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Meine Bewertungen

Eine weitere tolle Fortsetzung der Ostwind-Reihe!

CorniHolmes , am 16.12.2018

Auf den sechsten Ostwind-Band habe ich mich richtig gefreut. Bei dieser Reihe liebe ich nicht nur die Filme über alles, auch die Hörbücher mag ich sehr. Da ich mich hier bisher immer für die ungekürzten Lesungen mit Anja Stadlober entschieden habe, fiel meine Wahl auch dieses Mal wieder für auf das Hörbuch.

Ein Unwetter bricht über Kaltenbach herein und bringt nicht nur Sturm und Regen mit sich, sondern auch einen Pferde-Wanderzirkus, der auf dem Gestüt Schutz sucht. Ari ist sofort ganz fasziniert von der Welt des Kunstreitens und des Zirkuslebens und fühlt sich von dieser wie magisch angezogen. Ostwind dagegen reagiert ganz anders auf die Besucher: Er verhält sich äußerst sonderbar und richtig aufgebracht. Ob es da so klug ist, das alte Zirkuspferd Orkan in die Box neben seiner zu stellen? Aber warum zeigt der schwarze Hengst eigentlich diese merkwürdigen Reaktionen? Liegt es vielleicht an Orkan, verbirgt er etwas?

Lea Schmidbauer ist hier erneut eine wundervolle Fortsetzung der Ostwind-Reihe gelungen. Ich trauere nur nach wie vor Mika etwas hinterher. Natürlich wird sie auch hier ihren Auftritt haben, auch deutlich mehr als in dem Band davor, allerdings haben mir die Bände, in denen sie die Protagonistin war, schon etwas besser gefallen. Ari, die wir in Band 5 kennenlernen durften und die ab da Mikas Rolle übernommen hat, ist mir zwar nicht unsympathisch, aber so ganz habe ich mich irgendwie immer noch nicht daran gewöhnt, dass nun sie die Protagonistin ist.

Bis auf diesen Punkt aber bin ich ganz begeistert von dem Hörbuch. Eingefleischte Ostwind-Fans werden hier auf viele liebgewonnene Charaktere wiedertreffen wie Sam, Fanny, Herr Kaan und Maria Kaltenbach. Und auf Mika natürlich. Und durch den Pferde-Wanderzirkus dürfen wir auch neue Personen kennenlernen. Diese haben mir sehr gut gefallen; sie wurden prima von der Autorin ausgearbeitet und bringen richtig Schwung in die Handlung.

Ich habe die Story an keiner Stelle als langweilig empfunden, besonders zum Ende hin wird sie richtig spannend.
Wie bei den fünf Bänden davor, so habe ich auch hier wie gebannt gelauscht und hatte jede Menge Spaß dabei. Die Ostwind-Geschichten sind einfach nur schön, da hoffe ich wirklich sehr, dass noch so einige Bände folgen werden. Meinetwegen auch mit Ari als Hauptcharakter. Ich habe ja nichts gegen sie, sie ähnelt Mika sogar in mancher Hinsicht. Zudem werden die Bücher (bzw. die Hörbücher) auch nie aus nur einer Sicht erzählt. Auch in diesem Band wechseln die Erzähler. So dürfen wir zum Beispiel erfahren, was gerade bei Fanny so los ist. Fanny, die quirlige Freundin von Mika, ist wohl eine meiner Lieblingscharaktere in den Ostwind-Geschichten. Ich liebe einfach ihren Humor.

Neben den Charakteren hat mir auch sehr gut gefallen, dass die Themen Tierquälerei und eine artgerechte Haltung sehr im Vordergrund der Handlung stehen. Wanderzirkusse stehen ja immer wieder in der Kritik, dass sie ihre Tiere nicht artgerecht halten. Ich habe mir, wenn ich ehrlich bin, noch nie groß Gedanken darüber gemacht, was das Zirkusleben für die Tiere eigentlich bedeutet. Dieser Band hat mich daher ziemlich nachdenklich gestimmt.

Zum Schmunzeln gab es für mich allerdings auch eine Menge. So unterhält mich Fanny immer bestens mit ihrer lustigen Art und auch Maria Kaltenbach gelingt es, trotz ihres strengen Gehabes, immer wieder mich zum Grinsen zu bringen.

Empfohlen wird die Reihe für Kinder ab 8 Jahren. Ich persönlich würde sie eher ab 10 empfehlen, allerdings kommt es natürlich auch immer aufs Kind an. Was ich definitiv sagen kann, ist, dass Ostwind nicht nur etwas für das junge Publikum ist. Erwachsenen kann ich die Reihe ebenfalls sehr ans Herz legen. In meinen Augen ist diese für jeden Pferdefan, ganz egal welchen Alters, ein großes Muss.

Pferdeliebhaber werden auch in diesem Band wieder ganz auf ihre Kosten kommen. Erneut wird die Bindung zwischen Mensch und Pferd so schön und einfühlsam beschrieben. Das ist ein Punkt, der mir an den Ostwind-Geschichten immer ganz besonders gut gefällt.

Für alle Ostwind-Fans ist dieser Band ein absolutes Must-Have. Neueinsteigern rate ich, mit dem ersten Band zu beginnen und dann chronologisch weiterzulesen oder zu hören. Ich halte es bei dieser Reihe schon für sinnvoller, die Reihenfolge der Bände einzuhalten, da diese sehr aufeinander aufbauen.

Ich habe mich, wie bereits erwähnt, bisher immer für die Hörbücher entschieden. Anja Stadlober liest diese einfach so klasse. Sie kann ihre Stimme sehr gekonnt verstellen und es macht einfach richtig viel Spaß ihr zuzuhören. Die ungekürzten Lesungen mit ihr kann ich daher wirklich nur empfehlen.

Fazit: So schön! Auch wenn Mika leider wieder nur eine Nebenrolle einnimmt, bin ich ganz begeistert vom sechsten Ostwind-Band. Er erzählt eine spannende, witzige und einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Pferde, Zusammenhalt und die wichtigen Themen Tierquälerei und artgerechte Haltung. Vorgelesen wird das Ganze wieder erstklassig von Anja Stadlober. Ich kann die Ostwind-Hörbücher wirklich nur empfehlen, sie bescheren einem allesamt herrliche Hörstunden. „Ostwind – Der große Orkan“ erhält von mir eine absolute Hörempfehlung sowie volle 5 von 5 Sternen!

Ostwind - Der große Orkan - Lea Schmidbauer
Ostwind - Der große Orkan
von Lea Schmidbauer
(4)
Hörbuch (CD)
11,99 bisher 13,99

Ein zauberhaft schönes Märchenbuch

CorniHolmes , am 14.12.2018

Lest ihr gerne Märchen? Ich ja, auf jeden Fall, seit meiner frühsten Kindheit bin ich eine große Märchenliebhaberin. Ich besitze mittlerweile eine Menge schöner Märchenbücher, diese sind aus meinem Regal einfach nicht mehr wegzudenken. „Die schönsten Märchen“ nacherzählt von Anna Taube, erschienen im Edel Verlag, durfte ich in meiner Sammlung auf gar keinen Fall fehlen. Ich mag das Cover unheimlich gerne, ist es nicht märchenhaft schön? Es liefert auch einen perfekten Vorgeschmack darauf, was uns Leser im Innenteil erwartet.

Meine liebsten Märchen sind definitiv die der Gebrüder Grimm. Da kann ich auch gar nicht sagen, welches nun mein absoluter Liebling ist, es gibt einfach so viele schöne Märchen. In diesem Buch befinden sich gleich 15 davon. Ob Rotkäppchen, Hänsel und Gretel, Der gestiefelte Kater, Dornröschen, Schneewittchen...die in meinen Augen schönsten Märchen werden hier nacherzählt und das auf eine ganz bezaubernde Weise.

Für mich ist diese Ausgabe ein richtiger Märchenbuchschatz. Es lädt von den ersten Seiten an zum Träumen und Schmökern ein und bietet einen wundervollen Vorlesespaß für die ganze Familie. Die Märchen werden sehr einfach und kindgerecht nacherzählt, sodass Kinder ab 5 Jahren keine Probleme mit dem Verstehen haben werden.

Besonders gut gefallen haben mir die Illustrationen von Jennifer Coulmann. Sie kann einfach so schön zeichnen, in ihre vielen farbenfrohen Bilder habe ich mich sofort verliebt. Sie geben das Geschehen im Text herrlich lebendig und liebevoll wieder. Vor allem Kinder werden hier die reinste Freude beim Betrachten haben.

Ein tolles Extra ist die CD, die sich hinten im Buch befindet. Auf dieser werden sieben der hier nacherzählten Märchen von Kai Hohage vorgelesen. Mir hat seine Vortragsweise sehr gut gefallen. Kai Hohage hat eine sehr junge und angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Zusammen mit der Musik, die zwischen den einzelnen Märchen eingespielt wird, bietet die CD einen tollen Hörspaß für Jung und Alt. Ich persönlich hätte es noch ganz nett gefunden, wenn bei den Märchen selbst noch Geräusche dabei gewesen wären. Das hätte diese schöne Märchenatmosphäre noch etwas verstärkt. Das wäre sozusagen das i-Tüpfelchen oben drauf gewesen. Ich bin aber auch ohne dieses ganz begeistert von dem Buch. Meiner Meinung nach darf es in keinem Kinderbuchregal fehlen.

Fazit: Märchenhaft schön! Ein wundervolles Märchenbuch, das einen tollen Vorlesespaß für die ganze Familie bietet. Das Buch wurde wunderschön illustriert und lädt von den ersten Seiten an zum Lesen, Betrachten und Träumen ein. Auch die Hörbuch-CD wird Groß und Klein sehr viel Freude bereiten. Ich bin ganz begeistert von „Die schönsten Märchen“ und kann es wärmstens weiterempfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

Die schönsten Märchen - Anna Taube
Die schönsten Märchen
von Anna Taube
(4)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,99

Ein winterlich magisches Leseerlebnis für Jung und Alt!

CorniHolmes , am 12.12.2018

Sieht das Cover nicht zauberhaft schön aus? Bei mir war es definitiv Coverliebe auf den ersten Blick. Ein bisschen hat mich die Aufmachung an die Werke von Lemony Snicket erinnert. Da ich seine Bücher so klasse finde, habe ich mir bei Winterhaus ein bisschen den Humor und Stil Snickets erhofft. Womit ich hier auf jeden Fall gerechnet habe, ist mit einer fantasievollen, etwas schrägen und geheimnisvollen Geschichte. Einfach mal etwas erfrischend anderes. Und wisst ihr was? Ich wurde nicht enttäuscht. Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen.

Das wundervolle Cover hat mir hier auf jeden Fall nicht zu viel versprochen. Kennt ihr das, wenn ihr mit einem Buch beginnt und bereits nach den ersten Seiten ganz verliebt in die Geschichte seid und schon da wisst, dass ihr ein Herzensbuch in den Händen haltet? Bei mir war es mit Winterhaus so. Mich konnte die Handlung sofort verzaubern und mir herrliche Lesestunden bescheren. In die Winterzeit passt das Buch wirklich perfekt rein, da versprechen Cover und Titel also nicht zu viel. Ich bin echt froh, dass ich es jetzt im Dezember gelesen habe, wo Weihnachten immer näher rückt. Denn auch im Hotel Winterhaus geht es in einigen Kapiteln weihnachtlich zu. Und winterlich. Die frostig schöne Winteratmosphäre ist dem Autor hier wirklich wunderbar gelungen.

Ich habe tatsächlich keinen Kritikpunkt an das Buch. Wo fange ich da nun also am besten an mit dem Schwärmen? Dann beginne ich mal mit dem Setting. Schauplatz ist, wie der Klappentext und das Cover bereits verraten, das Hotel Winterhaus. Dieses ist wunderschön gelegen, direkt an einem großen See mit einem atemberaubenden Blick auf eine tolle Bergkulisse. Würde es Winterhaus tatsächlich geben, wäre ich nur zu gerne mal zu Gast dort.

Auch das Hotel ist richtig eindrucksvoll. Werft einen Blick aufs Cover und ihr wisst, was ich meine. Sieht doch echt cool aus, oder? Ja, ihr merkt vielleicht gerade, ich könnte ewig von dem Cover schwärmen. ;)
Die Beschreibungen im Text haben ebenfalls dazu geführt, dass ich von Winterhaus ein großartiges Bild im Kopf hatte. Es wird als groß, stattlich, geheimnisvoll und etwas düster beschrieben. Zusammen mit der tollen Landschaft, in der es liegt plus der Winteratmosphäre, ist dem Autor hier wirklich ein erstklassiges Setting gelungen, welches mich richtig begeistern konnte. Besonders faszinierend fand ich ja die Bibliothek. Ja, Winterhaus besitzt tatsächlich eine eigene Bibliothek und zwar keine kleine. Dass es in dem Hotel einen so wundervollen Ort gibt, hat nicht nur mein Bücherherz höher schlagen lassen – auch unsere Protagonistin war hocherfreut darüber.

Hauptcharakter in dem Buch ist die 11-jährige Elizabeth. Diese führt leider kein schönes Leben. Sie hat, als sie noch sehr klein war, ihre Eltern bei einem Unfall verloren und lebt seitdem bei ihrer Tante und ihrem Onkel. Ein sehr unangenehmes Ehepaar, die ihre Nichte nur zu deutlich spüren lassen, dass sie sie nicht leiden können. Elizabeth sucht daher so oft wie möglich Zuflucht in ihren Büchern. Dass unsere Protagonistin so eine große Leseratte ist, hat sie mir nur noch sympathischer gemacht als sie mir dank ihrer liebenswerten Art eh schon war. Was mich richtig gefreut hat, ist, dass sie „Anne auf Green Gables“ über alles liebt. Das tue ich nämlich auch! Elizabeth ist wirklich eine tolle Protagonistin, sie ist clever, mutig, sympathisch und einfach so jemand, den man sofort ins Herz schließen muss.

Wofür Elizabeth ebenfalls eine große Leidenschaft hegt, sind Rätsel und Wortspiele. Von denen gibt es in diesem Buch eine Menge. Ob in den Kapitelüberschriften oder in der Handlung – als Leser werden mit lauter Rätseln und kniffligen Codes konfrontiert, sodass das Buch wirklich an keiner Stelle langweilig wird und durchweg zum Mitfiebern einlädt. Zusammen mit dem Jungen Freddy, der Elizabeths Begeisterung für Wortspiele und Rästel teilt, beginnt unsere Buchheldin das Hotel Winterhaus zu erkunden. Während ihres Aufenthalts in diesem geheimnisvollen Hotel stoßen Elizabeth und Freddy auf lauter seltsame Dinge: Was hat es mit dem magischen Buch auf sich, das Elizabeth in der Bibliothek findet? Was verbirgt das zwielichtige Ehepaar Hiems, welches sich wirklich äußerst merkwürdig verhält? Und was hat es mit der Familiengeschichte von Winterhaus auf sich? Fragen über Fragen, auf die man unbedingt Antwort erhalten möchte und lauter verzwickte Rätsel, die gelöst werden wollen. Klingt das nicht toll? Hach, ich bin so begeistert von dem Buch, da kann ich mich gar nicht oft genug wiederholen.

Für alle, die gerne herumrästeln, Codes knacken und Wortspiele machen, ist Winterhaus ein großes Muss. Nicht nur für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren – meiner Meinung nach ist das Buch für jeden absolut lesenswert, ganz egal welchen Alters.

Für die dunkle Jahreszeit ist Winterhaus einfach nur perfekt. In erster Linie für die Weihnachtszeit, aber auch für Halloween kann ich es sehr empfehlen. Das Buch ist stellenweise richtig schaurig schön und gruselig, vor allem am Ende. Die wundervollen Illustrationen verstärken diese geheimnisvolle, unheimliche Atmosphäre nur noch.

Die Illustrationen von Chloe Bristol haben mir richtig gut gefallen. Sie sind in einem ganz besonderen Stil gezeichnet, der absolut meiner war. Das Cover liefert da ja schon mal einen guten Vorgeschmack. Die Innenillustrationen sind zwar schwarz-weiß, aber dennoch genauso schön wie die Außengestaltung. Zu meiner großen Freude kommen wir in den Genuss von sehr vielen Bildern, die meistens ganzseitig sind und manchmal sogar eine Doppelseite umfassen.

Ich hoffe sehr, dass ich euch Winterhaus schmackhaft machen konnte. Es ist ein ganz besonderes Buch, ein richtiger Kinderbuchschatz, der in meinen Augen das Zeug zu einem Klassiker hat.

Fazit: Ein winterlich magisches Leseerlebnis für Jung und Alt! Mich konnte Winterhaus von den ersten Seiten an verzaubern. Ich bin hellauf begeistert von diesem schönen Kinderbuch und kann es jedem sehr ans Herz legen. Wer gerne Rätsel löst, Botschaften entschlüsselt und Wortspiele macht, wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Und auch Gruselliebhaber und Krimifans werden hier die reinste Freude beim Lesen haben. Ihr seid auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch? Mit Winterhaus werdet ihr fündig werden. Von mir gibt es nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

Winterhaus - Ben Guterson
Winterhaus
von Ben Guterson
(13)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

Ein spannendes und richtig witziges Detektivabenteuer in London!

CorniHolmes , am 09.12.2018

Von Band 1 an bin ich ein großer Fan von Penny Pepper. Die Reihe ist einfach nur genial, für mich zählt sie definitiv zu meinen liebsten Comic-Roman-Reihen. Als ich entdeckte, dass es dieses Jahr einen siebten Band geben wird, war meine Freude natürlich groß gewesen. Ich war schon so gespannt, was Penny und ihre Freundinnen wohl Aufregendes in London erleben werden.

Pennys Oma hat bei einem Preisausschreiben eine Reise nach London gewonnen, wie cool ist das denn! Und dann sogar für fünf Personen! Penny und ihre Freundinnen sind sofort Feuer und Flamme und clever wie die vier Mädchen sind, gelingt es ihnen tatsächlich ihre Eltern zu überreden, dass sie mit nach England reisen dürfen. Das werden bestimmt tolle Tage werden. Doch in London angekommen, kommt es bereits zum ersten Zwischenfall: Omas kostbare Goldkette ist verschwunden! Ganz bestimmt wurde sie geklaut, die Reiseleiterin Emily hat ja schließlich ausdrücklich davor gewarnt, dass in London viele Taschendiebe ihr Unwesen treiben. Pennys Oma ist untröstlich. Sie wird auch nicht das einzige Opfer bleiben: Schon sehr bald vermissen auch einige andere der Reisetruppe Wertgegenstände. Da ist eindeutig etwas faul. Penny und Co wittern sofort einen neuen Fall. Klar, dass sie sich diesen annehmen werden, schließlich sind sie eine Detektivbande. Die Liste an Verdächtigen ist jedoch lang. Das wird ein äußerst kniffliger Fall werden, so viel ist sicher. Ob Penny und ihre Freundinnen den Dieb wohl finden werden?

Kennt ihr schon Penny Pepper? Wenn nicht, ist das natürlich unendlich schade, die Penny Pepper Bücher sind echt cool. Es sollte euch aber nicht daran hindern, in diesem Band dem Geschehen problemlos folgen zu können. In meinen Augen kann man die Bände recht gut unabhängig voneinander lesen. Ein bisschen aufeinander aufbauen tun sie zwar schon, aber Verständnisprobleme sollten hier dennoch keine aufkommen, wenn man als Penny Pepper-Neueinsteiger mit dem siebten Band startet.

Da ich natürlich alle Bände kenne, hatte ich hier einen super Einstieg. Ich habe das Buch dann auch tatsächlich in einem Rutsch gelesen und hatte so viel Spaß dabei. Die Story ist spannend und richtig witzig, ich hatte hier quasi ein Dauergrinsen auf dem Gesicht. Es ist natürlich immer Geschmackssache, ich jedenfalls liebe den Humor in den Penny Pepper-Büchern.

Bereits in den beiden Bänden davor durften wir mit Penny und Co auf Reisen gehen. Nach Sommerurlaub in Italien und einer Klassenfahrt nach Burg Schlotterstein verschlägt es uns nun nach London, dank der großen Leidenschaft von Pennys Oma für Preisausschreiben. Wart ihr schon mal in London? Ich leider noch nicht, aber ich möchte unbedingt mal dorthin. Während des Lesens ist dieser Wunsch in mir auch nur noch größer geworden. Penny versorgt uns mit lauter tollen Englandtipps und diese machen einem dieses Land, insbesondere natürlich London, wirklich schmackhaft.

Neben tollen Tipps werden wir auch mit englischen Vokabeln und Redewendungen versorgt. Letzteres hat mir besonders gut gefallen, da habe selbst ich als Erwachsene eine Menge Neues dazu gelernt. Manche Sprüche fand ich richtig lustig, die werden mir ganz bestimmt sehr gut im Gedächtnis bleiben.

Die Verwendungen der englischen Begriffe sind natürlich sehr einfach gehalten, sodass Kinder ab 8 Jahren hier keine Probleme mit dem Verstehen haben werden. Penny, Ida, Marie und Flora können selbst kaum Englisch, was für einige höchst amüsante Szenen im Buch sorgt.
Besonders Pennys Diktiergerät hat bei mir für so einige breite Schmunzler gesorgt. Dieses ist natürlich wieder mit von der Partie. Ein Penny Pepper-Band ohne dieses ulkige und ziemlich ungewöhnliche Diktiergerät? Geht für mich gar nicht. Allein schon die witzige Zeichnung von dem Diktiergerät ist so klasse, mit diesem schelmischen Blick.

Die Illustrationen in dem Buch sind mal wieder erstklassig gelungen. Das Buch ist herrlich kreativ gestaltet, wie oben bereits erwähnt, für mich ist Penny Pepper eine der besten Comic-Roman-Reihen. Durch die vielen Schriftspielereien und die tollen Zeichnungen von Lisa Hänsch ist der Lesespaß hier extrem hoch und wunderbar abwechslungsreich. Vor allem bei Kindern wird diese wundervolle Aufmachung ganz besonders gut ankommen; hier wird garantiert selbst der größte Lesemuffel begeistert am Lesen sein.

Fazit: Eine spannende und wunderbar witzige Detektivgeschichte, die das Herz von kleinen und großen Spürnasen höher schlagen lassen wird. Ich bin hellauf begeistert von Penny Peppers neuem Fall. Die Story ist mal wieder genial und die Aufmachung mit den vielen Illustrationen und Handletterings richtig klasse. Kritikpunkte habe ich keine, hier ist Ulrike Rylance erneut ein rundum perfekter Fortsetzungsband gelungen, welcher mich bestens unterhalten konnte und in mir die große Lust geweckt hat, endlich auch einmal nach London zu reisen. Ich kann den siebten „Penny Pepper“-Band wärmstens empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

Penny Pepper 7 - Diebesjagd in London - Ulrike Rylance
Penny Pepper 7 - Diebesjagd in London
von Ulrike Rylance
(5)
Buch (Taschenbuch)
10,95

Richtig klasse! Ein toller Reihenauftakt!

CorniHolmes , am 09.12.2018

Den ersten Band von „Die Magischen Sechs“ habe ich bereits als Hörbuch gehört. Da mich aber auch das Buch sehr gereizt hat (vor allem aufgrund der Illustrationen), habe ich dieses dann schließlich doch noch bei mir einziehen lassen. Ich war schon sehr gespannt, ob mir das Buch wohl genauso gut gefallen wird wie die Lesung mit Simon Jäger.

Wie ich mir bereits gedacht habe, konnte mich auch das Buch vom ersten Moment an verzaubern. 

Die magisch schöne Geschichte, die hier erzählt wird, konnte mich übers Lesen tatsächlich sogar noch mal ein wenig mehr begeistern als übers Hören. Natürlich hatte ich auch beim Hören jede Menge Spaß, Simon Jäger liest das Buch einfach nur grandios, allerdings gehen beim Hörbuch natürlich die vielen Illustrationen verloren. Zudem habe ich gemerkt, dass die Erklärungen der Zaubertricks, mit denen uns der Autor hier versorgt, für das Zuhören auch nicht so ganz geeignet sind. Wenn man vorhat, diese nachzumachen, halte ich das Buch schon für sinnvoller, da die Erläuterungen der Zaubertricks mit Bildern begleitet werden und man diese in meinen Augen schon braucht. Ich selbst habe mich bisher noch nicht an den Zauberkunststücken versucht, werde das ich aber auf jeden Fall noch nachholen. Wobei ich befürchte, dass ich mich nicht allzu geschickt dabei anstellen werde. Aber wie der Autor immer so schön betont: Man muss üben, üben und nochmals üben. Zwischendurch muss man natürlich auch mal kleine Pausen einlegen, um zum Beispiel die Toilette aufzusuchen, aber dann geht es schleunigst wieder ans üben. ;)
Die Idee mit den Anleitungen für Zaubertricks finde ich echt klasse, besonders für Kinder ist das eine tolle Sache.

Ein weiteres nettes Extra sind die versteckten Rätsel im Buch. Man spürt hier nur zu deutlich, wie sehr das Herz des Autors für die Zauberei und die Magie schlägt. Und seine Begeisterung ist echt ansteckend, zumindest in mir ist die große Lust erwacht, mich endlich auch mal als Zauberkünstlerin zu versuchen. :D

Was mir hier richtig gut gefallen hat, sind die wechselnden Erzählperspektiven. Immer wieder bringt sich der Autor selbst mit ein und spricht uns Leser direkt an. So etwas finde ich generell in Büchern immer klasse.
Die Kapitel, in denen wir selbst angesprochen werden, haben mich auch immer ganz besonders gut unterhalten. Der Humor in dem Buch ist auf jeden Fall ganz mein Geschmack.

Neil Patrick Harris ist mit dem ersten von „Die Magischen Sechs“ ein wirklich toller Reihenauftakt gelungen, der große Lust auf mehr macht. Dem Erscheinen von Band 2 fiebere ich ja schon ganz ungeduldig entgegen. Ich bin schon so gespannt, was für aufregende, magische Abenteuer wir als nächstes mit Carter und seinen Freunden erleben werden.

Im ersten Band verschlägt es uns zusammen mit dem Protagonisten Carter in das kleine Städtchen Mineral Wells. Das Setting konnte mich bereits im Hörbuch richtig begeistern. Mit diesem hat der Autor eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen, welche noch durch den Jahrmarkt verstärkt wird. Ich persönlich liebe Bücher, die auf Jahrmärkten spielen. Warum genau, kann ich noch nicht mal sagen. Hotels als Schauplatz finde ich übrigens auch super, daher hat es mich hier natürlich ganz besonders gefreut, dass man nicht nur einen Jahrmarkt besuchen geht, sondern dass man mit Carter und seinen Freunden auch in dem Berghotel von Mineral Wells landet.

Neben dem Setting kann ich auch die Ausarbeitung der Charaktere nur loben. Carter ist ein ganz lieber Junge, welchen ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Aber auch die anderen Kinder, auf die Carter im Verlaufe des Buches stoßen wird, muss man mit ihren verrückten Eigenarten sofort gern haben. Die Kinder sind allesamt total verschieden und ergeben eine ziemlich  . verrückte Truppe. Was sie aber miteinander verbindet, ist ihre große Leidenschaft für das Magische und für Zaubertricks. Sie gründen daher eine Art Bande: Die Magischen Sechs.  
Dank ihres tollen Zusammenhalts, ihres großen Muts und ihrer bewundernswert guten Freundschaft wird es ihnen dann auch ganz bestimmt gelingen, dem fiesen B.B. Bosso und dessen Kumpanen das Handwerk zu legen. Oder? Nun, ob ihnen das gelingen wird und welche Rolle eigentlich Mr Vernon, der Zauberladenbesitzer bei dem Ganzen spielten wird, das werde ich hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen.
Ich kann nur versichern, dass Langeweile beim Lesen hier garantiert nicht aufkommen wird. Die Handlung ist spannend, witzig und lädt durchweg zum Mitfiebern ein. Dank der mitreißenden Story, dem locker-leichten Schreibstil und den angenehm kurzen Kapiteln bin ich hier nur so durch die Seiten geflogen.

Was den Lesespaß dann noch erhöht, sind die tollen Illustrationen von Lissy Marlin und Kyle Hilton. Da ist es natürlich immer Geschmackssache, mir jedenfalls haben sie sehr gut gefallen. Sie sind comicartig und werden vor allem bei Kindern sehr gut ankommen.

Fazit: Ein wundervoller Reihenauftakt, der große Lust auf mehr macht. Nach dem Hörbuch konnte mich nun auch das Buch hellauf begeistern. Mit seinem Kinderbuchdebüt zeigt Neil Patrick Harris, dass er nicht nur das Zeug zum Schauspielern hat, sondern auch zum Schreiben. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist spannend, witzig, fantasievoll, liebenswert und magisch schön. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Autor uns Leser immer wieder direkt anspricht und das auf eine sehr unterhaltsame Weise, sodass ich immer wieder breit grinsen musste. Ich kann das Buch absolut empfehlen. Nicht nur Kindern ab 9 Jahren, auch deutlich ältere Leser werden hier jede Menge Spaß beim Lesen haben. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen - Neil Patrick Harris
Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen
von Neil Patrick Harris
(76)
Buch (gebundene Ausgabe)
14,00

Perfekt für die Weihnachtszeit und ein großes Muss für alle Petronella Apfelmus-Fans!

CorniHolmes , am 07.12.2018

Plätzchen backen und das Haus oder die Wohnung schön weihnachtlich schmücken darf in der Adventszeit auf gar keinen Fall fehlen. Ich kann ja gar nicht früh genug damit anfangen. Ich liebe die Weihnachtszeit. :D
Auch bei Petronella Apfelmus darf das Backen und Basteln in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen. Die Apfelhexe hat in dieser Zeit stets eine Menge zu tun. Das Apfelhaus muss geschmückt werden, vorher muss eifrig die Dekoration dafür gebastelt werden und auch in der Küche wird fleißig gewerkelt, sodass es auch im Haus von Petronella in der Adventszeit wunderbar weihnachtlich duftet.

Sich mit der Apfelhexe gemeinsam auf Weihnachten vorzubereiten und einzustimmen, kann man prima mit diesem schönen Buch hier tun. Lauter tolle Tipps fürs Basteln und viele schöne Weihnachtsrezepte werden hier gegeben und das auf eine sehr einfache Weise, sodass auch junge Kinder alles sehr gut verstehen und umsetzen können. Bei den Rezepten allerdings fehlen manchmal etwas genauere Angaben. Bei denen werden Kinder wohl die Hilfe von erfahrenden, erwachsenen Bäckern benötigen. Ansonsten aber lassen sich die tollen Weihnachtsrezepte sehr leicht nachbacken, sodass es bei einem selbst zu Hause in der Adventszeit genauso lecker und herrlich nach Weihnachten duften wird wie bei Petronella. Ob Zimtsterne, Vanillekipferl, Lebkuchen, Apfelpunsch, Waffeln...kleine Weihnachtsbäcker können sich hier an den wundervollsten Rezepten versuchen.

Und auch Bastler dürfen sich freuen. Ob Anleitungen für Weihnachtsschmuck oder welche für Geschenkideen, wer gerne bastelt, wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Eltern können da zusammen mit ihren Kindern die tollsten Dinge anfertigen. Gemütliche Weihnachtsnachmittage zusammen mit der ganzen Familie sind dank Petronellas wundervollen Tipps also gesichert. So wird die lange Wartezeit bis Heiligabend auch garantiert im Nu vergehen und bis dahin wird man jede Menge Spaß mit Backen und Basteln haben.

Mir hat das Petronella Back- und Bastelbuch sehr gut gefallen. Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es meinerseits zwar, wie fehlende Fotos bei den Bastelanleitungen oder die genaueren Angaben bei den Rezepten, aber ich bin dennoch ganz begeistert von diesem schönen Büchlein. Da ich ein riesengroßer Fan der Apfelhexe bin, musste ich das weihnachtliche Back- und Bastelbuch auf jeden Fall bei mir einziehen lassen. Für alle Petronella-Liebhaber ist es in meinen Augen ein großes Muss.

Das Besondere an dem Buch ist, dass es nicht nur Rezepte und Anleitungen enthält, sondern dass wir auch in den Genuss einer kleinen Petronella-Weihnachtsgeschichte kommen. Diese ist in drei Kapitel aufgeteilt und lässt so richtig schön Weihnachtsstimmung aufkommen. Zusammen mit Petronella, Lea und Luis warten wir auf den ersten Schnee, wir backen und basteln und wir hibbeln dem Heiligen Abend ganz ungeduldig entgegen.

Illustriert ist das Buch zauberhaft schön von SaBine Büchner. Nicht nur die kleine Geschichte ist wundervoll bebildert, auch die Rezepte und Bastelanleitungen sind mit vielen süßen Zeichnungen versehen worden. Das Buch ist wirklich toll und sehr liebevoll gestaltet und wunderbar geeignet für die Adventszeit.

Petronella Apfelmus - Sabine Städing
Petronella Apfelmus
von Sabine Städing
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
9,00

Wunderbar witzig, ein tolles Jugendbuch!

CorniHolmes , am 04.12.2018


Nachdem mich Heike Abidi mit ihrer Henriette-Reihe (Tatsächlich 13) hellauf begeistern konnte, war meine Neugier sofort geweckt, als ich auf ihr neues Jugendbuch gestoßen bin. Da stellte sich mir dann auch gar nicht erst die Frage, ob ich es lesen möchte. Cover, Titel und Klappentext überzeugten auf Anhieb, ich packte das Buch daher sogleich auf meine Wunschliste.

Als Justines Mutter ihrer Tochter eröffnet, dass sie ihren Job als Topmanagerin aufgeben möchte, um eine Liebesschule zu eröffnen, hält sich die Begeisterung von Justine sehr in Grenzen. Das wohl Schlimmste aber ist, dass sie ihr geliebtes Internat verlassen soll, um fortan auf eine normale Schule zu gehen und bei ihrer Mutter zu Hause in der Stadt zu wohnen. Na super. Das neue Haus trifft dann auch nicht so wirklich Justines Geschmack. Es ist ziemlich...bunt. Zum Glück ist wenigstens ihr Zimmer schön weiß. Und der Garten ist auch nicht schlecht. In diesem aber soll es zu einem äußerst merkwürdigen Erlebnis kommen: Eines Abends sitzen Mutter und Tochter zusammen auf der Terrasse und da trifft Justine plötzlich ein Kugelblitz. Danach fühlt sie sich ziemlich geschlaucht, sogar Fieber bekommt sie! So schnell, wie es gekommen ist, ist es aber auch wieder verschwunden. Alles scheint am nächsten Tag wieder normal zu sein. Zumindest nimmt Justine das zunächst an. In der Schule aber muss sie feststellen, dass ganz und gar nicht alles normal ist. Justine kann plötzlich die Gedanken der Jungs lesen. In manchen Situationen äußerst praktisch, es kann aber auch verdammt anstrengend und verwirrend sein. Besonders die Gedanken von Lenny verursachen in ihr ein ziemliches Gefühlschaos. Er scheint Justine sehr gern zu haben und auch sie findet ihn sehr nett. Sie findet ihn sogar ziemlich süß. Das Gedankenlesen könnte da mehr als hilfreich sein, um sich mit Lenny zu verabreden.

Was für eine Superkraft hättet ihr gerne? Bei mir stand Gedankenlesen bisher immer sehr weit oben, ich stelle mir diese Fähigkeit in vielen Dingen verdammt praktisch vor. Das ist auch jetzt noch der Fall, allerdings hat mir dieses Buch gezeigt, wie anstrengend es auch sein, wenn man in die Köpfe anderer Leute gucken kann. Wenn auch nur in die von männlichen Personen. Aber schon das kann das reinste Chaos verursachen. Ich jedenfalls bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob es wirklich so toll ist, wenn man die Gedanken anderer Menschen hören kann.

Zusammen mit Justine dürfen wir als Leser miterleben, was einen erwartet, wenn man plötzlich die Gedanken des männlichen Geschlechts lesen kann. Durch einen Kugelblitz erhält Justine diese erstaunliche Gabe. Wie das eigentlich möglich ist, weiß sie selbst nicht, Justine ist auch zuerst ziemlich verwirrt und geschockt. Verständlich, mir wäre es an ihrer Stelle hundertpro genauso ergangen.

Ich konnte mich von Anfang an wunderbar in Justine hineinversetzen. Besonders mitgefühlt habe ich mit ihr, wenn es um ihre Mutter ging. Justine Mama ist schon echt cool drauf, nur sorgt ihr etwas peinliches Verhalten bei Justine oft dafür, dass diese am liebsten im Erdboden versinken möchte. Ich mochte Justines Mutter echt gerne, aber ich konnte es schon nachvollziehen, dass Justine ihre Mutter nicht immer so super findet.

Ebenfalls verstehen konnte ich, dass Justine zuerst total überfordert davon ist, dass sie plötzlich die Gedanken von männlichen Personen hören kann. Da gilt es dann zunächst mal herauszufinden, was nun gedacht und was gesagt wurde. Es kann sonst zu ziemlich merkwürdigen Situationen kommen, schließlich weiß ja niemand, dass Justine eine Gedankenleserin ist.

Klingt doch herrlich turbulent und wunderbar witzig, oder? Oh ja, das ist es auch, definitiv! Heike Abidi ist mit „Was Jungs mit 15 wollen und warum ich das weiß“ ein toller Jugendroman gelungen, welcher einen bestens unterhält und einem richtig schöne Lesestunden beschert. Klasse finde ich, dass alles so schön authentisch wirkt. Na ja, das Gedankenlesen ist natürlich eher unrealistisch, aber alles andere ist so schön aus dem Leben gegriffen. Die Charaktere wurden prima ausgearbeitet, besonders Justine hat mir sehr gut gefallen. Aber auch ihre neue Freundin Guilia habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Da hat es mich sehr gefreut, dass Justine an ihrer neuen Schule so schnell Anschluss gefunden hat.

Lenny mochte ich ebenfalls richtig gerne. Er ist schon echt süß, ich glaube, ich hätte mich in dem Alter auch in ihn verguckt. ;)

Was mein Bücherherz einen großen Hüpfer hat schlagen lassen, sind die Buchtitel, die hier genannt werden. Justine liest nämlich gerne (das hat sie mir ja nur noch sympathischer gemacht!) und da im Deutschunterricht gerade Buchvorstellungen auf dem Lehrplan stehen, werden hier so einige Bücher genannt, die ich selbst sehr gut kenne. Das liebe ich ja in Büchern, wenn Dinge genannt werden, die mir selbst nur zu gut bekannt sind. Filme werden übrigens auch einige erwähnt, zum Teil sogar brandaktuelle, die jetzt gerade im Kino laufen.

Dass die Handlung so aktuell ist, hat mich echt begeistert. Und ich denke, dass dieser Aspekt gerade bei der Zielgruppe sehr gut ankommen wird. Wie auch der Schreibstil. Dieser ist jugendlich, spritzig, herrlich locker-leicht und liest sich richtig angenehm.

Fazit: Ein tolles Jugendbuch, welches ich nicht nur Mädels ab 10 Jahren wärmstens empfehlen kann, sondern das auch für deutlich ältere Leserinnen absolut lesenswert ist. Mir hat „Was Jungs mit 15 wollen und warum ich das weiß“ herrlich unterhaltsame und richtig schöne Lesestunden beschert. Ich finde das Buch rundum gelungen und ich hege ja die große Hoffnung, dass es sich hier um keinen Einzelband handeln wird. Über ein Wiedersehen mit Justine würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Was Jungs mit 15 wollen und warum ich das weiß - Heike Abidi
Was Jungs mit 15 wollen und warum ich das weiß
von Heike Abidi
(5)
Buch (Klappenbroschur)
10,00

Nett für zwischendurch

CorniHolmes , am 03.12.2018

Bei diesem Buch konnten das Cover und der Klappentext meine Neugier sofort wecken. Coming-Of-Age Romane lese ich immer sehr gerne, ich zögerte daher auch gar nicht lange und ließ „Dance. Love. Learn. Repeat.“ bei mir einziehen.

Seit der Highschool ist Phoebe in Luke Taylor verliebt, nur leider hat er ihr nie groß Beachtung geschenkt. An der Uni in York begegnen sie sich schließlich wieder. Beide beginnen sie gerade mit dem Erstsemester und sind dabei sich einzugewöhnen. Neue Freundschaften werden geknüpft, Kurse gewählt, es wird gefeiert ohne Ende und man hat jede Menge Spaß. In dieser Zeit sollen sich Phoebe und Luke endlich näherkommen. Luke aber steckt gerade in einer Beziehungskrise. Er hat eigentlich eine feste Freundin, aber irgendwie auch nicht. Als wäre das alles nicht eh schon chaotisch genug, bringt nun auch noch Phoebe seine Gefühle vollkommen durcheinander.

Mein Einstieg in das Buch war richtig gut. Der Schreibstil von Tom Ellen und Lucy Ivison sagte mir auf Anhieb zu, er ist locker-leicht und flüssig und liest sich sehr angenehm.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte sowohl aus Phoebes als auch Lukes Sicht erzählt wird, sodass wir beide näher kennenlernen dürfen.

Phoebe mochte ich richtig gerne. In sie konnte ich mich auch deutlich besser hineinversetzen als in Luke. Mit ihm bin ich leider bis zum Schluss nicht so wirklich warm geworden. Unsympathisch war er mir jetzt nicht, aber irgendwie hatte er etwas an sich, was mich gestört hat. Ich konnte sein Handeln nicht immer nachvollziehen, allerdings gab es dann auch wieder Momente, in denen ich seine Reaktionen toll fand. Bei Luke war es bei mir irgendwie ein Hin und Her, manchmal mochte ich ihn, im nächsten Augenblick aber auch schon wieder nicht.

Die Nebencharaktere haben mir allesamt richtig gut gefallen. Vor allem Phoebes neue Freundinnen an der Uni. Diese sind zum Teil herrlich schräg drauf, mir haben sie ständig Gründe zum Schmunzeln geliefert. Eine Szene hatte es echt in sich, die war so klasse. Da hatte ein Schmunzeln oder Grinsen auch nicht mehr bei mir gereicht, bei dieser Stelle im Buch musste ich richtig herzhaft laut loslachen.

Der Humor in dem Buch war auf jeden Fall mein Geschmack. Das Leben an der Uni wird hier einfach so wunderbar lebhaft und witzig beschrieben, da hatte ich beim Lesen richtig Lust bekommen, selbst mal eine Uni zu besuchen und mich in das aufregende Studentenleben zu stürzen. Ob hier wirklich alles realistisch und authentisch dargestellt wird, kann ich nicht sagen. Vermutlich ist manches doch etwas überzogen, was mich aber nicht gestört hat.

Was mir nicht so gut gefallen hat, sind die ständigen Partys und der viele Alkohohl- und Drogenkonsum. Vermutlich entsprechen gerade diese Dinge der Realität, mir jedenfalls war es hier too much und es hat mich irgendwann einfach nur noch genervt. Dieses ständige Feiern ist so eine Seite am Uni-Leben, die mir wirklich überhaupt nicht zusagt.

Was ich klasse fand, waren die vielen verschiedenen Kurse, die angeboten werden. Mein Favorit war ganz klar Quiddtich. Selbst wählen würde ich diesen Kurs vermutlich eher nicht, aber als Harry Potter-Fan hat es mich einfach richtig gefreut, dass die Autoren Dinge aus dieser großartigen Reihe in ihrem Buch erwähnen. Nicht nur Quidditch, auch die Karte des Rumtreibers findet hier ihren Platz.
Zu dem Quidditch-Kurs muss ich noch anmerken, dass ich da anhand der Beschreibungen ein sehr ulkiges Bild zu im Kopf hatte. Wie ich schon meinte, der Humor in dem Buch war für mich ein großer Pluspunkt.

Obwohl mich die Story sehr gut unterhalten hat, hat mich das Buch letztendlich doch etwas enttäuscht. Mir haben sich manche Stellen zu sehr gezogen, die Autoren haben sich für meinen Geschmack zu oft in Nebensächlichkeiten verloren. Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, staune ich ja ehrlich gesagt ein bisschen darüber, dass es tatsächlich über 400 Seiten hat. Für mich ist gefühlt recht wenig passiert.

Für mich war dieser Jugendroman ein nettes Buch für zwischendurch. Es ist nichts Außergewöhnliches und in meinen Augen auch kein Must-Read. Es hat mich aber sehr gut unterhalten und ich bereue es auf jeden Fall nicht, das Buch gelesen zu haben. Wer gerne verrückte, chaotische und witzige Love-Stories liest, die an Colleges spielen, dem könnte „Dance. Love. Learn. Repeat“ bestimmt sehr gut gefallen. Mir hat hier einfach das Besondere gefehlt und auch die Gefühle und Emotionen habe ich etwas vermisst.

Fazit: Meine Erwartungen konnte das Buch leider nicht komplett erfüllen, mich hat es etwas zwiegespalten zurückgelassen. Es hat mich zwar gut unterhalten, nur gab es dann doch so einige Punkte, die mich beim Lesen gestört haben. Für mich war „Dance. Love. Learn. Repeat.“ ein nettes Buch für zwischendurch, das man in meinen Augen nicht unbedingt gelesen haben muss, das ich aber dennoch empfehlen kann. Wer gerne Coming-Of-Age Romane liest, sollte sich dieses Buch zumindest mal anschauen. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen!

Dance. Love. Learn. Repeat. - Lucy Ivison, Tom Ellen
Dance. Love. Learn. Repeat.
von Lucy Ivison
(27)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,00

Ein wundervolles Hörerlebnis, perfekt für die kalte Jahreszeit!

CorniHolmes , am 02.12.2018

Als mir der Polarbären-Entdeckerclub das erste Mal begegnete, war meine Neugier sofort geweckt. Mir stellte sich dann nur Frage: Buch oder Hörbuch? Beim Buch haben mich die Illustrationen von Iacopo Bruno sehr gereizt, bei der ungekürzten Lesung war es der Sprecher Simon Jäger, ihm lausche ich immer sehr gerne. Bei mir durfte schließlich beides einziehen. Zuerst hatte ich es mir mit dem Buch gemütlich gemacht, danach folgte direkt das Hörbuch. Zu letzterem möchte ich nun erzählen, wie es mir gefallen hat.

Mich konnte die Geschichte von Anfang an in ihren Bann ziehen. Alex Bell hat hier ein wundervolles Setting geschaffen, voller Eis, Schnee, wundersamen Orten und jeder Menge fantasievoller Geschöpfe. Besonders letzteres konnte mich begeistern. Wir bekommen es hier mit lauter tollen magischen Wesen zu tun wie fleischfressenden Kohlköpfen oder den Frostelfen. Nett sind diese Fabelwesen zwar nicht, aber unheimlich faszinierend und mal etwas erfrischend Anderes. Zudem sorgen sie für jede Menge Spannung und Tempo in der Handlung.

Ich persönlich habe die Story als sehr spannend empfunden. Zu Beginn dauert es zwar ein bisschen, bis es so richtig losgeht, aber mich hat dies nicht gestört, ganz im Gegenteil. Ich mag das gar nicht so gerne, wenn Bücher (bzw. Hörbücher) zu actiongeladen sind und einer rasanten Szene der nächsten folgt. Ich fand den Spannungsbogen hier daher perfekt und hatte beim Buch jede Menge Spaß beim Lesen und danach beim Lauschen der ungekürzten Lesung mit Simon Jäger die reinste Freude.

Für die Winterzeit kann ich das Hörbuch übrigens ganz besonders empfehlen. Die Kulisse ist der Autorin unheimlich gut gelungen. Das Eisland wird so eindrucksvoll und klasse beschrieben - ich habe beim Lesen und danach auch beim Zuhören total Lust auf Schnee bekommen. Erstaunlich eigentlich, denn ich bin eigentlich gar nicht so der große Fan von Schnee. Oder vom Winter, das ist einfach nicht so meine Jahreszeit. Alex Bell aber ist es mit diesem tollen Reihenauftakt gelungen, mir den Winter richtig schmackhaft zu machen. Die Atmosphäre, die hier erzeugt wird, ist einfach nur grandios, mir hat sie richtig gut gefallen.

Auch die Story konnte mich in allen Punkten überzeugen. Ich habe unsere Juniorforscher liebend gerne bei ihrer ersten, sehr gefährlichen, Expedition ins Eisland begleitet. Nicht alle vier Kinder waren mir auf Anhieb sympathisch, aber im Verlaufe der Geschichte habe ich sie schließlich doch noch alle sehr lieb gewonnen.

Die Protagonistin Stella habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist ein sehr liebes, mutiges und selbstbewusstes Mädchen mit einem großen Forscherdrang und einer Leidenschaft für Einhörner. Einhörner sind ja auch cool. Und nicht nur diese Geschöpfe tauchen hier auf, auch Wölfe, Pinguine und Gänse begegnen einem in diesem schönen Hörbuch. Wobei es sich bei diesen Tieren natürlich um keine gewöhnlichen handelt. Total niedlich fand ich ja die Pinguine. Die dürften auch sehr gerne bei mir einziehen. ;D

Neben Stella mochte ich auch die Nebenfiguren sehr gerne. Nur Ethan, ein junger Zauberer, den fand ich anfangs ziemlich blöde. Er hält sich für extrem toll, ist arrogant und bei den ersten Aufeinandertreffen mit Stella wirklich grässlich. Allerdings lernt man Ethan bei dem großen Abenteuer immer besser kennen und wir dürfen hinter seine Fassade schauen. Ich jedenfalls mochte ihn schließlich doch noch sehr gerne.

Wer sich sofort in mein Herz geschlichen hat, ist Beanie. Mit ihm ist Stella schon länger befreundet und sie ist tatsächlich auch seine einzige Freundin. Beanie ist anders, er versteht Ironie nicht und ist stets sehr direkt. Mit seinen ehrlichen Worten stößt er bei seinen Mitmenschen natürlich nicht immer Wohlwollen. Stella aber hält zu ihrem Freund, sie stört sich nicht daran, dass Beanie anders ist. Nicht so Ethan, der manchmal richtig gemein zu dem armen Beanie ist. Dies zeigt nur mal wieder, wie grausam gerade Kinder doch sein können, wenn sie auf Gleichaltrige stoßen, die durch ihr Anderssein anecken und auffallen.

Der letzte im Bunde ist Shay, der Wolfsflüsterer. Ihn habe ich als einen sehr ruhigen und vernünftigen Jungen empfunden. Shay hat die Gabe mit den Wölfen zu sprechen, etwas, wofür Stella ihn ziemlich beneidet. Sie würde auch sehr gerne mit Tieren sprechen können, am liebsten mit Einhörnern. ;)

Die Kinder sind alle total verschieden und ergeben zusammen eine ziemlich bunte Truppe. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bilden sie schließlich ein super Team, welches zusammen dieses große Abenteuer im Eisland meistern wird. Oder? Nun, wie die Expedition genau verlaufen und enden wird, das werde ich hier natürlich nicht verraten. Was ich noch verraten kann, ist, dass wir noch Näheres über Stellas Herkunft erfahren werden. Und am Ende werden wir mit einem echt fiesen Cliffhanger konfrontiert. Dieser ist sogar richtig gruselig, zumindest mir hat er eine leichte Gänsehaut beschert. Ich kann es wirklich gar nicht mehr abwarten, bis endlich der zweite Band erscheint, damit ich mich erneut mit unseren Entdeckern in ein spannendes Abenteuer stürzen kann!

Vorgelesen wird das Ganze erstklassig von Simon Jäger. Da hatte ich allerdings auch nichts anderes erwartet, Simon Jäger konnte mich mit seiner angenehmen und sehr wandelbaren Stimme bisher in jedem Hörbuch hellauf begeistern. Seine wundervolle Vortragsweise zusammen mit den kleinen musikalischen Einschüben schaffen eine großartige Atmosphäre welche mich bis zum Schluss verzaubern konnte.

Fazit: Ein toller Reihenauftakt, den ich besonders Fans von „Der goldene Kompass“ und „Narnia“ wärmstens empfehlen kann. Mich konnte beides begeistern, Buch und Hörbuch, wobei mich letzteres durch die großartige Vortragsweise von Simon Jäger zusammen mit der Musik etwas mehr verzaubern konnte. Ich habe die vier Juniorforscher liebend gerne bei diesem spannenden, magischen und fantasievollen Abenteuer begleitet und ich kann es kaum noch abwarten, mich in das nächste zu stürzen. Eine tolle Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Abenteuer und Magie, die nicht nur für Kinder ab 8 Jahren absolut hörenswert ist, sondern die auch deutlich älteren Zuhörern ein fantastisches Hörerlebnis bescheren wird. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Der Polarbären-Entdeckerclub - Teil 1: Reise ins Eisland - Alex Bell
Der Polarbären-Entdeckerclub - Teil 1: Reise ins Eisland
von Alex Bell
(2)
Hörbuch (MP3-CD)
13,39 bisher 15,99

Das perfekte Vorlesebuch für die Weihnachtszeit!

CorniHolmes , am 30.11.2018

Was darf in der Weihnachtszeit auf gar keinen Fall fehlen? Ja, klar, der Adventskalender. Der gehört zur Vorweihnachtszeit ja auch wirklich dazu. Nicht nur für Kinder. ;)
Aber was ist ebenfalls in vielen Haushalten kaum wegzudenken in der Adventszeit? Ja, genau! Weihnachtsbücher! Egal ob Groß oder Klein, schöne Weihnachtsgeschichten, die man kuschelig warm eingemummelt auf dem Sofa lesen kann, die sind doch wohl für viele Menschen ein absolutes Muss im Dezember, oder? Zumindest ich greife in dieser Zeit auf jeden Fall zu mindestens einem Weihnachtsbuch. Am liebsten zu welchen für Kinder, denn da ich eine große Kinderbuchliebhaberin bin, sind mir Weihnachtskinderbücher mit Abstand die liebsten.

So durfte schließlich auch das gemeinsame Werk von Cally Stronk und ihrem Ehemann Christian Friedrich bei mir einziehen. Die beiden haben sich zusammen 40 richtig tolle kleine Weihnachtsgeschichten ausgedacht, die alle total verschieden sind und die sich wunderbar zum Vorlesen eignen.

Die 40 Geschichten sind in drei Themen gegliedert: „Weihnachtsüberraschung“, „Weihnachtswunder“ und „Weihnachtsfreude“. In diesen drei Abschnitten befinden unterschiedlich lange, weihnachtliche Geschichten. Vorne im Inhaltsverzeichnis sind alle Titel der Geschichten aufgelistet, zusammen mit einer Zahl. Die 1-Geschichten sind wirklich sehr kurz, sie umfassen stets nur eine Doppelseite. Die aus dem 2-Bereich sind schon etwas länger und die 3-Geschichten sind meist zwei Doppelseiten lang. Diese 1-2-3 Minuten-Geschichten gibt es schon ein wenig länger im Ravensburger Verlag, nur habe ich es bisher noch kein Buch aus dieser Reihe gelesen. Für mich war „Kunterbunte Weihnachten“ also mein erstes Werk dieser Art. Ich war sofort richtig begeistert von dieser tollen Idee. Viele Eltern werden das doch bestimmt kennen: Man liest seinen Kindern etwas vor und bekommt dann immer wieder zu hören: Noch mehr! Noch eine Geschichte! Oft hat man dann vielleicht nicht mehr die Zeit (oder die Lust) für eine weitere lange Vorlesegeschichte. Oder die Kindern müssen ins Bett - und wollen durch das Mehr-Verlangen nur das Schlafengehen hinauszögern. ;) Na ja, egal was auch der Grund sein mag: So kleine Geschichten, die man wirklich in nur wenigen Minuten gelesen hat, sind für solche Situationen doch wirklich etwas Feines, oder?

Mir haben die 40 Geschichten allesamt sehr gut gefallen. Nicht von allen war ich hellauf begeistert, aber es gab keine, die mir gar nicht gefallen hat. Die Geschichten sind alle total verschieden und – wie der Titel schon treffend beschreibt – herrlich kunterbunt.

So dürfen wir den Weihnachtsmann besuchen, wir feiern Weihnachten unter Wasser, auf einem fremden Planeten in der Zukunft im Jahr 2412 (was für eine passende Jahreszahl, oder?), wir erleben ein tolles Weihnachtsfest mit Monstern, Piraten, Tieren...hach, Cally Stronk und ihr Mann haben ihrer Fantasie hier wirklich freien Lauf gelassen und die verrücktesten, fröhlichsten und tollsten Geschichten zusammen geschrieben. Ich stelle es mir ja alles andere als einfach vor, sich so viele verschiedene Geschichtchen auszudenken. Ich glaube, ich wäre da längst nicht so kreativ gewesen. Super also, dass es Menschen gibt, die so etwas können, sodass wir in der Weihnachtszeit so ein fantasievolles, wunderschönes Buch lesen dürfen.

Aber welche Geschichte mochte ich nun am liebsten? Schwierig, schwierig. Wie soll man sich bei 40 tollen Geschichten nur entscheiden? Gerade so jemand wie ich, dem es eh immer schwer fällt, sich für nur eine Sache zu entscheiden. ;D

Ich kann mich einfach nicht auf nur eine Lieblingsgeschichte festlegen, dafür konnten mich einfach zu viele begeistern. Ich nenne euch daher einfach mal drei, von denen ich euch eine etwas genauer vorstellen werde.

Sehr gut gefallen hat mir die allererste Geschichte, die den Titel „Der größte Adventskalender der Welt“ trägt. In dieser 1-Minuten-Geschichte dürfen wir ein kleines Gespenst kennenlernen, welches es gar nicht mehr abwarten kann bis endlich Weihnachten ist. Leider dauert es bis dahin noch volle 24 Tage. Wie praktisch, dass sich in dem kleinen Dorf genau 24 Häuser befinden. Gespenstermama kommt da eine prima Idee: Jeden Tag darf das Gespensterkind ein anderes Haus aufsuchen und die Menschen dort erschrecken. Wenn es alle Häuser durch hat, dann ist endlich Weihnachten. Ist das nicht süß? Ich fand diese Geschichte so goldig und auch die Illustrationen dazu haben mir richtig gut gefallen. Zu den Illustrationen von Pe Grigo komme ich gleich noch.

In der Rubrik „Weihnachtswunder“ fand ich „Das flinke Lebkuchenmännchen“ richtig schön. Nach dieser Geschichte wird wohl so manches Kind sehr darauf achten, dass beim Backen auch nur ja die Küchenfenster gut verschlossen sind. ;)

Was mich bestens unterhalten hat, ist „Der Teig“. Diese kleine Geschichte wird in Reimform erzählt und bei dieser bin ich aus dem Grinsen und Schmunzeln wirklich gar nicht mehr herausgekommen.

Und nun zu den Illustrationen. Natürlich konnten mich in diesem Buch nicht nur die tollen Erzählungen begeistern – auch die vielen farbenfrohen, bezaubernden Zeichnungen von Pe Grigo haben mir die reinste Freude bereitet. Die Bilder geben das Geschehen im Text wunderbar und oft sehr lustig wider, sodass einem das Buch einen erstklassigen (Vor-)Lesespaß beschert.

Ich kann „Kunterbunte Weihnachten“ wärmstens empfehlen. Für die Weihnachtszeit ist es das perfekte Vorlesebuch. Ob lustige, besinnliche, fröhliche oder verrückte kleine Geschichten – bei dieser kunterbunten Mischung ist garantiert für jeden etwas dabei.
Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

1-2-3 Minutengeschichten: Kunterbunte Weihnachten - Cally Stronk, Christian Friedrich
1-2-3 Minutengeschichten: Kunterbunte Weihnachten
von Cally Stronk
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
12,99

 
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