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Sabine aus Köln

Gesamte Bewertungen 67 (ansehen)


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Meine Bewertungen

Tochter des Meeres

Sabine aus Köln , am 10.03.2019

Der erste Band der Reihe um die Frauen von Troja hatte mich nicht ganz überzeugt, was vor allem an dem sprunghaften Erzählstil lag – das ist diesmal viel besser, und deshalb hat mich dieser Band viel mehr angesprochen.

Diesmal steht Atalante im Mittelpunkt, die sich mit den Argonauten auf die Suche nach dem goldenen Vlies macht, um letztlich das Rätsel um ihre eigene Herkunft zu lüften. Erzählt wird die Geschichte aus ihrer Sicht, so dass man sich gut in sie hineinversetzen kann und ich zumindest mich ihr sehr nahe gefühlt habe. Immer wieder aber gibt es auch eine Perspektive vom Olymp aus, bei der sich die griechischen Götter zu Wort melden und das Schicksal mit lenken, um vor allem persönlichen Profit zu machen. Auch diese Perspektive mochte ich, weil ich die Kebbelei zwischen den Göttern so liebte und ich oft schmunzeln musste, wie sie miteinander umgehen, wie sie intrigieren und immer nur eins im Sinn haben – den eigenen Vorteil. Ich finde diese Perspektive erfrischend anders und genau das hat mir auch so gut gefallen.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, insbesondere Atalante und Myrtessa, ihre enge Freundin. Atalante ist eine starke Persönlichkeit, die ihren eigenen Kopf hat und den auch durchzusetzen weiß. Dabei hat sie aber auch einige weibliche Reize, die sie zwar versteckt, die dann aber doch an der einen oder anderen Stelle durchblitzen. Myrtessa mochte ich, weil auch sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten Dinge bewegt und sich äußerst loyal gegenüber Atalante verhält. Die Argonauten bleiben hinter diesen beiden Frauen eher etwas blass – da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, denn Potential hätten sie allemal dazu gehabt.

Die Autorin wählt eine ganz eigene Interpretation der Überlieferungen und so sehr sie mir auch gefallen hat, gehen leider der Glanz der Helden und überhaupt die ganze Mythologie ein wenig verloren. Gerne hätte ich zum Beispiel das Heldenepos ein bisschen mehr gefeiert.

Der Schreibstil ist sehr einfach und angenehm zu lesen. Er ist zudem sehr modern und erinnert überhaupt nicht an einen historischen Roman. Obwohl mir das sonst sehr wichtig ist, hat mich das hier gar nicht gestört – vielleicht weil ich völlig in dieses spannende Abenteuer eingetaucht bin. Auf jeden Fall wurde ich gut unterhalten und gebe daher gut 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Dieser Band hat mir deutlich besser gefallen als der erste, weil er nicht so sprunghaft erzählt ist. Die Sprache ist einfach, so dass man schnell durch die Seiten fliegt, die Charaktere sind gut gezeichnet und der Spannungsbogen ist stets vorhanden und steigert sich zum Ende auch noch. Insbesondere die Olymp-Szenen mochte ich sehr, weil mich die Kebbeleien der Götter zum Schmunzeln gebracht haben. Insgesamt ein gelungener zweiter Band, den man auch getrost ohne Kenntnis des ersten lesen kann. Ich gebe gute 4 von 5 Sternen.

Die Frauen von Troja - Emily Hauser
Die Frauen von Troja
von Emily Hauser
(6)
Buch (Paperback)
12,00

Die Zigarette danach

Sabine aus Köln , am 03.02.2019

Ich habe bisher alle Bücher des Autors gelesen, dieses aber ist anders – keine Liebesgeschichte, sondern eine bittere Satire und schwarze Komödie, auf jeden Fall böse und zynisch, voller spritziger Ideen und auf eine ganz eigene Weise unterhaltsam.

Fabrice ist 48 Jahre alt, passionierter Raucher und entsetzt über das neue Rauchverbot an seinem Arbeitsplatz. Zwar ist eine Hypnosesitzung zur Entwöhnung erfolgreich, und ihm ist jeglicher Genuss beim Rauchen verlorengegangen, doch Fabrice vermisst dieses genussvolle Rauchen schmerzlich. Als er nach dem Tod eines Menschen seine Lust am Rauchen kurz wiedererlangt, kommt Fabrice eine wahnwitzige Idee.

Die Geschichte ist skurril und böse, voller Zynismus und Ironie, Fabrice ein eher unsympathischer Protagonist, den ich aber dennoch gerne begleitet habe. Zwar braucht die Geschichte etwas Zeit, um in Schwung zu kommen, dafür besticht die erste Hälfte aber durch den charmanten und pointierten Schreibstil, so dass ich hier – obwohl gar nicht viel passierte – immer wieder schmunzeln musste. In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann richtig zur Sache, und es ist nicht mehr der Schreibstil, der mich bei der Stange hält, sondern der bitterböse Verlauf der Geschichte. Das Ende setzt dem ganzen noch eins drauf – nicht nur, weil es überraschend ist und ich damit nicht gerechnet habe, sondern weil hier der Wortwitz einfach überzeugt.

Fabrice ist nicht gerade ein Sympathieträger, dennoch aber ist seine Figur sehr gut gezeichnet. Die Art, wie er durchs Leben treibt, wie er von einem Fettnapf zum nächsten springt und was er über sich und die Menschen um ihn herum denkt, sind dafür aber sehr unterhaltsam, so dass ich ihm gerne gefolgt bin. Viele andere Charaktere gibt es in diesem Buch gar nicht und die braucht die Geschichte auch nicht; die aber, die noch vorkommen, sind in ihren Eigenheiten, ihren Ecken und Kanten wirklich überzeugend.

Wer mit einer gehörigen Portion Zynismus umzugehen weiß und vor bitterbösem Humor nicht zurückschreckt, dem wird diese Geschichte wohl gefallen. Mir war sie an einigen Stellen zu langsam erzählt und zu weit hergeholt, daher gebe ich 3,5 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Man sollte dem schwarzen Humor nicht abgeneigt sein, wenn man zu diesem Buch greift, dann aber gibt es eine wirklich böse und zynische Geschichte um einen passionierten Raucher, dem der Genuss des Rauchens verloren geht. Die Sprache ist wieder wunderbar, pointiert und auf den Punkt, dennoch charmant und gewinnend, die Geschichte selber braucht ein wenig, um in Fahrt zu kommen. Mir war sie gerade in der ersten Hälfte zu langsam erzählt, daher gebe ich 3,5 von 5 Sternen.

Die Zigarette danach - Antoine Laurain
Die Zigarette danach
von Antoine Laurain
(5)
Buch (Paperback)
16,00

Flammen und Seide

Sabine aus Köln , am 12.01.2019

Ich habe schon einige Bücher von Petra Schier gelesen und alle haben mir gefallen – dieses hier hat mir aber besonders gut gefallen und ist so zu meinem Lieblingsbuch der Autorin geworden.

Eigentlich ist es eine Dreiecksgeschichte vor historischem Hintergrund und obwohl ich so was eigentlich nicht mag, hatte ich hier doch große Lesefreude. Im Mittelpunkt stehen Madlen, Peter und Lucas. Madlen ist Peter versprochen und wird ihn heiraten, sobald er zurück in der Heimat ist. Dass gerade nach seinem Eintreffen auch der Jugendfreund Lucas wieder in Rheinbach auftaucht, um einen Verräter im Konflikt zwischen Holländern und Franzosen zu stellen, bringt Madlen völlig durcheinander, und sie ist sich ihrer Gefühle nicht mehr sicher. Doch sie muss sich für einen entscheiden.

Die ganze Geschichte spielt in Rheinbach, im Jahr 1673. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblicke ins Jahr 1668, in denen erzählt wird, warum Lucas aus Rheinbach verschwunden ist. Und beide Erzählstränge waren wirklich spannend – der von 1668, weil es tatsächlich um Leben und Tod, um Ehre und Schuld geht und man die drei Hauptfiguren in jüngeren Jahren kennenlernt, der von 1673, weil nicht nur die Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht, sondern auch die Suche nach dem Verräter und der Krieg an verschiedenen Fronten. Geschickt hat die Autorin die fiktive Geschichte ins historische Geschehen eingewebt, und ganz nebenbei lernt man noch einiges über die damalige Zeit.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und bei jedem hatte ich ein genaues Bild vor Augen. Madlen entwickelt sich vom erst noch ein wenig naiven Mädchen zu einer gestandenen Frau, die sich auch im kaufmännischen Bereich durchzusetzen weiß, Peter ist ein sehr optimistischer Mensch, den nichts so schnell aus der Ruhe bringt, dennoch hatte ich bei ihm immer das Gefühl, dass sich hinter seiner Frohnatur doch noch etwas gemeines verbirgt. Lucas wirkt zunächst wie ein Halodri, erst im Laufe der Geschichte lernt man auch bei ihm andere Seiten kennen; geschätzt habe ich bei ihm sein Verantwortungsbewusstsein, wenn es um wichtige Dinge geht. Insgesamt sind die Figuren aber eher modern geraten und so wohl ich mich beim Lesen gefühlt habe, weil auch der Schreibstil fluffig und flüssig zu lesen ist, dazu lebendig und voller Atmosphäre, so wenig glaubhaft waren manche Figuren, denn sie passten einfach nicht richtig in ihre Zeit. Zu modern die Ansichten, zu viel Verständnis den Frauen gegenüber und gerade auch die Eltern waren mir zu offen und gutmütig. Das ist auch der Grund, warum es keine 5 Sterne geworden sind – trotzdem hatte ich tolle Lesestunden und fand die Geschichte von Anfang bis Ende spannend. Gerne gebe ich daher gute 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch unbedingt weiter.

Mein Fazit
Auch wenn die Figuren nicht immer ihrer Zeit entsprechend gehandelt haben und dadurch doch ein wenig die Authentizität verloren geht, hatte ich schöne Lesestunden mit diesem von Anfang bis Ende spannenden Schmöker. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, die verschiedenen Erzählstränge spannend und lehrreich zugleich – ich fühlte mich gut unterhalten und gebe gute 4 von 5 Sternen.

Flammen und Seide - Petra Schier
Flammen und Seide
von Petra Schier
(18)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Die Rose des Herzogs

Sabine aus Köln , am 31.12.2018

Ein toller Roman, in dem Marita Spang es erneut schafft, Fiktion und Wirklichkeit so geschickt zu vermischen, dass eine spannende und fesselnde Geschichte entsteht und man ganz nebenbei auch noch einiges über die Zeit der französischen Revolution lernt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Charlotte de Rohan-Rochefort, eine zwar unbekannte, aber nicht minder starke Persönlichkeit, deren Leben von der französischen Revolution geprägt ist. Sie muss fliehen, das Land verlassen und immer wieder um die Liebe ihres Lebens kämpfen.

Gefallen hat mir, dass man ganz nebenbei viele historische Fakten erfährt und die französische Revolution mal aus ganz anderer Sicht erlebt, nämlich aus Sicht der Bevölkerung, die im Alltag ums Überleben kämpft, um ihre Lieben bangt und sich ihres Lebens nicht sicher sein kann. Mit Charlotte hat sich die Autorin eine sympathische und gleichzeitig auch interessante Persönlichkeit ausgesucht, die ich gerne begleitet habe. Sie ist eine mutige und starke Person, die leider nicht immer so kann, wie sie gerne möchte und damit auch eine Frau ihrer Zeit ist und bleibt. Ich mochte ihre anpackende Art, ihre Beharrlichkeit und ihren Optimismus – und den zu behalten war in der aufregenden Zeit Napoleons nicht immer einfach. Charlotte ist aber auch eine tragische Figur und so sehr ich sie mochte, so sehr habe ich auch mit ihr gelitten. Auch ihr Liebster Louis-Antoine ist mir rasch ans Herz gewachsen – auch wenn ich ihn wegen seiner Sturheit manchmal hätte schütteln wollen. Aber er hat seine Ideale, die er nicht aufgibt, auch wenn er darunter zu leiden hat. Und auch er ist ein Mann seiner Zeit, der Konventionen unterliegt, die man heute nicht mehr nachvollziehen kann. Auch die anderen Figuren sind sehr gut gezeichnet, und man merkt, dass sich die Autorin mit ihnen beschäftigt hat, weil sie auch jeder noch so kleinen Figur wirklich Leben einhaucht.

Die Geschichte wird im Rückblick erzählt, aus Sicht der nun sterbenden Charlotte. Der Schreibstil ist der Zeit angemessen, dennoch aber gut zu lesen und sehr lebendig. Die Autorin versteht es, Atmosphäre zu schaffen und mich als Leserin in die Geschichte zu ziehen – ich hatte nicht nur alle Schauplätze genau vor Augen, sondern fühlte mich als Teil der Geschichte.

Während ich das erste Drittel des Buches noch ein wenig langatmig fand, hat sich das dann im letzten Drittel drastisch geändert – hier überschlagen sich die Ereignisse, es ist spannend, und ich konnte das Buch nur schlecht aus der Hand legen. Und obwohl man den Ausgang der Geschichte kennt, will man doch wissen, wie es denn nun dazu kommen konnte.

Ich habe „Die Rose des Herzogs“, dessen Titel nicht passender sein könnte und der sich im Laufe des Buches erklärt, sehr gerne gelesen. Nur im ersten Drittel habe ich mich ein wenig schwer getan, weil ich noch nicht so richtig gefesselt war – ich gebe daher gute 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Wieder ist der Autorin gelungen, Wahrheit und Fiktion geschickt miteinander zu verknüpfen und so einen lehrreichen wie auch spannenden historischen Schmöker zu schreiben. Zwar braucht die Geschichte etwas Zeit, um richtig in Gang zu kommen, dann aber ist sie spannend und fesselt, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann. Der lebendige Schreibstil, die sehr gut gezeichneten Charaktere und die sympathische Protagonistin lassen den Leser richtig eintauchen in die Geschichte. Ich gebe gute 4 von 5 Sternen.

Die Rose des Herzogs - Marita Spang
Die Rose des Herzogs
von Marita Spang
(15)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Gut Greifenau

Sabine aus Köln , am 31.12.2018

Ich liebe Familiengeschichten und war deshalb sehr gespannt auf diese neue Reihe – trotz der einen oder anderen Schwachstelle wurde ich gut unterhalten und hatte schöne Lesestunden.

Mittelpunkt ist Gut Greifenau – hier leben Herrschaft und Bedienstete unter einem Dach. Konstantin ist der älteste Sohn des Gutsherrn und versucht, sich mit Innovationen gegen seinen eher konservativen Vater durchzusetzen. Doch dieser ist davon gar nicht überzeugt – und sicherlich würde es ihm auch nicht gefallen, wenn Konstantin ihm seine Liebe zu einer „Bürgerlichen“ gesteht. Auch die Jüngste, Katharina, hat unter diesen Konventionen zu leiden – in die Gesellschaft eingeführt, soll sie den Neffen von Kaiser Wilhelm heiraten, doch ihr Herz schlägt für einen ganz anderen. Mit völlig anderen Sorgen schlägt sich die Dienerschaft rum – das Stubenmädchen Wiebke sucht ihre Geschwister, der neue Kutscher Albert Sonntag verdreht nicht nur den Frauen den Kopf, sondern birgt zudem noch ein Geheimnis, der Hausdiener Caspers ist ganz schön garstig zu den Bediensteten, bis Mamsell Schott herausfindet, warum er sich so verhält.

Es gibt nicht nur einen Protagonisten, um den sich die ganze Geschichte dreht, es sind eigentlich alle Bewohner von Gut Greifenau, die im Mittelpunkt stehen – mal mit schönen Ereignissen, mal mit Geheimnissen oder den nicht eingehalten Konventionen der damaligen Zeit. Man bekommt einen tollen Einblick, wie ein Gut seinerzeit funktionierte, auch wie die Menschen zueinander standen, wie sie miteinander umgingen, sowohl zwischen den verschiedenen Schichten als auch innerhalb der eigenen Reihen. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen, vor allem auch, weil die Geschichte lebendig erzählt ist – es sind nicht immer nur die großen Ereignisse, auch an alltäglichen Sorgen und Freuden nimmt man als Leser teil.

So unterschiedlich die Päckchen sind, die getragen werden, so unterschiedlich sind auch die Charaktere. Da hat die Autorin wirklich großes geleistet, so echt und authentisch wie sie die Figuren gezeichnet hat. Jeder hat eine eigene Geschichte, die man früher oder später auch erfährt, jeder hat gute, aber auch schlechte Seiten und so wirken alle Figuren, wie aus dem Leben gegriffen. Und so unterschiedlich die Figuren sind, wird auch jeder Leser einen finden, der ihm sympathisch ist und mit dem man fiebern kann.

Obwohl ich die Atmosphäre im Buch sehr mochte und gerade auch der Alltag gut beschrieben wurde, fand ich die erste Hälfte der Geschichte doch etwas langatmig – spannend wird es erst in der zweiten Hälfte und dort wird das Buch dann auch zum Pageturner. Es gibt verschiedene Ereignisse, bei denen man wissen will, wie sie nun ausgehen – nur leider werden in diesem ersten Band nicht alle auch wirklich aufgelöst. Das Ende des Buches kommt ziemlich plötzlich und wirkt eher wie abgeschnitten, als denn wie ein Abschluss – schade; dafür aber bin ich nun gespannt auf den nächsten Band. Ich gebe diesem ersten Teil 3,5 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Geschickt hat die Autorin die vielen verschiedenen Figuren der Geschichte eingeführt, so dass man sie nach und nach kennenlernt und sich dann auch als Teil von Gut Greifenau fühlt. Dabei sind es nicht immer nur große Sorgen, auch die kleinen Nöte des Alltags werden aufgegriffen. Es gibt Intrigen, Konventionen und Geheimnisse, aber auch Zusammenhalt und Freundschaft. Leider nur fand ich die erste Hälfte doch etwas langatmig, erst die zweite war dann spannend, und ich dann neugierig, wie es weitergeht. Daher gebe ich 3,5 von 5 Sternen.

Gut Greifenau - Abendglanz - Hanna Caspian
Gut Greifenau - Abendglanz
von Hanna Caspian
(37)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Stürme des Lebens

Sabine aus Köln , am 31.12.2018

Der erste Band der Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hatte mir ja sehr gut gefallen, da konnte die Fortsetzung leider nicht ganz mithalten - dennoch hatte ich schöne Lesestunden.

Auch dieser Band ist wieder sehr lebendig, weil scheinbar immer irgendetwas passiert, ohne dass die Geschichte aber atemlos oder hektisch wird. Dabei bleibt man mit Ricarda nicht nur in München, sondern entdeckt auch noch ganz andere Orte und Welten – und das war für mich so nicht abzusehen und entpuppte sich als interessante Wendung. Zu den verschiedenen Handlungsorten gibt es noch viele familiäre Tumulte – und hier hat die Autorin auch nicht an Ereignissen gespart. Es geht um Kinder und Liebe, um Hochzeit und Tod, um Krankheit und verbotene Liebschaften und noch einige andere, zum Teil sehr dramatische Entwicklungen. Hatte mir am ersten Band vor allem auch die historische Medizin sehr gut gefallen, ist sie auch jetzt noch vorhanden, aber nicht mehr ganz so im Vordergrund; ebenso der Krieg, der immer nur am Rande erwähnt wird, dennoch aber stets präsent ist.

Es sind jetzt vor allem auch die Kinder Ricardas, die im Mittelpunkt stehen, und da hat sich die Autorin viel einfallen lassen. Auch hier gibt es wahrlich viele Höhen und vor allem auch Tiefen, und insgesamt hatte ich bei diesem Band eher das Gefühl, dass die Stimmung gedrückt und oft melancholisch ist – der im ersten Band noch vorherrschende Optimismus ist hier leider verlorengegangen. Auch die Auslandsaufenthalte, die viel Potential hatten, lebendig und interessant zu werden, waren mir zu dröge. Irgendwie ist es nicht gelungen, die Atmosphäre der verschiedenen Länder einzufangen, so dass sich bei mir auch kein spezielles Gefühl für das Land entwickelt hat.

Zwar passiert im Buch die ganze Zeit sehr viel und gerade am Ende wird es dann auch geradezu melodramatisch, leider aber dreht sich diesmal sehr viel um das Thema Liebe – und einen Liebesroman hatte ich eigentlich nicht erwartet. Und so war ich letztlich doch ein wenig enttäuscht, auch wenn sich das Buch wieder flüssig hat lesen lassen durch den sehr lebendigen und eingängigen Schreibstil, der die Seiten wirklich schnell dahinfliegen lässt.

Das Ende bietet dann einen fiesen Cliffhanger, und eigentlich kann man auch gar nicht von einem Schluss sprechen, denn eher hat man das Gefühl, dass die Geschichte einfach mittendrin unterbrochen ist. Jetzt heißt es leider warten auf den Abschlussband – diesem hier gebe ich knappe 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Wieder gibt es viele Ereignisse, die das Buch lebendig machen, diesmal ist es aber nicht die Medizin, die im Vordergrund steht, sondern vielmehr familiäre Tumulte und schwierige Liebschaften. Die Geschichte spielt diesmal nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern – und so toll ich diese Idee fand, so wenig Atmosphäre hat mich hier leider erreicht. Dafür aber ist der Schreibstil sehr gelungen und gut lesbar, und natürlich war es schön, die alten Bekannten wiederzutreffen. Der Cliffhanger am Ende ist sehr gemein – so bleibt mir nur, auf den nächsten Band zu warten. Diesem hier gebe ich knappe 4 von 5 Sternen.

Die Ärztin: Stürme des Lebens - Helene Sommerfeld
Die Ärztin: Stürme des Lebens
von Helene Sommerfeld
(23)
eBook
9,99

Der Hexenjäger

Sabine aus Köln , am 31.12.2018

Manches habe ich etwas oberflächlich und konstruiert empfunden, trotzdem empfehle ich das Buch gerne weiter, gerade auch an solche Leser, die noch nicht so viel im Genre „historischer Roman“ gelesen haben.

Der Titel „Der Hexenjäger“ lässt vermuten, dass tatsächlich Heinrich Kramer, bekannt auch als Autor des Hexenhammers, im Mittelpunkt der Geschichte steht – dem ist aber nicht so, auch wenn er eine wichtige Figur in der Geschichte ist und man viele Einblicke in seine Kindheit und Jugend erhält, die erklären sollen, warum er sich der Hexenverfolgung verschrieben hat. Hauptfigur ist aber die junge Susanna Mittnacht, die nach dem Tod der Mutter zunächst den Haushalt führt, dann aber verheiratet wird und nach Straßburg zieht. Hier führt sie eine ungewöhnliche, ruhige Ehe, bis der Inquisitor Heinrich sie als Hexe bezichtigt und ihr einen Prozess machen will.

Die Geschichte ist – sieht man mal vom letzten Viertel ab – eher eine ruhige, und so erfährt man viel Alltägliches aus der damaligen Zeit. Mir hat diese ruhige Erzählweise gefallen, wohl auch, weil sich die Geschichte langsam aufbaut und so in sich dann schlüssig ist. Ob Heinrich aber tatsächlich dieser unsympathische und nachher auch wahnhaft kranke Mensch ist, als der er hier dargestellt wird, ist meines Erachtens nicht sicher bewiesen – dennoch aber ist es ein durchaus nachvollziehbarer Erklärungsversuch der Handlungen des Inquisitors.

Susanna ist dagegen eine Figur, die ich sofort ins Herz geschlossen habe, auch wenn sie mir an manchen Stellen zu lieb gewesen ist – dafür hat sie ein großes Herz und ist einfach liebenswert. Dass sie sich nicht mehr auflehnt, ist sicherlich auch der Zeit geschuldet, in der die Geschichte spielt.

Während die ersten drei Viertel der Geschichte leise vor sich hin plätschern und nur ganz im Hintergrund eine subtile Spannung aufgebaut wird, ändert sich das im letzten Viertel. Hier war ich richtig gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Zwar schien mir hier einiges konstruiert, das hat aber der Spannung keinen Abbruch getan. Auch das Ende scheint mir nicht richtig glaubwürdig und hier hat die Autorin für mich zu tief in die Zauberkiste gegriffen. Trotzdem war ich gefesselt und hatte schöne Lesestunden. Daher gebe ich 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Ein eher ruhiger, unterhaltsamer Roman, in dem Heinrich Kramer, dem Autor des „Hexenhammers“ eine wichtige Rolle einnimmt. Letztlich aber steht eine junge Frau im Mittelpunkt, die aus ihrer Sicht die Ereignisse Ende des 15. Jahrhunderts im Elsass erzählt. Ich habe die sympathische Susanna gerne begleitet und hatte interessante Lesestunden – daher gebe ich 4 von 5 Sternen.

Der Hexenjäger - Astrid Fritz
Der Hexenjäger
von Astrid Fritz
(7)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Leise rieselt das Glück

Sabine aus Köln , am 31.12.2018

Eine schöne und kitschige Weihnachts-Liebesgeschichte, die zwar vorhersehbar ist, mich aber dennoch gut unterhalten hat - und genau das hatte ich auch erwartet.

Diesmal hat die Autorin sich dem Online-Dating verschrieben – Merry hat nur wenig Zeit, daher hat ihre Familie sie kurzerhand bei einer online-Dating-Plattform angemeldet. Und es dauert auch gar nicht lange, bis sich jemand bei ihr meldet. Dass sie diesen jemand im real life schon kennt und ihn eigentlich total unsympathisch findet, ahnt sie nicht, denn beim Schreiben mit ihrem neuen „Fang“ hat sie Schmetterlinge im Bauch - bis die beiden sich dann endlich persönlich kennenlernen.

Natürlich weiß man als Leser von Anfang an, wie die Geschichte ausgehen wird, trotzdem wurde ich gut unterhalten. Nicht immer konnte ich die Figuren in ihrem Handeln verstehen, trotzdem habe ich sie gerne begleitet. Erzählt wird die Geschichte sowohl aus Merrys als auch aus Jaysons Perspektive, so dass ich oft schmunzeln musste, was der eine gerade über den anderen denkt. Dabei ist der Schreibstil sehr locker und umgangssprachlich, mit einer angenehmen Prise Humor ohne dabei die schöne Botschaft, dass die inneren Werte und nicht das Aussehen zählen, aus den Augen zu verlieren. Schnell sind die Seiten dahingeflogen, und für einen kuscheligen Winternachmittag ist diese Geschichte genau richtig.

Merry mochte ich gerne, auch wenn ich in manchen Situationen anders gehandelt hätte. Obwohl sie manchmal ein wenig zickig wirkt, hat sie ein großes Herz, das merkt man vor allem, wenn sie von und mit ihrem Bruder spricht. Mit ihm geht sie sehr liebevoll um. Jayson macht erst einen sehr unsympathischen Eindruck und er weiß sehr gut, seinen Charme und sein großes Herz zu verstecken. Aber nach und nach lernt man auch ihn näher kennen – und ich zumindest auch schätzen.

Am Ende trägt die Autorin für meine Verhältnisse dann doch etwas dick auf, und die eine oder andere Situation hätte es für mich nicht geben müssen. Trotzdem wurde ich insgesamt gut unterhalten und gebe daher 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine schöne, wenn auch vorhersehbare, Liebesgeschichte, die in der Weihnachtszeit spielt und mich gut unterhalten hat. Genau das richtige für einen kuscheligen Winter-Nachmittag auf der Couch – ich musste viel Schmunzeln beim Lesen, trotzdem geht die schöne Botschaft des Buches nicht verloren. Lediglich am Ende ging es mir zu sehr drunter und drüber – trotzdem gebe ich gerne 4 von 5 Sternen.

Leise rieselt das Glück - Debbie Macomber
Leise rieselt das Glück
von Debbie Macomber
(8)
Buch (Taschenbuch)
8,99

Um Reich und Krone

Sabine aus Köln , am 04.10.2018

Über die drei Grey-Schwestern hatte ich bisher noch nichts gelesen, daher war ich sehr gespannt auf diesen zweiten Band der „Das Erbe der Tudors“-Reihe. Den Einstieg fand ich noch etwas schwierig, nachdem ich mich dann aber bei all den Personen orientiert hatte, war ich gefesselt und habe die Lektüre sehr genossen.

Es gibt drei Teile im Buch und jeder Teil wird aus Sicht einer Schwester geschrieben. Zunächst geht es um Jane, die als sogenannte 9-Tage-Königin bekannt geworden ist. Sie erzählt von ihrem Aufstieg, ihrer Zeit als Königin ihrer Religion und ihrer Gefangenschaft im Tower, bevor sie dann auf dem Schafott landet und hingerichtet wird. Im zweiten Teil steht Katherine im Mittelpunkt, die sich ganz anders als ihre große Schwester nicht der Religion verschrieben hat, sondern frivoler rüberkommt und voller Lebenslust und Energie steckt. Doch ihr Wunsch nach Liebe und ihre heimliche Hochzeit werden ihr zum Verhängnis, und letztlich erwartet sie ein ähnliches Schicksal wie ihre Schwester Jane. Der letzte Abschnitt wird von Mary erzählt, der kleinwüchsigen Schwester, die zwar nur 4 Fuß misst, dafür aber kraftvoll und selbstbewusst rüberkommt. Doch auch sie wird zum Opfer ihrer Liebe und muss ähnlich wie ihre Schwestern lange Zeit in Gefangenschaft verbringen.

So unterschiedlich die Schwestern waren, so unterschiedlich waren auch ihre Geschichten – und doch verbindet sie alle eins, und genau das bringt sie alle drei zu Fall. Es ist die Liebe, der sie sich hingeben, egal ob der weltlichen oder der Liebe zu Gott. Janes Kapitel hatte zugegebenermaßen seine langatmigen Passagen, was aber ihrer langen Haft zu verdanken ist. Dafür aber ist ihre tiefe Religiosität wunderbar dargestellt, und ich bewundere Jane für ihre Standhaftigkeit und ihre Unerschütterlichkeit. Sie war keine sympathische Person, dennoch aber eine, der ich Respekt zolle. Anders war das bei Katherine, die erst im Laufe der Geschichte an Reife gewinnt – dann aber ist auch sie eine gestandene Frau, die für ihre Lebenslust bezahlen muss. Am meisten beeindruckt hat mich Mary, die es als Kleinwüchsige am Hof sicherlich nicht leicht hatte. Dafür besticht sie aber durch ihren wachen Verstand, und auch sie glänzt mit einem sympathischen Selbstvertrauen und lässt sich trotz widriger Umstände nicht unterkriegen.

Letztlich ist die Geschichte eine tragische und die Schwestern Grey hatten kein schönes Leben. Im Buch scheint alles an Elisabeth I. zu liegen, die bei Philippa Gregory nicht gut davonkommt und als verhärmte, neidische und gemeine Königin dargestellt wird. Sie scheint nur sich zu sehen und kann anderen kein Glück gönnen – schon mal gar nicht, wenn es um die wahre Liebe und langersehnte Kinder geht. Sie ist eine unerbittliche Königin und schreckt auch vor Intrigen nicht zurück. Dabei ist es in diesem Roman wenig politisch – vielmehr stehen die emotionalen Beziehungen im Vordergrund, das Weltgeschehen wird erst im letzten Teil von Mary angeschnitten.

Man sollte sich in der englischen Geschichte ein wenig auskennen, um in den vollen Genuss dieses Buches zu kommen. Gerade am Anfang war ich da auch ein wenig verwirrt und oft habe ich in den vorangestellten Stammbäumen der Tudors, Seymours und Dudleys nachgeschaut, wenn ich eine Person nicht zuordnen konnte. Es hat aber nicht lange gedauert und ich war drin in der Geschichte und habe die weitere Lektüre dann auch genossen.

Der Schreibstil ist angenehm und gut zu lesen, auch wenn er nicht immer einfach ist – dafür aber hat er die Atmosphäre sowohl der Zeit als auch der verschiedenen Orte sehr gut eingefangen. Und gerade bei den Haftumständen hatte ich viele Bilder vor Augen, so bildgewaltig sind die Beschreibungen.

Ich fühlte mich gut unterhalten und gebe 4,5 von 5 Sternen – einen halben Stern ziehe ich nur ab, weil mir Elisabeth doch zu negativ dargestellt wurde.

Mein Fazit
Ein opulenter Roman über die drei Grey-Schwestern, die – jede in einem eigenen Kapitel – über ihre Leben berichten, die sehr beeinflusst waren von Königin Elisabeths zum Teil sehr willkürlichen Entscheidungen. Die drei Schwestern sind sehr unterschiedlich, und so sind auch ihre Erfahrungen völlig verschieden – auch wenn man letztlich das Gefühl hat, alle drei verbringen einen Großteil ihres Lebens in Gefangenschaft. Ich gebe diesem unterhaltsamen Roman 4,5 von 5 Sternen, der Abzug ist der negativen Darstellung Elisabeths geschuldet, die bei den Schilderungen Philippa Gregorys wirklich zu keinem Zeitpunkt gut wegkommt.

Um Reich und Krone - Philippa Gregory
Um Reich und Krone
von Philippa Gregory
(8)
Buch (Taschenbuch)
10,99

Orpheus

Sabine aus Köln , am 23.09.2018

Ich habe das Buch vorab schon testlesen dürfen und war deswegen natürlich mächtig stolz. Im Vergleich zur ersten Rohfassung hat sich ene Menge getan, im positiven Sinne – ich habe die Lektüre wirklich genossen; und wer offen ist für einen anderen, besonderen Stil, der sollte sich „Orpheus“ wirklich mal anschauen.

Ich kann gar nicht sagen, in welches Genre ist das Buch stecken würde – es ist eine Mischung aus Roman, Krimi, Charakterstudie und Essay; auf jeden Fall ist es besonders, und gefallen hat mir, dass es im letzten Drittel dann auch richtig spannend wird und ich das Buch nur schlecht aus der Hand legen konnte. Die erste Hälfte dagegen glänzt nicht durch Spannung, sondern durch die Gedanken und die Wortwahl.

Wer schon „Briefe an die grüne Fee“ kennt, weiß um den außergewöhnlichen Schreibstil des Autors, und auch in diesem Buch erkennt man ihn gut wieder. Ich würde den Stil als blumig und lyrisch bezeichnen, dennoch aber auch direkt und auf den Punkt. An manchen Stellen ist er sehr schnörkelig, an anderen wieder eher plump und hart – es ist eine sehr besondere Mischung, die mich völlig eingenommen hat, in die ich abtauchen und in der ich mich suhlen konnte. Auf jeden Fall entsteht so eine besondere Atmosphäre – sie ist dicht und voll durch Beschreibungen und Metaphern; in manchen Passagen war mir das tatsächlich ein wenig zu viel. Es gibt an einigen Stellen viel zu verdauen und viel Stoff zum Nachdenken – nicht, dass die Geschichte schwer ist, aber die vielen Bilder und Metaphern haben mich immer wieder das Buch zuklappen lassen müssen, um sie sacken zu lassen.

Die Idee der Geschichte ist klasse und auch nach Beenden habe ich noch lange drüber nachgedacht. Das Buch heißt nicht umsonst Orpheus, auch wenn es während des Lesens nicht immer offensichtlich war, warum der Titel so gewählt wurde. Am Ende aber gibt dann doch alles einen Sinn und der Kreis schließt sich zu einem runden Ganzen.

Die Charaktere sind alle gut durchdacht und der Autor nimmt sich Zeit, sie nacheinander vorzustellen. Sie sind alle stark und sehr authentisch – immer wieder habe ich mich gefragt, wie viel autobiographisches da drin steckt – denn die Charaktere wirken echt und wie aus dem Leben gegriffen. Stereotype findet man hier nicht, dafür aber richtige Charakterköpfe, die voller Ecken und Kanten stecken und damit unheimlich glaubhaft und lebendig erscheinen.

Mich hat der Autor auch mit diesem Buch wieder packen können – es ist vor allem sein Stil, den ich unheimlich gerne mag; seine Wortgewalt, die Metaphern und diese dichte, einhüllende Atmosphäre machen das Buch zu etwas Besonderem – es ist sicherlich nicht für jeden geeignet und man sollte sich an schönen Stilen erfreuen können, dann aber erhält man eine wirklich berauschende Sammlung von Bildern, Beschreibungen und Handlungen.

Mein Fazit
Man sollte sich eine Leseprobe gönnen, ob man den Stil des Autors mag, denn der ist besonders mit großer Wortgewalt, wunderschönen Bildern, ernüchternden Metaphern und einer unglaublichen Atmosphäre – mag man das, erhält man eine interessante Mischung aus Roman, Charakterstudie und Krimi. An manchen Stellen war mir die Stimmung zu dicht, trotzdem habe ich die Lektüre genossen und empfehle sie auch gerne weiter, wenn man sich mal auf etwas anderes, Neues einlassen möchte.

Orpheus - Salih Jamal
Orpheus
von Salih Jamal
(7)
Buch (Taschenbuch)
13,60

 
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