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Bewerter

Meine Bewertungen

Eindrucksvolles Buch

Lales Bücherwelt , am 16.04.2019

Inhalt:
Linda Gask weiß als Psychiaterin genau was es heißt, an Depression zu leiden. Viele Jahre hat sie selbst mit depressiven Menschen gearbeitet. In diesem Buch erzählt sie offen und ungeschönt von ihren Erlebnissen und Ängsten und verbindet ihre eigene Geschichte mit Fallbeispielen aus ihrer Praxis. Sie öffnet den Blick dafür, wie Depression erfahren wird und wie man es schaffen kann, mit ihr zu leben.


Meine Meinung:
Ein Buch, das den Leser nicht nur besser verstehen, sondern auch mitfühlen lässt.

Bereits seit ihrem Jugendalter leidet Linda Gask an Depression und entscheidet sich für ein Medizinstudium, um später Psychiaterin zu werden.
Ein Buch, dass die Geschichte einer Frau erzählt, die selbst Betroffene und zugleich Psychiaterin ist.

Besonders beeindruckend finde ich, wie es die Autorin schafft den Leser in die dunkle Welt der Zweifel und Teufelsgedanken der Depression hinein zu führen. Doch dabei wird man an keiner Stelle von diesen beladen und gar überwältigt, sondern vielmehr ist es möglich, den Betroffenen nachzufühlen.

Ich bewundere den Lebensweg der Autorin, die offen und ungeschönt von ihrem Leben und ihren Erfahrungen berichtet, ein Einblick, wie man ihn zweifelsohne selten bekommt.

Die zahlreichen unterschiedlich thematisierenden Kapitel rütteln den Leser nicht nur in seinen (eventuell bestehenden) Vorurteilen und bisherigen Einstellungen zu dem Thema Psychische Krankheiten auf, sondern bewirken ein Anstoß, sich zum einen selbst näher mit dem Thema zu beschäftigen und zum anderen dafür sensibilisiert zu werden und mit mehr Verständnis und Offenheit dem Thema zu begegnen. Denn leider ist es oftmals so, dass psychisch Erkrankte in unserer Gesellschaft häufig als verrückt abgestempelt bzw. nicht als Erkrankte und Leidende wahrgenommen werden.


Fazit:
Linda Gask spricht mit ihrem Buch Meine Patienten, die Depression & ich ein oftmals tabuisiertes Thema an und gibt dem Leser somit die Chance, einen Einblick in das Leben eines Betroffenen zu erlangen und gleichzeitig mehr Verständnis und Toleranz gegenüber psychischen Krankheiten aufzubauen.

Ein Buch das ich zweifellos empfehlen kann und von dem ich mir wünschen würde, dass es viele Leser erreicht.

Meine Patienten, die Depression & ich - Linda Gask
Meine Patienten, die Depression & ich
von Linda Gask
(2)
Buch (Paperback)
16,90

Schwächere Fortsetzung

Lales Bücherwelt , am 05.04.2019

Inhalt:
Nachdem ein Schüler tot aufgefunden wurde, steht Five Mile unter Schock. Garvie Smith, der gerade beschlossen hatte mehr für die Schule zu tun, nimmt sich dem Fall sofort an. Zumal er der Einzige zu sein scheint, der wirklich eine Ahnung hat, wo man mit der Suche nach Spuren beginnen muss. Die Schule muss dann halt mal warten.

Garvie Smiths zweiter Fall - ein Schüler ermittelt.


Meine Meinung:
Auch diesmal nimmt der Protagonist Garvie den Leser mit auf eine abenteuerliche Detektivreise. Jedoch muss ich zugeben, dass ich mir von der Fortsetzung des äußerst gelungen ersten Teils - bis auf die etwas übertriebene Sprache - etwas mehr erhofft hätte.

Garvie ist, selbstverständlich, immer noch der gleiche selbstbewusste und teilweise überhebliche Jugendliche, der sich gerne in andere Angelegenheit einmischt und diese durcheinander bringt. Das Wort durcheinander trifft dieses Buch eigentlich ganz gut.

Durcheinander war teilweise vor allem die Handlung bzw. bestimmte Inhalte, die dieses Mal zu übertrieben und unrealistisch wirken. Das gleicht eher dem Bild eines Kindes, was sich Detektive vorstellt und nicht der Realität, wo es nun mal nicht so ist, dass Jugendliche eben mal das Kommando bei der Polizei übernehmen.

Auch wenn einige Aspekte eher weniger authentisch waren, so ist die Gestaltung der eigentlichen Handlung jedoch gut gelungen. Wie bereits aus dem ersten Teil bekannt, gelingt es dem Autor den Leser zum Mitfiebern zu bewegen.

Allerdings ist der Inhalt nicht so aufregend - zumindest meiner Meinung nach - wie im ersten Teil, in dem deutlich mehr passierte und es vor allem mehr Abwechslung gab. Hier kam es mir nach einer Weile so vor, als würde sich Garvie nicht richtig vom Fleck bewegen und dass sich seine Taten wiederholten.

Auch der Liebesgeschichte, wenn man es denn so nennen kann, konnte ich nicht so viel abgewinnen. Ich finde es zwar gut, dass Garvies Schwächen im sozialen Bereich herausgearbeitet werden, da ihn das auch sympathischer macht, allerdings schlägt das in dieser Hinsicht leider fehl. Die Beziehung, bzw. Zuzana selbst wirkt nicht sehr realistisch, wodurch eine gewisse Distanz entstand.


Fazit:
Wer Garvie bereits aus dem ersten Teil kennt und ihn und seine besondere Art mag, für den wird der zweite Teil sicherlich eine kleine Enttäuschung sein. Nichtsdestotrotz würde ich empfehlen, die Reihe weiterhin zu begleiten, da Garvie selbst einfach unverbesserlich ist. Trotzdem war der Teil leider um einiges schwächer als der erste, weshalb ich ihn nur bedingt empfehlen kann.

Kid Got Shot - Simon Mason
Kid Got Shot
von Simon Mason
(2)
Buch (Paperback)
14,99

Geeignet für Krimifans

Lales Bücherwelt , am 05.04.2019

Inhalt:

Der 16-jährige Garvie Smith sieht zwar Hammer aus und ist hochintelligent, aber stinkfaul. Auf Schule hat er gar keine Lust, lieber hängt er mit seinen Freunden ab.

Als jedoch seine Klassenkameradin und Ex-Freundin Chloe tot aufgefunden wird, erwacht sein Interesse und beschließt die Aufklärung des Falls selbst in die Hand zu nehmen.



Meine Meinung:

Protagonist des abenteuerreichen Krimis ist der jugendliche Garvie Smith. Da er sich seiner hohen Intelligenz durchaus bewusst ist und diese gerne heraushängen lässt und es ihm auch sonst nicht an Selbstbewusstsein mangelt, ist er eine starke Persönlichkeit, die der Geschichte auch ihren Reiz verleiht.


Seine schalkhafte Art und sowieso seine lockere Sprache geben der Erzählart einen besonderen Touch. Allerdings schießt seine gewollt lässige und laissez-faire-Art über das Ziel hinaus, sodass es manchmal etwas zu gezwungen wirkt. Dazu trägt auch die sehr umgangssprachliche Art bei, mit der vor allem Garvie kommuniziert und die einfach nicht notwendig gewesen wäre, da sie teilweise übertrieben und aufdringlich wirkt.


Trotz alledem ist er eine sympathische und unverwechselbare Figur. Auch die anderen Charaktere in der Geschichte stechen durch ihre markante Art heraus. Die zahlreichen Nebencharaktere treiben die Spannung noch weiter in die Höhe, da der Verdacht immer mal wieder auf verschiedene Personen fällt und es dem Leser somit sicher nicht langweilig wird.


Was die Geschichte selbst anbelangt, so ist sie an Themenvielfalt und Spannungsbogen nicht zu toppen. Eingebrachte Aspekte reichen von allgemeinen Gesellschaftsthematiken wie Einwanderung, Status und aber auch Suchtmittel, bis hin über die eigentliche Krimi- und Detektivgeschichte.



Fazit:

Für Krimifans, insbesondere im Jugendalter, aber auch darüber hinaus, bietet Garvies Fall sicherlich eine gute Unterhaltung. Spannung und eingebrachte Aspekte sind gut gelungen, allerdings muss man sich mit der Sprache arrangieren.

Running Girl - Simon Mason
Running Girl
von Simon Mason
(43)
Buch (Paperback)
14,99

Futuristisches Jugendbuch

Lales Bücherwelt , am 03.04.2019

Inhalt:
Lilac und Traver begegnen sich auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das je existierte und könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Lilac das reichste Mädchens des Universums ist, ist Traver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen.
Doch dann stürzt das angeblich so sichere Raumschiff ab und kurz darauf müssen Lilac und Traver auf einem fremden Planeten ums Überleben kämpfen.


Meine Meinung:
Ein Planet voller Gefahren, zwei Gestrandete junge Menschen - ein atemraubender Kampf ums Überleben!

Das eindrucksvoll und magisch erscheinende Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen und auch der Titel hat mich sehr neugierig gemacht. Der Klappentext lässt eine einzigartige Liebesgeschichte vermuten, besonders die Tatsache mit dem Schiffsbruch im All hat mich sehr gespannt auf die Geschichte gemacht.

Im ersten Moment erinnert die Idee etwas an Titanic, auch wenn es hier natürlich nicht um ein Gewässer, sondern vielmehr die grenzenlose Weite des Universums geht. Futuristisch und angesichts der Fortschritte in Wissenschaft und Technik vielleicht gar nicht so abwegig, hat mich die Story gleich in den Bann gezogen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sichtweise der beiden Protagonisten erzählt, sodass man dern Verlauf auf zwei verschieden Perspektiven mit ihren ganz eigenen Erlebnissen und Gefühlen, miterleben kann.

Lilac, das "reichste Mädchen des Universums", ist zunächst eher verzogen und erschien mir etwas unsympathisch. Allerdings macht sie im Verlauf der Handlung eine beachtliche Entwicklung durch, die glaubwürdig umgesetzt wurde.
Traver dagegen erscheint als charmanter Gentleman und Soldat, der mit seiner ruhigen Art das Gegenstück zu Lilac bildet. Zusammen bilden sie eine interessante Konstellation.

So gelungen die Charaktere auch sind, fand ich es jedoch etwas schade, dass sich die Handlung zum Großteil wirklich nur aus ihnen und ihren Erlebnissen zusammensetzt. hier hätte ich mir noch mehr Informationen über den Hintergrund und auch mehr Details gewünscht. Trotzdem wird die Geschichte an keiner Stelle langweilig.

Während sich die Gefühle von Lilac und Traver immer deutlicher abzeichneten und entwickelten, da konnte man als Leser wirklich sehr schön mitfiebern, kam das Ende jedoch ziemlich abrupt. Auch hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht, da ich so eher das Gefühl hatte, im Regen stehen gelassen zu werden.


Fazit:
Trotz einiger kleiner Schwächen ist für mich These Broken Stars ein gelungenes Jugendbuch, das vor allem die Liebesgeschichte zwischen Lilac und Traver fokussiert. Wer also gerne etwas fürs Herz, gepaart mit futuristischen Vorstellungen liest, der macht mit diesem Buch sicher nichts falsch.

Geeignet ab etwa 14 Jahren.

These Broken Stars. Lilac und Tarver - Amie Kaufman, Meagan Spooner
These Broken Stars. Lilac und Tarver
von Amie Kaufman
(104)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99

Ein interessanter Titel mit Potenzial

Lales Bücherwelt , am 29.03.2019

Inhalt:
Seit der Studienfahrt an die Ostsee ist Muriels Freundin Precious spurlos verschwunden. Alle, die etwas zu wissen scheinen, schweigen.
Muriel hat eine schreckliche Theorie, was passiert sein könnte. Um diese zu beweisen, lädt sie die vier Verdächtigen unter einem Vorwand zu sich nach Hause ein. Doch schnell merkt sie, dass die Ausmaße der Geheimnisse größer sind, als sie zunächst dachte...


Meine Meinung:
Und dann weiß jeder was ihr getan habt - Dieser Titel springt sofort ins Auge. Der Klappentext lässt eine mysteriöse und spannungsgeladene Handlung vermuten, ich war sehr gespannt auf das Buch!

Die Handlung wird abwechselnd aus vier verschiedenen Sichtweisen erzählt, dabei übernimmt Muriel, die vor allem aus Rache handelt, den Hauptpart. So unterschiedlich die einzelnen Charaktere sind, so wechselt auch der Schreibstil bei den jeweiligen Figuren. Das wirkt zwar an die Figuren angepasst, allerdings finde ich es teilweise etwas zu viel.

An der unterschiedlichen Darstellung der Figuren gibt es wirklich nichts zu meckern, sie sind alle sehr individuell und handeln alle aus ganz eigenen Motiven. Zwar sind sie teilweise etwas sehr speziell, aber gut, hier wird eben eine besondere Seite hervorgehoben.

Was mir allerdings gar nicht gefällt, ist die aufgesetzt wirkende Sprache. Klar, das sind Jugendliche, die auch kein einwandfreies Hochdeutsch sprechen - gar keine Frage. Aber die extreme Umgangssprache und Abkürzungen wirken wirklich etwas übertrieben und finde ich persönlich auch nicht angenehm zu lesen.

Die Handlung selbst könnte spannender kaum sein, auf den gut 250 Seiten erwarten den Leser jede menge Überraschungen und unerwartete Einschnitte. Vier komplett verschiedene Jugendliche, die sonst nichts miteinander zu tun haben, zusammen in einem Raum - die Konstellation ist zwar nichts neues, aber in die heutige Zeit gut umgesetzt.

Auch die Themen sind hochaktuell, neben der Aufklärung eines geheimnisvollen Verschwindens sind weitere Themen Fremdenhass, Konflikte und Freundschaft. Die Mischung ist gut gelungen und gerade für unsere Zeit sehr wichtig.


Fazit:
Trotz eines neugierig-machenden Klappentext und einer brisanten Handlung mit einem passenden Schluss, kann mich das Buch aufgrund seiner teilweise doch sehr speziellen Charaktere und der gezwungenen Sprache leider nicht in dem Maße überzeugen, wie ich es mir erhofft hatte. nichtsdestotrotz ist die Geschichte lesenswert, man muss sich allerdings mit dem Stil arrangieren können.

Geeignet ab etwa 14 Jahren.

Und dann weiß jeder, was ihr getan habt - Christian Linker
Und dann weiß jeder, was ihr getan habt
von Christian Linker
(3)
Buch (Paperback)
14,95

Ein düsterer und spannender Jugendthriller

Lales Bücherwelt , am 24.03.2019

Inhalt:
Die 15-jährige Nell hat es nicht leicht. Sie kommt aus einer konfliktbeladenen Familie. Außerdem glaubt sie nicht an Liebe auf den ersten Blick, bis sie Lukas begegnet. Mit ihm ändert sich alles.
Mit Lukas wird ihr Leben wieder schöner und erst spät realisiert sie, was für einen finsteren Plan Lukas verfolgt. Doch als sie das begreift, befindet sie sich schon mitten im Nirgendwo und für Nell beginnt ein Überlebenskampf...


Meine Meinung:
The Hurting verspricht eine spannende und action-geladene Handlung, die den Leser an die Seiten fesselt!

Nell kommt aus einer zerrütten Familie, in der es von Ungerechtigkeiten nur so wimmelt: Ihre Mutter hat die Familie schon vor Jahre verlassen, der Vater ist dem Alkohol verfallen und ihre Schwester hat Krebs und gibt Nell die Schuld daran. Doch als sie aus Lukas trifft, ändert sich für Nell alles und sie wird endlich wieder fröhlicher. Bis sie entdeckt, was Lukas tatsächlich im Schilde führt...

Klappentext und Inhaltsangabe lassen eine interessante Geschichte vermuten, vor allem der Aspekt mit dem "Kind entführt", machte mich neugierig. Denn wie kommen jugendliche dazu ein Kind zu entführen?

Bereits nach den ersten Seiten wurde mich schnell klar, dass es sich bei dieser Geschichte um etwas besonderes handelt. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um gewöhnliche Kirmi- bzw. Thrillergeschichte, vielmehr liegt hier eine Mischung aus Drama und Spannung vor.

Die Charaktere zeichnen sich vor allem durch eine Eigenschaft aus: Egoismus und Ignoranz. Kaum zu glauben, dass Nell das so lange ausgehalten hat. Ich muss zugeben, mir ist es nicht von Anfang an gelungen, mit ihr mitzufühlen, trotz der Tatsache dass sie mir Leid tat.

Die Handlung wird abwechselnd aus ihrer sowie aus Lukas Perspektive erzählt, sodass eine gewisse Spannung erzeugt wird. Auch das Setting war einzigartig, besonders da es der Autorin gelingt, mit ausdrucksstarker Sprache realistische und düstere Bilder vor meinen Augen zu erzeugen.

Da passt sich die Geschichte mit ihren düsteren, mysteriösen und dunklen Seiten sehr gut an, es ist erschreckend, wie weit blinde Liebe führen kann. Bespickt mit brandaktuellen Themen und unerwarteten Wendungen bietet das Buch ein spannendes Leseabenteuer!


Fazit:
The Hurting erzählt eine düstere und spannungsgeladene Geschichte die sprachlich und inhaltlich nicht zu toppen ist, einzig bei den Charakteren gab es kleine Schwächen. Trotz alledem ist es ein Buch voller Spannung un Gefül, das ich gerne weiter empfehle!

Geeignet ab etwa 14 Jahren.

The Hurting - Lucy van Smit
The Hurting
von Lucy van Smit
(61)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,00

Spannender Jugendthriller!

Lales Bücherwelt , am 22.03.2019

Inhalt:
Am Tag ihrer Zeugnisausgabe verschwinden sechs Mädchen, spurlos. Sechs Tage später tauchen sie unerwartet wieder auf und sprechen seitdem kein Wort.

Nara ist eine von ihnen und schweigt wie die anderen beharrlich. Niemandem verrät sie, dass sie und die anderen Mädchen von einem religiösen Fanatiker grausamen Ritualen unterzogen wurden und dass ihr Bruder sterben wird, wenn sie auch nur ein Wort sagt. Nara ist verzweifelt, warum nur ist sie ins Visier des Fanatikers geraten und wie kann man ihm ein Ende bereiten?
Meine Meinung:
Ein packender und abenteuerlicher Jugendthriller zu einem brisanten Thema!

Schon allein das Cover macht einiges her und verrät sofort worum es hier geht. Es fängt die düstere und geheimnisvolle Spannung perfekt ein und bildet somit eine runde Einheit mit Klappentext und Titel.

Die Geschichte selbst beginnt mit einem Zeitungsartikel über die verschwundenen Mädchen, der damit einen guten Einstieg in die Handlung liefert und die Spannung anheizt, noch bevor es überhaupt richtig losgegangen ist.

Anschließend daran beginnt die eigentliche Handlung, die aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Nara erzählt wird. Durch diese Art des Schreibens kann man sich als Leser gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen, der Schreibstil liefert echte Gänsehaut-Momente und ist daher nicht zu unterschätzen!

Schnell nimmt die Handlung fahrt auf, angefangen damit, dass Nara mysteriöse Nachrichten erhält, bis hin zu ihrer Gefangenschaft, in der sie grausame Erfahrungen macht. Und damit nicht genug, denn auch um den Täter wurde ein spannendes "Verwirrspiel" gemacht, der bis zum Ende nicht erahnen lässt, wer tatsächlich hinter den Taten steckt.

Besonders gelungen ist neben der schockierenden Geschichte, in der man nicht nur viel über Religion und Fanatismus lernt, auch der Schreibstil, der sehr flüssig ist und dem Leser einige Schauer über den Rücken jagen lässt.


Fazit:
Fanatisch ist ein absolut gelungener und spannender Jugendthriller, den man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte! Deshalb empfehle ich das Buch, wie angegeben ab 14 Jahren und der nötigen Stabilität, sich mit so einem schockierenden Thema auseinanderzusetzen.

Fanatisch - Patricia Schröder
Fanatisch
von Patricia Schröder
(73)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,95

Eine wichtige Geschichte über das Leben!

Lales Bücherwelt , am 21.03.2019

Inhalt:
Amerika 1943: Die 11-jährige Annabelle lebt mit ihrer großen Familie in einem kleinen Dorf.
Doch als Betty, Annabelles neue Klassenkameradin, in das Dorf zieht, bringt sie schnell die Einwohner gegen den Kriegsveteran Toby auf. Nur Annabelle durchschaut ihre Lügen. Als Betty plötzlich verschwindet und alle Toby verdächtigen, nimmt Annabelle ihren Mut zusammen und versucht seine Unschuld zu beweisen.


Meine Meinung:
Das Jahr in dem ich lügen lernte - eine wichtige Botschaft an alle!

Annabelles ruhiges und idyllisches Leben ist mit einem Schlag vorbei, als ein neues Mädchen ins Dorf zieht - Betty. Sie beginnt Annabelle aufzulauern, ihr zu drohen und sie zu schlagen. Die Schuld für Verletzungen, die Annabelles Freundin Ruth erleidet, schiebt Betty Toby zu, der später auch ins Visier der Polizei gerät. Annabelle ist fest entschlossen Tobys Unschuld zu beweisen. Doch das stellt sich als schwieriger heraus als zunächst gedacht...

Das junge Mädchen Annabelle ist eine wirklich wunderbare Protagonistin, die für ihr Alter schon sehr reif und klug ist. Ich hatte keine Probleme, mich in sie hineinzuversetzen und konnte die Handlung aus ihrer Sichtweise auch emotional gut mitverfolgen.

Die anderen Charaktere waren ebenfalls besondere Figuren, insbesondere Betty sticht durch ihre Härte heraus. Auch Toby wird ausdrucksstark dargestellt, schade allerdings finde ich, dass viele weitere Charaktere eher blass im Hintergrund bleiben.

In die Geschichte selbst hineinzukommen, gestaltete sich zunächst etwas zäh, teilweise ziehen sich einzelne Situationen durch ausladende Beschreibungen, die es an der Stelle nicht gebraucht hätte. Glücklicherweise nimmt der Lesefluss immer mehr Gestalt und Spannung ein, sodass es dann auch einfacher wurde der Geschichte zu folgen.

Diese hat es echt in sich: schonungslos offen wird von den menschlichen Schwächen geschrieben, wie grausam und verletzend wir sein können. Teilweise war das ganz schön schockierend, aber auch umso eindringlicher - eine Mischung die zum nachdenken anregt. Weitere wichtige behandelte Aspekte sind Freundschaft, Gerechtigkeit und Zivilcourage.

Gegen Ende hin gestaltete sich die Handlung leider wieder zäher und ausladender und auch vom Schluss selbst war ich etwas enttäuscht, obwohl er trotzdem passend war.


Fazit:
Das Buch erzählt eine wichtige Geschichte über Freundschaft und Lügen - eine Geschichte aus der sich sicher jeder etwas mitnehmen kann. Trotz der starken Protagonistin haben mich einige Punkte nicht ganz überzeugen können.

Geeignet für Leser ab etwa 14 Jahren.

Das Jahr, in dem ich lügen lernte - Lauren Wolk
Das Jahr, in dem ich lügen lernte
von Lauren Wolk
(11)
Buch (Taschenbuch)
9,95

Ein Muss für Liebesgeschichten-Liebhaber!

Lales Bücherwelt , am 19.03.2019

Inhalt:
Die 19-jährige Kadlin, die einzige und unverheiratete Tochter des Stammeshäuptlings der Smar, hat es nicht leicht. Ihr Vater hat für sie einen Mann ausgesucht, den Stammessohn der herrschsüchtigen Ikol.
Davon ist Kadlin alles andere als begeistert, weshalb sie wie alle anderen Mädchen zum Sommerfest geht, um dort noch einen Mann zu finden, der sie vor diesem Schicksal bewahren kann. Dort läuft alles ganz anders als erwartet, sodass Kadlin sich schließlich als Junge verkleidet, um flüchten zu können. Doch dabei gerät sie geradewegs in Brams Trainingslager, wo junge Männer auf ihre Mannesprüfung vorbereitet werden...


Meine Meinung:
Sowohl Cover, als auch Titel haben mich sofort in ihren Bann ziehen können und auch der Klappentext verspricht eine interessante, so noch nicht gelesene Geschichte.

Kadlin ist als Protagonistin eine sehr starke Persönlichkeit. Klug, unabhängig und nicht auf den Mund gefallen ist sie eine Figur, die gewagte Ideen hat und sich auch nicht scheut, diese umzusetzen. In Interaktion mit den anderen Figuren entstehen dadurch lustige und teilweise auch konfliktgeladene Situationen, die den Leser nicht nur zum schmunzeln, sondern auch an den Rand des Wahnsinns treiben lassen.

Auch die anderen Figuren zeichnen sich durch ihre Eigenheiten aus und führen insgesamt zu einer interessanten Konstellation. Insbesondere die Anziehung zwischen Kadlin und Bram war von Anfang an zu spüren, die Entwicklung ihrer Beziehung damit auch vorhersehbar. Trotzdem wirkte es realistisch, wie die Gefühle nach und nach kamen und die beiden ihre Höhen und Tiefen erlebten.

Die Gestaltung der fiktiven Welt hat mich sehr fasziniert, hier haben drei Monde eine besondere, spirituelle Bedeutung. Wichtig und zentrales Thema der Geschichte, sind die Angst und Schrecken verbreitenden Clans. Doch als Tochter des Stammeshäuptlings hat Kadlin gelernt, sich ihren Ängsten zu stellen und als starke junge Frau aufzutreten.

Der Schreibstil zeichnet sich durch die besonders bildhaften Beschreibungen aus, die vor meinem inneren Auge eine fantastische Welt haben entstehen lassen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass sie teilweise etwas ausuferten und zu sehr in Details bzw. Wiederholungen abdrifteten, die den sonstigen Lesefluss etwas störten.

Nichtsdestotrotz hat die Handlung mich mit ihren unerwarteten Wendungen, kleinen Dramas und unterhaltsamen Dialogen mitreißen können. Darüber hinaus hat man als Leser auch noch einiges über verschiedene Stämme und Riten gelernt.


Fazit:
Unter den drei Monden ist ein spannender und dramatischer Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe. Besonders überzeugen konnten mich die vielseitig gestalteten Charaktere sowie ihre Gefühle - für echte Liebesgeschichten-Liebhaber ist diese Geschichte also ein absolutes Muss!

Unter den drei Monden (Die Monde-Saga 1) - Ewa A.
Unter den drei Monden (Die Monde-Saga 1)
von Ewa A.
(12)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Sorgt für spannende Lesestunden

Lales Bücherwelt , am 18.03.2019

Inhalt:
Abby ist alles andere als begeistert, als sie erfährt, dass ihre Mutter einen neuen Freund - ein waschechter Lord - hat und sie ihre Ferien auf seinem Schloss verbringen wird. Dort fühlt sie sich gar nicht wohl, aber immerhin kann Abby dort reiten, denn zu dem Anwesen gehört ein bekanntes Gestüt. Als sie kurz darauf ein verletztes Pony findet und einige Pferde des Gestüts erkranken, wird Abby verdächtigt etwas damit zu tun zu haben. Ausgerechnet Greyson, der unnahbare Sohn des Lords, setzt sich für sie ein. Doch dafür soll Abby ihm helfen, ein düsteres Verbrechen aufzuklären...


Meine Meinung:
Das recht dunkel gehaltene Cover wirkt mit der Großaufnahme des Mädchens auf einem Pferd und des gold-glänzenden Titels sehr düster und geheimnisvoll. Es spiegelt die teilweise mystische Stimmung auf jeden Fall gut wieder und ergibt mit dem Klappentext, eine gelungene Einheit.

Abby, die in der Stadt aufgewachsen ist, und eigentlich gar keine Lust auf Ferien auf einem Schloss in einem ländlichen Gebiet hat, reist nur ihrer Mutter zuliebe mit. Wie erwartet, fühlt sie sich dort überhaupt nicht wohl, allein der Pferdestall hat es ihr angetan.
Als sie eines Tages mit einem verletzten Pony aus dem Wald auf das Anwesen zurückkehrt und kurz darauf einige Pferde erkranken, wird Abby beschuldigt. Nur Greyson, der bisher distanzierte Sohn des Lords, nimmt sie in Schutz. Doch dafür verlangt er auch eine Gegenleistung: Abby soll ihm helfen, den rätselhaften Tod seiner Mutter aufzuklären.

Abby war mir als Protagonistin von Anfang an sympathisch. Sie wirkt sehr selbstsicher und stark, trotzdem steckt in ihr ein weicher Kern, der sie mir hat umso authentischer wirken lassen. Dadurch dass die Handlung aus ihrer Perspektive erzählt wird, kann man sich gut in sie hineinversetzen und ihr Abenteuer hautnah miterleben.

Auch die anderen Figuren sind sehr glaubhaft gestaltet. Insbesondere von Ambrose, dem Lord, hat man zu Beginn vielleicht eine etwas klischeehafte Vorstellung, doch er entpuppt sich ganz anders als erwartet. Greyson ist anfangs sehr distanziert und scheint fast etwas unnatürlich zu sein, doch als er endlich auftaut, entdeckt man auch in ihm einen interessanten Charakter.

Die Grundidee des Buches gefällt mir sehr gut, besonders toll finde ich, dass das große Thema Pferde mit weiteren, zahlreichen Themen - wie zum Beispiel Freundschaft, Liebe, Familie und Geheimnisse - verknüpft worden ist, die die Geschichte abwechslungsreich machen. Besonders der mysteriöse Tod von Greysons Mutter birgt viele Überraschungen, die die Handlung spannend gestalten.

Auch der flüssige und lockere Schreibstil, passend zu Abby, konnte mich überzeugen und schnell an die Seiten fesseln. Mit bildhaften Beschreibungen stellt die Autorin die Situation jeweils übersichtlich und nicht zu detailliert dar - genau richtig, um sich auf die Handlung konzentrieren zu können.


Fazit:
Wild Horse Valley ist ein gelungenes und abenteuerreiches Jugendbuch, das viele Facetten aufweist und spannende Lesestunden verspricht. Mich konnte dieses Buch einfach nur überzeugen und ich kann es wirklich nur empfehlen, selbst denjenigen, die mit Pferden vielleicht nicht so viel am Hut haben.

Geeignet ab etwa 12 Jahren.

Wild Horse Valley - Kyra Dittmann
Wild Horse Valley
von Kyra Dittmann
(2)
eBook
9,99

 
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