Abschiedsbriefe Gefängnis Tegel

September 1944 - Januar 1945

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Anfang 2010 wurde bekannt, dass der Briefwechsel zwischen Helmuth James und Freya von Moltke aus den letzten Wochen vor seiner Hinrichtung wie durch ein Wunder komplett erhalten ist. Die politisch und persönlich offenherzigen Briefe, die vom Gefängnispfarrer Harald Poelchau unter Einsatz seines Lebens fast täglich an der Zensur vorbeigeschmuggelt wurden, sind das aufwühlende Zeugnis einer großen Liebe in den Zeiten des Widerstands gegen ein unmenschliches Regime.

Berlin Tegel, im Herbst 1944: Der 37 Jahre alte Jurist und Widerständler Helmuth James von Moltke wartet auf seinen Prozess vor dem Volksgerichtshof - und auf seine Hinrichtung. Während sowjetische Truppen auf seine Heimat Kreisau in Schlesien vorrücken und Weggefährten gehenkt werden, wechselt er täglich Briefe mit seiner Frau Freya: Es geht um ihre Liebe und die Lage in Kreisau, die Situation im Gefängnis und die Vorbereitung auf den Tod, aber auch um den Widerstand und um Wege zur Rettung. "Ich habe keine Furcht vor dem Tod, und ich habe animalische Angst vor dem Sterben", schreibt Helmuth James. "Ich werde alt und anders werden, deshalb muss ich Dich in mir tragen und mit Dir leben", antwortet Freya.

Zu den Herausgebern:

Helmuth Caspar von Moltke, geb. 1937, ist der älteste Sohn von Helmuth James und Freya von Moltke.

Ulrike von Moltke, geb. 1944, ist eine Tochter des Widerständlers Hans Bernd von Haeften und war mit Konrad von Moltke, dem jüngeren Sohn von Helmuth James und Freya von Moltke, verheiratet.

Portrait
Dr. jur. Freya von Moltke, geboren 1911 in Köln, Studium der Jura, Promotion 1935 an der Humboldt Universität zu Berlin. 1931 Heirat mit Helmuth James von Moltke, der 1945 als Mitglied des "Kreisauer Kreises" hingerichtet wurde. Seit 1960 lebt sie in Vermont, USA. Auszeichnung mit dem Geschwister-Scholl-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Helmuth C. Moltke, Ulrike Moltke
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 22.03.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-61375-3
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 22,3/15/3,8 cm
Gewicht 834 g
Abbildungen mit 13 Abbildungen und 3 Faksimiles
Auflage 3. Auflage
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Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Dieses Jahr feiert der C. H. Beck Verlag sein Bestehen seit 250 Jahren Und um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, gibt der Verlag einige Sonderausgaben heraus. Mit dabei ist auch das Buch von Helmuth James und Freya von Moltke mit ihrem Briefverkehr, den sie gewechselt haben, als Helmuth James von Moltke im Gefängnis Tegel einsaß und auf sein Urteil wartete. Herausgegeben wurde dieses Buch 2011 von dem Sohn Helmuth Caspar von Moltke und der Schwiegertochter Ulrike von Moltke, geb. von Haeften nach dem Tod von Freya von Moltke im Jahr 2010.

Dieser Briefwechsel beginnt im September 1944 und endet am 23. Januar 1945. An diesem Tag wurde Helmuth James Graf von Moltke in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Das Ehepaar von Moltke wusste nicht, wie viel Zeit ihnen blieb, deshalb haben sie jeden Brief mehr oder weniger wie den vielleicht letzten empfunden. Und genauso haben sie es als Gnade und Glück empfunden, wenn ihnen noch ein weiterer Tag geschenkt wurde. Diese Briefe sind in ihrer Art ganz einzigartig. Denn das Ehepaar von Moltke hat wunderschöne Liebesbriefe geschrieben. Beide wurden im protestantischen Glauben erzogen, haben aber erst durch die Verhaftung wirklich zum Glauben gefunden. Helmuth James von Moltke hat die Haftzeit u.a. auch dazu genutzt, sich ausführlich mit der Bibel zu beschäftigen. Und so enthalten diese Briefe viele Hinweise auf Textstellen der Bibel und Liedtexte aus dem Gesangsbuch, die beide als sehr tröstlich empfanden. Zusätzlich erfährt man, wie Helmuth James von Moltke, der ja selbst Rechtsanwalt war, seine Verteidigung plante. Hierzu hat er seiner Frau einige Aufgaben gestellt. Aber diese Briefe enthielten durchaus ganz prosaisch Anweisungen in der Art, was für Wäsche Freya ihrem Mann ins Gefängnis schicken sollte, oder welche Lebensmittel willkommen wären.

Ergänzt wurden die Briefe um weitere Dokumente wie z. B. den Haftbefehl und das Urteil gegen Helmuth James von Moltke, eine 6,5 seitige Kurzbiografie, einem Literatur- und Personenverzeichnis.

Herausgekommen ist ein einzigartiges Dokument, was sich sehr ergreifend liest. Es ist erstaunlich, dass dieser Briefwechsel überhaupt stattgefunden hat, denn er war natürlich nicht offiziell. Der Gefängnispfarrer Harald Poelchau hat diese Briefe täglich bei seinen Besuchen im Gefängnis Tegel rein- und rausgeschmuggelt. Und Freya von Moltke hat sie zuhause in Kreisau in den Bienenstöcken versteckt und erst zur Flucht wieder hervorgeholt.

Mich persönlich hat besonders fasziniert, wie tief im Glauben das Ehepaar von Moltke verwurzelt war und wie viel Kraft ihnen dieser Glaube gegeben hat. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes auf Gott vertraut.

Aber Achtung – die Jubiläumsausgabe ist um die Hälfte der Briefe gekürzt, auch das Kapitel „Weitere Dokumente“ ist nicht so ausführlich wie in der 2011 erschienenen Ausgabe.
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Dieser Briefwechsel beginnt im September 1944 und endet am 23. Januar 1945. An diesem Tag wurde Helmuth James Graf von Moltke in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Das Ehepaar von Moltke wusste nicht, wie viel Zeit ihnen blieb, deshalb haben sie jeden Brief mehr oder weniger wie den vielleicht letzten empfunden. Und genauso haben sie es als Gnade und Glück empfunden, wenn ihnen noch ein weiterer Tag geschenkt wurde. Diese Briefe sind in ihrer Art ganz einzigartig. Denn das Ehepaar von Moltke hat wunderschöne Liebesbriefe geschrieben. Beide wurden im protestantischen Glauben erzogen, haben aber erst durch die Verhaftung wirklich zum Glauben gefunden. Helmuth James von Moltke hat die Haftzeit u.a. auch dazu genutzt, sich ausführlich mit der Bibel zu beschäftigen. Und so enthalten diese Briefe viele Hinweise auf Textstellen der Bibel und Liedtexte aus dem Gesangsbuch, die beide als sehr tröstlich empfanden. Zusätzlich erfährt man, wie Helmuth James von Moltke, der ja selbst Rechtsanwalt war, seine Verteidigung plante. Hierzu hat er seiner Frau einige Aufgaben gestellt. Aber diese Briefe enthielten durchaus ganz prosaisch Anweisungen in der Art, was für Wäsche Freya ihrem Mann ins Gefängnis schicken sollte, oder welche Lebensmittel willkommen wären.

Ergänzt wurden die Briefe um weitere Dokumente wie z. B. den Haftbefehl und das Urteil gegen Helmuth James von Moltke, eine 6,5 seitige Kurzbiografie, einem Literatur- und Personenverzeichnis.

Herausgekommen ist ein einzigartiges Dokument, was sich sehr ergreifend liest. Es ist erstaunlich, dass dieser Briefwechsel überhaupt stattgefunden hat, denn er war natürlich nicht offiziell. Der Gefängnispfarrer Harald Poelchau hat diese Briefe täglich bei seinen Besuchen im Gefängnis Tegel rein- und rausgeschmuggelt. Und Freya von Moltke hat sie zuhause in Kreisau in den Bienenstöcken versteckt und erst zur Flucht wieder hervorgeholt.

Mich persönlich hat besonders fasziniert, wie tief im Glauben das Ehepaar von Moltke verwurzelt war und wie viel Kraft ihnen dieser Glaube gegeben hat. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes auf Gott vertraut.

Aber Achtung – die Jubiläumsausgabe ist um die Hälfte der Briefe gekürzt, auch das Kapitel „Weitere Dokumente“ ist nicht so ausführlich wie in der 2011 erschienenen Ausgabe.

„Bewegender Briefwechsel“

Rosemarie Röhrig, Thalia-Buchhandlung Hürth

Von September 1944 bis zum Januar 1945 hat der Gefängnispfarrer Harald Poelchau unter Einsatz seines Lebens täglich Briefe der Eheleute von Moltke in bzw. aus dem Strafgefängnis Tegel geschmuggelt.
Nach dem Tod von Freya von Moltke sind diese nun veröffentlicht worden.
Die Briefe sind ein einzigartiges Zeugnis einer großen Liebe, sind aber gleichzeitig auch ein wichtiges Zeitdokument und ein Plädoyer für Mut und Zivilcourage!

Von September 1944 bis zum Januar 1945 hat der Gefängnispfarrer Harald Poelchau unter Einsatz seines Lebens täglich Briefe der Eheleute von Moltke in bzw. aus dem Strafgefängnis Tegel geschmuggelt.
Nach dem Tod von Freya von Moltke sind diese nun veröffentlicht worden.
Die Briefe sind ein einzigartiges Zeugnis einer großen Liebe, sind aber gleichzeitig auch ein wichtiges Zeitdokument und ein Plädoyer für Mut und Zivilcourage!

„Jeden Tag ein neuer Abschied“

Steffi Nowaczyk, Thalia-Buchhandlung Schwerin

Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie ein Buch so sehr bewegt, dass es Ihnen schlicht die Luft zum Atmen nimmt? Mir geht es bei den "Abschiedsbriefen" der von Moltkes so. Als Helmut James von Moltke nach seiner Verhaftung ins Gefängnis nach Tegel gebracht wird, ist er sich der Ausweglosigkeit seiner Lage sehr bewusst. Mit Hilfe des Pfarrers Harald Poelchau gelingt ein einzigartiger Briefwechsel mit seiner Frau Freya. Jeden Tag aufs neue erzählen die Ehepartner von ihrem Leben, ihrem gemeinsamen und getrennten, von ihren Aufgaben, Sorgen und Pflichten. Und jeden Tag bereiten sich die beiden auf den endgueltigen Abschied vor. Die Briefe zeugen von grosser Kraft, unerschütterlichem Vertrauen in Gott und inniger Liebe zueinander. Die Briefe sind jedoch neben allem auf ein einmaliges Zeugnis des Widerstandes gegen Hitler. Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie ein Buch so sehr bewegt, dass es Ihnen schlicht die Luft zum Atmen nimmt? Mir geht es bei den "Abschiedsbriefen" der von Moltkes so. Als Helmut James von Moltke nach seiner Verhaftung ins Gefängnis nach Tegel gebracht wird, ist er sich der Ausweglosigkeit seiner Lage sehr bewusst. Mit Hilfe des Pfarrers Harald Poelchau gelingt ein einzigartiger Briefwechsel mit seiner Frau Freya. Jeden Tag aufs neue erzählen die Ehepartner von ihrem Leben, ihrem gemeinsamen und getrennten, von ihren Aufgaben, Sorgen und Pflichten. Und jeden Tag bereiten sich die beiden auf den endgueltigen Abschied vor. Die Briefe zeugen von grosser Kraft, unerschütterlichem Vertrauen in Gott und inniger Liebe zueinander. Die Briefe sind jedoch neben allem auf ein einmaliges Zeugnis des Widerstandes gegen Hitler.

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