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Der englische Botaniker

Roman

(11)
Portrait
Nicole C. Vosseler wurde 1972 in Villingen-Schwenningen geboren und studierte nach dem Abitur Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und in Konstanz, wo sie heute – mit Blick auf den Bodensee – lebt. Mit ihrem Bestseller „Sterne über Sansibar“ gilt sie als Mitbegründerin des Love and Landscape-Genres und ist darüber hinaus erfolgreiche Autorin von Jugendbüchern. Ihre Bücher wurden bereits in acht Sprachen übersetzt.
Vosseler, die selbst einmal im Jahr eine Fernreise unternimmt und sich dabei gern als „Food-Ethnologin“ unter Beweis stellt, hat mit „Der englische Botaniker“ wieder eine neue Gattung definiert: den magisch-sinnlichen Abenteuerroman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 500
Erscheinungsdatum 08.05.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95967-103-3
Verlag HarperCollins
Maße (L/B/H) 221/149/45 mm
Gewicht 696
Originaltitel Robert's Fortune
Auflage 1
Verkaufsrang 82.562
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
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Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Eine gelungene Mischung aus verschiedenen Handlungssträngen, die den Leser nicht nur eintauchen lässt, sondern auch gut zu unterhalten weiß. Eine gelungene Mischung aus verschiedenen Handlungssträngen, die den Leser nicht nur eintauchen lässt, sondern auch gut zu unterhalten weiß.

Annette Gruner, Thalia-Buchhandlung Frankfurt

Wunderbare Beschreibung des Botanikers Robert Fortune. (es gab ihn wirklich) Sein Auftrag in China: Schöne neue Pflanzen nach London zu verschiffen und das im Jahre 1843... Wunderbare Beschreibung des Botanikers Robert Fortune. (es gab ihn wirklich) Sein Auftrag in China: Schöne neue Pflanzen nach London zu verschiffen und das im Jahre 1843...

S. Schmidt, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Der englische Botaniker Robert Fortune reist nach China, um die dortige Flora zu erforschen, trifft auf eine fremde Kultur, faszinierende Menschen- und unerwartet auf die Liebe. Der englische Botaniker Robert Fortune reist nach China, um die dortige Flora zu erforschen, trifft auf eine fremde Kultur, faszinierende Menschen- und unerwartet auf die Liebe.

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Eine Welt im Aufbruch und ein Wissenschaftler auf dem Weg zu neuen Ufern. Eine interessante Geschichte mit vielen Einblicken in die Welt der Pflanzen. Viel Spaß beim Entdecken! Eine Welt im Aufbruch und ein Wissenschaftler auf dem Weg zu neuen Ufern. Eine interessante Geschichte mit vielen Einblicken in die Welt der Pflanzen. Viel Spaß beim Entdecken!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Ein Erlebnis für alle Sinne!
von Klusi aus Hof am 27.06.2017

Der englische Botaniker, von dem dieser Roman handelt, ist kein geringerer als Robert Fortune, der 1843, im Auftrag der Royal Horticultural Society, China bereiste, um seltene Pflanzen, insbesondere wundervolle Päonien und den kostbaren Tee, nach Europa zu bringen. In England lässt er seine Frau Jane und zwei Kinder zurück, als... Der englische Botaniker, von dem dieser Roman handelt, ist kein geringerer als Robert Fortune, der 1843, im Auftrag der Royal Horticultural Society, China bereiste, um seltene Pflanzen, insbesondere wundervolle Päonien und den kostbaren Tee, nach Europa zu bringen. In England lässt er seine Frau Jane und zwei Kinder zurück, als er zu diesem großen Abenteuer aufbricht. Anfangs hat Robert Fortune große Schwierigkeiten, sich in diesem fernen Land zurecht zu finden und die Mentalität der Menschen zu verstehen, die so ganz anders ist als in seiner Heimat. Bald lernt er das Schwertmädchen Lian kennen und ist fasziniert von dieser geheimnisvollen jungen Frau, die ihm das Leben rettet. In Gesprächen nähern sie sich an, und Fortune erhält durch Lian ein völlig neues Verständnis von China vermittelt. Durch sie beginnt er, die Menschen dieses Landes und ihre Einstellung besser zu verstehen. Aber auch Lian gewinnt, durch die Gesellschaft des ernsten, sanftmütigen Botanikers, unerwartet ganz neue Erkenntnisse über die westlichen „Barbaren“. Beide profitieren von der Gesellschaft des jeweils anderen; Lian und Fortune scheinen mit einem unsichtbaren, starken Band verbunden. Hoch oben in den Bergen, wo der beste Tee wächst, öffnen sie sich gegenseitig ihre Seele und ihr Herz. Der Roman ist vor einem realen Hintergrund erschaffen, denn Robert Fortune und seine Frau Jane haben tatsächlich gelebt. Der schottische Gärtner und Pflanzenforscher unternahm einige Reisen in das Reich der Mitte, und wir haben ihm viele wundervolle Pflanzen zu verdanken, die für uns heute selbstverständlich sind, die aber erst der Forschungsreisende aus China mitgebracht hat. Durch Fortunes Schmuggel von Teepflanzen nach Indien verlor China damals sein Monopol, und wir können heute die Tees aus einer Vielfalt von Anbaugebieten verschiedener Länder genießen. Lian dagegen ist ein fiktiver Charakter, eine starke junge Frau, die zugleich etwas Ätherisches, Geheimnisvolles an sich hat. Zeitweise schließt sie sich der kleinen Reisegesellschaft um Robert Fortune an, um dazwischen immer wieder ohne Abschied zu verschwinden. Auch bei Fortunes sonstigen Erlebnissen hat die Autorin ihrer Phantasie freien Lauf gelassen. Aus einer gelungenen Mischung von wahren und fiktiven Elementen ist ein wundervoller Roman entstanden, den ich mit großem Genuss gelesen habe. Es ist eine eher ruhige und zugleich eindrucksvolle Geschichte, passend zu der immer ein wenig unergründlichen Atmosphäre, die das Land für seine Besucher bereit hält und auch zu Fortunes Charakter. Der Forscher erscheint zeitweise in sich gekehrt und lebt in seiner eigenen Welt - der Welt der Pflanzen. Ihre Gesellschaft ist ihm meist genug, bis er Lian kennenlernt. Sie ist eine Kämpferin für Gerechtigkeit, die sich für die Hilflosen und Benachteiligten einsetzt. Wie sich die Protagonisten erst zaghaft und langsam annähern, ist wundervoll in Worte gefasst. Nicole C. Vosseler erzählt hier eine bittersüße Liebesgeschichte, die zu Herzen geht und zum Träumen einlädt. Aber das ist nur die eine Seite des Romans, denn da ist nicht nur der einsame Mann, weit entfernt von seiner Familie, der sich von Lians Ausstrahlung fesseln lässt, sonder da gibt es ja auch noch die andre Seite, Robert Fortune, den Biologen und Forscher. Im Roman haben wir Leser die Gelegenheit, einiges über seine Arbeit zu erfahren. Es fallen viele lateinische Bezeichnungen zur Flora des Landes, doch die traumhaften Blüten, die dahinter stehen, werden in so poetischer Weise beschrieben, dass man automatisch ins Schwärmen gerät, zumindest wenn man sich, so wie ich, gerne ein wenig näher mit dem interessanten Thema Botanik befasst. Neben Robert Fortune kommen auch immer wieder die beiden starken Frauen zu Wort, die im wahren und im fiktiven Leben des Protagonisten eine wichtige Rolle spielen. Da ist einmal Jane, seine Ehefrau, die mit den gemeinsamen Kindern in England zurück bleibt und auf seine Rückkehr wartet, die nach und nach aber auch eigene Wege beschreitet, an der Zeit des Alleinseins wächst, erstarkt und für sich das Beste daraus macht. Und dann ist da das geheimnisvolle Schwertmädchen, einerseits stark und mutig, aber auch mit geheimen Träumen und Wünschen - Lian, die sich Fortune auch von ihrer schwachen, verletzlichen Seite zeigt und ihm eine völlig neue Welt und eine andere Sichtweise eröffnet. „Der englische Botaniker“ ist ein vielschichtiger Roman, der mich in mehrfacher Hinsicht begeistern konnte. Einerseits zeigen Teile der Handlung sehr realistisch die besondere Situation in China auf, die zur damaligen Zeit herrschte. So manches, was hier beschrieben ist, bringt einen auf den Boden der Tatsachen zurück, beispielsweise wenn man über die Ausmaße und Ursachen des Opiumhandels erfährt oder von der erschütternden Tradition der Lotosfüße liest. Auch meinem Wissensdurst wurde Rechnung getragen, denn ich habe sehr viel Neues erfahren und gestaunt, welche Pflanzen, die uns heute so vertraut sind, wir Robert Fortune verdanken, diesem ruhigen, sachlichen Wissenschaftler, der eine Vielfalt pflanzlicher Schönheiten im fernen Osten gefunden und nach Europa gebracht hat. Besonders hat mich auch die Geschichte des Tees fasziniert, über die man im Roman so einiges erfährt. Es ist eine Geschichte, die alle Sinne anspricht und zum Träumen einlädt. Der Schreibstil ist sprachgewaltig und von zarter Poesie, einfach wunderschön. Mich haben die traumhaften Schilderungen des Landes, der Menschen und der Flora gefangen genommen und die teils symbolhaften Darstellungen zum Nachdenken gebracht. Manches hat die Autorin bewusst offen gelassen, damit man als Leser die Geschichte weiterspinnen kann. Immer, wenn ich nun eine der im Buch erwähnten Pflanzen sehe oder eine Tasse chinesischen Tee genieße, werde ich wieder an diesen wundervollen Roman erinnert und lasse meine Gedanken zu den Protagonisten schweifen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Eine wundervoll geschriebene Geschichte !
von einer Kundin/einem Kunden aus Probsteierhagen am 22.06.2017

Die Geschichte des englischen Botanikers Robert Fortune, hat zum Teil biographische Züge, was es für mich noch interessanter gemacht hat, als das Thema eh schon war. Die Autorin hat zwischendurch immer wieder kurze Originalauszüge aus den Tagebüchern des Botanikers zugefügt, die das Ganze authentisch machen. Robert Fortune reist 1843... Die Geschichte des englischen Botanikers Robert Fortune, hat zum Teil biographische Züge, was es für mich noch interessanter gemacht hat, als das Thema eh schon war. Die Autorin hat zwischendurch immer wieder kurze Originalauszüge aus den Tagebüchern des Botanikers zugefügt, die das Ganze authentisch machen. Robert Fortune reist 1843 in das fremde China, um dort unbekannte Nutz- und Zierpflanzen zu finden, um sie dann nach England zur Horticultural Society zu schicken, deren Intention es ist, die Pflanzen auch in England zu beheimaten. Ein unglaublich schweres Unterfangen zu dieser Zeit, sind die kleinen Pflänzchen doch Monate auf See unterwegs.... Seine Liebe zu der Flora lässt Robert den schweren Kampf mit einem richtig fremden Land und deren Kultur aufnehmen. Zur Seite steht im Wang, den Robert als einheimischen Führer angeheuert hat. Zuerst mutet der Chinese als Luftikus an, aber im Laufe der Geschichte entpuppt er sich als wertvolles Mitglied der kleinen Reisegruppe und als guter Freund, der dem Botaniker eine Möglichkeit bietet, die unmöglich scheint. Dritte im Bunde ist die geheimnisvolle Schwertkämpferin Lian, deren Weg sich am Anfang immer wieder zufällig mit dem Botaniler kreuzt. Lian trägt ihre Vergangenheit, gut verpackt, mit sich rum und wandert so durch das große Land. Immer drauf bedacht, bloß keine Verpflichtungen einzugehen - ihre Freiheit ist ihr das Wichtigste ! Irgendwann schließt sie sich Robert und Wang für unbestimmte Zeit an und merkt, wie Robert "der fremde Barbar " , ganz langsam mit seiner gefühlvollen Art, in ihr Unterbewusstsein sickert. Sie fängt an ihren Panzer Stück für Stück abzulegen... Zur selben Zeit sitzt Roberts Frau Jane mit ihren zwei Kindern in England und versucht ohne ihren Mann zurechtzukommen. 1843 war es nicht einfach, die Frau hatte noch nicht so richtig begonnen sich zu emanzipieren. Aber hier und da waren schon Veränderungen in der Denkweise zu spüren und mit denen bekommt es auch Jane zu tun. Am Anfang noch eher zögerlich, schließlich ist das Jahr, in dem Robert weg ist bald rum, fängt sie an über den tieferen Sinn von allem nachzudenken, als sie erfährt, dass ihr Mann noch mindestens ein weiteres Jahr weg bleibt. Und so wie Robert eine Wandlung in China durchlebt, wandelt sich Jane in England. Die Geschichte nimmt einen gefangen und die Autorin versteht es mit ihren Worten zu verzaubern. Einige Momente, in denen Robert eine Pflanze entdeckte, waren so wunderschön und eindrücklich beschrieben, dass man das Gefühl hatte dabei zu sein. Ausserdem erfährt man eine Menge interessante Dinge über Pflanzen, besonders der Tee hat seine ganz eigene Rolle in der Geschichte. Ebenfalls sehr gut gelungen ist der Eindruck, den man von der riesigen Weite dieses Landes und der Andersartigkeit bekommt. Die kulturellen Geflogenheiten und die Sichtweise sind so schwer zu fassen, das man es als Europäer sehr sehr schwer nachvollziehen kann. Ich konnte mit diesem wundervollen Buch immer wieder abtauchen und mich beim Lesen herrlich entspannen und fallenlassen und das kann man gar nicht hoch genug bewerten. Absolut gelungen !

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Ein Lesegenuss
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 16.06.2017

1843 reist „Der englische Botaniker“ Robert Fortune im Auftrag der Horticultural Society of London für ein Jahr nach China, welches sich gerade erst westlichen Einflüssen zu öffnen beginnt, um dort „Samen und Pflanzen dekorativer oder nützlicher Art“ zu sammeln und wenn möglich nach England zu schicken. Zurück lässt er... 1843 reist „Der englische Botaniker“ Robert Fortune im Auftrag der Horticultural Society of London für ein Jahr nach China, welches sich gerade erst westlichen Einflüssen zu öffnen beginnt, um dort „Samen und Pflanzen dekorativer oder nützlicher Art“ zu sammeln und wenn möglich nach England zu schicken. Zurück lässt er seine Frau Jane und die beiden kleinen Kinder, und noch weiß der pragmatische und etwas menschenscheue Mann nicht, auf welches Abenteuer er sich hier eingelassen hat. China, seine Menschen und seine Pflanzenwelt, sind von einer überwältigenden Vielfalt und Fremdartigkeit, die aus jeder Pore dieses Buches auf den Leser und auf den anfangs etwas unbeholfenen Engländer einstürmen. Umso mehr er über Land und Leute erfährt, umso näher ihm emotional sein Begleiter Wang kommt und er die überraschende Bekanntschaft mit der Schwertkämpferin Lian vertieft, umso mehr verändert sich Roberts Bild von China. Sein Herz und sein Verstand öffnen sich auf dieser Reise, die viel länger dauern soll, als ursprünglich geplant. Am Ende wird aus dem kühlen, etwas sperrigen Briten ein mutiger weltoffener Abenteurer, der aus den asiatischen Weltanschauungen, dem fernöstlichen Lebensstil und der Herzlichkeit und Wärme der Chinesen viel mehr mitnimmt als nur Samen und Pflanzensetzlinge. Die Intensität der Geschichte wird dadurch erhöht, dass nicht nur Robert Fortune eine eigene Stimme im Buch erhält, sondern abwechselnd auch die Chinesin Lian und die Engländerin Jane zu Wort kommen. So erfährt man zum einen sehr viel über das exotisch und fremdartig anmutende China, über die politische Situation, Kultur und Lebensweise. Aber auch das Leben der Frauen und ihre Stellung in der männlich dominierten europäischen Welt des 19.ten Jahrhunderts werden beschrieben und durch die Entwicklung der daheim gebliebenen Ehefrau reflektiert. Gerade die Perspektiven der Frauen sind es, die diesem Buch einen eigenen emotionalen Ton verleihen. Das Buch hat dem Leser so einiges zu bieten. Die Entdeckung eines fremden Landes, mit einem gewaltigen Potpourri an Pflanzen, die einst aus dem fernen China zu uns nach Europa kamen. Und der reale Fortune hat tausende davon beschrieben, bestimmt, benannt und mitgebracht. Schön fand ich hier, dass Nicole Vosseler Auszüge aus Originalbriefen mit in die Geschichte einfließen lässt und im Nachwort kurz beschreibt, was Robert alles geleistet hat. Man bekommt Wissen und Anekdoten davon, was damals auf dieser ersten Reise wirklich passiert ist. Man bekommt mehr als eine Liebesgeschichte – und auch die Liebe, die Robert für seine Arbeit empfindet ist spürbar und nachvollziehbar. Die Hauptdarsteller und auch die Nebendarsteller – allen voran der kongeniale Wang – wachsen einem schnell ans Herz und man verfolgt mit Interesse und ein bisschen Rührung ihrer Entwicklung und Veränderung. Erwähnt werden muss auch noch der Schreibstil. Das Buch kann man nicht überstürzt und hastig lesen – auch wenn die Spannung manchmal dazu drängt. Die Sprache verlangt nach Zeit und Muße und weckt den Wunsch danach, immer wieder inne zu halten, den Worten nachzuspüren und das Gelesene zu überdenken und wirken zu lassen. Ein nachhaltiger Lesegenuss den ich nur wärmstens jedem ans Herz legen kann.

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