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Das Gewicht eines Pianos

Roman

Die neunjährige Katya wächst im Russland der 1960er-Jahre in bescheidenen Verhältnissen in einer Stadt nahe Moskau auf. Von einer tiefen Unruhe getrieben, lauscht sie jede Nacht den eindringlichen Klaviersonaten des Mansardenbewohners. Er sei ein Ungeheuer, sagt man, ein geflohener SS-Scherge. Als der Mann stirbt, erbt Katya sein Klavier. Ein Blüthner. Es wird ihre erste große Liebe. Clara ist Automechanikerin in der Nähe von L.A. Ihre Eltern sind bei einem Brand ums Leben gekommen, und ihre wichtigste Erinnerung ist das geerbte Blüthner-Piano.
Clara hasst es, denn sie hat keine Verbindung zur Musik. Aber es ist das Einzige, was ihr von ihrem Vater blieb.

Ein halbes Jahrhundert und zwei Welten trennen diese beiden Frauen, die doch auf tragische Weise so viel mehr verbindet.
Portrait
Cander, Chris
Chris Cander wusste früh im Leben, dass sie Autorin werden wollte. Dem Vorsatz ist sie treu geblieben: Sie hat drei Romane für Erwachsene geschrieben, hochgelobt von den Kritikern, zudem Theaterstücke und Kinderbücher. Außerdem verfasst sie Zeitschriftenartikel über Gesundheit, Lifestyle und Fitness. In ihrer Freizeit engagiert sie sich für Schreib- und Leseförderung, freie Büchereien und ist u.a. Mitglied in der American Society for Journalists, bei PEN und MENSA. Das ehemalige Model ist lizensierte Lehrerin in Selbstverteidigung für Frauen und Meisterin in Tae-Kwon-Do. Chris Cander lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Houston, Texas.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95967-280-1
Verlag HarperCollins
Maße (L/B/H) 21/13,6/4,1 cm
Gewicht 515 g
Originaltitel The Weight of a Piano
Auflage 1
Übersetzer Ursula C. Sturm
Verkaufsrang 46.140
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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inrteressante Geschichte mit einem etwas münden Ende, 3,5 Sterne wohlwollend aufgerundet
von leseratz aus Stralsund am 16.02.2019

Komischerweise fällt mir immer wieder Loriots "Ein Klavier, ein Klavier..." ein, wenn ich über dieses Buch nachdenke. Ich gebe zu, dass diese Assoziation ein wenig ungerecht ist, aber... Die neunjährige Katya, Tochter eines Klavierstimmers in Leningrad, bekommt das Klavier eines geheimnissvollen Nachbarn geschenkt, Sie liebt diese Instrument seit der... Komischerweise fällt mir immer wieder Loriots "Ein Klavier, ein Klavier..." ein, wenn ich über dieses Buch nachdenke. Ich gebe zu, dass diese Assoziation ein wenig ungerecht ist, aber... Die neunjährige Katya, Tochter eines Klavierstimmers in Leningrad, bekommt das Klavier eines geheimnissvollen Nachbarn geschenkt, Sie liebt diese Instrument seit der Besitzer Skrjabins Klaviersonate Nr. 2 nur für sie gespielt hat. Clara ist Automechanikerin und muss mal wieder umziehen, denn ihr Beziehungsfähigkeit ist mit eingeschränkt noch charmant umschrieben. Ein Klavier begleitet sie, obwohl ihre Fähigkeiten das Instrument zu spielen auch nur eingeschränkt vorhanden sind... Zwei Frauen, zwei Zeiten, zwei Klaviere? Das Buch beginnt unglaublich interessant, die Fertigung eines Resonanzbodens wird beschrieben, so eindrucksvoll, dass man sich auf die weitere Lektüre freut. Die Beschreibung der beiden Frauenschicksale im Leningrad der 70iger Jahre und im heutigen Amerika wechseln sich ab und sind interessant zu lesen. Die Zeitebenen sind völlig unterschiedlich und machen es spannend, denn es stellte sich mir immer die Frage, wie hängen die Schickale zusammen. Der Stil ist gefällig, leicht zu lesen und die relativ kurzen Kapitel verleiten zum schnellen Weiterlesen. Leider entwickelt sich die Geschichte dann so gar nicht nach meinem Geschmack, die Bewertung der Hauptpersonen schwankt von zu passiv bis nerv' mich nicht. Und das Ende gleitet schon fast in Richtung Groschenroman ab. Fazit: Fängt stark an und lässt leider ziemlich nach. Aber ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und es gab einige sehr begeisterte Stimmen. Auch wenn die Musik eher unterrepräsentiert ist, ist es eine interessante Geschichte mit musikalischen Anklängen. Bei interesse - einfach ausprobieren.

Das Shicksal zweier Frauen und ihres Pianos
von Arietta am 11.02.2019

nhaltsangabe: Quelle Harpercollins Die neunjährige Katya wächst im Russland der 60er Jahre in bescheidenen Verhältnissen in einer Stadt nahe Moskaus auf. Von einer tiefen Unruhe getrieben, lauscht sie jede Nacht den eindringlichen Klaviersonaten des Mansardenbewohners. Er sei ein Ungeheuer, sagt man, ein geflohener SS-Scherge. Als der Mann stirbt, erbt Katya... nhaltsangabe: Quelle Harpercollins Die neunjährige Katya wächst im Russland der 60er Jahre in bescheidenen Verhältnissen in einer Stadt nahe Moskaus auf. Von einer tiefen Unruhe getrieben, lauscht sie jede Nacht den eindringlichen Klaviersonaten des Mansardenbewohners. Er sei ein Ungeheuer, sagt man, ein geflohener SS-Scherge. Als der Mann stirbt, erbt Katya sein Klavier. Ein Blüthner. Es wird ihre erste große Liebe. Clara ist Automechanikerin in der Nähe von L.A. Ihre Eltern sind bei einem Brand ums Leben gekommen, und ihre wichtigste Erinnerung ist das geerbte Blüthner-Piano. Clara hasst es, denn sie hat keine Verbindung zur Musik. Aber es ist das Einzige, was ihr von ihrem Vater blieb. Ein halbes Jahrhundert und zwei Welten trennen diese beiden Frauen, die doch auf tragische Weise so viel mehr verbindet. Meine Meinung zur Autorin und Roman ?Das Gewicht eines Pianos? Chris Cander, hat mich mit ihren sehr großartigen und facettenreichem Werk, derart verzaubert und sehr berührt. Mit einer sehr emotionalen Wucht, erzählt sie in verschiedenen Erzählsträngen ,über das Schicksal von der begabten russischen Pianistin Katya, ihrem Mann und Greg ihrem Sohn , die nach Amerika emigriert sind. Sowie der Amerikanerin Clara, und deren tragischen Schicksal, eines geerbten Blüthners, das sie miteinander verbindet. Auch das Piano kommt zu Wort, das die Last der Erben trägt und manch trauriges Schicksal erlebt hat. Alles hat sie wundervoll miteinander verknüpft. Ihr Schreibstil ist sehr Bildhaft, Einfühlsam, geradezu an vielen Stellen poetisch. Mit viel Fingerspitzengefühl hat sie ihre einzelnen Protagonisten und deren Charaktere beschrieben, und lässt uns in deren verwundete Seelen blicken. Diese Menschen, auf der Suche nach sich selbst, ihre innere Zerrissenheit und der schwere Ballast der auf ihren Seelen liegt. Eine Geschichte die einem nicht mehr loslässt beim lesen, und uns in den Strudel, der Gefühle ihrer Figuren unwillkürlich hineinzieht. Schon der Einstieg ins Buch, in den Bergen Rumäniens wo wir dem Klavierbauer Blüthner begegnen, und sehr viel über den Bau des Klaviers erfahren, das auch eine Seele hat, war sehr schön erzählt. Es erinnerte mich an das Lied von Udo Jürgens ? Was ich dir sagen will sagt mein Klavier?. Mit der kleinen Katya die bei Moskau wohnt geht es weiter, und von dem Mieter über ihnen, nach dessen Tod sein Piano erbt, der ihre Begabung erkannt hat den wie schreibt er in dem Brief : ? Ihr Herz schlägt für die Musik, das sieht selbst ein Blinder?. Dieses Piano wurde Katya erste große Liebe, und zu ihrem Schicksal. Genau dieses teilt auch Jahre später die Amerikanerin Clara mit ihr, die es von ihrem Vater geerbt hat. Katya Leben war wirklich nicht leicht, sie emigriert gegen ihren Willen mit ihrem Mann, nach Amerika der sich dort ein besseres Leben verspricht, blutendes Herzens muss sie sich von ihrem geliebten Piano auf ungewisse Zeit trennen. Auch Claras Leben verläuft tragisch, bei einem Brand verliert sie ihre Eltern, zurück bleibt nur ein Häufchen Asche, und wie ein Wunder das geerbte Piano, das einzige was ihre geblieben ist. Sie liebt und sie hasst es, es ist ein Erbe das ihre Seele mehr belastet als sie zugibt, eine Bürde die auf ihren Schultern liegt. Bis sie eines Tages, ihren Blüthner durch Geldnot ins Internet zum Verkauf setzt. Wie es das Schicksal will, lernt sie den Fotografen Greg kennen, der dieses Piano unbedingt kaufen möchte, den es an seine Mutter Katya erinnert. Hier fängt die große, abenteuerliche und bewegende Geschichte zweier Frauen an, die so vieles verbindet. Es war schön diese Menschen auf ihren Wegen zu begleiten, und kennen zu lernen. Ob, sie sich je von ihrem Ballst befreien können ?

Ein Klavier, viele Leben
von Schmiesen am 06.02.2019

"Musik war für sie das einzige Mittel gegen ihre Traurigkeit." Als Katya ein junges Mädchen ist, lauscht sie jede Nacht dem Deutschen, der in der Wohnung über ihr Klavier spielt. Als er stirbt, erbt sie das Piano - ein Blüthner, ihre erste große Liebe. Clara ist Automechanikerin in einer Kleinstadt nahe... "Musik war für sie das einzige Mittel gegen ihre Traurigkeit." Als Katya ein junges Mädchen ist, lauscht sie jede Nacht dem Deutschen, der in der Wohnung über ihr Klavier spielt. Als er stirbt, erbt sie das Piano - ein Blüthner, ihre erste große Liebe. Clara ist Automechanikerin in einer Kleinstadt nahe L.A. Ihre Eltern sind bei einem Brand ums Leben gekommen, und ihre wichtigste Erinnerung an die beiden ist ein Blüthner-Piano, mit dem sie eine Hass-Liebe verbindet. Der Klappentext lässt es schon vermuten - die Verbindung zwischen den beiden Frauen, deren Leben mehrere Jahrzehnte trennt, scheint das Blüthner-Klavier zu sein. Wieder mal ein Roman, in dem zwei Geschichten über ein Objekt verknüpft werden, dachte ich. Doch das Klavier, um das es hier geht, ist nicht einfach nur ein Objekt, nein, ganz im Gegenteil. Es ist ein aktiver Teil der Geschichte, beinahe ein eigener Charakter, den wir ab seiner "Geburt" begleiten. Die Symbolik des Pianos ändert sich im Laufe der Geschichte immer wieder, es ist immer präsent und für so viele Menschen von Bedeutung, dass es eben nicht einfach nur ein Klavier ist. Clara, die Automechanikerin, lebt ein bescheidenes, durchschnittliches Leben und verlangt auch gar nicht mehr. Sie hatte schon ein paar Beziehungen, die alle zu nichts führten, und ist mit ihrer kleinen Welt recht zufrieden. Nur der allzu frühe und tragische Verlust ihrer Eltern schmerzt sie sehr. Das Blüthner, ein Geschenk ihres Vaters, kann sie nicht spielen, aber weggeben kann sie es auch nicht - es ist nach dem Brand der einzige Gegenstand, der ihr von ihrer Familie noch geblieben ist. Als sie es in einem Anfall von Frust doch inseriert, wird es prompt von Greg gekauft, dem sie es schließlich nur vermietet und mit dem sie eine abenteuerliche Reise ins Death Valley beginnt, in deren Zentrum wieder einmal das Klavier steht. Das Death Valley als Kulisse hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen, Bilder in meinem Kopf zu erzeugen, die eine ganz eigene Atmosphäre und Melancholie mit sich bringen. Genauso hat sie es geschafft, die Musik im Buch lebendig zu machen und ihr Fehlen schmerzhaft hervorzuheben. Denn für Katya, die zweite Protagonistin der Geschichte, ist die Musik alles. Genauer gesagt die Musik, die sie auf ihrem Blüthner zaubert. Es begleitet sie, seit sie neun Jahre alt ist, und sie studiert am Leningrader Konservatorium Klavier. Ihr Spiel ist bezaubernd, das hört man beim Lesen. Das Klavier lässt sie Zeit ihres Lebens nicht los, auch nicht, als sie mit ihrer Familie schließlich in die USA auswandert. Katyas Geschichte ist tragisch, doch Claras Leben erscheint als hoffnungsvolle Fortsetzung. Die Geschichten der Frauen werden in ganz unterschiedlichem Tempo erzählt - Katyas in großen Sprüngen, Claras kleinschrittig und detailliert -, was dem Roman eine sehr eigene, mitreißende Dynamik verleiht. Eine große Stärke des Buches sind, neben den eindringlichen Landschafts- und Musikbeschreibungen, die authentischen Charaktere, die alle voller Fehler und Eigenheiten und dabei herrlich normal sind. Jeder dieser Menschen hat sein Päckchen zu tragen, und man kann die Verbindungen zwar bald erahnen, aber die konkreten Auflösungen sind dann doch sehr spannend zu lesen. Die Autorin beweist großes Geschick darin, die zentralen Ereignisse der Geschichte aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zu beleuchten, sodass man als Leserin zwar manchmal einen Wissensvorsprung hat, die Figuren dann aber doch sehr gerne beim Ergründen der Rätsel begleitet, da ihre emotionalen Perspektiven so ehrlich und nachvollziehbar sind, dass es ein reines Vergnügen ist, dieses Buch zu lesen. "Das Gewicht eines Pianos" eignet sich hervorragend für all jene, die zwar verknüpfte Geschichten mögen, dabei aber gut auf Kitsch, Tand und allerlei grandiose Zufälle verzichten können. Es ist keine fröhliche Geschichte, und die Figuren und ihr Schicksal lassen niemanden kalt. Aber es lohnt sich, der Reise des Blüthners von Russland nach Amerika, von Katya zu Clara zu Greg zu folgen und die Musik dieses Romans ins Herz aufzunehmen.