Tyll

Ungekürzte Ausgabe, Lesung

(73)
Tyll Ulenspiegel – Vagant und Schausteller, Entertainer und Provokateur – wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts in einem Dorf geboren, in dem sein Vater, ein Müller, als Magier und Welterforscher schon bald mit der Kirche in Konflikt gerät. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf ihren Wegen durch das vom Dreißigjährigen Krieg verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: Gelehrten, Ärzten, Henkern und Jongleuren und einem exilierten Königspaar. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschließt, niemals zu sterben.
Portrait
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, lebt in Berlin. Sein Werk wurde u. a. mit dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Sein Roman "Die Vermessung der Welt" wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit und fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschien die Erzählung "Du hättest gehen sollen".
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Ulrich Noethen
Anzahl 9
Erscheinungsdatum 09.10.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783839816042
Verlag Argon
Auflage 4
Spieldauer 676 Minuten
Verkaufsrang 1.313
Hörbuch (CD)
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Marta Gorecki, Thalia-Buchhandlung Münster

Genial! Sowohl die beste Darstellung des Krieges als auch der menschlichen Abgründe, die ich seit langem gelesen habe. Von belustigt bis angewidert – der Leser ist im Gefühlschaos. Genial! Sowohl die beste Darstellung des Krieges als auch der menschlichen Abgründe, die ich seit langem gelesen habe. Von belustigt bis angewidert – der Leser ist im Gefühlschaos.

„Lieblingsbuch !“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Der junge Freigeist Tyll Ulenspiegel muss aus seinem Dorf fliehen, hat er doch den Klerus gegen sich aufgebracht. Es ist die Zeit des 30jährigen Krieges, die Soldateska zieht mordend und plündernd durchs Land und die Menschen leben im größten Elend. Und doch begegnen Tyll die besonderen Menschen, findet er Fabelwesen die eines Sommernachttraumes würdig wären und kleine Glücksmomente, die das Leben erträglich machen.
Ein meisterhaft erzählter Roman, der sich durch die besondere Sprache auszeichnet.
Der junge Freigeist Tyll Ulenspiegel muss aus seinem Dorf fliehen, hat er doch den Klerus gegen sich aufgebracht. Es ist die Zeit des 30jährigen Krieges, die Soldateska zieht mordend und plündernd durchs Land und die Menschen leben im größten Elend. Und doch begegnen Tyll die besonderen Menschen, findet er Fabelwesen die eines Sommernachttraumes würdig wären und kleine Glücksmomente, die das Leben erträglich machen.
Ein meisterhaft erzählter Roman, der sich durch die besondere Sprache auszeichnet.

Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Kehlmann hat einen stilsicheren Roman über den 30jährigen Krieg
geschaffen. Er mutet wie ein opulentes Gemälde an und
Bezüge zur Gegenwart sind nicht von der Hand zu weisen.
Kehlmann hat einen stilsicheren Roman über den 30jährigen Krieg
geschaffen. Er mutet wie ein opulentes Gemälde an und
Bezüge zur Gegenwart sind nicht von der Hand zu weisen.

„Absolut spannend!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Von einer außerordentlichen Sprachgewalt ist dieser Roman aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges! Großartig und spannend geschrieben! Von einer außerordentlichen Sprachgewalt ist dieser Roman aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges! Großartig und spannend geschrieben!

Johannes Willner, Thalia-Buchhandlung Bernburg

Kehlmann "Tyll" verzaubert den Leser mit seiner wundervollen Sprache. Wir erleben eine Reise mit verschiedenen Blickpunkten im 30 jährigen Krieg, rund um die Figur des Ulenspiegels Kehlmann "Tyll" verzaubert den Leser mit seiner wundervollen Sprache. Wir erleben eine Reise mit verschiedenen Blickpunkten im 30 jährigen Krieg, rund um die Figur des Ulenspiegels

Maren Höll, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Von der ersten Szene an war ich gefangen von der kantigen Persönlichkeit Tyll Ulenspiegel und vom unmittelbaren Erzählstils Kehlmanns. Von der ersten Szene an war ich gefangen von der kantigen Persönlichkeit Tyll Ulenspiegel und vom unmittelbaren Erzählstils Kehlmanns.

Svenja Disselbeck, Thalia-Buchhandlung Hürth

Kehlmann lässt den wohl bekanntesten Narr „Tyll Eulenspiegel“ durch Raum und Zeit springen! Historisch zwar nicht ganz korrekt, aber dennoch ein großes Leseerlebnis!
Kehlmann lässt den wohl bekanntesten Narr „Tyll Eulenspiegel“ durch Raum und Zeit springen! Historisch zwar nicht ganz korrekt, aber dennoch ein großes Leseerlebnis!

„Wiedergeburt einer legendären Figur“

Ines Böcker, Thalia-Buchhandlung Essen

Tyll Ulenspiegel, der Schelm, der einst beschloss, nie zu sterben ist eine legendäre Figur der deutschen Literatur, spätestens seit den Till Eulenspiegel Erzählungen von Erich Kästner. In Daniel Kehlmanns Buch reist Tyll mit einer Truppe von Gauklern durch das Deutschland des 30- jährigen Krieges und begegnet dabei nicht nur den ums Überleben kämpfenden einfachen Bürgern, sondern auch den weltlichen und kirchlichen Führern jener Zeit. Es entsteht das sprach- und bildgewaltige Panorama einer von Krieg und Gewalt aus den Fugen geratenen Welt, in der schon ein winziger Augenblick der Freude mehr als nur einen Hoffnungsschimmer bedeutete.
Ein außergewöhnliches Buch, bewegend, witzig, traurig und erschreckend, so vielfältig wie das Leben selbst, und mit der eindrucksvollen Botschaft, das Freude und Menschlichkeit selbst inmitten des größten Schreckens existieren.
Für mich eines der besten deutschsprachigen Bücher der vergangenen Jahre.
Tyll Ulenspiegel, der Schelm, der einst beschloss, nie zu sterben ist eine legendäre Figur der deutschen Literatur, spätestens seit den Till Eulenspiegel Erzählungen von Erich Kästner. In Daniel Kehlmanns Buch reist Tyll mit einer Truppe von Gauklern durch das Deutschland des 30- jährigen Krieges und begegnet dabei nicht nur den ums Überleben kämpfenden einfachen Bürgern, sondern auch den weltlichen und kirchlichen Führern jener Zeit. Es entsteht das sprach- und bildgewaltige Panorama einer von Krieg und Gewalt aus den Fugen geratenen Welt, in der schon ein winziger Augenblick der Freude mehr als nur einen Hoffnungsschimmer bedeutete.
Ein außergewöhnliches Buch, bewegend, witzig, traurig und erschreckend, so vielfältig wie das Leben selbst, und mit der eindrucksvollen Botschaft, das Freude und Menschlichkeit selbst inmitten des größten Schreckens existieren.
Für mich eines der besten deutschsprachigen Bücher der vergangenen Jahre.

„Deutschland im Dreißigjährigen Krieg“

Lisa Kohl, Thalia-Buchhandlung Hagen

Deutschland in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Es tobt der bis dato schlimmste Krieg, dringt in jedes kleine Dörfchen vor, betrifft jede einzelne Seele. Dreißig Jahre lang.
Das ist der Schauplatz von Kehlmanns Roman. Durch die Geschichte führt Tyll Ulenspiegel, der historisch gesehen in dieser Zeit überhaupt nichts zu suchen hat, sich aber mit seiner perfiden Art und seinem an Wahnsinn grenzenden Humor perfekt einfügt. Im Stil der Postmoderne ist "Tyll" ein Szenenmosaik in dem die Chronologie, ebenso wie die Grenze zwischen Fakt und Fiktion, häufig verschwimmt. Die Dialoge sind oft absurd komisch, fast vergnüglich, kippen aber genauso schnell ins Grausame, Abstoßende. Und so geht es dem Leser, wie dem Zuschauer von Tyll Ulenspiegels Darbietung, gerade noch lachte er, freute sich der Leichtigkeit, um im nächsten Moment an der Menschlichkeit, ja an der ganzen Welt zu zweifeln.
"Tyll" ist ein historischer Roman, zugleich aber, nach Aussage von Kehlmann selbst, hoch aktuell. Er habe sich des Stoffes angenommen, sagt er, auch wegen des Syrienkrieges. Damals hätten, in gewissem Sinne, syrische Verhältnisse in Deutschland geherrscht. Ich konnte die Parallelen nicht so deutlich erkennen, halte "Tyll" aber dennoch für einen (streckenweise) sehr gelungenen Roman.
Deutschland in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Es tobt der bis dato schlimmste Krieg, dringt in jedes kleine Dörfchen vor, betrifft jede einzelne Seele. Dreißig Jahre lang.
Das ist der Schauplatz von Kehlmanns Roman. Durch die Geschichte führt Tyll Ulenspiegel, der historisch gesehen in dieser Zeit überhaupt nichts zu suchen hat, sich aber mit seiner perfiden Art und seinem an Wahnsinn grenzenden Humor perfekt einfügt. Im Stil der Postmoderne ist "Tyll" ein Szenenmosaik in dem die Chronologie, ebenso wie die Grenze zwischen Fakt und Fiktion, häufig verschwimmt. Die Dialoge sind oft absurd komisch, fast vergnüglich, kippen aber genauso schnell ins Grausame, Abstoßende. Und so geht es dem Leser, wie dem Zuschauer von Tyll Ulenspiegels Darbietung, gerade noch lachte er, freute sich der Leichtigkeit, um im nächsten Moment an der Menschlichkeit, ja an der ganzen Welt zu zweifeln.
"Tyll" ist ein historischer Roman, zugleich aber, nach Aussage von Kehlmann selbst, hoch aktuell. Er habe sich des Stoffes angenommen, sagt er, auch wegen des Syrienkrieges. Damals hätten, in gewissem Sinne, syrische Verhältnisse in Deutschland geherrscht. Ich konnte die Parallelen nicht so deutlich erkennen, halte "Tyll" aber dennoch für einen (streckenweise) sehr gelungenen Roman.

„Wahrlich eine Narretei...“

Stephan Kliem, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Die Geschichte des Till Eulenspiegel eingebettet in die Zeit des 30-jährigen Krieges ist eine wahre Narretei! Danach unbedingt den Simplicissimus lesen, wunderbar! !! Die Geschichte des Till Eulenspiegel eingebettet in die Zeit des 30-jährigen Krieges ist eine wahre Narretei! Danach unbedingt den Simplicissimus lesen, wunderbar! !!

Tatjana Hefter, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Lassen Sie sich entführen ins 17. Jahrhundert und den Dreißigjährigen Krieg mit Tyll Ulenspiegel und Nele, seiner Gefährtin von Kindesbeinen an. Fesselnde Zeitreise von Anfang an! Lassen Sie sich entführen ins 17. Jahrhundert und den Dreißigjährigen Krieg mit Tyll Ulenspiegel und Nele, seiner Gefährtin von Kindesbeinen an. Fesselnde Zeitreise von Anfang an!

„Ein großartiger Roman!“

Julia Neubert, Thalia-Buchhandlung Dresden

Jedes Kind kennt hierzulande den Gaukler Till Eulenspiegel, der seine Streiche wohl im
14. Jahrhundert gespielt haben könnte, sofern es ihn denn tatsächlich gegeben hat.
In Kehlmanns historischem Roman wirkt „Tyll“ zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, den
Jahren zwischen 1618-1648, die geprägt sind von einem erbitterten Religionskrieg und
dem Kampf um die Vorherrschaft in Europa. Kehlmann lässt viele historische Figuren
auftreten, wie etwa den Jesuiten und Universalgelehrten Athanasius Kircher, der in der
holsteinischen Ebene nach Drachen sucht und mit Paul Fleming über dessen Bestrebungen
streitet, Gedichte in deutscher Sprache zu verfassen.

Außerdem begegnet man dem Winterkönig Friedrich von Böhmen und dessen Frau Elisabeth Stuart. Der arme Winterkönig, dessen Fehlentscheidungen mitverantwortlich für den Ausbruch des grausamen Krieges waren, stirbt im Beisein Tylls auf dem Rückweg aus Gustav Adolfs Kriegslager.

Bei allen lose verbundenen Abschnitten über erfundene oder historisch belegte Figuren bildet das Leben und Wirken des Tyll Ulenspiegels den Rahmen. Kehlmann gelingt es die verschiedenen Stränge meisterhaft miteinander zu verweben. Nicht zuletzt birgt der Roman einen meist sehr feinsinnigen und stellenweise derben Humor.
Daniel Kehlmann, preisgekrönter Autor von Bestsellern wie „Die Vermessung der Welt“ oder „Ruhm“, legt mit „Tyll“ einen grandiosen Roman vor, der zeitlos, spannend und äußerst unterhaltsam ist.

Jedes Kind kennt hierzulande den Gaukler Till Eulenspiegel, der seine Streiche wohl im
14. Jahrhundert gespielt haben könnte, sofern es ihn denn tatsächlich gegeben hat.
In Kehlmanns historischem Roman wirkt „Tyll“ zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, den
Jahren zwischen 1618-1648, die geprägt sind von einem erbitterten Religionskrieg und
dem Kampf um die Vorherrschaft in Europa. Kehlmann lässt viele historische Figuren
auftreten, wie etwa den Jesuiten und Universalgelehrten Athanasius Kircher, der in der
holsteinischen Ebene nach Drachen sucht und mit Paul Fleming über dessen Bestrebungen
streitet, Gedichte in deutscher Sprache zu verfassen.

Außerdem begegnet man dem Winterkönig Friedrich von Böhmen und dessen Frau Elisabeth Stuart. Der arme Winterkönig, dessen Fehlentscheidungen mitverantwortlich für den Ausbruch des grausamen Krieges waren, stirbt im Beisein Tylls auf dem Rückweg aus Gustav Adolfs Kriegslager.

Bei allen lose verbundenen Abschnitten über erfundene oder historisch belegte Figuren bildet das Leben und Wirken des Tyll Ulenspiegels den Rahmen. Kehlmann gelingt es die verschiedenen Stränge meisterhaft miteinander zu verweben. Nicht zuletzt birgt der Roman einen meist sehr feinsinnigen und stellenweise derben Humor.
Daniel Kehlmann, preisgekrönter Autor von Bestsellern wie „Die Vermessung der Welt“ oder „Ruhm“, legt mit „Tyll“ einen grandiosen Roman vor, der zeitlos, spannend und äußerst unterhaltsam ist.

Christina Fröhlink, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Normalerweise lese ich die Romane von Daniel Kehlmann sehr gerne, aber obwohl Erzählstil und Geschichte top sind, fehlt mir bei diesem Roman das gewisse Etwas, um mich zu fesseln.. Normalerweise lese ich die Romane von Daniel Kehlmann sehr gerne, aber obwohl Erzählstil und Geschichte top sind, fehlt mir bei diesem Roman das gewisse Etwas, um mich zu fesseln..

„Im Zwiespalt“

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Der neue Roman von Daniel Kehlmann hat mich hin- und hergerissen. Einzeln für sich gelesen fand ich die Kapitel interessant; der Hexenprozess, Tylls Kindheit oder die tragische Geschichte des Winterkönigs; als Roman im Ganzen, hat mich Tyll persönlich nicht überzeugt. Auch wenn ich mich da gegen viele Liebhaber und begeisterte Leser stelle.
Das erste Kapitel war für mich ganz großartig, aber der Rest war mit der Zeit einfach ermüdend. Vorallem die Beschreibung der Schlacht von Zusmarshausen.
Kehlmanns Sprache ist wunderbar und die enorme Recherchearbeit ist beachtenswert, aber nicht ausreichend um mich bei der Stange zu halten. Ich weiß nicht, ob es vielleicht ein wenig hochgegriffen ist, von einem nächsten Klassiker der Literatur zu sprechen, wie so manch ein begeisteter Kritiker konstatiert, vorallem solange es den „Simplicissimus“ über das Thema des Dreißigjährigen Krieges gibt.
Aber ich bin ja kein Literaturkritiker, sondern vorallem passionierte Leserin. Und das Schöne an Literatur ist ja, dass jeder Leser anders berührt wird und jeder beim Lesen etwas anderes für sich entdeckt und empfindet. Entscheiden Sie also selbst, ob die Lobeshymnen berechtigt sind.
Der neue Roman von Daniel Kehlmann hat mich hin- und hergerissen. Einzeln für sich gelesen fand ich die Kapitel interessant; der Hexenprozess, Tylls Kindheit oder die tragische Geschichte des Winterkönigs; als Roman im Ganzen, hat mich Tyll persönlich nicht überzeugt. Auch wenn ich mich da gegen viele Liebhaber und begeisterte Leser stelle.
Das erste Kapitel war für mich ganz großartig, aber der Rest war mit der Zeit einfach ermüdend. Vorallem die Beschreibung der Schlacht von Zusmarshausen.
Kehlmanns Sprache ist wunderbar und die enorme Recherchearbeit ist beachtenswert, aber nicht ausreichend um mich bei der Stange zu halten. Ich weiß nicht, ob es vielleicht ein wenig hochgegriffen ist, von einem nächsten Klassiker der Literatur zu sprechen, wie so manch ein begeisteter Kritiker konstatiert, vorallem solange es den „Simplicissimus“ über das Thema des Dreißigjährigen Krieges gibt.
Aber ich bin ja kein Literaturkritiker, sondern vorallem passionierte Leserin. Und das Schöne an Literatur ist ja, dass jeder Leser anders berührt wird und jeder beim Lesen etwas anderes für sich entdeckt und empfindet. Entscheiden Sie also selbst, ob die Lobeshymnen berechtigt sind.

Ein interessanter Roman, der auch zur heutigen Zeit einige sozialkritische Parallelen aufweist. Leider konnten mich Schreibstil und Story nicht gänzlich von sich überzeugen. Ein interessanter Roman, der auch zur heutigen Zeit einige sozialkritische Parallelen aufweist. Leider konnten mich Schreibstil und Story nicht gänzlich von sich überzeugen.

Lazhar Boutaiba, Thalia-Buchhandlung Berlin

Neuerfindung eines großen Klassikers in einem wunderbar geschriebenen Roman von Kehlmann. Sein bis bisher Bester! Neuerfindung eines großen Klassikers in einem wunderbar geschriebenen Roman von Kehlmann. Sein bis bisher Bester!

Nadine Thomas, Thalia-Buchhandlung Kassel, DEZ

Mein erster Kehlmann und ich muss sagen: ich mag seinen Stil. Literarisch, aber nicht zu "verschwurbelt". Man lernt Eulenspiegel noch einmal oder völlig neu kennen. Mein erster Kehlmann und ich muss sagen: ich mag seinen Stil. Literarisch, aber nicht zu "verschwurbelt". Man lernt Eulenspiegel noch einmal oder völlig neu kennen.

„Tyll Ulenspiegel - ein Narr, ein Toller!“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Die Tollheiten des Till Eulenpiegel sind wohl allseits bekannt. Der Narr aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der Gaukler, der Schelm.

Meisterhaft erzählt Kehlmann hier dessen Geschichte.
Aus der Sicht eines Jungen, der sein Spektakel bewundert; aus der einer Königin ohne Land; aus der eines Gelehrten; und auch aus der Sicht Tylls selbst zeichnet er ein Portrait ebendessen. Kehlmann zeigt Tyll, wie er wohl wirklich war: ein Narr, der in einer Welt voll Elend, Tod und Hunger nicht den Witz verliert.

Ein fesselnder Roman voll Wahrheit.
Die Tollheiten des Till Eulenpiegel sind wohl allseits bekannt. Der Narr aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der Gaukler, der Schelm.

Meisterhaft erzählt Kehlmann hier dessen Geschichte.
Aus der Sicht eines Jungen, der sein Spektakel bewundert; aus der einer Königin ohne Land; aus der eines Gelehrten; und auch aus der Sicht Tylls selbst zeichnet er ein Portrait ebendessen. Kehlmann zeigt Tyll, wie er wohl wirklich war: ein Narr, der in einer Welt voll Elend, Tod und Hunger nicht den Witz verliert.

Ein fesselnder Roman voll Wahrheit.

„Daniel Kehlmann in Höchstform“

Florian Bader, Thalia-Buchhandlung Jena

Hinter "Tyll" verbirgt sich die bekannte Geschichte um den Narren Till Eulenspiegel, welche Daniel Kehlmann als Grundlage genommen und kurzerhand ins 17. Jahrhundert und damit in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges verschoben hat. Aus dieser interessanten Kombination entsteht ein meisterhafter Roman, welcher die Schrecken der damaligen Zeit äußerst exakt abbildet und dabei hervorragend unterhält. Hinter "Tyll" verbirgt sich die bekannte Geschichte um den Narren Till Eulenspiegel, welche Daniel Kehlmann als Grundlage genommen und kurzerhand ins 17. Jahrhundert und damit in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges verschoben hat. Aus dieser interessanten Kombination entsteht ein meisterhafter Roman, welcher die Schrecken der damaligen Zeit äußerst exakt abbildet und dabei hervorragend unterhält.

„Wer ist hier der Narr?“

Katrin Knauft, Thalia-Buchhandlung Bernburg (Saale)

Wir Leser begleiten einen hinterlistig zynischen Tyll durch die Irrungen und Wirrungen des 30jährigen Krieges und begegnen dabei zahlreichen historischen Figuren. Einfach ein außergewöhnlich und grandios erzählter Roman! Wir Leser begleiten einen hinterlistig zynischen Tyll durch die Irrungen und Wirrungen des 30jährigen Krieges und begegnen dabei zahlreichen historischen Figuren. Einfach ein außergewöhnlich und grandios erzählter Roman!

Spannende Zusammenführung der Figur des Narren Tyll Ulenspiegel und der schrecklichen Ereignisse des 30jährigen Krieges. Am Ende bleibt die Frage: Sind wir nicht alle Narren?! Spannende Zusammenführung der Figur des Narren Tyll Ulenspiegel und der schrecklichen Ereignisse des 30jährigen Krieges. Am Ende bleibt die Frage: Sind wir nicht alle Narren?!

Claudia Bremer, Thalia-Buchhandlung Bremen

Tyll Ulenspiegel in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges versetzt. Im Chaos und der Gewalt des Krieges steht er für die Möglichkeiten der Kunst. Große und beeindruckende Bilder. Tyll Ulenspiegel in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges versetzt. Im Chaos und der Gewalt des Krieges steht er für die Möglichkeiten der Kunst. Große und beeindruckende Bilder.

Marcel Armlich, Thalia-Buchhandlung Düren

Der wohl bekannteste Gaukler wird von Kehlmann in den 30-jährigen Krieg versetzt. Sprachlich beeindruckend. Großartig gezeichnete Charaktere treffen auf spannende Geschichte. Toll! Der wohl bekannteste Gaukler wird von Kehlmann in den 30-jährigen Krieg versetzt. Sprachlich beeindruckend. Großartig gezeichnete Charaktere treffen auf spannende Geschichte. Toll!

Viviana Westphal, Thalia-Buchhandlung Neuss

Till Eulenspiegel im dreißigjährigen Krieg? Geht das? Ja! Kehlmann schafft es, der schalkhaften Figur in einer für sie sehr ungewöhnlichen Umgebung überzeugend Leben einzuhauchen. Till Eulenspiegel im dreißigjährigen Krieg? Geht das? Ja! Kehlmann schafft es, der schalkhaften Figur in einer für sie sehr ungewöhnlichen Umgebung überzeugend Leben einzuhauchen.

„Der Dreissigjährige Krieg aus der Sicht des Narren“

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Ein historischer Roman im 30jährigen Krieg spielend ,erzählt von "Tyll", einer Mischung aus Till Eulenspiegel und de Costers Ulenspiegel. Exzellent von Daniel Kehlmann recherchiert und wunderbar geschrieben! Ein historischer Roman im 30jährigen Krieg spielend ,erzählt von "Tyll", einer Mischung aus Till Eulenspiegel und de Costers Ulenspiegel. Exzellent von Daniel Kehlmann recherchiert und wunderbar geschrieben!

Dorothea Weiss, Thalia-Buchhandlung Jena

Tylls Abenteuer geben uns einen Einblick in das Grauen, die Armut und den Machtmissbrauch während des Dreißigjährigen Krieges als Spiegelbild unserer Gegenwart! Großes Kino!! Tylls Abenteuer geben uns einen Einblick in das Grauen, die Armut und den Machtmissbrauch während des Dreißigjährigen Krieges als Spiegelbild unserer Gegenwart! Großes Kino!!

„Wieder ein unglaublich guter Kehlmann“

Christine Fehlhaber, Thalia-Buchhandlung Dresden

Was für ein grandioses Buch. Eigentlich hat es mich gar nicht so interessiert, aber da ich Daniel Kehlmann sehr schätze, hab ich doch mal angefangen und...konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Es ist unglaublich kraftvoll geschrieben und eine wirklich faszinierende Geschichte. So lass ich mir auch historische Romane gefallen. Was für ein grandioses Buch. Eigentlich hat es mich gar nicht so interessiert, aber da ich Daniel Kehlmann sehr schätze, hab ich doch mal angefangen und...konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Es ist unglaublich kraftvoll geschrieben und eine wirklich faszinierende Geschichte. So lass ich mir auch historische Romane gefallen.

„Großer Roman, große Unterhaltung“

Ulrich Kienast, Thalia-Buchhandlung Wolfsburg

Ein großer Roman, der an große Vorläufer anknüpft und doch ganz eigenständig und zeitgenössisch ist. Für mich bisher der beste Roman, den ich diesen Herbst gelesen habe, ein sprachlicher und ästhetischer Höhepunkt. Und doch gut lesbar und unserem heutigen (berechtigtem?) Unterhaltungsbedürfnis entsprechend. Daher eine ganz eindringliche Empfehlung an alle. Ein großer Roman, der an große Vorläufer anknüpft und doch ganz eigenständig und zeitgenössisch ist. Für mich bisher der beste Roman, den ich diesen Herbst gelesen habe, ein sprachlicher und ästhetischer Höhepunkt. Und doch gut lesbar und unserem heutigen (berechtigtem?) Unterhaltungsbedürfnis entsprechend. Daher eine ganz eindringliche Empfehlung an alle.

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Meine unbedingte Leseempfehlung für diesen Herbst.
Der dreißigjährige Krieg wird mit allen Sinnen erlebbar.
Meine unbedingte Leseempfehlung für diesen Herbst.
Der dreißigjährige Krieg wird mit allen Sinnen erlebbar.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein ungewöhnlicher, aber spannender Rückblick auf den 30jährigen Krieg. Kehlmann verleiht der Erzählung einen schalkhaften Ton, der ganz im Sinne Till Eulenspiegels steht. Ein ungewöhnlicher, aber spannender Rückblick auf den 30jährigen Krieg. Kehlmann verleiht der Erzählung einen schalkhaften Ton, der ganz im Sinne Till Eulenspiegels steht.

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Für mich der beste Roman des Jahres. Die Figur des Tyll Eulenspiegel hilft uns Lesern die Grauen der kriegerischen Jahre des 17. Jahrhunderts zu überstehen. Ein zauberhaftes Buch. Für mich der beste Roman des Jahres. Die Figur des Tyll Eulenspiegel hilft uns Lesern die Grauen der kriegerischen Jahre des 17. Jahrhunderts zu überstehen. Ein zauberhaftes Buch.

Rita Berhausen, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Man muss sich auf die besondere Erzählart einlassen, die Zeitsprünge und den zum Teil naiven Blick - dann reißt dieser Roman mit und nimmt komplett gefangen. Außergewöhnlich! Man muss sich auf die besondere Erzählart einlassen, die Zeitsprünge und den zum Teil naiven Blick - dann reißt dieser Roman mit und nimmt komplett gefangen. Außergewöhnlich!

„Ein echter Buch-Hochgenuss! “

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Ein ungewöhnlicher, großartig zu lesender Mix aus Historienroman, Schelmenstück & Drama. Die Zeit des 30jährigen Krieges ist ein Schauplatz für einzigartige Figuren, die man nie wieder vergisst. Einfach genial! Ein ungewöhnlicher, großartig zu lesender Mix aus Historienroman, Schelmenstück & Drama. Die Zeit des 30jährigen Krieges ist ein Schauplatz für einzigartige Figuren, die man nie wieder vergisst. Einfach genial!

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Die apokalyptische Welt des 30jährigen Krieges gespiegelt in der Person eines Narren. Das weitgehend fiktive Leben des Tyll Uhlenspiegel, meisterhaft gezeichnet. Die apokalyptische Welt des 30jährigen Krieges gespiegelt in der Person eines Narren. Das weitgehend fiktive Leben des Tyll Uhlenspiegel, meisterhaft gezeichnet.

„Schalkhaft, Schmerzhaft, Schön“

Simon Nitsch, Thalia-Buchhandlung Gießen

Kehlmanns Roman/Kurzgeschichtensammlung/Epochenportrait hat mich ab den ersten Seiten gefesselt und bis zur letzten nicht mehr losgelassen.
Die düstere Zeit des Dreissigjährigen Krieges, der ganz Deutschland in Flammen setzte, wird um Tyll herum lebendig, der schalkhaft durch sie hindurch tanzt, mal hier mal dort, nie festzuhalten, erzählt von verschiedenen Charakteren, die ihm begegnet sind.
Kehlmanns Roman/Kurzgeschichtensammlung/Epochenportrait hat mich ab den ersten Seiten gefesselt und bis zur letzten nicht mehr losgelassen.
Die düstere Zeit des Dreissigjährigen Krieges, der ganz Deutschland in Flammen setzte, wird um Tyll herum lebendig, der schalkhaft durch sie hindurch tanzt, mal hier mal dort, nie festzuhalten, erzählt von verschiedenen Charakteren, die ihm begegnet sind.

„Kehlmanns Europa-Roman auf dem Weg zum Klassiker?“

Gerd Gewinner, Thalia-Buchhandlung Hof

Es ist wahrlich großes Kino, was hier der Autor mit seinem "Tyll", einer urdeutschen Narrenfigur, mit dem Dreißigjährigen Krieg fiktiv verbunden hat. Für mich sein bisher bestes Werk. Es ist wahrlich großes Kino, was hier der Autor mit seinem "Tyll", einer urdeutschen Narrenfigur, mit dem Dreißigjährigen Krieg fiktiv verbunden hat. Für mich sein bisher bestes Werk.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Für Liebhaber "literarischer" historischer Romane eine unbedingte Empfehlung. Für Liebhaber "literarischer" historischer Romane eine unbedingte Empfehlung.

Christian Schumacher, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Tyll erlebt die Schrecken des 30 jährigen Krieges, mittendrin und oft absurd, genau wie der Krieg und seine Schreckensmeister selbst. Sprachlich genial. Ein wundervolles Buch! Tyll erlebt die Schrecken des 30 jährigen Krieges, mittendrin und oft absurd, genau wie der Krieg und seine Schreckensmeister selbst. Sprachlich genial. Ein wundervolles Buch!

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Der Roman große Kunst! Mit leichter Hand spinnt Kehlmann ein Netz aus Erzählfäden und webt daraus einen bunten Teppich, auf dem das 17. Jahrhundert und der Krieg sichtbar werden. Der Roman große Kunst! Mit leichter Hand spinnt Kehlmann ein Netz aus Erzählfäden und webt daraus einen bunten Teppich, auf dem das 17. Jahrhundert und der Krieg sichtbar werden.

Stefanie Schmidt, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

An Kehlmanns neuem Werk werden sich sicherlich die Geister scheiden. Trotz toller Kritiken und offensichtlich guter Recherche, bin auch ich mir uneins. Entscheiden Sie also selbst! An Kehlmanns neuem Werk werden sich sicherlich die Geister scheiden. Trotz toller Kritiken und offensichtlich guter Recherche, bin auch ich mir uneins. Entscheiden Sie also selbst!

Alexandra Herrmann, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Großartig! Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, das einem aber dafür auch einen außergewöhnlichen Lesegenuss zurückschenkt. Genau richtig für lange Winterabende. Großartig! Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, das einem aber dafür auch einen außergewöhnlichen Lesegenuss zurückschenkt. Genau richtig für lange Winterabende.

„"Nicht sterben, kleine Liz. Das ist viel besser."“

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

"Der Tod immer noch neu für uns, und die Dinge der Lebenden sind uns nicht gleichgültig. Denn es ist alles nicht lang her."

Der Dreißigjährige Krieg tobt.
Wie ein dunkler Schatten legt er sich auf jedes noch so kleine Dorf, dringt ein in jedes Haus, in jede Mühle, beherrscht das Denken jeder einzelne Person. Die Menschen haben Hunger, suchen Schutz, in ihren zerstörten Städten, ihren zerstören Häusern. Suchen nach einen Sinn nicht aufzugeben, weiterzukämpfen.
Inmitten des Grauen ist Tyll, Artist, Schalk, Überlebenskünstler, der, nachdem aus seinem Heimatdorf geflohen, sein Glück als freier Künstler versucht.
Tyll manipuliert, täuscht, führt den Menschen ihre wahre Natur vor Augen. Denn Tyll ist ein Narr. Und ein Narr darf alles.
Und Tyll führt uns, führt uns durch die Welt des Dreißigjährigen Krieges, mal als Nebendarsteller, mal als Hauptfigur, immer mit einem wissenden Blick, tief hinein in das Geschehen.
Wir treffen sie alle auf unserem Weg durch das Grauen, durch die Plündereien und das Morden: einfache Bauern, die all ihr Hab und Gut verloren haben. Königliche Hoheiten, die das einfache Proletariat nur als Spielball benutzen, in einem Spiel um Macht, Territorium und Ruhm. Wir treffen auf Kleriker, auf die Inquisition, auf Henker, ohne wirkliche Richter.
Wir treffen auf den Winterkönig und seine Frau Elisabeth Stuart, die beide scheitern und einen Krieg auslösen, einen Krieg von unermesslicher Dimension.
Und wir treffen auf den schwarzen Tod, der seine Bahnen zieht, langsam, unbemerkt und im Hintergrund.
Die Pest.

Es ist ein eigener Kosmos, in den uns Kehlmann mit seinem neuen Roman entführt. Ein Leben, in dem Magie und Drachen, sprechende Esel und magische Quadrate zur Realität gehören.
Es ist ein Leben voller Gewalt und Hoffnungslosigkeit, voller unterdrückter Sehnsüchte und Scheitern.
Und doch ist Kehlmanns Roman alles andere als ein bloßes, eindimensionales Sinnbild von Traurigkeit. Er strotzt nur so vor Humor und Witz, absurden Dialogen und skurrilen (und historisch wirklich existierenden) Persönlichkeiten auf der einen Seite und Gewalt, Krieg und Verlust auf der anderen Seite. So scheint es beinahe, man selbst wäre Teil des Krieges, man selbst wäre Teil dieser Welt. Denn man kann ihn riechen, den Krieg, kann ihn schmecken, kann ihn sehen, den schwarzen Tod, die mit Blasen übersehen Leichen.

Kehlmanns Stil ist leicht, er tanzt auf einem Seil, ganz wie Tyll dies tut, er schlägt Bogen und verwebt geschickt historische Ereignisse mit Fiktion. Seine Bilder sind intensiv, gewaltig, entwickeln eine eigene Sogkraft, die ein Entkommen unmöglich macht.
Dabei ist vor allem der Beginn des Romans, der Prolog und die Geschichte von der Hinrichtung Tyll’s Vaters, ein Meisterstück, eine hohe Messlatte, die im weiteren Verlauf der Geschichte in dieser Weise nicht mehr erreicht wird. Eine Tatsache, die der Genialität dieses Romans aber nicht den geringsten Abbruch tut.

Und so ist „Tyll" ist nicht mehr und nicht weniger als ein monumentales Epos des Dreißigjährigen Krieges.
Es ist nicht mehr und nicht weniger, als eine Geschichte über das Leben eines Außenseiters in einer Welt, die vollends in ihre Stücke zerbricht.
Es ist nicht mehr und nicht weniger, als einer der besten Romane des Jahres.


„Aber weißt du, was besser ist? Noch besser als friedlich sterben?“
„Sag es mir.“
„Nicht sterben, kleine Liz. Das ist viel besser.“
"Der Tod immer noch neu für uns, und die Dinge der Lebenden sind uns nicht gleichgültig. Denn es ist alles nicht lang her."

Der Dreißigjährige Krieg tobt.
Wie ein dunkler Schatten legt er sich auf jedes noch so kleine Dorf, dringt ein in jedes Haus, in jede Mühle, beherrscht das Denken jeder einzelne Person. Die Menschen haben Hunger, suchen Schutz, in ihren zerstörten Städten, ihren zerstören Häusern. Suchen nach einen Sinn nicht aufzugeben, weiterzukämpfen.
Inmitten des Grauen ist Tyll, Artist, Schalk, Überlebenskünstler, der, nachdem aus seinem Heimatdorf geflohen, sein Glück als freier Künstler versucht.
Tyll manipuliert, täuscht, führt den Menschen ihre wahre Natur vor Augen. Denn Tyll ist ein Narr. Und ein Narr darf alles.
Und Tyll führt uns, führt uns durch die Welt des Dreißigjährigen Krieges, mal als Nebendarsteller, mal als Hauptfigur, immer mit einem wissenden Blick, tief hinein in das Geschehen.
Wir treffen sie alle auf unserem Weg durch das Grauen, durch die Plündereien und das Morden: einfache Bauern, die all ihr Hab und Gut verloren haben. Königliche Hoheiten, die das einfache Proletariat nur als Spielball benutzen, in einem Spiel um Macht, Territorium und Ruhm. Wir treffen auf Kleriker, auf die Inquisition, auf Henker, ohne wirkliche Richter.
Wir treffen auf den Winterkönig und seine Frau Elisabeth Stuart, die beide scheitern und einen Krieg auslösen, einen Krieg von unermesslicher Dimension.
Und wir treffen auf den schwarzen Tod, der seine Bahnen zieht, langsam, unbemerkt und im Hintergrund.
Die Pest.

Es ist ein eigener Kosmos, in den uns Kehlmann mit seinem neuen Roman entführt. Ein Leben, in dem Magie und Drachen, sprechende Esel und magische Quadrate zur Realität gehören.
Es ist ein Leben voller Gewalt und Hoffnungslosigkeit, voller unterdrückter Sehnsüchte und Scheitern.
Und doch ist Kehlmanns Roman alles andere als ein bloßes, eindimensionales Sinnbild von Traurigkeit. Er strotzt nur so vor Humor und Witz, absurden Dialogen und skurrilen (und historisch wirklich existierenden) Persönlichkeiten auf der einen Seite und Gewalt, Krieg und Verlust auf der anderen Seite. So scheint es beinahe, man selbst wäre Teil des Krieges, man selbst wäre Teil dieser Welt. Denn man kann ihn riechen, den Krieg, kann ihn schmecken, kann ihn sehen, den schwarzen Tod, die mit Blasen übersehen Leichen.

Kehlmanns Stil ist leicht, er tanzt auf einem Seil, ganz wie Tyll dies tut, er schlägt Bogen und verwebt geschickt historische Ereignisse mit Fiktion. Seine Bilder sind intensiv, gewaltig, entwickeln eine eigene Sogkraft, die ein Entkommen unmöglich macht.
Dabei ist vor allem der Beginn des Romans, der Prolog und die Geschichte von der Hinrichtung Tyll’s Vaters, ein Meisterstück, eine hohe Messlatte, die im weiteren Verlauf der Geschichte in dieser Weise nicht mehr erreicht wird. Eine Tatsache, die der Genialität dieses Romans aber nicht den geringsten Abbruch tut.

Und so ist „Tyll" ist nicht mehr und nicht weniger als ein monumentales Epos des Dreißigjährigen Krieges.
Es ist nicht mehr und nicht weniger, als eine Geschichte über das Leben eines Außenseiters in einer Welt, die vollends in ihre Stücke zerbricht.
Es ist nicht mehr und nicht weniger, als einer der besten Romane des Jahres.


„Aber weißt du, was besser ist? Noch besser als friedlich sterben?“
„Sag es mir.“
„Nicht sterben, kleine Liz. Das ist viel besser.“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Der bekannte Schalk, der einem schon in Kinderbüchern begegnete & womöglich immer unangenehm war - bei Kehlmann wird man ihn sehr mögen. Ein wild unterhaltsames Buch voller Poesie. Der bekannte Schalk, der einem schon in Kinderbüchern begegnete & womöglich immer unangenehm war - bei Kehlmann wird man ihn sehr mögen. Ein wild unterhaltsames Buch voller Poesie.

Tyll liest sich wie eine wilde Reise. Es reiht sich meiner Meinung nach in die Riege der großen Klassiker wie Mephisto oder auch Meister und Margarita ein. Große Klasse!!! Tyll liest sich wie eine wilde Reise. Es reiht sich meiner Meinung nach in die Riege der großen Klassiker wie Mephisto oder auch Meister und Margarita ein. Große Klasse!!!

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Till Eulenspiegel und das Porträt des Dreißigijährigen Krieges! Andeutungsreich und spannungsvoll geschrieben! Unbedingt lesen und verschenken! Till Eulenspiegel und das Porträt des Dreißigijährigen Krieges! Andeutungsreich und spannungsvoll geschrieben! Unbedingt lesen und verschenken!

Andrea Becker, Thalia-Buchhandlung Fulda

Ein durchaus anspruchsvoller historischer Roman, der zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges spielt. Verschiedene Hauptpersonen beleuchten die harten Bedingungen in diesen Jahren. Ein durchaus anspruchsvoller historischer Roman, der zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges spielt. Verschiedene Hauptpersonen beleuchten die harten Bedingungen in diesen Jahren.

Nicole Simic, Thalia-Buchhandlung Remscheid

Der Roman von Daniel Kehlmann zeigt einem das grausame Bild des Dreißigjährigen Krieges.
Die Geschichte ist immer wieder lustig, ironisch und zugleich tragisch. Sehr lesenswert!
Der Roman von Daniel Kehlmann zeigt einem das grausame Bild des Dreißigjährigen Krieges.
Die Geschichte ist immer wieder lustig, ironisch und zugleich tragisch. Sehr lesenswert!

„Mit Tyll Ulenspiegel durch die düsteren Wirren des 30jährigen Krieges“

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Tyll Ulenspiegel ist ein Narr, ein Schalk, der gut Jonglieren und balancieren kann und den Menschen Streiche spielt, indem er so tut, als würde er ihre Bedürfnisse und heimlichen Wünsche erfüllen. So beginnt auch der großartig erzählte Roman von Kehlmann. Tyll kommt in eine Stadt und alle Menschen reißen sich um ihn und merken nicht, dass er sie zu Marionetten seiner Streiche macht. Zum Schluss kommt es zu einer Massenschlägerei, welche deutlich macht, wie viel Wut in den Bauern ist und wie schnell sich die augenscheinliche zivile Gesellschaft in Luft auflösen kann.

Genauso sind die Vorgänge, die Plündereien und das Morden des Dreißigjährigen Krieges zu erklären, worin es in diesem Roman eigentlich geht. Die Menschen werden als Spielball der politischen Mächte genutzt und ihren Interessen geopfert. Von religiösen Kontroversen keine Spur.

Als Hauptfiguren taucht neben Tyll Ulenspiegel der pfälzische Winterkönig, Friedrich V., auf, der sich zum König von Böhmen krönen ließ und damit den Beginn des Dreißigjährigen Krieges auslöste.

Eine andere wichtige Figur ist Anathasius Kircher. Wissenschaft und Magie waren in dieser Zeit auf eine besondere Art und Weise miteinander verknüpft. So versucht der Gelehrte Anthanasius Kircher, die Pest durch Drachenblut zu bekämpfen und macht sich auf den Weg nach Holstein, wo er Drachen vermutet. Auf dem Weg zum Drachen treffen sie auf Tyll, der Kircher von Früher kennt: Kircher war dafür verantwortlich, dass sein Vater, ein einfacher Müller als Hexer gehängt wurde und er sein Dorf verlassen musste. Der Müller war allerdings im Gegensatz zu dem Gelehrten Kircher nicht der lateinischen Sprache fähig, daher wurde ihm das Denken verboten. Alle seine intelligenten philosophischen und mathematischen Gedanken wurden im Hexenprozess gegen ihn verwendet, während Kircher elaboriert jeden Unsinn zu Papier bringen durfte.

Das besonder an diesem Roman ist, dass es alle Personen wirklich gab außer Tyll, deren Legende Kehlmann nutzt, um die Ereignisse mit einem roten Faden zu verknüpfen. Mitgerissene hat mich die apokalyptische Stimmung in Zusammenhang mit dem glauben an Magie. Ein Interesse an den politischen und geschichtlichen Hintergründe zum Dreißigjährigen Krieg ist allerdings notwendig, sonst kann man diesen Roman nicht vollends genießen.
Tyll Ulenspiegel ist ein Narr, ein Schalk, der gut Jonglieren und balancieren kann und den Menschen Streiche spielt, indem er so tut, als würde er ihre Bedürfnisse und heimlichen Wünsche erfüllen. So beginnt auch der großartig erzählte Roman von Kehlmann. Tyll kommt in eine Stadt und alle Menschen reißen sich um ihn und merken nicht, dass er sie zu Marionetten seiner Streiche macht. Zum Schluss kommt es zu einer Massenschlägerei, welche deutlich macht, wie viel Wut in den Bauern ist und wie schnell sich die augenscheinliche zivile Gesellschaft in Luft auflösen kann.

Genauso sind die Vorgänge, die Plündereien und das Morden des Dreißigjährigen Krieges zu erklären, worin es in diesem Roman eigentlich geht. Die Menschen werden als Spielball der politischen Mächte genutzt und ihren Interessen geopfert. Von religiösen Kontroversen keine Spur.

Als Hauptfiguren taucht neben Tyll Ulenspiegel der pfälzische Winterkönig, Friedrich V., auf, der sich zum König von Böhmen krönen ließ und damit den Beginn des Dreißigjährigen Krieges auslöste.

Eine andere wichtige Figur ist Anathasius Kircher. Wissenschaft und Magie waren in dieser Zeit auf eine besondere Art und Weise miteinander verknüpft. So versucht der Gelehrte Anthanasius Kircher, die Pest durch Drachenblut zu bekämpfen und macht sich auf den Weg nach Holstein, wo er Drachen vermutet. Auf dem Weg zum Drachen treffen sie auf Tyll, der Kircher von Früher kennt: Kircher war dafür verantwortlich, dass sein Vater, ein einfacher Müller als Hexer gehängt wurde und er sein Dorf verlassen musste. Der Müller war allerdings im Gegensatz zu dem Gelehrten Kircher nicht der lateinischen Sprache fähig, daher wurde ihm das Denken verboten. Alle seine intelligenten philosophischen und mathematischen Gedanken wurden im Hexenprozess gegen ihn verwendet, während Kircher elaboriert jeden Unsinn zu Papier bringen durfte.

Das besonder an diesem Roman ist, dass es alle Personen wirklich gab außer Tyll, deren Legende Kehlmann nutzt, um die Ereignisse mit einem roten Faden zu verknüpfen. Mitgerissene hat mich die apokalyptische Stimmung in Zusammenhang mit dem glauben an Magie. Ein Interesse an den politischen und geschichtlichen Hintergründe zum Dreißigjährigen Krieg ist allerdings notwendig, sonst kann man diesen Roman nicht vollends genießen.

„Fesselnd!“

Sebastian Krieg, Thalia-Buchhandlung Kassel

Dieses Buch ist - besonders im ersten Teil - fesselnd, es ist klug, heiter, elend, sprachgewaltig. Tyll Ulenspiegel tritt im Buch episodisch auf, erzählt wird die Geschichte an verschiedenen Orten während des Dreißigjährigen Krieges. Kehlmann versteht es virtuos, ein Sittenbild zu erschaffen und dabei Magie, die Grausamkeiten des 17. Jahrhunderts, deren geschichtliche Hintergründe und den ironischen Narrenwitz Eulenspiegels in einer Geschichte zu verschmelzen.
Kurz: Eine sehr vergnügliche Lektüre!
Dieses Buch ist - besonders im ersten Teil - fesselnd, es ist klug, heiter, elend, sprachgewaltig. Tyll Ulenspiegel tritt im Buch episodisch auf, erzählt wird die Geschichte an verschiedenen Orten während des Dreißigjährigen Krieges. Kehlmann versteht es virtuos, ein Sittenbild zu erschaffen und dabei Magie, die Grausamkeiten des 17. Jahrhunderts, deren geschichtliche Hintergründe und den ironischen Narrenwitz Eulenspiegels in einer Geschichte zu verschmelzen.
Kurz: Eine sehr vergnügliche Lektüre!

Bettina Mohler, Thalia-Buchhandlung Soest

Wie erzählt man von Blut, Pest, Elend, Gestank? Mit viel Spott und einer Menge Spaß, so wie Daniel Kehlmann. Ein Meisterwerk à la Umberto Eco, ein Muss für Geschichtsfans. Toll!!! Wie erzählt man von Blut, Pest, Elend, Gestank? Mit viel Spott und einer Menge Spaß, so wie Daniel Kehlmann. Ein Meisterwerk à la Umberto Eco, ein Muss für Geschichtsfans. Toll!!!

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Tyll Ulenspiegel ist der Protagonist in Kehlmanns neuem, sprachlich vielfältigem Historienroman. Der Dreißigjährige Krieg hat das Land verwüstet und Tyll ist auf der Flucht. Tyll Ulenspiegel ist der Protagonist in Kehlmanns neuem, sprachlich vielfältigem Historienroman. Der Dreißigjährige Krieg hat das Land verwüstet und Tyll ist auf der Flucht.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
73 Bewertungen
Übersicht
55
10
6
2
0

Den kennt man doch!
von Daniela Parau am 22.05.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Beim ersten Griff zu ?Tyll? war mir nicht bewusst was mich erwarten würde. Ich hatte mit einer Erzählung über den 30jährigen Krieg gerechnet. Einen Exkurs in die Geschichte des deutschen Reiches römischer Nation. Dass dieses Buch die Lebensgeschichte einer der legendärsten und doch unbehelligtsten Personen der deutschen Geschichte sein... Beim ersten Griff zu ?Tyll? war mir nicht bewusst was mich erwarten würde. Ich hatte mit einer Erzählung über den 30jährigen Krieg gerechnet. Einen Exkurs in die Geschichte des deutschen Reiches römischer Nation. Dass dieses Buch die Lebensgeschichte einer der legendärsten und doch unbehelligtsten Personen der deutschen Geschichte sein sollte ? das war eine Überraschung. Ein großartiger Roman über Till Eulenspiegel. So facettenreich und tief wie man es von einem Daniel Kehlmann erwartet. Einfach ein Muss!

von einer Kundin/einem Kunden am 18.04.2018
Bewertet: anderes Format

Der Roman wird aus Sicht verschiedener Figuren erzählt, wobei die Handlung durch Tyll Ulenspiegel zusammengehalten wird. Kehlmann hat ein tolles Tempo. Sehr lesenswert!

Packend, aber lang
von einer Kundin/einem Kunden am 03.03.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Hat mir sehr gut gefallen. Viele vom Autor sorgfältig recherchierte Details, zT sehr drastische Darstellungen des brutalen Kriegsgeschehen. Nichtsdestotrotz packende Lektüre!