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Miss Norge

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Miss Norge

Meine Bewertungen

Düsteres Island

Miss Norge , am 18.05.2019

Die Anfangssituation ist ungewöhnlich, denn man befindet sich von Beginn an in einem isländischen Gefängnis und diese düstere und trübe Stimmung drückt einem sofort auf das Gemüt. Es ist ein typisch beschriebener Island-Krimi, denn diese deprimierende und depressive Atmosphäre zieht sich durch die ganze Geschichte. Mir gefällt das ja sehr, aber man muss es wirklich gut finden, um daran seine Freude zu haben. Der Anlass, warum Agnes eigentlich im Gefängnis sitzt und selbst für schuldig plädiert, ist nicht sofort klar ersichtlich. Hier lässt die Autorin mich als Leserin sehr lange im Unklaren, wer nun ermordet wurde und warum. Neben Agnes, die versucht sich im Gefängnis einen Alltag einzurichten, begleitet man den jungen und aufstrebenden Rechtsanwalt Magnus wie er versucht die Unschuld von Agnes zu beweisen. Ihre engsten Freunde und alle die sie kennen sind überzeugt, das Agnes diese Tat niemals begangen haben kann und versucht jemanden zu schützen. Neben einigen spannenden Szenen und unheimlichen Momenten gefiel mir wirklich diese düstere Stimmung am Besten. Erst zur Hälfte des Plots kam endlich etwas Schwung in die Geschichte, gerade noch rechtzeitig, denn ich wollte schon aufgeben. Neben diesem Aspekt haben mich viele Wortwiederholungen und Druckfehler gestört. Und das Ende? Tja, das war eigentlich nicht wirklich überraschend, wenn ich auch lange nicht wusste, wer nun der oder die Täter sind, aber verblüffen konnte mich Sjöfn Müller Thór nicht.
Die Atmosphäre ist klasse eingefangen, aber der Rest konnte mich leider nicht so ganz in seinen Bann ziehen.

Es war meine Schuld - Sjöfn Müller Thór
Es war meine Schuld
von Sjöfn Müller Thór
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,90

Die dunkle Braut

Miss Norge , am 15.05.2019

Ich muss gestehen, das mich bei diesem Roman zuerst das Cover regelrecht "angesprungen" hat und als ich dann noch den Klappentext dazu gelesen hatte, war mir klar, das muss ich haben. Es spielt in Irland, dazu noch ein düsteres Familien-Drama plus Geheimnis, das ist doch die perfekte Story. Und ja, das war es auch. Von Beginn hat mich der Schreibstil von Laura Andersen in seinen Bann gezogen. Sie beschreibt die Burg Deeprath Castle so intensiv und genau, das man denkt, man wäre schon ein mal dort gewesen. In der Burg, die seit über 800 Jahren im Besitz der Familie Gallagher ist, ist die wichtigste Privat-Bibliothek Irlands untergebracht und da das Anwesen nun dem National Trust übergeben werden soll, wird Carragh Ryan angestellt um die Bücher zu katalogisieren. Das wäre ja auch ein Traumjob für mich, in einer Burg in Irland von so vielen Büchern umgeben zu sein, dann stürmt und regnet es noch draußen, ach wie gemütlich. Das dachte sich Carragh bestimmt auch, doch dann kommt alles noch viel dramatischer und persönlicher, als sie sich hätte jemals vorstellen können. Die Autorin bringt Legenden der irischen Geschichte mit in den Plot ein und sie beschert einem beim Lesen ab und an einige gruselige Momente. Die Atmosphäre ist wunderbar eingefangen, ab und an romantisch und geheimnisvoll. Ein Buch welches alles vereint, was ich sehr gerne lese und deswegen hat es mir besonders gut gefallen.
Wer Romane mag die in Irland spielen, die ein dunkles Familien-Geheimnis vom Damals (1879) bis ins Heute (2015) erzählen und dazu noch kleine Krimi-Elemente, der sollte unbedingt dieses Buch lesen. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen.

Das geheime Turmzimmer - Laura Andersen
Das geheime Turmzimmer
von Laura Andersen
(6)
Buch (Taschenbuch)
10,00

Der zweite Tod

Miss Norge , am 11.05.2019

Das war endlich mal wieder ein typischer Kriminalroman, ganz nach meinem Geschmack. Kein großes Geschnörkel, keine übertriebenen Verfolgungsjagden, Ermittler mit Ecken und Kanten, die aber trotzdem das Potenzial haben, sich noch weiter zu entwickeln und zu entfalten. Oftmals ist weniger mehr, das hat mir hier sehr gut gefallen. Man bekam zwar schon einen Einblick in die privaten Hintergründe, aber ich kann mir vorstellen, das diese in weiteren Bänden noch tiefer gehen könnten. Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg ermitteln zusammen in ihrem grenzübergreifenden Mordfall und dabei tasten sie sich noch gegenseitig ab. Keiner mag viel über sein schwieriges Privatleben berichten, sie vertrauen sich noch nicht so richtig. Aber so nach und nach entwickeln die Beiden ein gegenseitiges Verständnis. Anette Hinrichs ist ein Krimi gelungen, der zu Beginn zwar etwas braucht um in die Gänge zu kommen, aber dann entstehen viele Wendungen und menschliche Abgründe tun sich auf. Der Schreibstil der Autorin ist unaufgeregt, klar, deutlich und gut zu lesen. Sie bringt die etwas lockere Lebensweise der Dänen sehr gut rüber und das Ende war dann überraschend, da viele Personen in Frage kamen und die einen Grund gehabt hätten, die Tat zu begehen.
Ein spannender erster Fall für das deutsch-dänische Ermittler-Team und ich hoffe, das noch weitere folgen werden.

Nordlicht - Die Tote am Strand - Anette Hinrichs
Nordlicht - Die Tote am Strand
von Anette Hinrichs
(10)
Buch (Klappenbroschur)
9,99

Ein Neubeginn in Island

Miss Norge , am 08.05.2019

Karin Baldvinsson hat die Gabe, mir als Leserin die wunderbare Natur Island ins Wohnzimmer zu zaubern. Man spürt beim Lesen förmlich den Wind in den Haaren, man riecht diese klare Luft und hört das Meer rauschen. Zudem bekommt man einen guten Einblick in das schwere und karge Leben damals. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Nur mit Pia bin ich irgendwie nicht "richtig warm" geworden, aber das ist wie im wahren Leben, manche Menschen mag man mehr, manche weniger. Die Abwechslung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart haben mich rasant durch die Kapitel geführt und doch war mir die Geschichte ein bisschen zu vorhersehbar und ich hätte sehr gerne noch mehr aus der damaligen Zeit gelesen. Diese Abschnitte waren mir dann doch etwas zu kurz gehalten. Der Schreibstil ist gut zu lesen und eine kleine Liebesgeschichte bekommt man auch noch geboten. Neben den Frauen steht vor allem Island im Mittelpunkt des Romans und hier merkt man, wie sehr die Autorin sich mit diesem Land verbunden fühlt.
Trotz meiner kleinen Kritikpunkte, die aber wirklich Geschmackssache sind, ist Karin Baldvinsson ein gefühlvoller Familiengeheimnis-Roman gelungen, der Lust auf Island und seine Bewohner macht und mich gut unterhalten hat.

Das Versprechen der Islandschwestern - Karin Baldvinsson
Das Versprechen der Islandschwestern
von Karin Baldvinsson
(58)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Schwedens High Society

Miss Norge , am 07.05.2019

Tja, wo soll ich hier anfangen mit meiner Meinung? Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits sind diese widerlichen S*xszenen so detailliert und frauenverachtend geschrieben, das ich manchmal das Gefühl hatte nicht weiterlesen zu können, aber andererseits spürte ich auch das Faye irgendwann, ob freiwillig oder nicht, zu dem Punkt kommen würde, an dem sie sich das alles nicht mehr gefallen lassen wird. Dieser Punkt wird etwa in der Mitte des Buches erreicht und dann geht die Unterdrückung in einen Racheplan über der seinesgleichen suchen wird. Diesen Mut, dieses Aufbäumen um einen Neuanfang zu starten hatte ich Faye nicht zugetraut. Ok, manches wirkte mir dann auch zu übertrieben und die Zufälligkeiten die sich als Glücksfall herausstellten wirkten zu unwirklich und kaum vorstellbar. Hier hat der Plot, meiner Meinung nach, sehr an Glaubwürdigkeit verloren. Kurz gesagt: Von der Tellerwäscherin zur Millionärin, na das klingt doch nach einem Märchen, oder? Das Ende ist zwar überraschend, aber der Weg dahin ist für mich weder Krimi, noch Thriller, noch überzeugend. Ich hoffe dieser Ausflug bleibt einmalig und die Autorin widmet sich wieder ihren Schweden-Krimis.
Wer die Fjällbacka-Reihe liebt, muss sich bei diesem Roman an eine andere Camilla Läckberg gewöhnen. Schamlos, gnadenlos und kein Vergleich zu ihren spannenden Krimis.

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. - Camilla Läckberg
Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.
von Camilla Läckberg
(151)
Buch (Paperback)
17,99

Die Vergangenheit verbindet

Miss Norge , am 03.05.2019

"Auf den zerbrochenen Flügeln der Freiheit" ist ein Roman der wütend macht, der mich hat mit den Frauen mitleiden lassen, denn man möchte das Treiben hinter den Mauern des Klosters lauthals in die Welt hinaus schreien, um darauf aufmerksam zu machen. Ich bin ja durch viele Bücher, die ich schon gelesen habe, abgehärtet, aber hier musste ich den Roman an einigen Stellen erst einmal zur Seite legen und tief durchatmen. Unvorstellbare Grausamkeiten wurden unter dem Deckmantel der Katholischen Kirche und den "Barmherzigen Schwestern" den Frauen dort, in den Magdalen-Wäschereien, angetan. Man denkt, ach Gottchen, das war halt damals so, aber laut Recherche der Autorin, wurde das letzte Heim mit angeschlossener Wäscherei in Dublin erst 1996 geschlossen. Rebecca Michéle hat hervorragend nachgeforscht und das wird bestimmt nicht leicht gewesen sein. Sie kombiniert die historischen Fakten mit den eingebauten Geschichten von drei jungen Frauen, die sich in einem solchen Heim zum ersten Mal begegnen. Cindy und Fiona sind am selben Tag im Kloster angekommen und allein schon dieser Hintergrund lässt die beiden zu Freundinnen werden. Rose, die als junge Nonne, einen Tag später dort anfängt zu arbeiten, ist entsetzt, als sie sieht wie mit den "gefallenen Frauen" dort umgegangen wird und welches Leid sie ertragen müssen. 10-Stunden-Tage in der Wäscherei, offene Arme, aufgerissene Hände, wenig Nahrung, kratzige Kleidung, dazu seelische und körperliche Misshandlungen durch die Nonnen mit der Lederpeitsche. Sind Bischöfe und deren Entourage im Kloster zu Gast sind die Frauen deren sexuellen Übergriffen wehrlos ausgeliefert. Oft genug sind dadurch Kinder entstanden, die auf dem eigenen Friedhof des Klosters "entsorgt" wurden. An solchen Stellen möchte man am liebsten in das Buch kriechen und alle retten. Als durch einen "Zufall" Fiona, Cindy und Rose dann endlich die Flucht gelingt war ich richtiggehend erleichtert, doch auch das Leben in Freiheit wird ihnen nichts schenken. Das man den Werdegang der Freundinnen dann noch so ausführlich begleiten kann, das hat mir sehr gut gefallen. Man möchte einfach, das sie glücklich werden und ihr weiteres Leben so genießen können, wie sie es verdient haben. Die Autorin hat einen sehr ansprechenden und gut zu lesenden Schreibstil. Sie hat die Atmosphäre der damaligen Zeit düster und beklemmend rübergebracht und die Kapitel zu Anfang, in denen man Fiona, Cindy und Rose vor dem Klosteraufenthalt kennenlernt, haben mir die Drei sehr nah ans Herz gebracht. Einer für alle, alle für einen, genau dieser Spruch passt haargenau zu den Freundinnen.
Ein Historischer Roman der sehr lesenswert ist, wenn man sich u.a. für die Geschichte Irlands interessiert und wo man beim Lesen das ein oder andere Taschentuch in Reichweite haben sollte.

Auf den zerbrochenen Flügeln der Freiheit - Rebecca Michele
Auf den zerbrochenen Flügeln der Freiheit
von Rebecca Michele
(2)
Buch (Taschenbuch)
14,00

Soko Hasenberg

Miss Norge , am 01.05.2019

Anita Konstandin versteht es hervorragend, mich als Leserin in die Irre zu führen und mir Charaktere vorzustellen, wo ich zuerst keinen Zusammenhang sehen kann, wie diese jemals in den restlichen Plot passen sollen. Hier ist es Huttla, eine junge Frau, die ich überhaupt nicht ein- bzw. zuordnen konnte. Sie war mir von Beginn an suspekt, doch dann, je näher ich ihr kam, je besser konnte ich sie verstehen. Der Fall an sich ist spannend aufgebaut und die Wendungen sind klasse. Leider fand ich die Ermittlungen oftmals sehr zäh und in die Länge gezogen. Die Autorin macht es den Lesern nicht einfach, sie kaut einem nicht alles vor, man muss schon am Ball bleiben und mitdenken. Die Ermittlergruppe um Corry und Fabio und auch die Personen rund um den Fall sind nicht gewöhnlich, sondern haben alle ihre Eigenarten, mit Ecken und Kanten. Am Ende, nach dem Showdown, habe ich das Buch zugeklappt und war zufrieden.
Wieder ein lesenswerter Stuttgart-Krimi, wenn mich auch ein paar Kleinigkeiten gestört haben.

Verhängnisvolle Freundin - Anita Konstandin
Verhängnisvolle Freundin
von Anita Konstandin
(1)
Buch (Paperback)
14,99

Schwedens böse Unterwelt

Miss Norge , am 29.04.2019

Ein gehypter Thriller aus Skandinavien? An jeder Ecke war nur Gutes darüber zu hören bzw. zu lesen, also, her damit, um mir meine eigene Meinung zu bilden. Cover und Klappentext klangen super, doch man muss sich schon bis etwa zur Seite 150 durchhangeln bevor der Sog entsteht unbedingt dran bleiben zu wollen. Viele Namen, viele Personen, viele verschiedene Handlungen die so irgendwie gar nicht zueinander passen wollen, aber es irgendwie müssen. Man wird in die dunkle und böse Unterwelt Schwedens gelockt und sieht sich Situationen gegenüber die der Autor Jens Lapidus deswegen so grandios beschreiben kann, weil er einer der angesehensten Strafverteidiger Schwedens ist. Das merkt man an den konkreten und strikten Vorgehensweisen die bei U-Haft, Anhörungen und dem Gerichtsprozess von ihm erklärt werden, so genau kann es nur ein "Insider" in Szene setzen. Die Protagonisten sind krass und selten in dieser Art und Weise zu finden. Sie sind alles, nur eins nicht, zu 100% vertrauenswürdig. Meinem Empfinden nach fehlt es auch ein wenig an Dramatik und Spannung, hier hätte der Autor ruhig viel mehr aufdrehen können. So nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen und der Cliffhanger am Ende ist sehr gemein.
Überall war zu lesen, "Endlich ein Thriller der es mit der Stieg Larsson-Reihe aufnehmen kann", nein, das kann er nicht. Stieg Larsson bleibt unerreicht, aber trotzdem war das Buch für mich lesenswert, wenn man wie gesagt, am Ball bleibt.

Schweigepflicht - Jens Lapidus
Schweigepflicht
von Jens Lapidus
(49)
Buch (Paperback)
15,00

Eine starke Frau und ihr Lied

Miss Norge , am 24.04.2019

Der Roman beginnt im Jahre 1937 in Paris und endet 1947 in New York. Édith Piaf nimmt den Leser mit auf ihre Reise durch eine Zeit mit Höhen und Tiefen, zudem gewährt die Geschichte einige Rückblicke in ihre Kindheit. Die war nicht gerade rosig, denn sie begann als junges Mädchen mit ihrem Vater in den Straßen zu singen. Seitdem ist das Singen ihr Leben. Als sie 1944 wegen Kollaboration angeklagt wird - sie soll auf deutschem Boden gesungen haben - droht ihr ein Auftrittsverbot. Das sie dort aber für französische Kriegsgefangene gesungen hat, scheint egal zu sein. In dieser schweren Zeit lernt sie Yves Montand kennen, erst arbeiten die beiden zusammen, doch dann wird daraus eine große Liebe. Man bekommt einen Eindruck vermittelt über die Stärke und den Mut von Édith Piaf, aber das sie auch sehr egoistisch sein konnte und nur an sich dachte. Wahrscheinlich muss man das, wenn man im künstlerischen Milieu etwas werden will. Bei einigen Charakteren hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Was mich beeindruckt hat ist, wie es Michelle Mary gelingt sich in die weibliche Persönlichkeit hineinzuversetzen und wie sie diese dann auch mir als Leserin sehr nahe bringt. Man spürt zwischen den Zeilen, das es der Autorin sehr viel Freude bereitet hat sich diesem Thema zu widmen, denn es erscheint mir nicht wie "einfach runtergeschrieben", sondern mit viel Liebe zum Detail und zur Recherche und Fingerspitzengefühl für eine starke Frau.
Eine interessante und sehr lesenswerte Romanbiografie, die der lockere Schreibstil der Autorin zu einem Erlebnis werden lässt.

Madame Piaf und das Lied der Liebe - Michelle Marly
Madame Piaf und das Lied der Liebe
von Michelle Marly
(74)
Buch (Klappenbroschur)
12,99

Leben mit der Schuld

Miss Norge , am 22.04.2019

Nordirland? Ein altes Familiengeheimnis? Ein wenig Romantik und eine Liebesgeschichte? Welch eine perfekte Kombination. Damit hat die Autorin alles richtig gemacht und mich an einem einzigen Nachmittag wunderbar unterhalten. Der Schreibstil ist gut zu lesen, ohne das es zu verzwickt, oder zu nachdenklich wirkt. Ich habe mich entführen lassen auf die Grüne Insel und war dabei wie Fina versucht sich ihren kleinen Buchladen, nicht durch die genau gegenüberliegende moderne Buchladenkette, zerstören zu lassen. Ein alter Brief lässt dieses Problem aber vorerst etwas in den Hintergrund fallen, bis man merkt das alles irgendwie zusammenhängen muss. Fina muss lernen auch einmal hinter die Fassade eines Menschen zu blicken, ohne die Person gleich per se zu verurteilen. Man denkt immer, was man sieht und weiß, das muss so sein, aber hier ist es so, das man lernt, es kann auch alles ganz anders enden. Trotz der etwas ernsteren Themen wie der politischen Lage in Nordirland und der Alzheimer-Erkrankung von Fina´s Oma ist der restliche Plot einfach zum in die Geschichte abtauchen lassen geeignet. Etwas Gedankentiefe ist nie falsch, denn man spürt zwischen den Zeilen das Fina immer bewusst gegen ihre Gefühle handelt und Liam zeigt sich offen, bis auf eine Begebenheit, die alles ins Wanken bringt.
Ein unterhaltsamer Roman, den man bei herrlichem Sonnenschein im Garten an einem Nachmittag genießen kann. Einfach treiben lassen, ohne das etwas zu kompliziert erscheint. Zudem wird wieder einmal klar, bitte unterstützt die kleinen, so liebevoll geführten örtlichen Buchhandlungen.

Die Frauen von Ballycastle - Sandra Binder
Die Frauen von Ballycastle
von Sandra Binder
(6)
eBook
6,99