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Ich bleib so scheiße, wie ich bin

Lockerlassen und mehr vom Leben haben

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Taschenbuch
"Mit erfrischender Konsequenz und amüsanter Selbstkritik hat die Autorin für sich selbst aus der Not eine Tugend gemacht und daraus ein entsprechendes Lebenskonzept gestrickt: Gelegenheiten ergreifen, Zufälligkeiten akzeptieren und den fremden und eigenen Erwartungshaltungen entsagen.", Die Rheinpfalz, 09.08.2014
Portrait
Rebecca Niazi-Shahabi stammt aus einer deutsch-israelisch-iranischen Familie und lebt in Berlin. Ihre Bestseller „Nett ist die kleine Schwester von Scheiße“, „Ich bleib so scheiße wie ich bin“ und „Scheiß auf die anderen“ befanden sich wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 15.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30056-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/2,5 cm
Gewicht 245 g
Verkaufsrang 51861
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Gefällt mir richtig gut und nicht nur den Titel, sondern auch der Hinweis,der dahinter steckt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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"Es gibt keinen Ausweg aus uns selbst." (120)
von Dr. M. am 01.04.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das ist einer von vielen klugen Sätzen, die in diesem Buch stehen. Leider gibt es daneben auch eine Menge sehr fragwürdiger Behauptungen, die jedoch perfekt in die sich immer wiederholende Botschaft passen, die uns die Autorin mit einem gewissen Sendungsbewusstsein vorträgt. Und die lautet: Wir sollen endlich damit aufhören, uns... Das ist einer von vielen klugen Sätzen, die in diesem Buch stehen. Leider gibt es daneben auch eine Menge sehr fragwürdiger Behauptungen, die jedoch perfekt in die sich immer wiederholende Botschaft passen, die uns die Autorin mit einem gewissen Sendungsbewusstsein vorträgt. Und die lautet: Wir sollen endlich damit aufhören, uns selbst verbessern zu wollen. Das würde nur zu noch mehr Frustration führen. Wenn man diese Botschaft allein für sich liest, dann klingt sie zunächst wohltuend sympathisch. Und irgendwie scheinen sich darin auch Erfahrungen zu spiegeln, die man vielleicht schon selbst gemacht hat. Diäten wollten nicht klappen, oder die letzte Zigarette ist noch immer nicht geraucht. Auch mit dem Sport hat es nicht so geklappt, wie man es sich erhoffte. Und vielleicht ersehnt mancher Leser dann doch noch eine frohe Botschaft, die an die Stelle der in diesem Buch verkündeten Sinnlosigkeit jedweder Selbstverbesserungsversuche gesetzt werden könnte. Aber eine solche Botschaft bleibt aus. Stattdessen wird erst kurz vor dem Ende des Textes die Zielgruppe umschrieben, an die sich die Autorin wendet. Da geht es dann nämlich darum, auf die eigene Karriere zu pfeifen, die jeden Menschen schließlich fix und fertig machen würde. Auf Seite 239 heißt es: "Sich dem Karrieredruck zu verweigern, kann verschiedene Formen annehmen und muss mitnichten immer absolut sein, je nach Persönlichkeit gibt es verschiedene Abstufungen..." Und diese Abstufungen sind: 1. Hartz IV beantragen, 2. Arbeit ohne Prestige annehmen, 3. Nach Afrika gehen, 4. Gesellschaftlicher Protest. Und schließlich: "Die Kür: Aus seiner Empörung Kunst machen." Nach diesen Empfehlungen auf den letzten Seiten dieses Buches wurde wenigstens mir dann klar, was ich schon eine Zeit lang vermutet hatte: Ich gehöre nicht zur Zielgruppe dieses Textes. Eigentlich dachte ich bei diesem Titel, dass hier die vielen oft oberflächlichen Lebensberatungs- und Glückverheißungsbücher auf die Schippe genommen werden, die einfach nicht akzeptieren wollen, dass sich Menschen grundlegend nur in sehr engen Grenzen ändern können. Zunächst scheint das auch so, aber bald fängt die Autorin an, sich im Kreis zu drehen und sich ständig zu wiederholen. Statt den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen, formuliert sie immer nur wieder ihre Botschaft von der Unabänderlichkeit all der schlechten Eigenschaften und Angewohnheiten, die wir so gerne beseitigen würden. Da sie dabei jedoch auch viel Kluges und Wahres schreibt, fällt erst ziemlich spät auf, dass dieses Buch eine ganz eigenartige Rechtfertigungsideologie für Trägheit in die Welt setzt, deren Gehalt man durchaus hinterfragen kann. Wenn man - so die Autorin - aufhört, sich ständig verbessern zu wollen, dann erreicht man endlich wirkliche persönliche Freiheit. Doch bei ihr gipfelt das zum Beispiel in Sympathie für eine Frau, die nicht mehr abnehmen, sondern zunehmen will, schon 300 Kilo wiegt und das noch gerne übertreffen möchte. Wieviel Freiheit hat man eigentlich noch, wenn man einen Lastkran braucht, um aus dem Sessel zu kommen? Der Text ist in sieben Kapitel unterteilt. Zunächst erzählt die Autorin die angeblichen "Märchen der permanenten Weiterentwicklung" und macht klar, wie sinnlos und gefährlich ihrer Meinung nach diese Selbstoptimierungsversuche sind. Dann kommt sie im dritten Kapitel zu "Lügen über den Nutzen von Diäten, Sport und Bildungsprojekten", um dann im nächsten Kapitel erneut ihre Botschaft in immer neue Kleider zu stecken und zu wiederholen: "Was man nicht erreichen will, kann auch nicht unglücklich machen." Dann geht es in einem Kapitel darum, dass in der Liebe, an deren Ewigkeit, die Autorin auch nicht glaubt, die Selbstoptimierung rein gar nichts zu suchen hat. Und schließlich folgt ein abschließendes Kapitel, in dem der Leser erklärt bekommt, dass Erfolg unfrei macht. Wer das alles gerne glaubt, wird dieses Buch wahrscheinlich toll finden. Denkt man jedoch etwas über die Thesen der Autorin nach, dann fällt zunächst auf, dass sie sehr grobschlächtig mit ihrem Thema umgeht. Es ist doch zum Beispiel ein großer Unterschied, ob ich eine wesentliche Charaktereigenschaft ändern oder mir das Rauchen abgewöhnen möchte. Oder ob ich ein Verhalten abstellen will, das auf einem traumatischem Erlebnis oder einem in der Kindheit antrainierten Muster beruht. Diese völlig verschiedenen Ausgangslagen kann man doch nicht in einen Topf werfen und dann kühn behaupten, dass eh alles keinen Zweck hat und man freier ist, wenn alles so lässt wie es ist. Man kann nicht aus seiner Haut, aber man kann sich das Rauchen abgewöhnen. Das eine sind Veranlagungen, dass andere ein Verhalten. Doch auf diesen Unterschied geht die Autorin erst gar nicht ein, weil dann nämlich ihre Botschaft zerbrechen würde. Schließlich gibt es genug Beispiele für dramatische und weniger dramatische Verhaltensänderungen. Es soll beispielsweise tatsächlich Leute geben, die sich das Rauchen abgewöhnt haben. Und aus ehemaligen Sportmuffeln können auf einmal Läufer werden, die Spaß an Bewegung bekommen haben, weil sie merkten, dass ihnen dieser Verhaltenswechsel gut tut und eine völlig neue Lebensqualität bringt. Ich könnte aus eigenem Beobachten und Erleben noch viele andere Beispiele anfügen. Zu postulieren, dass so etwas nicht geht, ist einfach blanker Unsinn. Doch die Autorin hat auch mit vielen Aussagen in diesem Buch recht. Es ist wahr: Sich selbst zu bekämpfen, ist tatsächlich der beste Weg zum Scheitern. Auch dann wenn man sein Verhalten ändern möchte. Darauf weiter einzugehen, hat hier wenig Sinn, weil Veränderungen eben nicht Thema dieses Buches sind und die Autorin die Erfolgsmöglichkeiten solcher Versuche glatt abstreitet. Mir fällt es in diesem Fall sehr schwer, das Buch zu bewerten. Auf der einen Seite stehen durchaus kluge Sachen in ihm. Andererseits ist die Grundaussage in dieser Allgemeinheit einfach Quatsch, ganz zu schweigen von der Verweigerungsideologie, der die Autorin offenbar anhängt. Man kann auch lockerlassen und mehr vom Leben haben, wenn man sich nicht verweigert.

Lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus St.Veit an der Glan am 26.07.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein lustig geschriebenes Buch, das zum Nachdenken anregt und den Blick auf das eine oder andere Problemchen ändern kann...