Mein Himmel brennt

Die Geschichte einer Kindheit im Münsterland

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¿Die Asche meiner Mutter aus dem Münsterland¿ titelten die Westfälischen Nachrichten nach Erscheinen des Debütromans von Heinrich von der Haar. ¿In einer dichten poetischen Sprache schildert der Autor die Kindheit in den 50er und 60er Jahren im Dorf. Ein gleichzeitig erschütterndes und berührendes literarisches Zeitdokument um eine Familie in den Nachkriegsjahren.¿
Seit seiner frühesten Kindheit kennt der Bauernjunge Heini nur Arbeit. Von morgens bis abends schuftet er auf dem Hof seines starrköpfigen Vaters. Von ihm immer wieder verprügelt, von seinen Geschwistern unverstanden, von seiner immer schwangeren Mutter nicht wirklich geliebt, ohne richtige Freunde, sucht Heini Trost und Halt im Glauben.
Zweifel und Selbstzweifel nagen an dem Jungen, der gegen das dörfliche Leben und die Strenge und den Willen seines Vaters aufbegehrt. Doch in seinem Kampf um Unabhängigkeit und Freiheit bleibt Heini allein. Als er dann von einem Kirchenvertreter sexuell missbraucht wird, bricht seine Welt zusammen.
Zweifelnd und verzweifelnd versucht der Junge, seinen Weg ¿ gegen Vater, Familie, Kirche und Dorf ¿ zu gehen. Der Glaube an das Schöne lässt ihn nicht aufgeben: Er lernt das Mädchen Isolde kennen¿
Eine traurige und zugleich wunderbare Hommage an das Leben und an die Hoffnung.

Portrait
Über den Autor
Der im Münsterland geborene Autor Heinrich von der Haar hatte zehn Geschwister und wuchs auf einem kleinen Bauernhof auf. Seine Kindheit war geprägt von schwerer körperlicher Arbeit, Schlägen und Lieblosigkeit. Auf dem zweiten Bildungsweg erlangte er das Abitur und verließ das Münsterland, um in Augsburg und Berlin Soziologie, Philosophie, Betriebswirtschaft und Wirtschaftspädagogik zu studieren. Der promovierte Soziologe veröffentlichte zahlreiche Sachbücher, unter anderem das Standardwerk „Kinderarbeit in Deutschland“, das ebenfalls bei den Kulturmaschinen erschienen ist. 2010 erschien sein preisgekrönter Roman „Mein Himmel brennt“, der von der Kritik und den Lesern begeistert aufgenommen worden ist.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 530
Erscheinungsdatum Dezember 2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-943977-07-3
Verlag Kulturmaschinen Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,9/3,8 cm
Gewicht 560 g
Auflage 1. Korr. u. überarbeitete Auflage
Illustrator Vladi Krafft
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Kundenbewertungen

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heidenspaß
von einer Kundin/einem Kunden aus berlin am 09.05.2013

statt höllenqual. der sinn liegt im sinnlichen und nicht im übersinnlichen. wie gut, dass der heini im armseligen , abgelegenen münsterland mit dem plumpsklo und kindern, eingesperrt in die holzkiste, das noch auf die reihe gekriegt hat. spannend erzählt!!! früher hieß es "schwarz - münster - paderborn"

Auch für Großstädter
von Solveig Imlau am 20.03.2013

Ein in der frühen Kindheit mit Alpträumen geplagter Junge wächst mit seinen 10 Geschwistern und den streng katholischen Eltern auf einem kleinen Bauernhof auf. Hin und her gerissen zwischen Arbeit auf dem Feld, Kirche und Schule kann er dem gefühlsarmen Vater nichts recht machen und wird wegen schlechter Noten... Ein in der frühen Kindheit mit Alpträumen geplagter Junge wächst mit seinen 10 Geschwistern und den streng katholischen Eltern auf einem kleinen Bauernhof auf. Hin und her gerissen zwischen Arbeit auf dem Feld, Kirche und Schule kann er dem gefühlsarmen Vater nichts recht machen und wird wegen schlechter Noten mit dem Stock misshandelt, dass ihm zwischen den Striemen die Haut aufplatzt. Ständig in Angst, den Hof zu verlieren, gibt der Vater Kinder an Bauern oder einer kinderlosen Tante ab, was die Mutter belastet und die Fronten verhärtet. Der Junge verliert den Glauben an sich, seiner Kirche und Familie. Und als er mit 15 Jahren den Hof verlassen will, um weiter zur Schule zu gehen, lässt der Vater ihn nicht gehen. Die Situation eskaliert... Besonders in der zweiten Hälfe war die Gewalt grausig, obwohl es Gewalt in diesem Ausmaß in den Großstädten leider auch gab. Nur wurde diese damals unter den Tisch gekehrt, und Kindern wurde grundsätzlich nicht geglaubt. Bei vielen Kindern hatte das schlimme "Nachwirkungen". Das Buch ist auf jeden Fall auch für Großstädter geeignet. Solveig Imlau