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Meine Lieblingsbuchhändler

Patricia Päßler
aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden

Gesamte Empfehlungen 131 (ansehen)

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Über mich:
Ich bin Querbeetleser. Gelesen wird alles, was interessant klingt und ich in die Finger kriege. Egal ob Krimi, Roman, Kinderbuch oder Ratgeber. Ich kann nicht anders ;-)
Alter:
28 Jahre
Lieblingsautoren:
Jussi Adler-Olsen, Sergio Bambaren, Jostein Gaarder, Walter Moers, Jörg Mühle und Ursula Poznanski. Um nur ein paar zu nennen!
An meinem Beruf gefällt mir:
Herzensbücher anderen Menschen empfehlen zu können
Im Beruf seit:
2018
Das beste Buch aller Zeiten:
"Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers

Meine Empfehlungen

Gute Grundidee, die aber nicht so toll umgesetzt wurde

Patricia Päßler aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden , am 06.07.2020

Die Geschichte ist an sich sehr spannend. Ich liebe eigentlich solche Internatsfälle, wo man eine abgeschlossene Gruppe hat, wo einem jeder vorgestellt wird und man sich ausmalen kann, wer welches Motiv hatte.
Leider ist es hier so, dass die Charaktere durchweg unsympathisch gestaltet sind. Klar, es geht um eine Eliteschule und alle der Mädels haben reiche Eltern und tragen die Nase ganz weit oben... außer einer, die aus eher einfachen Verhältnissen kommt und die Nase noch weiter oben hat. Eigentlich geht es den Mädchen nur darum, zu saufen, sich zu amüsieren und wer mit wem rummacht. Nicht sehr erwachsen. Also mir persönlich fehlte da eine Identifikationsfigur, mit der ich hätte mitfiebern können ... so fühlte ich mich nur wie ein außenstehender Beobachter.
Auch der Erzählstil war nicht so mein Fall. Es gibt eine Ich-Erzählerin, die vorauszusetzen scheint, dass man alle Hintergründe kennt. Deswegen bekommt man ab und zu mal ein Informationshäppchen, wo es zur Geschichte gehört. Über vieles wird man aber im Dunkeln gelassen und muss sich da selbst was zusammenreimen.
Irgendwann wird dann die Auflösung aus dem Hut gezogen und man muss damit leben.
Da fehlte mir die Möglichkeit mitzudenken und den Fall vielleicht schon vor der offzielen Auflösung zu lösen, einfach, indem ich Fakten kombiniere. Durch diese gestückelte Erzählweise habe ich richtig gemerkt, dass mir manches vorenthalten wurde oder ich es überlesen habe, weil es in dem Moment unpassend war.
Das ist sehr schade und hat mir den Spaß am Lesen genommen, auch wenn es wahrscheinlich so gewollt war, um den Überraschungseffekt größer zu gestalten.

Eine wie wir - Dana Mele
Eine wie wir
von Dana Mele
(14)
eBook (ePUB)
12,99

errare femininum est - Oder doch: errare masculinum est?

Patricia Päßler aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden , am 02.07.2020

Nicole Staudinger beschreibt sehr unterhaltsam die "Schwächen" in der Kommunikation zwischen Männern und Frauen.
Witzig und gekonnt schlagfertig erklärt sie die Unterschiede im Denken der Geschlechter, die immer wieder zu Missverständnissen führen - und sich eigentlich ganz einfach beheben ließen, wenn wir uns auf die Denkweise des jeweils anderen Geschlechts einlassen.
Dabei untermauert sie Thematik mit vielen Geschichten aus ihrem eigenen Erleben, ehrlich und ungeschönt mit einigen Abschweifungen, die für einen kurweiligen Lesespaß sorgen.

Männer sind auch nur Menschen - Nicole Staudinger
Männer sind auch nur Menschen
von Nicole Staudinger
(21)
Buch (Paperback)
12,99

Die Vorgeschichte zu Panem

Patricia Päßler aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden , am 30.06.2020

Ein Wort vorab: Ich habe die Panem-Triologie bereits vor einigen Jahren gelesen und nicht noch einmal direkt vor der Lektüre dieser Vorgeschichte gelesen. Dadurch sind mir vielleicht nicht alle kleinen Plottwidersprüche aufgefallen ;D

Insgesamt gefiel mit Panem X wirklich gut. Es ist super spannend, die Hintergründe, die man erfährt sind sehr interessant und regen zum Nachdenken über das eigene Verhalten an. Trotzdem ist es nicht zu "schwer", sondern lässt sich schnell wegschmöckern. Auch wenn man das eigentlich gar nicht möchte, weil die Geschichte dann so schnell vorbei ist ;-)
Außerdem kann ich mir vorstellen, dass man es auch ohne Kenntnisse der Triologie lesen kann, weil viele Dinge hier sogar ausführlicher erläutert werden als dort.

Die Charaktere wären ein kleiner Krtikpunkt. Man lernt die Familie Snow kenne, vor allem den jungen Coriolanus. Ich fand ihn anfangs sogar sehr sympathisch und sein Handeln auch bis zum Schluss irgendwie nachvollziehbar. Leider wird die Charakterentwicklung zum Ende hin immer schneller ... hier hätte ich mir zum Nachvollziehen seiner Entwicklung mehr Zeit gewünscht. Aber ich verstehe, dass dann ggf. die Spannung unter Längen gelitten hätte, weswegen ich das nicht zu negativ (mit Sternabzug) bewerten würde.

Die Tribute von Panem X - Suzanne Collins
Die Tribute von Panem X
von Suzanne Collins
(109)
eBook (ePUB)
15,99

Motivationshilfe, aber wenig neuer Inhalt

Patricia Päßler aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden , am 27.06.2020

Ausgehend vom Titel hatte ich eine ganz andere Vorstellung vom Inhalt des Buches, als es dann tatsächlich ist.
Die Geschichte der Autorin ist gut geschrieben und sicherlich interessant, weil sich jeder von uns in dem ein oder anderen Punkt wiedererkennen kann.
Allerdings wird diese Biografie auf 286 Seiten behandelt und ab Seite 349 besteht das Buch aus Danksagung und Quellen... Damit bleiben nur ungefähr 60 Seiten für das Komplettprogramm gegen Entzündungen, mit dem das Buch beworben wird.
Das finde ich ziemlich mager, zumal die gegeben Tipps so allgemein sind, dass man sie sich selbst leicht herleiten kann (treiben Sie Sport, seien Sie glücklich und dankbar und essen Sie gesund mit wenig zuckerhaltigen Lebensmitteln).
Damit ist das Buch als motivierende Lektüre für Betroffene sicherlich ganz nett. Oder auch als Einstieg, wenn man sich noch nie bewusst mit seiner Ernährung auseinandergesetzt hat. Ich finde es aber im Vermarktungsversprechen ziemlich hoch gegriffen und könnte mir vorstellen, dass es dadurch einige Leser ziemlich enttäuscht.

Die Gesundheitsrevolution - Maria Borelius
Die Gesundheitsrevolution
von Maria Borelius
(3)
Buch (Taschenbuch)
18,00

Biografie und Reisebereicht über einen großen Mann

Patricia Päßler aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden , am 27.06.2020

Dieses Buch beschreibt sehr ausführlich das Leben Peter Aufschnaiters. Es beginnt bereits vor seiner Geburt mit einer Beschreibung des Umfelds, in dem er aufgewachsen ist und das ihn geprägt hat.
Beinahe jedes Detail wurde akribisch mit Quellenangabe angeführt (Quellen finden sich jeweils am Ende eines Kapitels), was das Buch nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Studieren und Nachforschen interessant macht.
Trotzdem ist das Buch nicht trocken, sondern liest sich gut.
Spannende Lektüre über den Mann, der immer im Schatten von Heinrich Harrer stand (und im Film nicht so gut wegkam), dabei aber ebenfalls eine starke Persönlichkeit war.

Er ging voraus nach Lhasa - Nicholas Mailänder
Er ging voraus nach Lhasa
von Nicholas Mailänder
(5)
eBook (ePUB)
24,99

Mehr Schein als Sein ...

Patricia Päßler aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden , am 25.06.2020

Ich fand, dass der Roman ein topaktuelles Thema behandelt: Die schöne Scheinwelt der sozialen Medien.
Als Milieustudie ist es so klug, wie es beworben wird, auch wenn es thematisch - man kann es leider nicht anders ausdrücken - um die Dummheit mancher Menschen geht. Es ist spannend und packend. Tatsächlich ein bisschen wie ein Autounfall, man weiß, dass es etwas Schreckliches passiert und kann doch nicht wegschauen. Es ist auch auf eine bestimmte Art und Weise böse.
Humor fand ich in diesem Buch allerdings nicht, obwohl es mit der Aussage "beißender Humor" beworben wird. Weder weißer noch schwarzer Humor war für mich darin. Aber vielleicht ist es nicht meine Sorte Humor? Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, aber es macht keinen Spaß (im herkömmlichen Sinne) dieses Buch zu lesen. Es öffnet einem die Augen über die Dummheit und Gier der Menschen, die nur nach materiellem Besitz streben.
Man denkt immer, niemand ist doch wirklich nur so oberflächlich, so naiv, wie auch immer - aber anscheinend gibt es solche Menschen tatsächlich. Ich finde das eher traurig als humorvoll, so etwas darzustellen, aber das ist Geschmackssache.
Wie gesagt, als Milieustudie ist es ein sehr kluges Buch. Es erinnerte mich ein bisschen an "Ein plötzlicher Todesfall" von J.K. Rowling, wo ich auch mit völlig anderen Erwartungen ran bin ... ich dachte dort wie hier, dass es ein Spannungsroman wird, kein klassischer Krimi, aber so etwas in Richtung Thriller. Stattdessen ist es ein Abbild der Menschen, um die es geht.
Interessant fand ich die Sprachwahl des Buches, die ja nicht sehr künstlerisch, sondern eher einfach, fast ... naja, flach ist. Aber das passte so gut zum Thema, dass es mir in dem Zusammenhang gefiel, dass es eben nicht ausgeklügelte Wortkunst war.
Ach ja und die Optik ist einfach nur megaschön.

So schöne Lügen - Tara Isabella Burton
So schöne Lügen
von Tara Isabella Burton
(96)
Buch (Taschenbuch)
10,00

So ein schönes Buch!

Patricia Päßler aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden , am 25.06.2020

Nicht nur optisch, auch inhaltlich und vor allem auch sprachlich fand ich es super. Thematisch (und von der Aufmachung her eigentlich auch) ist es das totale Gegenstück zu "So schöne Lügen",aus dem gleichen Verlag. Eins ist schwarz und edel, eins weiß und eher schlicht bzw. rustikal - und eins handelt von einer negativen, zerstörerischen Freundschaft zwischen Gleichaltrigen und eins von einer positiven und aufbauenden zwischen einer älteren und einer jüngeren Frau.
Was mich sehr gefreut hat, war, dass es wirklich nur um eine Freundschaft ging und nicht noch irgendwo eine Liebesgeschichte mitmischte. Es ist eine angenehme Abwechslung, mal ein ganzes Buch ohne Sexszenen zu lesen ;) Das trotzdem spannend ist ;) Kompliment an den Verfasser dafür.
Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass hervorgehoben wurde, dass wahre Freunde nicht immer den gleichen Hintergrund haben müssen (Alter, Gesellschaftsschicht, etc.). Und auch die Entwicklung war gut gestaltet.
Gestehen muss ich, dass ich anfangs etwas schwer reingefunden habe, weil die Protagonisten, vor allem Sally nicht wirklich sympathisch waren. Das hat sich aber gegeben, durch die enorme Entwicklung in der Geschichte und das ist es ja auch, was ein gutes Buch ausmacht.

Alte Sorten - Ewald Arenz
Alte Sorten
von Ewald Arenz
(64)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

Sehr interessante Geschichte - wenn auch ziemlich brutal umgesetzt

Patricia Päßler aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden , am 25.06.2020

Tatsächlich habe ich sogar nur nach dem Buch gegriffen, weil es von Dumont war und ich immer viel Glück mit diesen Büchern hatte... deswegen habe ich auch einmal dieses probiert. Krimis und Thriller lese ich sehr gerne, allerdings ist die Geschichte Amerikas, vor allem der Südstaaten gar nicht mein Fall. Normalerweise ;)
Die Geschichte klang aber im Klappentext ganz spannend und umso positiver bin ich schließlich vom Gesamtwerk angetan. Was für eine Entdeckung. Überraschung!
Da es (wie erwähnt) nicht mein Thema ist, kann ich nicht beurteilen, wie gut der Autor recherchiert hat. Es klingt aber glaubwürdig und gut recherchiert, sodass ich denke, einiges gelernt zu haben und einen Einblick in die Zeit zu haben.
Stellenweise hat es mich an "12 Years a Slave" erinnert (ich kenne allerdings nur den Film). Obwohl der Film wahrscheinlich früher spielt bzw. Dark Town später?
Die Kriminalgeschichte an sich wird gut aufgelöst, das Ende hat mich in vielen Teilen sehr überrascht.

Spoiler! *******************************************************
Dass das Opfer die Tochter eines hohen Regierungsbeamten war, hat dem Ganzen eine interessante Note gegeben. Einiges konnte man vorhersehen, aber eben nicht alles (wie z.B. die Verwandtschaft). Man fragt sich ja, wie anders ermittelt worden wäre, wenn der Fakt allgemein bekannt geworden wäre - ich vermute, hätte man gewusst, wessen Tochter sie ist, wäre alles möglich gemacht worden, auch von den weißen Polizisten. Moralisch gut gelöst fand ich es allerdings nicht, es hat eben nicht jeder bekommen, was er verdient. Aber rein vom Plott her war es wirklich gut.
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Ein bisschen traurig haben mich die vielen Schimpfwörter im Text (vor allem das ständige Nigger und Negro) und die oft scheinbar grundlose Gewalt der Menschen untereinander. Allerdings ist das - genau wie die Frage nach der moralischen Richtigkeit der Auflösung - vermutlich dem Gewissen eines Lesers der heutigen Zeit geschuldet. Es macht den Großteil der Atmosphäre des Buches aus und auch dessen Realismus. Ich muss es weder gutheißen, noch gar mögen.
Vielleicht bringt es aber ein bisschen die Sensibilität für das Thema zurück - insofern ist der Veröffentlichungszeitraum gut gewählt. (Wobei die Zielgruppe des Buches das nicht brauchen wird. Wer sich ein Buch zu diesem Thema kauft, dann sicherlich aus Interesse am Thema.)

Darktown (Darktown 1) - Thomas Mullen
Darktown (Darktown 1)
von Thomas Mullen
(26)
Buch (Taschenbuch)
12,00

Perfekt, unperfekt!

Patricia Päßler aus der Thalia-Buchhandlung in Dresden , am 25.06.2020

Es war sehr schön.
Aber auch sehr traurig.
Ich mochte die Idee, dass die liebe Michka nicht einfach nur standardmäßig dement war, sondern an Aphasie litt. Und auch, wie das dann erzählt wurde, mit den ganzen vertauschten Wörtern. (Auch wenn es stellenweise sehr anstrengend zu lesen war, dafür ist das Buch ja aber auch nicht so dick.)
Das gab dem ganzen wenigstens ein paar humorige Momente, die die schwermütige Geschichte erträglich gemacht haben.
Oder was heißt erträglich .... Natürlich hätte Michka ihre Übungen machen können und die Krankheit aufhalten.
Marie hätte schon eher nach der Ersatzfamilie suchen können und sie hätten sich alle zu Lebzeiten treffen können. Aber das Leben hat ja nicht immer ein Happy End und so war es perfekt-unperfekt ;)

Dankbarkeiten - Delphine de Vigan
Dankbarkeiten
von Delphine de Vigan
(118)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00

 
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