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Vier Jahre

Thriller

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Winter 2014: Gotland ist bedeckt von einer dicken Schicht Schnee. Eine junge Frau steigt bei einem fremden Mann ins Auto, auf der anderen Seite der Stadt macht sich ein Liebespaar auf den Weg zu einem heimlichen Treffen. Kurze Zeit später wird die Stille der schwedischen Wälder zerrissen von zwei kollidierenden Autos. Ein Unfall, der nicht nur einem Mann das Leben kostet, sondern auch verheerende Folgen für alle Beteiligten hat ... Doch das Schlimmste daran: Unter der Eisschicht liegt eine Wahrheit begraben, die erst Jahre später an die Oberfläche drängt.
Portrait
Carin Gerhardsen studierte zunächst Mathematik an der Universität Uppsala und arbeitete anschließend als Informatikerin, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Ihr Debüt hatte sie bereits 1992. Ihre Bücher stürmen regelmäßig die schwedischen Bestsellerlisten. Vier Jahre ist ihr erster Roman bei Heyne.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.10.2019
Sprache Deutsch, Schwedisch
EAN 9783641247393
Verlag Random House ebook
Originaltitel Det som göms i snö
Dateigröße 1763 KB
Übersetzer Nike Karen Müller
Verkaufsrang 7842
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Buchhändler-Empfehlungen

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Zufällige Begegnungen und eine Reihe von unglücklichen Verkettungen ändern das Leben von 4 Personen drastisch und nachhaltig. Spannend erzählt aus verschiedenen Perspektiven mit einem überraschenden Ende und, wie es im Nachwort steht, eine fast wahre Geschichte.

Eine fast wahre Geschichte…

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Überfrierende Nässe und infolgedessen Glatteis im Winter - dies verwandelt Wege, die wir täglich zurücklegen, in eine gefährliche Rutschpartie. Im Idealfall sind wir angepasst und vorsichtig unterwegs, nehmen Rücksicht... Ein furchtbarer Unfall mit Todesfolge, der sich auf einer von Blitzeis überzogenen Straße ereignet, setzt in dem Buch eine Kette von Ereignissen in Gang, die auch einige Jahre später noch das Leben zahlreicher Menschen dramatisch beeinflussen wird. Von der schwedischen Polizei wurde das verheerende Ereignis als Unfall ohne Unfallgegner abgetan… Aus vier Perspektiven erzählt - eine Geschichte…aber was für eine. Fast wahr, wie von der Autorin in ihrem Nachwort erwähnt. Gut spannend, dabei wendungsreich, mit einer Auflösung, die ebenso unvorhersehbar, wie raffiniert ist. Hat sich das tatsächlich so zugetragen? Dann verdoppelt sich die schockierende Wirkung der Geschichte!

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Merkwürdiger Thriller mit rätselhaftem Überraschungsanteil
von NiWa aus Euratsfeld am 07.12.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Im Winter 2014 liegt Gotland unter einer dicken Schneedecke, während ein heimliches Liebespaar gemeinsam die Mittagspause verbringt, eine Frau zu einem Fremden in den Wagen steigt, und ein Mann nie wieder heimkehren wird. Die Ereignisse dieses Tages werden regelrecht eingeschneit, bis vier Jahre später die Folgen zum Vorschein k... Im Winter 2014 liegt Gotland unter einer dicken Schneedecke, während ein heimliches Liebespaar gemeinsam die Mittagspause verbringt, eine Frau zu einem Fremden in den Wagen steigt, und ein Mann nie wieder heimkehren wird. Die Ereignisse dieses Tages werden regelrecht eingeschneit, bis vier Jahre später die Folgen zum Vorschein kommen. „Vier Jahre“ ist ein rätselhafter Thriller, der im verschneiten Schweden angesiedelt ist. Obwohl die Grundidee im schwedischen Gewand Spannung verspricht, ist meiner Meinung nach die Umsetzung nur mäßig gelungen. Ausgangslage des Romans ist ein Autounfall im Jahr 2014. Diesen ersten Part hat Autorin Carin Gerhardsen hervorragend umgesetzt. Sachte kommt man als Leser in den unterschiedlichen Perspektiven an. Da ist das heimliche Liebespaar, dass sich gemeinsam in die Mittagspause stiehlt, die junge Frau, die während des Schneegestöbers verzweifelt nach einem Taxi ruft, der fremde Mann, der keine Lust auf einen Nachmittag im Büro hat, und ein brutaler Zusammenprall, der sämtliche genannten Leben aus den Fugen wirft. An dieser Stelle spürt man die Schneeflocken, wie sie kalt, gleichzeitig sanft und beißend ins Gesicht wehen, die Kälte dringt durch die Seiten, und obwohl man eine Ahnung hat, hält man die Luft vor Spannung an. Nach diesem ersten Teil springt man ins Jahr 2018. Vier Jahre später trifft man auf die damals Beteiligten, und vermutet, dass die Geschichte nicht zu Ende ist. Es ist schwierig, auf die einzelnen Figuren einzugehen, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Daher halte ich meine Beschreibung möglichst allgemein. Sandra lebt eher zurückgezogen, und ich habe sie als graue Maus empfunden. Der Schicksalstag von 2014 hat ihr weiteres Leben enorm geprägt, woraus die treibende Kraft für den Verlauf von 2018 wird. Leider hat mich Sandra in ihrem Verhalten am wenigsten überzeugt. Obwohl sie Angst vor ihrem eigenen Schatten hat und als Husch-Mäuschen dargestellt wird, tritt sie im Lauf der Handlung extrem forsch sowie fordernd auf, was gefühlsmäßig kein stimmiges Bild ergibt. Jeanette war 2014 verliebt und diese Liebe hat sie vier Jahre später nicht losgelassen. Sie schwelgt im Selbstmitleid, ist auf ihre Weise abgehoben, und hat sich eine ordentliche Misere eingebrockt. In ihr habe ich den einzigen glaubwürdigen Charakter der gesamten Handlung entdeckt. Meiner Meinung nach ist ihre Entwicklung nachvollziehbar, ihre selbstbezogene Art und ihr Verhalten wirken logisch auf mich, und die Konsequenzen von 2014 ergeben von vornherein Sinn. Der fremde Mann ist vom ersten Augenblick an unsympathisch und wird vom geneigten Leser sofort als das schwarze Schaf der Handlung identifiziert. Hier gibt es kaum Raum für Empathie, Verständnis seiner Entwicklung oder einen Einblick in die Figur. Meinem Gefühl nach ist er ein seelenloser Platzhalter, der dazu dient, die Ereignisse von 2014 zusammenzuhalten. Keiner der genannten Charaktere ist ein Sympathieträger, was mir insgesamt recht gut gefällt. Ich mag es, wenn ich in Büchern interessante Figuren kennenlerne, sie durch eine spannende Handlung begleite, und damit die Welt durch eine andere Perspektive sehe. Das war für mich - neben dem fesselnden Eingangsteil - der größte Pluspunkt an diesem Roman. Carin Gerhardsen hat sich zu einem distanzierten Erzählstil entschlossen, der das Wesen der Handlung und die Betrachtung der Charaktere prägt. Die Autorin lässt keine Nähe zu den Figuren zu, weil es ständig zu merkwürdigen Wendungen kommt. Sobald man meint, das Rätsel durchschaut zu haben, erscheint das nächste Puzzleteil aus dem Nichts, und die Beteiligten werden in ein neues Licht gerückt. Das mag zwar in gewissem Maß funktionieren, hingegen nicht, wenn es zur Regel der gesamten Handlung wird. Es wirkt unbeholfen, manchmal verstörend und insgesamt abstrus. Mir ist bewusst, dass die Überraschungen für Spannung und einen gewissen Wow-Effekt sorgen sollten, bei mir hat das nicht gewirkt. Im Endeffekt geht der starke Anfang in einem lauwarmen Mittelteil über, und zum Ende hin, dreht sich ein kurioses Überraschungskarussell. Insgesamt hat mich „Vier Jahre“ wenig überzeugt, obwohl es durchaus interessant zu lesen war. Ich mag die Grundidee, wie das Leben dieser Personen ineinandergreift, wie ihre Entwicklung zusammenhängt, und vier Jahre später die Konsequenzen zum Vorschein kommen. Die Umsetzung mit den - teilweise - absurden Überraschungsmomenten, dem distanzierten Stil und der Oberflächlichkeit der Figuren hat mir dagegen nicht gefallen.