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Meine Bewertungen

Sehr spannende Geschichte mit liebenswerten Figuren. Nicht nur für Jugendliche!

Malina , am 14.05.2019

Was für ein schönes Buch! Das von Marie Graßhoff gestaltete Cover lädt zum ausgiebigen Betrachten ein, auch im Innern des Buchs sind alle Seiten und die Kapitelüberschriften schmuckvoll verziert. Da lohnt es sich, die Print-Ausgabe zu wählen. Ich bin keine „Coverkäuferin“, aber hier hat das Cover zumindest viel dazu beigetragen, mein Interesse zu wecken!
Aber was noch wichtiger ist: Inhaltlich ist der Roman mindestens genauso schön! Ich war eigentlich der Ansicht, dass Jugendbücher nicht mehr so ganz mein Fall sind, aber „Die Schattenflüsterin“ beweist mir das Gegenteil.
Die liebevoll ausgearbeitete Protagonistin Liza findet schnell meine Sympathie und es fällt mir leicht, ihren Gedankengängen und Entscheidungen zu folgen. Obwohl sie noch so jung ist, kann ich mich gut in sie hineinversetzen, denn sie ist eine fröhliche, humorvolle und ein wenig verrückte Person. Auch die anderen Figuren finde ich ansprechend, vor allem scheinen alle irgendwelche Geheimnisse zu haben, was das Lesen durchweg spannend macht. Einzig Lizas „Gastschwester“ finde ich ziemlich anstrengend und auf eher unangenehme Art durchgeknallt. Manchmal, finde ich, stößt sie an die Grenzen ihrer Glaubwürdigkeit.

Erzählt wird hauptsächlich aus Lizas Perspektive in der Ich-Erzähler-Form. Mir gefällt diese Erzählform generell und in Verbindung mit der sympathischen Protagonistin fällt es mir entsprechend leicht in das Buch einzusteigen und bis zum Ende mein Interesse an Lizas Schicksal zu bewahren. Einzelne Kapitel, die sich um ein geheimnisvolles, finsteres Wesen drehen, werden in der dritten Person erzählt, was einen schönen Kontrast bildet, den Lesefluss aber nicht unterbricht.
Die Geschichte hat einen starken Bezug zur slawischen Mythologie, was ich sehr interessant finde, da ich davon bisher rein gar nichts wusste. Ebenso wenig übrigens wie von Sankt Petersburg und offen gestanden Russland generell. So ist der Roman für mich eine herrliche Exkursion in eine mir fremde Kultur. Dabei zeigt die Autorin nicht nur die schönen Seiten und Touristenattraktionen (obwohl auch die nicht zu kurz kommen), sondern lässt den Leser auch die Schattenseiten hinter den Fassaden sehen. Hier fällt deutlich auf, dass sie sich auskennt und genau weiß, wovon sie schreibt. So kommt dem Buch neben der guten Unterhaltung auch ein nicht zu unterschätzender Bildungsaspekt zugute ;)
Der Handlungsverlauf ist sehr spannend, oft kann man als Leser, genau wie Liza, Gute und Böse nicht unterscheiden und fühlt ihr Dilemma. Es gibt einige unerwartete Wendungen und immer mal wieder gut platzierte entschleunigende Szenen z.B. aus Lizas Schulalltag. Des Ende konnte mich angenehm überraschen! Ich hatte zwar eine ungefähre Vorstellung über gewisse Sachverhalte, mit denen ich auch teilweise richtig lag, aber trotzdem hatte die „Auflösung“ noch mehr zu bieten als ich erwartet hatte.
Olga A. Krouk hat einen wunderbar humorvollen Schreibstil, der besonders in den von Liza dominierten Szenen deutlich wird. Ich musste ganz oft schmunzeln und teils laut lachen! Düstere Geschehnisse beschreibt sie jedoch ebenso geschickt wie anschaulich, so dass man innerhalb weniger Sätze eine großartige Gefühlsachterbahn erleben kann.
Und a propos Gefühle: Ein paar romantische Stellen hat das Buch natürlich auch zu bieten, die ich (als Romance-Skeptikerin) sehr schön und ansprechend finde. Sie wirken realistisch und kitschfrei und die verliebten Teenager sind einfach nur süß und liebenswert!
Insgesamt gefällt mir „Die Schattenflüsterin“ außerordentlich gut. Auch als Erwachsene wurde ich gut unterhalten und hatte viel Freude an der spannenden Story!

Die Schattenflüsterin - Olga A. Krouk
Die Schattenflüsterin
von Olga A. Krouk
(4)
Buch (Taschenbuch)
12,90

Schnelle Erfolge und viel Spaß beim Lernen. Ein großartiges Anleitungsbuch!

Malina , am 09.05.2019

Warum dieses Buch?
Ich zeichne und male gerne, leider jedoch mit mehr Begeisterung als Talent. Angeblich kann man das alles aber lernen, also her mit den Büchern, die mir sagen, was ich zu tun habe! Ob ich mithilfe dieses Buchs zum nächsten Monet werde? Wir werden sehen! ;)

Der erste Blick
Begeisterung! Und nach dem ersten Durchblättern: nochmal Begeisterung! Dieses Buch ist schon so schön gestaltet, dass man theoretisch nur durchs Anschauen zum Künstler werden sollte! Das Format ist quadratisch, das dezent bunte Softcover ist geprägt und überall sind Miniaturabbildungen der zauberhaften Tier- und Pflanzenmotive. Innen ist nur ganz wenig Text zu finden, dafür große Bilder, die über jeweils eine Doppelseite veranschaulichen, wie man das gewählte Motiv aufs Papier bringen kann. „In nur 5 Schritten“ steht auf dem Cover und das hält die Autorin auch konsequent ein: Auf jeder linken Seite finden sich die ersten vier Schritte und rechts dann das fertige Bild in groß. Darunter ein paar Sätze Anleitungstext. Das wirkt so wunderbar aufgeräumt, dass ich schon vorm Spitzen des Bleistifts weiß: hier werde ich sofort eine beruhigende Routine entwickeln können!

Praxistest und Meinung
Vorm Zeichnen wird natürlich gelesen und da ich zur ungeduldigen Sorte gehöre, bin ich froh, dass es nur ein kurzes Vorwort und vier Seiten zu den Grundlagen sind, die ich lesen muss. Die Autorin schildert in sympathischem Stil, welche Materialien sie verwendet, wie man beim Zeichnen und Colorieren vorgeht und wie das Buch aufgebaut ist. Alles Wichtige steht drin, nichts Überflüssiges spannt den Leser unnötig auf die Folter. Ein großer Pluspunkt!
Die einzelnen Motive sind in vier Schwierigkeitsgrade eingeteilt und ich beschließe spontan, dass ich sie alle zeichnen werde, in der Reihenfolge ihrer Schwierigkeit. Ich will ja schließlich was lernen und mir nicht nur meine Lieblingsmotive raus picken (was ohnehin schwierig wäre, weil alle so schön aussehen).
Also lese ich brav den Anleitungstext des ersten Motivs, befolge die vorgegebenen Schritte und coloriere das Ganze auch gleich mit Wasserfarben, auf die Art und Weise wie mir das bei den Grundlagen erklärt wurde. Und zu meiner grenzenlosen Begeisterung liegt plötzlich ein zauberhaftes kleines Kunstwerk vor mir! Das Motiv ist simpel, geradezu unscheinbar, aber es gefällt mir und vor allem war es so einfach! Solch schnellen Erfolg hatte ich nicht erwartet und so motiviert macht das Üben gleich noch mehr Spaß!
Am ersten Abend bringe ich gleich fünf Motive aufs Papier und auch wenn es keine großen Kunstwerke sind, gelingen sie alle und ich bin sehr zufrieden.
So geht es dann weiter, Abend für Abend packe ich Bleistift, Fineliner und Pinsel aus und zeichne mich durch das Buch. Ab Schwierigkeitsgrad zwei gelingt auch schon mal was nicht so gut. Macht nichts, ich probiere es einfach nochmal! Irgendwann verändere ich dann Motive ein wenig nach Lust und Laune, später zeichne ich ohne Anleitung ein Motiv „aus dem Kopf“ nach, das ich vorher schon mal gezeichnet habe. Der Lerneffekt ist deutlich zu erkennen und mir wird auch bewusst, dass ich bisher beim Zeichnen einfach die Schwierigkeit hatte, dass ich nicht wusste womit ich anfangen soll, wie ich überlappende Motive darstelle und in welchen Größenverhältnissen Bilder gut aussehen. Ohne große Worte erklärt mir dieses Buch alles was ich wissen muss und ich traue mich schnell an komplexere Motive oder eigene Kompositionen zB in meinem Bullet Journal. Bis man mich van Gogh nennt, werde ich wohl doch noch ein wenig üben müssen, aber den Spaß am Zeichnen habe ich mithilfe von „50xzeichnen“ gefunden und das ist für mich das Wichtigste daran!
Ein wunderbares Buch, das ich sehr empfehlen kann!

50 x zeichnen - Flamingo, Kaktus und Co. - Anne Kubik
50 x zeichnen - Flamingo, Kaktus und Co.
von Anne Kubik
(2)
Buch (Paperback)
14,99

Eine großartige Liebesgeschichte, für die man kein Romance-Leser sein muss :)

Malina , am 05.05.2019

Als Carolina und Brida sich zum ersten mal begegnen, spüren sie sofort, dass zwischen ihnen eine besondere Verbindung besteht, die über eine Freundschaft hinaus geht. Die beiden Frauen fürchten jedoch, dass ihr Umfeld negativ auf ihre Liebe reagieren könnte, zumal auch ein Altersunterschied von 20 Jahren zwischen ihnen liegt und beide in einer festen Beziehung sind. Vor allem Brida kann sich nicht vorstellen, einfach ihren Gefühlen zu folgen und die Menschen, die ihr nahestehen, im Stich zu lassen. Als Carolina die unterdrückten Emotionen nicht mehr aushält, flieht sie nach Schottland um sich ihrer Schriftstellerkarriere zu widmen und Brida hoffentlich zu vergessen.


Ich habe es getan! Ich, die Romance-Hasserin, habe einen romantischen Roman gelesen. Und ich hatte Glück: Mir ist keine langweilige Schnulze in die Hände gefallen, die meine Abneigung bestätigt hätte, sondern dieses tolle Buch, das auf liebenswerte und ehrliche Art eine wunderschöne Liebesgeschichte erzählt.
Was mein Interesse geweckt und wachgehalten hat, waren insbesondere die beiden sympathischen und interessanten Hauptfiguren. Die tiefe Liebe, die sie füreinander empfinden ist natürlich wichtig und macht den Großteil des Romans aus, aber die beiden haben auch ein Alltagsleben, und vor allem sorgfältig ausgearbeitete Charakterzüge. Sie wirken echt, sind zwei intelligente Frauen „mitten im Leben“ und man kann wunderbar mit ihnen mitfühlen. Besonders gefällt mir, dass sie weder leichtfertig noch naiv mit den Veränderungen in ihrem Leben umgehen. Beiden ist klar, dass ihre Entscheidungen Auswirkungen auf andere haben und als Leser spürt man das moralische Dilemma in dem sie sich befinden.
Dazu kommt die wunderbar beschriebene Umgebung, insbesondere die Szenen, die in Schottland spielen. Das Land hat mich nie interessiert, aber nach dem Genuss dieses Romans denke ich, es wäre vielleicht eine Reise wert.
Autorin Johanna Kramer hat einen sehr angenehm zu lesenden Stil. Sie nutzt die Ich-Erzählerform, meist aus Carolinas Perspektive, aber auch Brida erzählt ein paar Kapitel. So erhält der Leser einen umfassenden Einblick in die Gedanken der Figuren, was mir sehr gefällt. Dazwischen finden sich immer wieder Auszüge aus bekannten Gedichten, die meiner Meinung nach sehr passend gewählt sind und meinen Geschmack treffen.
Obwohl ich ungefähr so romanisch bin wie ein Backstein, haben mich einige Textstellen sehr beeindruckt, weil sie es geschafft haben mich zu berühren. Ich habe sogar manche Sätze markiert, was ich wirklich selten mache. Auch die erotischen Szenen fand ich ansprechend und geschmackvoll und da bin ich wirklich zimperlich und nur schwer zu beeindrucken.
Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass das Cover des Romans mich direkt angespriochen hat und einen großen Einfluss darauf hatte, dass ich das Buch überhaupt ausgewählt habe. Die Farbgebung gefällt mir wahnsinnig gut und das Bild der „ineinanderfließenden“ Frauensilhouetten spiegelt das Gefühl, das der Roman vermittelt, sehr gut wieder. Wirft man dann noch einen Blick auf die Homepage der Autorin (https://johannakramer.de/ ), wird ein gut durchdachtes Gesamtkonzept erkennbar, das mich begeistert. Ich liebe es, wenn „alles passt“ :)

Wir können alles sein - Johanna Kramer, Debbie Clark
Wir können alles sein
von Johanna Kramer
(10)
eBook
4,99

Einhörner, die mehr können, als nur niedlich sein! Eine sehr schöne, vielseitige Geschichtensammlung!

Malina , am 30.04.2019

Fluffig, flauschig, niedlich und einfach entzückend – Einhörner sind und bleiben die It-Wesen der Mythen und Legenden.
Der Talawah-Verlag hat seine erste Anthologie aus dem Jahr 2017 den beliebten Magiewesen gewidmet. Und ich habe mein Horn, pardon, meine Nase meine ich natürlich, reingesteckt um zu sehen, was die Autorinnen und Autoren sich alles ausgedacht haben.
Schon bei der zweiten Geschichte wusste ich, dass mir die Sammlung gefallen würde, denn da begegnet einem ein Einhorn, das weder niedlich noch flauschig ist und auch das Thema der Erzählung ist recht ernst, was mir sehr gefällt. Ich mag natürlich auch die durchweg „guten“ , engelsgleichen Glitzereinhörner, aber ein bisschen Abwechslung muss halt sein.
Das haben die U-files auch wirklich zu bieten! Jede der 23 Geschichten ist anders und einzigartig, befasst sich mit ganz verschiedenen Motiven und gibt so ein komplexes Bild der mystischen Kreatur wieder.
Hier eine kleine Auswahl meiner persönlichen Favoriten:
„Der letzte Funke“: Eine sehr schöne Dystopie voll Traurigkeit und Hoffnung. Ein eher ungewöhnliche Genre für eine Einhorn-Geschichte, hat mich aber voll überzeugt!
„Sascha“: Ein miesepetriger Büroangestellter macht sich über den Einhornfimmel seiner Kollegin lustig. Dabei begeht er jedoch einen verhängnisvollen Fehler und gerät plötzlich in die merkwürdigsten und (für den Leser) amüsantesten Verstrickungen.
„Wenn du nur fest genug daran glaubst“ greift das Einhorn-Thema auf ungewöhnliche und äußerst liebenswerte Weise auf. Eine unerwartete Geschichte, die ich direkt ins Herz geschlossen habe.

Natürlich hat mich nicht jede einzelne Kurzgeschichte angesprochen, aber die meisten gefielen mir ziemlich gut. Um mir die Sterne-Vergabe etwas zu erleichtern, habe ich mir für jeden Text meine Sterne-Bewertung notiert und erst einmal einen Durchschnitt errechnet. Dieser liegt bei 4,2. Da der Großteil der Geschichten jedoch genau meinen Geschmack getroffen haben und nur ein paar “Ausreißer“ den Schnitt verschlechtern, vergebe ich trotzdem 5 Sterne. Eine Bewertung drückt ja doch auch ein Gefühl aus und nicht nur eine mathematische Tatsache ;)
Ich war bisher keine allzu begeisterte Kurzgeschichten-Leserin, aber ich habe schnell Freude daran gefunden, diese kleinen „Häppchen“ zu meinem Nachmittagskaffee oder auch mal vorm Schlafen zu genießen.
Insgesamt eine sehr schöne Anthologie, die ich jedem Fantasyleser empfehlen kann!

The U-Files - Anne Haubner, Jörg Fuchs Alameda, Jenny Wood, Jasmin Aurel, Tina Alba
The U-Files
von Anne Haubner
(7)
Buch (Taschenbuch)
13,90

Schönes, hochwertiges Notizbuch

Malina , am 26.04.2019

Vor Kurzem musste ich feststellen, dass mein Bullet Journal, das ich Anfang des Jahres begonnen habe, schon ganz langsam voll wird. Ich nutze es wirklich häufig und liebe es, alle möglichen Kleinigkeiten nicht mehr auf Schmierzettel zu schreiben, sondern ins BuJo einzutragen. Das hat nun allerdings zu Folge, dass es voraussichtlich nicht bis zum Ende des Jahres halten wird und ich etwas Neues brauche.
Hier kommen die tollen Notizbücher vom EMF Verlag ins Spiel: Ich habe keine Lust, mitten im Jahr ein neues Journal anzufangen, daher möchte ich den Rest des Jahres mit einem oder zwei Notizheften überbrücken.

Mit Din A5 ist das Format das gleiche wie bei den Bullet Journals von EMF und da diese mit einem stabilen Gummiband ausgestattet sind, kann ich ein Notizheft einfach daran befestigen und die externen Zusatzseiten bleiben beim guten alten BuJo. Dass die beiden Produkte so gut zusammen passen, gefällt mir direkt. Für mich müssen Arbeitsmaterialien nicht nur praktisch sein, sondern auch optisch ansprechend!

Innen sind die Notizbücher mit einem Punktraster ausgestattet (auch das passt zu den BuJos), das ich perfekt finde um mit minimaler Orientierungshilfe frei zu gestalten.
Das Papier ist schön stabil, verglichen mit meinem Journal scheint es die gleiche Stärke zu haben (120 Gramm).

Was das Äußere der Notizhefte angeht war ich ein wenig überrascht: Auf der Abbldung sieht dieses Modell (zumindest auf meinem Bildschirm) so aus, als sei es weiß-gold gemustert. Tatsächlich ist es allerdings mattlila-gold, was ich fast noch schöner finde.
Der Umschlag ist ein stabiles Softcover mit leichter Prägung und abgerundeten Kanten, das hervorragend verarbeitet ist (perfekt geschnitten, keine Druckfehler oder Kratzer). Der Wechsel zwischen den metallisch glänzenden und den matten lilafarbenen Elementen im Muster sieht wundervoll aus. Am Rücken erkennbar ist die Heftung, das Notizheft ist nämlich schön sauber vernäht und nicht geklebt. Das sprichwörtliche Sahnehäubchen kommt in Form eines glänzenden Goldschnitts.
Das Notizbuch sieht einfach toll aus, macht einen hochwertigen Eindruck und ich bin sehr zufrieden damit!

Blanko Notizbuch "Geometric" 05
Blanko Notizbuch "Geometric" 05
(1)
Buch (unbekannt)
4,99

Großartige Fortsetzung voller Abenteuer, Spannung und Freundschaft

Malina , am 16.04.2019

Im zweiten Abrantes-Roman „Der Sternenritter“ geht Wolframs Geschichte nahtlos weiter, sowohl die Rahmenhandlung als auch das, was er seinen Zuhörern zu berichten hat. Zu Beginn seiner Erzählung verbringt man als Leser viel Zeit mit der Beobachtung der besonderen Freundschaft zwischen den beiden jungen Männern und kann Sindris Charakterzüge in ihrer ganzen umwerfenden (und nervtötenden) Pracht bewundern. Ich kenne Sindri schon aus dem letzten Band der Feuerjäger-Trilogie wo ich ihn nicht sonderlich mochte, weil er mich zu sehr an Menschen aus meinem „wahren Leben“ erinnerte, denen ich lieber aus dem Weg gehe. Während er in „Das Spielmannslied“ noch recht „zahm“ war, blüht er hier förmlich auf und ich mag ihn natürlich immer noch nicht so richtig. Ihn als jungen Mann zu sehen und mehr über seine Familiengeschichte zu erfahren, hilft mir aber, besser zu verstehen, warum er einen solch schwierigen Charakter hat und ich bin erstaunt, wie gut der Autorin diese komplexe, widersprüchliche Figur gelungen ist. Sindri wirkt wie ein echter Mensch, er nervt und fasziniert mich zugleich, was wohl bedeutet, dass ich ähnliche Probleme mit ihm habe wie Erzähler Wolfram :D
Durch den hohen Sindri-Anteil fällt es mir am Anfang natürlich etwas schwerer in die Geschichte einzusteigen, als es beim „Spielmannslied“ der Fall war, aber als es dann so richtig mit der Handlung los geht verspüre ich wieder das altbekannte Gefühl, von dem Buch aufgesaugt zu werden und mitten drin zu sein.
Wie auch der Vorgänger, liest sich der „Sternenritter“ schnell und mit viel Freude. Einige Passagen sind unglaublich witzig, während andere emotional intensiv oder traurig sind. Genaugenommen trifft auf die meisten Szenen vieles gleichzeitig zu, was bewirkt dass sich der Roman trotz der außergewöhnlichen, vielschichtigen und vielleicht ein wenig verrückten Handlung sehr real anfühlt. Die Figuren – falls nicht schon in Teil eins geschehen - wachsen einem schnell ans Herz und ich kann kaum mit dem Lesen aufhören. Einmal in Abrantes angekommen, will ich so schnell nicht wieder gehen und ich bewundere, wie Susanne Pavlovic es immer wieder schafft, mich derart zu begeistern und mein Interesse aufrecht zu erhalten.
Wie schon der erste Abrantes-Roman hat sich auch Der Sternenritter direkt einen Platz auf der Liste meiner Lieblingsbücher verdient.

Der Sternenritter - Susanne Pavlovic
Der Sternenritter
von Susanne Pavlovic
(3)
Buch (Taschenbuch)
12,90

Wunderschöne Fantasy Geschichte mit liebenswerten Figuren!

Malina , am 06.04.2019

Ich habe „Das Spielmannslied“ nach der Feuerjäger-Trilogie gelesen (man kann es aber auch vorher bzw. unabhängig von der Trilogie lesen) und war – falls irgend möglich - noch begeisterter davon als von den Feuerjägern. Susanne Pavlovic hat einen unglaublich warmen und freundlichen Schreibstil, emotionsgeladen und voller Humor, so dass ich schon nach der ersten Seite völlig im Buch versunken war, als hätte ich nie etwas anderes getan, als Wolframs Geschichten gelauscht.
Die Erzählung ist unterhaltsam und liest sich in rasendem Tempo, ist aber trotzdem nicht oberflächlich, im Gegenteil. Die Figuren sind trotz (oder gerade wegen?) ihrer zahlreichen Charakterschwächen so liebenswert, dass man sie abwechselnd drücken und ohrfeigen will, insbesondere Wolfram, aus dessen Perspektive erzählt wird, kommt in diesem Roman voll zur Geltung (während er bei seinem Auftritt im dritten Feuerjäger-Roman ein wenig von anderen Figuren überschattet wurde). Das Königreich Abrantes ist wieder wunderbar beschrieben und es überrascht mich gar nicht mehr, dass es sich anfühlt als wäre ich schon oft „dort“ gewesen, ähnlich wie bei Büchern, die ich seit meiner Kindheit kenne und in deren Welten ich mich „zu Hause“ fühle.
Ich bin durchweg begeistert von dieser einzigartigen Geschichte (für die ich gerne 6 Sterne vergeben würde) und der Roman gehört, wie auch die Feuerjäger-Trilogie, zu meinen Jahreshighlights. Ich werde ihn ganz sicher noch mal lesen (am Liebsten jetzt gleich :D ), sobald ich mit allen anderen durch bin, was ich von der Autorin finden kann (z.B. den zweiten Abrantes-Roman, „Der Sternenritter“, der direkt ans „Spielmannslied“ anknüpft).

Das Spielmannslied - Susanne Pavlovic
Das Spielmannslied
von Susanne Pavlovic
(5)
Buch (Taschenbuch)
12,90

Unterhaltsamer Sci-Fi Roman mit dystopischen Inhalten.

Malina , am 30.03.2019

Der Roman beginnt spannend mit einer dystopisch anmutenden Sciencefiction Geschichte, deren Setting zwar nicht vollkommen neu ist, die aber mit einigen interessanten und einzigartigen Elementen aufwarten kann, die mich sehr ansprechen. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, die dazu beitragen, dass man als Leser ein gutes Gesamtbild von der Institution „Eintracht“ erhält.
Die Romanfiguren sind alle deutlich unterscheidbar, meinem Empfinden nach aber noch recht oberflächlich. Keiner der Protagonisten hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, eben sowenig das Thema des Romans, von dem ich eigentlich einen starken moralischen Standpunkt erwartet hätte.
Aber das macht nichts, das Buch ist trotzdem sehr unterhaltsam, die Figuren sind angenehm und der sympathisch umgangssprachliche Stil der Autorin trägt dazu bei, dass es sich schnell und leicht lesen lässt.
Im Mittelteil, nachdem das anfängliche Interesse an der neuen, fremdartigen Welt ein wenig erloschen ist, habe ich den Eindruck, dass sich die Erzählung ziemlich in die Länge zieht. Es wird nie derart langweilig, dass ich versucht wäre mit dem Lesen aufzuhören, aber so richtig spannend ist es auch nicht mehr. Vor allem habe ich für eine Weile das Gefühl, die Geschichte führt nirgends mehr hin und als doch etwas Neues passiert frage ich mich, wozu das lange, verhältnismäßig ereignislose Zwischenspiel nötig war. Gegen Ende bessert sich das aber enorm, die Autorin erzählt wieder schneller und ein actionreiches und spannendes Ende bringt das Buch zu einem würdigen Abschluss.
Soweit ich weiß ist ein zweiter Teil in Arbeit, ein Veröffentlichungstermin ist mir aber noch nicht bekannt. Wann auch immer Band zwei erscheint, ich werde ihn sicher lesen, denn auch wenn „Die Eintracht“ mich nicht über die Maßen begeistern konnte, war der Roman doch spannend und hat mich gut unterhalten.
Das Cover des Buchs gefällt mir sehr, die farbliche Gestaltung finde ich ansprechend, ebenso wie die abgebildete futuristische Stadt. Bei der Darstellung des Titels mit leicht verschwommenen Glitzerteilchen musste ich schmunzeln, denn ich finde sie repräsentiert ausgezeichnet die verklärte Sicht einiger Protagonisten auf ihre vermeintlich unfehlbare Eintracht.

Die Eintracht - Hannah Schneider
Die Eintracht
von Hannah Schneider
(3)
eBook
4,99

Eine vielschichtige Trilogie, die mehr als Fantasy zu bieten hat!

Malina , am 19.02.2019

ACHTUNG! Spoiler für Band 1 (Geborene des Lichts) und Band 2 (Geborene der Verderbnis)!

Zeemira und Najim haben einen Weg gefunden, dem Einfluss der Hohepriesterinnen und der Schattengilde für einige Zeit zu entkommen. Als Freunde leben sie zusammen und wurden von einer Gemeinschaft friedliebender und wohlgesinnter Menschen aufgenommen.
Fast könnten sie ihrer Vergangenheit den Rücken zukehren, wäre da nicht Jal, den Zeemira trotz der langen Trennung noch nicht aufgegeben hat. Zudem erreichen die beiden endlich Nachrichten aus Madina in ihrem selbstgewählten Exil und wie zu erwarten ist, sind es keine guten Neuigkeiten.

Der Abschlussband der Lichtgeborenen-Trilogie hat es in sich!
Zwar beginnt er verhältnismäßig langsam und friedlich, so dass der Leser die Möglichkeit hat, Zeemira und den unergründlichen Najim noch besser kennenzulernen, aber schon bald überschlagen sich die Ereignisse. Einige Geheimnisse werden gelüftet und es kommen weitere interessante Schauplätze und Personen hinzu.
Obwohl ein Abschnitt des dritten Bandes mich nicht ganz so zu fesseln vermochte wie sein Vorgänger, ist „Geborene des Schicksals“ doch mein persönlicher Favorit der Trilogie.
Der sprachliche Stil des Autors – obwohl schon von Beginn an angenehm zu lesen und überzeugend – hat sich enorm gesteigert und ich hatte beim Lesen das Gefühl, ich kann gar nicht mehr aufhören. Die Verkettungen von Personen und Ereignissen fand ich sehr elegant und wohlüberlegt. Entscheidungen und Handlungen der Hauptfiguren wirkten auf mich stets authentisch und nachvollziehbar, waren aber trotzdem oft unerwartet. So blieb die Spannung beim Lesen stets erhalten, denn nichts war vorhersehbar.
Auch in diesem Band begegnen dem aufmerksamen Leser wieder moralische Fragen und Dilemmata, was einen jedoch nicht davon abhält, das Abenteuer zu voll zu genießen.
Auch das Finale hat mich positiv überrascht und sehr beeindruckt.
Wieder beinhaltet das Buch eine liebevoll gestaltete Karte, auf der die gesamte Gegend um Madina – westlich wie östlich - zu sehen ist, sowie das altbekannte Glossar.

Geborene des Schicksals - E. F. v. Hainwald
Geborene des Schicksals
von E. F. v. Hainwald
(6)
Buch (Taschenbuch)
16,90

Eine vielschichtige Trilogie, die mehr als Fantasy zu bieten hat!

Malina , am 19.02.2019

ACHTUNG, Spoiler für Band 1 (Geborene des Lichts)!

Nachdem Zeemira ihre Heimatstadt verlassen musste und glücklicherweise von ihrem treuen Jal begleitet wird, begibt sie sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, ihre verlorenen Kräfte wiederherzustellen.
Dazu reisen die beiden nach Westen und suchen Städte auf, die Zeemira völlig unbekannt sind und an deren Gepflogenheiten sich anzupassen der freimütigen jungen Frau schwer fällt. Natürlich steckt das Paar schon bald in allerlei Schwierigkeiten und der Zusammenschluss mit altbekannten Freunden und einem neuen Reisegefährten löst nur einen Teil der Probleme.

Im zweiten Band der Trilogie wird der Leser endgültig aus dem gemütlichen, gewohnten Setting herausgerissen und begleitet Zeemira und ihre Freunde auf ein nur mäßig erfolgreiches, dafür aber spannend zu lesendes Abenteuer. Dabei stoßen sie auf immer neue Schwierigkeiten, wodurch die Spannung des Romans durchgehend erhalten bleibt und das nicht nur wegen der ewig im Kopf herumschwirrenden Frage nach einer „großen Auflösung“ der zahlreichen Geheimnisse.
Plötzlich wird Zeemiras Weltanschauung kräftig durchgerüttelt und sie muss sich an einige neue, teils sehr unbequeme Wahrheiten gewöhnen.
Das macht für mich den Reiz dieses zweiten Bandes aus, denn es sind so viele Parallelen zu unserer Realität erkennbar. Dinge glauben, nur weil jemand sie so schön erzählt hat, Vorurteile pflegen, ohne darüber nachzudenken, Gesellschaftsgruppen ausschließen oder anfeinden, die unbequem sind.... Wenn man mit offenen Augen durchs Leben läuft, begegnen einem solche Schemata jeden Tag. Keine Angst, der Autor wedelt nicht lehrmeisterhaft mit dem Zeigefinger! Es bleibt trotzdem eine fantasiereiche Erzählung mit zahlreichen wunderschönen (und auch ein wenig erschreckenden) Figuren und Schauplätzen, die das Kopfkino zum laufen bringen. Nur ist es eben auch eine Geschichte, die zum Nachdenken anregen kann. Wenn man will ;)
Wie auch schon bei Band 1 ist eine Karte enthalten. Dieses mal ist ein weitaus größerer Ausschnitt zu sehen: die Umgebung westlich von Madina, inklusive aller im Buch erwähnter Städte, so dass man Zeemiras Reiseroute gut nachvollziehen kann. Auch ein Glossar ist wieder dabei.

Geborene der Verderbnis - E.F. v. Hainwald
Geborene der Verderbnis
von E.F. v. Hainwald
(9)
eBook
4,99

 
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