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In einem Boot

Roman

Damit die einen überleben, müssen die anderen sterben.

Grace ist frisch verheiratet mit Henry Winter, einem jungen Mann aus reichem Hause, als sie sich am Vorabend des ersten Weltkriegs auf der Zarin Alexandra einschifft. Doch nach einer mysteriösen Explosion sinkt der Ozeandampfer, und Henry erkauft seiner Frau einen Platz in einem Rettungsboot.
Den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert, treibt das überladene Boot wochenlang auf offener See. In einer Atmosphäre aus Misstrauen und unterdrückter Aggression stellen sich existentielle Fragen.

Sollen die Stärkeren sich opfern, damit die Schwächeren überleben können? Oder besser umgekehrt? Wer darf das entscheiden? Und sitzt Grace überhaupt zu Recht in diesem Boot?
Grace überlebt die Katastrophe, findet sich aber Wochen später vor einem Gericht in New York wieder. Die Anklage lautet auf Mord.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 16.09.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8390-0150-9
Verlag Script5
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/3,8 cm
Gewicht 519 g
Originaltitel The Lifeboat
Auflage 1
Übersetzer Alexandra Ernst
Buch (gebundene Ausgabe)
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18,95
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Buchhändler-Empfehlungen

Überleben...

Britta Christan, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Grace ist eine junge Frau, die nach einem Schiffsunglück vor Gericht steht, die Anklage lautet auf Mord. Aus ihrer Sicht erzählt, erfährt der Leser nach und nach von der Zeit, in der Grace mit 38 anderen in einem Rettungsboot wochenlang auf See getrieben ist, von ihren Gefühlen, Gedanken und Hoffnungen während dieser Wochen und dem Warten auf die Gerichtsverhandlungen. Grace erzählt in Rückschauen nicht nur die Zeit des Überlebens, sondern auch, wie sie ihren Mann kennenlernte, die Überfahrt auf der „Zarin Alexandra“, ihr Leben vor dem Tod des Vaters und ihrer Sorge, wie die Schwiegermutter die unerwünschte Schwiegertochter aufnehmen wird, nachdem ihr Sohn bei dem Unglück ertrank. Die Geschichte an sich hat viel Spannung, auch wenn es manchmal anstrengend ist, länger am Stück zu lesen, da die Sprache und die Ereignisse sich trotz vieler Zwischenthemen häufig auf die Zeit im Boot beschränken. Zudem konnte ich manchmal Grace` Verhalten und ihre Gedankenwelt nicht so schlüssig nachvollziehen, zum Teil wohl auch, weil die Frauen in der Zeit des ersten Weltkriegs mit anderen Werten und Vorstellungen lebten. Insgesamt ist dieser Roman anspruchsvoll und gut geschrieben, allerdings sollte man sich die Zeit geben, auch einmal über den philosophischen Hintergrund nachzudenken. Sehr empfehlenswert für jeden, der tiefgründige und oder historische Romane gerne liest!

Kundenbewertungen

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In einem Boot
von einer Kundin/einem Kunden aus Olbersdorf am 01.02.2014

Seit ich den Klappentext zu "In einem Boot" gelesen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss. Ich wurde zwar nicht enttäuscht, aber einen kleinen Kritikpunkt gibt es von mir dennoch... Grace schreibt die Ereignisse auf, die sich in dem Rettungsboot nach der Explosion des Ozeandampfers "Zarin Alexandra" ereig... Seit ich den Klappentext zu "In einem Boot" gelesen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss. Ich wurde zwar nicht enttäuscht, aber einen kleinen Kritikpunkt gibt es von mir dennoch... Grace schreibt die Ereignisse auf, die sich in dem Rettungsboot nach der Explosion des Ozeandampfers "Zarin Alexandra" ereignet haben. Dabei erfährt der Leser, was sich auf diesem Boot zugetragen hat und durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive werden die Gefühle, die Grace bei dem Unglück ereilt haben, gut dargestellt. Leider fühlte sich das ganze oft an, als wäre Grace nur ein Beobachter am Rande, statt mittendrin zu sitzen. Sie erzählt häufig sehr emotionslos, als wäre ihr das meiste absolut egal, als hätte sie dabei keine großen Ängste auszustehen gehabt. Dabei ist der Leser nicht selten schockiert über die Abgründe der menschlichen Seele, die in dieser Situation nur zu gut deutlich werden und unweigerlich fragt man sich, wie man selbst wohl reagieren würde, wäre man ebenfalls in dieser Notlage. Grace ist eine Protagonistin, die nicht besonders sympathisch ist, was ich allerdings nicht schlimm finde, denn zu dieser Geschichte passt das sehr gut. Grace ist egoistisch, was in ihren Aufzeichnungen immer wieder deutlich wird. Zwar kümmert sie sich auch um andere an Bord, doch das eher deshalb, weil sie dadurch ihre eigenen Sorgen ein wenig in den Hintergrund drängen kann und nicht so allein ist. Die Geschichte ist eher eine ruhige, die zwar mit spannenden Momenten aufwarten kann, die aber nicht vor Action strotzt. Trotzdem hat die Autorin es geschafft, mich zu fesseln, denn auch wenn das Ganze ein wenig emtionaler hätte erzählt werden können, so ist die Situation in der sich Grace und ihre Leidensgenossen befinden doch eine, die so ähnlich jeden Tag passieren kann. Die Charaktere entwickeln sich teilweise in Richtungen, die man so nicht erwartet hätte, was spannend zu beobachten war. Charlotte Rogan erzählt die Geschichte flüssig und nicht zu ausschweifend, es entstehen keine allzu großen Längen, auch wenn es immer wieder relativ ruhige Momente gibt. Fazit: "In einem Boot" ist ein Roman, der aufzeigt, wie Menschen sich in Extremsituationen verhalten könnten. Dabei gibt es einige Schockmomente, wirklich spannende Stellen und interessante Charaktere, die sich in überraschende Richtungen entwickeln, um ihr eigenes Leben zu retten. Ein wenig mehr Emotionen der Ich-Erzählerin hätte diesem Buch gut getan, doch trotzdem konnte Charlotte Rogan mich fesseln und hat mir spannende Lesestunden beschert.

In einem Boot
von Luise W am 07.01.2014

Getrieben vom eigenen Überlebenswillen sind Menschen in der Lage, Außerordentliches zu vollbringen. So auch Grace Winter, die nach einem Schiffsunglück mit knapp 40 anderen Passagieren "In einem Boot" sitzt. Nach anfänglicher Hoffnung auf eine schnelle Rettung müssen sie schnell einsehen, dass sie wohl längere Zeit auf sich alle... Getrieben vom eigenen Überlebenswillen sind Menschen in der Lage, Außerordentliches zu vollbringen. So auch Grace Winter, die nach einem Schiffsunglück mit knapp 40 anderen Passagieren "In einem Boot" sitzt. Nach anfänglicher Hoffnung auf eine schnelle Rettung müssen sie schnell einsehen, dass sie wohl längere Zeit auf sich allein gestellt sind. Wie sollen sie überleben, haben sie doch nichts als ihre Kleider am Leib? Hunger und Durst stehen auf dem Tagesplan und ebenso eine zunehmend angespannte Atmosphäre. Das Boot ist überladen, zu viele Menschen sind an Bord. Müssen sich einige opfern, damit andere leben können? Das Buchcover zeigt uns die Situation des Bootes: Allein auf dem großen, weiten Ozean, den Naturgewalten ausgeliefert. Dazu die Farben: Immerwährende Grün- und Blautöne, ein wenig Weiß in den aufschäumenden Wellen. Welch unbedeutende Rolle das Boot doch im großen Ganzen spielt! Das Prolog handelt von Grace, die nach der Rettung des Bootes im Gefängnis sitzt. Ihre Anwälte raten, alles Erlebte in einer Art Tagebuch festzuhalten und diese Erzählung bildet den Hauptteil des Buches. Grace schildert die wichtigsten Ereignisse der einzelnen Tage auf See und beurteilt das Verhalten der Passagiere im Vorausblick auf das zukünftige Geschehen. Kurz nach dem Mord, für den sie schließlich angeklagt wird, hören Grace' rückblickende Einträge auf und im Folgenden erfährt der Leser von ihrem Aufenthalt im Gefängnis sowie letztendlich dem Gerichtsurteil. Erst danach wird berichtet, wie die Rettung des Bootes denn nun erfolgte. Meiner Meinung nach zu spät, denn die Haupthandlung ist abgeschlossen. Ich habe diesen Teil eigentlich nur gelesen, um das Buch zu beenden. Der anschließende Epilog war allerdings wieder sinnvoll. Mit den Personen bin ich im Allgemeinen zufrieden. Besonders Mrs Grant und Mr Hardie hatten einen ausgeprägten, gut verdeutlichten Charakter. Grace hingegen... Ihre Gedanken waren zwar gut dargestellt, sie selbst wirkte für mich aber eher wie eine Beobachterin des Geschehens und nicht wie ein Teil davon. Vielleicht liegt das an ihrer rückblickenden Erzählweise. Die Wirkung des Geschehens auf den Einzelnen wurde mir nicht stark genug herausgearbeitet. Grace' Erzählweise erlaubt es, bereits im Buch Antworten auf die existenziellen Fragen im Boot zu suchen. Indem Grace reflektiert, versucht sie zu ergründen, warum die Passagieren so handelten, wie sie handelten. Damit denkt der Leser selbst nicht allzu viel nach. Es müssen keine Antworten mehr gefunden werden, weil das Buch sie bereits liefert. Andernfalls wären manche Fragen aber vielleicht gar nicht zur Sprache gekommen, deshalb ist die von der Autorin gewählte Form durchaus in Ordnung. Fazit Ein Buch, das beeindruckend von einer Grenzsituation berichtet. Es wirft Fragen auf und stellt Anworten zur Verfügung, an den Leser werden keine hohen Erwartungen gestellt. Besonders überzeugt hat mich die Idee der Geschichte, an der Umsetzung könnte man arbeiten.

Das Boot ist voll...
von einer Kundin/einem Kunden am 05.12.2013

Die Titanic war schon gesunken, und jetzt, kurz am Vorabend des ersten Weltkrieges erwischt es die "Zarin Alexandra". Eine mysteriöse Explosion bringt das Schiff zum sinken, doch Grace Winter hat glück, dank der Vorsorge ihres Gattens Henry, junger Mann aus reichem Haus, ergattert sie noch einen Platz in einem der Rettungsboote.... Die Titanic war schon gesunken, und jetzt, kurz am Vorabend des ersten Weltkrieges erwischt es die "Zarin Alexandra". Eine mysteriöse Explosion bringt das Schiff zum sinken, doch Grace Winter hat glück, dank der Vorsorge ihres Gattens Henry, junger Mann aus reichem Haus, ergattert sie noch einen Platz in einem der Rettungsboote. Allerdings, die Rettung lässt auf sich warten, und der Kampf um´s Überleben beginnt....