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Meine Bewertungen

Eine grandiose Buchreihe findet ihren Abschluss

Rebecca1493 , am 16.11.2018

Ein Farbklecks und ein Pärchen, das komplett in Schwarz-Weiß dargestellt wird – wie immer eher einfach gehalten, aber gleichzeitig ein wirkungsvoller Eyecatcher. Ich hätte nie gedacht, dass mir ein so grelles Grün als Farbe auf einem Cover gefallen könnte. Allerdings gefällt mir nicht nur die Farbe, sondern auch die abgebildeten Personen passen wie die Faust aufs Auge zur Beschreibung von Tess und Riley.

Ich fasse es gerade nicht, dass ich das letzte Mal eine Rezension zu einem Buch der Skinneedles-Reihe schreiben werde. Als ich kurz nach meinem Beitritt zur Lesejury zum ersten Mal die Inhaltsangabe zu Jake und Carries Geschichte überflogen habe, war ich eher unsicher, ob mir das Buch gefallen würde. Die Inhaltsangabe ließ eher auf eine 0815 Geschichte schließen. Umso mehr freue ich mich, dass ich der Reihe eine Chance gegeben habe, sonst hätte ich eine ganze Menge Menschen, allen voran die Autorin Amy Baxter, nie kennengelernt!

Amy hatte uns schon einige Monate lang mit kleinen Schnipseln aus der Geschichte angefüttert, die mich mal wieder sehnsüchtig auf einen weiteren, aber dieses Mal leider letzten Teil der Skinneedles-Reihe haben warten lassen. Zumindest grob hatte man sich dadurch einen Eindruck von Tess verschaffen können, Riley kannte man ja bereits durch Teil 3 und 4 der Reihe als bester Freund von Peg und Bekanntschaft von Joyce. Dass sich der Leadsänger und kleine Draufgänger allerdings als ein solcher Traummann herausstellen würde, hätte ich nicht unbedingt vermutet, aber Amy hat es bereits so oft geschafft mich zu verblüffen, also warum sollte es bei diesem letzten Band anders sein.

Natürlich waren auch alle anderen Crew-Mitglieder, die uns einige Nerven und Tränen gekostet haben, auch wieder mit von der Partie. Aber selbst, wenn jemand noch keine einzige Silbe der bisherigen Bücher gelesen hat, ist ein Einstieg in die Geschichte rund um Tess und Riley möglich. Allerdings bleibt der ein oder andere Spoiler zum Ende der vorherigen Teile der Reihe dabei nicht aus. Wer also gerne noch ohne Vorkenntnisse über Jake und Co. lesen möchte, würde ich empfehlen mit „Never before you“ zu beginnen! Immerhin kann man die einzelnen Bücher jetzt in einem Rutsch lesen.

Es ist wieder faszinierend, wie Tess und Riley genauso wie die Charaktere vor ihnen, ihrer Geschichte ihren Stempel aufgedrückt und sie zu etwas einzigartigem gemacht haben. Amy erfindet mit ihren Liebesromanen dieses Genre nicht neu, aber jede Erzählung hat ihren eigenen Charme. Oftmals hat man bei Reihen dieser Sparte das Gefühl, dass sich lediglich die Namen, der handelnden Personen ändern, der Inhalt aber derselbe bleibt. Tess und Riley gehen ihre Probleme aber ganz anders an als beispielsweise Jake und Carie oder Scott und Olivia und dafür liebe ich diese Reihe!

Und noch schöner war es, dass jedes Buch in den abschließenden Epilogen nochmals aufgegriffen und alle bisher offenen Fragen beantwortet werden. Ich habe versucht die Tränen zurückzuhalten, aber ich habe am Ende den Kampf verloren.

Vielen Dank Amy, dass du uns diese wundervollen und auf ihre Art liebenswerten Romanfiguren geschenkt hast! Ich freue mich auf die Projekte, die schon jetzt in deinem Kopf herumspuken und nur noch darauf warten zu Papier gebracht zu werden.

Fazit: Eine grandiose Buchreihe findet ihren Abschluss. Ich werde das Skinneedles vermissen.

Always with you - Riley und Tess - Amy Baxter
Always with you - Riley und Tess
von Amy Baxter
(16)
eBook
6,99

Ein unheinlich berührendes Buch!

Rebecca1493 , am 16.11.2018

Wer sich etwas in die Geschichte eingelesen hat, weiß, dass Alvie sehr häufig Labyrinthe zeichnet, um sich dadurch zu fokussieren und zur Ruhe zu kommen. Dementsprechend ist das Cover zur Geschichte sehr gut gewählt, allerdings nicht unbedingt der absolute Eyecatcher.

Durch eine Freundin, die mir das Buch als eines ihrer diesjährigen Jahreshighlights ans Herz gelegt hat, bin ich auf die Geschichte aufmerksam geworden. Den Klappentext hatte ich mir zwar schon im Vorfeld einmal durchgelesen, allerdings nicht hundertprozentig überzeugen können. Ich bin wirklich froh, dass ich mich auf Alvie und Stanley eingelassen habe.

Beide leiden an bestimmten Erkrankungen, die es ihnen deutlich erschweren in der „normalen“ Welt Fuß zu fassen. Vor allem Alvie wird durch die kleinste Änderung in ihrem Tagesverlauf aus der Bahn geworfen. Da das ganze Buch aus ihrer Sicht erzählt, bekommt man einen sehr guten Einblick in ihr Seelenleben. Mir war vor dem Lesen der Geschichte überhaupt nicht bewusst, welche Hürden ein Mensch mit dieser Erkrankung zu meistern hat. Ironie, Sarkasmus, eine kleine Lüge zur richtigen Zeit, um sich ins rechte Licht zu rücken – all diese Dinge sind für Alvie nur unter enormer Anstrengung verständlich oder teilweise überhaupt nicht nachvollziehbar. Ihre Umwelt reagiert nur mit Unverständnis auf ihr abweichendes Verhalten und vor allem in ihrer Kindheit hat sie große Probleme mit ihren Mitschülern klar zu kommen. Dabei will sie nur geliebt werden auf ihre ganz eigene Art. Ich war immer wieder sehr schockiert, wie grausam Kinder sein können, allerdings musste ich selbst zu Schulzeiten erfahren, dass man lieber in der Masse untertaucht, als hervorzustechen.

Stanley ist ein unfassbar geduldiger und liebenswerter Mensch, der mich wahnsinnig beeindruckt hat. Er hat in seinem Leben so viele Rückschläge erlitten und versucht dennoch immer nur das Positive zu sehen. Für Alvie könnte es keine bessere Stütze geben.

Zu verfolgen wie die beiden sich immer mehr annähern, hat mir unglaublich gut gefallen. Es wirkt alles sehr realistisch auf mich. Man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht und sich sehr gründlich mit der Krankheit auseinander gesetzt hat! Diverse Vorurteile, die man gegenüber Menschen mit dieser Erkrankung hat, werden genannt und gleichzeitig daraufhin gewiesen, dass sie dennoch wie jeder andere auch ein Recht haben sich auszudrücken, aber auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Fazit: Ich kann eine ganz klare Leseempfehlung für diese unheimlich berührende Geschichte aussprechen! Ich hätte gern noch viele Seiten mehr über Alvie und Stanley gelesen!

Jeder von uns ist ein Rätsel - A.J. Steiger
Jeder von uns ist ein Rätsel
von A.J. Steiger
(10)
eBook
12,99

Konnte nicht aufhören zu lesen!

Rebecca1493 , am 16.11.2018

Die Farbe der Blumen ist dieses Mal etwas dezenter, aber ich liebe das Türkis! Keine Ahnung, ob ich zu viel hineininterpretiere, aber vielleicht wurde diese Farbgebung vor allem deshalb gewählt, weil sich die Geschichte um zwei junge Männer dreht. Wer weiß.

Ich war wirklich sehr gespannt, ob mir der neueste Roman der „Ivy League“-Reihe von Sarina Bowen würde zusagen können. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass ich im Vorfeld noch nie eine Geschichte über ein gleichgeschlechtliches Pärchen gelesen hatte, war ich mir etwas unsicher, auch wenn ich keinerlei Probleme damit habe, dass Frauen Frauen oder Männer Männer lieben. Allerdings war ich auch sehr neugierig darauf, wie Sarina Bowen dieses nach wie vor heikle Thema darstellen würde.

Von der ersten Seite an leidet man mit den beiden Protagonisten Michael und John mit. Allerdings werden die beiden so häufig mit ihren Nachnamen angesprochen, dass man sie eigentlich im Buch nur unter den Namen Rikker und Graham kennenlernt. Manchmal musste ich kurz überlegen, wenn ihr eigentlicher Name genannt wurde. Der Roman wird aus der Sicht beider junger Männer erzählt. Die Perspektivenwechsel werden jeweils durch den Namen angekündigt, allerdings hatte ich den Eindruck, dass ein oder zwei Mal statt Graham Rikker die Geschichte erzählt, was mich doch etwas verwirrt hat.

Mir war natürlich bewusst, dass sich das Buch ausschließlich um das Thema Homosexualität und den Umgang damit drehen würde. Die beiden Protagonisten gehen mit damit sehr unterschiedlich um. Vor allem Graham tut sich schwer sich seine Gefühle einzugestehen, allerdings konnte ich sein Verhalten sehr gut nachvollziehen, denn vor allem in religiös geprägten Teilen von Amerika und noch dazu im Sportbusiness wird diese Art von Beziehung nicht besonders gern gesehen. Sein innerer Kampf wird meiner Meinung nach wahnsinnig gut beschrieben! Seine Angst aufzufliegen, war nahezu mit Händen zu greifen.

Mich hat es wirklich entsetzt, wie intolerant teilweise die Menschen, allen voran die Presse und die Eishockey-Mitspieler, auf Rikkers Homosexualität reagiert haben. Ich weiß natürlich, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt, allerdings erscheint es mir nicht weit hergeholt, dass in der heutigen Zeit auch in der Realität junge Menschen aufgrund ihrer sexuellen Vorlieben ausgegrenzt und beleidigt werden. Umso wichtiger ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass es keineswegs etwas Verwerfliches ist, jemand vom gleichen Geschlecht zu lieben! Dieses Buch bringt diese Message hervorragend rüber.

Einziges Manko war der Schreibstil bzw. die Übersetzung. Teilweise klangen die Worte etwas holprig und die Sätze etwas umständlich, aber im Ganzen hat dies meinen Lesefluss kaum beeinträchtigt.

Fazit: Bis auf kleine Abzüge für die zum Teil etwas holprige Übersetzung, konnte mich das Buch auf ganzer Linie überzeugen. Einmal angefangen, konnte ich kaum aufhören zu lesen!

The Ivy Years - Solange wir schweigen - Sarina Bowen
The Ivy Years - Solange wir schweigen
von Sarina Bowen
(34)
Buch (Paperback)
12,90

Sogar noch besser als Teil 1

Rebecca1493 , am 15.10.2018

Ich liebe das Cover! Das Schwarz lässt den Einband edel wirken und der Rotton bringt Farbe ins Spiel, sodass das Titelbild sofort ins Auge fällt. Ich freue mich jetzt schon darauf das Buch in meine Hände zu bekommen, bisher muss ich mich noch mit meinem Manuskript begnügen, allerdings macht das auch einiges her.

Seit Band 1 der Victorian-Rebels-Reihe ist Kerrigan Byrne für mich keine Unbekannte mehr. Sie konnte mich fast vom Fleck weg mit ihren düsteren Helden und starken Frauenfiguren überzeugen.

Durch die Leseprobe bekam man bereits einen sehr guten Eindruck davon, welche Abgründe sich bereits in Christopher Argents Leben aufgetan hatten. Bisher war der für seine Kampfkünste bekannte Hüne nur als Randfigur in Erscheinung getreten, Hintergründe zu seiner Person waren noch keine bekannt. Innerhalb der ersten Seiten wurde allerdings schnell klar, weshalb er einem Beruf nachgeht, der andere Menschen ins Grab bringt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit einem waschechten Killer mitfühlen könnte, schon gar nicht mit einem solchen emotionalen Eisklotz wie Argent einer ist, aber mit jedem weiteren Wort aus seiner Perspektive konnte er mich mehr für sich einnehmen.

Aber nicht nur Christopher, sondern auch „seine“ Millie und ihr kleiner Sohn Jakub konnten mich schnell auf ihre Seite ziehen. Ihre unbeirrbare Art Argent die Stirn zu bieten und ihm ihre Meinung zu sagen, hat mir sehr gut gefallen! Sie ist definitiv keine einfache Frau, aber vor allem diese Tatsache konnte mich von ihr überzeugen.

Der Schreibstil sehr gut, man kann der Geschichte ohne Probleme folgen und durch die Perspektivenwechsel bleibt die Spannung über das gesamte Buch hinweg auf einem konstant hohen Niveau. Ich hätte nicht gedacht, dass Kerrigan Byrne mit einer Erzählung dieses Genre verblüffen könnte, aber sie hat es tatsächlich einige Male geschafft und das kann man ihr nicht hoch genug anrechnen. Vor allem zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal so richtig an Fahrt auf und hat mich sogar zum Weinen gebracht.

Teil 3 erscheint zwar erst im nächsten Jahr, aber ich freue mich schon jetzt wie verrückt ein neues Werk der Autorin zu lesen. Nach „Ein Herz voll dunkler Schatten“ bin ich restlos vom Können der Autorin überzeugt!

Fazit: Das Buch konnte mich wieder sowohl sprachlich als auch durch seine Handlung und mitwirkenden Charaktere überzeugen. Eine absolute Empfehlung für Leser, die historische Romane mit einem Schuss Erotik lieben.

Victorian Rebels - Ein Herz voll dunkler Schatten - Kerrigan Byrne
Victorian Rebels - Ein Herz voll dunkler Schatten
von Kerrigan Byrne
(31)
Buch (Paperback)
12,90

Eine Geschichte wie sie das Leben schreibt

Rebecca1493 , am 10.09.2018

Ein typisches Mira-Taschenbuch-Cover: ein paar Blümchen auf weißem Grund und eine Überschrift, die zu einem Liebesroman mit der im Klappentext bereits angesprochenen Thematik passt. Nicht unbedingt der Eye-Catcher schlechthin, aber alles in allem ein solides Titelbild.

Durch eine gute Freundin war ich auf die Autorin Kristan Higgins aufmerksam geworden und da ich die Bücher und den Schreibstil meiner Freundin sehr schätze, dachte ich mir, dass ich einer ihrer absoluten Favoriten eine Chance geben sollte.

Insgesamt konnte mich „Das Leben ist kein Flickenteppich“ durchaus überzeugen. Die Charaktere habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Nora und ihre Versuche wieder neues Leben in ihre Familie einzuhauchen, haben mir sehr gut gefallen. Ich habe sie außerdem für ihren Mut alte Wege zu beschreiten und wieder in ihren Heimatort zurückzukehren bewundert.

Ein wenig zu kämpfen hatte ich allerdings mit der deutschen Übersetzung, die meinen Lesefluss immer wieder ins Stocken gebracht hat. Das englische Original wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen, man merkt aber, dass Kristan Higgins definitiv mit Worten umgehen kann! Über einzelne Passagen musste ich auf alle Fälle schmunzeln.

Da ich noch zwei Bücher der Autorin im Regal stehen habe, wird diese Geschichte nicht die letzte sein, die ich von Kristan Higgins lesen werde.

Fazit: Eine gelungene Liebesgeschichte, die mich überzeugen konnte!

Das Leben ist kein Flickenteppich - Kristan Higgins
Das Leben ist kein Flickenteppich
von Kristan Higgins
(3)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Idee und Handlung sind top, die sprachliche Umsetzung eher ein Flop

Rebecca1493 , am 14.08.2018

Das Cover ist unglaublich ansprechend. Die Blumen, die nackten Beine und die Aufmachung des Titels der Geschichte machen einiges her und haben zusammen mit der Inhaltsangabe direkt mein Interesse geweckt. Auch nachdem ich den Roman beendet habe, finde ich das Titelbild trotz seines doch eher romantischen Charakters und der Verspieltheit passend, denn es vermittelt eine trügerische Idylle, die das Buch zu Beginn noch vermittelt, aber im Verlauf zerschlagen wird.

Darauf, dass die Geschichte alles andere als eine typische Lovestory ist, war ich schon durch diverse andere Leserstimmen und den Klappentext des Buches vorbereitet worden. Eigentlich mag ich solche sehr realistisch gehaltenen Romane nicht, aber einem Buch mit solch einem wichtigen Thema wollte ich dennoch eine Chance einräumen.

Wo hört der Spaß, die Unbeschwertheit und das Einvernehmen auf und wo fängt eine Vergewaltigung an? Ist ein Mädchen selbst schuld an ihrem Unglück, wenn sie Alkohol trinkt oder Drogen konsumiert oder gar einen zu knappen Rock trägt? Und wie geht das Umfeld der Missbrauchsopfer damit um, vor allem wie im Falle der jungen Emma, die scheinbar nie etwas hat anbrennen lassen? Diese Fragen versucht Louise O’Neill für sich durch ihren Roman mit dem provokanten Titel „Du wolltest es doch“ zu beantworten. Die Umsetzung ihrer Idee dieses doch sehr heiklen Themas ist ihr sehr gut geglückt und hat mich am Ende der Geschichte sprachlos zurückgelassen. Ein Mädchen wurde zum Opfer und ihre Mitmenschen wenden sich von ihr ab. Wie kann das sein? Und noch viel erschreckender ist, dass solche Fälle – nicht unbedingt immer im Ausmaß wie in diesem Roman geschildert – keinen Seltenheitswert haben.

Natürlich hat Emma sich willentlich bei einer der vielen Partynächte zugedröhnt und war nicht mehr die Herrin ihrer Sinne, aber das gibt niemand das Recht eine solche Situation derart schamlos auszunutzen und ein wehrloses Mädchen in dieser Form bloßzustellen. Aber das Buch zeichnet sich nicht durch die Beschreibung der in dieser Nacht geschehenen Dinge aus, sondern vielmehr durch die unglaublich verstörende Reaktion ihrer Mitmenschen aus. Während des gesamten Romans waren meine Gedanken: zum Glück ist mir so etwas nie passiert! Im Zeitalter von Facebook, Instagram und Snapchat machen Bilder und Videos schnell die Runde und können innerhalb weniger Sekunden ein Leben auf den Kopf stellen und zerstören. Das hat Louise O’Neill wirklich hervorragend herausgearbeitet.

So wichtig die Thematik und schockierend der Inhalt allerdings auch waren, die sprachliche Umsetzung konnten mich leider absolut gar nicht überzeugen. Wie bereits angedeutet, sind solch deprimierende Geschichten schon nicht unbedingt mein Fall, aber durch den sehr gewöhnungsbedüftigen Sprachstil viel mir der Einstieg besonders schwer gefallen. Ich konnte den Rückblenden durch Klammern gekennzeichnet, teilweise aber auch ohne nicht wirklich folgen. Es war einfach nicht meins und irgendwie war ich froh, als ich das Buch zur Seite legen konnte.

Fazit: Die Idee für das Buch, ebenso wie die Handlung sind wirklich authentisch und für sich genommen 5 Sterne wert. Der Schreibstil hat mir das Leseerlebnis allerdings leider deutlich geschmälert!

Du wolltest es doch - Louise O'Neill
Du wolltest es doch
von Louise O'Neill
(58)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00

Indiana Jones meets Dystopie

Rebecca1493 , am 14.08.2018

Zunächst hat das Titelbild auf mich einen eher unspektakulären Eindruck gemacht, ich konnte mit den Symbolen einfach nichts anfangen und auf die zwei schwebenden Kids konnte ich mir keinen so rechten Reim machen. Mit ein wenig Hintergrundwissen die Geschichte betreffend, finde ich das Cover wiederum mehr als passend. Aber es ist trotzdem irgendwie schade, dass der erste Wow-Effekt ein wenig fehlt.

Vorweg noch eine kurze Anmerkung: es handelt sich um den Auftakt zu einem Mehrteiler. Ob Meagan und Amie eine Dilogie oder gar mehr Bücher geplant haben, kann ich im Moment nicht sagen, aber das Ende ist auf alle Fälle offen und vor allem sehr spannend gehalten!

Entfernt hatte ich schon einmal von den beiden Autorinnen gehört, aber noch kein Buch von ihnen gelesen. Das gemeinsame Projekt, der, wenn man der Beschreibung auf der Titelseite glauben möchte Bestseller-Schriftstellerinnen, hat mich aber vor allem wegen der Inhaltsangabe von sich überzeugen können. Ich war auf alle Fälle gespannt, wie sich die beiden Protagonisten zusammenraufen und sich ihre Zusammenarbeit gestalten würde.

Natürlich hatte man durch die Inhaltsangabe eine grobe Vorstellung davon, welche Richtung der Roman einschlagen würde. Nach den ersten Seiten wurden meine doch eher wagen Vermutungen aber über den Haufen geworfen, denn eine Dystopie, die ein wenig wie eine moderne Indiana Jones Adaption daherkam, hatte ich nun nicht unbedingt erwartet. Mein letzter Satz wird vielleicht den ein oder anderen stutzen und es sich vielleicht doch nochmal überlegen lassen, ob er dieses Buch tatsächlich in die Hand nehmen soll. Ich kann euch versichern, dass ich diese Mischung, obwohl ich Geschichten und Filme mit zu viel Action eigentlich nicht wirklich mag, einfach nur genial finde! Am liebsten hätte ich gar nicht aufhören wollen zu lesen!

Dazu beigetragen haben aber auch der unaufdringliche Schreibstil, die zu den Protagonisten passende jugendlich angehauchte Sprache und die ständigen Perspektivenwechsel, die die Spannung zu jeder Zeit aufrechterhalten haben.

Ich vermeide es absichtlich zu viel über den Inhalt des Buches zu erzählen, denn ich glaube, jedes weitere Wort über die Geschichte würde zu viel vorwegnehmen und das möchte ich natürlich nicht!

Fazit: Indiana Jones meets Dystopie – eine gewagte, aber umso wirkungsvollere Idee, die mich begeistern konnte!

Undying – Das Vermächtnis - Meagan Spooner, Amie Kaufman
Undying – Das Vermächtnis
von Meagan Spooner
(40)
eBook
16,99

Ein Muss für alle New-Adult-Fans

Rebecca1493 , am 14.07.2018

Die Gestalter sind sich treu geblieben, sodass man sofort die Zugehörigkeit zur "The Ivy Years"-Reihe erkennen kann. Ich mag das Cover sehr, es sticht ins Auge und macht wirklich einiges her. Vor allem die Farbe der Blumen gefällt mir ausgesprochen gut.

Da ich schon einige Bücher der Autorin gelesen habe, war mir der Schreibstil vertraut. Man merkt allerdings einen deutlichen Unterschied zwischen ihren Liebes- und Young-Adult-Romanen, vor allem bei der Schilderung der Sex-Szenen. Aber nichtsdestotrotz konnte mich ihre Art zu schreiben von Beginn an fesseln und hat mich im Verlauf keine Sekunde gelangweilt. Außerdem sucht man die allseits beliebten Perspektivenwechsel zwischen Scarlet und Bridger in diesem Roman nicht vergebens. Dadurch weiß man als Leser zwar schon ihre Geheimnisse voreinander, aber ich finde, dass die Spannung dadurch nicht verloren geht. Vielmehr ist es leichter ihre Beweggründe zu verstehen, da man nicht die ganze Zeit im Dunkeln tappt, welches Problem die beiden mit sich herumtragen.

Besonders angetan hat es mir die Thematik des Buches. In Band 1 wurde die Drogensucht der Mutter ja bereits angesprochen, dass er daran zu knabbern hat, konnte man allerdings durch seine Vorliebe für Parties und One-Night-Stands nicht wirklich erahnen. Dadurch dass der Fokus aber nun direkt auf ihn gerichtet wird, bekommt man aus nächster Nähe mit, welche Probleme sich daraus ergeben und wie er versucht Herr der Lage zu bleiben. Sein Einsatz für seine kleine Schwester ist bewundernswert! Aber nicht nur Bridger schleppt einiges mit sich herum, Scarlet hat derart große Geheimnisse, dass sie sogar ihren Namen ändert, um endlich wieder ein halbwegs normales Leben zu führen. Schon relativ früh wird klar, dass ihre Familie nicht so bilderbuchhaft ist wie sie nach außen hin erscheint. Dass sie für etwas verurteilt wird, dass sie nicht einmal selbst zu verschulden hat, war für mich kaum zu ertragen.

Aber nicht nur Scarlet und Bridger habe ich in mein Herz geschlossen, sondern auch Lulu seine kleine Schwester hat sich einen Platz darin erkämpft, ebenso wie Andy, Bridgers Nachbar. Nachdem ich Teil 2 beendet hatte, habe ich in Erfahrung gebracht, dass sich Band 3 der Reihe um ihn und eine von Scarlets Zimmernachbarinnen drehen wird. Darauf freue ich mich schon jetzt, denn spätestens nach dieser Geschichte bin ich zum „The Ivy Years“-Fan geworden, nachdem mich Teil 1 noch nicht restlos überzeugen konnte.

Fazit: In meinen Augen hatte das Buch nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte zu bieten, sondern gleichzeitig einen Tiefgang, den man in vielen Romanen dieses Genres häufig vermisst. Damit kann ich dieses Buch jedem New-Adult-Fan wärmstens ans Herz legen.

The Ivy Years - Was wir verbergen - Sarina Bowen
The Ivy Years - Was wir verbergen
von Sarina Bowen
(70)
eBook
9,99

Noch deutlich Luft nach oben!

Rebecca1493 , am 02.07.2018

Bisher haben mir die Titelbilder der im Loomlight Verlag erschienen Bücher sehr gut gefallen, so auch dieses hier. Im Verlauf der Geschichte wird schnell klar, worauf Titel und die eigentliche Covergestaltung hinweisen sollen. Beide passen in meinen Augen sehr gut zum Inhalt des Romans und sind gleichzeitig ein absoluter Eye-Catcher.



Das Buch ist der Debütroman der Autorin Lea Ringpfeil, weshalb ich nicht die gleichen Maßstäbe wie bei einem bereits erfahreneren Schriftsteller anlegen werde. Die Idee der Geschichte ist auf alle Fälle sehr durchdacht. Ich konnte mich ohne weiteres in die neu erdachte Weltordnung hineinversetzen und war nicht zu vielen neuen Begrifflichkeiten zusätzlich zu neu eingeführten Personen ausgesetzt. Das ist auf jeden Fall ein großer Pluspunkt! Allerdings merkt man Leas Schreibstil doch immer wieder an, dass er noch nicht hundertprozentig ausgereift ist und noch Luft nach oben besteht. Ab und zu waren es mir in aufeinanderfolgenden Sätzen zu viele Worte, die sich wiederholt haben und zusätzlich klang die ein oder andere Formulierung etwas holprig, aber wie gesagt, das sind Dinge, die sich in kommenden Romanen ändern lassen!
Leider haben mir die in doch recht großer Zahl vorkommenden Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler den Lesefluss erschwert. Dazu kam, dass immer wieder das Setzen von Abschnitten vergessen wurde, sodass zusammenhängende Passagen oft als solche nicht zu erkennen waren. Wirklich schade, aber vielleicht kann das in kommenden Ausgaben behoben werden!

Nach dieser Kritik möchte ich mich aber nochmals den positiven Seiten des Buches zuwenden: die im Roman vorkommenden Personen sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Bei der Figurengestaltung hat die Autorin also alles richtig gemacht! Die für die mitwirkenden Protagonisten gewählten Namen wie Caitlyn oder Aiden waren ein besonderes Highlight ebenso wie das gewählte Setting für die Geschichte. Außerdem war ich zu jeder Zeit gefesselt, da der Spannungsbogen konstant aufrechterhalten werden konnte und die Ereignisse nicht vorhersehbar waren.

Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe, wobei ich nicht weiß, wie viele Teile noch folgen werden! Ich werde Band 2 auf jeden Fall eine Chance geben und bin gespannt, welche Richtung die Geschichte einschlagen wird.

Fazit: Ein Debütroman der vor allem durch seine Figurengestaltung und seinen Spannungsbogen punkten kann. Allerdings sehe ich beim Schreibstil noch Luft nach oben.

Himmelstochter - Lea Ringpfeil
Himmelstochter
von Lea Ringpfeil
(11)
eBook
3,99

Schwieriges Themengebiet erstklassig umgesetzt

Rebecca1493 , am 02.07.2018

Die sechs abgebildeten jungen Menschen auf dem Cover stehen für die Personen, die im Buch mitwirken. Ich weiß nicht so wirklich, ob mir die Auswahl gefällt, vor allem Brady habe ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt. Diese Gefahr besteht natürlich immer, wenn man sich für diese Art von Titelbild entscheidet. Allerdings gefällt mir die Farbgebung sehr gut, da das Cover dadurch unscharf wirkt und im weitesten Sinne gesehen dadurch nicht hundertprozentig real, was sehr gut zum bisherigen Leben der Jugendlichen passt.

Geschichten von Juno Dawson waren mir bisher nicht bekannt. Dadurch konnte ich aber vollkommen unvoreingenommen in den Roman starten. Nach nur wenigen Seiten hatte mich die Autorin vollkommen von ihrem Können überzeugt. Die Sprache, die gewählt wurde passte einfach hervorragend zu den Jugendlichen und vor allem zur aufmüpfigen Erzählerin Lexi.

Schonungslos lässt Juno Dawson uns am Entzug und der Bewältigung der anderen psychischen Probleme der mitwirkenden Personen teilhaben. Mehr als einmal dachte ich bei mir, dass ich mich glücklich schätzen kann, bisher nie mit Substanzen wie Extasy, Heroin oder anderen harten Drogen in Kontakt gekommen zu sein. Denn relativ schnell merkt man als Leser, dass das Entgiften ein sehr schmerzhafter und vor allem auch erniedrigender Vorgang ist, aber noch anstrengender das anschließende „Clean“ bleiben ist. Das schwierige Themengebiet psychischer Erkrankungen wurde wirklich hervorragend umgesetzt!

Man bekommt nach und nach Einblicke in das teilweise doch sehr verstörende Leben sechs Jugendlicher, von denen man meint, dass sie durch ihr Geld eigentlich auf der Sonnenseite des Lebens stehen müssten. Aber schnell wurde mir als Leserin klar, dass gerade der Reichtum ebenfalls ein enormes Druckpotential in sich birgt. Die Krankheiten Magersucht, Zwangsstörung oder die verschiedenen Abhängigkeitserkrankungen sind oft nur die Spitze des Eisbergs. Unter der Oberfläche jedes Protagonisten brodelten einige an unausgesprochene Probleme, die sich durch die Psyche Bahn gebrochen haben.

Diese Geheimnisse, die Lexi und Co. Mit sich herumschleppen, wurden nach und nach ans Licht befördert und konnten den Spannungsbogen der Geschichte konstant hoch halten. Was mir natürlich immer gut gefällt ist, wenn eine Liebesgeschichte ebenfalls Platz findet. Allerdings hätte ich sie bei diesem ernsten Themengebiet auch nicht unbedingt vermisst. Bradys und Lexis Annäherung fand ich allerdings zu jeder Zeit stimmig, sie passte zur Ernsthaftigkeit des Romans.

Fazit: Ein wirklich schwieriges Themengebiet wurde in meinen Augen erstklassig umgesetzt. Es war definitiv kein 0815-Roman, sondern beleuchtet das Leben der Jugendlichen schonungslos.

Clean - Juno Dawson
Clean
von Juno Dawson
(16)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,99

 
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