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Laura Potratzki M.A.
aus der Thalia-Buchhandlung in Eisenach

Gesamte Empfehlungen 27 (ansehen)

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Meine Empfehlungen

Laura Potratzki M.A. aus der Thalia-Buchhandlung in Eisenach , am 03.01.2020

Naja... Vielleicht habe ich nicht lang genug durchgehalten, aber mir war es zu viel Lehreralltag und zu wenig Schockmoment. Das Setting wie beim Kreidemann und daher wenig spektakulär und unerwartet.

Lieblingskind
Lieblingskind
von C.J. Tudor
Buch (Taschenbuch)
10,00

Durch den Anfang muss man durch, aber dann geht‘s ab...

Laura Potratzki M.A. aus der Thalia-Buchhandlung in Eisenach , am 14.09.2019

Wer ein eingefleischter Thriller-Fanatiker ist, dem mag der Klappentext des Buches vielleicht so vorkommen, als hätte er so eine Story schon zum 100. Mal auf irgendeine Weise unter die Finger bekommen. Und ja, die Ausgangssituation ist vielleicht nicht die kreativste: Mädchen verschwindet, wird als tot geglaubt, weitere Morde geschehen, die darauf deuten, dass das Mädchen vielleicht noch lebt. Schön. Gepaart mit den ersten 100 Seiten mit einer Schilderung von Personen in unterschiedlichen Lebenssituationen und Berufen, die nichts miteinander zu tun haben, dachte ich mir zu Beginn, dass es sich wohl um einen recht langatmigen Kriminalfall handeln muss, der durch die Personenbeschreibungen nur unnötig in die Länge gezogen wird. Doch ist dieser Leseteil erstmal überstanden, wird man als Leser mit den nächsten 500 Seiten mehr als entschädigt. Denn die Art und Weise, wie die Leben sowie Ereignisse miteinander verwoben werden, zeugt von einer Rafinesse, wie man sie sonst nur bei Fitzek, Robotham oder Cross zu lesen bekommt. Selbst als mitdenkender Leser bleibt die Auflösung eine wahre Überraschung. Es ist spürbar, dass Sveistrup von Anfang an ein Konzept verfolgt und nichts dem Zufall überlassen hat. Die Verschriftlichung diverser Begebenheiten ist so detailliert und dennoch einfach gehalten, dass man sich alles bildlich vorstellen kann, was nicht weniger dazu beiträgt, dass man das Gefühl hat, selbst als Ermittler einen Teil in der Geschichte zu haben. Unzählige Male dachte ich mir, dass das, was ich lese, doch nicht die Möglichkeit sein kann, dass ich selbst wie die Ermittler Thulin und Hess im Dunkeln gelassen werde und jede Theorie doch wieder über den Haufen werfen muss.
Der Ausgang der Geschichte hat mich mit ihrem holprigen Beginn ausgesöhnt und ich habe mit „Der Kastanienmann“ einen neuen Toptitel, den ich in die Reihen meiner Empfehlungen, die immer funktionen, fügen kann.
Die Bewertung von vier Sternen ist dem Anfang geschuldet, dem Fortlauf sollten fünf, dem Ende fast schon sechs Sterne zustehen.

Der Kastanienmann - Søren Sveistrup
Der Kastanienmann
von Søren Sveistrup
(182)
Buch (Taschenbuch)
15,00

Ich wusste bis zum Schluss nicht, wohin die Reise geht...

Laura Potratzki M.A. aus der Thalia-Buchhandlung in Eisenach , am 18.08.2019

Das war mal wieder ein Thriller voll nach meinem Geschmack. Zugegebenermaßen braucht es einige Zeit, um einen direkten Zugang zur Geschichte zu bekommen, werden zu Beginn doch eine Reihe von Figuren eingeführt, die erstmal nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Wer welchen Beruf, welche Gedanken, Familiengeschichten und Erinnerungen mit sich trägt, ist zunächst dann doch etwas schwierig zu differenzieren. Aber da muss man eben auch einfach mal durch! Und man wird dafür belohnt, denn sobald sich die Flut an Vorab-Informationen gelichtet hat, beginnt eine Reise durch wahrhaft gruselige Abgründe. Alex North macht es genau richtig: Er setzt adrenalinfördernde Cliffhanger exakt an den richtigen Stellen ein, die es einem unmöglich machen, das Buch beiseite zu legen, auch wenn eine zeitlang nichts besonderes passiert. Vielleicht ist es auch der Umstand, dass einer Geschichte um ein Kind, was mehr weiß, als es wissen sollte, generell etwas unheimliches anhaftet. Und wenn dieses Kind dann auch noch eine imaginäre Freundin hat, gipfelt das den Grad des Mysteriösen. Aber ist diese Freundin denn wirklich so imaginär? Und als wäre das nicht schon genug, scheint ein Täter, der in aller Munde nur als „Der Kinderflüsterer“ bekannt ist, nach 20 Jahren wieder auf die Jagd zu gehen - obwohl er doch im Gefängnis sitzt...
Für mich war dieser Thriller mal wieder ein willkommener Nervenkitzel, denn ich wusste nicht, wohin die Reise gehen wird: Wird es eine Hommage an Ethan Cross, blutrünstig wie Cody McFadyen oder doch so mysteriös unheimlich wie Jenny Blackhurst?
Seien Sie sich gespannt uns gönnen Sie sich ein paar Momente des gepflegten Schauderns!

Der Kinderflüsterer - Alex North
Der Kinderflüsterer
von Alex North
(78)
Buch (Taschenbuch)
13,00

Düster und durchtrieben...

Laura Potratzki M.A. aus der Thalia-Buchhandlung in Eisenach , am 27.05.2019

Als ich dieses Buch in die Hand nahm, dachte ich aufgrund der Beschreibung und vor allem wegen des Covers an einen Jugendroman für das Gossip-Girl- und Pretty-Little-Liars-Publikum. Spätestens auf Seite 10 wurde ich eines Besseren belehrt. Louise ist das stille graue Mäuschen, was sich mit drei Jobs gerade so über Wasser hält und für das sich niemand so richtig zu interessieren scheint. Sie trifft auf Lavinia, die Schöne, Lebenslustige, allseits Beliebte aus reichem Elternhaus, die Gefallen an Louise als Freundin findet und sie zu sich zieht in eine Welt dunkler Räume mit wilden Partys und oberflächlichen Menschen: Und es gefällt Louise, sodass sie alles daran setzt, die Freundschaft zu Lavinia am Laufen zu halten. Und dennoch ist dem Leser von vornherein klar: Lavinia wird sterben.
Beim Lesen muss man sich zunächst mit dem sehr eigenwilligen Schreibstil auseinandersetzen, wird zwar in der Dritten Person erzählt, jedoch mit dem exakten Wissen um Louises Gedankenwelt. Gerade dieses Moment macht die Geschichte lebendig und man fühlt sich selbst in genau diese Welt hineinversetzt. Aber wie es zu Lavinias Tod kommt und was er für Louise bedeutet, ist der zentrale Dreh- und Wendepunkt. Spätestens ab hier stellt man sich die Frage: Was wird nun aus Louise, die sich durch diese Freundschaft so sehr verändert hat, da sie sich durch sie neu erfindet und sich mit ihr identifiziert? Bleibt sie Teil dieser Gesellschaft? Etabliert sie sich? Wird Lavinias Ableben für sie gar eine Art Sprungbrett in ein besseres Leben?
Für mich ist und bleibt diese Erzählung zwar nicht perfekt, aber ein willkommener Ausflug in eine durchtriebene Gedankenwelt und ein Blick in die tiefe Psyche einer vielleicht eher labileren Persönlichkeit. Daher ist es mein Lesetipp für alle weiblichen jungen Erwachsenen, die weder eine Liebesgeschichte noch einen Thriller suchen und doch nicht auf Tragik und Spannung verzichten möchten.

So schöne Lügen - Tara Isabella Burton
So schöne Lügen
von Tara Isabella Burton
(98)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00

Ich hatte es in zwei Tagen durch...

Laura Potratzki M.A. aus der Thalia-Buchhandlung in Eisenach , am 17.03.2019

Kennen Sie die Thriller, bei denen man ein Grundszenario aufgetischt bekommt, sich bereits auf Seite 20 denkt, „Jap. Ich weiß, was jetzt kommt.“ und auf Seite 21 kommt alles ganz anders? Genau so ein Thriller ist „Liebes Kind“. Besonders der Erzählstil aus den Sichtweisen der verschiedenen Personen, die an der ganzen Geschichte beteiligt sind, verstärkt den Sog, weiterlesen zu wollen, ins Unermessliche. Wie ich es bereits in der Überschrift thematisiert habe, konnte ich dieses Buch nicht weglegen; zu unglaublich fand ich die Schilderungen über die einzelnen Geschehnisse.
Dabei klingt die Story doch zunächst wie schon 100 Mal zuvor gehört: Mädchen wird entführt, taucht wieder auf, wurde in einer Hütte festgehalten, ist traumatisiert. Also: Wer war es, was hat er mit ihr gemacht und vor allem warum? Zugegebenermaßen klingt das zunächst alles andere als außergewöhnlich, aber spätestens mit dem Erzählen der kleinen Hannah wird der Geschichte Leben eingehaucht und ein Psychospiel der feinsten Sorte beginnt - nicht nur für die Personen im Buch, sondern ebenso für den Leser. Denn dieser glaubt vielleicht zunächst, einzelne Puzzleteile zu entdecken und sie dann lediglich zusammen zu setzen. Dann wird jedoch ein Teil ausgetauscht - erster Schockmoment -, das Puzzle wird neu sortiert. Ein weiteres Teil wird umgeformt - zweiter Schockmoment -, die Sortierung beginnt abermals von Neuem. Ein Teil gehört gar nicht zu dem Puzzle und so weiter und so weiter.
Am Ende des Thrillers war ich ganz außer Atem, so viele Schocker kamen, gerade gen Ende hin, und haben mich entsetzt und laut aufschreien lassen. Und dabei bin ich doch so vieles gewöhnt...
Es ist mein Tipp für alle, die gefestigt im Umgang mit Psychothrillern sind und eine Vielzahl schockierender Wendungen abhaben können. Für schwache Nerven ist das definitiv nichts und ich werde mich jetzt erstmal wieder mit einem Liebesroman ablenken. Vorausgesetzt mein Entsetzen lässt sich wieder abschütteln!

Liebes Kind - Romy Hausmann
Liebes Kind
von Romy Hausmann
(290)
Buch (Taschenbuch)
15,90

 
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