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Dorian Hunter – 12. Das Mädchen in der Pestgrube

Poldis Hörspielseite , am 19.11.2010

Erster Eindruck: Asmodi greift ein

Dorian Hunter erfährt Details aus einem seiner früheren Leben und ist entsetzt, dass auch dieses eng mit Asmodi, dem Herrscher der schwarzen Familie, zusammenhängt. Er reist nach Wien, wo er sich weitere Hinweise erhofft. Doch auch dort gerät er an die Häscher von Asmodi und muss weitere Kämpfe bestehen, bevor er ein großes Geheimnis lüften kann...

Im Gegensatz zu vielen anderen seiner Hörspielkollegen ist Dorian Hunter, der Dämonen-Killer, nicht bloß auf pure Action und coole Sprüche aus, sondern lässt auch immer wieder einen Blick auf sein Innerstes zu – vielleicht ist das ein Grund, warum die Serie um ihn so gut ankommt. Auch die Introszene der 12. Folge „Das Mädchen in der Pestgrube“ setzt auf tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt und fasst zudem geschickt die wichtigsten Fakten aus der Serie zusammen, ein idealer Einstieg in die Handlung. Diese ist hier geprägt von vielen Elementen, die der Storyführung der gesamten Serie sehr dienlich ist. So erfährt man mehr über die Hintergründe von Asmodi und seinem Plan, hier wird offenbar ein großes, spektakuläres Finale vorbereitet. Viele Geheimnisse werden gelüftet, viele Dinge noch einmal vertieft, der Schwerpunkt liegt ganz auf der Vervollständigung der Geschichte. Was nicht heißen soll, dass keine Actionelemente mehr vorhanden wären, im Gegenteil: Auch hier sind diese nicht nur extrem gut arrangiert, sondern sind auch sinnvoll und sehr organisch in die Serie eingeflochten. „Das Mädchen in der Pestgrube“ ist ein fesselndes und spannendes Hörspiel voller neuer Hinweise, sehr gut erzählt – wieder ganz wunderbar gelungen!

Die Sprecherliste ist wieder wunderbar besetzt worden, es wurden nur Stimmen mit viel Ausdrucksvermögen ausgewählt. Douglas Welbat spielt als Michael Zamis eine entscheidende Rolle in dieser Folge und hat nichts von seiner beeindruckenden Präsenz verloren, seine Interpretation vielfältig und präzise. Hasso Zorn spricht den Norbert Helnwein mit seiner ihm eigenen Intensität und kann so viel zu der beeindruckenden Stimmung beitragen. Ganz wunderbar ist auch das Duo aus Luise Lunow und Jessy Rameik als Schwestern Mercy und Hercy, sie harmonieren vorzüglich miteinander. Weitere Rollen werden von Klaus-Dieter Klebsch, Bernd Rumpf und Steffi Kirchberger besetzt.

In Sachen akustische Untermalung beweist das Produktionsteam wieder einmal, wie weit vorne die Serie ist. Viel abwechslungsreiche Musikstücke werden geboten und an die jeweilige Szene angepasst, sodass immer die richtige Atmosphäre entsteht. Die Geräusche sind passend eingesetzt und sehr glaubwürdig, sodass man sich leicht in die Geschichte hineinversetzen kann.

Große Teile der Handlung spielen in Wien, und so greift auch das Cover auf das typische Flair der Stadt zurück. Die düsteren Farben sind geblieben, das Motiv schön anzusehen. Auch das Innere des Booklets ist ansprechend gestaltet und enthält einen interessanten Infotext, dieses mal über einige der Sprecher sowie ein lustiges Detail aus dem Hörspiel.

Fazit: Hier wird in hohem Maße der rote Faden der Serie weitergesponnen, Geheimnisse aufgedeckt und Details hinzugefügt – für Fans der Serie genau das Richtige!

12: das Mädchen in der Pestgrube - Ernst Vlcek
12: das Mädchen in der Pestgrube
von Ernst Vlcek
(1)
Hörbuch (CD)
8,39 bisher 9,99

John Sinclair - 61. Im Zentrum des Schreckens

Poldis Hörspielseite , am 18.11.2010

Erster Eindruck: Der Höllenfürst persönlich mischt sich ein...

Solo Morasso hat viele mächtige Gegenstände gesammelt, um Asmodina zu vernichten. Kara hat Visionen von einem all umgreifenden Krieg. Suko stellt fest, dass das mächtige Kreuz von John Sinclair ausgetauscht wurde. Asmodina spinnt weiter ihre Intrigen. Und John Sinclair? Der wandelt gerade in der Hölle und lernt ihre Schrecken kennen...

Es geht weiter im heftigen Kampf von Asmodina und ihren Gegnern, der Mordliga. Nach den sehr gut gelungenen Auftakt des Dreiteilers "Ich stieß das Tor zur Hölle auf", geht es mit der 61. Folge "Im Zentrum des Schreckens" genauso unterhaltsam weiter. Natürlich wird hier immer noch sehr viel Wert auf die verschiedenen dämonischen Kreaturen gelegt, die in dem Getümmel eine Rolle spielen, immer wieder werden ihre verschiedenen Beweggründe aufgezeigt. Besonders Asmodis, der Herr der Hölle, wird hier in den Mittelpunkt gerückt und spielt zum ersten mal in der Serie eine entscheidende Rolle auf den Ausgang. Dabei ist der Verlauf wie immer sehr kurzweilig und die Geschichte konsequent, aber ohne Hast weiter erzählt, sodass sich alle Elemente,alle Erzählebenen zu ihrem Vorteil entwickeln können. Dass John Sinclair natürlich einmal mehr in größte Gefahr gerät und nur knapp dem Tod entkommt, gehört einfach in jede Geschichte um den Geisterjäger. Ein gemeiner Cliffhanger gegen Ende macht dann viel Lust auf den abschließenden Teil und kündigt große Veränderungen an. Ich bin gespannt, wie dieser bisher sehr gute Mehrteiler ausgeht...

Gute Sprecher sind gehören ebenso zur Serie wie die aufwändige akustische Gestaltung, dabei wird zu jedem Charakter der passende Schauspieler gefunden. Als Asmodis ist beispielsweise Bernd Rumpf zu hören, der wahrhaft durchtrieben und urböse wirkt, dabei einen gewissen Charme nicht vernachlässigt. Tilo Schmitz kann als Solo Morasso, dem Anführer der Mordliga, wieder den positiven Eindruck der vorigen Folgen bekräftigen und legt eine tadellose Vorstellung hin. Katrin Fröhlichs markante Stimme passt sehr gut zu Pamela Scott, deren Skrupellosigkeit so besonders gut zum Vorschein kommt. Weitere Sprecher sind unter anderem Susanna Bonasewicz, Udo Schenk und Tanja Geke.

Dramatische Musik untermalt besonders die Szenen, die in der Hölle spielen und verleihen dem unwirklichen Ort somit etwas Substanz, der ihn greifbarer werden lässt. Doch auch die anderen Passagen werden wie immer sauber in Szene gesetzt und bekommen so ihre jeweils passende Stimmung durch das Zusammenspiel von Musik und Geräuschen.

Sicherlich sind die Titelbilder der Heftromane nicht mehr ganz so zeitgemäß, auf den Covern der Hörspielserie gehören sie dennoch. Ein Farbstrudel mit mehreren dämonischen Fratzen am Rand, und mittendrin John Sinclair - das beschreibt das Gefühl der Folge recht genau. Ein wenig merkwürdig wirkt das Ganze aber dann doch.

Fazit: Die Begegnung mit dem Fürsten der Hölle verleiht der Folge eine neue Ebene, doch auch die alt bekannten Charaktere können wieder für eine unterhaltsame Geschichte sorgen.

Im Zentrum des Schreckens (II/III) - Jason Dark
Im Zentrum des Schreckens (II/III)
von Jason Dark
(4)
Hörbuch (CD)
5,89 bisher 7,99

John Sinclair - 60. Ich stieß das Tor zur Hölle auf

Poldis Hörspielseite , am 18.11.2010

Erster Eindruck: Krieg in der Hölle

John Sinclair und sein Team werden aus der Hölle gleich von zwei Seiten bedroht: Neben der komplettierten Mordliga macht ihm auch Asmodina, die Tochter Satans, das Leben schwer. Doch auch untereinander herrscht zwischen den beiden Gruppierungen Krieg. Einmal mehr muss Sinclair sein Leben aufs Spiel setzen - und auf Asmodis höchstpersönlich...

Bisher hatte man bei der "John Sinclair"-Serie von WortArt immer etwas das Gefühl, das zwei Erzählstränge nebeneinander her laufen: Der mit Asmodina und der mit der Mordliga. Nun beginnt mit der 60. Folge ein Dreiteiler, der stark auf den Konflikt dieser beiden Parteien setzt und logischerweise auch John Sinclair in diesem Kampf mit hineinzieht. Im Gegensatz zu anderen Folgen der Serie steht nicht so sehr die Action im Vordergrund. Natürlich knallt es auch hier an allen Ecken und Enden, die genialen Schockmomente sind fester Bestandteil der Geschichten. Aber die vielen Kämpfe sind (vorerst) herausgefallen, das Intrigenspiel der Mächte der Hölle wird stärker in den Fokus gerückt. Das gilt nicht nur im Kampf zwischen Asmodina und der Mordliga, sondern auch innerhalb der Gruppierungen. Viele bereits bekannte Charaktere tragen ihren Teil dazu bei, und schließlich kann auch der Hörer nicht mehr mit Bestimmtheit sagen, wer welches Ziel verfolgt. Das ist unterhaltsam und spannend, zumal es auch wieder für den Geisterjäger äußerst knapp wird und er neue Wege geht. Sehr guter Auftakt, der gleich nach mehr verlangt.

Natürlich ist die Sprecherliste wieder hervorragend besetzt, viele Sprecher, die Rang und Namen habe, sind hier zu hören. Die zauberhafte Marie Bierstedt ist als Lucille Adams in einer Rolle zu hören, die ihre helle Stimme sehr gut unterstreicht. Auch Karin Buchholz passt wunderbar zu der Rolle von Madame Tanith und kann diese glaubhaft herüberbringen. Boris Tessmann sorgt als Spuk erneut für einige gruselige Momente. Weitere Sprecher sind unter anderem Eberhart Prüter, Till Hagen und Martina Treger.

An der musikalischen Umsetzung der Geschichte gibt es nichts auszusetzen. Rockmusik der etwas heftigeren Gangart wird hier präsentiert, was vielleicht nicht das Aufwändigste ist, was momentan auf dem Markt vertreten ist, aber fr diese Folge sehr passend ist und ihr einen guten schönen Rahmen verleiht.

Asmodis, Herr der Hölle und Vater von Asmodina, ist auf dem Cover zu sehen. Von Flammen umspielt, mit rotem Mantelkragen, Hörnen und boshaft-herrischem Blick wird hier eher das Klischee bedient, das man vom Teufel persönlich haben mag. Das Bild ist durchaus auffällig und ansprechend, die restliche Aufmachung wie immer schlicht.

Fazit: Intrigenspiele, Verrat und Misstrauen und John Sinclairs Gegnern prägen das Bild dieser Folge und machen sie so spannend und kurzweilig.

Ich stieß das Tor zur Hölle auf (I/III) - Jason Dark
Ich stieß das Tor zur Hölle auf (I/III)
von Jason Dark
(5)
Hörbuch (CD)
6,29 bisher 7,99

Gruselkabinett - 49. Der weiße Wolf

Poldis Hörspielseite , am 13.11.2010

Erster Eindruck: Wind- und Wolfsgeheul

Im verschneiten Harzgebirge lebt der gestrenge Vater Krantz mit seinen Kindern, insbesondere seine Tochter Kristina hat unter seinen Launen zu leiden. Doch das Leben der kleinen Familie ändert sich schlagartig, als Ludmilla und Wilfired ankommen, die dringend Unterkunft und Schutz vor den umherziehenden Wölfen suchen. Die Kinder bemerken eines nachts etwas sehr Merkwürdiges...

Viele Geschichten des Gruselkabinetts sind schon bekannt, vielleicht hat man auch nur den Titel schon einmal gehört, bei anderen ist zu mindestens der Autor ein Begriff. Doch immer wieder werden hier auch Überraschungen präsentiert, bei denen beides ganz und gar unbekannt ist. Die 49. Folge trägt beispielsweise den Titel "Der weiße Wolf" und stammt von Frederick Marryat. Der Aufbau ist eigentlich typisch für diese Serie, doch die anfängliche Szene erklärt vorerst die Hintergründe der Familie und deren Struktur, was immer wieder Einfluss auf den weiteren Verlauf haben wird. Danach geht es etwas gemächlicher - aber keinesfalls langwierig - zu, die Spannung auf das Kommende stiegt dabei trotzdem. Und man wird nicht enttäuscht, die merkwürdigen Ereignisse häufen sich und führen den Hörer in eine mysteriöse Welt mit interessanten und undurchsichtigen Charakteren. Dies steigert sich immer weiter und führt vielleicht nicht zu einem Herzschlag-Finale, aber zu einem dramatischen Höhepunkt und einem wirklich gelungenen Schlusspunkt. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger stehen hier mehr die Entwicklung der Ereignisse im Vordergrund, wodurch die Geschichte ihre Wirkung durch gänzlich andere Mittel erzielt. "Der weiße Wolf" ist wohl nicht die stärkste Folge, die es je im Gruselkabinett gab, ist aber immer noch auf höchstem Niveau und mit einer packenden Geschichte ausgestattet.

Der noch recht junge Nicolas Artajo, der schon in vielen anderen Produktionen positiv auffiel, kann auch hier wieder begeistern und mit einer anderen Facette seines Könnens überraschen. Sowohl in der Rolle des Armin als auch in den Passagen, in denen er als Ich-Erzähler fungiert, macht er eine sehr gute Figur und verleiht der Geschichte durch seine intensive Sprechweise zusätzliche Dramatik. Als Ludmilla ist die wunderbare Bettina Weiß zu hören, die mysteriös und geheimnisvoll klingt, ohne zu sehr abzuheben oder zu übertreiben - sehr gute Leistung! Auch Peter Reinhardt verdient als herrischer Krantz großes Lob, stellt er dies doch gekonnt und überzeugend dar. Weitere Sprecher sind unter anderem Max Felder, Petra Barthel und Gabrielle Pietermann.

Die einsame Stimmung des verschneiten Harzgebirges wird wieder von einer intensiven und stimmungsvollen Atmosphäre eingefangen. Leise Musik schallt aus den Boxen, meist klassischer Natur, und sorgt für schaurige Stimmung, während die passenden Geräusche das Geschehen greifbarer machen, so ist zum Beispiel viel Windgeheul zu hören.

Beim Cover hat Firuz Askin sich mal wieder selbst übertroffen. Die geheimnisvolle Frau mit dem weißen Pelz, den langen, krallenartigen Fingernägeln und den gelb leuchtenden Pupillen hat beim Betrachten eine starke Wirkung auf den geneigten Hörspielkäufer und scheint diesen direkt anzusehen - sehr ansprechend gestaltet.

Fazit: Diese Geschichte versprüht eine geheimnisvolle Aura und stellt die Geschehen in den Bergen in den Vordergrund - Spannung und Unterhaltung ist so garantiert.

Der weiße Wolf - Frederick Marryat
Der weiße Wolf
von Frederick Marryat
(3)
Hörbuch (CD)
7,49 bisher 8,99

Gruselkabinett - 48. Die Squaw

Poldis Hörspielseite , am 13.11.2010

Erster Eindruck: Schwarze Katzen und eiserne Jungfrauen

In den Flitterwochen bereisen George und Amelia Price Deutschland und sind gerade im malerischen Ort Frankfurt angekommen. Dort lernen sie Elias Hutcheson kennen, der das junge Paar zu einer Besichtigung einer alten Burg inklusive Folterkammer überredet. Besonders Amelias Unmut wächst, als sie die Grausamkeit des Mannes entdeckt...

Bram Stoker ist zweifellos einer der berühmtesten Autoren von Schauerromanen, doch Dracula ist und bleibt sein berühmtestes Werk. Das er durchaus noch andere, wunderbare Geschichten geschrieben hat beweist "Die Squaw", die als 48. Folge Einzug in das Gruselkabinett von Titania Medien gefunden hat. Diese Geschichte lebt von ihren starken, emotionsgeladenen Bildern, die geradezu zelebriert werden - Momente, die in der Wirklichkeit vielleicht einige Sekunden dauern, werden hier minutenlang und in kleinsten Einzelheiten beschrieben. So überträgt sich die schaurige Stimmung sehr intensiv auf den Hörer, der sich ganz in den genauen Beschreibungen verlieren kann. Es werden starke emotionale Reaktionen, insbesondere von Amelia Price, benutzt, um den Hörer das Geschehen näher zu bringen. Die Geschichte ließe sich dabei in wenigen Sätzen zusammenfassen, sie lebt absolut vom Moment und gewinnt gerade dadurch ihre Stärke. Die vielen unterschiedlichen mystischen Motive fügen sich am Ende überraschend sinnvoll zusammen, woraus die Folge weitere Stärke zieht. Eine wirklich gruselige Geschichte, gepaar mit der wunderbaren Atmosphäre - das ergibt wieder einen Volltreffer für Titania Medien.

Gerade einmal sechs Sprecher sind für dieses Hörstück notwendig, wobei man auf altbekannte wie unverbrauchte Stimmen gleichfalls trifft. Besonders beeindruckend ist Reinhilt Schneider, die trotz des nicht mehr ganz jugendlichen Alters perfekt die Rolle der frisch verheirateten Amelia Price vertont und gerade die intensive Gefühlswelt der jungen Frau hörbar macht. Ihr Mann George wird von Viktor Neumann gesprochen, er stellt den etwas ruhigeren Gegenpol zur aufgebrachten Amelia dar und kann dies mit sehr überzeugender Leistung tun. Sehr stimmungsvoll ist der Einsatz von Axel Lutter als Museumsführer, er sorgt für die gruselige Atmosphäre bei den genauen Beschreibungen der Folterinstrumente. Die anderen drei Sprecher sind Frank Gustavus, Bettina Weiß und Boris Tessmann.

Zu der absolut hohen Qualität der akustischen Gestaltung von Stephan Bosenius und Marc Gruppe muss kaum noch ein Wort verloren werden, längst haben sie ihren Ruf als hervorragende Produzenten erlangt. Einmal mehr beweisen sie hier, dass Gruselhörspiele besonders gut mit den leisen Tönen harmonieren und keine lauten, knalligen Effekte von Nöten sind.

Die eiserne Jungfrau, die eine entscheidende Rolle in dem Hörspiel spielt, ist auf dem fantastischen Cover ebenso zu entdecken wie die ebenfalls wichtige schwarze Katze. Die Stimmung des Museums wird hier sehr gut deutlich, es gibt viele Details zu entdecken. Die restliche Aufmachung besticht dann durch gekonnte Zurückhaltung.

Fazit: Sehr intensive Stimmungen und genaueste Beschreibungen lassen das ein oder andere mal Gänsehautschauer entstehen - ein sehr guter Teil des Gruselkabinetts.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Die Squaw - Bram Stoker
Die Squaw
von Bram Stoker
(3)
Hörbuch (CD)
10,19

Titania Special - 6. Nussknacker und Mausekönig

Poldis Hörspielseite , am 13.11.2010

Erster Eindruck: Märchenhaftes zu Weihnachten

Die verträumte Marie bekommt zu Weihnachten von ihrem Patenonkel Drosselmeier zu Weihnachten einen Nussknacker geschenkt. Doch noch am selben Abend bricht ihr Burder Fritz versehentlich die Zähne ab, sodass der Nussknacker ins Lazarett muss. Und ab dort startet dann eine abenteuerliche Reise für Marie...

E.T.A. Hoffmann ist vorrangig für seine gruseligen Geschichten bekannt, doch auch sein märchenhaftes "Nussknacker und Mausekönig" ist zu großer Beliebtheit gelangt. Anscheinend auch bei Stephan Bosenius und Marc Gruppe, die für ihre Reihe "Titania Special" nur ganz besondere Geschichten vertonen. Diese Folge glänzt durch ihre große Kreativität und ihre kleinen, phantastischen Elemente. Die abenteuerliche Geschichte, die Marie mit ihren vielen Spielzeugen erlebt, besticht besonders durch die Darstellungsweise der verschiedenen Charaktere und deren Zusammespiel. Ob der kämpferische Nussknacker, die sanfte Puppe Mamsell Klärchen oder der gemeine und hinterhältige Mäusekönig, jedes Element bereichert die Geschichte und fügt sich zu einer phantastischen Geschichte zusammen. Das läd zum Träumen ein und entführt für gute 70 Minuten in eine fremde Welt voller Abenteuer, aber auch voller heimeliger oder anrührender Momente. Wahrhaft ein Hörspiel für die ganze Familie, denn während die Kinder vorrangig die spannende Geschichte sehen, während Erwachsene einen tieferen Sinn in dem Zusammenspiel der Figuren erkennen können. Einfach bezaubernd!

Viele hervorragende Sprecher sind zu hören, und alle leisten Großartiges und verstehen ihr Fach. Gabrielle Pietermann ist beispielsweise als Marie zu hören und kann das phantasievolle junge Mädchen mit einer gewissen Hingabe zu Träumereien versehen. Ihr Puppe Mamsell Klärchen bekommt ihre Stimme von Regina Lemnitz geliehen, deren sanfter, rauer Klang einen markanten Punkt in der Geschichte bildet. Erzähler Roland Hemmo sorgt mit seiner heiteren, freundlichen Art für wunderbare Szenenübergänge und Einführungen. Weitere Sprecher sind Otto Mellies, Norbert Langer und Maximilian Artajo.

Auch hier kommt die wunderbare Atmosphäre, die so nur von Titania Medien erzeugt wird, voll zum Tragen und unterstützt die Geschichte gekonnt in ihrer Wirkung. Neben meist sanften, ruhigen Klängen tauchen auch schon mal drängendere Melodien nach vorne und prägen so ein sehr dynamisches Bild, das sich dicht um die Handlung legt.

Natürlich sind die namengebenden Hauptfiguren der Geschichte auf vordergründig auf dem Cover zu sehen, in kämpferischer Pose. Doch im Hintergrund wird auf die weihnachtliche Szenerie angespielt, sodass das Cover einen leicht nostalgischen Hauch erhält. Neben den üblichen Daten ist auf der Rückseite noch ein Foto von Sprecherin Susanne Uhlen zu finden.

Fazit: Eine zauberhafte Erzählung, sehr feinsinnig und atmosphärisch umgesetzt, dabei sehr nahe am Original gehalten. Wunderbare Familienunterhaltung.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Nussknacker und Mausekönig - E.T.A. Hoffmann
Nussknacker und Mausekönig
von E.T.A. Hoffmann
(5)
Hörbuch (CD)
7,49 bisher 8,99

Die drei !!! - 10. Tanz der Hexen

Poldis Hörspielseite , am 27.10.2010

Erster Eindruck: Hexen, schwarze Katzen und einige Überraschungen

Kim, Franzi und Marie fahren in den Herbstferien zu Franzis Oma, die am Rande eines Waldes lebt. Angeblich hat hier einst die Geschichte von Hänsel und Gretel stattgefunden, und die Frau, die mitten zwischen dem Bäumen lebt, soll eine Hexe sein. Anfangs sind die drei überzeugt, dass dies Unfug ist, doch als schwarze Katzen verschwinden und überall Strohpuppen hängen, sind sie nicht mehr sicher...

Halloween, eine alte amerikanische Tradition, schwappt zunehmend auch nach Europa und sorgt dafür, dass sich vermehrt auch Hörspiele mit diesem Thema beschäftigen. Diesjähriges Beispiel: Die zehnte Folge der drei !!!, die den Titel "Tanz der Hexen" trägt. Wie immer fängt alles recht harmlos an, die Ankunft bei der warmherzigen Großmutter von Franzi ist ein guter Einstieg in die Handlung. Und dann geht es auch langsam, aber stetig weiter - in anderen Folgen war oft ein langes, vorgeschobenes Intro zu finden, welches mit dem Fall an sich überhaupt nichts zu tun hat. Das ist hier anders, weswegen die Folge gradliniger und zielstrebiger wirkt. Es macht Spaß zuzuhören, wie die drei Mädchen mit immer neuen merkwürdigen Ereignissen konfrontiert werden, wobei sich der Gruselfaktor die ganze Folge über in engen Grenzen bewegt und auch für Kinder noch geeignet ist. Der Fall ans ich ist bis zu einem bestimmten Punkt recht undurchsichtig, dabei recht gut durchdacht, das Gruselthema ist dabei gut integriert. Allerdings hätte auch hier die Folge wieder um einiges gekürzt werden können, um es dynamischer wirken zu lassen. Insgesamt aber durchaus eine gelungene Folge der Serie, besser als viele ihrer Vorgänger.

Die Figur der Omi Lotti passt wunderbar zu der warmherzigen Stimme und freundlichen Art von Isabella Grothe, die somit zu einer tollen Figur wird, der man gerne lauscht. Uta Stammer spricht die "Hexe" aus dem Wald und findet genau den richtigen Grad an Ernst, den es für diese Rolle braucht. Florentine Draeger ist als Pia zu hören und macht einen fröhlichen und freundlichen Eindruck. Weitere Sprecher sind unter anderem Maximilian von Stengel, Philip Drager und Elena Wilms.

Anstatt bei dem Thema in das sich anbietende Wolfsgeheul und Kettengerassel zu verfallen, hält sich die akustische Gestaltung an die bisherigen Mittel: Ein wenig Musik, um die Szenenübergänge runder zu gestalten, passende und glaubwürdige Geräusche, um die Sache lebendiger wirken zu lassen. Das wirkt zusammen rund und passt zu der Geschichte.

Ein düsterer Wald im Hintergrund, eine vom Vollmond beschienene Fledermaus, im Vordergrund die drei Mädchen mit Taschenlampe, die das leichte Gruselfeeling sichtlich genießen - das Titelbild ist typisch für die Serie. Auch die restliche Aufmachung wirkt durchaus stimmig, ist aber eher auf die Bedürfnisse von Mädchen angepasst.

Fazit: Eine sehr runde Geschichte, die das Gruselthema am Rande behandelt, aber seine eigenständige Handlung erzählt. Eine recht gute Folge!

Die drei !!! (10) Tanz der Hexen
Die drei !!! (10) Tanz der Hexen
(1)
Hörbuch (CD)
8,19

Don Quijote von der Mancha

Poldis Hörspielseite , am 26.10.2010

Erster Eindruck: Der berühmte Kampf gegen Windmühlen

Don Quijote de la Mancha - welch klangvoller und beeindruckender Name. Doch ist er nur das Werk der Fantasie, den statt gegen heldenhafte Ritter, grausige Riesen oder Ungeheuer zu kämpfen, greift der Mann mit seinem treuen Begleiter Sancho Pansa Windmühlen und Weinschläuche an - sofern er neben dem Dichten Zeit dafür findet...

"Don Quijote de la Mancha", ein jeder dürfte zu mindestens den Titel dieses Weltklassikers kennen, vielleicht sogar mit Windmühlen in Verbindung bringen. Nun gibt es das Werk des Spaniers Miguel de Cervantes Saavedra auch als Hörversion, entstanden durch Deutschlandfunk und hr2, veröffentlicht vom Hörverlag. Es ist ein mutiges Projekt, denn vom klassischen Hörspiel ist "Don Quijote de la Mancha" weit entfernt, was allein schon durch die Buchvorlage gegeben ist. Don Quijote steigert sich immer weiter in seinen Wahn, seine Fantasiewelt hinein, die Geschichte lebt nicht von ihrer Entwicklung - die kaum gegeben ist - sondern von dem Augenblick, der mal heitere, mal skurrile Momente hervorbringt. Auch die hochtrabenden, aber immer humorvollen Dichtungen fließen mit ein und bilden gekonnte Intervalle. Ein anspruchsvolles Werk, das eine mutige Umsetzung verdient und auch bekommen hat. Regisseur Klaus Buhlert inszeniert es als Mischung aus Hörspiel und - buch, lange, gelesene Passagen wechseln sich mit Dialogen, ausschließlich zwischen Don Quijote und Sancho Pansa, ab. So kommt das Werk wunderbar zum Tragen und versprüht eine ganz eigene Note, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass hier trotz viel hintergründigem Humor ein anspruchsvolles Werk vorliegt, das zum Nebenbeihören nicht geeignet ist.

Gerade einmal drei Sprecher sind eingesetzt, ein ebenfalls guter Zug, um das Werk zur Geltung zu bringen. Rufus Beck spricht den Don Quijote de la Mancha und beweist sein Talent für komische Rollen. Er trifft immer genau der Figur auf den Kopf und spricht sehr variabel. Sancho Pansa, sein treuer Begleiter, wird von Thomas Thieme gesprochen, auch er kann mit einer punktgenauen Betonung und einer außergewöhnlichen Stimme Punkten. Die weiblichen Parts übernimmt die grandiose Anna Thalbach, in deren Stimme immer ein bisschen Schwermut mitklingt, der die Geschichte bereichert.

Das Stück spielt in Spanien, und so ist auch die akustische Untermalung ausgefallen. Auch hier wurde Mut bewiesen, teilweise wiederholt sich ein und das selbe Geräusch immer und immer wieder, nur einer von vielen passenden und gelungenen Einfällen. Typische Hörspielmusik sucht man vergebens, eine wirklich außergewöhnliche Leistung.

Die Gestaltung ist sehr gelungen, vor schlicht weißem Hintergrund sieht man auf dem Titelbild Don Quijote und Sancho Pansa als eine Art Strichmännchen. Sehr löblich ist das dicke Booklet, das beiliegt: Mit ausführlicher Trackliste, aufschlussreichen Informationen zu Autor, Darstellern und dem Werk selber sowie einem interessanten Interview ist es bestens ausgestattet.

Fazit: Ungewöhnliches Werk, manchmal eher szenische Lesung, voll hintergründigem Humor und mutig inszeniert - ein Klassiker, der seine verdiente Umsetzung bekommen hat.

2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Don Quijote von der Mancha - Miguel de Cervantes Saavedra
Don Quijote von der Mancha
von Miguel de Cervantes Saavedra
(2)
Hörbuch (CD)
25,99 bisher 29,99

Percy Jackson - 2. Im Bann des Zyklopen

Poldis Hörspielseite , am 26.10.2010

Erster Eindruck: Wilde Jagd durch die See

Das Halfblood Camp ist in Gefahr, der wichtige für die Verteidigung wichtige Baum wurde vergiftet. Doch für Percy Jackson kommt es noch schlimmer: Sein Freund Grover, der Satyr, befindet sich in der Gewalt eines Zyklopen. Natürlich machen Percy und Annabeth sich sofort zu seiner Rettung auf, und auch Ares' Tochter Clarissa begleitet sie. Und schließlich bekommen sie noch Hilfe von unerwarteter Seite...

Nach dem aufregenden ersten Teil "Diebe im Olymp" geht es bei Percy Jackson weiter, die Mischung aus griechischer Mythologie und der heutigen Zeit ist auch Grundlage für den zweiten Teil. Kennt man die erste Geschichte, ist man schnell in der Handlung drin und muss sich nicht lange an die außergewöhnliche Szenerie gewöhnen. Die eigentliche Handlung kann dann auch recht schnell starten, viel Zeit wird nicht für Charakterdarstellungen verwendet. Stattdessen ist man schon nach wenigen Minuten von den neuesten Entwicklungen gefesselt, die die gesamte Spielzeit über anhalten. Und das ist vielleicht der einzige kleine Kritikpunkt: Man rast geradezu durch die verschiedenen Ereignisse, man bekommt kaum Zeit, das Gehörte zu verdauen. Das bestätigt sich auch durch die im Vergleich recht kurze Laufzeit des Hörbuches. Das Geschehen ist vielfältig und mit dem wunderbaren Humor des ersten Teiles erzählt, Kennern der Odysseussage werden viele der angesprochenen Themen bekannt vorkommen. Diese sind jedoch so modernisiert worden und mit neuen Wendungen versehen, dass es trotzdem sehr unterhaltsam und kurzweilig von statten geht. Dieser Band führt die Reihe sehr positiv weiter, alte Bekannte wie neue Charaktere werden vor der Kulisse des actiongeladenen Szenarios gut dargestellt, eine Feuerwerk an guten Ideen.

Natürlich ist auch hier wieder Marius Clarén an Sprecher verpflichtet worden. Er gestaltet die Handlung sehr lebendig, die Szenen entstehen quasi vor dem Auge des Hörers und sind sehr präsent. Seine betonte Aussprache lässt zusätzliche Spannung aufkommen, dynamische Wechsel halten das Interesse aufrecht. Besonders gefällt mir der offensichtlich leicht schwarze Humor, an dem Clarén viel Spaß zu haben scheint.

Wieder ist die Papphülle etwas unstabil geraten, ansonsten ist die Gestaltung der Verpackung aber gut gelungen. Das Titelbild ist in anderen Farbtönen gehalten und zeigt ein anderes Motiv, weist aber klare Parallellen zum ersten Teil auf und bildet so einen Wiedererkennungswert. Die kleinen Infos im Inneren sind eine nette Beigabe.

Fazit: Auch Teil zwei der Reihe ist gespickt mit tollen Ideen und einer sehr dynamischen, spannenden Geschichte, sodass auch hier eine Empfehlung ausgesprochen werden kann.

Im Bann des Zyklopen / Percy Jackson Bd.2 - Rick Riordan
Im Bann des Zyklopen / Percy Jackson Bd.2
von Rick Riordan
(61)
Hörbuch (CD)
9,09

Percy Jackson - 1. Diebe im Olymp

Poldis Hörspielseite , am 26.10.2010

Erster Eindruck: Götter, Furien und Wolkenkratzer

Schon immer haben sich in Percys Leben merkwürdige Ereignisse abgespielt, doch als sich seine Lehrerin in ein Fabelwesen verwandelt steht für Percy fest, dass etwas nicht stimmt. Bald erfährt er auch den Grund: Er ist der Sohn des Poseidon und damit ein waschechter Halbgott. Und natürlich wird er mit einer Aufgabe betraut, die die Welt verändern kann...

Spätestens seit dem erfolgreichen Kinofilm des ersten Bandes ist Percy Jackson auch in Deutschland in aller Munde, wer eher auf die gelesene Version des tollen Kinderbuches steht, wird bei Lübbe Audio fündig. "Diebe im Olymp" ist dort erhältlich, gelesen von Marius Clarén. Die Geschichte basiert auf den alten griechischen Mythologien, in die Percy schließlich auch eingebunden ist. Dabei behält es ein erstaunliches Maß an Lockerheit und viel sarkastischem Humor (meist von der Hauptperson selbst), dass nichts mehr an die Schwere der alten Göttersagen erinnert. Die Geschichte ist gespickt mit sehr vielen kreativen Einfällen, sodass Autor Rick Riordan eine ganz neue Welt geschaffen hat, in der die Götter sich in die heutige Zeit nahtlos integriert haben. Dieser Gedanke fasziniert und bildet einen tollen Hintergrund für die erzählte Geschichte. Diese beginnt mit einer ausführlichen Charakterisierung von Percy mit den ersten merkwürdigen Zwischenfällen, doch spätestens mit der Ankunft in einem Camp steht man mitten in der Geschichte, lernt die Figuren immer besser kennen und lässt sich von der tollen Atmosphäre einfangen. Spannend geht es zu, gefährlich, aber auch immer mit einem kleinen Augenzwinkern. Ein toller Roman, der mich wirklich gepackt hat, zudem in der Hörumsetzung wunderbar vorgetragen.

Als Sprecher wurde Marius Clarén ausgewählt, der hier sein gesamten Potenzial ausspielt und die Geschichte sehr mitreißend erzählt. Dabei kann er bei den temporeichen Stellen mit angemessener Sprechgeschwindigkeit punkten, doch auch der sarkastische Humor des Buches kommt bei ihm voll zur Geltung. Er spielt mit seiner Stimme und kann so jedem Charakter einen eigenen Klang verleihen, ohne zu gekünstelt zu wirken. Eine tolle Leistung, die mich beeindruckt hat.

Auf dem Cover ist selbstverständlich das Titelbild der Buchausgabe zu sehen, mit dem großen Kopf und dem kleinen Percy ist ein reizvoller Kontrast geschaffen worden, während die Blitze für Dynamik sorgen. Allerdings hätte die Papphülle etwas stabiler ausfallen können, der Innenteil ist jedoch wieder ansprechend gestaltet und enthält kleine Zusatzinformationen.

Fazit: Die Geschichte ist mitreißend, einfallsreich, spannend und witzig, die Vortragsweise sehr gelungen. Ein wirklich gutes Hörbuch.

Diebe im Olymp / Percy Jackson Bd.1 - Rick Riordan
Diebe im Olymp / Percy Jackson Bd.1
von Rick Riordan
(143)
Hörbuch (CD)
8,69 bisher 9,99

 
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