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3 Das Militär

Vom Parteienstaat zum Bürgerstaat

In diesem Buch sprechen wir über den Wehrdienst. Als Schüler und während der meisten Zeit bei der Bundeswehr wollte ich Berufsoffizier werden. So habe ich mir alles genau angeschaut. Ich will zeigen, welche Erkenntnisse und Fähigkeiten fürs Leben ich beim "Bund" [Bundeswehr] erworben habe. Dabei sprechen wir stets auch über Verbesserungen und Reformbedarf. Mir wurde klar, Organisationen bauen sich von unten nach oben auf. Einen kriegsgedienten Offizier fragte ich einmal im Manöver, was die Besonderheit der Reichswehr gewesen sei. Er sagte: "Die Armee war bis zum letzten Mann perfekt ausgebildet und hochmotiviert. Jeder Gefreite war ein vollwertiger Unteroffizier in Mannschaftuniform." Als Landrat habe ich großen Wert auf die Ausführungsebene gelegt. Mein Leitspruch: "Die Sachbearbeiter sind das Rückgrat der Verwaltung." Das hat ihnen gut getan und war erfolgreich. Dazu müssen die Führungskräfte charakterlich und fachlich ihre Aufgaben beherrschen. Das schauen wir uns bis zur Ausbildung der Generalstabsoffiziere an. Dann lernte ich durch Aufträge, nicht durch Einzelbefehle führen (Auftragstaktik). "Wer führt, darf nicht ausführen. Wer ausführt, verliert den Überblick", war ein eiserner Grundsatz. Das brachte allen, bis zu den Sachbearbeitern "Erfolgslust". Jeder durfte im vereinbarten Rahmen eigenverantwortlich, selbständig und abschließend entscheiden. Nie habe ich dann jemand im Stich gelassen. Denn Loyalität ist immer zweiseitig. Das hat Parteipolitiker und Umfaller oft geärgert. Wir Soldaten lernten führen, steuern und organisieren. Geführt wird persönlich, unmittelbar und mündlich. Beim Steuern werden Ziele mit Zeit und Zahlen vorgegeben und der Erfolg (Zielerreichung) gemeldet. Den Weg zum Ziel hat jeder selbst zu wählen. Die Organisation legt den Aufbau und die Zuständigkeiten fest. Die Kunst besteht darin, die richtige Person auf den richtigen Platz zu setzen. Dazu gehört auch der Wechsel der Aufgaben und Dienstposten, was in der von mir geführten Verwaltung i. d. R. nach fünf Jahren erfolgte. Nun will ich euch zeigen, wie ich das vom Rekruten in der Grundausbildung bis zum Bataillonskommandeur und Major d. R. gelernt habe. Zum Schluss fragen wir, wie die Bundeswehr in der heutigen Zeit, der gegenwärtigen Lage reformiert werden müsste. Dazu brauchen wir eine allgemeine Wehr- und Dienstpflicht.

Portrait

Gerhard Pfreundschuh, geb. 1941 in Heidelberg, studierte Geschichte, Recht und Wirtschaft (juristische Staatsprüfungen in München und Stuttgart, Examen in VWL in Mannheim). Mit einem verfassungsgeschichtlichen Thema promovierte er zum Doktor der Verwaltungswissenschaften (Dr. rer. publ.) in Speyer.

Nach Wehrdienst (Major d. R.) und Studium trat er in die Innenverwaltung Baden-Württemberg ein. Danach war er Erster Bürgermeister in Wertheim und von 1981 bis 1997 Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises in Mosbach/Baden. Von 1998- 2008 war er Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Kommunales Management in Heidelberg.

Er ist verheiratet, hat vier Kinder und drei Enkelkinder

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 212
Erscheinungsdatum 12.12.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-944816-04-3
Verlag Pfreundschuh-Heidelberg
Maße (L/B/H) 23,8/16,9/2,2 cm
Gewicht 390 g
Auflage 1
Buch (Kunststoff-Einband)
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21,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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