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Flora

Gesamte Bewertungen 12 (ansehen)


Meine Bewertungen

Eine tolle Message!

Flora , am 18.03.2019

Eine super tolle Message rund um ein Thema, dass definitiv mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte. Dennoch bin ich bei diesem Buch hin- und hergerissen.

Bevor ich näher ins Detail gehen, möchte ich ein paar Worte über die Special Edition verlieren. Ich habe sie mir am Anfang des Jahres vorbestellt und bin von der Gestaltung echt begeistert. Besonders die enthalten Illustrationen habe es mir angetan. Sie sind wundervoll und untermalen den Inhalt des Buches perfekt. Das ist eine ganz klare Kaufempfehlung. Nur leider sind diese jetzt schon ausverkauft :(

Weiter zum Inhalt...

Ich bin noch nie so verzweifelt am Schreiben einer Rezension wie an die, von Someone New. Noch während ich das hier abtippe, weiß ich nicht wie ich das Buch bewerten soll. Das liegt vor allem daran, dass meine Meinung vollkommen im Zwiespalt ist.

Einerseits bin ich begeistert von der Message, die das Buch enthält. Laura Kneidl ist mutig genug, sich von Stereotypen loszusagen und kreiert eine nie vorher da gewesene Diversität mit ihren Figuren und ich sag's euch  das funktioniert! Aber natürlich!!!

Je Abwechslungsreicher die Figuren, desto spannender ist das Lesevergnügen, so geht es mir jedenfalls.  Verschieden Hautfarben, Religionen, sexuelle Orientierung. Es gibt in unserer Welt Mehr und das hat es verdient, aufgeschrieben zu werden.  Also an alle Autoren: Seid mutig und traut euch was!

Micah die Protagonistin fand ich klasse. Mit ihrem frechen Mundwerk hat sie mich total an Lorelai von den Gilmore Girls erinnert. Wenn man die Eltern von Micah bertachtet, die engstirnig und ziemlich vermögend sind, gibt es da noch andere Parallelen. Außerdem hat sie tolle bodenständige Hobbys, die auch etwas anders sind, als die die ich sonst kenne. Zum Beispiel liebt sie Comics über alles und zeichnet auch selber welche.

Der Love Interest Julian war mir auch von Anfang an sympathisch, obwohl er etwas blass blieb. Das liegt wohl an seiner Hintergrundgeschichte und dementsprechend ist er ziemlich verschlossen. Micah jedoch schafft es mit ihrer offenen Art ihn Stück für Stück aus seinem Schneckenhaus herauszuholen.

Auch die Nebenfiguren sind allesamt wundervoll gestaltet, so wie ich es eben von Laura Kneidl kenne. Ich finde sie hebt die Charaktere von New-Adult-Büchern auf ein höheres Niveau. Hervorzuheben sind auch die witzigen Dialog. Ich habe da wirklich Respekt davor, wie die Autorin es immer wieder schafft, diese so toll zu gestalten.

Okay, wegen den ersten Sätzen in meiner Rezension, ahnt ihr es bereits. Ein ABER liegt mir  auf den Lippen.

Wie im Klappentext schon angedeutet, umgibt Julian ein Geheimnis und dieses Geheimnis ist, ich kann es nicht anders beschreiben, einfach nur KRASS.

Ohne näher ins Detail zu gehen: tolles Thema, super Message, aber die Umsetzung ... finde ich nicht ganz so gelungen. Erstens habe ich es schon durch die vielen Andeutung sehr früh geahnt, wobei es sich bei seinem Geheimnis handelt und deswegen war es keine Überraschung. Außerdem ist die Reaktion von Micah nach der Offenbarung, für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Für mich wäre das ein riesengroßer Vertrauensbruch. Das liegt aber nicht an dem Thema selbst, sondern daran, dass Julian darum so ein Geheimnis gemacht hat. Ich persönlich bräuchte etwas Zeit, um das erst einmal zu verdauen. Micah dagegen scheint das einfach nur hinzunehmen...

Auch hätte meiner Meinung das Thema etwas mehr ausgeweitet werden müssen, gerade, weil es so bedeutend ist. Doch da die Offenbarung erst so kurz vor Schluss passiert, wurde es mir zu schnell abgehandelt.  Das Nachwort war super und total informativ, nur leider war das eben "nur" ein Nachwort. In der Geschichte hätte ich gerne dazu mehr darüber gehört.

Zudem war die Entwicklung von Micah nicht ganz so, wie ich sie erhofft hatte. Für mich hätte sie ihren Eltern mehr die Stirn bieten müssen.  

Manchmal hilft es mir echt die Rezension zu schreiben, um schließlich zu wissen, wie ich das Buch bewerten möchte. Durch das gegenüberstellen der positiven und negativen Punkten, entschließe ich mich, 4 Sterne zu vergeben.

Someone New - Laura Kneidl
Someone New
von Laura Kneidl
(175)
Buch (Paperback)
12,90

Ein charmantes Debüt

Flora , am 18.03.2019

Der lockere Schreibstil von Johanna Rau machte den Einstieg in das Buch für mich sehr einfach. Auch war mir die Protagonistin Lizzie am Anfang sehr sympathisch. Sie ist leidenschaftliche Schwimmerin, möchte nach der Schule Meeresbiologie studieren und ist sehr mit der Natur und vor allem mit dem Meer verbunden. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und so tauchte man direkt in die Gedankengänge von der Protagonistin ein.

Das Cover gefällt mir auch gut. Es wirkt mysteriös und verbunden mit dem Titel, hatte ich schon eine Ahnung in welche Richtung der Urban-Fantasy-Roman gehen würde.

Eigentlich ist Lizzies Heimatort Lavender, der direkt am Meer liegt sehr harmonisch und ruhig. Doch in letzter Zeit verschwinden Menschen an der Küste spurlos. Mit dem Kennenlernen von Jack wird sie immer mehr zum Teil eines Geheimnisses, das Lizzies kühnste Vorstellungen übersteigt.

Auch Jack, den Love Interest, mochte ich gerne. Er besitzt Charme und ist ganz der Gentleman. Für mich entstand die Beziehung zwischen Lizzie und ihm bloß etwas schnell. Da fehlten mir doch ein paar Dialoge bzw. ein richtiges Kennenlernen, sowie die Ergründung von Gemeinsamkeiten. Die Gespräche der beiden drehten sich nämlich hauptsächlich um das Geheimnis von Jack. Dafür wurden die romantischen Szenen sehr schön beschrieben <3

Ein großes Manko in dieser Geschichte, ist für mich das Finale. Der Endkampf war recht unspektakulär und ich hatte das Gefühl, dass vieles von der Autorin zurechtgebogen wurde, damit es einigermaßen logisch ist. Die Umwelt an sich und die gegebenen physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die in dieser herrschten, wurden teilweise ignoriert. Die Protagonistin hat da auch einige Sympathiepunkte verloren, da sie für mich, sich nicht der Ernst der Lage entsprechend verhalten hat. Stattdessen gab es immer wieder deplatzierte Scherze. Darunter litt die Spannung!

Alles in allem kann ich leider für dieses Buch nicht mehr als drei Sterne vergeben.

Tiefseeherz - Johanna Rau
Tiefseeherz
von Johanna Rau
(16)
eBook
3,99

Ein richtiger Buchschatz!

Flora , am 07.02.2019

Manchmal ist es für mich gar nicht so einfach eine Rezension zu schreiben. Bei Lieber Daddy-Long-Legs ist das auch der Fall. Aber das liegt nicht daran, weil mir das Buch nicht gefallen hat, nein, ganz im Gegenteil,  das Lesen von Lieber Daddy-Long-Legs hat mir so viel Freude bereitet, dass es schwierig ist, die passende Worte zu finden, um dem Buch gerecht zu werden.

Es war ein ganz anderes Lesegefühl,  die Geschichte von Jerusha (später Judy) Abbott in Briefform zu erleben. Zur Erklärung Judy ist in einem Waisenhaus aufgewachsen und wird von einem unbekannten wohlhabenden Mann ausgewählt, der ihr das College bezahlt. Im Gegenzug soll sie ihm in regelmäßigen Abständen, Briefe über die Fortschritte ihres Studiums, schreiben. Sie weiß fast gar nichts von ihm, weder seinen richtigen Namen noch wie er aussieht. Nur einmal hat sie einen Blick auf ihn erhascht und gesehen, dass er ein ziemlich hochgewachsener dünner Mann mit langen Beinen ist, seitdem spricht sie ihn in ihren Briefen mit Lieber Daddy Long Legs an. Erst war ich etwas skeptisch gegenüber den Briefen, weil ich so die Geschehnisse zusammen mit der Protagonistin nicht hautnah miterleben kann, aber als ich die ersten Briefe von Judy gelesen hatte, die so viel Lebensfreude versprühten, ab da war mir klar, dass dieses Buch etwas ganz Besonderes ist.
Die Menschen im Allgemeinen haben häufig verlernt sich über Kleinigkeiten zu erfreuen und sind in ihrem Alltag abgestumpft. Judy dagegen ist dankbar und glücklich für alles was sie erleben darf. Sie beschreibt ihr Leben auf dem College, was sie lernt und erlebt. Sie möchte unbedingt Schriftstellerin werden. Dabei kommt sie mir für ihr Alter noch recht kindisch vor, aber genau das macht den Charme von Judy  aus. Mit kindlicher Neugier saugt sie alles in ihrer Umgebung auf, erfreut sich über Alltägliches, dass andere für Selbstverständlich halten und hat dabei aber keine Scheu gegenüber anderen ihre Meinung mitzuteilen. Sie stellt sich nie in Frage und hat eine gute Portion Selbstbewusstsein, obwohl sie in einem Waisenhaus aufgewachsen ist. Ihre moralischen Werte sind für sie unumstößlich und das hat mir gut gefallen. So lässt sie sich nicht verbiegen.  Ihr ist immer bewusst, dass sie wesentlich weniger besitzt, als die andere Mädchen, die mit ihr studieren und deswegen ist sie nicht neidisch, sondern sogar dankbar, weil ihr klar ist, dass sie so alles besser zu schätzen weiß. Das einzige, das sie sich wirklich wünscht ist eine Familie …

Die bezaubernde Art von  Judy  ermöglicht ihr ein Happy End von dem sie schon immer geträumt hat.

Die Geschichte wurde um 1912 veröffentlicht und spielt auch in dieser Zeit. Es war besonders interessant zu sehen, wie die Menschen damals gelebt haben und wie das Studium damals für eine junge Frau am College war. Schön, war auch, dass sie so viele klassische Bücher genannt hat, deren Veröffentlichung zu dem Zeitpunkt noch gar nicht so weit zurücklagen. Das war beinahe wie eine kleine Zeitreise. Ihre Begeisterung für die Bücher war ansteckend. 



Fünf Sterne für eine wirkliche bezaubernde Geschichte über eine junge Frau mit einer sehr starken Persönlichkeiten.

Lieber Daddy-Long-Legs - Jean Webster
Lieber Daddy-Long-Legs
von Jean Webster
(36)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,99

So schön wie der Vorgänger!

Flora , am 07.02.2019

Die Bücher aus dem Verlag Königskinder sind wahr Schätze. Nicht nur die Gestaltung der Bücher ist wundervoll, sondern auch die Auswahl der Geschichten, die der Verlag getroffen hat. Die Fortsetzung von Lieber Daddy-Long-Legs ist ein Buch, dass mich genauso verzaubert hat wie sein Vorgänger.

Nachdem mich der Teil eins, Lieber Daddy-Long-Legs, so begeistert hatte, musste ich natürlich auch zur Fortsetzung greifen. Lieber Feind ist etwas anders, als sein Vorgänger. In dieser Geschichte ist nicht mehr das Waisenkind Judy die Protagonistin, sondern ihre gute Freundin Sallie, die die Leitung des John-Grier-Heims, dem ehemaligen Zuhause von Judy übernimmt. Natürlich ist dieses Buch auch wieder ein reiner Briefroman, aber diesmal gibt es nicht nur einen, sondern mehrere Adressaten.

Sallie ist eine absolute Powerfrau. Eine starke Protagonistin, die kein Blatt vor dem Mund nimmt und frischen Wind in das Heim bringt.  Also ein absolut toller Charakter, den ich genau wie Judys, schnell in mein Herz schloss. Sallies enthusiastische Art hat mich sofort mitgerissen. Sie zeigt keine Scheu vor harter Arbeit und modernisiert Stück für Stück das Waisenhaus. 
Es war für mich wirklich wunderbar, mitzuerleben wie sie neue Ideen entwickelte, um das Leben der Kinder so angenehm wie möglich zu machen. Dabei ist sehr selbstreflektierend und hat eine sehr moderne Einstellung zur Kindererziehung. 
Schön war es auch die kleinen Anektoden aus ihrem Alltag mit den Kindern zu lesen. Die Streiche, die die Kinder sich haben einfallen lassen, haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. So, wie auch im Teil eins, gibt es in den Briefen wieder kleine Illustrationen, die die Erlebnisse von Sallie unterstreichen.

Das Buch setzt sich aber auch mit den negativen Seiten rund um ein Heim auseinander. Viele Erfahrungen, die Sallie gemacht hat, haben mich schockiert. Die Verzweiflung, die Sallie dann verspürt hatte, hat die Autorin sehr authentisch dargestellt. Ich konnte gar nicht anders, als mit Sallie mitzufühlen, aber glücklicherweise musste sie das nie bewältigen. Sie hatte immer Unterstützung von Freunden, Mitarbeitern und natürlich dem Kinderarzt, den sie gerne mit Lieber Feind anredete.  

Es gab im zweiten Teil auch ein Wiedersehen mit Judy, der Protagonistin aus Teil eins und es war schön zu erfahren wie es Judy ergangen ist.

Abschließend ist zu sagen, dass es mir wieder unglaublich viel Spaß gemacht hat, ein Buch von Jean Webster zu lesen. Sie verseht sich wirklich gut darin, Emotionen auf Leser zu übertragen. Dennoch hat mir Teil 1 ein klein wenig besser gefallen. Trotzdem reicht es für 5 Sterne!

Lieber Feind - Jean Webster
Lieber Feind
von Jean Webster
(13)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,99

Was sich liebt, das neckt sich

Flora , am 07.02.2019

Was sich liebt, das neckt sich. Diese Redewendung passt perfekt zu Lira und Elian. Das Buch, geschrieben von Alexandra Christo, überzeugt nicht nur mit einem wunderschönen  Cover (Glitzer!) sondern auch mit dem Inhalt. Jedoch gibt es auch ein paar Kritikpunkte...

Die Geschichte von Elian und Lira ist aus zwei verschiedenen Perspektiven geschrieben und so war es möglich in die Gedankengänge von den beiden Hauptfiguren Elian und Lira einzutauchen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ihre Wortwahl ist der High-Fantasywelt angepasst. Mich persönlich versetzt es immer wieder ins Staunen, wenn Autoren, wie Alexandra Christo, die Sprache soweit anpassen und unter anderem Redewendungen ganz neu erfinden, sodass ich als Leserin wirklich das Gefühl habe, in eine andere Welt einzutauchen. Wirklich beeindruckend!  

Tatsächlich hat die Geschichte einige Parallelen zu dem Märchen: Die kleine Meerjungfrau. Jedoch wurde daraus etwas komplett Neues gemacht, sodass ich nie das Gefühl hatte, den Verlauf des Buches schon zu kennen. 

Elian und Lira kommen aus verschiedenen Welten. Sie, eine Sirene, die Thronerbin des Meeres, macht Jagd auf menschliche Prinzen, um ihnen das Herz herauszureißen. Er, ein Mensch, mehr Pirat als Prinz, hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Sirenen zu töten, um so die Menschen zu beschützen. 

Mit Lira hatte ich am Anfang etwas Schwierigkeiten. Zwar besitzt sie eigentlich die Eigenschaften, die ich an einem Charakter sehr mag, wie ihr Schlagfertigkeit und Kämpfernatur, aber für meinen Geschmack war sie erst etwas zu unmenschlich, ähnelte mehr einem Raubtier. Sie empfindet so gut wie kein Mitleid, ist nur auf ihren Vorteil bedacht und wird als eine kalte Killerin dargestellt, die nur auf den Moment wartet, bis sie endlich Elian das Herz herausreißen kann.   

Mit der Zeit wurde es glücklicherweise besser und je länger sie in der Gestalt eines Menschen war, desto mehr konnte sie dem Einfluss ihres Sirenen-Daseins entfliehen und ihre wahren Probleme erkennen.

Elian fand ich auf Anhieb sympatisch. Er hat hohe moralische Werte, trägt sein Herz am rechten Fleck und setzt sich ein für die Menschen, die er liebt. Er zieht das Piratenleben, dem Dasein als Prinz und Thronerben vor und ist das raue Leben auf See gewöhnt. Seine Crew und er sind die einzigen, die es mit den gefährlichen Sirenen aufnehmen und dafür riskiert Elian sogar sein Leben.  

Als Lira und Elian aufeinander treffen, sind Streitereien natürlich vorprogrammiert. Hier muss ich Alexandra Christo wirklich ein Kompliment aussprechen. Die Dialoge zwischen den beiden lesen sich sehr flüssig. Lira und Elian sind nicht auf den Mund gefallen und  duellieren sich mit Worten, während ich die ganze Zeit ein Lächeln auf den Lippen hatte. Ich muss gestehen, dass ihr gegenseitiges Necken, das Buch für mich erst richtig lesenswert machte. Etwas zu spät kam leider die Romantik in der Geschichte. Da war das Buch auch schon wieder fast vorbei. Schade! 

Mehr erwartet hatte ich auch von den Facetten der Fantasiewelt. Leider gab es nur einen kleinen Eindruck von dem Lebensraum von Lira und vieles konnte ich mir dabei nicht gut vorstellen. Auch die Orte, die Elian und Lira zusammen mit der Crew besucht haben, waren für mich blass dargestellt und für meinen Geschmack erfolgte die Abreise auch immer viel zu schnell. 

Insgesamt war es eine unterhaltsame Fantasy-Geschichte, die viele innovative Ideen über das Leben einer Sirene beinhaltete, aber die Welt war etwas blass beschrieben und leider blieb die Liebe auch etwas auf der Strecke. 

Vier Sterne für Elian und Lira - Das wilde Herz der See.

Elian und Lira - Das wilde Herz der See - Alexandra Christo
Elian und Lira - Das wilde Herz der See
von Alexandra Christo
(75)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,95

Eine süße Liebesgeschichte

Flora , am 07.02.2019

Die Geschmäcker sind verschieden. Viele mögen dieses Buch sehr sehr gerne, bei mir wollte der Funke leider nicht überspringen. 

Das Buch, aus der Feder, von Bianca Iosivoni, besitzt eigentlich alle Merkmale, die für mich ein perfektes Buch ausmachen:
Ich liebe Bücher aus dem Genre New Adult, besonders die, die aus zwei Ich-Perspektiven geschrieben sind. Die weibliche Hauptfigur hat Charakter und einen super tollen Modegeschmack. Auf ihre pinken Haarspitzen stehe ich auch total. Die männliche Hauptfigur ist sehr lieb und kann dennoch den Schalk in sich zeigen.
Es spielt am College! Das Cover ist super, genau wie der Titel und dennoch ... hat mich die Geschichte rund um Emery und Dylan einfach nicht gepackt.


Zu Anfang kam ich einfach nicht so gut rein. Ich hatte Schwierigkeiten mit dem Verhalten von Emerys Mitbewohner und anderen Kerlen, die sie auf dem College kennenlernte. Auch Dylan war mir nicht gleich sympathisch. Die Dialoge empfand ich als etwas oberflächlich und ließen sich nicht so flüssig lesen.
Aber je mehr ich las, desto besser gefiel mir das Buch und als Emery ihre Freunde auf einen Ausflug begleitete, dachte ich das Eis wäre gebrochen... 
Besonders gut gefiel mir, dass die  Geschichte lockerer wurde und das Knistern zwischen Dylan und Emery zunahm. Die beiden lieferten sich neckische Wortgefechte. Sie zeigten mehr Charakter als bisher und auch mit den Nebenfiguren wurde ich langsam warm.  Jedoch legte sich meine Begeisterung schnell wieder. Das lag einerseits an den Streichen, die Emery und Dylan sich spielten und einfach nicht aufhören wollten und das obwohl sie nicht sehr originell waren und andererseits an den herannahenden Konflikt, der für mich dramatischer dargestellt wurde, als er war. 
Das Buch zog sich. Das änderte sich auch nicht, als Emery von ihrer Vergangenheit eingeholt wurde.

Für eine süße Liebesgeschichte, die mich nicht so mitreißen konnte, gibt es drei Sterne.

Der letzte erste Blick - Bianca Iosivoni
Der letzte erste Blick
von Bianca Iosivoni
(77)
Buch (Taschenbuch)
10,00

Dieses Buch ist mehr. Es bewegt, beeindruckt und wühlt auf ! Unglaublich!

Flora , am 07.02.2019

Der Schwerpunkt dieser Geschichte liegt bei dem Thema Menschlichkeit. Empathie, Hilfsbereitschaft, Selbstlosigkeit … in einer Welt, in der Ressourcenknappheit herrscht und Menschen aus lebensfeindlichen Gebieten fliehen, in der Hoffnung im Norden nicht an Hunger sterben zu müssen, sind diese Eigenschaften bei den Menschen Mangelware und auch die junge Mhairi, die Protagonistin muss tagtäglich entscheiden wie viel Mensch in ihr noch steckt.

Schon allein die erste Seite dieses Buches hat mich komplett gepackt. Die kurzen, pragmatischen Sätze spiegeln perfekt die Atmosphäre der kalten Welt wieder, in der Mhairi um das Überleben kämpft. Das Buch ist geschrieben aus der Ich-Perspektive und Mhairi hält sich nicht auf mit bildhaften Beschreibungen, warum auch, wenn das Leben für sie kaum mehr zu bieten hat, außer Durst, Hunger und Angst. Die Leser begleiten das junge Mädchen nicht von Anfang an, als sie die Reise vom Sudan nach Schottland, ihrer Heimat, antritt, sondern erst als sie auf einen kleinen Jungen trifft. Dennoch wird im Verlauf der Geschichte jedes schlimme Ereignis, dass sie zuvor erlebt hat Stück für Stück aufgedeckt. Das Mädchen ist stark von der Vergangenheit geprägt und hat gelernt, sich nur auf sich selbst verlassen zu können. So etwas wie Nächstenliebe ist ihr fremd geworden. Da ist es auch kein Wunder, dass sie den 6-jährigen Jungen, der vollkommen auf sich allein gestellt ist, keine Hilfe anbietet.

Wie schon oben erwähnt ist die Stimmung dieser Welt von der Autorin sehr gut aufgegriffen worden. Dafür sind verantwortlich zum einen die kurzen Sätze, die eine spezielle Kälte und auch Hektik in die Gedankengänge von der Protagonistin bringen und zum anderen gibt es auch eine Vielzahl an Aufzählungen, die von Mhairi heruntergerattert werden und mir so deutlich gemacht haben, dass es in dieser gefährlichen Welt keine Zeit gibt, sich mit langen Ausführungen und Erklärungen aufzuhalten. Die Protagonistin ist sehr berechnend, schlau und kühl, hat aber auch Stärke und Durchhaltevermögen, alles Eigenschaften, die man zum Überleben braucht. Mhairi hat sich bestimmte Strategien angeeignet, die dafür da sind, um nicht an den schlimmen Erlebnissen zu zerbrechen. Eine davon ist es, die grausamen Erinnerungen in eine Festung zu schließen und so werden viele Gedankengänge, die in eine falsche Richtung verlaufen mit dem Wort FESTUNG unterbrochen. Außerdem betrachtet sie die Zeit anders, als andere Menschen und mich haben die Erklärungen dazu ziemlich beeindruckt. Sehr tiefgründig.

Die Welt an sich ist nur schemenhaft gezeichnet, da es kaum Hintergrundinformationen oder Beschreibungen gibt. Dies löste in mir aber das Gefühl aus, dass die Hauptfigur einfach immer in Bewegung sein musste und vollkommen fixiert war auf ihr Ziel Schottland. Sie selber macht eine starke Entwicklung durch, und obwohl sie durch ihre Verluste und Erfahrungen, ihr Herz für andere verschloss, schafft es ein Junge, dass sie sich wieder öffnet. Das stumme Kind, dass keine Papiere besitzt und nicht im Norden geboren worden ist, hat eigentlich keine sie Chance bis nach Schottland zu ihrer Großmutter zu begleiten. Doch die Hoffnung der beiden stirbt zuletzt. Mhairi beginnt für den Jungen wieder mehr sie selbst zu sein und sich für andere stark zu machen. Sie setzt sich für den Jungen ein und mit ihrer kindlichen Sichtweise stellt sie die Politik in dieser Welt in vollkommen in Frage.

Das Ende hat mich sehr aufgewühlt und zu Tränen gerührt. Es hat in mir etwas verändert. Fünf Sterne für diese beeindruckende Geschichte.

Davor und Danach - Nicky Singer
Davor und Danach
von Nicky Singer
(82)
Buch (Paperback)
19,00

Ich hatte so viel erwartet und wurde vollkommen enttäuscht

Flora , am 20.01.2019

Das Cover ist schön, die Autorin ist total nett, nur leider hat mir die Geschichte gar nicht gefallen.

Eigentlich fing inhaltlich alles ganz gut an. Annie, eine junge Architektin, steht mit beiden Beinen im Leben. Sie ist erfolgreich in ihrem Job, hat sich gerade eine Eigentumswohnung gekauft und stört sich absolut nicht daran, Single zu sein. Sie ist unabhängig und stark, alles Eigenschaften, die ich sehr an einer Protagonisten sehr mag.

Doch dann trifft sie leider auf Jack … Schon die erste Begegnung von den beiden gefiel mir gar nicht. Er wirkte wie ein Macho, erlaubte sich einen obszönen Scherz mit Annie und eroberte damit ihr Herz im Sturm. Statt die Flucht vor diesem Kerl zu ergreifen, verbrachte Annie die Nacht mit ihm. Obwohl die Chemie zwischen den beiden stimmte, stand aber für Annie fest: Es war nur ein One-Night-Stand.

Das Schicksal hat aber etwas anderes für sie geplant und so treffen Jack und Annie nur wenige Tage später wieder aufeinander und sofort herrscht die gleiche Anziehungskraft zwischen den beiden, die sie auch in der Bar verspürt haben. Eigentlich wäre ja jetzt alles gut, sie könnten sich verabreden, einander kennenlernen und eine Beziehung beginnen, nur leider gibt es da ein unüberwindbares Problem, auf dessen Erwähnung ich jetzt verzichten möchte, damit die Rezension spoilerfrei bleibt.

Näher eingehen möchte ich aber darauf, dass ich es sehr schade fand, dass Annie ihre Prinzipien durch Jack vollkommen vergisst und nichts mehr von ihrer anfänglichen Stärke zu spüren ist. Jacks Verhalten Annie gegenüber ist nach der Kennenlernszene zwar besser geworden, dennoch gibt es immer wieder Momente, in denen er vollkommen austickt und zum Beispiel die Wohnungstür von Annie eintritt. Er ist zwar nie handgreiflich ihr gegenüber, aber die Streitigkeiten zwischen den beiden haben trotzdem eine sehr aggressive Unternote, die mir gar nicht gefallen hat.

Im Allgemeinen gefiel mir leider der Ton des Buches auch nicht. Ich mag es sehr, wenn die Bücher umgangssprachlich geschrieben sind und es so wirkt, als sei die Geschichte aus dem Leben gegriffen, aber hier war die Sprache teilweise von Annie und ihren Freunden unterste Schublade.

Positiv zu erwähnen ist aber, dass jeder Charakter Tiefe besitzt, das Thema Architektur sehr authentisch von der Autorin aufgegriffen worden ist und die Handlung, meiner Meinung nach, an sich rund ist, auch wenn der Verlauf mir nicht gefällt.

Für diese Geschichte gibt es ganz knapp zwei Sterne.

Bis wir eins sind - Jodi Ellen Malpas
Bis wir eins sind
von Jodi Ellen Malpas
(30)
Buch (Taschenbuch)
9,99

Einfach nur Wow!!!

Flora , am 20.01.2019

Ich habe noch nie eines meiner Bücher mit Klebezettel bestückt, aber für diese Geschichte musste ich eine Ausnahme machen. Cassidys pure Ehrlichkeit und humorvoller Sarkasmus behielt für die Leser viele witzige Sprüche und Vergleiche bereit, die es einfach Wert waren, in dem Buch markiert zu werden.

Doch nicht nur Humor hat dieses Buch, es beschäftigt sich natürlich auch mit ernsten Themen, wie Vertrauen, Verlust und der Liebe.

Cassidy hat sich durch das schlechte Vorbild ihrer Mutter, die sich viel zu schnell verliebt und das meist in die falschen Typen, ganz und gar vor der Liebe verschlossen.

Stattdessen hilft sie mit ihrem Schlussmacherservice anderen dabei, den Mut zu fassen, um mit dem festen Freund oder der festen Freundin, die Beziehung zu beenden. Dabei geht es ihr aber nicht darum glückliche Paare zu trennen, sondern die Mädchen und Jungen dabei zu unterstützen, in einer zum Scheitern verurteilten Beziehung für sich einzustehen.

Besonders toll fand ich die tiefe Freundschaft von Cassidy und Lorn. Die beiden Mädels sind nicht auf den Mund gefallen. Sie haben ihren Spaß, genießen ihr Leben ohne darauf Wert zu legen, was die anderen sagen. Die Einstellung ist einfach nur schön und davon sollte ich mir auch mal eine Scheibe abschneiden ;) Im Allgemeinen finde ich, ist das Hauptthema dieser Geschichte nicht unbedingt die Liebesgeschichte, sondern das Band der Freundschaft von den beiden, das nicht stärker sein könnte.

Cassidy ist für mich eine erfrischende Hauptfigur, die den gängigen Klischees der üblichen Protagonistin widerspricht und gerade diese verliebt sich in den mutmaßlichen Bad Boy ihrer High School. Natürlich wehrt sie sich erst gegen ihre Gefühle, aber Colton löst etwas in ihr aus, dass noch kein Junge in ihr ausgelöst hat und so sind natürlich Bauchkribbelmomente mit inbegriffen. Schön ironisch ist dabei, dass Cassidys Nebenjob – ihr Schlussmachservice – Colton erst auf Cassidy aufmerksam macht…

Eine wirklich romantische Geschichte mit vielen tollen Momente, die dich zum Lachen bringen. Vielen Dank Tanja Voosen für dieses Buch.

Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte. Nach den aktuellen Neuigkeiten von Tanja Voosen soll es definitiv eine weiteres Buch in diesem Format geben, dann aber aus einer anderen Perspektive. Eine wirklich romantische Geschichte mit vielen tollen Momente, die dich zum Lachen bringen. Vielen Dank Tanja Voosen für dieses Buch.

Natürlich gibt es dafür fünf Sterne ;)

My First Love - Tanja Voosen
My First Love
von Tanja Voosen
(32)
Buch (Paperback)
12,00

Hat mir ein wundervolles Lesevergnügen beschert

Flora , am 20.01.2019

Der Titel Loving or Losing zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte von Anna Savas. Die Protagonistin Everly hat eine Menge zu verlieren, denn nicht nur der Bücherladen ihrer Familie steht auf dem Spiel, sondern, seitdem sie Liam kennengelernt hat, auch ihr Herz.

Liam dagegen hat schon vor einiger Zeit etwas unsagbar Wichtiges verloren. Er kämpft mit den Schatten seiner Vergangenheit und es stellt sich die Frage: Wird er diesen Kampf gewinnen und die Liebe wieder in sein Herz lassen?

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, aus der Sicht von Everly und Liam. Mir persönlich gefallen Geschichten mit zwei Perspektiven sehr und auch hier fand ich es wunderbar in die Gedankengänge und Gefühlswelt beider Charaktere eintauchen zu können.

Everly und Liam sind eigentlich sehr verschieden, aber auch irgendwie nicht ;)

Während es Everly auf Grund ihrer schüchternen Art sehr schwer hat, Freunde zu finden und ziemlich einsam ist, zieht Liam es vor, seit seinem Schicksalsschlag, allein zu sein. Ich wurde schnell warm mit den beiden. Da ich wie Everly auch eher zu den schüchternen Menschen gehöre, konnte ich sofort mit ihr sympathisieren. Auch Liam hatte ich schnell in mein Herz geschlossen, weil er ein sehr lieber Mensch ist und viel in seinem jungen Leben durchgemacht hat.

Als Liam bei der Familie von Everly unterkommt, weil seine Eltern ein Jahr in Afrika arbeiten, können die beiden sich erst nicht ausstehen, aber als der Buchladen von Everlys Familie kurz vor dem Aus steht, ziehen die beiden an einem Strang und entwickeln sich mit der Hilfe des anderen weiter. Mir hat es sehr gefallen, dass die Autorin dabei ihren Fokus auf die beiden Charaktere gelegt hat. Viele Bücher sind meiner Meinung nach schlichtweg überladen mit Dramen und Konflikten. Das war hier nicht der Fall und genau das macht auch den Charme der Geschichte von Everly und Liam aus. Die unterschiedlichen Facetten ihrer Gefühle wurden so ausgezeichnet hervorgehoben.

Am Anfang brauchte ich etwas Zeit um reinzukommen. Es gab einige Wortwiederholungen und auch inhaltliche Wiederholungen, die mich etwas aus dem Lesefluss gebracht hatten. Auch die Dialoge wirkten zu Beginn etwas gewollt. Ich hatte so ein bisschen das Gefühl die Autorin brauchte selber etwas Zeit, um sich in die Geschichte einzufinden. Doch nach den ersten 50 Seiten war davon nichts mehr zu merken.

Alles in allem ist Loving or Losing eine wundervolle Geschichte mit Herz. Eine klare Lesempfehlung.

Dafür gibt es 4 Sterne.

Loving or Losing. Als du in mein Leben kamst - Anna Savas
Loving or Losing. Als du in mein Leben kamst
von Anna Savas
(5)
eBook
3,99

 
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