Warenkorb
 

Bewerter

Ikopiko aus Hesel

Gesamte Bewertungen 78 (ansehen)


Meine Bewertungen

Der zauberhafte Trödelladen

Ikopiko aus Hesel , am 17.05.2019

Ruby ist die dritte Geschäftsinhaberin in der Valerie Lane, deren Geschichte hier erzählt wird. Nach einem Teeladen und einer Chocolaterie entführt uns die Autorin nun in ein Antiquitätengeschäft.

Ruby hat es nicht einfach. Ich Job befriedigt sie nicht, und ihr Vater ist dement. Aber sie hat ein großes Herz und die besten Freundinnen.

Natürlich ist auch diese Geschichte vorhersehbar. Aber gleichzeitig so warmherzig geschrieben, dass man gute Laune bekommt und dankbar auf sein eigenes Leben blickt.

Die Serie aus der Valerie Lane ist für mich eine der besten, die aktuell auf dem Markt ist.

Der zauberhafte Trödelladen - Manuela Inusa
Der zauberhafte Trödelladen
von Manuela Inusa
(33)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Das Haus der Seidenblüten

Ikopiko aus Hesel , am 16.02.2019

Die Geschichte ist nicht neu: Bescheidenes Mädchen im 18. Jahrhundert soll reich verheiratet werden, verliebt sich aber nicht standesgemäß… Trotzdem hat mich der Roman gut unterhalten.

Anna ist eine nette junge Dame, die sich dem Standesdünkel nicht unterwirft. Trotz guter Abstammung ist sie in eher einfachen Verhältnissen aufgewachsen und fühlt sich dadurch den Menschen unterhalb ihres Standes nicht überlegen. Ihr gutes Selbstbewusstsein lässt sie diese Meinung auch nach außen tragen, sehr zum Missfallen ihrer reichen Verwandtschaft. Das gefällt mir an ihr.

Man könnte erwarten, einiges über die damalige Seidenweberei zu erfahren, aber es ist tatsächlich ein rein historischer Liebesroman. Er hat mir leichte Unterhaltung während der Weihnachtszeit beschert.

Das Haus der Seidenblüten - Liz Trenow
Das Haus der Seidenblüten
von Liz Trenow
(7)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Barfuß im Sommerregen

Ikopiko aus Hesel , am 14.02.2019

Romy ist alleinerziehend. Sie ist knapp bei Kasse und sucht dringend einen neuen Job. Da kommt ihr ein Aushang im Supermarkt ganz recht. Es wird eine Art Haushälterin für einen älteren Herrn gesucht. Dass dieser ältere Herr aber so gar nicht von dieser Idee angetan ist, steht nicht auf dem Aushang …

Romy und Sohn Tommi ziehen also zu Onkel Alfred aufs Land. Sie haben es anfangs nicht leicht, denn Alfred will partout keine Fremden im Haus. Mit der Zeit ruckeln die drei sich jedoch zusammen.

„Barfuß im Sommerregen“ ist ein Unterhaltungsroman, nicht mehr und nicht weniger. Mich hat er gut unterhalten, liebe ich doch (mein) Leben auf dem Land. Alles ist vorhersehbar, teilweise kitschig und ein bisschen zu viel von „alles wird gut“, aber sowas tut zwischendurch meiner Seele mal ganz gut.

Barfuß im Sommerregen - Angelika Schwarzhuber
Barfuß im Sommerregen
von Angelika Schwarzhuber
(15)
Buch (Klappenbroschur)
9,99

Die Inselgärtnerin

Ikopiko aus Hesel , am 11.02.2019

Ich lese gerne Bücher, in denen dem Protagonisten erst die Welt zertrümmert wird und er es dann letztlich doch allen zeigt und anschließend ein viel schöneres Leben führt.

So ist es auch hier. Sonja verliert ihren Job, und ihre Beziehung geht in die Brüche. Da spielt ihr das Glück ein Haus in Florida zu. Hier erfüllt sie sich ihren Traum einer eigenen Gärtnerei und findet die große Liebe.

Eine Geschichte fürs Herz, in dem für die Autorin typisch angenehmen Schreibstil. Nue leider fand ich die Geschichte sehr in die Länge gezogen. Nach Sonjas Ankunft in Florida habe ich immer darauf gewartet, dass endlich etwas passiert. Dafür lag ich mit meiner Idee für den neuen Partner völlig daneben.

Die Inselgärtnerin - Sylvia Lott
Die Inselgärtnerin
von Sylvia Lott
(17)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris

Ikopiko aus Hesel , am 29.01.2019

Iris findet ihren Alltag nur noch grau. Ihr Job bei der Bank ödet sie an. Aus ihrer Ehe ist schon lange die Luft raus. Ihre einzige echte Freude ist das Nähen. Zu gerne hätte sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. Aber ihr Versuch an einer Kunstschule angenommen zu werden, scheiterte vor Jahren kläglich. Dass dabei fremde Finger im Spiel waren, erfährt sie erst jetzt.

Iris bekommt eine zweite Chance. Sie kündigt ihren Job und nimmt in Paris an einem Nähkurs bei Marthe teil, einer faszinierenden älteren Dame. Dieser Kurs verändert ihr ganzes Leben.

„Das kleine Atelier der Madame Iris“ ist eine herzzerreißende Geschichte. Obwohl so etwas eigentlich gar nicht mein Ding ist und mich auch Nähen nicht sonderlich interessiert, habe ich dieses Buch fast in einem Rutsch durchgelesen.

Iris ist eine Frau, die man einfach gern haben muss. Gestört hat mich aber an ihr, dass sie freiwillig von einer Abhängigkeit in die nächste rutscht und sich nicht dagegen wehrt. Selbstwertgefühl ist nicht viel vorhanden.

Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris - Agnès Martin-Lugand
Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris
von Agnès Martin-Lugand
(5)
Buch (Taschenbuch)
8,99

Im Licht des Augenblicks

Ikopiko aus Hesel , am 12.07.2018

Trevor blickt zurück auf seine Jugend und ein großes Familiengeheimnis. Als er vierzehn Jahre alt war, nahm sein Vater ihn mit nach Ridell House. Dieses riesige, heruntergekommene Haus liegt abgelegen in den Wäldern und war einst Statussymbol der vermögenden Familie. Jetzt leben dort nur noch sein dementer Opa und seine Tante, die zwar nett ist, aber aus der er nicht schlau wird.

Trevor möchte dieses interessante Haus auskundschaften. Es gibt viele Zimmer, Geheimgänge und alte Dokumente. Und es gibt Geister! Aber auf seine Fragen bekommt er vom kläglichen Rest der Familie keine Antworten.

Irgendwann wird auch er das lang gehütete Familiengeheimnis lüften.

„Im Licht des Augenblicks“ von Garth Stein hat mich leider nicht überzeugen können.

Die Story an sich ist spannend. Ein so altes, verwinkeltes Haus mit Geschichte muss für einen Teenager ein Paradies zum Entdecken sein. Die verschrobene Verwandtschaft will kennengelernt werden. Tolle Ferien sind vorprogrammiert. Mit den Geistern kommt auch noch Übersinnliches hinzu – eigentlich eine Handlung für meinen Geschmack. Dennoch hat sie mich nicht gepackt.

Der Roman spielt in der Gegenwart und der Vergangenheit von Trevor. Viele Passagen hatten deutliche Längen, die ich immer öfter nur noch überflogen habe. Oft wusste ich auch nicht mehr, was wirklich passiert ist und was dazugedichtet wurde. Garth Steins Schreibstil spricht mich leider nicht an.

Im Licht des Augenblicks - Garth Stein
Im Licht des Augenblicks
von Garth Stein
(3)
eBook
17,99

Harte Tage, gute Jahre

Ikopiko aus Hesel , am 21.11.2017

Mare wächst mit Bruder und Schwester auf einem stattlichen Bauernhof auf. Auch wenn Großvater und Mutter mit strenger Hand regieren, haben sie eine schöne Kindheit.

Mit Beginn des Erwachsenwerdens verliebt Mare sich in einen jungen Burschen aus dem Dorf. Er macht ihr Hoffnungen, um sie dann gemein zu enttäuschen. Auch auf ihr Leben auf dem Hof wirkt sich dieses Hintergehen aus, und Mare entschließt sich, in die Einsamkeit zu gehen. Sie wird die Sennerin vom Geigelstein.

Ganz allein lebt Mare dort oben mit den Tieren. Sie versorgt sich weitestgehend selbst, sieht oft tagelang nur die Arbeiter der Milchsammelstelle. Es ist ein körperlich hartes Leben, aber Mare genießt es, eins mit der Natur zu sein.

Im Laufe der Jahre wandeln sich ihre Besucher. Im Krieg und in der Nachkriegszeit sind es Schmuggler und Wilderer, die fürs Überleben sorgen. Genauso oft kommen Aufseher, die sie suchen. Mit dem Wirtschaftswachstum sind es Touristen, die in Scharen in den Bergen einfallen. Sie bringen Mare Geld und Unterhaltung. Aber die Natur profitiert nicht davon.

Mit den Jahren lohnt sich die Bewirtschaftung der Alm nicht mehr. Die Tiere werden abgeholt, nur Mare bleibt. Nichts kann sie vom Geigelstein trennen, selbst als sie ihren Alltag nicht mehr alleine regeln kann. Auf dem Geigelstein will sie eines Tages sterben.

Das Leben hat Mare hart mitgespielt. Ein junges Mädel entscheidet nicht so einfach, sich für immer von den Menschen zurückzuziehen.

Die Sennerin vom Geigelstein hat es tatsächlich gegeben. Christiane Tramitz hat versucht, ihr Leben aufzuschreiben. Das Leben einer einsamen Frau, die trotz harter Arbeit und vieler Entbehrungen zufrieden ist und ihr Leben so liebt, wie es ist.

Ein Buch, das mich über Zufriedenheit und Achtsamkeit hat nachdenken lassen.

Harte Tage, gute Jahre - Christiane Tramitz
Harte Tage, gute Jahre
von Christiane Tramitz
(6)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,99

Ein Tal in Licht und Schatten

Ikopiko aus Hesel , am 04.10.2017

Am Rande der Dolomiten, in einem kleinen Bergdorf, lebt die österreichische Familie Kastlunger. Sie leben von der Landwirtschaft. Die fünf Kinder müssen mit anpacken, was für sie selbstverständlich ist. Die Familie zeichnet sich durch einen starken Zusammenhalt aus. Sie stehen füreinander ein, unterstützen sich gegenseitig und haben einen eher eintönigen, aber zufriedenstellenden Alltag.

Als die italienische Familie Costa den Nachbarhof übernimmt, kommt frischer Wind ins Dorf. Die Costas sind nicht alle freiwillig in diese Abgeschiedenheit gezogen. Um hier ihren Lebensunterhalt zu sichern, verzichten sie auf ihre Träume. So ist Sohn Vita nun Bauer, statt ein Ingenieurstudium zu absolvieren.

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges ändert sich das Leben der beiden Familien grundlegend. Mehr oder weniger freiwillig ziehen die Männer an die Front. Die Hofarbeit bleibt komplett an den Frauen hängen. Und bald treffen die Mitteilungen über die ersten Gefallenen ein …

Marie Buchingers Roman „Ein Tal in Licht und Schatten“ hat mich sehr bewegt. In dem kleinen Bergdorf schien die Zeit angehalten zu sein. Familie, Kirche und Traditionen hatten einen hohen Stellenwert. Die Arbeit bestimmte das Leben. Trotzdem waren die Menschen zufrieden.

Der Erste Weltkrieg wirbelt aber auch hier alles durcheinander. Die zunächst euphorisch fürs Vaterland in den Krieg ziehen, kommen, wenn überhaupt, traumatisiert zurück.

Die Autorin hat diese Zeit zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts sehr anschaulich beschrieben: das karge Leben inmitten der wundervollen Natur, die Sicherheit, die eine intakte Familie bietet, aber auch, wie schnell sich das Blatt wenden kann.

Ich habe die beiden Familien sehr gerne durch diese Zeit begleitet.

Ein Tal in Licht und Schatten - Marie Buchinger
Ein Tal in Licht und Schatten
von Marie Buchinger
(4)
Buch (Paperback)
14,99

Der Galgenvogel

Ikopiko aus Hesel , am 25.09.2017

Tom Hawkins befindet sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts als verurteilter Mörder auf dem Weg zum Galgen. Menschenmassen beschimpfen ihn, spucken ihn an, und trotzdem hofft er auf das Wunder der Begnadigung …. Diese düstere Szene, die in dem folgenden Roman erklärt wird, beschreibt der Prolog.

Tom Hawkins ist ein Charmeur, dem seine Glückspielerei und das Trinken über den Durst von seiner aufgeschlossenen Freundin immer wieder verziehen werden. Der Lebemann hat eine bewegte Vergangenheit und hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, sodass er einigen Leuten ein Dorn im Auge ist und prompt in Schwierigkeiten gerät. Wird er nun tatsächlich unschuldig gehängt?

Antonia Hodgson hat mit „Der Galgenvogel“ bereits den zweiten Roman über den lebenslustigen Tom Hawkins geschrieben. Dies war mir nicht bekannt, wurde beim Lesen aber sehr schnell deutlich, und das Kennen des Inhalts wäre zum besseren Kennenlernen des Protagonisten sicher hilfreich gewesen.

Es werden einige brisante Themen der damaligen Zeit beschrieben, die wohl auch heute noch zu finden sind: Machtspiele in der Politik, Vergewaltigungen, Abhängigkeit vom Arbeitgeber … Das Leben des „Mittelstandes“ wird sehr bildhaft geschildert.

Spannend und äußerst verzwickt ist die Kriminalgeschichte. Tiefgründige Charaktere ließen mich mit ihnen mitfiebern und mitleiden.

Der Galgenvogel - Antonia Hodgson
Der Galgenvogel
von Antonia Hodgson
(13)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99

Trümmerkind

Ikopiko aus Hesel , am 08.08.2017

Agnes versucht in den Nachkriegsjahren, sich und ihre beiden Kinder in den Trümmern Hamburgs durchzubringen. Als ihr Sohn Hanno ein Findelkind mitbringt, nimmt sie auch dieses als ihr eigenes Kind an. Joost ist traumatisiert und spricht anfangs nicht. Über die Jahre heilt jedoch seine Seele und er wächst in dem Glauben auf, Agnes sei tatsächlich seine Mutter.

In der Uckermark lebte Clara Anquist mit ihrer Familie und vielen Angestellten auf einem Gutshof. Als der Krieg endet, übernehmen in diesem Teil Deutschlands die Russen die Macht. Sie enteignen und vertreiben die Anquists. Clara, als Stärkste unter ihnen, nimmt die Flucht nach Westdeutschland in die Hand.

1992 versucht Anna, ihrer Mutter Clara mehr über deren Vergangenheit und das Gut Anquist zu entlocken. Aber Clara blockt jedes Gespräch sofort ab. Als Anna sich das Gut sogar ansieht, kommt es zum Eklat und die beiden entzweien sich gänzlich.

Mechtild Borrmanns Roman „Trümmerkind“ hat mich sehr berührt. Vertreibung, Flucht, Neuanfang … All das hat auch meine Mutter miterlebt. Daher interessieren mich diese Themen stark.

Sehr anschaulich und eindrucksvoll beschreibt die Autorin das Leben in Deutschland am Kriegsende. Die Großstädte sind zerbombt. Für die Kinder gibt es keine Schule, ihr Spielplatz sind die Trümmer. Schnell müssen sie erwachsen werden und ihre Familien unterstützen.

Im Osten Deutschlands rächen sich die Russen für die Taten der Deutschen. Hier sind Frauen auch nach Kriegsende nicht sicher vor Übergriffen. Besitz wird enteignet. Großgrundbesitzer werden besonders schief angesehen.

Die Lebensgeschichten von Agnes und Clara verpackt die Autorin in eine spannende Geschichte, schon fast einen Krimi.

Trümmerkind - Mechtild Borrmann
Trümmerkind
von Mechtild Borrmann
(107)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99

 
zurück