn“ vom ersten Band ab, was ich eine schöne Weiterentwicklung finde. Außerdem finde ich es klasse, wenn das Thema Freundschaft in Kinderbüchern aufgegriffen wird.

Dazu kam aber auch in diesem Band wieder die gelungene Detektivgeschichte, die neben einer großen Portion Problemen auch einige Rätsel und Fragen aufwirft. Zudem machte es mir großen Spaß mitzurätseln und zu überlegen. Es gibt wieder einigen Trubel rund um die Tauben und ihre Aktionen, die für ein erlebnisreiches Lesen sorgen. Zudem kommt aber auch die humorvolle Seite nicht zu kurz, da Felsi und Co echt zum Schießen komisch sind.

Gut finde ich auch, dass man die beiden Bände meiner Meinung nach unabhängig voneinander lesen kann. So kann man auch mit diesem Band beginnen, da es zu Beginn eine Erklärung der wichtigsten Charaktere und ihrer Eigenschaften sowie Tätigkeiten gibt. Zudem baut die Handlung für das Verständnis nicht zwingend aufeinander auf, sodass sich hier auch gute Einstiegsmöglichkeiten für diejenigen bieten, die die Tauben noch nicht kennen. Besonders gefreut habe ich mich auch über den Ausblick auf den dritten Band, denn hier wird ein neuer Bekannter geteasert, der mich schon jetzt sehr neugierig macht.

Die Texte finde ich außerdem sehr angenehm und vor allem einfach gehalten. Der Satzbau ist stets kurz und prägnant, sodass auch Leseanfänger problemlos selbstständig in die Geschichte abtauchen können. Die Bilder wirken dabei unterstützend und bieten einiges zu entdecken, da auch immer mal wieder in den Illustrationen kleine Kommentare versteckt sind. Ich finde auch die Kombination aus ganzseitigen Illustrationen und comicartigen Bildelementen ansprechend, weil die Erzählweise so sehr schön abwechslungsreich wird.

Fazit
Mit „Knallharte Tauben lassen Federn“ hebt sich die Geschichte nochmal vom ersten Band ab, da nun auch die Freundschaft der Tauben mehr in den Fokus rückt und tatsächlich sogar auf dem Spiel zu stehen scheint. So erlangt die actionreiche und witzige Geschichte auch etwas Tiefe durch das für Kinder ansprechende Thema Freundschaft. Sprachlich ist das Buch in meinen Augen gut für Leseanfänger geeignet, da die Sätze kurz und einfach gehalten sind, sodass sie keine großen Lesehürden darstellen und zum Weiterlesen animieren.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Knallharte Tauben gegen das Böse
2. Knallharte Tauben lassen Federn

Knallharte Tauben lassen Federn - Andrew McDonald
Knallharte Tauben lassen Federn
von Andrew McDonald
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
10,00

Atmosphärisches Kinderbuch mit viel Abenteuer und Rätsel

Skyline Of Books , am 18.10.2020

Klappentext
„Entdecke das Refugium der magischen Geschöpfe - Heimat für Hexen, Trolle und alle anderen übernatürlichen Wesen: Mistle End!

Der Greif stand aufgerichtet auf dem Dach, mit weit ausgebreiteten Schwingen und sah ihn an. Er neigte kurz sein Haupt und Cedrik hörte wieder die Stimme des Fabelwesens in seinem Kopf. „Da ist sie. Die Kraft, ich spüre sie. So alt, uralt ...“
Cedrik schluckte und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Um was geht es hier?“
Der Greif musterte ihn mit seinen Adleraugen. „Ich muss wissen, welches Geheimnis du vor mir verbirgst. Du wirst dich meiner Prüfung unterziehen müssen.“

Gestaltung
Ich finde das Cover total genial, was vor allem an der Illustration des Greifen und der Stadt liegt. Diese umrahmt den Kreis mit dem Greifenkopf und die Rückansicht der drei Kinder schön. Auch gefallen mir die Farben richtig gut, denn das Gefieder des Greifen sieht mit der Kombination aus grün und gelb-orange schön aus. Der pastellfarbene Hintergrund sorgt dafür, dass die Betonung auf dem Bild des Greifen und der Stadt liegt.

Meine Meinung
Ich lese gerne Kinderfantasybücher und wollte darum gerne in „Die Chroniken von Mistle End – Der Greif erwacht“ eintauchen. In dem Buch geht es um Cedrik, der mit seinem Vater nach Mistle End zieht. Ein kleines Örtchen in Schottland. Dort lernt er die Geschwister Emily und Elliot kennen und er freundet sich mit ihnen an. Eines nachts landet dann ein weißer Greif auf Cedrics Dach, was ein Beweis dafür ist, dass es in Mistle End magisch zugeht. Der Greif fordert Cedric dann zu einer Prüfung auf…

Ganz besonders faszinierend fand ich den Schauplatz des Buches, denn es spielt in Schottland. Die Atmosphäre der Highlands hat der Autor sehr greifbar eingefangen. Vor allem der Hauch Mystik und Geheimnis passt perfekt zur Geschichte von „Die Chroniken von Mistle End“. Gut fand ich auch, dass ich gemeinsam mit dem Protagonisten Cedrik Mistle End, seinen neuen Wohnort, erkunden konnte. So erkundete ich gemeinsam mit dem Jungen den neuen Ort und konnte ihn von Grund auf kennen lernen.

Besonders gut gefallen haben mir die Rätsel und Geheimnisse, die Mistle End mir aufgegeben hat, denn in dem Ort ging es ziemlich magisch zu. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und so hat mich hier direkt die erste Überraschung erwartet. Es gab einige magische Wesen und spannende Ideen, durch die der Autor Mistle End zu einem wahrlich fantastischen Schauplatz gemacht hat.

Die im Klappentext erwähnte Begegnung mit dem Greif ist dabei nur die Spitze auf dem Eisberg, denn die Handlung hat noch einiges mehr zu bieten. Zwar fand ich auch, dass Benedikt Mirow das Rad nicht neu erfunden hat, aber das tut dem Spaß an der Geschichte keinen Abbruch. Zusammen mit Cedrik und seinen neuen Freunden erlebt man als Leser ein Abenteuer nach dem anderen. Auch nach der Prüfung wird es wieder rätselhaft und geheimnisvoll, sodass ich als Leser immer gefordert war, zu spekulieren wie es wohl weitergehen könnte und was hinter all den mysteriösen Geschehnissen stecken könnte. Dies hat mir persönlich echt Freude bereitet.

Fazit
Auch wenn manche Handlungszweige nicht gänzlich neuartig waren, konnte „Die Chroniken von Mistle End – Der Greif erwacht“ trotzdem mit seinen direkt aufeinanderfolgenden Abenteuern und den Gefahren punkten. Vor allem der Rätselfaktor ist hoch und sorgt für Mitraten und wildes Spekulieren, sodass ein hoher Unterhaltungswert garantiert ist. Den Schauplatz fand ich sehr atmosphärisch und schön beschrieben!
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Die Chroniken von Mistle End – Der Greif erwacht
2. ???

Die Chroniken von Mistle End 1: Der Greif erwacht - Benedict Mirow
Die Chroniken von Mistle End 1: Der Greif erwacht
von Benedict Mirow
(64)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,00

War gut trotz kleiner Kritikpunkte

Skyline Of Books , am 18.10.2020

War gut trotz kleiner Kritikpunkte

Klappentext
„Was macht das Leben aus, wenn dein größter Traum zerstört wurde?

Avery Cole will nichts anderes als Ballett tanzen, doch dann zerstört ein schwerer Autounfall ihren Lebenstraum. Sie wird nie wieder tanzen können.
Am Boden zerstört beginnt Avery ein Studium am LaGuardia Community College – obwohl sie eigentlich gar nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Und dann begegnet sie in ihrer ersten Vorlesung auch noch einem Typen, der arrogante Kommentare über ihre Verletzung ablässt: Theo Jemison, dem gefeierten Star-Schwimmer des Colleges. Nur dumm, dass Schwimmen eine der wenigen Sportarten ist, die Avery mit ihrem kaputten Rücken noch bleiben. Und natürlich ist es ausgerechnet Theo, der ihren Kurs trainiert.
Wohl oder übel verbringt sie mehr Zeit mit ihm und lernt eine völlig andere und viel nettere Seite von ihm kennen, die er sorgsam hinter der arroganten Fassade verbirgt. Doch als er sie plötzlich wieder von sich stößt, muss sich Avery fragen, wer der wahre Theo ist ...“

Gestaltung
Der blaue Hintergrund mit den Blasen und den Tropfen gefällt mir richtig gut. Dies liegt nicht nur daran, dass Blau die Farbe des Meeres ist und dieses im Titel eine Rolle spielt, sondern auch an der Farbgebung. Der Hintergrund ist ein Spiel aus helleren und dunkleren Blautönen, aus Licht und Schatten. Der Titelschriftzug gefällt mir dadurch gut, dass er aussieht, als sei er aus vielen Glitzerpartikeln geschrieben. Außerdem mag ich die Kombination der gradlinigen und der verschnörkelten Schriftart.

Meine Meinung
Da ich den Klappentext interessant fand, habe ich neugierig zu „An Ocean Between us“ gegriffen. In dem Buch geht es um Avery, die nach einem Autounfall eine Rückenverletzung davonträgt und daher nie wieder Ballett tanzen kann. Ihr großer Traum ist damit zerstört und so beginnt sie ein Studium. Hier lernt sie Theo kennen, welcher ziemlich arrogant und unsympathisch ist. Ausgerechnet er ist es auch, der den Schwimmkurs leitet, an dem Avery teilnimmt. Die beiden kommen sich mit der Zeit jedoch näher und Theo zeigt ganz andere Seiten von sich als es zunächst den Anschein hatte. Doch dann stößt er Avery wieder von sich, sodass sie gar nicht weiß, woran sie bei ihm ist…

Insgesamt hat mir „An Ocean Between Us“ gut gefallen, wobei mir jedoch Kleinigkeiten aufgefallen sind, die schlussendlich dafür gesorgt haben, dass ich dem Buch nicht die volle Punktzahl gegeben habe. Beispielsweise fand ich den Umgang mit Avery Rückenverletzung nicht stringent. Beispielsweise wird erwähnt, wie ihr Rücken beim Tragen eines Rucksacks schmerzt, aber dann gab es Szenen in denen kein Schmerz erwähnt wurde, obwohl sie in meinen Augen anstrengendere Dinge unternommen hat. Dies hat mich dann immer verwirrt, weil ich dadurch einfach nicht wusste, wie ihre Verletzung nun einzuschätzen ist.

Die Handlung fand ich insgesamt stimmig und romantisch-gefühlvoll. Es gab Abwechslung und auch interessante Beziehungen sowie Dialoge. Insgesamt fand ich manche Szenen jedoch zu langgezogen, wenn Avery sich beispielsweise nach einer Erkenntnis zurückzieht und dann gefühlt einfach nichts passiert. Dennoch konnte mich die Handlung gut unterhalten, da ich die Entwicklungen zwischen Avery und Theo sehr gelungen fand. Von anfänglicher Skepsis über eine engere Bindung bis hin zu einem Vorfall in dessen Folge Avery Theo nicht direkt verzeiht passiert zwischen den beiden einiges.

Außerdem fand ich die Thematik, dass Avery auf der Suche nach einem neuen Traum bzw. einer neuen Leidenschaft ist, sehr ansprechend, da dies der New Adult Geschichte Tiefe gibt. Außerdem fand ich Avery sowieso als Protagonistin sehr rund und effektvoll, da sie einige Entwicklungen durchläuft, an denen ich teilhaben und die ich verstehen konnte. Diese sind dabei in meinen Augen nicht überstürzt, sondern erhalten genau das richtige Maß um realistisch zu sein.

Fazit
Der meiner Meinung nach nicht ganz so beständige Umgang mit Averys Rückenverletzung und manche Szene, in der lange nichts passierte, waren für mich kleine Kriterien an „An Ocean Between Us“. Doch Avery als Protagonistin fand ich durch ihre Entwicklungen überzeugend. Auch ihre Beziehung zu Theo fand ich gut dargestellt, da sie zudem für Spannung sorgte und hier einiges passiert ist.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. An Ocean Between Us
2. A Fire Between Us (erscheint am 02.November 2020)

An Ocean Between Us - Nina Bilinszki
An Ocean Between Us
von Nina Bilinszki
(65)
Buch (Taschenbuch)
12,99

 
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