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KruemelGizmo aus Düsseldorf

Gesamte Bewertungen 13 (ansehen)


Meine Bewertungen

Rezension zu Wenn Kinder töten

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 12.06.2019

Ein sechsjähriger Junge erschießt seine Klassenkameradin, da sie ihn nicht mag. Ein 13-jähriger ist Deutschlands jüngster Serienmörder. Eine 12-jährige tötet mit ihrem Freund ihre ganze Familie, da sie mit der Beziehung nicht einverstanden sind...
Stephan Harbort, Experte für Serienmörder und Täterprofile, erzählt über Fälle in den Kindern zu Mördern wurde, beleuchtet ihre Kindheit, und was sie dazu brachte diese Taten zu begehen. Bei seinen Untersuchungen stellt er fest, dass die Motive dieser Täter denen erwachsener Täter sehr ähnlich sind, und es oftmals um Macht, Habgier, Gewalt und Beziehungskonflikte geht. Meistens sind diese Kinder strafunmündig, und können daher juristisch nicht zur Verantwortung gezogen werden, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht wussten was sie taten oder kein Schuldbewusstsein hatten. Und wie geht man mit solchen Kindern um?

Wenn Kinder töten stammt aus der Feder von Stephan Harbort.

Wenn Kinder töten löst das oftmals ein Unverständnis, ein Nicht-Glauben-Wollen aus, aber auch die Frage warum und wie hatte es dazu nur kommen können. Die in diesem Buch geschilderten Fälle, haben es in sich und kriechen einem unter die Haut. Teilweise mit einer Kälte und Distanziertheit werden die Taten geplant und durchgeführt, was einem als Leser schon mal den Atem stocken lässt.

Stephan Harbort betrachtet in diesem Buch nicht nur die Fälle, sondern auch die Lebensumstände der jeweiligen Kinder, ihre Entwicklung bis zur Tat und wenn möglich auch ihren weiteren Werdegang, was ich ausgesprochen interessant und informativ empfand. Auch der juristische Umgang mit den Kindern wird beleuchtet und es gibt dabei je Land sehr unterschiedliche Herangehensweisen und Altersbegrenzungen. Innerhalb der USA gibt es sogar zwischen den einzelnen Bundesstaaten deutliche Unterschiede, und es wird sogar über die Todesstrafe für Kinder diskutiert.

Gerne hätte ich noch einen intensiveren Blick in die Psyche der Kinder gehabt, denn auch wenn aus allen Richtung die Taten und Täter versucht werden zu beleuchten, wurde mir das Warum trotzdem oft nicht klar. Den Auslöser für die Taten konnten fast immer benannt werden, aber bis dahin müssen diese Kinder eine Entwicklung durchgemacht haben, die sie zum Mörder hat werden lassen. Was muss in einer Kinderseele passieren und wie verändert sich die Psyche, dass solche Taten möglich sind?

Mein Fazit:
Ein sehr interessantes und informatives Buch, gerne hätte ich aber noch einen intensiveren Blick in die Tiefe gehabt.

Wenn Kinder töten - Stephan Harbort
Wenn Kinder töten
von Stephan Harbort
(13)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Rezension zu Ich musste sie kaputt machen

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 29.05.2019

Joachim Georg Kroll gilt in Deutschland als „Jahrhundertmörder“. Mehr als zwei Jahrzehnte lang konnte er unentdeckt Frauen und Mädchen ermorden, bis ihn die Polizei endlich fasste. Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort, Experte für Serienmorde und Täterprofile untersucht diesen Fall und zeichnet dabei ein und zeichnet dabei ein Psychogramm eines Mörders, der sein ganzes Leben von seinen Trieben gesteuert wurde.

Ich musste sie kaputt machen – Anatomie eines Jahrhundert-Mörders von Stephan Harbort.

Joachim Kroll, der Menschenfresser/Kannibale von Duisburg konnte jahrelang unerkannt morden. In diesem Buch greift der Autor seine Lebensgeschichte auf und schildert die damaligen Ereignisse. Dafür nutzte er z. B. die damaligen polizeilichen Untersuchungsprotokolle, Gutachten, Tatortberichte, Oduktionsprotokolle und führte selbst Interviews um dem Leser ein umfassendes Bild der damaligen Ereignisse und vom Leben und Denken des Täters zu geben.

Ohne jede Empathie, nur von seinen Trieben gesteuert mordet sich Joachim Kroll durchs Leben. Mit einer Kaltblütigkeit, die eigentlich nur am Anfang von der Angst vor Entdeckung etwas gezügelt wird, geht er seinen Trieben nach, seine Phantasien werden immer ausufernder, die er natürlich auch ausleben möchte. Dabei ist er nicht mit großem Intellekt gesegnet und trotzdem schafft er es jahrelang unerkannt zu bleiben.

Auch der Einblick in die polizeilichen Strukturen und die Arbeit bzw. Einstellung von Gutachtern empfand ich sehr interessant und gaben aus heutiger Sicht für mich ein erschreckendes Bild ab, hier hätte mit einem Blick über die vorgefassten Meinungen manchmal einiges Leid vermieden werden können.

Das Buch ist sehr sachlich geschrieben, es wirkte zu keinem Zeitpunkt reißerisch auf mich, was mir aufgrund der Thematik ausgesprochen gut gefallen hat. Dabei lässt es sich trotz aller Sachlichkeit gut und flüssig lesen, und die Schilderungen konnten mir dabei unter die Haut kriechen und waren nicht immer einfach zu ertragen.

Mein Fazit:

Ein interessantes und spannendes Buch, über das Leben und der Persönlichkeit des Serienmörders Joachim Kroll, das obwohl es sich dabei um ein Sachbuch handelt manchmal wie ein Thriller unter die Haut ging.

»Ich musste sie kaputt machen« - Stephan Harbort
»Ich musste sie kaputt machen«
von Stephan Harbort
(13)
Buch (Taschenbuch)
12,00

Rezension zu Wähle den Tod

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 15.07.2018

Jana Langenfeld hat ihre Vergangenheit hinter sich gelassen und tief in sich vergraben. Nun lebt sie mit ihrer Familie vor den Toren Berlins und führt ein neues Leben. Niemand ahnt ihr Geheimnis, aber als sie auf einmal den Familienhund tot im Garten findet, fängt sich eine Spirale der Bedrohung an zu drehen, die Janas Leben und ihr Familiendrück immer mehr bedroht und sie dazu zwingt sich mit ihrer Vergangenheit und dem damals begangen Unrecht auseinanderzusetzen. Als auch noch ihre Kinder entführt werden, wird sie vor eine unmögliche Wahl gestellt, entweder stirbt sie oder ihre Kinder…

Wähle den Tod stammt aus der Feder von Jutta Maria Herrmann.

Jana Langenfeld lebt ein beschauliches Leben mit Mann und Kindern, dabei wirkt sie zu anfangs auch sympathisch auf mich. Aber so nach und nach bröckelte die Fassade die Jana aufgebaut hat und was dabei alles zum Vorschein kam hatte es wirklich in sich und von meiner anfänglichen Sympathie blieb nicht mehr viel übrig. Janas Vergangenheit wird dabei dem Leser häppchenweise präsentiert und man bekommt ein immer genaueres Bild von der Protagonistin.

In einem klaren und flüssigen Schreibstil schafft es die Autorin die wachsende Verzweiflung und Angst von Jana gut einzufangen und die Spannung kontinuierlich zu steigern. Auch wenn einige Szenarien für mich vorhersehbar waren in ihrem Ablauf, konnte mich die Autorin auch immer wieder überraschen.

Nach einem spannenden Showdown in den man mit den Protagonisten mitfiebert konnte mich das Ende wirklich für sich einnehmen. Es war anders als ich es erwartet hatte und konnte dadurch zusätzlich punkten, es ließ auch Spielraum für eigene Gedanken und Wertungen.

Mein Fazit:
Ein spannender Psychothriller, der mich mit seiner Geschichte und vor allem mit dem Ende begeistern konnte.

Wähle den Tod - Jutta Maria Herrmann
Wähle den Tod
von Jutta Maria Herrmann
(18)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Rezension zu Der Tod bohrt nach

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 12.07.2018

Während ihres nächtlichen Notdiensts taucht bei Zahnärztin Dr. Leocardia Kardiff ein sehr seltsamer Patient auf, der ihr was von einem Mord vorstammelt und dann plötzlich aus ihrer Praxis verschwindet. Das weckt natürlich die kriminalistischen Lebensgeister in ihr und erneut macht sie sich auf die Suche und kommt dabei einer Entführung auf die Spur, und auch eine Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Auch Hauptkommissar Zimmer und sein Team ermittelt in dem Fall, aber Leo kann es nicht lassen und geht der Sache natürlich selber nach…

Der Tod bohrt nach ist der dritte Teil um die Zahnärztin Dr. Leocardia Kardiff aus der Feder von Isabella Archan.

Leocardia Kardiff, ist eine eher ungewöhnliche Zahnärztin, geplagt mit einer ausgeprägten Spritzenphopie und leicht neurotisch, aber mit dem Herzen am rechten Fleck stolpert sie immer wieder in neue Kriminalfälle. Diesmal trifft ein Patient bei ihr den richtigen Nerv und sie beginnt erneut auf eigene Faust neben der Polizei zu ermitteln. Dabei geht sie gerne einen unkonventionellen Weg um vorwärts zu kommen und manchmal hilft auch Kommissar-Zufall dabei, und sich selbst bringt sie dabei auch schon mal gerne in Gefahr.

Auch in Leos Privatleben geht es turbulent zu, denn ihr Vater zieht erstmal zu ihr und wird auch noch ein Schatten in ihrer Praxis, was das Nervenkostüm der armen Zahnärztin zusätzlich strapaziert. Und Britti Poster, ihre Angestellte, erlebt ihr eigenes kleines Drama, deren Auflösung mich wirklich überraschte.

Neben einem spannenden und gut aufgebauten Kriminalfall, der natürlich ernster gehalten ist, enthält auch dieser Krimi viele humoristische Elemente, bei denen ich immer wieder schmunzeln musste. Die Geschichte fließt gut vorwärts und die Spannung baut sich nach und nach immer weiter auf um in einem für mein Empfinden gelungenen Finale zu gipfeln.

Mein Fazit:

Ein spannender Krimi, der zusätzlich mit seinem Humor und seiner Protagonistin bei mir punkten konnte.

Der Tod bohrt nach - Isabella Archan
Der Tod bohrt nach
von Isabella Archan
(10)
Buch (Taschenbuch)
12,90

Rezension zu Hex

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 26.06.2018

Das kleine, idyllisch gelegene Städtchen Black Spring hat ein Problem, namens Katherine.
Denn Katherine ist eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern schon mal einen Schrecken einjagt, aber vor allem ihr Leben stark einschränkt. Niemand außerhalb der Stadt darf was von der Hexe erfahren und so gelten sehr strenge Regeln, wie eingeschränkter und überwachter Internetzugang, Besuch ist nur selten und unter Auflagen möglich. Die Regeln sollen verhindern, dass sie der Fluch der Hexe trifft. Aber die Teenager des Ortes können und wollen sich mit den Einschränkungen nicht mehr abfinden und wollen mit Videos und anderen Beweise an die Öffentlichkeit gehen. Ihr Vorhaben setzt furchtbare Dinge in Gang und in Black Spring bricht die Hölle los…

Hex stammt aus der Feder von Thomas Olde Heuvelt.

Die dreihundert Jahre alte Hexe Katherine hat das Leben der Bewohner in Black Spring fest im Griff. Am Anfang scheint es noch recht spielerisch und wirkte auch etwas witzig, wie die Bewohner schon mal mit ihrer Hexe umgehen um das Leben mit ihr zu ertragen. Aber im Laufe der Geschichte nimmt die zuerst nur unterschwellig zu spürende Bedrohung durch die Ereignisse immer mehr zu, bis sie sich in einem grausamen Finale entladet. Dies Atmosphäre, die der Autor in diesem Buch geschaffen hat, konnte mich wirklich in seinen Bann ziehen und trieb die Geschichte für mich gekonnt weiter.

Die Protagonisten empfand ich gut dargestellt und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn hier und da schon mal ein Klischee dabei bedient wird. Die Entwicklung, die die Gemeinde als Gesamtheit durchlebt war erschreckend zu lesen, aber wozu Menschen, allen voran als Gruppe, fähig sind, wurde hier für mein Empfinden gut herausgearbeitet.

Auch wenn zum Schluss, sich die Ereignisse fast schon überschlagen und sie für mich etwas zu konstruiert wirkten, konnten sie mich trotzdem für sich einnehmen und passten gut in das Gesamtbild dieser Geschichte.

Hex war für mich nicht ein wirklicher Horror-Roman, dafür fehlte es für meinen Geschmack wirklich am Gruselfaktor, aber es konnte mich durch die dichte und bedrohliche Atmosphäre begeistern.

Mein Fazit:
Ein toller Roman, der mich mit seiner Geschichte und vor allem mit seiner dichten und bedrohlichen Atmosphäre begeistern konnte.

Hex - Thomas Olde Heuvelt
Hex
von Thomas Olde Heuvelt
(43)
Buch (Taschenbuch)
12,99

Rezension zu Die Seele des Bösen - Vermisst

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 01.06.2018

FBI Profilerin Sadie folgt zusammen mit ihrer Familie der Einladung ihrer Freundin und Kollegin Andrea Thornton nach London. Zusammen mit ihrem Kollegen Nick Dormer aus Quantico soll sie dort bei einer Fachtagung einen Vortrag halten. Während Sadie auf der Konferenz dem Austausch mit ihren Kollegen genießt, freundet sich Libby mit Andreas fast gleichaltrigen Tochter Julie an. Matt und die beiden Mädchen machen sich zu einer Sightseeing-Tour in London auf, bei dem die beiden Mädchen auf einmal verschwinden. In einem Müllcontainer findet Matt die Taschen der Beiden und ihm ist sofort klar das was schlimmes geschehen sein muss…

Die Seele des Bösen – Vermisst ist der 14. Teil aus der Sadie-Scott-Reihe von Dania Dicken.

Auch in diesem Teil wird es wieder spannend, denn Sadie und Andrea sehen sich mit einer ihrer schlimmsten Befürchtungen konfrontiert, ihre Töchter, bzw. Pflegetochter verschwinden. Natürlich machen sie sich direkt auf die Suche nach den Beiden und Nutzen dabei alle Ressourcen die ihnen zur Verfügung stehen um sie zu finden.

Während sonst oft das Profiling in dieser Reihe einen großen Stellenwert einnimmt, übernimmt diesmal die „normale“ Ermittlungsarbeit der verschiedener Behörden, allen voran die des FBIs diese Rolle. Die Zusammenarbeit des FBI mit der englischen Polizei brachte für mich eine ganz bestimmte Würze mithinein, denn die unterschiedlichen Ressourcen, die die jeweiligen Behörden nutzen können und die verschiedenen Mentalitäten von Amerikanern und Europäern wurden hier gelungen thematisiert.

Die Empfindungen, die die verschiedenen Charaktere hier erleben, die Verzweiflung, die Angst und der Schmerz empfand ich gut eingefangen und überzeugend dargestellt und konnten mich berühren und ließen mich als Leser tiefer in die Geschichte eintauchen.

Die Spannungskurve war für meinen Geschmack gut aufgebaut, sie steigerte sich durch überraschende Wendungen und Ereignisse in der Geschichte immer mehr und gipfelte in einem Finale, bei dem man als Leser mit den Protagonisten mitfiebern konnte.

Auch wenn ich die Geschichte spannend und mitreißend empfand, störte es mich doch ein klein wenig, dass schon wieder mal den Hauptcharakteren bzw. deren direktes Umfeld was passiert. Ich finde es leider auf Dauer nicht so glaubhaft, wenn alle schlimmen und furchtbaren Dinge und Verbrechen immer nur den Hauptcharakter, deren Familie oder Freunde treffen.

Mein Fazit:
Ein spannender 14. Teil der Thriller-Reihe, der mich mit einer gelungenen Spannungskurve und gut nachvollziehbaren Empfindungen für sich einnehmen konnte.

Die Seele des Bösen - Vermisst - Dania Dicken
Die Seele des Bösen - Vermisst
von Dania Dicken
(14)
eBook
3,99

Rezension zu Scythe - Die Hüter des Todes

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 05.04.2018

Die Menschheit lebt in der perfekten Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und sogar der Tod besiegt wurde, aber diese Welt hat auch ihren Preis, denn auch in dieser Welt müssen Menschen sterben. Die Entscheidung wer stirbt treffen die Scythe, die Hüter des Todes. Sie sind auserwählt, um zu töten. Aber dieser Dienst lässt sie nicht kalt, sie empfinden Mitleid und Reue und manchmal unerträglich großes Leid. Aber hätten sie all diese Gefühle nicht, wären sie Monster.
Die beiden Teenager Citra und Rowan werden gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen. Während sie die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Aber am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt werden und dessen erste Aufgabe ist den jeweils anderen hinzurichten…

Scythe – Die Hüter des Todes ist der erste Teil der Scythe-Trilogie von Neal Shusterman.

Die Welt in der Citra und Rowan wirkt auf den ersten Blick wie Utopia, es gibt keine Armut mehr, Krankheiten sind wie der Tod besiegt, es gibt keine Länder mehr und auch keine Kriege, alles wird durch eine künstliche Intelligenz geregelt. Um aber eine Überbevölkerung zu vermeiden, müssen immer noch Menschen sterben. Diese Aufgabe wird durch die Scythe übernommen, die außerhalb der Kontrolle der künstlichen Intelligenz nach ihren eigenen Regeln und ihrem eigenen Kodex handeln.

Citra und Rowan, zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die sich anfangs sehr schwer tun miteinander und auch mit der Vorstellung ein Scythe zu werden. Ihre Entwicklung und ihr Umgang mit der Situation waren interessant zu verfolgen, vor allem im späteren Verlauf der Geschichte, die auch einige überraschende Wendungen für den Leser bereithält.

Immer abwechselnd wir die Geschichte jeweils um Citra und Rowan erzählt, unterbrochen von Tagebucheinträgen, durch die die Sichtweise verschiedener Scythe erzählt wird und damit oftmals einen tieferen Einblick gewährt wird. Persönlich hat mir auch gut gefallen, das in dieser Geschichte, die moralischen und ethischen Aspekte dieser neuen Welt und der Arbeit der Scythe immer wieder thematisiert wurden.

Die Spannung baut sich während des Buches langsam auf, während sie am Anfang für mich mehr unterschwellig zu spüren war, nahmen die Ereignisse in der Geschichte immer mehr Fahrt auf und kamen auch mit überraschenden Wendungen und einer Portion Action daher, die die Spannung deutlich steigerten um in einem gelungenen Finale zu gipfeln, das einen auch noch sehr neugierig auf den nächsten Teil zurücklässt.

Mein Fazit:
Ein toller Auftakt der Trilogie, der mir interessante und spannende Lesestunden bereitet und mich auch sehr neugierig auf den nächsten Teil zurück gelassen hat.

Scythe 01 - Die Hüter des Todes - Neal Shusterman
Scythe 01 - Die Hüter des Todes
von Neal Shusterman
(184)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99

Rezension zu Wie Schatten über totem Land

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 28.03.2018

1902 – in Catacumbas, Mexiko werden die entführten Plugford-Schwestern zur Prostitution gezwungen. Um sie zu befreien zieht eine Gruppe unterschiedlichster Charakter nach Mexiko und finden sich in einer Hölle wieder, in der sich die schlimmsten menschlichen Abgründe auftun…

Wie Schatten über totem Land („Catacumbas“) stammt aus der Feder von S. Craig Zahler.

Die Plugford-Schwestern wurden entführt und werden in Catacumbas in Mexiko zur Prostitution gezwungen. Ihr Vater, ihre Brüder, Patch-up, der im Buch immer wieder rassistisch als „Neger“ oder schlimmeres bezeichnet wird aber eigentlich zur Familie gehört, der Indianer Deep Lakes und Long Clay, der Revolverheld machen sich auf den Weg sie zu befreien. Da keiner von ihnen spanisch spricht heuern sie Nathaniel Stromler an, der nicht ahnt worauf er sich bei dieser Rettungsmission einlässt und in eine Geschichte hineingezogen wird, die sein Leben und sein Wesen für immer verändern wird.

Wie Schatten über totem Land war der erste Western den ich gelesen habe, aber der Klappentext sprach mich irgendwie an und so wollte ich dieses für mich neue Genre mal ausprobieren. Bei diesem Buch handelt es sich nicht um eine klassische Westerngeschichte und so konnte mich dieses Buch doch zum größten Teil sehr schnell für sich einnehmen.
Die Geschichte ist brutal und schonungslos und nimmt bei den Beschreibungen oftmals kein Blatt vor den Mund, manche Szenen waren für mich persönlich dann auch fast zu viel und ich musste schnell darüber hinweg lesen, es ist auf jeden Fall kein Buch für zartbesaitete Leser.

Die unterschiedlichen Charaktere, die hier zusammengewürfelt wurden, waren sehr interessant und reichten vom eiskalten, gewissenlosen Revolverhelden bis zum Gentleman, der Gewalt ablehnt. Teilweise machen die Charaktere Entwicklungen durch, die der schrecklichen Situation geschuldet sind, und ihr Leben nachhaltig verändern, was einzelnen Protagonisten mehr Tiefe verlieh.

Die Rettungsmission endet in einem brutalen, gewalttätigen und actionreichen Showdown, bei dem auch schonungslos alle möglichen menschlichen Grausamkeiten ausgelebt werden um ein Ziel zu erreichen. Das Ende hält auch nicht wirklich ein Happy End für den Leser bereit, was ich nach der doch sehr düsteren Geschichte als sehr passend empfand.

Mein Fazit:
Mein erster Western, spannend geschrieben aber manchmal auch fast ein wenig zu brutal für mich persönlich.

Wie Schatten über Totem Land - S. Craig Zahler
Wie Schatten über Totem Land
von S. Craig Zahler
(2)
eBook
4,99

Rezension zu Unter pechschwarzen Sternen

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 26.03.2018

Berlin – Eine Frau wird ermordet aufgefunden, ihr Leichnam ist übersät mit Messerstichen und der Täter hat sie auch noch grausig in Szene gesetzt. Claudia Vogt und Thomas Harder werden mit den Ermittlungen betraut und sie fragen sich schnell ob es sich dabei um die Tat eines psychisch Kranken handelt und ob es der Auftakt zu einer Mordserie ist. Die Ermittlungen gestalten sich nicht einfach, auch weil die beiden Ermittler nicht unterschiedlicher sein könnten und sich ihre Zusammenarbeit dadurch mehr als schwierig gestaltet. Claudia Vogt ist ehrgeizig und hält sich genau an die Dienstvorschriften, Thomas Harder ist ein Alkoholiker mit Todessehnsucht, der nach einem Disziplinarverfahren gerade erst wieder seinen Dienst angetreten hat. Beide haben eine sehr unterschiedliche Herangehensweise an den Fall, was oftmals zu Konflikten führt, aber wenn sie den Täter fassen wollen, müssen sie sich zusammenraufen und das möglichst schnell, denn alles deutet darauf hin, dass der Täter es auf mehr als ein Opfer abgesehen hat…

Unter pechschwarzen Sternen stammt aus der Feder von Gereon Krantz.

Das Thrillerdebüt von Gereon Krantz beginnt wirklich interessant und man ist als Leser direkt ohne viel Federlesen in der Geschichte drin. Die Passagen aus Sicht des Täters, und damit seinen kranken Gedanken zu folgen, war wirklich spannend geschrieben und es blitzte wie im ganzen Buch ein gelungener schwarzer Humor dabei hervor. Der Fall, aber allen voran die Mordmethoden beziehungsweise die Inszenierungen die der Täter wählt empfand ich außergewöhnlich und mal als was Neues.

Die Protagonisten Claudia Vogt und Thomas Harder waren wie der Klappentext es schon versprach ziemliche gegensätzliche aber auch stereotypische Ermittler. Leider wurden hier noch zusätzlich gerne weitere Klischees bemüht, die zwar weiteren Zündstoff bei der zwischenmenschlichen Interaktion der Beiden bedeuteten, ich persönlich nicht aber noch gebraucht hätte. Die Dialoge zwischen den Beiden waren oftmals amüsant zu lesen, da doch sehr unterschiedliche Charakteren hier aufeinander stoßen. Beide Protagonisten wirkten daher auch auf sehr unterschiedliche Art und Weise auf mich sympathisch, auch wenn die Geschichte um Harder es mir am Anfang nicht leicht gemacht hat.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, manchmal hart und schonungslos in seiner Darstellung aber mit einer guten Prise schwarzen Humors versehen, der mir wirklich gut gefallen hat.
Die Spannung war für mich nicht immer kontinuierlich zu spüren, was vor allem an dem Geplänkel zwischen den Ermittlern lag, aber nahm im Verlauf der Geschichte deutlich zu um in einem gelungenen, spannenden und mit einer Portion Action Finale zu gipfeln.

Mein Fazit:
Ein empfehlenswertes Thriller-Debüt, das mir trotz kleiner Kritikpunkte spannende und unterhaltsame Lesestunden bereitet hat.

Unter pechschwarzen Sternen - Gereon Krantz
Unter pechschwarzen Sternen
von Gereon Krantz
(11)
eBook
8,99

Rezension zu Der Preis des Todes

KruemelGizmo aus Düsseldorf , am 02.03.2018

Der Bundestagsabgeordnete Christian Wagner wird erhängt in seiner Berliner Wohnung aufgefunden, alles sieht nach einem Selbstmord aus. Aber Sarah Wolf, Moderatorin einer Politik-TV-Show und seit ein paar Monaten mit dem Toten liiert, glaubt nicht an einen Selbstmord, auch wenn Christian Wagner in letzter Zeit unter Druck stand. Denn von einem Boulevardmagazin wurde er als Lobbyist für einen Krankenhausbetreiber hingestellt. Sarah beginnt eigene Recherchen und stößt dabei auf einen Bericht über ein Flüchtlingslager in Kenia, und bald fragt sie sich ob sie den Mann, den sie liebte, auch wirklich gekannt hat.
Währenddessen wird an einem See in Düsseldorf eine Frauenleiche entdeckt, die als die verschwundene Menschenrechtsaktivistin Johanna Kling identifiziert wird. Kommissar Paul Sellin findet heraus, dass sie kurz vor ihrem Tod mit Christian Wagner in Kontakt stand und ihn in Berlin auch aufgesucht hat. Was wollte Johanna dort? Der schwer kranke Sellin setzt alles daran diesen Mord aufzuklären…

Der Preis des Todes stammt aus der Feder von Horst Eckert.

In diesem Thriller werden Politik, Medien, Lobbyismus und Teile der deutschen Flüchtlingspolitik zu einer wirklich spannenden Geschichte verflochten.
Lobbyismus in der Politik ist wie die Flüchtlingspolitik ein aktuelles Thema, dem man sich im Moment kaum entziehen kann. Die Beschreibungen und Darstellungen der Politiklandschaft und des Lobbyismus in diesem Buch wirkten dabei sehr realitätsnah und haben mir sehr gut gefallen.
Mit der Mordermittlung in Düsseldorf kam zusätzlich noch eine weitere Brisanz in den Thriller. Die Spuren führen nach Kenia in ein Flüchtlingslager und zu einer Geschichte bei der man nur fassungslos weiterlesen kann, da man sich jederzeit vorstellen kann, das sowas passiert oder passieren kann.
Auch die Einblicke in die Produktion und Abläufe einer politischen TV-Talkrunde waren interessant und zeigten wie knallhart dieses Fernsehgeschäft betrieben wird, denn es geht um Einschaltquoten und damit ums Geld.

Sarah Wolf, der Hauptcharakter in diesem Thriller war mir sympathisch, eine kämpferische Frau, die weiß was sie will, aber mit dem Herzen am richtigen Fleck. Der schwerkranke Kommissar Sellin, der versucht die Fehler seiner Vergangenheit wieder gut zu machen und nun alles daran setzt den Mord an der jungen Johanna Kling aufzuklären war auch ein interessanter Charakter, dem man gerne durch die Geschichte folgte.

Das Ende mit seiner Auflösung hat mir sehr gut gefallen. Die meisten Fragen, die sich während der Geschichte ergaben wurden beantwortet, andere blieben dagegen offen, was ich als sehr passend empfand, da hier eine schnelle oder einfache Lösung nicht realistisch gewesen wäre.

Mein Fazit:
Ein gelungener Thriller, der mir mit seiner Thematik und seiner Geschichte spannende Lesestunden bereitet hat.

Der Preis des Todes - Horst Eckert
Der Preis des Todes
von Horst Eckert
(16)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95

 
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