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Roman

Ronja von Rönne

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Beschreibung

„Ronja von Rönne wischt das Blau vom Himmel.“ Georg Diez, Der Spiegel

„Maja ist nicht tot. Wenn Maja gestorben wäre, hätte sie mir davor Bescheid gesagt. Solche Dinge haben wir immer abgesprochen.“

Wenn jemand stirbt, zieht man sich schwarze Kleider an und geht zur Beerdigung. Oder man flieht gemeinsam mit seinen drei Beziehungspartnern und einer Schildkröte ans Meer. Nora entscheidet sich für Letzteres. Als ob Polyamorie helfen würde. Als ob Flucht helfen würde. Als ob man den Dämonen der Vergangenheit so einfach entkommt.

„Schnoddrig, überlegen, witzig, respektlos – endlich eine neue Stimme in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur!“ Joachim Lottmann

In Noras Heimatdorf gehört es sich, den Nachbarn zu grüßen, den Rasen zu mähen und am Ende des Lebens zu sterben. Dass sich plötzlich ausgerechnet Maja, Noras beste Freundin aus Kindheitstagen, an diese althergebrachten Regeln hält und einfach stirbt, kann Nora nicht glauben. Für eine Beerdigung hat Nora ohnehin keine Zeit: Nachts wecken sie Panikattacken, sie muss sich um eine Schildkröte kümmern und ihre einst so progressive Beziehung zu viert droht auseinanderzubrechen. Und dann fährt auch noch ihr Therapeut in Urlaub. Bis zu seiner Rückkehr soll Nora ihre Tage in einem Tagebuch dokumentieren. Also berichtet sie, wie sie sich mit Karl, Leonie, Jonas und einem schweigenden Kind ans Meer flüchtet, um das Verschworene zwischen ihnen zu retten. Doch statt hoffnungsvoller Zukunft drängt sich immer mehr Noras Vergangenheit in den Vordergrund. Es muss doch etwas geben, denken die vier, das sie wieder zusammenzuschweißen vermag, ein großes Fest etwa. Oder ein Mord.
„Wir kommen“ ist ein radikales Buch, rasend komisch in seiner Verzweiflung und poetisch in seiner Grausamkeit.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 04.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03632-4
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22,7/13,9/2,5 cm
Gewicht 330 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 142441

Buchhändler-Empfehlungen

Erfrischend anders

Nicole Hoffstaetter, Thalia-Buchhandlung Vaihingen

Bei manchen Zeilen steht man unausweichlich vor der Wahl zu lachen oder zu weinen. Ich habe mich für ersteres entschieden und trotz des bitterbösen, teilweise vor Sarkasmus und Dramatik triefenden Humors des Öfteren laut aufgelacht. Es ist zugleich der Schrei einer jungen Generation, die einfach andere Themen bewegen, als auch ein Flüstern, ein Hintergrundrauschen der Gesellschaft, das sich irgendwo abspielen könnte. Eine erfrischend andere Sprache gepaart mit einer dezenten Anregung zum Nachdenken.

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Die Buchbesprechungen auf der Buchrückseite haben mich neugierig gemacht- leider entsprach das Buch überhaupt nicht meinen Erwartungen. Für meinen Geschmack viel zu langatmig.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
2
6
0
1
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 09.12.2017
Bewertet: anderes Format

Der typische bittere Rönne-Humor, eine Wonne. Verpackt in einer Geschichte, die einfach sehr echt zeigt, wie es sein kann, wenn man in ein polyamores Geflecht schlittert.

Ein großes Fest oder ein Mord!
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 22.05.2017

Nora wir von Panikattaken geplagt und ihr Therapeut fährt einfach in den Urlaub. Als Beschäftigungstherapie soll sie, bis zu seiner Rückkehr, Tagebuch führen. Nora beginnt mit dem Tod ihrer Kindergartenfreundin Maja, an den sie nicht glauben kann. Sie wird mehr und mehr von ihrer Vergangenheit eingeholt. Der Kreis beginnt sich ... Nora wir von Panikattaken geplagt und ihr Therapeut fährt einfach in den Urlaub. Als Beschäftigungstherapie soll sie, bis zu seiner Rückkehr, Tagebuch führen. Nora beginnt mit dem Tod ihrer Kindergartenfreundin Maja, an den sie nicht glauben kann. Sie wird mehr und mehr von ihrer Vergangenheit eingeholt. Der Kreis beginnt sich zu schließen als sie versucht der polyamorösen Beziehung zwischen Jonas, Leonie, Karl und ihr, mit einem Urlaub am Meer, wieder Leben einzuhauchen und es sich zeigt, dass es etwas spektakuläreres braucht, um diese verschwohrene Freundschaft zu erhalten. Ein großes Fest vielleicht oder einen Mord?

Man könnte es Generationsproblem nennen....
von einer Kundin/einem Kunden aus Pforzheim am 11.02.2017

Ja doch, Generationsproblem trifft es ganz gut... Als die "Einladung" zu Majas Beerdigung eintrifft, glaub Nora erst an einen sehr geschmacklosen Scherz, denn Maja würde nicht einfach sterben, ohne es vorher mit ihr abzusprechen. Generell ist Noras Leben gerade schwierig. Ihre Beziehung droht zu zerbrechen und dann ist da no... Ja doch, Generationsproblem trifft es ganz gut... Als die "Einladung" zu Majas Beerdigung eintrifft, glaub Nora erst an einen sehr geschmacklosen Scherz, denn Maja würde nicht einfach sterben, ohne es vorher mit ihr abzusprechen. Generell ist Noras Leben gerade schwierig. Ihre Beziehung droht zu zerbrechen und dann ist da noch das Problem mit dem Job, der auch nicht mehr das ist was er mal war oder werden sollte.... Antriebslos, völlig frustriert von der Welt und ihrem Leben, ohne Reaktion auf ihre Mails von Maja, zieht Nora mit Karl, Jonas und Leonie (und deren Tochter Emma- Lou) ins Strandhaus... um die Beziehung zu retten.... und den Alltag auszublenden.... denn vielleicht vielleicht wird so alles wieder gut... Ronja von Rönne spricht in diesem Buch ein Problem an, dass viele junge Erwachsene nachvollziehen können. Es ist nicht leicht in Worte zu fassen, was das Buch mit mir gemacht hat. Es hat mich bewegt und mir auf schonungslose, ehrliche und herzliche Weise, dass große Problemen von gleichaltrigen und mir aufgezeigt... Doch eine Lösung muss jeder selbst finden...!


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