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friederickes Bücherblog aus Berlin

Gesamte Bewertungen 98 (ansehen)


Über mich:
Friederickes Bücherblog stellt Bücher vor und veröffentlicht Rezensionen. Zwei fachlich kompetente Kolleginnen rezensieren gerne dein Buch in unserem Blog.

Meine Bewertungen

Ein schöner Abschluss der Trilogie

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 05.06.2019

Cover:

Wiederum vier junge Frauen, diesmal im Outfit der Siebziger. Das Cover ist im Design an den ersten und zweiten Band angelehnt. So verbindet sich das Buch zur Jahrhundert-Trilogie. Zusammen mit dem Klappentext ist die Buchpräsentation harmonisch und einladend.


Die Geschichte (Achtung: Spoiler!)
Die Geschichte fasst der Klappentext wunderbar zusammen:
Vier Frauen. Vier Familien. Ein Jahrhundert.
Henny Unger feiert einen runden Geburtstag, siebzig Jahre ist sie geworden. So alt wie das Jahrhundert. Beim Gartenfest an ihrer Seite: die Freundinnen Käthe, Lina und Ida – wie seit Jahrzehnten schon. Doch längst hat sich der Kreis der Gratulanten erweitert. Aus den vier Freundinnen sind Mütter und Großmütter geworden. Hennys Enkelin Katja träumt davon, als Fotoreporterin um die Welt zu reisen, Idas Tochter Florentine kehrt mit einer Überraschung nach Hamburg zurück. Und auch Ruth, die Adoptivtochter von Käthe, ist fester Teil des Freundschaftsbunds. Denn zu Hennys großer Freude führt die nächste Generation die Tradition fort: Sie teilen Glück und Leid miteinander, die kleinen und die großen Momente.
Vom Deutschen Herbst über die Wiedervereinigung bis zur Jahrtausendwende – anhand der vier Familien aus Uhlenhorst erzählt Spiegel-Bestsellerautorin Carmen Korn ein Jahrhundert bewegter und bewegender deutscher Geschichte. Mit „Zeitenwende“ findet die Jahrhundert-Trilogie ihren Abschluss.

Meine Meinung:

Den dritten Band konnte ich ganz entspannt lesen, denn ich kannte auch in diesem Buch die meisten Personen und hatte mich wie zuvor auch an die zum Teil schnellen Perspektivwechsel, sowie die gelegentlich großen Zeitsprünge gewöhnt.

Die wichtigsten Figuren waren bereits wie Familienmitglieder bei mir eingezogen und emotional sehr nah. Sie haben sich in diesem Buch nicht mehr ganz so rasant weiterentwickelt, weil sie doch schon ein gewisses Alter erreicht hatten und die Zeitgeschichte nicht mehr ganz so fordernd war.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, wie ich bereits im zweiten Band schon erwähnt habe, dass alle ein bessergestelltes Leben führen und das setzt sich in diesem Buch so fort. Selbst die Kinder und Enkel haben ein enormes Lebensglück. Ich hätte mir gewünscht, dass mal einer nicht so einfach durchs Leben schippert, oder die RAF und die DDR, die Lebenswege stärker beeinflussen, um die Spannung zu erhöhen, denn die Zeitgeschichte forderte neben der Existenzsicherung sonst nicht so viel Auffälliges und Anstrengendes, wie in den ersten beiden Büchern. Das führte dazu, dass die Geschichte im Sinne der Zeit in einem eher ruhigen Fahrwasser verlief, was aber die Ehrlichkeit der Zeitgeschichte perfekt darstellt.

Die Schauplätze in Hamburg waren auch in diesem Buch wieder wunderbar in Szene gesetzt. Im Folgenden kann ich mich nur wiederholen: Der Schreibstil war wie in den beiden Bänden zuvor, natürlich auch flüssig und sehr verständlich. Die Szenen sind lebhaft und durch die stetigen Wechsel sehr kurzweilig. Ein Sternchen ziehe ich ab, weil sich die vier Freundinnen allesamt etwas zu schön und zu einfach, aus dem Leben verabschiedet haben.
Es war trotzdem ein Genuss in diese Zeit einzutauchen und die Geschichten rund um die vier Freundinnen und ihre Familien zu genießen.

Ich spreche eine Leseempfehlung aus.


Heidelinde von „friederickes Bücherblog“

Zeitenwende - Carmen Korn
Zeitenwende
von Carmen Korn
(19)
eBook
16,99

Ein durch und durch romantischer Roman

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 24.04.2019

Das Cover

Ein Mann steht vor einem Blumenladen. Der Hintergrund in einem eisblau mit zarten Schneeflocken und dem Eiffelturm. Zusammen mit dem Titel und dem Klappentext weiß man, dass man eine romantische Lektüre ausgewählt hat. Eine schöne Präsentation des Buches.

Die Geschichte (Spoiler!)

Es ist Herbst, der Wind pfeift durch die Straßen. Monsieur Matin hat eine neue Stelle im vornehmen Hotel Louis XV angetreten. Ein nicht einfacher Job. Da schaut er auf dem Nachhauseweg in das hübsch dekorierte Schaufenster eines Blumenladens. Fleurs de Fleur steht darüber. Ja, der Anblick ist Balsam auf seine Seele. Nach einem besonders schwierigen Tag geht er hinein und ist von der Wärme, dem Duft, den Farben und auch von der Blumenhändlerin entzückt. Er hat sein Herz an sie verloren und kauft immer wieder eine Kleinigkeit ein. Seine Gefühle bleiben nicht unerwidert. Das Leben ist allerdings nicht immer ganz einfach. Auch nicht das von Fleur Danton der Blumenhändlerin.

Meine Meinung

Eine wunderbar leichte und berührende Liebesgeschichte, die keinerlei großen Spannungsbögen benötigt, um unterhaltsam zu sein. Es war von Anfang an klar, um wen es hier geht und wer zusammenfinden sollte. Die Frage war nur, ob es gelingen würde. Die Protagonisten sind sehr feinfühlig und gut ausgearbeitet. Sie verströmten ihre Gefühle, ihre Sympathien und ihre Ängste. Die Autorin ließ mich durch Paris flanieren und das französische Flair genießen, wo immer ich mit ihr langgelaufen bin. Sie schreibt in einer wunderbaren, leichten, zu Herzen gehenden Sprache.

Zusammengefasst ist das Buch eine wunderbare Lektüre, die es mir gestattete einzutauchen, die mir erlaubte, mich fallenzulassen, und ich durfte die Geschichte unangestrengt genießen. Ein sehr schönes empfehlenswertes Buch, nicht nur zur Winterzeit.

Das Buch erhält von mir eine Leseempfehlung.
Heidelinde von „Friederickes Bücherblog“

Ein Winter voller Blumen - Marie Fontaine
Ein Winter voller Blumen
von Marie Fontaine
(8)
eBook
14,99

Die Reise in die Welt der Medizin des 19. Jahrhunderts geht weiter

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 24.04.2019

Das Cover

Das Cover zeigt eine Frau im 19. Jahrhundert, im Hintergrund München. Die dunkelrote Farbgebung schafft den optischen Unterschied zum leuchtenden Blau im ersten Band, lehnt sich aber in der Gestaltung eng an, sodass der hohe Wiederkennungswert gewährleistet wird. Auch dieses Mal ist es eine stimmige und beeindruckende Buchpräsentation.


Die Geschichte (Spoiler!)

1890: Die Ärztin Ricarda hat den Brauereierben Georg geehelicht. Sie lebt mit ihm und ihrer Tochter Henny ein eher beschauliches Leben, fern der pulsierenden Hauptstadt Berlin. Georg hilft ihr eine Praxis zu eröffnen, aber niemand nimmt ihre Hilfe in Anspruch, weil eine Frau als Ärztin nicht respektiert wird. Selbst dann, als eine Epidemie ausbricht und viele Kinder sterben, ist der Widerstand gegen ihre Hilfe groß. Emil von Berings Heilmittel wird außerdem als Humbug abgelehnt. Ricarda aber kämpft für ihre Patienten. Und dann, dann schlägt das Schicksal zu, und ein Geheimnis aus der Vergangenheit droht ihr alles zu nehmen.

Meine Meinung

Ich war sofort tief drin in der Geschichte, die mich im ersten Band so fasziniert hat. Das Leben von Ricarda wird weitererzählt, auch wieder perfekt eingebunden in die Medizin und die Zeitgeschichte des 19. Jahrhunderts. Erneut ist es eine spannende und aufwühlende Zeitreise. Die Protagonisten, die mir schon im ersten Teil ans Herz gewachsen waren, machten da weiter, wo sie aufgehört hatten. Sie alle haben sich auch in diesem Buch in ihren Charakteren glaubhaft bewegt, diesmal mit kleineren Einschränkungen. So fand ich es nicht ganz plausibel, dass Ricarda ihre zahlreichen auch schweren Schicksalsschläge, Widerstände und persönliche Enttäuschungen ohne hervorbrechende emotionale Ausschläge, in welche Richtung auch immer, hingenommen hat. Die Halbgeschwister und ihre Zufälle wollten mir auch nicht ganz einleuchten.
Aber auch dieses Buch ist in einer fabelhaften, leicht verständlichen Sprache geschrieben, die Zeitgeschichte wurde ebenso gut recherchiert und mit viel Gefühl eingebunden. Die Schauplätze sind wie gewohnt detailreich beschrieben. Darüber hinaus ist auch in diesem Band Armut und Reichtum ein großes Thema. Die vielen Perspektivwechsel und zahlreichen Wendungen halten den Spannungsbogen von Anfang bis Ende hoch.

Das erste Buch habe ich wie folgt zusammengefasst und kann das im zweiten Buch mit den gleichen Worten sagen: Ich habe ein Buch gelesen, das ein Füllhorn an Spannung und Zeitgeschichte ausbreitet. Ein Buch, welches die damaligen fast nicht vorhandenen Rechte der Frau vor Augen führt und intensiv schildert. Eine Geschichte, die beschreibt, wie schwierig das Leben in dieser Zeit war und wie die medizinischen Gegebenheiten das Leben und den Tod im Griff hatten. Ein wunderbares Buch, das mich sehr beeindruckt hat.
Das Buch erhält von mir eine Leseempfehlung.

Heidelinde von „Friederickes Bücherblog“

Die Ärztin: Stürme des Lebens - Helene Sommerfeld
Die Ärztin: Stürme des Lebens
von Helene Sommerfeld
(28)
eBook
9,99

Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 26.03.2019

Das Cover
Das Cover ist wieder sehr gelungen. Die Farben, der Hintergrund, die junge Frau und der Fliederstrauch. Ausnahme die Villa. Sie passt nicht so ganz. Natürlich ist das Cover optisch an die zuvor erschienen Bücher von Teresa Simon angelehnt und schafft auch mit diesem Buch einen hohen Wiedererkennungswert. Die Buch-präsentation und der Klappentext bilden eine abgestimmte Einheit und laden ein, das Buch unbedingt haben zu wollen.

Die Geschichte (Achtung Spoiler!)
Paulina fährt 2018 auf Bitten ihrer mütterlichen Freundin Antonia nach Wien. Sie soll für sie ein Erbstück abholen. Die junge Frau ahnt nicht, was sie antrifft und wie ihre Reise dorthin ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.
Die junge Sängerin Luzie Kühn arbeitet in Berlin an ihrer Karriere und träumt wie so viele Künstler vom Erfolg. Doch wir schreiben das Jahr 1936. Als Jüdin ist die Si-cherheit in Berlin nicht mehr gegeben. Mithilfe ihrer Großeltern bricht sie ihre Zelte ab und fährt nach Wien. Sie verliebt sich in Bela und ist im siebten Himmel. Aber auch Wien bietet keine Sicherheit.

Meine Meinung

Tauche ich ein Buch von Teresa Simon ein, so ist die Erwartungshaltung gleich ganz nach oben geschraubt, weil ich schon mehrere Bücher aus ihrer Feder gele-sen habe.
Wie immer spielt die Geschichte in zwei Zeitebenen. Da ist einmal die Gegenwart mit Paulina, die in Wien ein Tagebuch von einem Bekannten ihrer mütterlichen Freundin Antonia abholen soll. Sie wird dort herzlich begrüßt und beginnt vor Ort das Tagebuch von Luzie zu lesen. In den folgenden Tagen durchstreift sie Wien und alle Plätze, die in Luzies Leben eine Rolle gespielt haben. So kann sie vieles erahnen, erfühlen und das Leben Luzies nachvollziehen.
Die zweite Ebene in der Vergangenheit ergibt sich aus den Tagebucheinträgen zwischen 1936 bis 1944/45. Es ist die Geschichte und das Leben von Luzie. Dieser Teil wird natürlich aus der „Ich“ Perspektive des Tagebuches erzählt.
Die Protagonisten machen es mir in Büchern von Teresa Simon immer leicht. Sie öffnen sich und laden die Leser ein mit ihnen ihre Lebensgeschichte zu durchle-ben. Luzie hat mich auf ihrem Lebensweg ebenso wenig losgelassen, wie Paulina, die das alles noch einmal nachvollzog. Manchmal hatte ich das Gefühl dabei zu sein. Und auch was die Zeitgeschichte anbelangt, muss ich mich wiederholen. Sie ist so akribisch recherchiert und fließt mit so viel Feinfühligkeit und kleinen Gesten in die Geschichte ein, dass man die Autorin für ihre Arbeit nur bewundern kann. Wir kennen die dunkelste Zeit der Geschichte, aber diese an Beispielen einzelner Pro-tagonisten befestigt, eingewoben, gezeigt und erlebbar gemacht, zeigt um ein vieles mehr, was damals geschehen ist und nie wieder geschehen darf. Teresa Simon schreibt wie immer in einer wundervollen, leichten und spannenden Sprache. Der Spannungsbogen ist durch die unterschiedlichen Zeitebenen und die wechseln-den Perspektiven von Anfang bis Ende hoch.
Und dennoch erzählt das Buch keine ausschließlich dunkle Kriegsgeschichte. Nein, es eine Geschichte, die uns Wien und seine Menschen mit all ihren Gepflo-genheiten und ihrer Lebensart näherbringt. Es zeigt uns Straßen und Plätze, sowie Cafés und andere Sehenswürdigkeiten. Von den köstlichen Rezepten ganz zu schweigen. Eine ausgesprochene Liebeserklärung der Autorin an Wien. Und ob ein bisschen Liebe unter den Protagonisten unterwegs ist, werden wir beim Lesen se-hen.
Wie immer habe ich das Buch kaum aus der Hand legen können. Es ist einfach ein Buch, das man gelesen haben sollte und es reiht sich mit ein, in meine Highlights 2019.
Das Buch bekommt eine ausdrückliche Leseempfehlung.

friedericke von "friederickes bücherblog"

Die Fliedertochter - Teresa Simon
Die Fliedertochter
von Teresa Simon
(44)
eBook
9,99

Eine emotionale Reise in die Berliner Nachkriegszeit

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 14.03.2019

Das Cover:

Beim Cover habe ich zuerst zweimal hingeschaut. Es ist für die momentan eingesetzten Cover ungewohnt zurückhaltend, unauffällig, gar blass. Aber, es ist sooo passend zur damaligen Zeit. Dieses traurige Gesicht, der braune Mantel und im Hintergrund das berühmte Kranzler am Ku‘damm. Zusammen mit dem Klappentext ist das Gesamtbild eine in sich stimmige und harmonische Buchpräsentation.

Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):

Im Prolog feiern die Familien Thalheim & Weißgerber die Eröffnung ihres Kaufhauses am Kurfürstendamm. Nichts war Friedrich und Martin zu teuer, um das Kaufhaus ins rechte Licht zu rücken.
Und dann im ersten Kapitel, dann lag das Kaufhaus nach einem Bombenangriff 1945 in Trümmern.
Auch in der Familie Thalheim schlug das Schicksal in diesen Jahren zu. Die Mutter ist ums Leben gekommen, der Vater hat wieder geheiratet und ist in russischer Gefangenschaft. Rike, die älteste Tochter träumt seit Jahren davon, das Kaufhaus führen zu dürfen. Bruder Oskar gilt als vermisst, seine Zwillingsschwester Silvie ist ein bisschen flatterhaft. Stiefmutter Claire versucht ihr Bestes und das Nesthäkchen Flori ist verträumt. Ihre Villa wurde beschlagnahmt und alle zusammen suchen Unterschlupf in Omas Wohnung in der Bleibtreustraße. Sie schließen sich den Trümmerfrauen an, um dem Hunger entgegenzutreten. Es beginnt der lange entbehrungsreiche Weg in die Zukunft.



Meine Meinung:


Bücher von Brigitte Riebe, sind für mich ein Muss und diese Trilogie ganz besonders, denn ich liebe Geschichten aus den 50-er Jahren sehr. Die Autorin schreibt in einer wunderbaren Sprache, die mich jedes Mal sofort in die Geschichte hineinzieht. Alle Figuren haben mich, wie sollte es auch anders sein, sehr überzeugt, denn sie sind in ihren Charakteren gewohnt ausdrucksstark. Sie lassen mich sehr nah an sich heran und nehmen mich mit, in diese entbehrungsreiche und gleichzeitig der Zukunft zugewandte Zeit, die den Menschen alles abverlangte, um nicht zu verzweifeln. Besonders beeindruckend fand ich, die von Brigitte Riebe gewohnte präzise Einarbeitung der Zeitgeschichte, was immer mit einer aufwendigen Recherche einhergeht. Speziell in diesem Buch, sind auch die besonderen Gegebenheiten in Berlin, mit den Alliierten, der Luftbrücke und den politischen Unterschieden zwischen Ost und West von großer Bedeutung. Die Schauplätze sind wunderbar beschrieben und da ich diese teilweise (Bleibtreustraße und Kurfürstendamm) seit den 70-er Jahren persönlich gut kenne, weiß ich, welche Akribie erforderlich ist, um das so umzusetzen. Die häufigen Perspektivwechsel halten den Spannungsbogen immer sehr hoch.
Insgesamt darf man als Leser mitreisen, in eine fast vergessene, teils schwere, aber auch zwischenmenschlich intensive Zeit, wo man sich mit dem heutigen Abstand immer wieder wundert, in welcher Intensität sie von den Menschen nach diesem langen Krieg angenommen wurde. Ein Roman, der das Leben zwischen der totalen Zerstörung, dem langsamen Wiederaufbau, der Währungsunion und den Wünschen und Träumen aller Menschen, nach schönen und bunten Kleidern, nach gutem Essen und einem normalen Leben eindrucksvoll nachzeichnet.

Vielen Dank. Ich freue mich sehr auf Teil zwei und drei, die mich dann in die Zeit mitnehmen, die ich selbst miterlebt habe.

Das Buch bekommt eine ausdrückliche Leseempfehlung.

Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Die Schwestern vom Ku'damm - Brigitte Riebe
Die Schwestern vom Ku'damm
von Brigitte Riebe
(47)
eBook
16,99

Eine berührende Geschichte

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 05.03.2019

Cover:

Ein wunderschönes Cover, das in seinen schönen Farben und den drei kleinen Zeichnungen sehr zurückhaltend auf das Thema zeigt. Liest man den Klappentext, dann ist die Harmonie und Übereinstimmung des Buches zu fühlen. Die Einladung das Buch lesen zu wollen ist angekommen.


Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):

Großvater Florian ist an Alzheimer erkrankt und will keinerlei Hilfe annehmen, dabei schreitet sein Vergessen immer weiter voran. Toms Bemühungen eine Pflegerin zu finden und zum Bleiben zu bewegen scheitert immer wieder, denn kaum ist er aus dem Haus, tut Florian alles, aber wirklich alles, um die Pflegerin zu verjagen.
Sein Enkel ist verzweifelt, bis eines Tages Ani vor der Tür steht, die gerade ohne Wohnung aber mit viel Liebeskummer unterwegs ist und schon deshalb nicht einfach so davonläuft, auch nicht, als er vermehrt seine Gemeinheiten auspackt. Florian beginnt sich langsam zu verändern und erzählt von seiner großen Liebe Greta. Stück für Stück ändert sich sein Leben und auch das von Tom und Ani.









Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich gleich in seinen Bann gezogen, denn das Thema Alzheimer in einer zarten Liebesgeschichte zu behandeln ist sehr gelungen.
Die Autorinnen haben abwechselnd aus der „Ich“ Perspektive von Tom und Ani erzählt. Diese Perspektive lässt die tiefe Nähe zu, die man für dieses Buch braucht. Sie schreiben in einer leichten, sehr gut verständlichen und flüssigen Sprache. Die Figuren sind in ihren Charakteren wunderbar und sehr gut ausgearbeitet und agieren glaubhaft. Etwas gestolpert bin ich über den doch meines Erachtens sehr jugendlich klingenden Namen Florian, der auch in der täglichen Anrede zwischen Enkel und Opa benutzt wird. Und nicht ganz übereinander gebracht habe ich auch, die zuweilen über das Ziel hinausschießenden Aktionen von Florian, um Ani zu vergraulen. Manchmal, so denke ich, ist etwas weniger, doch viel mehr. Auch wenn ich weiß, dass das ein wenig das Salz in der Suppe des Buches ist. Insgesamt aber ist das Thema fabelhaft und mit sehr viel Gefühl aufgegriffen und in die Geschichte eingearbeitet.

Ein wunderbares Buch, das mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Unter uns nur Wolken - Anna Pfeffer
Unter uns nur Wolken
von Anna Pfeffer
(31)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Ein Arzt zwischen Realität und Fantasie

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 26.02.2019

Cover:

Das Cover ist nicht so ganz nach meinem Geschmack. Ein Mann steht als schwarzer Schatten vor schlichtem Hintergrund, im Kontrast mit dem kraftvollen Titel. Der Klappentext spricht mich allerdings schon an.


Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):

Alexander ist Oberarzt und sehr erfolgreich. Er liebt sein stressiges und eintöniges Dasein, ja sein privat langweiliges Leben. Bis sich das von einem Tag zum anderen ändert. Sein Freund Jürgen zwingt ihn, seine Praxis in Zinnowitz, vertretungsweise zu übernehmen. Und dann erfährt er auch noch, dass er eine Tochter hat.
Eine ereignisreiche Zeit beginnt.



Meine Meinung:

Am Anfang tat ich mich ein wenig schwer, weil er mir mit seinem Leben, neben dem aufreibenden Klinikalltag etwas seltsam und langweilig erschien. Und dann fuhr er nach Feierabend auch noch ins Lafayette, ein durch und durch französisches Kaufhaus und kaufte italienischen Wein und ital. Brot, was von den Autorinnen allerdings wunderbar gemacht wurde, zeigte es doch auch an diesem Beispiel, wie eingefahren, eigenartig und spießig sein privates Leben war.
Das änderte sich aber schlagartig, als sein Freund Jürgen ihn zwang nach Zinnowitz zu fahren.
Die Autorinnen schreiben in einer leichten und flüssigen Sprache. Die Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet und ihre Charaktere haben mich sehr überzeugt. Die Schauplätze sind exzellent beschrieben und lassen die Leser direkt mit an die Ostsee reisen.
Durch viele Wendungen und Ereignisse bleibt der Spannungsbogen die ganze Zeit hoch, sodass die Leselust bis zur letzten Zeile vorhanden ist. Das Ende ist dann aber so anders, so unvorhersehbar, dass ich den Autorinnen dazu gratulieren möchte. Ein Buch, das ich sehr empfehlen kann.


Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Alexander bricht aus - Barbara Bellmann, Theres Krause
Alexander bricht aus
von Barbara Bellmann
(6)
Buch (Taschenbuch)
9,90

Begeisternde Familiensaga

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 26.02.2019

Cover:

Eine Villa mit Blick auf das Wasser und eine junge Frau, zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Dazu zarten Farben und ein wunderbarer Klappentext. Eine sehr gelungene Buchpräsentation, die eine Einladung ausspricht.


Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):

Sofie Brix ist eine Bauerntochter und rettet 1912 Anna Nieland, die Tochter eines reichen Reeders, aus einem brennenden Hotel. Zwei Jahre später darf sie als Gesellschafterin von Anna in die Villa einziehen und arbeiten, was anfänglich nicht leicht ist.

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf, gerade auch deshalb, weil sich Sofie in den Bruder Annas verliebt und dann auf einem Lazarettschiff ihren Dienst aufnimmt, der sie an ihr Grenzen bringt und sie mehrmals zwingt über ihren Schatten zu springen.






Meine Meinung:

Im Mittelpunkt der Saga stehen drei starke Frauen, deren Geschichte mich tief berührt hat. Besonders Anna und Sofie sind beeindruckend und liebenswert. Alle Figuren sind perfekt ausgearbeitet und sind überzeugend in ihren unterschiedlichen Charakteren. Sie gestatten, ganz nah zu sein und die Geschehnisse mitzuerleben.
Die Autoren schreiben in einer wunderbaren, leichten und verständlichen Sprache. Die Schauplätze sind bis ins kleinste Detail beschrieben und haben mich mitgenommen, auf jedem Schritt, den die Protagonisten getan haben.
Aufgrund dessen, dass es sich um eine große Familie handelt und das Buch aus oft wechselnden Perspektiven erzählt wird, schreitet die Geschichte lebhaft und zügig voran und damit ist der Spannungsbogen gleichbleibend sehr hoch. Die Zeitgeschichte ist beeindruckend recherchiert und eingebunden, sodass ich den Ersten Weltkrieg auf den Schiffen, sowie die Probleme derer, die Zuhause versuchten, alles aufrechtzuerhalten, intensiv miterleben konnte.

Eine Geschichte, die mich nachdenklich und beeindruckt zurückgelassen hat. Ein wunderbares Buch, das ich gerne weiterempfehle.



Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Die Villa am Elbstrand - Charlotte Jacobi
Die Villa am Elbstrand
von Charlotte Jacobi
(10)
eBook
9,99

Eine spannende Suche nach dem Vater

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 20.02.2019


Das Cover passt sehr gut zu den Inhalten des Buches. Zu sehen ist der Rhein, eine Burg und eine junge Frau in der Kleidung rund um 1868.Der Klappentext ist aussagekräftig. Die Buchpräsentation ist daher in sich stimmig und lädt dazu ein, das Buch lesen zu wollen.


Die Geschichte (Achtung Spoiler!)
Paula ist seit Jahren als Gesellschafterin bei ihrer kränkelnden Verwandten Harriet Farley beschäftigt. Diese gönnt ihr fast nichts außerhalb ihres Hauses. Und so ist Paula mittlerweile sehr isoliert und eine junge Frau, die mit Anfang Dreißig kaum eine Chance hat, diesem eintönigen Leben zu entrinnen.
Durch Zufall erfährt sie von einem Postboten, dass zuvor ein Brief für sie angekommen ist. Harriet hatte ihr diesen nicht gegeben und so ahnte sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass in Bonn ein Bruder ihres Vaters lebt, dieser ernsthaft erkrankt ist und sie eingeladen hat, an den Rhein zu kommen.
Endlich löst sie sich von ihrer Familie und tritt mutig die Reise nach Bonn an. Dort bestaunt sie fasziniert die wunderschöne Landschaft, wirkt geradezu befreit und findet einen aufgeschlossenen Onkel vor, der zwar sehr krank ist, sie aber in all ihren Dingen unterstützt. Und dennoch gibt es Familiengeheimnisse und einige Informationen über ihren Vater, den sie nie gesehen hat. Der Wunsch mehr zu erfahren wird immer größer.
Und so macht sich Paula auf die Suche nach der Vergangenheit und den dunklen Wahrheiten.

Meine Meinung
Ich habe mich sehr gefreut, als ich das neue Buch von Susanne Goga gesehen habe, war ich doch von ihrem Buch „Das Haus in der Nebelgasse“ total begeistert.
Die Autorin schreibt in flüssiger, leicht verständlicher Sprache. Die Zeitgeschichte ist sehr feinfühlig in die Geschichte eingefügt und vor allen Dingen ist sie sehr gut recherchiert. Der Spannungsbogen ist bei diesem Buch nicht ganz so hoch, wie bei der Nebelgasse, weil diese Geschichte über ein Drittel des Buches anfänglich etwas langsamer voranschreitet. Es tat aber der guten Unterhaltung keinen Abbruch, wurde ich doch im Detail am Rhein entlanggeführt, mit all seinen Sehenswürdigkeiten, Burgen, Schlössern und Sagen, die heute noch genauso starke Anziehungskraft ausüben wie 1868 bei den englischen Reisenden.
Die Protagonisten sind wieder wunderbar ausgearbeitet, ihre Charaktere sind authentisch und glaubhaft. Die Sprache und ihre Dialoge sind der damaligen Zeit angepasst. Paula mochte ich sehr, sie war in dieser Zeit sehr mutig. Auch hatte sie viele Hürden zu bewältigen.
Insgesamt ein sehr schönes Buch der Zeitgeschichte, das mich eintauchen ließ in das Leben von Paula, die sich immer weiter entwickelt hat und in ihre Geschichte im Jahr 1868.
Das Buch bekommt eine Leseempfehlung.

friedericke von "friederickes bücherblog"


Die vergessene Burg - Susanne Goga
Die vergessene Burg
von Susanne Goga
(20)
eBook
9,99

Eine Hamburger Familiensaga

friederickes Bücherblog aus Berlin , am 13.02.2019

Das Cover
Das Cover zeigt eine hübsche junge Frau im Style der Zwanziger. Im Hintergrund das Meer, passend zum Norden, zu Hamburg. Die Farben sind sehr zurückhaltend, was der damaligen Zeit sehr entgegenkommt. Zusammen mit dem Klappentext fühl-te ich mich sehr angesprochen.


Die Geschichte (Achtung Spoiler!)

Die Geschichte spielt rund um das Gasthaus „Zum Stern“, das ihre Familie nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete. Die junge Jetta unterscheidet sich sehr von ihrem drei Geschwistern, tut Dinge, die in dieser Zeit nicht gerne gesehen sind, schminkt sich, schneidet die Haare ab und wickelt den entsetzten Vater um den kleinen Fin-ger. Viele junge Männer sind von ihr angetan und sie genießt das sehr. So ge-schieht es, dass sie in einer einzigen Nacht alle Vorsicht vergisst. Das bleibt nicht ohne Folgen.
Mit viel Aufwand, Hinterlist und Raffinesse nimmt sie ihr Leben in die Hand, obwohl sich die Krisen der Welt zuspitzen.

Meine Meinung

Eine frische humorvoll, in Teilen auch ernst erzählte Familiengeschichte, die mich in die Zwanzigerjahre mitgenommen, das damalige Leben durchleuchtet und nä-hergebracht hat.
Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet, sie sind authentisch und ihre Cha-raktere so unterschiedlich und passend, dass ich viel Freude daran hatte.
Die Autorin schreibt in einer leichten, lockeren und verständlichen Sprache. Die überwiegend eingesetzte Erzählform lässt allerdings nur den Blick von außen zu und schafft so einen gewissen Abstand zu den handelnden Personen, was ich sehr bedauerlich fand, weil sie wirklich Ecken und Kanten haben. Dennoch sind viele aufregende Wendungen und überraschende Veränderungen in der Ge-schichte, dass kein einziger Moment Langeweile aufkommt. Die Zeitgeschichte ist wunderbar eingearbeitet. Die Schauplätze sind ausführlich beschrieben und zei-gen auf eine überzeugende Art Hamburg und Umgebung, sodass man sich das alles sehr gut vorstellen kann.
Ein sehr schönes Buch, das die Zeit der Zwanziger in einer Hamburger Familiensa-ga erzählt und nahebringt.
Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung.

friedericke von "friederickes bücherblog"

Der Stern der Elbe - Diana Seidel
Der Stern der Elbe
von Diana Seidel
(5)
eBook
4,99

 
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