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Gelinde

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Gelinde

Meine Bewertungen

Die Schneeschwester

Gelinde , am 09.12.2018

Die Schneeschwester,
von Maja Lunde, illustriert von Lisa Aisato

Cover und Illustrationen:
Also als erstes haben mich das Cover, das Wort „Weihnachtsgeschichte“ und dann der Klappentext angesprochen.
Als ich das Buch dann zu Hause in Händen hielt, war ich hin und weg von der Gestaltung, es ist in Wirklichkeit noch viel schöner als auf dem Foto. Sowohl der Schutzumschlag, wie auch der haptisch und optisch sehr ansprechende Leinenumschlag sind das Beste was ich seit Jahren je in der Hand gehalten habe.
Ein Buch das man unbedingt quer in sein Bücherregal ste3llt, weil es so schön ist.

Meine Meinung:
Ein überdurchschnittlich bezauberndes Buch.
Alleine schon beim Aufschlagen komme ich mir wie ein großer und wichtiger Märchenerzähler vor.
Ich finde das Buch lebt von seinen tollen Bildern, die Geschichte selber ist sehr anrührend und geht direkt ans Herz, trotzdem ist sie mir, für eine reine Weihnachtsgeschichte (und vor allem für Kinder alleine) sehr traurig. Zum Glück gibt es sowas wie ein „Happy End“.
Dieses Buch sollte man als Erwachsener unbedingt vorher alleine bis zum Ende Lesen, um dann für die Kinder bei Fragen, entsprechend antworten zu können.
Denn Fragen werden kommen und das Thema ist nicht einfach.

Julian hat seine geliebte Schwester verloren, sie ist gestorben, die ganze Familie ist wie in einer Schockstarre. Unter dieser Trauer und Last scheinen sie auch Weihnachten, das vor der Tür steht, vergessen zu haben.
Julian kann diese Situation nicht aushalten.
Da trifft er auf Hedvig.
Sie ist bezaubernd, lustig, lebendig, aktiv, sie liebt das Leben und ringt allem etwas Gutes ab. Genau das was Julian jetzt braucht.
Aber Hedvig hat auch ihre traurigen Seiten, dann verschließt sie sich und will ihr Geheimnis nicht preisgeben.
Als Julian dahinter kommt, möchte ich am liebsten ins Buch kriechen und beide nur noch in die Arme nehmen.

In diesem Buch sind so vielfältige Emotionen, Gefühle von Ohnmacht und Trauer, aber auch von Liebe und Freundschaft, Wärme und Geborgenheit, Hilflosigkeit und Hilfsbereitschaft, Wünschen und Sehnen, Mutlosigkeit und Hoffnung.

Mein Fazit:
Ein wunder wunderschönes Buch, sowohl die fantastischen Illustrationen als auch die Geschichte treffen mitten ins Herz und rühren zu Tränen.
Das Cover ist für mich das schönste das ich je in Händen hielt.
Hier müsste man mehr als 5 Sterne vergeben können.

Die Schneeschwester - Maja Lunde
Die Schneeschwester
von Maja Lunde
(27)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,00

Das Geheimnis der letzen Schäferin

Gelinde , am 08.12.2018

Das Geheimnis der letzen Schäferin, von Beate Maxian

Cover:
Sehr passend und es hat meine Aufmerksamkeit sofort auf das Buch gelenkt.

Inhalt:
Die erfolgreiche Köchin Nina, soll in einer Kochshow gemeinsamen mit dem genauso erfolgreichen Koch Julian Leroy auftreten. Im Grunde genommen mag Nina den exzentrischen Charmeur nicht, doch das Thema der gemeinsamen Show, kochen wie Anno dazumal, reizt sie. Außerdem finden die Aufzeichnungen zur Show auf einem denkmalgeschützen Bauernhof in einem bayerischen Dorf statt aus dem auch Ninas geliebte Großmutter Liesel stammte. Diese war die letze Wanderhirtin der Familie.
Das Zusammentreffen mit dem alten Bauern dieses Hofes öffnet das Tor zu einer unbekannten Vergangenheit.

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch fand ich war recht unspektakulär, ich hatte das Gefühl es braucht irgendwie , um in die Gänge zu kommen. Mir waren es zu viele Beschreibungen (Haarfarbe da, Klamotten hier und auch sonstiges Randgeschehen).

Dann waren mir die beiden Zeitebenen etwas zu holprig oder ungelenk aneinandergeriet. Immer wenn wir in die Vergangenheit eingetaucht sind, wurde diese von jemand erzählt (entweder Onkel Fritz, Vinzenz, der Opa oder Rena). Aber dann haben wir die Vergangenheit aus einer ganz andere Sichtweise gelesen (meinst aus der von Liesel), also wir haben eine Perspektive gelesen die der „Erinnernde oder Erzählende“ gar nicht so kennen konnte.
Das hat mich teilweise sehr irritiert und passte nicht – fand ich.

Der Spannungsbogen hätte auch etwas straffer sein können. Auch wenn gegen Ende zu noch ein paar ungeahnte Wendungen kamen, fehlte mir irgendetwas und wie Vinzenz auf all dies kam fand ich auch ein bisschen zu konstruiert (unglaubwürdig). Vielleicht wären hier ein paar Seiten mehr, die evtl. irgendwo in der Mitte oder am Anfang raus gekürzt worden wären, gut gewesen.

Es gab viele allgemeine Info, zu viel Info über Schafe, Almwirtschaft, Kräuter und dergleichen, die ich nicht sonderlich interessant oder wichtig für die Story fand. Genauso wie teilweise viele Wiederholungen: z.B. nach der 5. Wiederholung, wie klug Schafe doch sind, habe ich innerlich die Augen verdreht.

Autorin:
Beate Maxian lebt mit ihrer Familie in Oberösterreich und Wien und arbeitet neben dem Schreiben als Journalistin und Dozentin.

Mein Fazit:
Ein solider Roman, auf zwei Ebenen (Vergangenheit und Gegenwart), bei dem mir aber das gewisse Fünkchen an Spannung und das gewisse Etwas fehlte.
Am liebsten würde ich 3,5 Ste4rn vergeben und rund deshalb mathematisch auf 4 Sterne auf.

Das Geheimnis der letzten Schäferin - Beate Maxian
Das Geheimnis der letzten Schäferin
von Beate Maxian
(2)
Buch (Klappenbroschur)
10,99

Der Fluch des Ikarus

Gelinde , am 04.12.2018

Der Fluch des Ikarus, von Stephan Leenen

Cover:
Passend zu einem Krimi, recht düster.

Inhalt:
In Mallorca, stürzt ein hochrangiger deutscher Offizier, neben Hauptkommissar Ralf Zierthers Zimmer, in den Tod.
Ein Unfall, Selbstmord oder sogar Mord?
Zierther findet einen Zettel auf dem IKARUS steht.
Doch schnell wiegelt die spanische Polizei ab, doch Zierthers Instinkt sagt ihm, dass hier was faul ist.
Als es nach und nach mehr Tote gibt bei denen immer wieder das Wort IKARUS fällt wird es hochbrissant.

Meine Meinung:
Dies ist der 3. Fall von dem Duo Ralf Zierther und Brit Bredehorst.
Ich habe keinen der Vorgängerbücher gelesen, war aber sofort mitten im Geschehen drin.
Der Schreibstil ist super spannend und flüssig, auch sehr realistisch und ich bin richtig an den Seiten geklebt.
Der Fall nimmt rasch an Fahrt auf und weitet sich immer mehr aus.
Super gemacht.

Das Duo Ralf und Brit bietet genügend Facetten um hier auch die menschliche Seite der beiden Ermittler einzubringen, aber es überlagert die Krimihandlung glücklicherweise nicht.

Doch als der Fall quasi gelöst ist, wundere ich mich dass es jetzt weitergeht.
Und plötzlich taucht ein Mann auf, der Kommissar Zierthers anscheinend schon länger Ärger macht und irgendwie fühlt es sich an wie wenn die Geschichte jetzt neu beginnt (oder mir Wissen aus den ersten beiden Teilen fehlt) und exakt hier ist dann das Buch zu Ende.

Also ein offenes Ende, wie wenn bei einem Film gerade an der spannendsten Stelle Stromausfall ist – das fand ich extrem ärgerlich.

Autor:
Stephan Leenen, Jahrgang 1958, ist Germanist und promovierter Historiker. Sein beruflicher Lebensweg ist wohl so vielschichtig wie sein Roman: Leiter eines Windmühlenmuseums, freiberuflicher Dozent oder Geschäftsführer einer Stadtmarketinggesellschaft.

Mein Fazit:
Ein toller Krimi, super Handlung, klasse Protagonisten, gelungener Handlungsort!
Leider ist das teilweise offene Ende so gar nichts meins, dafür ziehe ich einen Stern ab. Deshalb 4 Sterne.

Der Fluch des Ikarus - Stephan Leenen
Der Fluch des Ikarus
von Stephan Leenen
(3)
Buch (Taschenbuch)
12,99

Die Frau, die frei sein wollte

Gelinde , am 03.12.2018

Die Frau, die frei sein wollte, von Hera Lind

Cover:
Hier kommt gut das gehetzte und angstvolle Gefühl der Protagonistin rüber.

Inhalt:
Selma kommt Anfang der 1960er Jahre als Gastarbeiterkind mit ihrer Familie nach Deutschland.
Sie und ihre Familie lebt sich schnell ein, wenn auch der Balanceakt zwischen heimatlicher Kultur und deutscher Lebensweise immer zu spüren ist.
Alles könnte4 so gut verlaufen, wäre da nicht Orhan!
Ein Mann (Türke) der in türkischen Denkweisen verhaftet bleibt und Selma besitzen will.
Er entführt Selma quasi und für sie beginnt ein jahrelanger Höllentripp.

Meine Meinung:
Eine Geschichte die ich mit Entsetzen und Gänsehaut gelesen habe.
Meine Gedanken fuhren Achterbahn:
Es ist so unglaublich was Selma erduldet hat, und immer wieder kommt der Gedanke, warum hat sie sich nicht gewehrt, warum niemandem anvertraut?
Aber dann kommt immer wieder Ansatzweise das Verstehen: sie ist in ihrer Denkweise und ihrem erzogenen Rollenverhalten gefangen.
Wie oft geht es uns nicht selber so: wir wollen ganz anders sein und handeln und schaffen es einfach nicht.

Trotzdem finde ich einfach Widersprüche, die wir uns mit westlichen Denkweisen vermutlich nicht erklären können.
Selma betont immer wieder, wie sehr die Familie zusammenhält, z.B. keine alleinerziehende Frau steht alleine da, aber dann wird eine junge Frau, sofort verstoßen, nur weil sie schwanger ist??

Auf jedenfall ist dies eine Lebensgeschichte bei der man wirklich kaum glauben kann, dass Selma sich daraus wie der Phönix aus der Asche erhebt und immer stärker und selbstbewusster wird.
Das Happy End am Schluss ist irgendwie unglaublich.

Der Schreibstil hat mir nicht so gefallen.
Hier wird kunterbunt durch die Jahre gesprungen. Zwar steht am Beginn der einzelnen Kapitel immer die Jahreszahl, aber es war schon schwierig zu überlegen was war jetzt 1979, 1988,1972, 2013 dann doch wieder 1985.
Und dies mehr als 50 mal, das finde ich unnötig und total verwirrend.
Auch ein inhaltlicher Widerspruch hat mich kurzzeitig sehr verwirrt.

Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Mein Fazit:
Selma durchlebt einen jahrelangen Höllentripp, ein Martyrium das ich mir nicht vorstellen kann.
Doch sie erhebt sich Phönix aus der Asche und wird stark und selbstbewusst.

Es wird zwar im Buch darauf hingewiesen, dass dies kein rein türkisches Problem ist, aber die Verflechtungen hier sind eben nun mal mit dieser mir so völlig fremden Kultur und Denkweise.
Von mir 4 Sterne.

Die Frau, die frei sein wollte - Hera Lind
Die Frau, die frei sein wollte
von Hera Lind
(6)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Die Melodie der Schatten

Gelinde , am 30.11.2018

Die Melodie der Schatten, Maria W. Peter

Cover:
Schon das wunderschöne Cover lädt zum eintauchen in eine andere Welt ein.

Inhalt:
Schottland 1837.
Nach dem Tod ihrer Mutter, wird die junge Fiona Hemington, von ihrem Vater, dem ehrenwerten Richter, zu ihrer Tante in die Highlands abgeschoben. Auf dem Weg dorthin, wird ihre Kutsche überfallen und Fiona kann sich alleine, mit letzter Kraft zu einem abgelegenen Herrenhaus durchschlagen.
Doch nicht nur das alte Gemäuer ist unheimlich sondern auch sein Besitzer.
Seltsames geht vor sich!
Oder ist Fiona dabei ihren Verstand zu verlieren?

Meine Meinung:
Wo soll ich hier nur anfangen!
Wieder ein unglaublich fesselndes und faszinierendes Buch der Autorin
Maria W. Peter. Spannend vom Anfang bis zum Ende.
Wie bei ihren anderen Büchern, schafft sie es, mich von den ersten Seiten an tief in den Bann des Buches zu ziehen.
Ich versinke in den Seelen der Protagonisten, ob dies nun die anfangs schüchterne Fiona, der abweisende und rätselhafte Laird Aidan, die etwa die naive Wäscherin Elspeth oder auch der Bursche Seoc, oder all der anderen sind.
Genauso gekonnt und brillant hat sie die mystische und faszinierende Aura der schottischen Highlands, der Natur, der Gebäude und der Menschen und ihrer Sagen eingefangen und widergegeben.
Hier wurde ausführlich recherchierte historische Geschichte, meisterlich mit einer packenden, tragischen und mehr als mysteriösen Story zu einem wunderbar vielfältigen Geschehen verknüpft, das mich als Leser mehr als einmal erschaudern lässt und mich ans Buch fesselt.
Wie in einer Achterbahn werde ich mit den Protagonisten von einer Gefühlslage in die nächste geschleudert. Immer wieder gibt es neue Wendungen, ein Geheimnis wird gelüftet, dafür tritt gleich das nächste auf.
Was geht hier vor?
Wem kann man trauen?

Alle Emotionen werden voll und ganz bedient: Schuld, Rache, Vergebung, Hilflosigkeit, Stärke, Recht, Unrecht, Hass, Liebe, Freundschaft, ja auch Romantik, auch wenn das Buch ein herausragendes Beispiel für den Stil eines schottischen Schauerromans ist.


Autorin:
Maria W. Peter entdeckte bereits in der Schulzeit ihr Interesse an Literatur und Geschichte. Während ihres Studiums arbeitete sie als Journalistin.

Mein Fazit:
Leseherz was willst du mehr!
Schaurig fesselnd, aufwühlend emotional und großartig mystisch.
Hier kann ich nur eine klare Lese- und Kaufempfehlung geben.
Ein MUST HAVE !

Die Melodie der Schatten - Maria W. Peter
Die Melodie der Schatten
von Maria W. Peter
(50)
Buch (Taschenbuch)
11,00

Passiert. Notiert. Bedacht. Gelacht.

Gelinde , am 30.11.2018

Passiert. Notiert. Bedacht. Gelacht.
Von Rainer Neumann

Eine kleine, aber feine Sammlung von ca. 50 Beobachtungen aus dem Alltag.

Der Autor, Rainer Neumann, ist Reisekaufmann und kommt deswegen schon von Berufswegen weit in der Welt herum.
Aber viel wichtiger für dieses Buch hier, er hält Augen und Ohren offen und lässt sich auch die kleinen Geschichten aus dem Alltag nicht entgehen.

Ob es sich um verlorene Bücher, etwas zu schief geratene Hecken, oder um besonders exotische Pflanzen in Shanghai (Geranien) handelt.
Missverständnisse, die mal lustig, mal peinlich sind.
Der pure Alltag: eben einfach „Passiert“.

Die Geschichten sind vielfältig: humorvoll, warmherzig, komisch, zum Nachdenken.
Mir fehlt noch ein klein bisschen die „Spritzigkeit‘“.

Das Format, HC mit farblich passendem Lesebändchen, die Illustrationen, und vor allem der gute Zweck hinter dem ganzen, machen das Buch zu einem schönen Geschenk.


Passiert. Notiert. Bedacht. Gelacht. - Rainer Neumann
Passiert. Notiert. Bedacht. Gelacht.
von Rainer Neumann
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
12,00

Deine letzte Stunde

Gelinde , am 28.11.2018

Deine letzte Stunde, von Carlos Montero

Cover + Titel:
Das Cover ist ganz gut, aber etwas zu „retro“, denn die Story handelt ja in der Gegenwart.
Der Titel ist super (so schön zweideutig).

Inhalt:
Die Aushilfslehrerin Raquel, wird im Heimatort ihres Mannes, in Galicien, an der Schule eingesetzt.
Erst als sie dort beginnt, erfährt sie, dass sie eine Lehrerin vertreten soll, die einen geheimnisvollen Selbstmord begangen haben soll. Sie war getrennt von ihrem Mann, soll von den Schülern aufs äußerste gemobbt worden sein und war auf der anderen Seite von einer überirdischen Schönheit und von allen gemocht und bewundert worden sein.
Als Raquel selber Drohungen erhält, fängt sie an zu recherchieren und ist bald selber in tödlicher Gefahr.

Mein Meinung:
Die Story beginnt richtig gut und entwickelt auch eine steigende Spannung.
Ich muss sagen, in den ersten drei Vierteln, hat mir das Buch (beim Lesen) ganz gut gefallen. Aber je länger ich über den Inhalt der Handlung und deren Ablauf nachdenke, desto mehr Ungereimtheiten und konstruierte Situationen gibt es.

Die handelnden Protagonisten, allen voran die Hauptprotagonistin Raquel, handeln für mich sehr unglaubwürdig, und vor allem Raquel sehr naiv, wenn nicht gar doof, und dabei wird sie von allen anderen immer als besonders „klug“ gesehen.

Bei Krimi oder Thriller brauche ich nicht unbedingt eine Aussage, aber die Handlung sollte für mich logisch und durchdacht sein, nicht zu sehr konstruiert und auch irgendwie plausibel.
Und da gibt es für mich hier (jetzt vom Ende her betrachtet) zu viele Fragwürdigkeit (die einzelnen Charaktere waren mir nicht glaubwürdig und auch manche Handlungen und Denkweisen).
Die „Auflösung“ brachte dann eine Überraschung, aber beim länger darüber nachdenken, war es mir dann auch wieder kaum nachvolloziehbar.

Was mich auch sehr gestört hat: Der Konsum von Drogen, egal welche, wie und wo, wird als total normal dargestellt.

Autor:
Carlos Montero wurde 1972 in der spanischen Region Galizien geboren, wo auch sein Roman Deine letzte Stunde spielt. Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften in Madrid hat er sich als Drehbuchautor einen Namen gemacht

Mein Fazit:
Tolle Story, aber in der Umsetzung mit einigen Mängeln.
Vor allem: Beim Lesen noch spannend, beim darüber Nachdenken dann fraglich.
Ich würde am liebsten 3,5 Sternen vergeben, die ich jetzt dann (mathematisch) auf 4 Sterne aufrunde.

Deine letzte Stunde - Carlos Montero
Deine letzte Stunde
von Carlos Montero
(15)
Buch (Taschenbuch)
11,00

Juli verteilt das Glück und findet die Liebe

Gelinde , am 25.11.2018

Juli verteilt das Glück und findet die Liebe, von Tanja Kokoska

Cover:
Macht gute Laune.

Inhalt:
Juli ist nicht ganz von dieser Welt. Sie liebt es, inmitten vertrauter (alter) Dinge zu sein. Sie hat ihre Großmutter und ihre Mutter gepflegt, nun sind beide schon gestorben und sie fühlt eine gewisse Leere.
Marie, die Julis Blumenladen führt erkennt dies und als sie Julis Freundin wird, schubst sie diese ein bisschen in die richtige Richtung.
Juli erkennt wo andere Menschen Hilfe brauchen und wird aktiv.
Gleichzeitig lernt sie Oskar kennen und lieben. Doch ihre Liebe wird noch auf die Probe gestellt und ein Geheimnis, das sie beide betrifft, wird zum Prüfstein.

Meinung:
Ein wunderbares Buch das seinen ganz eigenen und besonderen Zauber entfaltet, ja irgendwie ein bisschen wie aus der Zeit gefallen.
Es scheint mir wie ein wahrgewordenes Märchen.

Durch den Schreibstil kommt mir das ganze wie ein charmanter, liebeswürdiger (alter schwarz/weiß) Film vor (Kopfkino).
Wie eine geliebte Lieblings-Jacke, die man so eigentlich nicht mehr trägt, in der man sich aber einfach unendlich wohlfühlt.
Bei so vielem dachte ich: ja genau, das kenne ich, das liebe ich, das macht mich glücklich oder dieses Gefühl kann ich genau nachempfinden.

Die Hauptprotagonistin, Juli, ist eine durch und durch liebenswerte Person, einfach eine gutmütige Seele, die nicht von dieser Welt scheint.

Die Geschichten die Juli erlebt, berühren, haben einen sehr ernsten und traurigen Kern, aber sie sind so romantisch und liebevoll erzählt, dass ich mich gerne mit Juli darauf eingelassen habe.

Autorin:
Tanja Kokoska ist Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau und verantwortlich für das Wochenendmagazin FR7.

Mein Fazit:
Liebevoll, charmant, romantisch, zauberhaft: diese Worte verbinde ich mit diesem Buch.
Von mir: 5 Sterne.

Juli verteilt das Glück und findet die Liebe - Tanja Kokoska
Juli verteilt das Glück und findet die Liebe
von Tanja Kokoska
(10)
Buch (Paperback)
12,99

Vielleicht tanzen wir morgen

Gelinde , am 22.11.2018

Vielleicht tanzen wir morgen, von Ruth Hogan

Cover:
Gefällt mir sehr gut und hat mich neugierig gemacht.

Inhalt:
Mascha ist seit 12 Jahren in ihrer Trauer um ihren kleinen Sohn gefangen.
Doch nun, kommt sie mit Hilfe einiger ungewöhnlicher Freunde wieder aus ihrem Schneckenhaus heraus.

Meine Meinung:
Das Cover, der Klappentext und die Leseprobe haben mir sehr gut gefallen und mich neugierig gemacht.
Ich habe einen hochemotionalen Roman über die Verarbeitung von Trauer erwartet.
Doch leider wurde ich beim Lesen der Geschichte schnell enttäuscht.
In langatmigen, sehr verwirrenden, belanglosen und unzusammenhängenden Geschehnissen und Ereignissen wurde das Leben von Mascha, und anderen eingestreuten Begebenheiten, (bei denen ich keinen Zusammenhang zur Geschichte entdecken konnte) erzählt.
Irgendwie ist lange nichts passiert und ich habe das Buch ein paar Mal zur Seite gelegt.
Die ganze Geschichte wirkte sehr deprimierend auf mich.

Erst die letzten 50 Seiten brachten für mich die Wende: Eine Handlung die sich zu einem Kreis schloss.
Das Ende war dann sehr abrupt. Hier hätten 50 Seiten mehr, der Geschichte gut getan, und in den ersten 2/3 vielleicht 100 Seiten eingekürzt.

Autorin:
Ruth Hogan lebt mit ihrem Mann und drei Hunden in einem etwas chaotischen Haus in Bedford, England. Eine schwere Krankheit brachte sie zum Schreiben.

Mein Fazit:
Ein Buch mit einer guten Story aber für mich viel zu verwirrend umgesetzt.
Zum Glück kam am Schluss noch die Wende, also für alle Leser die sich auch schwer tun – durchhalten.
Von mir (Dank dem Ende) 3 Sterne.

Vielleicht tanzen wir morgen - Ruth Hogan
Vielleicht tanzen wir morgen
von Ruth Hogan
(25)
Buch (Paperback)
15,00

Rettungsring für Zwei

Gelinde , am 17.11.2018

Rettungsring für Zwei, von Clara Gabriel

Cover:
Passend zum Ort der Handlung: Meerblick!

Inhalt:
Drei Tage vor der Hochzeit verunglückt Maries Verlobter tödlich. Doch ihre Trauer hält sich in Grenzen, hat sie dadurch doch erfahren, dass er schon jahrelang ein Verhältnis hatte.
Ihre Freundin Eva überredet sie, dennoch die „Romantik-Karibik-Kreuzfahrt“ die als Flitterwochen geplant waren, mit ihr, anzutreten.
Tja und auf so einem Kreuzfahrtschiff, scheinen oft keine Regeln zu gelten…

Meine Meinung:
Eine wunderschöne leichte Urlaubslektüre, die vor allem allen Lesern sehr gut gefallen wird, die sich eine Kreuzfahrt wünschen oder schon eine gemacht haben. Weiterhin sollte man eine romantische Ader haben und sich den Liebeswirren und Missverständnissen die es hier immer in Mengen gibt öffnen können.
Da ich selber schon eine Kreuzfahrt gemacht habe, weiß ich, dort zeigen sich die Menschen teilweise von völlig unglaublichen Seiten, so dass ich die Charaktere hier in der Geschichte als absolut glaubwürdig und realistisch dargestellt empfinden.

Der Schreibstil ist locker, humorvoll und sehr flüssig, die einzelnen Szenen sind gut beschrieben und so kann man sich mitten im Geschehen wiederfinden und selber ein bisschen in den Urlaub träumen.

Mein Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte, eine Traumreise die ich hier im Buch begleiteten kann, und eine neue Liebe die sich oft genug selber ein Bein stellt.
Ich habe mich gerne in diese traumhafte Welt entführen lassen und wurde super unterhalten.

Rettungsring für zwei - Clara Gabriel
Rettungsring für zwei
von Clara Gabriel
(6)
Buch (Paperback)
9,99

 
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