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Meine Bewertungen

Gute Grundidee, die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.

Chuckster , am 17.09.2018

Ich habe Better Life Ausgelöscht an einem Nachmittag runter gelesen. Es lässt sich wirklich sehr schnell und einfach lesen, auch von der Sprache fand ich es nicht sonderlich anspruchsvoll, durch viele kurze Sätze fand ich es an vielen Stellen eher plump. Das Buch hat lediglich 197 Seiten (plus Zusatz einer Kurzgeschichte, die ich aber nicht gelesen habe) ist eignet sich gut als Buch, für Zwischendurch.

Leider muss ich auch sagen, dass ich es nicht als eigenständigen Teil sehe, für mich sind beide Teile ein Buch, aus dem zwei gemacht wurden. Eigentlich Schade, da die beide Teile nicht unbedingt so lang sind, dass man das hätte splitten müssen. Generell hätte es mir als ein Buch besser gefallen, als in zwei Teile geteilt, denn der erste Teil endet einfach mitten drin und ließ mich enttäuscht zurück. Ich bin daher froh, dass ich das Buch gebraucht gekauft habe und nicht den vollen Preis gezahlt habe.

Die Grundidee des Buches fand ich sehr spannend, aber mit der Umsetzung wurde ich nicht warm. Es wurde mir zu viel auf zu wenig Seiten geschildert. Es passierte irgendwie alles und doch wieder nichts, die einzelnen Szenen waren mir zu kurz und dann kam schon das nächste. Es war fast so, als würden Punkte einer Einkaufsliste abgearbeitet worden. Alles in Allem war es mir daher zu oberflächlich und auch zu vorhersehbar. Warum Better Life so handelt, wie sie eben handeln, habe ich im ganzen Buch nicht verstanden, ich kann den Nutzen davon nicht sehen, da es den Menschen (auch wenn sie übers Ohr gehauen wurden) anscheinend, dennoch besser ging als vorher. Natürlich ist es moralisch absolut verwerfbar, was da passiert, dennoch leiden die Menschen ja nicht... also irgendwo fehlt mehr der Kontext um alles wirklich verstehen zu können und auch mit den Charakteren wirklich mitgehen zu können. Viele Dinge, die Spannung in das Buch hätten bringen können, waren leider von vorneherein klar, weswegen einfach keine Spannung aufkam.

Die Charaktere waren in Ordnung, ich habe zu keinem eine wirkliche Beziehung aufbauen können, was an der Kürze des Buches gelegen hat und das man doch sehr wenig Informationen bekommen hat.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich keinen Zugang zu diesem Buch gefunden habe und ich mir mehr davon erwartet hätte. Ob ich den zweiten Teil noch lesen werde, weiß ich noch nicht.

Better Life - Lillith Korn
Better Life
von Lillith Korn
(22)
Buch (Taschenbuch)
12,00

1.Jugendthriller aus dem Hause Drachenmond

Chuckster , am 03.08.2018

Penelope Wolfsköder ist der erste Jugendthriller aus dem Verlag und der Auftakt einer Buchreihe. Als diesen habe ich das Buch auch gesehen, als Auftakt. Es gibt sehr viel Hintergrundinformationen um Penelope und ihr Leben verstehen zu können. Wer ist sie und warum tut sie das, was sie tut. Dies wurde meiner Meinung auch geschickt in den Text eingeflochten und es ist immer noch einiges für weitere Bücher offen, was mich auch interessieren würde, noch einiges über ihre Mutter und ihre Kindheit z.B. wurde noch nicht geklärt. Dennoch reicht es allemal um einen guten ersten Überblick zu bekommen und zu verstehen, um was es geht.

Durch die vielen Infos, fehlte es mir in dem Buch aber an Spannung. Ich muss sagen, die Handlung um den ersten Fall/Auftrag wurde dann doch sehr schnell abgehandelt und war mir stellenweise zu vorhersehbar, einige Dinge konnte ich recht früh zumindest erahnen, andere nicht. Außerdem fehlte mir so ein bisschen „Nervekitzel“ was man bei Thrillern normalerweise hat, dass man mitfiebert und gespannt ist, dass man die „Bedrohung“ spüren kann, dass es einem den Atem verschlägt. Das war bei diesem Buch leider gar nicht.
Aber da habe ich Hoffnung, für weitere Bände, da die Einführung gemacht ist und man sich nun mehr auf die Geschichte konzentrieren könnte und die weiteren Hintergrundinfos mehr als Nebengeschichte einfügen kann, da man sie ja nicht mehr hauptsächlich für das Verständnis braucht.

Penelope, fand ich als Charakter ganz gut. Sie macht eine schöne Entwicklung mit und hat definitiv ihre Glanzmomente, allerdings fand ich es manchmal etwas zu glatt für ihre Vergangenheit und sie durch ihre Aufgabe mitunter zu überstark für eine 16- jährige. Also so 100% hat sie mich nicht überzeugt, dennoch würde ich nicht sagen, dass sie mir unsympathisch wäre.

Den Schreibstil von Theresa Sperling fand ich sehr angenehm und das ganze Buch gut geschrieben. Gefällt mir wirklich gut, wie sie mit Sprache und Worten umgeht. Da kann ich gar nichts aussetzen.

Alles im Allem war ich recht gut unterhalten, aber der Funken zur Begeisterung fehlt.

Penelope - Wolfsköder - Theresa Sperling
Penelope - Wolfsköder
von Theresa Sperling
(6)
Buch (Taschenbuch)
12,90

"Wir sind alle Mondstaub und Sonnenstürme, gefangen in einem irdischen Körper."

Chuckster , am 12.07.2018

„Mondstaub und Sonnenstürme“ ist das zweite Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Ich muss sagen, dass ich lange hin und her überlegt habe, ob ich mir dieses Buch kaufen soll, oder nicht. Ich habe meine Entscheidung bis in den letzten Moment überlegt, bis ich vor dem Regal im Drachennest stand und mich schließlich dafür entschieden habe. Der Grund für meine Überlegung war, dass ich „Madness – das Land der tickenden Herzen“, als nicht ganz rund empfunden habe und ich mit dem Schwerpunkt des Buches nicht so ganz klar kam und ich mir daher nicht sicher, ob mir dieses Buch gefallen wird. Wieso habe ich mich dann doch dafür entschieden? Zum einen ist das Cover einfach ein Traum. Ich habe mich sofort in dieses wundervolle Cover verliebt und es ist auf jeden Fall eines der liebsten Cover aus dem Verlag, zum anderen ist es thematisch etwas ganz anderes wie Madness und die Grundidee hat mich doch sehr fasziniert. Schließlich habe ich mir einen Ruck gegeben und habe das Buch gekauft.



Ich habe diesen Kauf nicht bereut, es ist für mich sicherlich kein Highlight, aber man muss sagen, dass man eine deutliche Entwicklung der Autorin erkennen kann, die ich als durchaus sehr positiv bewerten will und wer weiß, vielleicht begeistern mich kommende Werke noch ein bisschen mehr.




Maja Köllinger, hat meiner Meinung nach sehr gut daran getan etwas komplett eigenes zu schreiben, während sie sich bei Madness an den Geschehnissen von „Alice im Wunderland“ langhangeln konnte (was mir gerade anfangs zu nah am Original war), war sie hier storytechnisch auf sich selbst gestellt, was sie gut gemeistert hat. Aber auch hier hat Alice eine ganz kleine Minirolle Ich muss zwar sagen, dass es schon ein typisches Jugendfantasy Buch ist, ich erkenne typische Motive und Klischees, die man auch in anderen Büchern dieser Sparte findet wieder, was z.B ihr Schicksal, die Gabe (hat mich teilweise an „Mondprinzessin“ erinnert), Charaktere und ihre Stellung in der Schule… angeht. Ich würde da gerne genauer drauf eingehen, aber das würde Spoilern, da man aus dem Klappentext eigentlich nichts über die Handlung erfährt. Wir erfahren, was ihre Gabe ist und dabei bleibt es dann.



Der Schreibstil ist gerade im ersten Teil des Buches schon sehr poetisch gehalten, im Laufe der Geschichte verläuft sich das aber immer mehr. Anfangs fand ich den Schreibstil fast schon zu blumig, da sehr poetische Vergleiche und sehr viele Adjektive sich aneinanderreihen. Ich hätte es besser gefunden, wenn das etwas mehr verzehrt gewesen wäre und sich das durch das komplette Buch ziehen würde, so wird man anfangs sehr damit bombardiert, es wirkt zu viel und gegen Ende verliert es sich fast komplett.



Die Charaktere; es gibt eine Handvoll Charaktere, die eine mehr oder minder große Rolle spielen. Auch hier muss ich sagen, dass der ein oder andere Stereotyp durchgerutscht ist und ich finde, dass doch sehr viel mit Klischees gespielt wird. Allerdings muss man sagen, dass der ein oder andere Charakter dann (Gott sei Dank) noch etwas mehr ist, als man es ihm anfangs zugetraut hätte. Generell hatte ich die Geschichte sehr geradlinig erwartet, zwar anderes gehofft, aber hatte es dem Buch nicht unbedingt zugetraut. Ich muss sagen, dass es (auch hier Gott sei Dank) nicht so geradlinig war, wie ich es befürchtet hatte, die Wendungen waren zwar nicht unbedingt überraschend, aber ich war sehr positiv gestimmt, dass es sich doch komplexer gestaltet hatte, wie ich erwartet hatte und Motive und Handlungen doch komplexer am Ende zusammen griffen.



Das Buch ist auf jeden Fall auch für Leser geeignet, die nichts mit Science Fiction am Hut haben, zwar ist durch die Gabe der Protagonistin Stella, die eine Sternenseele ist ein Hauch von Science Fiction gegeben, dies ist aber nicht wirklich groß ausgearbeitet. Die Hintergründe und Beweggründe und Begründung für diese Gabe sind sehr unaufdringlich in den Text eingeflochten, auch die Gabe an sich, kann man schnell und einfach verstehen. Es ist anfangs sehr oft eingebunden, da Stella die Menschen dadurch viel und oft deutet, was die Geschichte teilweise etwas „langweilig“ macht da sie (scheinbar?) immer sofort weiß, wie die einzelnen Personen zu ihr stehen, wie sie sich fühlen, ob sie ihr gut gestimmt sind oder nicht. Für mich hätte es noch mehr Science Fiction sein können, es hätte gerne komplexer und mehr ausgearbeitet sein können, aber so ist es doch deutlich „Mainstream“ tauglicher und kann eine deutliche größere Lesergruppe ansprechen.



Im Großen und Ganzen hat mich das Buch gut unterhalten, es ließ sich schnell und einfach lesen, war vielschichtiger, als ich befürchtet hatte und zeigte eine deutliche Entwicklung der Autorin. Wer also Spaß mit Fantasy Jugendbüchern hat, wird auch mit diesem Buch sehr viel Spaß haben.

Mondstaub und Sonnenstürme - Maja Köllinger
Mondstaub und Sonnenstürme
von Maja Köllinger
(11)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Schöne Sammlung

Chuckster , am 01.06.2018

Das Cover ist wie bereits bei der ersten Anthologie ein Hingucker, obwohl ich ja sagen muss, dass ich immer noch etwas irritiert von dem Geweih bin xD. Aber das ist ja nicht so wichtig.

Wie bei der ersten Anthologie gibt es Geschichten die mir gut gefallen haben und welche die mir weniger gut gefallen haben. Alles in Allem war es aber eine schöne Mischung und jeder kann da sicherlich eine Kurzgeschichte finden, die einem Freude bereiten wird.

Alle Geschichten drehen sich um Interpretationen rund um Märchen, das finde ich gut gelungen und ich habe einige Highlights entdeckt. Besonders die dunkel angehauchten Geschichten haben mir sehr gut gefallen.

Alles in Allem ein rundes Werk, wo jeder, der Märchen mag, sicherlich auch eine Kurzgeschichte für sich findet. Ich freue mich bereits auf die kommende Anthologie, an der bereits schon fleißig gearbeitet wird.

In Hexenwäldern und Feentürmen - Stephan R. Bellem, Patricia Briggs, Halo Summer, Nina MacKay, Maggie Stiefvater
In Hexenwäldern und Feentürmen
von Stephan R. Bellem
(9)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Schwächere Fortsetzung...

Chuckster , am 27.05.2018

Ich muss sagen, dass ich den ersten Teil geliebt habe. Dieser hat einen ganz besonderen Charme durch die Interaktion mit Meg und den Anderen. Diese kommt in dem Buch reichlich kurz, da der Schwerpunkt anderes gesetzt ist. Das nimmt dem Buch etwas von seiner Leichtigkeit und der Naivtät, die das Buch so charmant und liebenswert gemacht haben.
Es gibt immer noch Highlightszenen in diese Richtung, aber leider deutlich weniger.

Die Beziehung zwischen Meg und dem Leitwolf fand ich im ersten Band auch viel schöner, es hatte etwas ungezwungenes, auch wenn die beiden sich immer wieder Missverstanden haben, dennoch war es eine leichte und unbeschwerte Beziehung. In diesem Teil ist bzw. wird alle viel komplizierter, auch die Eifersuchtssezenen häufen sich und werden irgendwann nur noch anstrengend. Ich hatte zwar befürchtet, dass es sich wohl noch in diese Richtung entwickeln würde, aber hatte gehofft, dass es noch länger auf der Freundschaftsebene bleiben würde.

Generell muss man sagen, dass dieser Band sehr viel dunkler und auch brutaler ist, als der erste Teil. Persönlich hatte ich da nicht so das Problem damit, aber es waren sehr viele Passagen aus der Sicht des Polizisten und die fand ich im ersten Teil schon nicht so spannend, weswegen das Buch für mich einige Längen hatte.

Besondere Highlightszenen waren für mich auch noch mit den Vampiren und mit Tess. Es sind einfach sehr tolle Charaktere, die mir auch im ersten Teil schon gut gefallen haben, aber leider kamen auch diese in diesem Teil, meiner Meinung nach, zu kurz.

Das Ende an sich war sehr schön, die Reihe könnte rein theortisch an dieser Stelle auch Enden. Das Buch könnte so für sich stehen bleiben. Der Showdown allerdings war, im Gegensatz zum ersten Teil, eher schwach gewesen und leider nicht so spannend. Dennoch waren die Szenen nach dem Showdown waren aber wieder sehr schön.

Die Übersetzung zwischen Teil eins und zwei haben sehr lange gedauert, mit der Begründung sich nicht hetzen lassen zu wollen, da im ersten Teil doch sehr viele Fehler waren. Leider waren auch in dieser Übersetzung sehr viele Fehler, von Tippfehlern über falsche Wörter... zwar weniger wie im ersten Teil, aber leider auch hier wieder sehr auffallend. Schade, dass die lange Zeit da nicht besser genutzt wurde. Ich bin gespannt, wie viel Zeit nun bis zum dritten Teil vergeht...und ob überhaupt alles übersetzt wird...

Krähenjagd - Anne Bishop
Krähenjagd
von Anne Bishop
(6)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Mehr Romance als Dystopie

Chuckster , am 11.05.2018

Puhh... wo soll ich anfangen? Das Buch "Coherent" ist aufgeteilt in drei Teile und hat 439 Seiten, wenn man das ganze kürzen würde, auf das was relevant für die Story ist und was im Klappentext angekündgt wurde, dann wären es wohl deutlich weniger Seiten.

Der erste Teil (169 Seiten) des Buches beschäftigt sich ausschließlich mit dem Kennenlernen von Sophie und Jean, natürlich erfährt man am Rande auch Sopies Vergangenheit oder ihrer Fähigkeiten, aber der Hauptaugenmerk liegt auf einer entstehenden Lovestory, die meiner Meinung nach leider auch nicht besonders war. Diesen ersten Teil hätte man auch aufspalten können in einen Prolog und dann in die Geschichte eingeflochtene Flashbacks. So hat es mir einfach zu viel Raum in der Geschichte eingenommen und wirklich Spannung kam leider auch nicht auf.

Leider muss ich sagen, dass in keinem Teil der Geschichte bei mir Spannung aufkam. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sowohl aus Sophies, aus Jeans, aus der ihrer Sympathisanten und der ihrer Gegner. Man hatte eigentlich zu jedem Zeitpunkt den Überblick über das komplette Geschehen. Es gab tatsächlich nur ein Detail welches mich überrascht hat. Der Rest war, durch den übergreifenden Überblick leider mehr als durchschaubar. Dadurch, dass man die Geschichte aus allen möglichen Perspektiven erzählt bekommen doppeln sich die Szenen, man bekommt also ein und den selben Sachverhalt, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was dann noch genauer und deutlicher erklärt, wie was funktioniert, wie alles in aneinander greift, was es für mich leider auch nicht spannender gemacht.

Auch in Teil zwei und drei hatte ich schließlich mehr das Gefühl, dass es mehr um Jean und Sophie geht und die Geschichte mit den Daten und dem Internet ihren Fähigkeiten und alles was in dem Zusammenhang steht mehr Rahmenhandlung, als Haupthandlung ist. Das hat mir leider nicht so gefallen.

Außer, dass Sophie Fähigkeiten hat, die ein normaler Mensch nicht haben kann, hatte ich keiner Zeit das Gefühl, dass es sich hier um ein dystopisches Setting handelt, allernfalls vielleicht ein Jugendthriller mit einem sehr hohen Romanceanteil.

Alles in Allem konnte mich das Buch nicht überzeugen und erst recht nicht fesseln. Ich finde es wirklich Schade, da ich was ganz was anderes erwartet hätte.

Coherent - Laura Newman
Coherent
von Laura Newman
(11)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Interessante Geschichte, mit parallelen zu einer bereits bekannten Dystopie.

Chuckster , am 09.05.2018

Erst einmal muss ich sagen, dass ich gerade in der Anfangszeit wirklich sehr stark an die Amor Trilogie von Lauren Oliver erinnert wurde. Das Grundkonzept des Buches ist schlicht und ergreifend das Selbe. Die Menschen leben in den Städten, in denen die Liebe und die Leidenschaft als Krankheit angesehen wird (wie genau damit ungegangen wird, varriert in den Büchern etwas), das Leben wird vom Staat vorgegeben und bestimmt, in den Städten ist die Krankheit offiziell ausgemerzt und außerhalb leben in der Wildnis, die Wilden. Das ist schlicht und ergreifend komplett gleich. Die Thematik Liebe ist eine Krankheit wird aber auch in anderen Dystopien aufgegriffen, weswegen es für mich okay war. Allerdings gibt es innerhalb der Geschichte auch sehr viele markante Punkte, die zwar nicht eins zu eins gleich aber vom Handlungsverlauf wirklich SEHR ÄHNLICH waren. Es war wirklich erst das letzte Drittel wo ich außer der Grundidee, die natürlich immer noch da und immer noch gleich war, keine Parallelen mehr gesehen. Alles in Allem fand ich das wirklich sehr schade, wie ähnlich sich diese beiden Reihen nun mal gerade in den ersten 2/3 des Buches sind.

Dennoch muss ich sagen, dass mir Wild besser gefallen hatte. Ich fand die Geschichte noch etwas ausgereifter und alles in allem stimmiger, auch wenn ich hier und da mal gefragt hatte, ob gewisse Dinge wirklich so passen, in einer Welt in der Liebe als Krankheit galt (gegen körperliche Zuwendung hat z.B. nämlich niemand was).

Die Charaktere Pi erinnert mich sehr an die Protagonistin aus der Amor Trilogie, sie ist ein eher zurückhaltendes Mädchen, welches durch nichts heraussticht, sie ist angepasst und dann doch wieder nicht. Daneben ist dann ihre reiche (scheinbar) rebellische Freundin, die wunderhübsch ist. Leider auch alles wie in der bereits bekannten Trilogie. Ich muss sagen, dass mir die beste Freundin zu keiner Zeit der Geschichte wirklich sympathisch war. Die meisten anderen Nebencharaktere waren die meisten Zeit eher platt und mittel zum Zweck.

Was den Handlungsverlauf angeht, gab es nach den ersten zweidrittel des Buches tatsächlich die ein oder andere Überraschung. Alles in allem konnte man die Story gut nachvollziehen, die Charaktere, ihre Gefühle und ihre Handlungen und wie am Ende alles zusammen hing. Der erste Teil ist schon rund, es gibt ein Teilende, aber natürlich bleibt noch einiges offen für die folgenden zwei Bände.

Ich werde Teil zwei und drei auch noch lesen und hoffe wirklich sehr, dass sich diese Bücher, nicht mehr so wie die Amor Trilogie lesen, da ich im letzten drittel doch sehr viele andere Gedankengänge gelesen habe, die sich wunderbar in den Folgebänden weiter verfolgen lassen.

Wild - Lena Klassen
Wild
von Lena Klassen
(18)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Zu abgedreht für mich.

Chuckster , am 06.05.2018

Nachdem auch Rabenaas nicht mein Fall ist, habe ich definitiv festgestellt, dass der Schreibstil von Sarah Adler einfach nicht meinem Geschmack entspricht, weswegen auch ihre Bücher nicht meinem Geschmack entspechen. Alles was das Buch ist, was es ausmacht, gefällt mir einfach nicht und diese Punkte können für andere Leser, genau das besondere sein, was das Buch so liebenswert, charmant und einzigartig macht. Für mich ist es aber nichts und deswegen auch die drei Sterne Bewertung, die ich im Folgenden ausführen werde.

Für mich war das Buch irgendwie von allem zu viel, außer den Infos, um die Welt, nein besser gesagt das Universium in dem wir uns befinden wirklich zu verstehen, da wäre zum Beispiel die Zeitrechnung, die der unseren völlig fremd wäre (in einem Nebensatz mal erwähnt, wie sich da zusammensetzt), die ganzen Planeten und die unzähligen Erden (blicke ich immer noch nicht durch), die vielen Wesen (scheint es keinerlei Begrenzungen zu geben, alles ist möglich).

Es gab mir zu viele Protagonisten, durch diese Masse frage ich mitunter, ob es überhaupt Hauptcharaktere gab, da ich eigentlich aus keinem von ihnen wirklich schlau wurde und ich zu keinem derjenigen wirklich eine Bindung aufbauen konnte. Mir am sympathischsten war mir immer noch Mirembe, die liebevolle Hexe, aber da sie sowieso die ganze Zeit die liebevolle Rolle hatte, war es eben leicht Zuneigung aufzubauen. Die Charaktere bestehen ebenfalls aus unterschiedlichen Wesen, irgendwann gewöhnt man sich daran, doch ich finde es ist eine Anhäufung von Stereotypen und dadurch, dass alle Charaktere in irgendeiner Form in eine hurmorvolle/witzige Position gedrängt wurden, gingen die Charaktere trotz oberflächlicher gegensätzlicher Charakter ineinander über.

Der Sichtenwechsel war mir auch zu viel, mir wäre es wirklich lieber gewesen, wenn man sich auf ein oder zwei Protagonisten festgelegt oder einem allwissenden Erzähler genommen hätte, zudem man manchmal auch Informationen von den handelnden Charakteren über andere Charaktere bekommen hat, die diese gar nicht hätte haben können, was mich wieder zum allwissenden Erzähler führt. Die Abschnitte hängen noch nicht mal immer zusammen, bzw. setzen dann zu späteren Zeitpunkten der Geschichte wieder ein, was auch nicht zur Orientierung beigetragen hat.

Was mir auch nicht so zugesagt hat, dass wirklich so ziemlich alles auf Humor ausgelegt ist, es gibt unheimlich viele Einwürfe, sehr skurile Vergleiche (wo ich mich echt Frage, was das eine mit dem anderen zu tun hat), ausführende Nebensächlichkeiten um den Witz oben zu lassen, zu viele Sprüche, zu viele Witze. Für mich wirkte das einfach zu gewollt komisch und ist daher einfach an meinem Humor vorbei gegangen.

Um was geht es in dem Buch? Ich finde der Fokus bleibt bei den vielen Nebensträngen und Exkursen stellenweise echt auf der Strecke und ich fand es sehr oft, sehr anstrengend das Buch zu lesen und ich musste mich zwingen nicht einfach nur den Inhalt zu überfliegen, denn andereseits passiert halt so viel, dass man direkt den Anschluss verliert, wenn man nicht dran bleibt. Zwischenzeitlich fand ich es ganz spannend, aber dann flaute es auch schnell wieder ab. Ich war zu keiner Zeit wirklich gefesselt von dem Buch.

Das Ende fand ich sehr schön, wenn auch nicht unbedingt überraschend.

Alles in allem hatte ich einfach das Gefühl von Chaos während dem Lesen, es war einfach zu viel von allem, bis auf die Erklärungen, die waren meiner Meinung zu wenig. Mir fehlte ein roter Faden, irgendwas an dem ich mich festhalten kann, was die Geschichte irgendwie klarer gemacht hätte.

Da der Stil des Buches einfach nicht meins war, kann ich diesem auch nicht mehr Sterne geben. Sarah Adler schreibt sehr speziell, das habe ich bereits bei Knochenjob! festgestellt, weswegen ich mich dazu entschieden habe, keine weiteren Bücher der Autorin zu lesen.
Wem knochenjob! gefallen hat, wird auch Rabenaas mögen. Wer sehr auf Humor ausgelegte Bücher mag, sollte die Leseprobe lesen und schauen, ob der Humor passt. Generell empfehle ich bei den Büchern von der Autorin vorab eine Leseprobe zu lesen, wenn man mit der Art des Buches gut zurecht kommt, dann wird man sicherlich ganz viel Freude damit haben, aber es ist halt sehr speziell, weswegen ich auch nicht unbedingt wüsste, wem ich es empfehelen würde.

Rabenaas - Sarah Adler
Rabenaas
von Sarah Adler
(2)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Wow, was für ein Buch, ganz anders und nichts für schwache Nerven!

Chuckster , am 02.05.2018

Also ganz zu Beginn würde ich gerne ein paar Triggerwarnungen für das Buch rausgeben. Das Buch behandelt sehr viele Themen, die nicht für jeden geeignet sind, unter anderem Mobbing, psychische und physische Gewalt, psysiche Erkrankungen Bandenkriminalität und diktatorische Systeme.

Außerdem würde ich jedem Buch von dem Buch abraten, der Probleme mit Homosexualität haben.

Die oben genannten Themen werden in dem Buch nicht beschönigt, aber auch nicht verherrlicht, was ich sehr gut finde. Alles in allem gibt es durch den Subtext und auch die Konsequenzen eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Themen, was gut gelungen ist. Dennoch macht es die Geschichte schon etwas schwer und nicht unbedingt leicht verdaulich. Es werden sehr viele Themen in einem Buch behandelt und Emil hat es nicht sehr leicht im Leben, ob es so realistisch ist, dass alles auf einmal zusammen trifft, darüber kann man sich sicherlich streiten. Aber ich fand es gut umgesetzt .

Bis zu einem gewissen Punkt, fand ich es auch sehr geeignet als Schullektüre (für Jugendliche) um diese Probleme zu diskutieren und über Mobbing und Gewalt an Schulen und zu Hause zu sprechen und welche Möglichkeiten sich selbst und anderen zu helfen. Allerdings ändern sich die Themen doch bald und wandern auf eine andere Stufe von Gewalt und ich weiß nicht, ob es dann nicht zu viel wird. Nicht mal weil es thematisch zu schlimm wäre, sondern weil es nochmal ein ganz anderes Thema und eine ganz andere Diskussionsebene wäre.

Der Fantasyanteil in dieser Urban Fantasy Geschichte ist meiner Meinung nach eher im Hintergrund. Die Geschichte um Emil und alles was mit ihm passiert hätte mit ein bisschen anderer Umsetzung/Motivation auch komplett ohne Fantasyelemente funktioniert. Mich hat das persönlich nicht gestört und ich fand die Vermischung der Genres eigentlich sehr spannend und man kann durch die Fuchsgestalt vielleicht auch etwas mehr Abstand zu den Geschehnissen bekommen.

Die Liebesgeschichte in dem Buch finde ich sehr schön gesetzt, einerseits eine schöne zarte Jugendliebe und zum Anderen kann man erkennen, dass es doch was beständiges uns ernstes ist. Die Geschichte wirkt nicht überstürzt, bekommt ihren Raum sich zu entwickeln und ist wirklich schön aufgebaut. Hier noch mal der Hinweis, wer Probleme mit Homosexualität hat, sollte das Buch nicht lesen.

Alles in Allem fand ich das Buch gut, es sind sehr viele und sehr schwere Themen zusammen, damit muss man umgehen können. Dennoch hat mich das Buch sehr bewegtund selbst wenn es kein klassisches Happy End in dem Sinne gibt, beruhigt es vielleicht den ein oder anderen, wenn ich sage, dass sich einiges zum Guten wendet.
Ich hätte mir das Buch vielelicht noch ein klein wenig länger gewünscht, es war teilweise doch etwas übereilt gerade für die Mengenan Themen aber auch so hat mich das Buch schon schwer beeindruckt .

Fuchsnacht - Julia Mayer
Fuchsnacht
von Julia Mayer
(4)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Deutlich ausgearbeitetere Fortsetzung...

Chuckster , am 27.04.2018

Ich muss sagen, dass dieses Buch im Gegensatz zu "Ein Käfig aus Rache und Blut" doch durchaus ausgefeilter und durchdachter und alles in allem einfach runder war. Vom Stil und Aufbau erinnert es mich mehr an "der verwunschene Gott". Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Was ich mich allerdings immer noch Frage, warum beim "Verwunschenen Gott" der Perspektiv Wechsel nicht mehr gekennzeichnet wurde. In dem Buch war es so, was mir gut gefallen hat.

Das Buch wird aus einigen Perspektiven erzählt, aber überwiegend von Alison, der Protagonistin. Die Sichtweisen sind spannend, obwohl ich sagen muss, dass sich dadurch teilweise Dopplungen ergeben haben bzw. eh schon klare Sachverhalte nochmal aus einer anderen Perspektive geschildert wurden. Dennoch war ws spannend zu sehen, wie die Stränge sich miteinander verknüpft und verwoben haben.

Aly hat es geschafft in diesem Buch sympathischer zu werden und auch Gareth kommt nicht mehr so schlecht bei weg. Beide Charaktere machen eine Entwicklung durch, die ich durchaus zu schätzen weiß. Besonders Alison kommt nicht mehr so arrogant daher, was ihr sehr gut steht.

Was die Liebesbeziehung angeht, so bin ich kein großer Fan davon und vor allem auf die Sexszenen, die sich ab einem gewissen Punkt der Geschichte einfach häufen, hätte ich gut und gerne verzichten können.

Die Geschichte ist wieder spannend und actiongeladen, aber dee Plot leidet nicht darunter, da diese einfach viel ausgereifter ist und dieses Mal auch mehr Augenmerk auf andere Aspekte gelegt wurden.

Das Buch konnte mich wieder gut unterhalten und gefiel mir noch besser, als der erste Teil.

Ein Thron aus Knochen und Schatten - Laura Labas
Ein Thron aus Knochen und Schatten
von Laura Labas
(17)
Buch (Taschenbuch)
14,90

 
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