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sophiaswunderland

Gesamte Bewertungen 43 (ansehen)


Über mich:
Ich blogge über alles was mir so in den Sinn kommt!

Meine Bewertungen

Tolle Fortsetzung, die mich sofort in die sieben Königreiche gesogen hat

sophiaswunderland , am 17.05.2019

Warum habe ich das Buch gelesen? – Der erste Band hat mir sehr gut gefallen und daher war es beschlossene Sache, dass ich den zweiten Teil der Trilogie ebenfalls lesen werde.

Der zweite Teil dieser Reihe ist die Vorgeschichte zu „Die Beschenkte“, dem ersten Teil. Die Geschichte spielt in einem anderen Königreich und mit neuen Figuren. Hier sind die besonderen Fähigkeiten einiger Menschen nicht willkommen und sie werden als Monster bezeichnet. Dies finde ich verständlich, denn die Menschen wissen noch nicht viel über diese eigenartigen Fähigkeiten und wissen nicht damit umzugehen. Doch was ich nicht verstehe, ist die Tatsache, dass nur ein Königreich weiter, die Menschen aufgeklärt sind über diese Fähigkeiten. Dort werden sie dafür bewundert. Anscheinend fanden keine Annäherungsversuche zwischen den Königreichen statt, was ziemlich unwahrscheinlich ist, aufgrund von machthungrigen Königen, die es in jeder Region zu geben scheint. Da hätte die Autorin eine bessere Verbindung schaffen sollen.

Jedoch wurde ich mit der Geschichte sehr schnell warm, denn ich liebe die Ländereien und die Menschen in den sieben Königreichen. Doch es hat einige Zeit gebraucht, damit endlich etwas passiert. Natürlich muss die Autorin erst die Figuren einführen und ihnen einen Hintergrund geben, aber bis endlich Spannung aufkommt wartet die Autorin zu lange. Doch dann war ich, im wahrsten Sinne des Wortes, Feuer und Flamme. Ich konnte schwer aufhören zu lesen, denn die Autorin kann den Leser wahrlich ans Buch fesseln. Doch leider war ich dann am Ende ein bisschen enttäuscht, denn dieses war viel zu schnell. Viel zu unausführlich schreibt die Kristin Cashore dann einige Worte nach dem großen Höhepunkt, doch das hat mir definitiv nicht gereicht. Was sie am Anfang zu viel hatte, fehlte dann zum Ende hin.

Doch nichtsdestotrotz wurde hier wieder eine wunderbare Welt erschaffen, in die ich mich gerne flüchte. Die fortgesetzte Idee mit den Begabungen hat mich wieder einmal gefesselt. Vor allem die unterschiedlichen Charaktere haben die Geschichte richtig aufblühen lassen: Fire, unsere Protagonistin, erlebt zum ersten Mal, was es heißt, richtig die Welt zu erleben. Ihre Eindrücke und Gefühle konnte ich gut nachvollziehen, vor allem auch mit ihrer Vergangenheit im Hinterkopf. Unterstützt wird sie dabei von ihrem alten und herrlich charmantem Freund Archer, der ein viel besseres Ende verdient hätte! Und die Königsfamilie ist ein Haufen voller merkwürdiger, lustiger und unterschiedlicher Menschen, dass ich viele Male sehr Schmunzeln musste.

Der Klappentext verrät leider viel zu viel über die Beziehung von Fire und dem Prinzen. Hätte ich diesen nicht gelesen, hätte ich die Verbindung erst sehr viel später entdeckt und sie wäre nicht so offensichtlich gewesen. Doch ich liebe die beiden zusammen, denn sie ergänzen sich und halten zusammen so viel aus. Doch wie auch bei der Handlung hat sich die Autorin zu viel Zeit gelassen und am Ende ging es mir viel zu schnell. Die Beziehung konnte sich nicht richtig aufbauen, sie war zu schnell da.

Fazit: Das Lesen hat mir unglaublich viel Spaß bereitet und ich habe die Geschichte von Fire wirklich sehr genossen. Ich konnte so einfach in ihre Welt abtauchen. Leider hat die Geschichte ziemlich lange gebraucht, um spannend zu werden und am Ende ging es mir dann zu schnell. Deshalb vergebe ich nur 4 von 5 Sternen!

Die Flammende / Die sieben Königreiche Bd.2 - Kristin Cashore
Die Flammende / Die sieben Königreiche Bd.2
von Kristin Cashore
(75)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Hass-Liebe auf einem ganz anderen Level

sophiaswunderland , am 16.04.2019

DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER!!!

Warum habe ich das Buch gelesen? – Obwohl diese Geschichte förmlich nach Klischee schreit, wollte ich vor dem Filmstart unbedingt in Erfahrung bringen, wieso diese Geschichte so gehypt wird!

Mit dem Mädchen, das neu am College ist und sich in den Bad Boy verliebt, hat die Autorin nichts weltbewegend Neues erzählt. Dennoch hat diese Geschichte etwas an sich, sodass ich nicht aufhören konnte zu lesen und ziemlich häufig über das Buch nachgedacht habe. Zum einen ist der Schreibstil der Autorin sehr angenehm und sie weiß es zu verstehen, die Spannung an den richtigen Punkten einzusetzen. Zum anderen ist das Hin und Her der beiden Protagonisten, in Maßen, spannend zu verfolgen. Nun ja, in Maßen eben.

Und hier beginnt mein Drama: Eigentlich kann ich Tessa und Hardin, die beiden Hauptpersonen, gut leiden, aber häufig sind sie so unausstehlich und gehen nicht nur einander, sondern auch mir auf die Nerven. Bei jeder Kleinigkeit gehen sie an die Decke und direkt danach gehen sie sich an die Wäsche. Fast jedes Gespräch entwickelt sich zu einem Streit, bei dem sich die beiden anschreien und danach zur Versöhnung miteinander schlafen. Lässt man das alles weg, passiert in diesem Buch eigentlich nicht mehr viel. Am Anfang bekommt der Leser noch viel von der Universität und den Kursen dort mit, aber mit der Zeit wird das immer übersprungen und es dreht sich nur noch um die „Beziehung“ der beiden.

Kommen wir da nun zum nächsten Kritikpunkt: Diese Verbindung, die die beiden haben ist merkwürdig. Es hat Anzeichen einer Liebesbeziehung, aber dann verhalten sich die beiden einfach so komisch, dass ich mich stellenweise gefragt habe, wo ich hier überhaupt bin. Diese aufgebaute Verbindung geschieht viel zu schnell und die beiden stürzen sich, meiner Meinung nach, zu schnell in unsichere Gewässer. Wenn man sich für jemanden verändert und damit im Reinen ist, ist das vollkommen in Ordnung. Doch man sollte sich, egal ob Frau oder Mann, niemals so behandeln lassen, wie es Hardin teilweise mit Tessa macht. Erniedrigung oder zur Schaustellung gehören nicht in eine Beziehung.

Um noch einmal zu den Hauptcharakteren zurückzukommen, möchte ich sagen, dass sie mir ja im großen und ganzen gut gefallen haben, aber das auch nur mit der Zeit. Wie der Klappentext verrät, ist Tessa ein kluges und attraktives Mädchen. Außerdem ist sie loyal, fleißig und hilfsbereit. Alles tolle Eigenschaften, doch hinter der Fassade schaut es leider nicht mehr so aus: Sie betrügt ihren Freund wochenlang und hat nicht die Eier in der Hose es zu beenden. Denn zu Anfang des Buches hat sie einen Freund, der sie liebt und bei allem unterstützt. Das hat mich so wütend gemacht, dass ich kurz davor war das Buch einfach abzubrechen. Ich habe auch die Befürchtung, dass sie es noch weitergemacht hätte, wenn es nicht rausgekommen wäre. Sie verändert auch viele ihrer Prinzipien, nur um sich gegenüber anderen Leuten zu behaupten, vor allem Hardin gegenüber. Und was mich auch sehr gestört hat, ist die Ansicht, dass sie diese Gefühle, die sie entwickelt hat, nur bei Hardin gespürt hat. Nun das zeigt doch, dass sie eigentliche nie groß etwas für Noah empfunden hat. Schade, dass hier wieder auf das unerfahrene Jungfrauenbild zurückgegriffen wurde.

Hardin ist ein schwieriger Fall, und zwar vom Anfang bis zum Ende. Am Anfang ist er ein richtiger Idiot, wie er im Buche steht. Erst gegen Ende erfährt der Leser mehr über Hardin und wieso er so ist, wie er ist. Das macht es leichter ihn zu verstehen, auch wenn es immer noch schwierig ist. Trotzdem kann ich seine Entscheidungen und Handlungen manchmal einfach nicht nachvollziehen. Er benimmt sich daneben und macht alles und jeden fertig, was wahrscheinlich seinem Abwehrmechanismus entspricht. Doch er behandelt viele Menschen so, obwohl er sie gar nicht kennt. Die einzige, die das tut, ist Tessa. Und das schwingt für mich teilweise schon in Obsession über.

Wirklich gut gelungen sind der Autorin die Nebencharaktere. Viele unterschiedliche Mitmenschen im Umfeld von Tessa und Hardin haben diese Geschichte so spannend, lustig und auch ein kleines bisschen romantisch gemacht. Doch diese sind mir leider ein wenig zu kurz gekommen, sie könnten ruhig mehr Raum bekommen!

Das Ende hat aber noch einiges rumgerissen, denn damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und war vollkommen unvorbereitet. Natürlich wusste ich, dass sie sich nochmal wegen etwas in die Haare bekommen müssen, weil es ja noch drei weitere Teile gibt, aber dass der erste Band so endet, hätte ich nicht gedacht. Ich muss wissen wie es weitergeht!

Fazit: Ich habe mich selten so über ein Buch aufgeregt, dass ich dabei aber so schnell gelesen habe. Es gibt so vieles, was mich an dieser Geschichte stört, doch ich konnte einfach nicht aufhören. Ich fühlte mich wie Tessa und Hardin: Zueinander hingezogen, doch es herrschen so viele Emotionen in mir, die ich nicht zurückhalten kann. Ich vergebe 3 von 5 Sternen!

After passion / After Bd.1 - Anna Todd
After passion / After Bd.1
von Anna Todd
(272)
Buch (Paperback)
12,99

Bin jetzt ein Fitzek-Fan, aber der Mittelteil war mir zu lang.

sophiaswunderland , am 17.03.2019

Warum habe ich das Buch gelesen? – Die Bücher von Sebastian Fitzek sieht man ja immer und überall. Ich habe mich endlich dazu überreden lassen, es auch mal zu versuchen! Und da „Das Paket“ noch ungelesen in meinem Bücherregal stand, habe ich damit die Fitzek Ära eingeleitet!

Die Geschichte beginnt hier, spannender weise, nicht nach der Tat, sondern vor der Tat. Der Leser bekommt die Gewalttat, die unserer Protagonistin widerfährt, am Leibe zu spüren. Dann springt die Handlung einige Wochen vorwärts und wir befinden uns in einem Büro von Emmas Freund, in der wird die Zeit nach diesem Widerfahrnis durch Erzählungen ihrerseits erleben. Diese Erzählformen haben super zu den ganzen Handlungssträngen gepasst und den Leser somit auf das Ende vorbereitet.

Ebenfalls sehr gelungen finde ich Emma, die Hauptperson. Ihre Angst, dass der „Friseur“ wieder auftaucht, sind unglaublich realistisch und auch beängstigend dargestellt. Auch wenn ich mir natürlich nicht vorstellen kann, wie es sich anfühlt, wenn jemanden so etwas widerfährt, kann ich ihre Sorgen, ihre Ängste und ihren Zustand sehr gut nachvollziehen. Da hat Sebastian Fitzek einen guten Job gemacht!

In diesem Buch hängt der Verlauf der Geschichte von vielen Zufällen ab. Nun, Zufälle sind in erfundenen Geschichten natürlich nichts neues. Hier gibt es einige, die ich besonders passend finde, die der Handlung einen Schwung geben und die auch wirklich logisch sind und Sinn ergeben. Doch leider gibt es auch einige, die ich unpassend und unnötig finde. Ich finde die Entwicklung des Nachbarn zu weit hergeholt und für die weitere Geschichte auch nicht unbedingt notwendig. Wie ein Lückenbüßer eben.

Das Ende hat mich wirklich nochmal gefesselt und ich war nicht vorbereitet auf diese Verwirrungen und Enthüllungen. Wenn ich in diesem Genre unterwegs bin, verdächtige ich ja sehr viele Menschen, auch die, die auf den ersten Blick unschuldig erscheinen. Doch hier fühlte ich mich wie ein nackter Anfänger und bin geradewegs in die Falle von Sebastian Fitzek gelaufen. Das Ende ist also überraschend und unvorhersehbar. Doch das passierte erst auf den letzten 20 Seiten und das war mir irgendwie zu wenig. Vielleicht empfinde ich so, weil ich eher neu in diesem Genre bin. Doch da hätte der Autor ein bisschen eher mit der Sprache raus rücken können, gerade weil sich der Mittelteil etwas in die Länge gezogen hat.

Fazit: Mein erster Fitzek und definitiv nicht mein letzter! Die Geschichte konnte mich gut unterhalten und besonders das Ende hat mir richtig gut gefallen. Der Mittelteil erstreckt sich etwas zu lang und dadurch geht ein bisschen die Spannung verloren. Die Zufälle, mit der die Handlung maßgeblich voranschreitet, sind manchmal super ausgetüftelt, manchmal aber zu weit hergeholt und unpassend. Daher vergebe ich 3,5 von 5 Sternen!

Das Paket - Sebastian Fitzek
Das Paket
von Sebastian Fitzek
(298)
Buch (Taschenbuch)
10,99

Grandioser Auftakt!

sophiaswunderland , am 26.02.2019

Warum habe ich das Buch gelesen? – Allein dieses Cover finde ich schon unglaublich toll! Und der Klappentext hat mich dann aus den Socken gehauen und ich wusste, ich muss es lesen!

Mit dem Schreibstil hatte ich am Anfang echt meine Probleme. Natürlich ist es bei Fantasy Romanen immer etwas schwierig sich an neue Begriffe zu gewöhnen. Doch hier kam noch die farbenfrohen Beschreibungen der Autorin hinzu. Unglaublich präzise gewählte Farben wurden benutzt, um jedes noch so kleine farbige Detail zu beschreiben. Ich finde, dass es an manchen Stellen einfach ein bisschen überladen ist, obwohl es wirklich schön ist, sich diese ganze Farbenpracht vorzustellen. Genau so erging es mir auch mit den neu erfundenen Begriffen der Autorin, die in dieser Welt alltäglich sind. Doch nach diesen Anfangsschwierigkeiten wurde ich immer vertrauter mit den Begriffen und Farbvariationen aus der Welt der Belles und musste nicht so viel nachdenken beim Lesen.

Die faszinierenden Farben, die in dem Buch beschrieben werden spiegeln sich auch auf dem Cover ab. Ich finde es wunderschön!

Der Klappentext hört sich ziemlich oberflächlich an, doch ich bin überrascht, wie tiefsinnig und tiefgehend die Geschichte im Verlaufe des Buches geworden ist. Die Belles sind nicht nur Menschen, die über die Schönheit bestimmen. Sie sind für so viele weitere Dinge verantwortlich. Doch das ganze Ausmaß dieser Fähigkeiten wird dem Leser nicht von Anfang an zur Verfügung gestellt. Sie finden zusammen mit Camelia, der Hauptfigur, immer mehr heraus und das finde ich echt spannend. Es ist auch nicht sofort klar, wohin diese Geschichte eigentlich führt. Der Nachteil ist leider, dass sich die Geschichte dadurch zwischendurch in die Länge zieht. Doch der Vorteil ist, dass es dadurch einige Überraschungen gibt. Die Thematik hat mir sehr gut gefallen. Ich finde die Idee, dass die Belles das Aussehen anderer Leute mithilfe ihrer Fähigkeiten verändern können, sehr faszinierend.

Die letzten paar Kapitel haben die Spannung dann ins unermessliche gesteigert, sodass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die Geschehnisse haben sich überschlagen und zerrten bis zur letzten Seite an meinen Nerven. Es ist zwar ein offenes Ende, wenigstens weiß der Leser, dass es in keinem totalen Desaster endet. Super!

Unsere Protagonistin Camelia finde ich sehr sympathisch. Sie hat mir von Anfang an gefallen und ich konnte mich gut in ihre Situationen zu Recht finden und habe ihre Entscheidungen verstanden. Auch ihre Gefühle bezüglich ihrer Schwestern oder neuer Bekanntschaften finde ich nachvollziehbar. Sie ist sehr ehrgeizig und impulsiv, daher ist sie in manchen Situationen ziemlich vorlaut, was mich an einigen Stellen ein wenig genervt hat. Aber sonst bin ich wirklich gut mit ihr zurechtgekommen.

Die Nebencharaktere sind der Autorin gut gelungen. Jede Person hat einen eigenen Charakter und hauchen der Geschichte so noch mehr Leben ein. Die Gegenspieler von Camelia finden sich in vielen verschiedenen Charakteren wieder und ich empfinde sehr starke Emotionen ihnen gegenüber. Endlich mal wieder ein Buch mit Feuer und Leidenschaft!

Am Ende richtet die Autorin noch ein paar Worte an die Leser, in denen sie Stellung zu ihrem Buch nimmt. Sie erklärt, wohin der Schönheitswahn die Menschen treibt und wie die Medien alles noch verschlimmern. Ich finde es sehr gut, dass die Autorin dies tut, denn gerade in der heutigen Zeit sind diese Themen enorm wichtig. Viele ändern ihr Aussehen, weil sie sich langweilig oder hässlich finden, oder um anderen zu gefallen. Und dieses Buch beschreibt die Extremen dahinter.

Fazit: Der Leser befindet sich in einer vollkommen neuen Welt und merkt beim Lesen, wie diese Geschichte immer größere Kreise zieht und wird immer weiter hineingezogen. Die Geschichte der Belles hat mir sehr gut gefallen und behandelt auch wichtige Themen, die sehr aktuell sind. Den Einstieg empfand ich ein bisschen schwierig, da ich mich wirklich sehr konzentrieren musste, um die Begriffe, Aktionen und Zusammenhänge zu verstehen. Zwischendurch hat es sich leider auch wenig gezogen, doch nichtsdestotrotz habe ich das Buch unglaublich gerne gelesen und mit gefiebert. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen!

The Belles 1: Schönheit regiert - Dhonielle Clayton
The Belles 1: Schönheit regiert
von Dhonielle Clayton
(89)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,00

Der letzte Teil der Reihe ist leider nicht so überzeugend wie die Vorgänger

sophiaswunderland , am 26.02.2019

DIESE REZENSION ENHÄLT SPOILER!!!

Warum habe ich das Buch gelesen? – Auch wenn das Ende vom zweiten Buch ziemlich abgeschlossen war, kam ich natürlich nicht drum rum den finalen Teil zu lesen, der erst 2018 erschienen ist!

Natürlich bin ich wieder nur so durch die Seiten geflogen, weil ich den Schreibstil von Jenny Han immer noch unglaublich toll finde, aber es ist eben auch ein bisschen an mir vorbeigerauscht.

Lara Jean hat mir nicht so gut gefallen. Sie stellt Peter in Gedanken zwar immer an die erste Stelle, doch wenn sie mit ihm unterwegs ist, gibt es nur sie und ihre eigenen Probleme. Sie fragt ab und zu mal nach, aber das war es auch schon, wirklich Gedanken scheint sie sich nicht allzu viele zu machen. Auch lässt sie sich viel zu schnell beeinflussen, vor allem gegen Ende hin von Peters Mutter. Das hat mich wirklich richtig aufgeregt, dass sie so viel auf die Meinung von Peters Mutter setzt und damit fast ihre Beziehung in den Sand setzt. Ganz anders verhält sich hier Peter Kavinsky, denn er ist in diesem letzten Band der Reihe der beste feste Freund, den sich Lara Jean nur wünschen kann. Er denkt sich so viele tolle Dinge aus, mit denen er sie überrascht und kümmert sich darüber hinaus auch rührend um ihre Familie. Er ist immer an Ort und Stelle, wenn es Lara Jean nicht gut geht und zeigt so viel Verständnis dafür! Ich bin dahin geschmolzen.

Natürlich sind mir auch die anderen Charaktere ans Herz gewachsen. Margot gefällt mir mit jedem Teil besser, da sie auch mit dem Herzen denkt und nicht immer nur mit ihrem Gehirn. Kitty ist immer noch die nervige kleine Schwester, die ich zwar auch mag, die mir immer an einigen Stellen einfach zu gefühlskalt und besserwisserisch ist, meine Güte!

Ich wusste nicht, was mich in diesem Teil erwarten würde, denn nach dem zweiten hätte es einen schönen Abschuss gefunden. Ich wurde auch nicht großartig überrascht, denn es ist leider nichts außergewöhnliches passiert. Die College und Zukunftsängste sind ja kein neues Thema, aber es hat mich nicht so sehr berührt, wie ich es mir gewünscht hätte. Genau so erging es mir auch mit der Hochzeit von Lara Jeans Vater und Ms. Rothschild. Ich habe mir für die beiden und auch den Rest der Familie Song Covey gefreut, aber für mich war das viel zu früh und zu schnell. Da hätte die Autorin den Beginn der Beziehung einfach ein paar Monate vorziehen können.

Das Ende ist zwar ein bisschen kitschig, aber ich finde es dennoch gut und ich denke auch, dass es realistisch ist. Fernbeziehungen können nämlich auch funktionieren! Aber besonders gefallen hat mir die Liste, die Peter in LJs Jahrgangsbuch geschrieben hat. Das hat den Charme der eigentlichen Geschichte wieder herbei gezaubert!

Fazit: Leider konnte mich der Abschluss der Geschichte nicht ganz mitreißen. Es ist mir zu wenig passiert und die Spannung erreichte mich erst zum Schluss. Ich vergebe daher nur 3,5 von 5 Sternen.

Always and forever, Lara Jean - Jenny Han
Always and forever, Lara Jean
von Jenny Han
(21)
Buch (Paperback)
16,00

Etwas unspektakulärer als der erste Band, dennoch lesenswert!

sophiaswunderland , am 26.02.2019

DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER!!!

Warum habe ich das Buch gelesen? – Nach dem Ende des ersten Teils wollte ich wissen, wie es weitergeht mit Lara Jean und Peter K.!

Das Cover und der Titel sind gleich zu dem englischen Original. Wunderbar romantisch zeigt der Titel, dass es noch nicht zu Ende ist mit Lara Jean und Peter Kavinsky.

Im zweiten Band der romantischen Geschichte von Jenny Han spielen meine Gedanken wieder verrückt: Lara Jean und Peter sind nun endlich zusammen, doch das Glück hält nur kurz, da Genevieve sich wieder einmischt. Dieses Mädchen kann ich absolut nicht leiden und sie tut mir auch nicht leid. Doch auch die beiden Turteltauben haben mich hier wieder mächtig aufgeregt. Sie sind einerseits so lieb zueinander, doch im nächsten Moment streiten sie sich schon wieder, weil sie einfach nicht vernünftig miteinander reden. Lara Jean spricht ihre Ängste nicht offen an und Peter hält sich in Bezug auf Genevieve geschlossen und das hat mich so unfassbar wütend gemacht! Schade ist auch, dass sie auch nicht weiter um ihre Beziehung kämpfen. Das hat mich an manchen Stellen echt in den Wahnsinn getrieben, manchmal auch den Tränen nahe gebracht.

Ich hatte ein wenig Angst, dass die Geschichte nun den normalen Alltag eines Paares zeigt. Doch das ist hier nicht der Fall: Die beiden sind immer noch in der Anfangsphase ihrer Beziehung und langweilen den Leser damit überhaupt nicht, da es ja zwischenzeitlich zu großen Hindernissen kommt. Aber mir hat es irgendwie an Action gefehlt, was zum Teil daran lag, dass mir zu viele Kapitel im Seniorenheim gespielt haben. Ich habe zu wenige Szenen von Peter und Lara Jean bekommen. Dafür bekommt der Leser aber mehr Eindrücke zu einem neuen Charakter: John Ambrose McClaren. Es deutet nun vieles auf eine Dreiecks-Beziehung hin, doch davon ist nicht viel zu spüren, denn Lara Jean hängt noch zu sehr an Peter und das finde ich gut so, denn ich gehöre dem Fanclub Peter an. Doch es bringt frischen Wind in die Geschichte, da auch er einen Liebesbrief bekommen hat. Ich hatte ihn von Anfang an gern und war froh, dass er in der Zeit von der Trennung zwischen den beiden für Lara Jean da war.

Wie auch im ersten Teil wird hier ausschließlich aus der Sicht von Lara Jean erzählt. Der Leser erfährt wieder ein paar Geschichten aus der Vergangenheit und erfreut sich an dem Brief an John McClaren. Lara Jean macht sich immer noch allerlei Gedanken und die bekommt der Leser glücklicherweise auch alle zu lesen. Diese Einsicht ist teils wunderbar zu lesen, teils aber auch sehr anstrengend, da sie sich ja wirklich um alles Gedanken macht.

Fazit: Das Gefühlschaos ist hier nicht nur bei den Hauptcharakteren vorprogrammiert, sondern auch bei den Lesern! Ein wenig unspektakulärer als der erste Band geht es nun weiter und dafür gibt es von mir 4 von 5 Sternen!

P.S. I still love you - Jenny Han
P.S. I still love you
von Jenny Han
(57)
Buch (Paperback)
16,00

Zuckersüße Teenie Lovestory

sophiaswunderland , am 28.01.2019

DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER!!!

Warum habe ich das Buch gelesen? – Den Film fand ich unglaublich toll und daher musste ich unbedingt die Bücher dazu lesen!

Das Lesen hat mir viel Spaß gemacht, da Lara Jeans Erzählstil sehr abwechslungsreich und mal etwas anderes war. Hier hatte ich das Gefühl, dass ihre Gedanken einfach ungefiltert wiedergegeben werden. Abwechselnd wird hier zwischen der Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Insbesondere haben mir die Briefe gefallen, die Lara Jean an ihre Jungs geschrieben hat. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen.

Das Cover ist eher schlicht gehalten und fällt daher auch nicht unbedingt auf. Dazu kommt, dass der Klappentext auf der Paperback Ausgabe ein Zitat aus dem Buch ist und wenig über die Handlung verrät, weshalb ich es erst nicht beachtet habe. Doch der Titel passt wirklich toll zu dem Buch und er klingt auch sehr romantisch! Außerdem wurde er nichts verändert, sondern genau so wie die englische Ausgabe gedruckt!

Den Charakter Lara Jean mag ich sehr gern. Die Verbundenheit zu ihren Schwestern kann ich voll und ganz nachvollziehen, da ich selber eine Schwester habe, mit der ich sehr zusammengeschweißt bin! Deshalb finde ich Lara Jeans Zukunftsängste in Bezug auf Margots Auszug auch verständlich. Doch manchmal denkt sie mir zu viel nach, anstatt einfach zu handeln, was ihr ja auch von Peter vorgeworfen wird. Wo wir auch bei Peter wären: Zum Anfang fand ich ihn nicht besonders sympathisch, doch mit jeder Seite wurde mein Herz wärmer, wenn er einen Auftritt hatte. Doch es gibt immer noch einen Gedanken, den ich im Hinterkopf behalte: seine Ex-Freundin, die er irgendwie nicht aus dem Kopf bekommt. Das hat mich die ganze Zeit begleitet und gestört.

Die anderen Charaktere hat Jenny Han mit viel Liebe und Hingabe geschaffen, wie z. B. Kitty, Margot oder Josh. Alle haben ihre eigenen Persönlichkeiten und nehmen einen großen Teil in Lara Jeans Leben ein, was sie wirklich so lebendig macht. Und gerade das lässt mich immer mit den Personen mitfühlen, was in diesem Teil jedoch nicht gut endet: Denn hier stören mich so viele Handlungen der Charaktere und ich habe mich teilweise so aufgeregt, doch dann machen sie wieder etwas, was ich total super finde. Vielleicht reagiere ich aber auch nur so, weil ich genau weiß, wie es mit einer Schwester ist.

Natürlich weiß ich durch den Film die grobe Handlung, doch, wie sollte es anders sein, gibt es Abweichungen zum Buch. Daher war ich an einigen Stellen doch noch überrascht. Insgesamt finde ich jedoch, dass die Geschichte etwas einzigartiges hat. Die Fake-Beziehung zwischen den beiden ist zwar schon ein alter Hut, aber ich mag die Art und Weise, wie es dazu kommt einfach.

Zum Schluss würde ich gerne noch etwas zum Ende des Buches schreiben: Was soll das?! Es ist ja nicht das typische Cliffhanger Ende, sondern es könnte nach diesen Zeilen auch einfach vorbei sein. Aber es ist trotzdem nicht vollends befriedigend und wenn ich nicht wüsste, dass es weiter geht, dann hätte ich mich noch mehr aufgeregt. Nun ja, ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil und hoffe, dass Lara Jean und Peter endlich zusammenkommen! Außerdem muss Genevieve mal gezeigt werden, wo der Hammer hängt!

Fazit: Eine süße Liebesgeschichte, die vor allem durch ihre Figuren und das ausgelöste Chaos im Leben der Protagonistin punktet. Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, doch manche Charaktere haben mich manchmal in den Wahnsinn getrieben. Deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen.

To all the boys I've loved before - Jenny Han
To all the boys I've loved before
von Jenny Han
(103)
Buch (Taschenbuch)
10,95

Leider nur leichte Unterhaltung

sophiaswunderland , am 16.01.2019

Warum habe ich das Buch gelesen? – Der Klappentext deutete auf ein Abenteuer hin, dem ich auf jeden Fall folgen wollte.

Die Geschichte fand ich zu Anfang noch interessant, weil es dieses fremde Knistern zwischen den beiden Hauptfiguren gab. Doch das verlor sich irgendwann im Laufe des Buches, denn ich fand die Enthüllung des Barmanns nicht atemberaubend neuartig. Außerdem wurden viele Handlungsstränge angefangen, die aber sehr schnell nachließen und zum Ende einfach gar nicht mehr behandelt wurden. Auch das Ende fand ich nicht schockierend oder fesselnd. Es war abzusehen, dass noch etwas passieren muss, bevor die beiden am Ende zusammenkommen. Dieser Konflikt kam einfach aus dem Nichts und hatte auch in der gesamten Geschichte fast gar keine Bedeutung. Da hätte die Autorin einfach noch 100 Seiten mehr dazu geschrieben und das ganze ein bisschen aus feilen können. Das Ende war mir auch zu sehr „Happy End“.

Besonders hervorheben möchte ich den Erzählstil, denn unsere Protagonistin Whitney hat den Leser direkt angesprochen und hat dadurch immer versucht ihre Handlungsweise zu erklären. Das ganze war immer ziemlich lustig. Davon abgesehen konnte ich das Buch super schnell lesen, da der Schreibstil auch echt angenehm zu lesen ist. Zwischenzeitlich war es mir ein bisschen zu vulgär, aber es hat sich im Rahmen gehalten.

Die beiden Hauptcharaktere waren in Ordnung. Whitney ist eine normale Frau, die gerade nur nicht weiß, was sie mit sich anfangen soll. Sie gibt deswegen jedoch nicht auf. Ich denke hier kann man sich schnell mit ihr identifizieren. Sie scheint auch etwas stärker zu sein, denn sie wird nicht bei jeder Berührung von Cole zu Butter und lässt alles mit sich machen. Cole jedoch fand ich etwas langweilig. Er knickt viel zu schnell ein und offenbart Whitney, dass er sie will. Dabei schien es am Anfang noch so, dass er eben eher der geheimnisvolle Bad Boy sei. Nichtsdestotrotz hat er natürlich auch seine guten Seiten: Er ist unglaublich fürsorglich und sorgt sich sehr um seine Mitmenschen. Bei beiden gab es mal keine große Geheimniskrämerei um die Vergangenheit, denn dort ist nicht die Welt untergegangen. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, aber es wirkt zum ersten Mal seit langem wieder realistisch und nicht zu überdreht. Die Nebencharaktere fand ich super. Besonders Lennon fand ich sehr unterhaltsam, aber auch die Großeltern von Whitney waren super toll und haben die Geschichte auf jeden Fall lesenswerter gemacht.

Fazit: Wer leichte Unterhaltung möchte, ist hier genau richtig. Die dargestellte Beziehung zwischen den Hauptfiguren ist eine angenehme Liebesgeschichte für zwischendurch. Sie glänzt durch kein Merkmal, ist aber auch nicht langweilig. Ich vergebe daher 3 von 5 Sternen!

The Bartender - Piper Rayne
The Bartender
von Piper Rayne
(83)
Buch (Taschenbuch)
13,00

Tolle Adaption des Films, jedoch nicht ganz so abenteuerlustig

sophiaswunderland , am 30.12.2018

Warum habe ich das Buch gelesen? – Dem berühmtesten Schmuggler der Galaxis musste ich in seine Vergangenheit folgen!

Wie auch bei den anderen Star Wars Büchern, muss man sich hier voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren. Denn auch hier werden neue Figuren, Orte und Spezies eingeführt, die man nicht sofort (wieder-)erkennt. Doch der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und so kam ich schnell voran. Obwohl die Geschichte leicht zu lesen ist, hat die Autorin einen Drang, die Dinge etwas brutaler darzustellen. Natürlich geht es in dem Star Wars Universum nie besonders höflich und nett zu, doch an einigen Stellen flogen mir dann doch zu viele Gliedmaßen durch die Gegend. Wunderbar fand ich jedoch die unterschiedlichen Perspektiven, denn so konnte man doch noch mehr aus dem Buch mitnehmen, als der Film hergibt!

Da mir die Handlung bereits bekannt war, gab es für mich natürlich keine Überraschungsmomente mehr. Doch ich konnte mich trotzdem von diesem Roman fesseln lassen und habe die Ereignisse einfach nochmal erlebt, mit denselben Emotionen und Eindrücken. Während des Films hat mich die geballte Action nicht gestört, doch hier hatte ich fast keine Zeit mich zu entspannen. Ständig auf einer neuen Mission und auf der Hut. Doch genau das soll ja vermittelt werden, denn als Schmuggler ist man immer auf der Flucht. Natürlich hatte ich die Bilder des Films währenddessen immer vor Augen und sie nahmen mir doch einen kleinen Teil vorweg. Dazu trägt auch das Cover bei, das an das Filmplakat angelehnt ist.

Die Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Sie haben meine Ansichtsweisen noch einmal verstärkt und mir die Charaktere noch näher gebracht. Hier wird deutlich gezeigt, wie aus dem jungen Han Solo, der charmante Schmuggler wird, den wir alle kennen. Auch das erste Treffen mit Chewie wurde für die Herzen der Fans gemacht. Aber auch das Misstrauen gegenüber Qi’ra hat sich nur weiter verstärkt. Diese Gefühle würden auch ohne den Film ausreichend dargestellt werden.

Fazit: Eine schöne Ergänzung zum Film bietet dieser Roman, der mit einigen kleinen Details strahlt. Dennoch sollte man sich den Film nicht entgehen lassen, da er nochmal ein anderes Licht auf die Dinge wirft. Ich vergebe 4 von 5 Sternen!

Star Wars(TM) Solo - Mur Lafferty
Star Wars(TM) Solo
von Mur Lafferty
(1)
Buch (Paperback)
15,00

Leider deutlich schwächer als der erste Teil

sophiaswunderland , am 07.11.2018

DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER!!!

Warum habe ich das Buch gelesen? – Nach dem Ende des ersten Teils musste ich unbedingt wissen, wie es bei Cassie und Ethan weitergeht. Sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit!

Der zweite Teil der Liebesgeschichte zwischen Cassie und Ethan setzt genau dort an, wo der andere aufgehört hat. So befindet man sich als Leser wieder direkt in der Handlung drin. Dennoch bleiben zum Ende noch einige Fragen offen, da nicht alles aus der Vergangenheit erzählt wurde. Ziemlich schade, da dieser Wechsel der Erzählperspektiven ziemlich super war und es so viele Hinweise auf diese Teil der Geschichte gab.

Auch hier wird wieder aus der Sicht von Cassie erzählt. Die Vergangenheit wechselt sich mit der Gegenwart ab. In beiden Zeiten herrscht wieder unglaublich viel Drama und Leidenschaft. Das letztere hat aber eher abgenommen, das Drama dafür aber zugenommen. Anstatt dass die beiden wirklich mal ernsthaft miteinander reden, folgen einfach nur Taten. Ein ewiges hin und her. Am Ende ist es dann total abgeflaut und es zog nur noch an mir vorbei. Die Autorin schien auch keine Lust mehr auf die beiden zu haben, mir kam es nicht mehr so krass gefühlsintensiv vor. Nichtsdestotrotz schreibt die Autorin wunderbar.

Der Hintergrund der Schauspielerei spielt in der Fortsetzung auch eine große Rolle und ich liebe ihn. Er passt einfach so gut zu dieser Geschichte und ist ein wunderbarer Handlungsrahmen. Passend dazu ist auch wieder das Cover ausgewählt worden, das mich auch hier wieder fasziniert. Der Klappentext jedoch, ist irreführend. Er macht nicht unbedingt deutlich, dass es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt und könnte auch der Klappentext für den ersten Roman sein.

Cassie gefällt mir in beiden Zeiten nicht besonders gut. Natürlich ist sie verletzt und hat Angst. Das ist ja auch vollkommen verständlich. Aber es ist wirklich traurig mit anzusehen, wie sie ihre Lebensfreude und ihre Warmherzigkeit aufgibt. Das hat einen großen Spalt zwischen mir und der Erzählerin entstehen lassen.

Ethan hat sich nach einem Unfall in Therapie gegeben und das merkt man ihm auch an. Er hat seine Sicht auf viele Dinge geändert und scheint endlich einen großen Teil seines Ballasts abgelegt zu haben. Doch damit hat er auch einen gewissen Teil seines Charmes zurückgelassen. Ein Arsch zu sein ist nicht charmant. Aber in den wenigen Szenen, in denen er mit Cassie geflirtet hat, wirkte er selbstbewusst und sexy. Das fehlt ihm jetzt ein bisschen. In der Vergangenheit versucht er sich wirklich zusammen zu reißen, aber er kommt mit seinen Emotionen einfach nicht klar. Da war es zwischen mir und Ethan eine „Hass-Liebe“.

Am Ende des Buches gibt es noch ein Interview mit der Autorin. Dieses ist sehr aufschlussreich und definitiv lesenswert nach diesem ganzen Gefühlschaos. Die Autorin erklärt, wie es zu dieser leidenschaftlichen großen Liebe zwischen Ethan und Cassie kam und das wirft dann nochmal ein neues Licht auf die komplette Beziehung, wie ich finde.

Fazit: Leider deutlich schwächer als der erste Teil. Hier leiden beide Hauptcharaktere und das ist an manchen Stellen einfach zu traurig. Dennoch überzeugt die Autorin wieder mit ihrem Schreibstil und der Spannung dieser Geschichte. Ich konnte den zweiten Roman trotzdem nicht in vollen Zügen genießen, da es teilweise doch sehr anstrengend wurde. Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.

Bad Romeo 02 - Ich werde immer bei dir sein - Leisa Rayven
Bad Romeo 02 - Ich werde immer bei dir sein
von Leisa Rayven
(17)
Buch (Taschenbuch)
9,99

 
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