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Sommer bei Gesomina

Roman

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In der Straße mit dem kleinen Supermarkt von Herrn Dong, dem Frisör Ergün, der fast immer geschlossenen Bar Centrale, der Weinhandlung und dem Geschäft für tasmanische Stiefel geht jeder seiner eigenen Wege. Von der italienischen Nonna Gesomina mit den köstlichsten Gerichten bekocht, verbringt der zwölfjährige Jona hier seine Sommerferien und lernt eine neue, freiere Welt kennen. Bis er von der tragischen Vergangenheit seiner Gastgeberin erfährt, die bis nach Mogadischu führt. Wurde sie dort vor fünfzig Jahren wirklich von ihrem Sohn getrennt? Jona will ihr helfen, ihn wiederzufinden, aber dafür muss er erst die Bewohner der Straße verbinden: Denn eine gemeinsame Hoffnung wirkt stärker als jeder Verlust.

»Eine anrührende Geschichte mit Tiefgang, interessanten Figuren und einer überzeugenden Szenerie.«
EKZ Bibliotheksservice

»Beckerhoffs Art, zu schreiben, ist vorbildlich: tolle Beobachtungen, viel Humor, poetischer Alltag und sanfte Abgründe. (…) Einmal angefangen, möchte man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen.«
GRAZIA über »Herrn Haiduks Laden der Wünsche«
Portrait
Beckerhoff, Florian
Florian Beckerhoff, 1976 in Zürich geboren, wuchs in Bonn auf. Er studierte Literaturwissenschaften in Berlin und Paris und promovierte an der Universität Hamburg. Sein erster Roman "Frau Ella" war ein großer Erfolg und wurde erfolgreich für das deutsche Kino verfilmt. Heute lebt Florian Beckerhoff in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 01.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95967-245-0
Verlag HarperCollins
Maße (L/B/H) 21,1/12,8/2,7 cm
Gewicht 374 g
Auflage 1
Verkaufsrang 169007
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine unkonventionelle Freundschaft

Verena Flor, Thalia-Buchhandlung Hagen

Ein Sommerroman über Freundschaft, die eigene Geschichte und das Erwachsenwerden. Beckerhoff begeistert mich immer durch seine feinsinnigen Geschichten mit viel Humor und Tiefe.

Gönnen Sie sich eine Auszeit mit ‚Gesomina‘!

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Wer ‚Herrn Haiduks Laden der Wünsche‘ mochte, wird auch diesen warmherzigen Roman mögen. Florian Beckerhoff ist ein genauer Beobachter und hat ein feines Gespür für die kleinen Dinge, die den Alltag groß machen. Beckerhoff erzählt mal nachdenklich – mal amüsant von ganz unterschiedlichen Menschen, die sich mit Respekt und Toleranz begegnen. Es sind die vielen besonderen Augenblicke, die den Reiz des Romans ausmachen und zu Herzen gehen. Ein toller Roman, um dem Alltag zu entfliehen!

Kundenbewertungen

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Modernes Märchen mit philosophischem Tiefgang
von Buchbesprechung aus Bad Kissingen am 20.06.2019

REZENSION - „Florian Beckerhoff ist ein wunderbar leiser, besinnlicher und poetischer Roman gelungen, der sich trotz seines philosophischen Tiefgangs leicht lesen lässt.“ Dies schrieb ich schon 2017 über den vorigen Roman „Herrn Haiduks Laden der Wünsche“ des in Berlin lebenden 43-jährigen Schriftstellers. Dasselbe gilt auch für... REZENSION - „Florian Beckerhoff ist ein wunderbar leiser, besinnlicher und poetischer Roman gelungen, der sich trotz seines philosophischen Tiefgangs leicht lesen lässt.“ Dies schrieb ich schon 2017 über den vorigen Roman „Herrn Haiduks Laden der Wünsche“ des in Berlin lebenden 43-jährigen Schriftstellers. Dasselbe gilt auch für sein kürzlich wieder bei Harper Collins veröffentlichtes Buch „Sommer bei Gesomina“. Wie damals lässt sich auch bei Beckerhoffs neuem Roman die Kernaussage in einem Satz zusammenfassen: Das wahre Glück im Leben findet man nur in den kleinen Dingen und Begebenheiten des Alltäglichen. Denn wieder spielt sich alles in nur einer Straße eines Berliner Altstadtviertels ab, dessen kleinbürgerlichen Bewohner abseits des großstädtischen Trubels in ihrem von der Welt anscheinend vergessenen Mikrokosmos ihr klägliches Dasein fristen – bis plötzlich der zwölfjährige Jona auftaucht, um seine Sommerferien bei Gesomina Massati zu verleben, die ihn einst jahrelang als Kleinkind betreut hatte. Jona, der Sohn aus großbürgerlichem Elternhaus – der Vater ist als Unternehmensberater weltweit im Einsatz, die Mutter strebt als Autorin nach Anerkennung – hatte sich enttäuscht geweigert, in den Sommerferien seine Mutter „als lästiges Anhängsel“ nach Hollywood zu begleiten, nachdem nun keine Zeit für den eigentlich geplanten Ferienclub-Urlaub war. Stattdessen vertraut die Mutter den Zwölfjährigen seiner früheren Kinderfrau Gesomina an, der kleinen resoluten Frau aus Mogadischu, die seit 40 Jahren allein in einem Altberliner Hinterhof in der Dachgeschosswohnung eines heruntergekommenen Mietshauses lebt. Fast scheint es, als lebe auch Florian Beckerhoff inmitten dieses Berliner Kiezviertels und habe sich von seinen Mitbewohnern inspirieren lassen, so authentisch, humorvoll und zugleich liebevoll beschreibt er seine so unterschiedlichen Charaktere, die man als Leser einfach mögen muss: Da gibt es den Grafiker Milan als Betreiber einer meistens geschlossenen Bar, die einsame Weinhändlerin, den Übersetzer, der sich dem Vermieter gegenüber als Maler ausgibt, den türkischstämmigen Friseur Ergün oder den vietnamesischen Supermarkt-Inhaber Dong und Tom Spencer, den Stiefelverkäufer aus Tasmanien. Alle versuchen sich in dieser Straße irgendwie über Wasser zu halten, fühlen sich von der Welt unverstanden, leben einsam vor sich hin, haben kaum Kontakt untereinander. Erst der zwölfjährige Jona bringt durch seine kindliche Unbeschwertheit und Lebensneugier neue Bewegung in aller Dasein. Er entdeckt hier, fern seiner häuslichen Einsamkeit, das wahre Leben, lernt hier die unterschiedlichsten Menschen und ihre Schicksale kennen. Seine Neugier und sein Mitgefühl führen die Bewohner der Straße zusammen und erwecken ihre Lebensgeister aufs Neue. Der Übersetzer versucht sich jetzt tatsächlich als Maler, der Bar-Betreiber öffnet ganztägig und baut die Bar zum Bistro um, Tom Spencer kümmert sich nach vielen Jahren um seine alte Mutter im fernen Tasmanien, die Weinhändlerin versucht sich ohne jede Ahnung von Büchern als Betreiberin eines Antiquariats. „Es geht darum, es zu tun“, hatte auch Tom Spencer durch Jonas frische Aktivität erkannt: „Angebote machen, Möglichkeiten schaffen.“ Denn es war Jona, der sich voller Eifer auf die Suche nach Gesominas vor 50 Jahren verlorenen Sohn macht und sich auch durch Rückschläge von seinem Ziel nicht abbringen lässt. „Sommer bei Gesomina“ ist tatsächlich wie sein Vorgänger „Herrn Haiduks Laden der Wünsche“ wieder ein wunderbar leiser, besinnlicher und poetischer Roman. Die verschiedenen Figuren mögen fiktiv sein, sie könnten aber ebenso wirklich im Berliner Kiez gleich um die Ecke leben. Es sind die kleinen Helden des Alltags, die ihr teilweise beschwerliches Schicksal zu meistern versuchen. „Sommer bei Gesomina“ ist einerseits ein „Wohlfühlroman“ und liest sich wie ein modernes Großstadtmärchen, ist andererseits aber ein „Mutmacher“, vielleicht selbst noch einmal durchzustarten – voller Neugier auf bisher unerkannte Chancen, die das Leben einem bieten mag. Man fühlt sich von Florian Beckerhoff dabei an die Hand genommen, wie es auch Gesomina mit dem kleinen Jona auf dem Cover-Bild macht.

Sommer bei Gesomina
von Conny aus berlin am 03.04.2019

Der 12 Jährige Jona bleibt die Sommerferien über bei seiner alten Kinderfrau Gesomina. Er hat sie zuletzt vor 5 Jahren gesehen aber lieber verbringt er den Sommer bei ihr als sich mit seiner Mutter in Hollywood zu langweilen. Mit leckeren Gerichten aus ihrem italienischen Kochbuch und Geschichten aus ihrer Vergangenheit hält Ge... Der 12 Jährige Jona bleibt die Sommerferien über bei seiner alten Kinderfrau Gesomina. Er hat sie zuletzt vor 5 Jahren gesehen aber lieber verbringt er den Sommer bei ihr als sich mit seiner Mutter in Hollywood zu langweilen. Mit leckeren Gerichten aus ihrem italienischen Kochbuch und Geschichten aus ihrer Vergangenheit hält Gesomina Jona bei Laune. Gesominas Geschichte ist so interessant, dass sie Jona nicht loslässt, er möchte ihren Sohn finden. Der Schreibstil liest sich sehr gut, schön leicht, flüssig, humorvoll und bildhaft. Die Handlungsorte und Charaktere wurden sehr authentisch und facettenreich beschrieben, als Berlinerin konnte ich mir Gesominas Straße inklusive kleinem Supermarkt, Bar und dem Geschäft für tasmanische Stiefel gut vorstellen und kenne einige Sträßchen, die als Vorbild dienen könnten. Die Geschichte ist sehr interessant geschrieben, Gesominas Schicksal hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht.

warmherziger Roman über Freundschaft und das Leben
von Marakkaram aus Lingen am 29.03.2019

"Jona, das Leben geht weiter", sagte sie leise. "Man muss da einmal durch, aber nicht immer wieder, verstehst du?" Man kennt sich, in der kleinen Berliner Straße, in der Gesomina jetzt seit vier Jahrzehnten wohnt, aber doch eher oberflächlich. Und wenn es nach Gesomina ginge, würde das auch so bleiben. Doch dann kommt Jona, ... "Jona, das Leben geht weiter", sagte sie leise. "Man muss da einmal durch, aber nicht immer wieder, verstehst du?" Man kennt sich, in der kleinen Berliner Straße, in der Gesomina jetzt seit vier Jahrzehnten wohnt, aber doch eher oberflächlich. Und wenn es nach Gesomina ginge, würde das auch so bleiben. Doch dann kommt Jona, ein Zwölfjähriger, der den Sommer lieber bei seinem ehemaligen Kindermädchen verbringt, als mit seiner vielbeschäftigten Mutter in die USA zu reisen. Für Gesomina gar keine Frage, sie räumt ihr Schlafzimmer in der kleinen Wohnung, verwöhnt ihn mit italienischen Köstlichkeiten und beginnt ein wenig aus ihrer Kindheit in Mogadischu zu erzählen. Und Jona; der bringt nicht nur Gesominas Leben durcheinander, alss er anfängt nach ihrem Sohn zu suchen, sondern mit seiner Art neuen Schwung in die komplette Nachbarschaft. Nach Herrn Haiduk ("Herr Haiduks Laden der Wünsche") konnte ich es kaum erwarten Gesomina kennenzulernen und hatte dementsprechend hohe Erwartungen. Florian Beckerhoff ist auch hier wieder ein tiefsinniger Großstadt-Wohlfühlroman gelungen, der von seinen tollen Charakteren und den kleinen, besonderen Augenblicken lebt. Allem voran, Gesomina, die kleine resolute Frau aus Mogadischu, die ihr großes, vernarbtes Herz auf dem rechten Fleck trägt und Jona, der sich mit seiner unheimlich offenen, sympathischen und entspannten Art in alle Herzen schleicht. Aber Florian Beckerhoff, wäre nicht Florian Beckerhoff, wenn nicht auch in seinen Nebenfiguren sehr viel Authentizität, Humor und Liebe zum Detail stecken würde. Er ist einfach ein Menschenkenner und guter Beobachter. Jede Person hat ihre Geschichte und wo vorher Lethargie und fast schon Resignation herrschte, kommt langsam aber sicher Bewegung. Nicht die Lösung aller Probleme, aber ein Anfang die Dinge anzugehen. Das macht diesen verregneten Sommer in Berlin so herrlich authentisch. Ich mag den unverkennbaren, federleichten und sehr warmherzigen Schreibstil einfach, mit dem der Autor seine Geschichten erzählt. Und auch "Sommer bei Gesomina" hat mich wieder gefangengenommen.