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Dominic Granson aus Berlin

Gesamte Bewertungen 5 (ansehen)


Meine Bewertungen



Außergewöhnliche Unterhaltung mit interessanten Charakteren

Dominic Granson aus Berlin , am 26.01.2019

Cover: Neben den Titeln der beiden Geschichten die das Buch beinhaltet, ist auf dem Cover eine Karikatur zu sehen. Die Karikatur zeigt einen Mann im Anzug scheinbar im Büro. Bei dem Mann könnte es sich um den Protagonisten der ersten Geschichte „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“ handelt. Mir gefällt die Art der Karikatur und es passt sehr gut zu der ersten Geschichte.

Story: Das Buch beinhaltet zwei Theaterstücke. Im Ersten, „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“, erzählt Hans Fredenbek aus seinem Leben als Beamter. Der Mann scheint mit seinem Beruf verheiratet und geht voll und ganz in diesem auf. Außerhalb seiner Arbeit nimmt er kaum noch etwas wahr bzw. denkt auch dann daran, was in einer wirklich komischen Szene auf einer Toilette in Italien endet. Diese Szene ist nicht die Einzige, die mit sehr viel Witz erzählt wird. Dabei ist das Leben des Herrn Fredenbek auch eine Tragödie.

Im zweiten Theaterstück wird ein Telefonat zwischen zwei ehemaligen Klassenkameraden gezeigt. Schnell wird für den Leser deutlich, dass es zwischen den Protagonisten Marina und Carsten mal große Gefühle gegeben hat, die Carsten noch nicht vergessen hat. Unter einem Vorwand für ein Klassentreffen ruft er sie an und es endet in einem Dialog über alte Zeiten, viele Gefühle und die zweite Chance. Ob die Gefühle zwischen Carsten und Marina noch eine Chance haben, müsst ihr selbst lesen

Protagonisten: Von Fredenbek bekommt der Leser bereits durch die Einleitung ein gutes Bild. Er ist verheiratet, hat einen Job den er liebt und ist für seine Mitmenschen eher unscheinbar. Der Autor selbst bezeichnet Fredenbek als „penibler und hektischer Endvierziger, der als Unruheherd uneffektiv und unbeholfen von einem Misserfolg in den nächsten gerät“. Nach dem Lesen des Stücks würde ich dem Autor Recht geben, dabei ist er teilweise so unbeholfen, dass er schon wieder liebenswert ist und der Leser ihn zeitweise an die Hand nehmen möchte um ihm zu helfen.
Die beiden Protagonisten Marina und Carsten wachsen dem Leser schnell ans Herz. Das Stück ist so spannend und die Geschichte so tragisch wie romantisch, dass man als Leser einfach mit den Beiden mitfiebert und leidet.

Stil: Die beiden Geschichten sind vom Stil sehr unterschiedlich. Der erste Text ist als Fließtext zwar vom Aufbau für den Romanleser vertraut, die verschachtelten, langen Sätze und Fredenbeks Beamtendeutsch lassen den Leser aber auch leicht stolpern. Die Sätze wirken schnell, so dass man sich den hektischen Protagonisten auf der Bühne gut vorstellen kann. Ich war zwischendurch aber auch etwas verwirrt zwischen den einzelnen Episoden, die erzählt werden. Dabei wird der Leser schnell von dem Witz und Charme, die der Autor in seiner Geschichte versprüht aufgefangen, sodass man sich trotzdem herrlich amüsieren kann.
Der Dialog im zweiten Stück ist übersichtlich dargestellt und auch wenn es für den Romanleser etwas ungewohnt ist, werden durch Martin Schörles Sprache die Gefühle zwischen den Protagonisten toll dargestellt. Die Dialoge wirken authentisch und sind ansprechend erzählt, was es dem Leser leicht macht in die Geschichte zu finden.

Fazit: Theaterstücke habe ich zuletzt in der Schule gelesen, aber ich bin froh, dass Martin Schörle mich angeschrieben hat, um sein Buch zu rezensieren. Die Geschichten sind gut geschrieben und die Charaktere anschaulich und interessant dargestellt. Im ersten Stück hatte ich zeitweise etwas Probleme den Gedanken des Beamten zu folgen, habe mich aber trotzdem köstlich amüsiert und das Ende ist so interessant und überraschen, dass sich dranbleiben auf jeden Fall lohnt. Im zweiten Stück kann der Leser leicht in die Geschichte eintauchen und den beiden Charakteren lauschen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen eines etwas anderen Buches…

Schörle, M: »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« - Martin Schörle
Schörle, M: »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten«
von Martin Schörle
(76)
Buch (Taschenbuch)
9,50

Ein Buch wie die 80er. Laut, grenzenlos und voller Spannung...

Dominic Granson aus Berlin , am 22.07.2018

Story: Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen, die in verschiedenen Zeitebenen spielen, erzählt. Der Journalist Jan Römer soll, in Vertretung für einen Kollegen, einen Bericht über einen über zwanzig Jahre alten Mordfall schreiben. Der Fall ist seine eigene Geschichte, er war ein Teil der Clique in deren Mitte der Mord geschehen ist und er hat die Geschichte bis heute nicht verarbeitet. In der Gegenwart hat Jan heute Frau und Kind und keinen Kontakt mehr zu den Freunden von damals. Gemeinsam mit seiner besten Freundin macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Schneller als gedacht kommen Sie dem Täter auf die Spur, wecken fast vergessene Erinnerungen, reißen bei den Beteiligten alte Wunden auf und bringen sich selbst und Jans Familie in Gefahr.

Protagonisten: Mütze war früher Journalistin und ist heute Privatier, die genauen Hinter-gründe bleiben für den Leser verborgen. Mütze ist eine Freundin wie man sie sich wünscht. Loyal, hilfsbereit, dabei hilft Sie Jan auch als es für sie gefährlich wird
Jan ist Journalist mit Leib und Seele und er will die Geschichte von damals aufklären. Denn Sie ist seine eigene Geschichte. Verbissen und ehrgeizig kommt er der Lösung immer näher und schreckt auch nicht davor zurück die Zukunft mit seiner Familie aufs Spiel zu setzen. Die Beiden wirken sehr authentisch und der Leser fiebert schnell mit Jan und Mütze mit. Auch die anderen Protagonisten sind sehr gut beschrieben, gerade die Beschreibungen der Clique in den Achtzigern haben bei mir Erinnerung an meine eigene Jugendclique geweckt. Dadurch lässt Linus Geschke den Leser in die Geschichte eintauchen und mit den Protagonisten mitfiebern.

Stil: Am Anfang wirkt der Text etwas unnahbar und hat für mich etwas Berichtsartiges. Als der Autor in die Zeit des Mordfalls wechselt nimmt einen die Story von damals aber schnell ein und man fängt an mitzufiebern. Spätestens als Jan sich richtig in den Fall hineinverbeißt, er und Mütze gemeinsam ermitteln, lässt einen das Buch nicht mehr los. Man kann es erst wieder aus der Hand legen als der Mörder enttarnt ist und der Fall gelöst. Abgerundet wird die Geschichte mit dem Sound der 80er, der einem mit vielen Songtiteln bei der Beschreibung der Partys der Clique in Erinnerung gerufen werden.

Cover: Das Cover ist größtenteils in dunklen Farben gehalten und auch der gelbe Himmel wirkt eher bedrohlich. Der abgebildete Zaun wirkt wie eine Grenze über die der Protagonist gehen muss und ab da es kein Zurück mehr gibt. Andererseits könnte er auch die Grenze zwischen Jans Vergangenheit und seiner Gegenwart symbolisieren. Sehr passend zum Inhalt und macht zusammen mit dem Klappentext Lust auf das Buch.

Fazit: Ein Buch wie die 80er, wild, grenzenlos und voller Hoffnung, die aber von einem auf den anderen Moment jäh zerstört werden kann. So wie es Jan und seine Clique erlebt haben. Spannend erzählt, mit tollen Charakteren aus denen neben Jan Römer vor allem Mütze heraussticht, die wunderbar in diesen Roman und zu Jan Römer als Partnerin passt. Das Buch ist ein Muss, auch wenn man nicht in den 80ern aufgewachsen ist. Lediglich der Einstieg fiel mir etwas schwer und die vielen Namen der Clique verbunden mit den Zeitsprüngen erschweren etwas den Lesefluss. Daher bekommt das Buch 4 von 5 Sterne von mir, verbunden mit einer absoluten Leseempfehlung und großer Vorfreude auf Teil 2 der Reihe.

Die Lichtung / Jan Römer Bd.1 - Linus Geschke
Die Lichtung / Jan Römer Bd.1
von Linus Geschke
(43)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Spannende Fortsetzung aber mit ein paar Schwächen

Dominic Granson aus Berlin , am 19.07.2018

Story: Peter Hogart, ein freiberuflicher Versicherungsdetektiv soll in seinem zweiten Fall den Brand in der Wiener Gebietskrankenkasse für die Versicherung, für die er schon im ersten Teil ("Die schwarze Dame") ermittelt hat, aufklären. Bevor er aber wirklich aktiv werden kann bittet ihn sein Bruder Kurt um einen Gefallen. Der Chiropraktiker soll ein Video aus der Wohnung des pensionierten Neurochirurgen Ostrovsky vor der Polizei finden und geheim halten. Als die Polizei auf die Verbindung von Kurt zu Ostrovsky aufmerksam wird, wird der Fall für Peter Hogart persönlich. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Fällen, was ist auf dem Videoband zu sehen, warum wollte Ostrovsky es vor den Behörden geheim halten und was hat der Fall mit der Engelsmühle aus dem Titel zu tun? Diese und weitere Rätsel könnt ihr nur lösen, wenn ihr das Buch lest.

Protagonisten: Mit das faszinierendste an der Reihe sind für mich die Protagonisten. Andreas Gruber entwickelt spannende Protagonisten mit ganz individuellen Eigenarten, die für den Leser sehr anschaulich wirken. Wer bereits den ersten Teil der Reihe "Die schwarze Dame" gelesen hat kennt den einen oder anderen Charakterzug des Detektivs Peter Hogart, wie z.B. seine Vorliebe für alte Filme schon und entdeckt diese und auch Neue im zweiten Teil wieder. Auch die anderen Protagonisten wirken sehr authentisch und deren sehr gut ausgearbeitete Vergangenheit lässt sie beim Leser lebendig werden. Für mich waren Peter Hogart, sein Bruder Kurt und dessen Tochter, die Punkerin Tatjana, im Verlauf der zwei Bücher wie gute Bekannte, die der Leser besuchen darf. Allerdings fehlt mir in diesem Teil ein dauerhafter, guter Sidekick, wie es ihn in "die schwarze Dame" so wunderbar gab. In diesem Buch unterstützen Peter Hogart sein Bruder, seine Nichte und andere Charaktere bei der Auflösung, sie spielen für mich aber keine so dauerhaft große Rolle wie der Sidekick im ersten Teil. Stil: Ein spannender Sprachstil in dem Andreas Gruber an den richtigen Stellen Spannung erzeugt und den Leser fesselt. Der Autor hat ein gutes Gefühl für Orte und die Beschreibung von Umgebung und Situationen und lässt damit tolle Bilder im Kopf des Lesers entstehen. In diesem Teil erlebt der Leser Hogarts Heimatstadt Wien mit ihren düsteren Seiten und Ecken. Trotzdem gibt es in der Mitte des Buches auch etwas langatmige Passagen, in denen die Handlung etwas mehr Schwung verdient hätte. Eine Sache haben beide Teile der Reihe gemeinsam: Am Ende wartet auf den Leser ein actiongeladenes, spannendes Finale, dass absolut lesenswert ist und gerade in diesem Teil die eine oder andere Überraschung bei der Lösung des Falls bereit hält. Der einzige Wehrmutstropfen am Ende war, dass die eine oder andere Spur, die der Autor gelegt hat, nicht aufgelöst wurde.

Cover: Das Cover vermittelt eine gute atmosphärische Einstimmung auf das Buch und erzeugt Interesse an diesem Thriller. Der dunkle Raum lässt eine düstere Vorahnung auf die Handlung erahnen und das helle Fenster in der Mitte greift für mich das Thema des Titels interessant auf. Mir gefällt das Cover insgesamt sehr gut auf und es passt sehr gut zum Inhalt.

Fazit: Für mich ein gelungener zweiter Teil, der trotzdem die Erwartungen aus dem ersten Teil nicht ganz erfüllen konnte. Neben einem spannenden Nebencharakter, hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Spannung gewünscht

Die Engelsmühle - Andreas Gruber
Die Engelsmühle
von Andreas Gruber
(15)
Buch (Klappenbroschur)
9,99

Spannende Unterhaltung mit interessanten Charakteren

Dominic Granson aus Berlin , am 11.06.2018

Klappentext: Der renommierte Krebsforscher Prof. Dr. Dr. Harmut Wilberg wird tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. Mit seiner Doktorandin, Sina Forget, war es ihm gelungen ein Therapeutikum gegen alle Arten des Krebses zu entwickeln. Alle Anzeichen deuten auf einen Suizid Wilbergs hin. David Sprenger, ein erfahrener Kriminalist, glaubt jedoch nicht an den Freitod Wilbergs und beginnt, entgegen allen Anweisungen seiner Vorgesetzten und der Staatsanwaltschaft auf eigene Faust zu recherchieren. Die Entdeckung Willbergs läuft nicht nur politischen Interessen, sondern auch den Interessen mächtiger Individuen und Konzerne zuwider. Ohne es zu ahnen, kommt Sprenger bei seinen Nachforschungen einem Geheimbund zu nahe. Für Sprenger beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod.
Cover: Schon der Titel hat mich neugierig gemacht zu erfahren, was dahinter steckt. Das Cover dazu ist auffällig als Akte mit Blutspuren gestaltet. Mir gefällt das Cover sehr gut und erweckt in meinen Augen das Interesse des Lesers.
Story: Nach dem Tod ihres Chefs flieht Sina zu ihrer Freundin Miriam ohne dabei zu ahnen welche gnadenlose Hetzjagd das auslösen wird und damit nicht nur sie selbst immer mehr in Gefahr gerät. Neben Miriam ist Kommissar David Sprenger der einzige, der die Gefahr erkennt und durch seine Hilfe auch seine Karriere und sein Leben aufs Spiel setzt. Bei all der Action bleibt für den Leser kaum Zeit zum Luftholen, außer in den wenigen Szenen in denen z.B. Sina und David sich näher kommen. Schnell erkennen beide, dass auch Sinas Vergangenheit und die ihrer Familie eine große Rolle spielen. Bis zur letzten Seite sorgt Matthias Bürgel für Spannung und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen vor Neugier was als nächstes passiert.
Protagonisten: Kommissar Sprenger und Sina Forget sind facettenreich und interessant beschrieben. Sowohl die Vergangenheit von Sina, als auch das Privatleben von David Sprenger werden spannend dargestellt. Dabei spielt Davids Geschichte lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle, was durch die spannende Charakterbeschreibung Sprengers mehr als wettgemacht wird. Hier wäre wahrscheinlich auch der erste Teil „Projekt Golliath“ zu empfehlen, den ich noch nicht kenne. Auch die anderen Charaktere in diesem Thriller sind spannend ausgearbeitet. In schnell wechselnden Kapiteln erfährt der Leser dabei auch die Hintergründe von David und Sinas Gegenspieler.
Stil: Hier erwartet den Leser in relativ kurzen Kapiteln viel Spannung, Action. Matthias Bürgel hat hier einen wahren Pageturner geschrieben. Ich hatte Schwierigkeiten das Buch abends aus der Hand zu legen, da ich voller Ungeduld was als nächstes passieren wird, nur so durch die Seiten geflogen bin. Matthias Bürgel schreibt spannend, abwechslungsreich und auch die Protagonisten machen Lust an der Geschichte dranzubleiben. Dabei sind die Hintergründe toll recherchiert und Matthias Bürgel versorgt den Leser mit vielen spannenden Details aus seiner Erfahrung im aktiven Polizeidienst. Das Ganze wirkt anschaulich, spannend und absolut unterhaltsam.
Fazit: Wer Spannung, Action und tolle Charaktere in einem Thriller sucht muss hier zugreifen. Von Seite zu Seite steigt die Suchtgefahr bei diesem Buch und für mich deshalb schon jetzt eines der Lesehighlights 2018. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne und ich wünsche euch viel Spaß mit diesem spannenden Thriller.

Akte Kronos - Matthias Bürgel
Akte Kronos
von Matthias Bürgel
(6)
Buch (Taschenbuch)
13,99

Spannende Krimiunterhaltung mit interessanten Charakteren

Dominic Granson aus Berlin , am 05.05.2018

Inhalt: Neuer Partner, neuer Fall: Sarah Spielmann ermittelt wieder in Wien. Zeit ist vergangen, seit Sarah Spielmann in ihrem letzten spektakulären Fall ihren damaligen Kollegen verloren hat. Nun liegt wieder ein heikler Fall auf ihrem Tisch: Als die Tochter des Innenministers entführt und deren Freund brutal ermordet wird, wird die erfolgreiche Ermittlerin auf Wunsch des Ministers mit ihrem neuen Kollegen Fred Heberstreit hinzugezogen. Tatsächlich scheint der Mörder immer einen Schritt voraus zu sein. Und als Sarah in ihrem Bett eine Moorleiche findet, ist klar, dass dieser Fall härter ist, als alles bisher Dagewesene …


Cover: Das Cover ist in verschiedenen Blautönen gestaltet und die Schrift hat einen Rotschimmer, der fast aussieht wie Blut…Abgebildet ist ein Steg, der scheinbar in ein Moor führt und ist damit sehr passend zum Inhalt. Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker, der sofort Interesse für das Buch weckt und gefällt mir super.


Story: Blutmoor ist der zweite Teil um die Ermittlerin Sarah Spielmann und spielt einige Zeit nach „Bekenne deine Sünden“. Da ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe, kann ich nicht vergleichen und wusste wenig über die Vorgeschichte der Ermittler. Allerdings ist das Buch so aufgebaut, dass man zum Verständnis von „Blutmoor“ den ersten Teil nicht zwingend braucht und der Leser bekommt auch kleine Hinweise zur Vorgeschichte.


Auf einem romantischen Campingausflug wird Amelia, die Tochter des Innenministers entführt und Ihr Freund Maximilian brutal ermordet. Als Amelias Vater von der Entführung erfährt, setzt er alles daran seine Tochter zu retten. Dadurch werden, auch ohne Zuständigkeit, Sarah Spielmann und Fred Heberstreit als Ermittler eingesetzt. Unterstützung bekommen Sie außerdem von einem Mitarbeiter des Ministers. Plötzlich taucht eine Moorleiche im Bett von Sarah auf und auch für Fred wird der Fall schnell persönlich. Der Täter hat dabei ganz genaue Ziele und lässt nicht nur die Ermittler lange Zeit im Dunkeln stehen…


Protagonisten: Alle Protagonisten sind sehr authentisch und haben mir gut gefallen. Besonders Sarah Spielmann und der Täter sind dem Leser mit der Zeit sehr vertraut, da auch Gedanken und Gefühle beschrieben werden. Das hat mir gut gefallen, auch wenn Sarah Spielmann mit Ihrer Art und Ermittlungsmethoden doch gewöhnungsbedürftig für mich war. Sie ist kein einfacher Charakter und vor allem ihr Freund bekommt das zu spüren. Sicherlich hat ihre Art auch mit den traumatischen Erfahrungen aus dem ersten Teil zu tun, die ich hier wie gesagt nicht beschreiben kann. Gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass ich Sarahs Ermittlungen zur Lösung des Falls nicht immer nachvollziehen konnte, da mir ein paar Informationen gefehlt haben, was aber eben auch an ihrem eigenwilligen Ermittlungsstil liegt. Trotzdem schafft es der Autor die Spannung so hoch zu halten, sodass dem Leser fast der Atem stockt.


Stil: Die Handlung wird in drei Erzählsträngen erzählt und man erfährt jeweils die Geschichte aus einer anderen Sicht (Ermittler, Opfer, Täter). Dabei erfährt der Leser auch etwas über deren Gedanken und Gefühle. Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen und ich war sehr schnell in der Geschichte drin. Thomas Ehrenberger hat einen sehr flüssigen Schreibstil und schafft es perfekt die Spannung bis zum Höhepunkt zu steigern und zwischendurch gibt es auch immer mal kleine Passagen zum durchzuatmen für den Leser. Trotzdem sollte man starke Nerven für das Buch haben, für Spannung pur wird hier gesorgt.


Fazit: Ein toller Krimi, der mich bis zum Schluss in Atem gehalten hat und auf jeder Seite mit den Protagonisten hat mitfiebern lassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung. Ich wünsche euch viel Spaß beim Ermitteln mit Sarah Spielmann und ihrem Kollegen, und ich werde auf jeden Fall demnächst noch den ersten Teil lesen.

Blutmoor - Thomas Ehrenberger
Blutmoor
von Thomas Ehrenberger
(9)
Buch (Taschenbuch)
12,00