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Schönes Fantasyabenteuer für Kinder ab 10 Jahren

Hörnchens Büchernest , am 18.02.2019

Inhalt:
Die erbitterten Feindschaften zwischen den Clans von Cavallon kennt Sam Quicksilver nur aus alten Legenden. Mit seinen Einhorn- und Zentaurenfreunden lebt er friedlich in der Freien Stadt. Kriegerische Einhornherden oder gar einen blutrünstigen Pegasus hat er noch nie gesehen. Unvorstellbar, dass sich die Einhörner der Schwarzhornwälder Menschen als Sklaven halten! Doch am Jubiläumstag des Friedenspakts kommt es zur Katastrophe: Albtraumhafte Kreaturen attackieren die Stadt! Sie sehen aus wie Pegasus – dabei gelten diese als ausgestorben! Sam bleibt nur die Flucht und er muss erkennen, dass all die Gefahren und düsteren Legenden über Cavallon wahr sind …

Meinung:
Seit einigen Jahrzehnten ist Frieden in Cavallon eingekehrt. Die fünf Clans von Cavallon, bestehend aus Menschen, Pegasus, Einhörnern, Zentauren und Kelpies, leben nun größtenteils friedlich nebeneinander her. Doch die Ruhe wird stark gestört, als die Pegasus den Friedenspakt zerstören und die Freie Stadt angreifen. Der junge Mensch Sam Quicksilver, der in der Freien Stadt lebt, muss aus dieser fliehen und gerät auf seiner Reise an unfreundliche Einhornherden und ein großes Intrigenspiel.

Da ich gerne Fantasyabenteuer über andere Wesen wie Einhörner oder Zentauren lese, war mir sofort klar, dass ich die Clans von Cavallon unbedingt lesen muss. Das wunderschön gestaltete Cover bietet zudem bereits einen guten Einblick darüber, was einem in diesem Buch erwartet. Die Pegasus werden sehr majestätisch und anmutig dargestellt und ich bin in diesem Zuge auch schon sehr gespannt, welcher Clan auf dem Cover des zweiten Bandes abgebildet sein wird.

Der Einstieg in die Geschichte wird manchem Leser vielleicht nicht ganz so einfach fallen, da Kim Forester die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wir tauchen in die fünf Clans ein und lernen diese besser kennen. So kommt es, dass wir den Weg mehrerer Menschen, eines Zentauren und eines Pegasus begleiten. Durch diese vielen Perspektivwechsel kommt es zu keinen Längen innerhalb der Geschichte und mir haben diese vielen Perspektiven gut gefallen. Auch fand ich, trotz der vielen Wechsel, dass man eine gewisse Bindung zu den verschiedenen Charakteren aufbauen konnte. Ich bin mir allerdings auch sicher, dass diese vielen Wechsel nicht jedermanns Geschmack sein werden. Ich denke, hier sollte man sich vor dem Lesen seine Gedanken darüber machen, ob dies einen stört oder nicht.

Die Welt von Cavallon wird sehr fantasievoll und bunt vorgestellt. Es gibt viel für den Leser zu entdecken. So bleiben manche Regionen und Städte allerdings auch noch nicht ganz greifbar. Ich bin mir jedoch sicher, dass sich dies in den Folgebänden ändern wird. Auch die verschiedenen Kulturen werden aufgezeigt und was dies für Probleme mit sich bringt. Dies war für mich eine große Stärke der Geschichte. Kim Forester hat hier ein geniales Netz aus Intrigen und Lügen gestrickt. Als Leser weiß man nie so recht, wem man nun eigentlich trauen kann und was hinter all den Aktionen steckt. Durch die vielen Perspektivwechsel kann man auch in die Gedankengänge der verschiedenen Clans eintauchen und versteht die jeweilige Sichtweise der Clans besser. Auch die ein oder andere Überraschung hält die Autorin parat.

Die Idee, dass die Menschen einmal nicht die herrschende Macht in der Welt sind, fand ich gut ausgearbeitet. Denn in Cavallon leben viele Menschen als Sklaven. Dies ist mal eine nette Abwechslung zu der sonst so dominierenden Macht der Menschen.

Fazit:
Ein Fantasyabenteuer für Kinder ab 10 Jahren was mich sehr gut unterhalten konnte. Die fünf verschiedenen Clans von Cavallon werden näher beleuchtet und man taucht in die verschiedenen Perspektiven ein. Kim Forester versteht es zudem jede Menge Spannung und Intrigen in die Geschichte einfließen zu lassen. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte in Band 2 weitergehen wird. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

Clans von Cavallon (1). Der Zorn des Pegasus - Kim Forester
Clans von Cavallon (1). Der Zorn des Pegasus
von Kim Forester
(49)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,00

Magisch und sehr atmosphärisch

Hörnchens Büchernest , am 09.02.2019

Inhalt:
Die irische Insel Arranmore ist durchdrungen von Magie. Als der 11-jährige Fionn Boyle zusammen mit seiner Schwester Tara dort den Sommer bei seinem Großvater verbringt, erfährt er, dass er, genau wie seine Vorfahren, ein Sturmwächter ist. Er lernt, Magie in der Flamme einer Kerze einzufangen und so in die Vergangenheit zu reisen. Als sich ein heftiger Sturm zusammenbraut, gilt es die Inselbewohner vor der dunklen Macht jener Zauberin schützen, die in den Tiefen Arranmores schläft. Wird Fionn dieser Herausforderung gewachsen sein?

Meinug:
Der 11-jährige Fionn soll gemeinsam mit seiner älteren Schwester Tara die Sommerferien bei seinem Großvater verbringen. Dieser lebt auf der irischen Insel Arranmore. Dort angekommen stellt Fionn schnell fest, dass nicht nur die Insel ein magisches Geheimnis verbirgt, sondern auch sein Großvater etwas vor ihm verheimlicht. Nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht und Fionn erfährt, dass sein Großvater ein Sturmwächter ist, der Magie in Kerzenflammen einfängt und damit in die Vergangenheit reisen kann.

Schon nach kurzem Lesen war nicht nur Fionn von der Magie der Insel gefangen, auch mich als Leser fesselten die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen an die Seiten. Catherine Doyle hat es auf sehr einnehmende Art geschafft, die Magie der irischen Natur dem Leser nahezubringen. Die vielen Wetterphänomene, die weiten Wiesen und das stürmische Meer sorgten bei mir für ein absolutes Kopfkino, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Da ich selbst schon einmal in Irland gewesen bin, waren die von der Autorin erschaffenen Bilder noch etwas gewaltiger, als vielleicht für jemanden der noch nicht den Charme der irischen Landschaft kennengelernt hat.

Wir erleben die Geschichte aus der Sicht des Jungen Fionn, was für mich gleich ein Pluspunkt war, da doch die Masse an Geschichten dieses Genres meistens aus der Sicht eines Mädchens geschrieben ist.
Weiterhin sehr positiv fand ich es, dass dieses Abenteuer ganz ohne Liebesgeschichte auskommt.

Weniger gut gefallen hat mir, dass Fionn und seine Schwester Tara alles andere als gut miteinander auskommen. Die Fronten zwischen den Beiden haben sich über die Jahre ziemlich verhärtet und so kommt es in diesem Buch zu einigen hässlichen Wortgefechten, die den jeweils anderen sehr verletzen. Natürlich ist mir bewusst, dass Streitereien zwischen Geschwistern ganz normal sind, mir kam die Beziehung der Geschwister jedoch schon sehr hasserfüllt vor. Natürlich hat dies auch einen besonderen Hintergrund, welcher im Laufe der Geschichte immer mehr in den Vordergrund rückt. Dadurch entsteht ein neues Band zwischen den Geschwistern. Dennoch war mir gerade Tara bis zum Ende der Geschichte hin nicht wirklich sympathisch, da sie ihren Bruder oft im Stich lässt.

Ein weiterer Charakter, der einfach nur fürchterlich gemein und absolut boshaft ist, ist Taras Freund Bartley. Dieser stachelt Tara immer mehr gegen Fionn auf und behandelt diesen einfach unmöglich.
Ganz anders ist da das Verhältnis zwischen Fionn und seinem Großvater. Dieses erwärmte mir das Herz. Es war schön zu sehen, wie zwei so verschiedene Generationen so viel Spaß und Freude miteinander haben. Ich empfand dieses Verhältnis als wirklich sehr besonders.

Die Idee mit magischen Kerzen in die Vergangenheit zur reisen gefiel mir sehr. Ebenfalls begeistert hat mich der Gedanke einer Insel voller magischen Höhlen, die Wünsche erfüllen oder Bäume die Fragen beantworten. Auch die Idee einer bösen Zauberin, die jahrelang unter der Erde eingesperrt war und nun langsam an Macht gewinnt, konnte mich überzeugen. Verfeinert wird das Ganze durch ein rätselhaftes Familiengeheimnis, auf dessen Spur sich Fionn begibt.

Gab es ab der Mitte der Geschichte Passagen, die mich nicht so recht packen konnten, wird es gegen Ende hin noch mal extrem spannend. Zum Glück endet das Buch nicht mit einem fiesen Cliffhanger, sondern schließt die Geschichte fürs Erste ab. Offen gebliebene Fragen und Fionns große Aufgabe werden sicherlich in Band 2 folgen.

Fazit:
Autorin Catherine Doyle erschafft vor der magischen Kulisse Irlands eine betörende und vor allen Dingen sehr fantasievolle Geschichte über die Sturmwächter. Das Grundgerüst und die Idee rund um die Magie der Kerzen konnte mich überzeugen. Leider kam ich etwas weniger gut mit dem ein oder anderen Charakter in der Geschichte klar. Auch gab es stellenweise Passagen, die mich nicht so ans Buch fesseln konnten.
Von mir gibt es daher 4 von 5 Hörnchen.

Sturmwächter - Catherine Doyle
Sturmwächter
von Catherine Doyle
(82)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,00

Charmante und witzige Charaktere

Hörnchens Büchernest , am 09.02.2019

Inhalt:
Zera ist mutig, stark und schön – und eine Gefangene, denn ihr Herz ist in der Gewalt einer Hexe. Will Zera ihr Herz zurück, muss sie ihrer Gebieterin einen neuen Diener beschaffen: den ebenso unverschämten wie attraktiven Prinz Lucien, der gerade auf Brautschau ist. Stiehlt sie sein Herz – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes –, ist sie frei! Doch ihr eiskalter Plan gerät ins Wanken, als Lucien echte Gefühle in ihr weckt …

Meinung:
Zera zählt zu den Herzlosen, Menschen dessen Herz einer Hexe gehört und somit Gefangene und Diener eben dieser Hexe sind. Eines Tages bekommt Zera den Auftrag erteilt, das Herz von Prinz Lucien zu stehlen. Daraufhin würde sie ihr Herz wieder zurückerhalten und ein freier Mensch sein. Zera geht voller Tatendrang an diese Aufgabe, bis sie Lucien näher kennenlernt und ihr so einfach klingender Plan plötzlich ins Wanken gerät.

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Zwar ahnt man bereits anhand diesem wie alles verlaufen wird, dennoch war ich aufgrund der Leseprobe sehr neugierig auf die Geschichte geworden. Wie schon vermutet, wird das Rad nicht neu erfunden und die Geschichte folgt einem bekannten Schema, dennoch hat mir die Handlung sehr gut gefallen!

Wir verfolgen die Geschichte aus der Sicht von Zera, die sehr schlagfertig und taff ist. Oft spricht sie Gedanken aus, die sie lieber für sich behalten hätte, aber gerade durch ihre geradlinige Art, war Zera mir sehr sympathisch. Zudem erhalten wir immer mal wieder einen Blick hinter ihre Fassade und erfahren mehr über ihre wahren Gefühle.

Auch die restlichen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. In meinen Augen lebt die Geschichte sehr von den gut ausgearbeiteten und liebenswerten Charakteren.
Kronprinz Lucien wirkt geheimnisvoll und selbstbewusst. Mit ihm hat Zera einen starken Gegenpart. Ich mochte die Dialoge zwischen den beiden wahnsinnig gerne.
Auch Lady Y'shennria hat sich in mein Herz geschlichen. Sie spielt die Tante von Zera. Nach und nach wird aus der etwas unterkühlten Dame eine herzliche Frau und Unterstützerin Zeras.
Genauso toll ist der Leibwächter von Lucien - Malachite. Er ist so erfrischend unkonventionell und schert sich nicht um das Gerede bei Hof. Zudem ist er witzig und unterhaltsam.

Das Buch bietet für Vielleser wenig Überraschendes, dennoch habe ich mich überhaupt nicht gelangweilt gefühlt. Die Geschichte hatte für mich nur kurz nach dem Beginn eine kurze Durststrecke, diese war aber zum Glück nur sehr kurz. Danach geht es spannend und sehr unterhaltsam weiter.

Der Weltenaufbau mit all seinen Hexen, Göttern und Magie hat mir gut gefallen. Auch die Idee, dass Zera das Herz des Prinzen stehlen muss, damit sie ihr altes Leben zurückbekommt, konnte mich überzeugen.
Die sich langsam anbahnende Liebesgeschichte war ganz nach meinem Geschmack und bietet einen guten Gegenpart zur restlichen Geschichte.

Fazit:
Heartless bietet für Vielleser zwar keine großen Überraschungen, dennoch war ich wirklich angetan von dieser spannenden Geschichte. Die Handlung kann von A bis Z überzeugen und die lustigen Charaktere sorgen für jede Menge spritziger Dialoge. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band der Geschichte.
Mich hat Teil 1 der Hearltess Reihe überzeugt und daher gibt es 5 von 5 Hörnchen.

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin - Sara Wolf
Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
von Sara Wolf
(132)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,99

Absolut genial, atemberaubend und fantastisch - sehr starker Mittelband!

Hörnchens Büchernest , am 12.01.2019

Inhalt:
Die epische Rachegeschichte geht weiter. Nachdem Mia einen der Männer umgebracht hat, die für die Zerstörung ihrer Familie verantwortlich sind, bleiben noch zwei über: Kardinal Duomo und Konsul Scaeva. Beide sind jedoch vor der Öffentlichkeit abgeschirmt und für Mia unerreichbar. Schlimmer noch: Die Rote Kirche selbst scheint Scaeva zu schützen …
Um an ihn heranzukommen, geht Mia ein großes Risiko ein: Sie kehrt der Kirche den Rücken und begibt sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin an den Großen Spielen in Gottesgrab teilzunehmen. Mia merkt schnell, dass sie diesmal zu weit gegangen ist, denn auf dem blutigen Sand der Arena gibt es keine Gnade und nur eine Regel: Ruhm und Ehre – oder Tod.

Meinung:
Mia ist nun eine Klinge der Roten Kirche und wird von genau dieser auf verschiedene Attentätermissionen geschickt. Mias Ziel ist es jedoch immer noch Kardinal Duomo und Konsul Scaeva, die für die Zerstörung ihrer Familie zuständig sind, zu töten. Dabei kommt sie bei einem ihrer Aufträge einem Geheimnis auf die Spur, das ihr Denken über die Rote Kirche in ein anderes Licht rückt. Denn die Rote Kirche scheint Konsul Scaeva zu schützen. Um ihre Rache zu bekommen, begibt sich Mia in die Sklaverei, um als Gladiatorin an den großen Spielen teilzunehmen und somit Kardinal Duomo und Konsul Scaeva nahezukommen.

Nachdem ich von Band 1 nicht total überzeugt war, war ich sehr neugierig auf diesen zweiten Teil. Von mehreren Personen hatte ich gehört, dass dieser Teil besser sein soll als der Erste. Und diese Meinung kann ich nur unterstreichen. In Band 1 brauchte ich etwas um überhaupt in der Geschichte anzukommen. In „Das Spiel“ kennt man die verschiedenen Charaktere mittlerweile recht gut.
Besonders loben möchte ich, dass es zu Beginn des Buches eine Personenauflistung aus dem vorangegangenen Band gibt. In diesem Verzeichnis wird kurz beschrieben, was die Eckpunkte der jeweiligen Person sind und was im ersten Band zu eben dieser Person passiert ist.

Ich denke, für mich war ein erheblicher Pluspunkt in diesem Teil, dass die Ausbildung in der roten Kirche nun abgeschlossen ist. Diese war zwar nett zu lesen, so richtig begeistern konnte sie mich aber nicht. Ganz anders ist es mit dem Hauptthema in diesem Buch. Fast alles dreht sich um die Gladiatoren, denn um ihrem Ziel näherzukommen wird Mia zu eben so einer. Die Wettkämpfe sind hart und brutal und so kommt es, dass Mia über sich hinauswachsen muss um nicht Opfer der Spiele zu werden.

Wie schon im Vorgängerband sind wichtige Ecksäulen der Geschichte der sarkastische Humor sowie die Brutalität und der derbe Umgangston. Gerade in den vorhandenen Fußnoten kommt der schwarze Humor des Autors erst recht zum Tragen.
Besonders die Anfeindungen zwischen der Schattenkatze Herr Freundlich und der Schattenwölfin Eclipse bieten immer wieder überspitzte und witzige Dialoge. Ab einem gewissen Punkt wurden mir diese Dialoge allerdings zu extrem. Zum Glück treten die Sticheleien im weiteren Verlauf der Geschichte etwas in den Hintergrund.

Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend gewesen. Natürlich gab es zwischendurch auch detaillierte Beschreibungen von Geschehnissen, die ruhig ein wenig kürzer hätten ausfallen können, aber diese Längen habe ich bei weitem als nicht so anstrengend empfunden wie noch in Teil 1. In diesem Buch wechseln sich brutale Kämpfe mit hochinteressanten Dialogen ab. Machtspiele und Intrigen lassen einen durch die Seiten fliegen.

Gegen Ende hin wird es extrem spannend. Als Leser ahnt man zwar wie die meisten Fäden verlaufen werden, dennoch ließ mich die Auflösung begeistert in die Hände klatschen. Denn Jay Kristoff versteht es auf grandiose Art, bereits in diesem zweiten Band wichtige Fäden durch logische und durchdachte Erzählungen zusammenzuführen.
Ich bin nun sehr gespannt, was uns Leser im nächsten Band erwarten wird und hoffe auf ein absolut episches Finale rund um Mias Rachefeldzug.

Fazit:
Ein zweiter Band der mit Sicherheit alles andere als ein typischer Mittelband ist. Viel mehr steigert sich Jay Kristoff noch einmal und zaubert eine Geschichte hin die jedes Fantasyleserherz höher schlagen lässt. Es wird noch brutaler, noch blutiger, noch humorvoller und actionreicher als der erste Band. Und gerade in puncto Intrigen und geniale Auflösungen bin ich schwer begeistert.
Daher gibt es 5 von 5 Hörnchen.

Nevernight - Das Spiel - Jay Kristoff
Nevernight - Das Spiel
von Jay Kristoff
(48)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,99

Bis Seite 500 war ich nicht begeistert, doch dann wendet sich das Blatt

Hörnchens Büchernest , am 12.01.2019

Inhalt:
Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet …

Meinung:
Nachdem Mia Corvere ihre Familie verloren hat, sinnt das junge Mädchen auf Rache. Denn die drei mächtigsten Männer des Reiches Francesco Duomo, Justicus Remus und Julius Scaeva haben ihren Vater wegen Hochverrats gehängt und ihre Mutter und ihren kleinen Bruder eingekerkert. Daraufhin möchte Mia dem mächtigen Assassinenorden "rote Kirche" beitreten. Um zu einer tödlichen Gefahr für die drei Männer zu werden. Doch die Prüfungen im Orden sind brutal, knallhart und nichts für Angsthasen.

Anhand des Klappentextes und der vielen begeisterten Stimmen zu diesem Buch war ich sehr neugierig auf diese Geschichte. Der Einstieg fiel mir dabei alles andere als leicht, da es gleich zu Beginn viele Zeitsprünge gibt. Und die sehr komplexe Welt nur nach und nach erklärt wird bzw. Zusammenhänge sich später erst ergeben.

Vorgewarnt worden war ich bereits auf die vielen Fußnoten, die es im Buch gibt. Ich empfand diese als nett, aber nicht zwingend relevant für die eigentliche Geschichte. Etwas blöd fand ich jedoch, dass diese teilweise über die Hälfte der eigentlichen Seite einnehmen und man so jedes Mal total aus der Geschichte herausgerissen wird.

Nachdem meine Einstiegsschwierigkeiten überwunden waren, freute ich mich auf eine spannende und actionreiche Geschichte. Die bekam ich jedoch nicht. Viel mehr erstreckt sich die Reise zur "roten Kirche" sowie die Ausbildung von Mia in ebendieser über das gesamte Buch. Ich hatte hier einfach auf etwas anderes gehofft.

Die Ausbildung an sich ist dabei durchaus interessant. Auch die vielen Ideen und Gedanken von Jay Kristoff sind phänomenal. Als Fantasyleser kam ich hier voll auf meine Kosten. Dennoch schlichen sich immer wieder Längen in die gut 700 Seiten ein, die es mir schwer machten, kontinuierlich am Ball zu bleiben.

Besonders zu erwähnen ist Protagonistin Mia. Sie ist knallhart, frech und sehr schlau. Dabei steht ihr ihr wildes Temperament genauso oft im Weg, wie es ihr hilft. Auch ihren dunklen Schatten, genannt Herr Fröhlich, mochte ich aufgrund seiner sarkastischen Art wahnsinnig gerne. Immer wieder sorgt er dafür, dass Mia über ihr Tun doch noch einmal genau nachdenkt.

Ebenfalls zu erwähnen ist der teilweise sehr derbe Umgangston in diesem Buch. Oft wird kein Blatt vor den Mund genommen und auch den Sarkasmus vom Autor muss man mögen. Ich zumindest fand ihn (größtenteils) toll.
Zudem fließt ziemlich viel Blut, es wird ordentlich brutal und auch Sex spielt in dieser Geschichte eine Rolle. All dies muss man mögen, da man sonst wenig Spaß mit der Geschichte haben wird.

Die letzten 200 Seiten kam dann endlich die von mir erhoffte Spannung und Action. Endlich hing ich gebannt an den Seiten und wollte nicht aufhören zu lesen. Das Ende macht mich sehr neugierig auf die nächsten Teile der Geschichte. Ich hoffe sehr, dass diese mich ab der ersten Seite überzeugen können und nicht wie in dieser Geschichte erst ab dem letzten Drittel des Buches.

Fazit:
Ich hatte mehr erwartet, mehr Spannung und mehr Action, aber auch einen gewissen Bann, der mich an die Seiten würde fesseln können. Dies bekam ich leider erst im letzten Drittel der Geschichte. Davor zieht sich das gut 700 Seiten dicke Buch doch sehr.
Sowohl mit der Brutalität, als auch mit dem Humor muss man als Leser zudem klar kommen.
Sehr knappe 4 von 5 Hörnchen.

Nevernight - Jay Kristoff
Nevernight
von Jay Kristoff
(74)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,99

Ich liebe, liebe, liebe Fanny und das Wolkenschloss

Hörnchens Büchernest , am 12.01.2019

Inhalt:
Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung.
Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Meinung:
Fanny arbeitet als Jahrespraktikantin im altehrwürdigen Grandhotel „Wolkenschloss“ in den Schweizer Bergen. Hier ist sie Mädchen für Alles und seit kurzem damit beauftragt, als Kindermädchen auf die Sprösslinge der Hotelgäste aufzupassen. Alles andere als ein einfacher Job, wenn man Kinder wie den 9-jährigen Don Burkhardt junior zu betreuen hat. Dabei ist es doch so extrem spannend zu verfolgen was für Personen in das Hotel ein- und auschecken. Da wäre z. B. eine Oligarchenfamilie die Undercover reist oder der gutaussehende Tristan, der lieber an Fassaden hochklettert anstatt die Treppe zu nehmen. Schnell steckt Fanny in einem großen Abenteuer, das sie so ganz sicher nicht erwartet hat.

Auf ein neues Buch von Kerstin Gier freue ich mich immer ganz besonders. Ich mag ihren Einfallsreichtum und ihre zuckersüßen Charaktere, die immer voller Elan und Witz stecken. Ich hatte bereits vorab gehört, dass das Wolkenschloss für manche etwas lahm und langweilig war. Und ich kann durchaus verstehen, dass man das so sieht, denn wenn ich ehrlich bin, dann passiert auf den 8 CDs nicht wirklich viel relevantes (bis auf das Ende, aber darauf komme ich später noch zu sprechen). Die Handlung lässt sich daher recht schnell zusammenfassen. Trotzdem wenig Relevantes für die Handlung passiert, habe ich dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite geliebt! Es ist so unfassbar lustig, steckt voller gigantisch toller Charaktere und erwärmte mein Leserherz. Die winterliche Kulisse trug noch mehr dazu bei, dass ich mich absolut wohl mit Fanny und ihrer Geschichte fühlte.

Bereits das erste Kapitel hat meine Lachmuskeln gehörig in Anspruch genommen. Denn die Protagonistin Fanny muss sich in diesem mit dem neunmalklugen 9-jährigen Don Burkhardt junior herumschlagen. Don Burkhardt junior sieht zwar aus wie ein Engel, hat es jedoch faustdick hinter den Ohren. Sehr zum Leidwesen der armen Fanny.
Don Burkhardt junior avancierte daher sofort zu meinen absoluten Lieblingscharakteren. Wobei Lieblingscharakter hier ein weiter Begriff ist, da dieses Buch nur so voller absoluter Top-Garanten auf den Anwärter Lieblingscharakter steckt. Sei es Fanny selbst, die sich mehr schlecht als recht mit dem Job des Kindermädchens auseinandersetzt, oder der Hausmeister Pavel, der bekannte Lieder gerne ein wenig umwandelt und dann seine Eigenkreationen wild durch die Gegend trällert.
Schon allein bei den von Fanny verteilten Spitznamen musste ich einfach schmunzeln, so gibt es Charaktere wie den rückgratlosen Rudi, die vier Tüpfelhyänen, Gäschdi und Wäschdi oder die sieben Hugos.

Kerstin Gier hat ihr Wolkenschloss für den Leser und Hörer toll dargestellt. Anhand der Beschreibungen der Räumlichkeiten im Schloss fühlte es sich fast so an, als würde ich selbst durch die Gänge wandeln. Man betritt eine andere Welt und wird an manchen Stellen sogar in vorherige Jahrhunderte zurückversetzt. Teilweise erwartete ich jeden Moment einen Einschub von Fantasyelementen, der jedoch ausbleibt, was ich auch nicht weiter als störend empfunden habe.

Die Hörbuchsprecherin Ilka Teichmüller passt mit ihrer Stimme wie die Faust aufs Auge zum Wolkenschloss. Ihre warmherzige Stimme sorgte für zusätzlichen Lesespaß. Lustige Szenen wurden dank ihr noch besser ins richtige Licht gerückt.

Etwas enttäuscht wurde ich vom Ende der Geschichte. Bis fast kurz vor Schluss passiert in Richtung Action und Spannung so gut wie nichts. Dann hatte ich jedoch das Gefühl, dass Kerstin Gier all das bisher versäumte auf den letzten Seiten noch mal nachholen will. Denn auf diesen geht es stellenweise doch zu wie in einem wilden Hollywoodstreifen. Da mich der Rest der Geschichte allerdings so restlos begeistert hat, konnte ich über diesen Kritikpunkt hinwegsehen.
Viel mehr hoffe ich von ganzem Herzen, dass es noch einen zweiten Teil über das Wolkenschloss geben wird.

Fazit
Ich liebe das Wolkenschloss und ich wünsche mir so sehr eine Fortsetzung (auch wenn es wahrscheinlich keine geben wird)! Zwar passiert in der Geschichte nicht wahnsinnig viel Spannendes, das ist aber auch gar nicht nötig, da dieses Buch so sehr von seinen genialen Charakteren und dem traumhaften Setting lebt. Ich hätte noch stundenlang den Geschichten von Fanny und den restlichen Hotelangestellten und Gästen lauschen können. Eine ganz klare Hörempfehlung, auch dank der tollen Arbeit von Hörbuchsprecherin Ilka Teichmüller.
5 von 5 Hörnchen.

Wolkenschloss - Kerstin Gier
Wolkenschloss
von Kerstin Gier
(136)
Hörbuch (CD)
14,29 bisher 19,99

Wahnsinnig gutes Buch, das einen fesselt ohne das man Spielefan sein muss

Hörnchens Büchernest , am 12.01.2019

Inhalt:
Mit einem Schlag endet Vivians sorgenfreies Leben: Ihre Mutter Sofia wurde ermordet! Die erfolgreiche Game-Entwicklerin stand kurz vor dem Release eines bahnbrechenden Computerspiels. „White Maze“ wird mit neuartigen Lucent-Kontaktlinsen gespielt – dank ihnen erleben die Spieler virtuelle Game-Welten mit allen Sinnen. Aber warum zerstörte Vivians Mutter kurz vor ihrem Tod die Prototypen der Linsen? Zusammen mit dem schulbekannten Hacker Tom will Viv den Mord an Sofia aufklären. Dazu muss Viv selbst Lucent-Linsen einsetzen und tief in die virtuelle Welt eintauchen. Doch dort ist es für den Mörder ein Leichtes, die falsche Realität nach seinen Spielregeln zu manipulieren. Kann Vivian ihren eigenen Gefühlen vertrauen, wenn alles, was sie sieht, hört, riecht und schmeckt, bloße Lüge ist?

Meinung:
Vivian ist durch ihre beruflich erfolgreiche Mutter ein verwöhntes Glamourgirl, die sich für Partys, Jungs und Kleidung interessiert. Ihre Mutter ist Gaming-Entwicklerin und ist oft sehr lange arbeiten, bringt Viv dafür aber auch immer die besten Neuerscheinungen in der Computerspielwelt oft schon vor dem offiziellen Verkaufsstart mit nach Hause.

Doch plötzlich wird Viv`s Mutter ermordet und ihre Welt steht Kopf. Vivian ist sofort klar, dass es sich um Mord handelt und fasst den Entschluss, den Tod ihrer Mutter aufzuklären. Dabei gerät sie immer tiefer in die virtuelle Welt und muss schon bald feststellen, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint. Das Spiel „White Maze“ ist durch die Hand des Mörders völlig außer Kontrolle geraten und Vivian und ihre neu gewonnenen Freunde spielen ein lebensgefährliches Spiel.

Ich finde dieses Buch absolut fantastisch! Zu Beginn wird Vivian als verwöhnt und etwas hochnäsig dargestellt, doch ihr Charakter macht eine komplette Kehrtwende. Sie freundet sich mit dem Hacker Tom an und lernt dadurch noch weitere Jugendliche kennen, die ihr gegenüber jedoch zunächst etwas skeptisch sind. Gemeinsam kämpfen sie gegen den Hacker, der ein sehr gefährliches Spiel spielt. Alle Charaktere sind durch und durch toll beschrieben und machen das Buch erst zu dem, was es ist.

Durch dieses Buch habe ich gemerkt, wie stark wir jetzt schon von der Technik abhängig sind und wie gefährlich die virtuelle Welt sein kann. Man weiß eben doch nie wirklich, wer hinter etwas steckt oder was wahr ist und was nicht. Im Internet kann alles Lug und Trug sein. Ich denke, dass der Hintergedanke dieser Geschichte auch der ist, genau diese Tatsache deutlich zu machen. In dem Buch manipulieren Hacker das Computerspiel und man kann seinen eigenen Gefühlen, Gedanken und Sinnen nicht mehr trauen.

Das Buch spielt sowohl in der virtuellen Computerspielwelt, als auch in der realen Welt und bietet viele interessante Orte und Plätze. Ich liebe alle Schauplätze, an denen die Geschichte spielt, weil sie sehr ausführlich und ideenreich beschrieben werden und ich so komplett in die Geschichte eintauchen konnte.

Es ist wahnsinnig toll geschrieben und ich war die ganze Zeit über gefesselt und musste unbedingt wissen, wie es weiter geht.

Fazit:
Ich bin absolut kein Gamer oder Technikfan, aber das muss man definitiv auch nicht sein, um dieses Buch zu lieben. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und hat mich absolut begeistert!
Es gibt wohl verdiente 5 von 5 Pinguine!

White Maze - June Perry
White Maze
von June Perry
(40)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00

Schwächer als Band 1

Hörnchens Büchernest , am 12.01.2019

Inhalt:
Liebe auf den ersten Blick – Mila hat sie erlebt, als sie nach Paris gereist und dort Nicholas begegnet ist. Doch die Fabelmacht hat ihn ihr genommen. Für Schmerz bleibt keine Zeit, denn ein fabelmächtiger Gegenspieler taucht hinter den Kulissen auf. Wie Mila hat auch er seine große Liebe verloren und ihm ist jedes Mittel recht, um diese zurückzubekommen. Als Mila sich tiefer und tiefer in seine Intrigen verstrickt, wird ihr klar: Dies ist nicht länger ein Kampf der Geschichten. Sie kann ihn nur aufhalten, wenn ihre eigene Liebe stärker ist als die Fabelmacht. Um zu bestehen, muss sie erneut gewaltige Opfer in Kauf nehmen – und am Ende sogar stärker sein als der Tod …

Meinung:
Der zweite Teil der Dilogie der Fabelmachtchroniken geht genau an der Stelle weiter an der Band 1 geendet hat. Mila ist nach dem Tod von Nicholas am Boden zerstört und in ein emotional tiefes Loch gefallen, aus dem sie scheinbar nicht mehr herauskommt. Doch das geht plötzlich schneller als gedacht, als ein großer fabelmächtiger Gegenspieler erscheint, der Milas Leben noch komplizierter macht und ihr keine Zeit für ihre Trauer lässt.

Mila ist schnell in einem weiteren großen Abenteuer verstrickt, das noch viel weitreichender in die Welt der Fabelmacht eintaucht als in Band 1.
Die Charaktere aus dem ersten Teil treten auch in diesem Buch wieder in Aktion und es kommen noch viele weitere dazu. Auch dieses Mal ist es wieder eine spannende Jagd quer durch Paris, die Mila und ihre Freunde, insbesondere auch ihre Mutter, bestreiten müssen.

Ich war auch in dem zweiten Teil der Geschichte sofort wieder mittendrin und konnte mich sehr gut in Mila hineinversetzen. Die Erzählperspektive wechselt wieder zwischen den Protagonisten, was das Lesen erneut sehr spannend und abwechslungsreich macht. Alte Schauplätze aus Band 1 werden wieder aufgegriffen, aber es kommen auch neue, tolle Schauplätze dazu.
Die bereits bekannten, aber auch die neuen Charaktere sind genau wie im Vorband interessant und charismatisch dargestellt.

Dieser Band ist insgesamt gesehen ein klein wenig schwächer als der erste, da ich ein paar Kritikpunkte habe. Die Geschichte an sich finde ich aber wieder sehr gelungen. Probleme werden zwar oft einfach mithilfe der Fabelmacht gelöst, anstatt sie richtig anzugehen und zu lösen, aber das hat mich weniger gestört, da das nun mal ein großer Vorteil der Fabelmacht ist.

Die Dreiecks-Liebesgeschichte spielt in diesem Band allerdings eine wesentlich größere Rolle als im Vorband, was meiner Meinung nach das Lesen der Geschichte leider etwas stört. Ich hätte mir etwas weniger Liebesdrama gewünscht, auch wenn Eric in diesem Buch eine wirklich sehr wichtige und schöne Rolle einnimmt und er für mich dadurch zum besten Charakter der Geschichte wurde.

Zudem ist die Geschichte mit ihren Schauplätzen im Rahmen der Fabelmacht teilweise etwas verwirrend und man muss sehr bei der Sache bleiben, um noch hinterherzukommen. Das hätte meiner Meinung nach auch etwas weniger kompliziert dargestellt werden können.

Fazit:
Das Finale der Dilogie hat mich wieder in ihren Bann gezogen und die Geschichte gefällt mir sehr! Leider habe ich aber mehr Kritikpunkte als zum Vorband, obwohl dieses Mal die Fabelmacht eine größere (fast schon zu große) Rolle spielt.
Ich vergebe deswegen knappe 4 von 5 Pinguinen!

Die Fabelmacht-Chroniken (2). Brennende Worte - Kathrin Lange
Die Fabelmacht-Chroniken (2). Brennende Worte
von Kathrin Lange
(11)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00

Dan Brown meets Indiana Jones für Jugendliche

Hörnchens Büchernest , am 02.01.2019

Inhalt:
Natalie Hardaker bereist mit ihrem Großvater die ganze Welt, um die Geheimnisse der Astronomie zu entschlüsseln. Als dieser plötzlich verschwindet, macht sie
sich auf die Suche nach ihm. Mithilfe des arroganten Giles findet sie heraus, dass er von einem antiken Kult entführt wurde, der auf der Suche nach dem sagenumwobenen Orakulum ist, Nostradamus’ Prophezeiungsmaschine. Und plötzlich steckt Natalie tief in jahrhundertealten Verstrickungen. Was ist, wenn sie die einzige ist, die die Welt retten kann?

Meinung:
Natalie ist bei ihrem Großvater, dem weltweit bekannten Wissenschaftler Professor Hardaker, aufgewachsen. Gemeinsam sind sie um die ganze Welt gereist und haben so einige Ausgrabungsstätten gesehen und besondere Artefakte erforscht. Doch nach einem Vortrag in London wird Natalies Großvater entführt. Hat dies etwas damit zu tun, dass er in seinem Vortrag vom geheimnisvollen Orakulum gesprochen hat? Eine Maschine die die Zukunft voraussagen kann.

Auf dieses Buch habe ich schon länger ein Auge geworfen und bin froh es nun endlich gelesen zu haben. Schon die Aufmachung des Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen, denn es zeigt doch schon recht deutlich, dass die Sternbilder und die Astronomie eine gewisse Rolle in dem Buch spielen.
So empfand ich es als absolut genial, dass zu jedem Kapitelbeginn ein Sternbild mit dem jeweiligen Namen und einem kurzen Zitat abgebildet ist. So lernt man als Leser gleichzeitig noch ein paar Sternbilder kennen.

Und auch während des Lesens warten hier einige spannende Aspekte auf den Leser. Nicht nur über die Sternbilder kann man sein Wissen erweitern, auch über historische Ereignisse und diverse Orte der Welt, erfährt der Leser mehr. Gerade dies hat mich total angesprochen.
Denn in "Taurus" begibt man sich mit Protagonistin Natalie auf eine Entdeckungsreise durch die ganze Welt.

Das Buch ist daher gut mit den Büchern von Dan Brown oder mit Indiana Jones zu vergleichen. Dem Leser sollte daher auch bewusst sein, dass Natalie dementsprechend klug ist. Sie findet Lösungen auf Rätsel, an denen Erwachsene verzweifelt sind und liefert sich auch einmal wilde Verfolgungsjagden im Stil von James Bond. Mich haben all diese Aspekte nur geringfügig gestört, da sie der Geschichte durch die teilweise actionreichen Handlungen mehr Spannung und Unterhaltung verliehen haben. Und bei einem Buch aus dem Genre Fantasy ist ein wenig Übertreibung in meinen Augen durchaus gerechtfertigt. Dies mag jedoch jeder anders empfinden.
Eines ist dieses Buch zumindest in jedem Fall: absolut spannend, sehr temporeich und ein wahrer Lesegenuss!

Das einzige was ich ein wenig zu kritisieren habe, ist die Altersfreigabe ab 10 Jahren. Dies könnte für den ein oder anderen Leser doch noch etwas zu früh sein.

Fazit:
Als großer Fan von Dan Brown und Indiana Jones bin ich hier voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Es werden viele Orte bereist und einiges an historischem und astronomischem Wissen vermittelt. Ich hatte jede Menge Spaß mit dieser temporeichen und unterhaltsamen Geschichte.
Daher vergebe ich knappe 5 von 5 Hörnchen.

Die Sternen-Saga. Taurus - Michael Templar
Die Sternen-Saga. Taurus
von Michael Templar
(44)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,00

Lustige Abenteuer und wunderschöne Bilder

Hörnchens Büchernest , am 02.01.2019

Inhalt:
Donnerpups ist völlig aus dem Häuschen, als er im Radio hört, dass die Donnershausener Windmühle abgerissen werden soll. Denn irgendwo dort hat sein Großonkel einst seine hart erarbeitete Beute vergraben. Gold macht glücklich, findet der wilde Räuber, keine Frage also, dass er den Schatz bergen muss, bevor die Bauarbeiten beginnen. An der Mühle warten allerdings schon die Brüder Grumaldo, um ihm das Gold abzuluchsen. Doch so leicht gibt sich ein waschechter Räuberhauptmann natürlich nicht geschlagen…

Meinung:
Räuber Donnerpups glaubt, er hört nicht richtig, als er im Radio erfährt, dass die alte Donnershausener Windmühle abgerissen werden soll, um einem Hotel Platz zu machen. In dieser Windmühle hat sein Großonkel einmal gelebt und dort liegt auch ein großer Schatz vergraben. Daher macht sich Donnerpups mit seinen Räuberfreunden auf den Weg zur Windmühle, um den Schatz zu heben.

Dies ist zwar bereits das vierte Abenteuer rund um Donnerpups und seine Räuberbande, dennoch werden Quereinsteiger (so wie mein Sohn und ich) keine Probleme damit haben, dass man die vorangegangenen Abenteuer nicht kennt. Denn bereits beim Aufklappen des Buches erwartet die Leser eine lustige Charakterbeschreibung (per Steckbrief) rund um die Räuberbande. So weiß man bereits vor dem Lesen, welche Charaktere auf einen warten.

Aufgrund des großen Formats dieses Bilderbuches kommen die vielen wunderschönen Zeichnungen noch mehr zur Geltung, die übrigens vom Autor selbst illustriert wurden. So gibt es viele seitenfüllende Bilder zu bestaunen.
Besonders begeistert hat uns, dass es im Buch ein Fotoalbum gibt, welches man aufklappen kann, um die darin enthaltenen Bilder zu betrachten.

Die Geschichte ist für Kinder ab 3 Jahren geeignet. Da es hier auch bereits etwas mehr Text gibt, war ich zunächst skeptisch, ob mein Sohn (knappe 3 Jahre) die ganze Zeit über am Ball bleiben würde. Doch diese Sorge war total unbegründet. Viel mehr wollte er die Geschichte gleich noch ein zweites Mal erzählt bekommen.

Dieses Abenteuer rund um Donnerpups und seine Freunde ist witzig geschrieben und unterhaltsam. So gilt es einen Räuberschatz zu finden und auch ein kleiner Wettstreit rückt in den Mittelpunkt.

Fazit:
Räuber Donnerpups und seine Freunde erleben ein neues Abenteuer, was Jungs im Alter von 3-6 Jahren begeistern wird. Lustige Erlebnisse, ein besonderer Wettkampf und wunderschöne Bilder wurden hier vom Autor und Illustrator Walko ins Leben gerufen.
Knappe 5 von 5 Hörnchen.

Der wilde Räuber Donnerpups - Walko
Der wilde Räuber Donnerpups
von Walko
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,00

 
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