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Ju

Gesamte Bewertungen 37 (ansehen)


Meine Bewertungen

Eine Ode an die Ungewöhnlichkeit

Ju , am 04.05.2019

Onkel Stan, Dachs Dan, jede Menge ungewöhnliche Lamapersönlickeiten und ein noch ungewöhnlicher Fremder im Dörfchen Pandrumdroochit, der jegliches Ungewöhnliche verbannen und in sein Institut zur Heilung und Verbannung von Ungewöhnlichkeit stecken will - einfach nur wunderbar!

"Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer" ist nicht nur ein wunderbares Kinderbuch, auch Erwachsene werden hier sehr gut unterhalten. Vielleicht auch zum Nachdenken angeregt, zum Hinterfragen der eigenen Handlungen. Oder führt das jetzt doch etwas zu weit? Ich finde nicht. Seien wir doch wieder mal etwas mehr ungewöhnlich, bzw. individuell, einfach wir selbst. Und hier meine ich nicht das vermeintlich Individuelle der aktuell so modernen Hippster-Verganen-Raw-Food-Clean-Eating-Hygge-Generation. So individuell und ungewöhnlich ist das nämlich gar nicht, wenn alle im Strom dieser Manien vor sich hin schwimmen. Es ist doch wieder der gleiche graue Einheitsbrei den unser Charakter P'Krall herstellen will, indem er alle Ungewöhnlichkeit und alle Individualität vertreiben möchte.
Mein Fazit: Achte auf deine Individualität, wenn du auf Bäumen sitzen und mit Katzen reden möchtest, mach es. Onkel Stan macht das auch. Dann ist auch ein Pfannkuchenbackender Dachs nichts komisches mehr, nein, er hat eben einfach nur Freude daran. Sei fröhlich, sei glücklich.

Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer - A. L. Kennedy
Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer
von A. L. Kennedy
(38)
Buch (gebundene Ausgabe)
14,95

Grausame Morde in der Provence

Ju , am 04.05.2019

Auch der fünfte Fall von Leon Ritter hat mich wieder sehr begeistert. Die Spannung bleibt bis zum Ende bestehen.
Grausame Morde ereignen sich in Le Lavandou. Ein besonders hasserfüllter und bestialischer Mörder treibt aktuell sein Unwesen und versetzt die Einwohner des beschaulichen Örtchens in Angst. Wer kann hinter solch grausamen Taten stecken? Verschiedene Spuren führen ins Nichts. Leon vermutet, dass hier jemand ganz anderes dahinter stecken muss. Wie so oft, stößt er mit seinen eigene Ermittlungen nicht auf den Gefallen von Polizeichef Zerna. Die üblichen Querelen zwischen den beiden fehlen natürlich auch diesmal nicht. Auch erleben wir wieder schöne Momente in der Provence und können uns in die wunderschöne Landschaft hinein träumen.
Der aktuelle Fall bezieht Leon Ritter und seine Freundin Isabel Morell besonders mit ein und verlangt den beiden einiges an Kraft und Nerven ab!
Rundum ein gelungener weiterer Band der Serie!

Mörderisches Lavandou - Remy Eyssen
Mörderisches Lavandou
von Remy Eyssen
(62)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Leon Ritter ermittelt wieder

Ju , am 20.05.2018

Leon Ritter ermittelt wieder. Voller Freude habe ich auf das Erscheinen des vierten Bandes gewartet und Überraschung diesmal kein Lavendel, sondern Zedern. Zu viel Lavendel könnte auf Dauer auch verwirrend werden. Der vierte Fall um den Médecin Légiste hat meine Spannung geweckt, auch wenn nicht gleich. Natürlich hatte ich Vermutungen über den Ausgang des Falls, aber diese blieben lange Zeit vage.
Le Lavandou steht Kopf: Ein Kindsmörder wird entlassen. Paul Simon, der vor 5 Jahren wegen Mordes an seiner Tochter Amélie verurteilt wurde, kommt plötzlich frei. Nun besitzt er auch noch die Dreistigkeit zurück in seine Heimat zu ziehen. Die Bevölkerung schlägt Alarm und lässt dem Mann keine Ruhe. Die Polizei rollt den Fall komplett neu auf. Zudem wird eine Wasserleiche am Strand gefunden, ein vermeintlicher Alkoholiker – das kann doch nur ein Bootsunfall gewesen sein. Leon Ritter hat da so seine Zweifel. Weitere mysteriöse (Selbst)-morde geschehen. Für Leon Ritter ist klar, dass hier mehr dahinter steckt. Die Geheimnisse scheinen alle auf der nahegelegenen Insel Porquerolles zusammenzulaufen.
Nebenbei wird Leon noch von einem Nebenbuhler behindert, der mit ihm gemeinsam die Rechtsmedizin leiten soll.
Die Auflösung des Falls gelingt Leon und seiner Freundin Capitaine Isabelle Morell schließlich und die Zusammenhänge werden klar.
Und nun heißt es wieder Warten auf den nächsten Fall in Le Lavandou. Bis dahin könnte man sich die Zeit mit einem Gläschen Rosé oder einem Café Crème vertreiben und von der Wärme der Provence träumen.

Das Grab unter Zedern - Remy Eyssen
Das Grab unter Zedern
von Remy Eyssen
(61)
Buch (Taschenbuch)
11,00

Wenns doch immer so einfach wäre... Komm wir überfahren das Problem einfach

Ju , am 14.02.2018

Was tun mit Anfang 50, gerade aus dem Knast entlassen und man nicht mehr in den alten Job zurück kann wegen der Knastgeschichte? Vor dieser Frage steht Irene, die gerade ihre Haftstrafe abgesessen hat, weil sie ihren Ehemann überfahren hat. Zusammen mit Freundin Bea, auch aus dem Knast, hat sie eine fabelhafte Geschäftsidee. Wir gründen eine Firma und helfen anderen geplagten Frauen. Denn Männer an- oder überfahren ist nicht wirklich schwer, aber wirkungsvoll. Und man tut auch noch etwas Gutes... Die Geschäfte laufen gut an, Kundinnen gibt es genug. Aquise betreibt Bea – in der Frauensauna, im Café, beim Darmdoktor, bei Frauen-Events. Irene führt aus, dafür investieren die beiden sogar in ein „neues“ Auto. So schafft Bea neue Kundinnen und sogar einen Kunden herbei und Irene führt den Verursachern des Übels Verletzungen zu. Mal kleine, mal größere, gerade so, wie sie es verdient haben. Knastfreundin Heidi stößt auch kurzfristig zu den beiden und unterstützt mit allen Kräften. Alles läuft prima bis eine Konkurrenzfirma auftaucht. Diese betreibt allerdings fiese Machenschaften und schreckt auch nicht vor Mord zurück. Bea und Irene versuchen gegen diese drei Damen anzukämpfen. Ob sie scheitern, ob sie gewinnen, das sei an dieser Stelle nicht verraten. Ein bisschen Spannung soll ja noch bleiben!
Ich wurde beim Lesen der Königin von Lankwitz bestens unterhalten. Leichte, ohne es böse zu meinen, Lektüre, die einem den Nachmittag kurzweilig und humorvoll versüßt. Ob unter der Trockenhaube beim Friseur oder zu Hause auf der Couch, mit diesem Buch kann man sich entspannen und leicht zurück lehnen. Wer mag denn immer beim Lesen nachdenken oder sich gruseln, manchmal ist auch die Zeit haargenau richtig für humorvolle, nicht anstrengende Lektüre. Stress Adé!

Die Königin von Lankwitz - Max Urlacher
Die Königin von Lankwitz
von Max Urlacher
(55)
Buch (Taschenbuch)
10,00

Zeitzeugen

Ju , am 22.01.2018

Der Reisende erzählt die Geschichte von Otto Silbermann im Nazideutschland. Es ist 1938, Silbermann, ein Kaufmann, ein Jude, gelingt es, einer Verhaftung zu entkommen. Doch wohin nun? Die erste Nacht verbringt er in einem Hotel. Doch dann, wie soll es weiter gehen? Glücklicherweise hat Silbermann eine Menge Geld retten können und so beginnt er eine Odyssee mit der deutschen Reichsbahn. Von Berlin nach Hamburg, von Hamburg nach Berlin, nach Aachen, nach Dortmund, nach Dresden, nach Berlin, nach... Und stets im Gepäck die Sorgen, Sorgen um die Ehefrau, die bei ihrem arischen Bruder unterkommen konnte, die Sorge, ob nicht doch der in Paris lebende Sohn etwas erwirken kann, die Sorge, die ständige Angst erwischt zu werden, die Sorge etwas zu vergessen, verraten zu werden. Eine Flucht nach Belgien misslingt Silbermann und er setzt seine Reise durch die Republik fort.
Eindrücklich schildert der Autor die Sorgen des Protagonisten. Er beschreibt gut und einfühlsam die ruhelose, heimatlose und ausweglose Situation zur Zeit des Naziregimes. Hinein versetzen kann man sich in diese Art von Sorgen sicherlich nicht, das wäre vermessen, zu behaupten, außer man hätte ähnliches selbst erlebt. Aber durch die Schilderungen des Autors, seine Erzählstil, gerade auch auf den letzten Seiten, wird einem doch sehr die Situation bewusst in der sich der Protagonist befand. Es zeigt eindrücklich, was der Mann gefühlt haben mag, wie die Angst und die Rastlosigkeit ihn förmlich auffressen und am Ende sogar in den Wahnsinn treiben.
Ulrich Alexander Boschwitz hat hier ein beeindruckendes Zeitzeugendokument abgeliefert. Dies fand ich von Beginn an spannend. Der Roman wurde bereits 1939 verfasst, von einem im Exil, dann im Internierungslager lebenden Jude. Boschwitz starb 1942 auf der Überfahrt von Australien nach England. Auf dem Weg zurück in die Freiheit, angegriffen von einem deutschen Uboot. Mit an Bord das Manuskript zu „Der Reisende“. In Deutschland sollte es nun über 80 Jahre dauern bis der Roman veröffentlicht wurde. In England wurde es bereits 1939, in Amerika 1940 veröffentlicht.

Der Reisende - Ulrich Alexander Boschwitz
Der Reisende
von Ulrich Alexander Boschwitz
(77)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

Tödliche Kinderlieder

Ju , am 20.01.2018

Hush, little baby, don’t say a word... Es hat schon etwas Grausames, zugleich doch auch makaber poetisches, wenn neben einem toten Mädchen eine Spieluhr mit dieser Kindermelodie abgelegt wird.
Dieser Fall liegt Jahre zurück und wurde nie gelöst, auf dem Wilzenberg im Sauerland wurde ein Mädchen, Sonja, durch einen einzigen Stich ins Herz getötet, keine weiteren Verletzungen, keine Spuren, kein Täter. Der Beginn, in dem dieses Mädchen einsam, spät am Abend im Wald auf ihren Liebhaber oder ihren Mörder wartet, ist bedrückend und eisig.
Die zwei Reporter Jan Römer und Mütze nehmen diesen Fall in ihre Reihe der ungelösten Kriminalfälle auf. Zunächst tappen die beiden im Dunkeln, die ersten Recherchen führen ins Ungewisse, die ersten Befragten mauern und schweigen. Was verbirgt sich wirklich hinter dem Tod des jungen Mädchens. Ein großes Mysterium ist zunächst auch die letzte Arbeitsstätte von Sonja. Ein Haus, abgelegen im Wald, in dem immer mal wieder Männer für mehrere Wochen untergebracht sind. Sonja und zwei weitere Mädchen kümmern sich um die Bewirtung, um die Zimmer und wie sich nach und nach rausstellt, auch um die Männer im Speziellen. Die anderen beiden Rebecca und Anne halten sich auch sehr bedeckt, was die gemeinsame Vergangenheit angeht. Diese scheint mit einer großen Angst belastet. Eine Angst, die nicht ganz unbegründet ist, wenn man im Verlauf der Geschichte erfährt, in welchen Kreisen die Beteiligten agieren.
Mit Spannung habe ich den Kriminalroman verfolgt. Die Lösung wurde erst gegen Ende klar, die Spannung blieb somit bis zum Ende bestehen. Der Erzählstil hat mir gut gefallen und der Autor hat meine Neugierde auf die vorherigen Fälle geweckt. Mit einem Cliffhanger weckt er die Spannung auf mehr!

Das Lied der toten Mädchen - Linus Geschke
Das Lied der toten Mädchen
von Linus Geschke
(100)
eBook
8,99

Tödliches Spiel

Ju , am 22.12.2017

Ein toter Arzt, ein zweiter wird vermisst. Beim ersten, ermordeten und gefolterten, Opfer wird ein Dominostein gefunden, am Ort des Verschwindens von Arzt Nr. 2 liegt ebenfalls ein Dominostein. Dies deutet doch sehr stark auf den gleichen Täter hin. Haben wir hier den Beginn einer Mordserie oder haben die Dominosteine eine metaphorische Bedeutung, die noch nicht klar ist.
Im Laufe der Ermittlungen kommt ein weiteres Mordopfer dazu. Viele Personen scheinen beteiligt, doch keine Spur führt die Ermittler richtig weiter. Die Beteiligung von Nathalies Schwester Estelle scheint auch noch nicht klar und bringt immer wieder Neues zu Tage. Generell scheint es um die Opfer so manches Geheimnis oder so manche Ungereimtheit zu geben.
Eine zweite Handlung spielt zeitversetzt zur Haupthandlung. Hier wird die Geschichte eines introvertierten Mannes erzählt, der Schwierigkeiten hat, Frauen anzusprechen. Seine neue Nachbarin gefällt ihm gut, er hilft ihr am Haus und eines Tages fällt sie ihm zufällig in die Arme. Die beiden heiraten. Sein bester Freund hingegen hat es nicht so gut, seine Frau verlässt ihn, nimmt das Kind mit, er fängt wieder an zu trinken.
Mit Spannung habe ich den zweiten Fall um Nathalie Svensson gelesen. Das Buchcover nimmt die anfängliche Stimmung von Grauen und Unbehaglichkeit gut auf. Jonas Moström versteht es, die Spannung über den gesamten Roman oben zu halten, erst gegen Ende wird wirklich klar, wer hinter den Morden steckt und aus welchem Grund sie begannen wurden. Der Cliffhanger am Ende der Geschichte macht Lust auf den nächsten Band der Reihe. Den ersten Band der Reihe kenne ich nicht. Angeregt durch den zweiten, werde ich diesen noch lesen, da ich erfahren möchte, was es mit den Andeutungen um Nathalies Familie auf sich hat.

Dominotod - Jonas Moström
Dominotod
von Jonas Moström
(64)
Buch (Taschenbuch)
10,00

Ungewöhnlich und außergewöhnlich

Ju , am 18.11.2017

Nora Watts ist Privatdetektiv und sehr gut in ihrem Job. Sie führt ein sehr zurückgezogenes Leben, selbst ihre zwei Arbeitskollegen wissen kaum etwas von ihr, noch nicht mal, dass sie in den Kellerräumen des Büros wohnt.
Nora erhält einen neuen Auftrag, ein Mädchen ist verschwunden. Die Eltern sind ratlos, die Polizei will nicht suchen, schon häufiger ist sie abgehauen, diesmal hat sie auch noch Geld mitgenommen. Bis dahin ist dies noch nicht ungewöhnlich, aber Nora ist die leibliche Mutter der Verschwundenen.
Auf der Suche nach Bonnie deckt Nora nach und nach die zwielichtigen Geschäfte und den Grund der Entführung auf. Anfangs noch bruchstückhaft, aber im Laufe der Geschichte immer ausführlicher, erfährt man wie sehr Noras Vergangenheit mit dem aktuellen Fall verwoben ist. Eine Vergangenheit, die Nora gerne vergessen mag, die sie zu dem gemacht hat, was sie ist. Eine Frau, immer im Schatten, in Deckung, kaputt, selbstzerstörerisch, kämpferisch, unaufhaltsam.
Der Thriller von Sheena Kamal hat mir gut gefallen. Eine ungewöhnliche, außergewöhnliche Protagonistin. Mal nicht die typische Polizistin oder Detektivin. Eher eine Art Anti-Heldin, die auf ihre eigene Art und Weise ermittelt. Die dabei keine Mühen, keinen Schmerz scheut und sich selbst immer wieder in Gefahr bringt. Die unermüdlich ist in ihren Ermittlungen und nicht aufgibt, egal wie aussichtslos die Situation auch sein mag.

Untiefen - Sheena Kamal
Untiefen
von Sheena Kamal
(57)
Buch (Paperback)
14,99

Highschoolleben

Ju , am 01.10.2017

Mill Valley, Middle-School, eine Gruppe von Teenagern, Gerüchte, Mobbing über Facebook, ein Schüler stürzt sich von der Golden Gate Bridge. Die ersten Seiten von "Der gefährlichste Ort der Welt" beschreiben, wie schnell es dazu kommen kann, dass ein Schüler von seinen Mitschülern übel beleidigt und im Internet beschimpft wird. Und alles ausgelöst durch einen Liebesbrief, der ihn zum Gespött der anderen macht.
Lindsey Lee Johnson erzählt die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher, beginnend an der Middle-School, mit einem Schnitt von ein paar Jahren und dann ein paar Jahre später am Ende der High-School. Jedes Kapitel befasst sich mit einer anderen Person. Jeweilig bedeutsame Ereignisse, zum Teil lebensverändernde Geschehnisse werden aus der jeweiligen Perspektive berichtet. So werden manche Ereignisse aus der Sicht von verschiedenen Köpfen erzählt. Die Autorin beschreibt die unterschiedlichen Charaktere gut und sensibel in all ihren individuellen Lebenslagen. Sehr gelungen finde ich die Übergänge zwischen den Kapiteln. Wir haben je eine Situation mit der aktuellen Protagonisten/ dem aktuellen Protagonisten, in der die nächste Person eine Rolle spielt.
Eins wird durch die Erzählung klar, der gefährlichste Ort der Welt, das ist nicht etwa irgendeine Großstadt, in der Banden- oder Drogenkriege vorherrschen, das ist nicht irgendwo in einem Kriegsgebiet. Nein, der gefährlichste Ort der Welt, ist manchmal auch einfach die Schule, in der Mobbing, Intrigen, Neid, Internet, Psychospielchen, Alkohol und Drogen einem das Leben zur Hölle machen können.
Ich werde an dieser Stelle nicht auf den Inhalt der Kapitel, auf die Schicksale der Jugendlichen eingehen, denn dann ist das Buch für mein Empfinden nicht mehr so lesenswert. Der Leser sollte jeden Moment selbst neu erfahren und nicht schon zuvor wissen, in welche Richtung die einzelnen Geschichten laufen, in welcher Art und Weise die Jugendlichen miteinander verbunden sind.

Der gefährlichste Ort der Welt - Lindsey Lee Johnson
Der gefährlichste Ort der Welt
von Lindsey Lee Johnson
(56)
Buch (gebundene Ausgabe)
21,00

Grausame Vergangenheit

Ju , am 24.09.2017

Der zweite Fall um Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freya hat mich wieder mit viel Spannung gepackt und nicht mehr losgelassen.
In einer Zeitkapsel werden 10 Jahre alte Briefe von Schülern aus Reykjavik gefunden. Bis dahin noch nichts Ungewöhnliches. Aber einer der Briefe ist skurril, er enthält eine Liste von Initialen zukünftiger Mordopfer. Insgesamt ist ein Brief zu viel in der Kapsel. Durch die Analyse der Handschriften ist der Verfasser des unheimlichen Briefes schnell gefunden. Er selbst ist kaum weniger unheimlich als der Brief selbst. Er reagiert recht ungehalten auf den Besuch von Huldar und Freya. Wie sich herausstellt ist er, Pröstur, der Sohn eines Mannes, der wegen Vergewaltigung und Mord eines kleinen Mädchens im Gefängnis saß und nun auf freiem Fuß ist. Pröstur lebt mit seiner Mutter und Schwester zusammen – alle drei scheinen gezeichnet von der Vergangenheit. Noch unklar ist, ob der Vater sich auch an Pröstur und seiner Schwester vergangen hat. Auch in wie fern die Initialen zu der Geschichte gehören.
Obskure und brutale Morde werden verübt. Die Namen der Opfer: passend zu den Buchstaben in Prösturs Brief. Nach und nach kann Huldar alle Verbindungen aufdecken und die Wahrheit ans Licht bringen.
Neben all den Mordermittlungen, erhalten wir einen Einblick in Huldars chaotisches Liebesleben. Verliebt in Freya, doch irgendwie schafft er es nicht, ihr dies zu gestehen. Stattdessen geht er mit seiner Chefin ins Bett – schlechte Idee...
Yrsa Sigurdardóttir hat hier wieder einen sehr spannenden Thriller abgeliefert. Ich war von Beginn an gefesselt. Die Charaktere sind gut gezeichnet, der Thriller wird sehr lebendig und man kann sich gut in die einzelnen Köpfe hinein denken.

SOG - Yrsa Sigurdardóttir
SOG
von Yrsa Sigurdardóttir
(106)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

 
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