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Veras Literaturtraum

Gesamte Bewertungen 70 (ansehen)


Über mich:
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Meine Bewertungen

Gut

Veras Literaturtraum , am 23.05.2019

Des Teufels Tochter in der Menschenwelt - kann das gut gehen?


Okay, dieses Buch hat sehr gut zu der Serie gepasst, die ich vor kurzem angefangen habe, und zwar Lucifer. Dementsprechend war ich sehr gespannt auf den neuen Loomlight-Roman, da ich bisher nie von dem Romantasy-Imprint enttäuscht wurde.

Elyanor ist mein erster Roman von Alexandra Stückler-Wede, die nebenbei bemerkt auch viel übers Selfpublishing bekannt ist. In diesem Einteiler geht es um Lya, die von ihrem Vater dem Teufel auf die Erde geschickt wird und im College das Leben als Mensch, neue Freunde und den mysteriösen Zayden kennenlernt.

Insgesamt kann ich schon mal vorab sagen, dass ich weder total begeistert noch enttäuscht bin.
Der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr angenehm und lebhaft zu lesen, die Charaktere waren auch toll, ABER ich hätte zum einen auf die Dreiecksgeschichte zwischen dem Beschützer und dem Bad Boy und zum anderen auf den doch relativ schwierigen Einstieg (da die Protagonistin doch zu Beginn ein wenig anstrengend war) verzichten können. Auch hat mir ein bisschen die Tiefe in der Geschichte gefehlt.
Dennoch hat man sich nach einer kurzen Gewöhnungszeit doch an Lya und ihre Art und Weise genügen können. Vor allem ihre Chakterentwicklung und der Innere Kampf um das, was richtig ist, hat Alexandra sehr gut hinbekommen.
Das Setting selbst ist ziemlich interessant, vor allem die Hölle, da man auch dort erfährt, was mit den Toten passiert und wieso Lya so ist, wie sie nunmal ist. Gerade in der Hölle merkt man auch, worauf der Fokus in dem Buch liegt: Verrat, Liebe und Herrschaft.

Letzten Endes kann ich nur sagen, dass dieser Buchschmöker ein schöner Zeitvertrieb ist, mich aber jetzt nicht vom Hocker gerissen hat.


+ angenehmer Schreibstil
+ interessantes Setting
- gewöhnungsbedürftige Protagonistin
- fehlende Tiefe

Elyanor - Alexandra Stückler-Wede
Elyanor
von Alexandra Stückler-Wede
(10)
eBook
3,99

Herzzereißend

Veras Literaturtraum , am 01.05.2019

Cover, Haptik, Playlists & Co.
Endlich mal ein New Adult - Roman ohne Menschen auf dem Cover! Auch wenn man über die Übersetzung des Titels streiten kann, passt das Cover gut zum deutschen Titel. Ich habe zudem noch das Glück, eine signierte Ausgabe erhalten zu haben. In der vorderen Klappe des Paperbacks ist noch eine ausführlichere Inhaltsangabe zu lesen; in der hinteren befindet sich eine kurze Biografie der Autorin. Das Buch ist relativ dünn, ebenso wie das Papier, und enthält keine Playlist, dafür aber einige Songtexte.
 
Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)
 
Jasmine Greene ist froh, dass sich ihre Mutter mit richtig viel Mühe dazu überreden hat lassen, sie auf die richtige Highschool gehen zu lassen, auch, wenn sie dennoch nebenbei noch die vielen Gesangs- und Tanzstunden hat. Ihre Mutter engt sie ein und möchte unbedingt, dass sie erfolgreiche Popsängerin wird. Selbst der Freund ihrer Mom, Ray, mit dem Jasmine aufgewachsen ist, kann nicht viel tun, um Jas mehr Freiheiten zu geben. Eines Tages hört Jas, wie ein junger, schüchterner Mann leidenschaftlich gut Jazz auf seinem Saxophon spielt. Dieser Mann ist Elliot aus ihrer Schule, der von allen gehänselt und aufs schlimmste gemobbt wird. Langsam beginnt sie sich, für ihn einzusetzen und die beiden verlieben sich Stück für Stück immer mehr, bis das Schicksal sie droht, auseinanderzureißen...
 
Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere
 
Brittainy C. Cherry hat einen unheimlich poetischen, beinahe dichterischen Schreibstil und fasst Gefühle in Worte, die mir nie im Leben einfallen würden. Sie hat mich mit der kompletten Geschichte mitnehmen können und mich teilweise so sehr berührt, dass ich Tränen in den Augen hatte (was vielleicht auch damit zu tun haben könnte, dass der Plot in einem Punkt sehr meinem Leben ähnelt). Diese Geschichte hat mein Herz zerspringen lassen, nur um es danach mit Sekundenkleber wieder zusammenzufügen. Aber bevor ich anfange, vom Plot zu schwärmen, erst mal ein bisschen was zu den Charakteren. 

Ich muss sagen, dass es bei mir jedenfalls Liebe auf den ersten Blick, was Elliot angeht. Er ist schüchtern, eher schmächtig und wird von seinen Mitschülern gemobbt, weil er stottert und sich nicht wirklich wehren kann. Jasmine hingegen ist sofort beliebt, als die anderen sie kennenlernen. Allerdings versteht niemand sie so gut wie Elliot, denn die beiden teilen etwas: Die Leidenschaft für Musik. Eigentlich dreht sich die komplette Geschichte um die beiden, aber es gibt auch noch wichtige, andere Charaktere, die einen bedeutenden Wert für die Geschichte haben. Zu diesen gehören Elliots Schwester und sein Onkel TJ, aber auch der Mitschüler Todd. 
Alle Charaktere machen starke Entwicklungen und schwere Zeiten durch. Vor allem konnte ich mich aber mit den meisten der Charaktere identifizieren.

So viel kann ich nun leider nicht zum Plot sagen, da ich ansonsten alles vorweg nehmen würde, wenn ich nur ein Stichwort sagen würde. Ich kann aber sagen, dass besonders Musik in diesem Buch eine zentrale Rolle spielt, und die Geschichte sehr traurig ist. Eine Packung Taschentücher wäre auf jeden Fall sinnvoll; da mir vor allem das Mobbing von Elliot und noch andere Dinge sehr zugesetzt haben. 
Dieses Buch kann ich einfach nur jedem ans Herz legen, der auf Herz, Freundschaft und Liebe und die ganz großen Gefühle in Büchern steht.
 
Fazit
 
"Wenn Donner und Licht sich berühren" ist ein gefühlvoller Roman mit starken Protagonisten, die viel durchmachen müssen, einem poetischen Schreibstil und einem schönen Plot. Mein erstes Buch von Brittainy C. Cherry ist definitiv ein Literarisches Meisterwerk, dass mich nicht so schnell wieder loslassen wird. 
 
Zitat
 
 Mit Zeit und Herzschmerz lernte ich die härteste Lektion meines Lebens: Du kannst Liebe nicht erzwingen, und wenn du dich noch so sehr darum bemühst. Du kannst niemanden zwingen, dich zu lieben, stolz auf dich zu sein, sich um dich zu sorgen. Das Einzige, auf das du Einfluss hast, ist deine eigene Seele und herauszufinden, was dein Herz schlagen lässt. 
- Jasmine auf Seite 182 -

Wenn Donner und Licht sich berühren - Brittainy C. Cherry
Wenn Donner und Licht sich berühren
von Brittainy C. Cherry
(49)
Buch (Paperback)
12,90

Grandios!

Veras Literaturtraum , am 28.04.2019

Cover, Haptik, Playlists & Co.
 
Leute, sagt mir bitte, dass ihr das Cover genauso schön findet wie ich. Der Spotlack glänzt einfach unglaublich schön, und im Vergleich zum ersten Band finde ich dieses Cover noch ein wenig gelungener, auch, wenn es wieder eine Hydra-Wolke zeigt. In der vorderen Innenklappe der Klappenbroschur ist der Klappentext abgedruckt; in der hinteren eine Kurzbiographie der Autorin. Das Papier ist angenehm dick; allerdings befindet sich im Buch weder eine Playlist noch eine Karte oder sonstiges. 
 
Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)
 
Cat, Cole und Lee sind auf der Flucht vor der Organisation Cartaxus, nachdem sie herausgefunden haben, was Lachlan mit dem Impfstoff vorhat und wer Cat in Wirklichkeit ist. Doch dann scheint sich das Virus wieder auszubreiten, eine neue Mutation, bei der es keine vorhersehbaren Stadien gibt, während Cat mit den langsam zurückkehrenden Erinnerungen von Jun Bei und mit ihrer Beziehung mit Cole zu kämpfen hat. Denn die steht auf dem Prüfpunkt, als die drei sich gezwungenermaßen Cartaxus anschließen müssen, um Lachlan zu töten, als Cat sich immer mehr zu benehmen scheint wie Jun Bei, und Mato, einen der wohl besten noch existierenden Programmierer kennen lernt...
 
Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere
 
Emily Suvada hat einen extrem bildhaften, und dadurch manchmal auch brutal ehrlichen Schreibstil. Sie schreibt aus der Ich-Perspektive von Cat, beschönt Dinge nicht und beschreibt gerne detailliert, was gerade passiert oder wie ein Panel aussieht - aber auch, wie es aussieht, wenn ein Mensch explodiert. Am Anfang hat sie ganz nebenbei noch zum Glück kurz ein paar Erinnerungen zu Band 1 einfließen lassen, sodass ich nicht gleich Band 1 nochmal lesen musste, um in diese Hightechwelt wieder einzutauchen. 

Vor dem Lesen dieses Bandes habe ich die kürzlich veröffentlichte, überall kostenlos erhältliche Kurzgeschichte zu der Reihe gelesen, und ich kann nur sagen, dass es sich gelohnt hat, da man z.B. Annas Verhalten Cat gegenüber in diesem Band besser versteht. Anna stößt in diesem Band neben dem sehr intelligenten Programmierer und Mitglied des Zentralkommandos von Cataxus Mato nämlich zu dem Trio hinzu. Bei Mato musste ich zwar innerlich ein wenig auftstöhnen, weil ich die typische Dreiecksliebesgeschichte erwartet habe, aber verglichen mit Band 1 war in Band 2 weniger der Fokus auf dem Thema Liebe. Aber zurück zu den Charakteren: Dadurch, dass Cat nun weiß, dass sie Jun Bei ist, ist sie unsicher wegen der Dinge, die Cole für sie empfindet, aber auch wegen der Dinge, die Jun Bei getan hat. Cole verbirgt auch etwas mit Anna vor ihr, und das Tut sowohl der Liebe als auch der Freundschaft nicht wirklich gut.

Vom Plot her hatte ich ehrlich gesagt niedrigere Erwartungen, da der erste Teil mich von der von der Autorin erschaffenen Welt einfach sprachlos hinterlassen hat, aber sie hat es trotzdem noch geschafft, mich noch sprachloser zu machen. In diesem Teil gab es so viele Geheimnisse, Intrigen und neue offengelegte Ereignisse, dass ich manchmal bei gewissen Dingen einfach sprachlos auf das Buch starren konnte. Diese Technologien, die die Autorin hier erschafft, diesen absolut brillianten Bösewicht, den sie hier einbaut (Lachlan erinnert mich immer ein wenig an Thanos, warum auch immer) und vor allem die Themen, die sie hier unter anderem anspricht (Ist Gentech nötig? Lässt sich der Tod vermeiden, wenn es nur eine psychische Einbildung ist? Kann ein Körper zwei Bewusstseins beherbergen?...) sind einfach einerseits total abwegig und andererseits wissenschaftlich hoch interessant. Und nach DEM Cliffhanger kann ich es einfach kaum erwarten, weiterzulesen!

 
Fazit
 
"Cat & Cole - Ein grausames Spiel" ist eine absolut brillant gelungene Fortsetzung voller Intrigen, Hightech, Geheimnisse, Spannung und so viel mehr. Der bildhafte Schreibstil und die individuellen Charaktere sorgen neben dem Cliffhanger noch zusätzlich dafür, dass ich unbedingt und jetzt sofort wissen möchte, wie es mit diesem Literarischen Meisterwerk weiter geht!
 
Zitat
 

 „Welchen Instinkt hast du getestet?“ „Den Einzigen, der wirklich zählt“, sagt sie, als sie sich mit leuchtenden Augen zu mir umdreht. „Den, den jeder finden will. Niemand hat ihn je als Instinkt gesehen, aber ich wusste, dass es so war. Ich wusste, dass ich den Ursprungscode einsetzen konnte, um ihn zu unterdrücken, aber dann sind all diese Leute gestorben.“ Die Bildschirme neben mir scheinen zu pulsieren. „Aber Instinkte bringen einen nicht um.“ „Aber sicher tun sie das. Wenn Ärzte Leuten mitteilen, dass sie sterben werden, tun sie das manchmal wirklich – selbst, wenn es eine Fehldiagnose war.“ - Jun Bei zu Cat -

Cat & Cole 2: Ein grausames Spiel - Emily Suvada
Cat & Cole 2: Ein grausames Spiel
von Emily Suvada
(17)
Buch (Paperback)
17,00

Balsam für meine Seele

Veras Literaturtraum , am 13.04.2019

Dies ist der vierte Band einer Reihe und kann SPOILER für die vorigen Bände enthalten.
Meine Meinung

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Wahrlich der einzige Kritikpunkt an der gesamten Buchreihe ist für mich - ganz besonders bei diesem Band - leider das Cover. Dies zeigt zum ersten Mal nicht nur Feyre, sondern auch Rhysand. Auch, wenn der transparent-bedruckte Umschlag sehr auffällig ist, hätte ich doch lieber das amerikanische Originalcover gehabt, da ich die abgedruckten Personen einfach nicht mag. Wie in den letzten Bänden ist wieder die schöne Weltkarte wieder dabei; was sich aber stark von den Vorgängern unterscheidet, ist die Dicke des Buches. Denn etwa 45 von 352 Seiten sind Leseproben - einmal zum Folgeband und einmal zu "Catwoman - Diebin von Gotham City". Damit hat der vierte Teil mit 500 Seiten weniger als sein Vorgänger eher Novellencharakter. Das Papier fühlt sich aber wie immer angenehm mitteldick an.

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

Feyre und Rhysand haben den Kampf gegen Hybern überlebt. Die High Lady des Hofes der Nacht hat immer noch Albträume vom Tod ihres Seelengefährten, während die Konsequenzen des Krieges in Verlaris zu spüren sind. Rhysand und Feyre arbeiten bis zum Umfallen, um ihren Untertanen gerecht zu werden. Nun, da das Fest zur Wintersonnenwende ansteht, streiten sich Cassian und Devlon darum, wann die illyrianischen Frauen zwischen den Vorbereitungen für das Fest trainieren sollen. Elain und Feyre versuchen mit allen Mitteln, eine Verbindung zu Nesta, die sich nur noch besäuft und mit fremden Fae schläft, aufzubauen. Und in Velaris gibt es Unruhestifter, die meinen, ihr High Lord und die High Lady wären Schuld an den vielen Toten, während Tamlin sich auf dem Frühlingshof immer mehr verwahrlosen lässt...

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

Der Schreibstil von Sarah J. Maas ist einfach einzigartig und hat absoluten Wiedererkennungswert. Sie schreibt so detailliert, intensiv und atmosphärisch aus der Perspektive von Feyre, Rhysand, Mor, Cassion und Nesta, dass ich manchmal das Gefühl habe, selbst am Hofe der Nacht zu sein. Was ich nur ein bisschen merkwürdig fand, ist, dass sie unterschiedliche Sichtweisen verwendet hat. Zum Beispiel hat sie bei Feyre und Rhysand die Ich-Perspektive gewählt und bei den anderen Mitgliedern des inneren Kreises die Erzähler-Perspektive, was mich gewundert hat.

Es werden keine neuen Protagonisten eingeführt, viel mehr erhält man Infos über die Charaktere, die nach dem Krieg mit dessen Konsequenzen klar kommen müssen. Da dies ein Übergangsband ist, hat es mich auch sehr gefreut, die Leseprobe für den nächsten Band zu lesen und zu erfahren, wer die neuen Hauptpersonen sind. Insgesamt ist dieses Buch vor allem ein Geschenk für Fans von Feysand (wie mich). Es gibt mal wieder, was Feyre und Rhysand angeht, besonders schöne und emotionale Szenen, die nach Rhysands kurzfristigem Tod Balsam für meine Seele sind. Aber wir treffen auch Lucien und Tamlin wieder. Besonders Tamlins Entwicklung, nachdem er den Krieg absichtlich beschleunigt hat und ausgerechnet Rhysand das Leben gerettet hat, war richtig interessant.

Man sollte in diesem Zwischenband keine großen Spannungen und Entwicklungen wie in den vorherigen Bänden erwarten. Nach dem Krieg muss erst einmal Ruhe in Velaris einkehren und die Häuser wieder aufgebaut werden, damit auch jeder ein Dach über dem Kopf hat. Dieser Band hat zwar keine Höhen und Tiefen, sondern stagniert eher, aber dafür ist er ein muss für alle Feysand-Fans und gibt tiefere Einblicke in die Gedanken der zukünftigen Protagonisten.


Fazit

"Frost und Mondlicht" ist ein sehr gut gelungener Buchschmöker als Übergangsband. Besonders Fans von Feysand werden hier mit vielen schönen Momenten durch die Weiterentwicklung der Chraktere und dem grandiosen Schreibstil belohnt. Als kleinen Bonus gibt's noch eine Leseprobe mit der Enthüllung der neuen Hauptprotagonisten in den nächsten Bänden dazu!

Zitat


Mein Seelengefährte - der so hart und selbstlos geschuftet hatte, ohne jegliche Hoffnung darauf, dass ich je ihm gehören würde. Für diese Liebe hatten wir beide gekämpft und geblutet. - Feyre auf Seite 12 -

Das Reich der sieben Höfe 4 - Frost und Mondlicht - Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe 4 - Frost und Mondlicht
von Sarah J. Maas
(51)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,95

Wunderschön

Veras Literaturtraum , am 06.04.2019

Berührend, intensiv und realitätsnah

Zum einen möchte ich erst einmal die Aufmachung des Buches hervorheben. Die jeweiligen Kapitel sind immer betitelt mit schönen Zeichnungen, und die Briefe, die sich Ava und Gideon im Buch schreiben, sind in einem passenden anderen Schrifttype gehalten, so dass man als Leser wirklich Spaß und Abwechslung beim Lesen hat. 
Zum Anderen möchte ich darauf hinweisen, dass es in diesem Buch um Mobbing, Depressionen und Selbstmord geht, was an dem Klappentext vielleicht nicht gleich abzuleiten ist. Auch wenn es extreme Themen sind, gibt es zwischendurch auch immer etwas zum Lachen!
Der Schreibstil der Autorin ist extrem gefühlslastig, aber trotzdem nüchtern. Sie berichtet abwechselnd aus der Sicht von Ava und Gideon und weiß wirklich, wie man Gefühle in Worte fasst, wie ihr an dem Zitat erkennen könnt. Tiefgründig erlebt man als Leser, wie Ava und Gideon sich entwickeln und langsam erwachsen werden. Die Erlebnisse der beiden kann ich sehr gut nachvollziehen, und auch was die Entwicklung ihrer Beziehung angeht, kann ich der Autorin in vielen Punkten nur zustimmen.
Einerseits sind Ava und Gideon komplett unterschiedliche Charaktere, aber wie heißt es so schön? Gegensätze ziehen sich an. Gideon ist ein Poetry-Slammer, also kann man sich als Leser auf berührende Poesie, die zu Tränen rührt, freuen. 

Dieses Buch hat mich auf eine Achterbahn der Gefühle mitgenommen. Die beiden Protagonisten haben eine wunderschöne Geschichte, und ich konnte einfach nciht mit dem Lesen stoppen und hatte mehr als einmal Tränen in den Augen. Es ist eine unglaublich authentische Geschichte die zum Nachdenken anregt und auch nicht dieses typische Happy End hat, sondern ein realistisches, leicht offenes Ende hat. Ich würde mir so sehr wünschen, dass dieser Buchschmöker mehr Aufmerksamkeit aufgrund der Themen, die hier angesprochen werden, bekommt. 

Zitat 
 
Es gibt keine Worte, die ausdrücken können, wie sich das anfühlt, und ich möchte auch gar nicht darüber reden, wie es sich anfühlt, weil alles, was seither passiert ist, alles jetzt im Moment, einfach nur richtig, richtig scheiße ist und irgendwelche Quadratgleichungen ergeben nicht den leisesten Sinn, wenn dir von Kopf bis Fuß alles wehtut. - Ava auf Seite 8 -

Du bringst mein Leben so schön durcheinander - Claire Christian
Du bringst mein Leben so schön durcheinander
von Claire Christian
(16)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,00

Phänomenal

Veras Literaturtraum , am 31.03.2019


Cover, Haptik, Playlist & Co.
 
Im Allgemeinen bin ich Personen auf dem Cover gegenüber ja sehr skeptisch, aber hier hat niemand geringeres als meine Lieblingscoverdesignerin Carolin Liepins einen Volltreffer gelandet. Die Ornamente und die wunderschöne Schrift vervollständigen das Cover. Ohne den Umschlag ist das Buch übrigens lila-golden und hat einen gelben Vorsatz. Das Papier lässt sich angenehm anfassen und fühlt sich mitteldick an. Es befindet sich weder eine Karte noch eine Playlist im Buch, dafür ist jedes neue Kapitel aber mit dem Titelsymbol gekennzeichnet.

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (Spoiler!)
 
Ophelia Scale lebt nun seit 6 Jahren in einer Welt ohne jegliche Technologie, nachdem König Leopold die Macht in Europa übernommen und sie abgeschafft hat. Sie ist Mitglied der ReVerse- Bewegung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den König zu stürzen und die Welt wieder zurück zur Technologie zu führen. Unerwartet eröffnet sich durch die Ankündigung des Königs, junge Menschen für seiner Garde zu suchen, eine Möglichkeit, den König zu töten. Ophelia und ihr bester Freund Jye überstehen sowohl die erste als auch die zweite Phase, bis Jye bei der Abschlussprüfung durchfällt und nur Ophelia bei der Garde aufgenommen wird. Sie plant ein Attentat auf den König - wäre da nicht sein verflucht netter Bruder, für den Ophelia plötzlich mehr fühlt, als sie eigentlich sollte.
 
Das Wichtigste: Schreibstil, Plot und Charaktere
 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm, vor allem aber intensiv und voller Spannung. Am Anfang habe ich zwar aufgrund der vielen neuen Begrifflichkeiten wie z.B. das "Clearing" leicht den Überblick verloren, aber nach und nach wurden diese Bezeichnungen erläutert und der Leser immer weiter in die Geschichte heineingesogen. Die Geschichte wird komplett aus Ophelias Sicht erzählt, was es einem erlaubt, sich in sie besser hineinzuversetzen und ihre Gefühle und Handlungen besser verstehen zu können. 
 
Auch die Charaktere konnten mich komplett überzeugen. Ophelia als Hauptperson wirkt mit ihren 18 Jahren schon relativ erwachsen. Vor allem aber lässt sie sich nicht von anderen instrumentalisieren, sondern bildet sich ihre eigene Meinung. Die Nebencharaktere sind ziemlich unvorhersehbar und lassen sich nicht wirklich einschätzen, was ich vor allem bei König Leopold und Lucien gemerkt habe. 

Kommen wir zum besten an dem Buch: Der Plot. Er ist wie eine Mischung aus Mission Impossible und Die Bestimmung, spannend und unvorhersehbar, bloß, dass es dieses Mal um eine dystopische Welt geht, in der nur Rückschritte und keine hochtechnischen Fortschritte gemacht werden. Sogenannte "Phobes" verzichten komplett auf Technik, weil sie Angst vor deren Auswirkungen haben. Und ist das nicht so? Verbringen wir nicht mittlerweile mindestens 1 Stunde täglich mit unseren Smartphones? Gehen wir nicht weniger nach draußen, um doch lieber noch was auf unserer PS4 zu zocken oder Netflix zu schauen? 
In Ophelia Scale geht es nicht wie in Die Tribute von Panem um Freiheitsberaubung. Für jeden ist gesorgt und es gibt keine Armut - dafür aber bis auf wenige Ausnahmen keine Technologie, wodurch viele Menschen ihre Arbeit, ihre Leidenschaft verloren haben. Wenn man mit etwas nicht erlaubtem erwischt wird, gibt es schlimme Strafen, die vor allem für den Bekanntenkreis des Betroffenen schlimm sind.
Die Romantik kommt natürlich auch nicht zu kurz. Ich bin über Lucien als Love Interest auch seeeeehr froh! <3

Allerdings hat mir der Plot Twist am Ende das Herz gebrochen. Ich meine, ich hatte schon geahnt, dass es einen Cliffhanger geben wird, aber so einen miesen? Er war herzzereißend, aufreibend und spannend und ich möchte jetzt sofort wissen, wie es weiter geht, aber bis August muss ich mich wohl noch gedulden.
 
Fazit
 
"Ophelia Scale - Die Welt wird brennen" ist ein extrem packender Debütroman. Jede Menge Intrigen, Liebe, Rebellionen und die Frage "Was passiert, wenn Technik ZU intelligent wird"? Ich kann dieses Literarische Meisterwerk definitiv jedem empfehlen und freue mich nach dem fiesen Cliffhanger mit Plottwist am Ende des Buches schon sehr auf Band 2. 


Zitat
 
Im Jahr 2134 waren wir praktisch wieder in der vortechnologischen Steinzeit angekommen. Freie digitale Kommunikation war untersagt, Informationszugang nicht mehr für jedermann verfügbar. WorldNet? Vergiss es. MediaLinks und Content Links? Keine Chance. Alles, was es noch gab, wurde vom König kontrolliert und von ihm nur eingesetzt, wenn es der Kontrolle der Bürger diente. Es war das Ende jeder freien Entfaltung, das Ende jeder objektiven Meinungsbildung. Das Streben nach Freiheit und Wissen, in den Industrienationen ehemals ein Geburtsrecht unserer Spezies, war absoluter Kontrolle gewichen. Das war kein Paradies - es war die Hölle.
- Ophelia auf Seite 30/31 -

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen - Lena Kiefer
Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
von Lena Kiefer
(50)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00

Guter Auftakt

Veras Literaturtraum , am 28.03.2019

Einleitung

Dieses Buch hatte ich schon seit der Ankündigung auf der #fbm18 auf dem Kieker. Umso mehr freut es mich, dass der Verlag mir dieses Exemplar zur Rezension bereitgestellt hat! Spätestens seit Marah Woolf's "Götterfunke"- oder Jennifer L. Armentrouts "Dämonentochter"- Reihe habe ich ein Faible für Griechische Mythologie in Büchern - am liebsten gepaart mit einer schönen Lovestory. Ob meine Erwartungen erfüllt wurden, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest :)

Cover, Haptik, Playlist & Co.

Leute! Dieses wunderschöne Cover! Ohne Umschlag und trotzdem so wunderschön! Selbst der Vorsatz wurde mit goldener Folie veredelt Außerdem gibt es ein Lesebändchen. Bei mir war sogar noch ein Lesezeichen und eine signierte Postkarte dabei. Das Buch ist dank des dünnen Papiers ist das Buch für seine 544 Seiten übrigens sehr handlich. Die Kapitelüberschriften sind in der selben schönen Schriftart wie der Titel auf dem Cover gehalten.

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (Spoiler!)

Livia stammt aus einer Diplomatenfamilie und ist zum wiederholten Mal umgezogen, dieses Mal ins mysteriöse Paris. Vor kurzem ist sie 16 geworden und leidet seitdem an Schwindelanfällen und Schmerzen - außerdem kann sie sich neuerdings mit Pflanzen unterhalten! Bei einer Führung durch Paris' Katakomben lernt sie den mysteriösen Maél kennen. Die beiden verstehen sich sehr gut, und Livia erfährt, dass Maél ein Mitglied der "Cataphiles" (Katakombenfreunde) ist. Nachdem Livia auf ihrer neuen Schule neue Freundinnen gefunden hat und auf einmal von merkwürdigen Träumen geplagt wird, sehen sich die beiden bald wieder. Das Knistern zwischen den beiden ist förmlich mit den Händen zu greifen. Als Livia dem Bruder ihrer Freundin das Leben rettet, kann sie ihren besten Freundinnen Gigi und Jemma nicht mehr ihre Kräfte verheimlichen und erzählt ihnen alles, auch von Maéls merkwürdigem Verhalten ihr gegenüber. Als Maél Livia endlich Antworten auf ihre Fragen gibt, stellt sich heraus, dass er ein unsterblicher Halbgott, ein Hadessohn ist...aber warum kann Livia nun mit Pflanzen reden?

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot und Charaktere

Kira Licht hat einen schönen, flüssigen und locker-leichten, jugendlichen Schreibstil und berichtet aus der Ich-Perspektive von Livia. Was ich gelegentlich aber relativ unangenehm fand, waren die langen Kapitel, teilweise begann ein neues erst nach 70 Seiten, was die Geschichte ein wenig in die Länge zog. Aber das ist Geschmackssache. Wofür es aber eindeutig einen Pluspunkt von mir gibt, ist der Humor von Livia und die detaillierten Beschreibungen der atemberaubenden Katakomben von Paris.

Livia ist eine starke, junge Frau, die definitiv nicht auf den Mund gefallen ist und sehr schlagfertig - besonders Maél gegenüber - sein kann, bezeichnet sich selbst von ihrer Figur her als Hobbit. Sie ist Einzelkind und die Tochter eines Diplomaten, somit hat sie schon einige Umzüge hinter sich und muss sich auch in Paris in ihrer neuen Schule einleben. Maél ist der Klischee-Bad-Boy: Geheimnisvoll, verdammt gut aussehend und selbstbewusst, aber fürsorglich. Natürlich verbirgt er etwas vor Livia, und dieses Geheimnis gilt es, herauszufinden, ebenso wie seine guten oder schlechten Absichten, die bei seinem Charakter nicht so einfach herauszufinden sind. Eines kann ich hier schon mal verraten: Einige Götter aus der griechischen Mythologie wird der Leser auch kennenlernen dürfen. Einen kleinen Sidekick gibt es auch: Eine kleine Syllektis, eine Motte namens Evangeline, die richtig süß beschrieben wird. Insgesamt kann ich sagen, dass die Charaktere, auch Livias spießige Eltern, detailliert ausgearbeitet sind.

Zu Beginn des Buches brauchte die Spannung noch etwa 200 Seiten, um einen Bogen aufzubauen. Danach folgt die Lüftung von Maéls Geheimnis und die Story nimmt richtig Fahrt auf. Man lernt die Götter kennen (okay, die Darstellungen waren nicht wirklich neu, aber trotzdem gut!), aber ab der Mitte des Buches wurde der Plot leider wieder ein bisschen langatmig. Zwischendurch haben die Neckereien zwischen den Protas und den Göttern für ein paar Lacher bei mir gesorgt. Gelegentlich hat die Autorin auch noch ein paar Mythen über die Götter eingebaut, so dass man hier was die griechsiche Mythologie angeht, genug Input bekommt. Zum Ende hin kamen immer mehr Fragen, die ich gerne hätte beantwortet gehabt, aber der fiese Cliffhanger am Ende lässt ja auf einen baldigen zweiten Band hoffen. Diesen werde ich mir auf jeden Fall holen, da Maéls Enthüllung am Ende unbedingt erklärt werden muss! :)



Fazit

"Gold und Schatten" ist eine mystische Geschichte rund um eine Liebesgeschichte, die nicht sein darf, viele Geheimnisse, göttlichen Humor und Griechische Mythologie. Zwischendurch war dieser Buchschmöker ein wenig langatmig, vor allem mit den langen Kapiteln, aber insgesamt war dies ein solider Auftakt. Nach dem Cliffhanger freue ich mich schon sehr auf Band 2!



Zitat


Mein Blick glitt hinauf zu Maéls Gesicht. Er hatte mich gefunden. Er, der mich in Gefahr, der mir die Dunkelheit, den Tod bringen würde. Er hatte meine Handynummer, er wusste, wo ich wohnte und zur Schule ging. Der bittere Geschmack der Verzweiflung machte sich in meinem Mund breit. Wie in aller Welt sollte ich ihm noch entkommen?
- Livia auf S. 169 -

Gold und Schatten - Kira Licht
Gold und Schatten
von Kira Licht
(78)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,00

Ein bisschen schwächer als Band 1

Veras Literaturtraum , am 24.03.2019

Cover, Haptik, Playlist & Co.
 
Und mal wieder ein Buchcover, das von Carolin Liepins gestaltet wurde. Ich lese momentan wirklich nur Bücher mit ihren Covern! ;) Das Cover ist wieder auf den Inhalt bezogen worden und lässt auf eine gute Fortsetzung der Dystopie hoffen. Die Farbgestaltung passt gut zusammen und sieht stimmig auf. In der vorderen Innenklappe des Buches ist noch ein ausführlicherer Klappentext abgedruckt; in der hinteren eine kurze Autorenbiographie. Das Buch ist mitteldick und lässt sich gut halten, ebenso wie das angenehme Papier.  
 

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (Spoiler!)
 
Nachdem Dr. Jen Zoe, Kip und ihre Familie gefangen hat, wacht sie drei Jahre später auf dem Raumschiff namens Mother in Richtung des Planeten Keto wieder auf. Dort erfährt sie, dass sie nur 14 Personen an Bord sind - davon eine Leiche, die Dr. Jen und Hannibal ihr zur Warnung dagelassen haben. Diese Leiche ist Dr. Akalin. Nach und nach erfährt Zoe, dass die Crew per Stromstöße von der Erde aus gefoltert werden kann, wenn sie ihre Aufgaben auf dem Planeten nicht erfüllen. Während Jonah sich fragt, was in der Zeit, in der sie voneinander getrennt waren, passiert ist, ist er auch eifersüchtig auf Kip und vertraut Zoe zunehmend weniger. Als sich dann auch noch herausstellt, dass auf Keto Menschen von der ersten Mission überlebt haben, ist das Chaos perfekt, während Zoe jeden, den sie liebt, anlügen muss und keiner weiß, was nun mit Berlin passiert ist...


Das Wichtigste: Schreibstil, Plot und Charaktere
 
Was ich neben dem Plot so unglaublich super an diesem Buch finde, ist der Schreibstil. Dieser Band war seit langem der erste, den ich innerhalb eines Tages durchgelesen habe, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Dieses Mal schreibt sie wieder aus der Ich-Perspektive von Zoe, baut aber auch kleinere Szenen aus den Sichtweisen von Dr. Jen oder Jonah ein, was ich sehr interessant fand, da man auch einen Einblick in seine Gedanken bekommt. Evas Schreibstil ist wieder bildhaft, flüssig und emotional mitreißend. 
 
Zoe hat mir als Charakter in diesem Band noch viel besser gefallen als in Band 1. Sie war viel authentischer und stärker, aber auch menschlicher. In diesem Band lernen wir vor allem Jonah durch Logbucheinträge viel besser kennen, was eine schöne Möglichkeit war, da er als Charakter in Band 1 ja nur oberflächlich angekratzt wurde. Kip kommt hier leider ein wenig zu kurz, aber dennoch finde ich es toll, dass die Autorin hier auf eine ausführliche Dreiecksgeschichte verzichtet hat. Eine Lovestory gibt es natürlich trotzdem - inklusive Eifersucht. Was man vielleicht auch noch hätte machen können, wäre, die Nebencharaktere auf der Mission ein wenig einzuführen, da man insgesamt sehr wenig über sie erfährt. Auch Zoes Bruder Tom hatte in Band 1 eher seine Storyline, da er hier ziemlich kurz kommt.
 
Vom Plot her kann man Band 1 und 2 eigentlich gar nicht vergleichen. In Band 1 ist die Autorin eher auf die Auswirkungen der Menschen auf die Erde eingegangen und hat auch noch ein wenig Humor in Form von Harry Potter- oder Tribute von Panem- Zitaten eingebaut, in Band 2 ist es eine Expedition, mit der Mission, den Reichen das Leben zu retten.  Die ganze Geschichte ist voll Spannung und Adrenalin und Angst vor dem, was die Autorin sich als nächstes ausgedacht hat. Es kam mir vor wie eine gute Mischung aus Passengers und Die Tribute von Panem 2, weil man einerseits tiefe Einblicke in das Leben auf dem Raumschiff mit der Verantwortung für das Leben einer Crew erhalten hat und andererseits einen Planeten erforscht hat, dessen Bewohner völlig unbekannt sind. 
Was allerdings das Ende angeht, bin ich, ähm - gelinde gesagt - etwas aufgewühlt. Die letzten 8 Seiten haben für mich einfach das komplette Buch ZERSTÖRT, weshalb ich sie mir einfach wegdenke und die vorigen Seiten als Ende bezeichne, denn das wäre ein Ende, mit dem ich extrem zufrieden gewesen wäre.
 
Fazit
 
Eva Siegmund hat in diesem finalen Teil ihrer dystopischen Dilogie mit ihrem bildhaften, flüssigen und emotionalen Schreibstil eine Geschichte voll Spannung mit tollen Charakteren geschaffen. Dieser Teil war ein bisschen schwächer als Band 1, was vor allem an dem Ende liegt, dass meiner Meinung nach alles zerstört hat, weshalb ich nun mal so tue, als hätte es die letzten 8 Seiten nicht gegeben.

Zitat
 
Es würde schrecklich werden, das war mir klar, aber wenigstens würde ich in wenigen Minuten Gewissheit haben, wen von meiner Crew ich verloren hatte, während ich schlief, und wer auf der Erde zurückgelassen worden war. Oder sich gerade sonst wo befand. Hannibal und Dr. Jen war alles zuzutrauen. 
- Zoe auf Seite 22 -

H.O.M.E. - Die Mission - Eva Siegmund
H.O.M.E. - Die Mission
von Eva Siegmund
(15)
Buch (Paperback)
13,00

Ein ziemlich durchwachsenes Ergebnis

Veras Literaturtraum , am 21.03.2019

Ein durchwachsenes Leseerlebnis

Ich denke, dass ich zu große Erwartungen aufgrund des Klappentextes hatte, mir etwas ähnliches wie Das Reich der sieben Höfe gewünscht hatte und mich vom zugegebenermaßen wunderschönen Cover von Carolin Liepins beeinflussen lassen habe.
Vor allem denke ich aber auch, dass man die Geschichte viel kürzer hätte fassen können. Das Buch ist dank des englischen Buchschnitts wirklich ein Brocken mit seine 576 Seiten. 
Fangen wir erst einmal mit dem Schreibstil an. Naomi Novik hat einen sehr ausschmückenden Schreibstil, der ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Noch schlimmer sind die verschiedenen Sichtweisen, wo noch nicht einmal z. B. in einer Art Überschrift steht, aus wessen Sicht man jetzt bitte liest. Das war unglaublich verwirrend, weil jeder Charakter aus der Ich-Perspektive berichtet und man als Leser ein Ausschlussverfahren anhand der Handlung tätigen musste.
Allerdings muss ich zugeben, dass die Charaktere sehr gut ausgewählt und dank des Umfanges der Geschichte sehr gut ausgearbeitet wurden. Besonders Mirjem, die aufgrund ihres Vaters schon sehr früh selbstständig werden muss, hat mir sehr gut gefallen.
 
Zitat
 
Das bleiche, endlose Grau des Himmels war hier von Juwelen aufgebrochen; schmale, schillernde Regenbogenlinien durchschnitten die Kuppel und in der Mitte der Wiese unter dem Diamantendach wuchs ein Hain von weißen Bäumen. Obschon ich mich krank und elend fühlte vor Angst und Zorn und der eigenen Hilflosigkeit, war ich ergriffen vor Staunen ob der Unvorstellbarkeit dieses Ortes.
- Mirjem auf S. 182 -


Ein sehr zäher Plot
 
Leider zieht sich der Plot nur so hin. Es passiert einfach 200 Seiten gar nichts, dann mal 20 Seiten etwas, und dann geht es wieder von vorne los. Die Geschichte hat mich sehr an Rumpelstilzchen erinnert, und die Grundidee ist sehr gut, nur wurde sie schlecht umgesetzt.
Insgesamt kann ich leider nur sagen, dass mich das Buch nicht abholen konnte. Mir hat einfach die Spannung gefehlt, und ich habe nichts gefühlt, weil ich mich nur darauf konzentrieren konnte, zu raten, aus welcher Perspektive ich gerade einen Abschnitt lese. Lediglich für die Charaktergestaltung und die winzige Lovestory gibts einen Pluspunkt, aber das wars für diesen Geheimtipp leider auch schon.


- anstrengender Schreibstil
- zäher, langweiliger Plot
- zu langes Buch
+ starke Charaktergestaltung
+ winzige Lovestory
+ tolles Cover

Das kalte Reich des Silbers - Naomi Novik
Das kalte Reich des Silbers
von Naomi Novik
(36)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00

GRANDIOS

Veras Literaturtraum , am 13.03.2019

Von außen schön, von innen hässlich

Alleine das Buchcover und die Innengestaltung (KARTE!!!) ist so wunderschön, dass die Geschichte quasi danach schreit, gelesen zu werden. Doch die Schönheit trügt, denn es ist eine äußerst intrigante und brutale Welt, in der die Schönen ausgenutzt und manipuliert werden. Die Welt ist voller Wettstreit, Lügen und Geheimnisse, aber auch modisch und vor allem vielfältig.
Die Art und Weise, wie Dhonielle Clayton hier eine Welt voller Make-Up, Mode und Schönheits-OPs in ihrem Schreibstil darstellt, ist sagenhaft. Sie hat einen sehr detailreichen und blumigen Schreibstil, dem es aber auch nicht an einem Talent fürs dramatische oder spannende fehlt.
Die Protagonistin, Camelia, war mir zu Beginn sehr unsympathisch, und doch hat die Autorin es geschafft, sie langsam weiterzuentwickeln und aus ihr eine starke weibliche Hauptfigur zu machen.


Zitat

Ich liebe meine Schwestern, besonders Ambra. Sie war diejenige, die ich am meisten liebte. Wir alle habe es verdient, Favoritin zu werden. Wir haben so hart gearbeitet, um die Kunst der Schönheit zu erlernen. - Camelia auf S. 20 -


Spannend bis zum Ende

Wie die meisten wissen, lese ich hauptsächlich Bücher mit einer Lovestory. In diesem Buch gibt es direkt zwar keine, aber zwei männliche Personen, die durchaus für Kribbeln im Bauch sorgen könnten, wobei man schon ahnen kann, in wen sich Camelia eventuell noch verliebt.
Das Buch hat sehr viele ungeahnte Wendungen im Plot, wo einem als Leser des öfteren mal der Mund stehen bleibt. Vor allem durch die brutal ehrlichen Schilderungen der Autorin, wie man bei Schönheitshandlungen zum Beispiel merken konnte, hat man einen sehr tiefen Einblick in die Welt der Belles erhalten. Nach dem Ende mit einem fetten Cliffhanger, nachdem es im letzten rasanten Drittel des Buches ein reines Auf und Ab der Gefühle war, möchte ich UNBEDINGT weiter lesen! Meine Erwartungen sind nun auf dem höchsten Niveau, und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit Camelia und den Belles weiter geht.



Insgesamt ein unglaublich guter Auftakt!

"The Belles - Schönheit regiert" ist ein grandioser Auftakt mit einer Welt, in der Schönheit das Maß aller Dinge ist und einem Schreibstil, der blumiger und poetischer, aber auch spannender nicht geht. Tolle Charaktere und ein packender Plot vervollständigen diese Geschichte - definitv ein Literarisches Meisterwerk!

+ Tolle Welt
+ Grandioser Schreibstil
+ Interessante Charaktere
+ Packender Plot
+ Tolles Cover und Innendesign

The Belles 1: Schönheit regiert - Dhonielle Clayton
The Belles 1: Schönheit regiert
von Dhonielle Clayton
(90)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,00

 
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